Submarine

Submarine (2010), GB/US Laufzeit 97 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie, Kinostart 17.11.2011


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7.6
Kritiker
35 Bewertungen
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7.5
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1708 Bewertungen
54 Kommentare
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von Richard Ayoade, mit Noah Taylor und Paddy Considine

Außergewöhnliche Umstände erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. In Submarine muss Oliver Tate (Craig Roberts), ein verschrobener Teenager, mit vielen Problemen gleichzeitig fertig werden. Auf der Beliebtheitsskala seiner Mitschüler belegt er die untersten Plätze, die schöne Jordana (Yasmin Paige) hat sein Herz gestohlen und die Ehe seiner Eltern lief auch schon mal besser. Der altkluge Oliver schmiedet also so manchen Plan, um seine Mutter (Sally Hawkins) vor einer Dummheit mit ihrem neuen Nachbarn und ehemaligen Geliebten (Paddy Considine) zu bewahren. Und dann will auch noch seine Angebetete, die Angst um ihren kranken Vater hat, irgendwie beeindruckt werden. Dabei hat Oliver seine ganz eigenen Ansichten darüber, wie die Welt funktionieren sollte und sein Verständnis von Mitgefühl treibt ihn mitunter zu bizarren Handlungen.

Richard Ayoade, bekannt als schrulliger Maurice Moss aus der BBC-Serie The IT Crowd, lieferte mit Submarine sein Regiedebut, das 2011 auf der 61. Berlinale seine Premiere feierte. Die von Ben Stiller produzierte Coming of Age-Geschichte überzeugte sowohl Kritiker als auch Publikum. Unter zahlreichen Bewerbern für die Besetzung der jungen Hauptdarsteller konnten sich die Filmneulinge Craig Roberts und Yasmin Paige durchsetzen. Der Cast wird durch etablierte Darsteller wie Sally Hawkins und Paddy Considine komplettiert.

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Kommentare (52) — Film: Submarine


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TrueValue

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Bewertung9.0Herausragend

Vorhersage 5.5 - my ass!
Selten einen so stilvollen Film gesehen. Toll erzählt, tolle Bilder, schöne Geschichte mit Witz und auch tragischen Momenten. Absolute Weiterempfehlung!

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bestseimon

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Submarine" erzählt gar nicht mal so viel Neues, gibt einem aber umso mehr mit auf den Weg und wirkt insgesamt derart erfrischend und originell, dass man schon von der ersten Minute an begeistert ist. Dafür braucht es dann auch gar nicht mal besonders viel. Wenn schon in der ersten Szene Oliver Tate per Voice-Over seine Geschichte erzählt und im Hintergrund Alex Turner´s wundervoll melancholischer Soundtrack ertönt, erzeugt das einfach eine völlig einnehmende Stimmung, die bis zum Schluss eingehalten wird. Natürlich trägt "Submarine" den Begriff "Indie" fett auf der Stirn geschrieben, dennoch bringt Regisseur Richard Ayoade seinen Film mit einer solchen Leichtigkeit rüber, dass dieser Stil nie zu gewollt oder verkrampft wirkt. Er lässt sich sogar vielmehr noch einige etwas schrullige, aber sehr charmante und sogar teils selbstreferentielle Szenen einfallen, die den ganzen Film noch weiter auflockern. Dabei findet Ayoade die richtige Balance zwischen dramatischen und humorvollen Momenten, die sich stets abwechseln und somit nicht immer einen vorhersehbaren Verlauf nehmen, was auch mal eine gute Abwechslung zu dem 08/15-Standardkram ist.
Ein weiterer Pluspunkt ist die tolle walisische Umgebung und die daraus resultierenden Bilder, die mal ein ganz neuer Anblick sind. Sie verleihen "Submarine" schließlich das gewisse Etwas, den besonderen Glanz. Auch die Darsteller sind allesamt überzeugend, besonders Craig Roberts als Oliver Tate spielt fantastisch. Das alles macht "Submarine" zu einem wunderbaren Filmerlebnis, auch wenn für mich die zweite Hälfte im Vergleich zur fast schon perfekten ersten etwas abfällt, aber das sei auch nur am Rande erwähnt. Denn am Ende bleibt ein gefühlvoller und zu jeder Zeit sympathischer Indie-Streifen, der vor allem durch seine kleinen Momente zu begeistern weiß.

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bestseimon

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Ja, hat mich ehrlich gesagt auch gewundert, dass der bei dir nur auf 5 Punkten steht. Woran hat´s denn gelegen?


alex023

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Story hat mir nicht so zugesagt, fand die Figuren nervig und alles irgendwie zu dröge...


maddes89

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Bewertung9.5Herausragend

Kleiner Film, ganz groß! Hier war jemand am Werk, der die Filme der französischen "Nouvelle Vague" über alles liebt. Das merkt man in fast jeder Einstellung. Und das ist auch sehr gut so! Das Drehbuch ist fantastisch geschrieben. Pointierte Dialoge wechseln sich mit wunderschönen Bildern ab, die man sich auch so an die Wand hängen würde. Bei den Darstellern ist einer sympathischer als der andere. Einfach großartig!

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Kamil90

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Würde man 'Submarine' bloß als Coming of Age-Film mit gewöhnlichen Handlungspunkten beschreiben - und zu dem Schluss würde man bei den zwei wichtigsten Antriebsmotoren der Geschichte zweifelsohne gelangen - würde man dem Film großes Unrecht damit tun.
Dem Hauptcharakter Oliver Tate seine erste richtige Beziehung und das drohende Auseinanderbrechen der Ehe seiner Eltern als Begleiter an seine Seite zu setzen, ist zwar nicht unbedingt bahnbrechend neu, genug Originalität bietet der Film dennoch in der Art seiner Inszenierung.

Allein die Narrative besticht mit vielen schönen Einfällen, indem Olivers Gedankenwelt, in die er selbst tief versunken zu sein scheint, auf kreative Weise visualisiert wird. Es hat etwas von einer ernsthafter angelegten Kombination aus Scott Pilgrim's Erzählweise und JD's Tagträumen aus Scrubs, was aber so geschickt in den Stoff des Film hineingewoben wurde, dass man stetig gespannt darauf ist, mit welchen Eskapaden die Filmemacher als nächstes wohl aufwarten werden. Dreht der Film aber mal nicht in der Narrative ab, so bieten die Charaktere mit ihren pointierten Dialogen und ihren absurden Manierismen genug Potenzial, 'Submarine' jederzeit über (oder in dem Fall eher unter) der Wasseroberfläche konventioneller Filme zu halten.

Beeindruckt hat mich auf gewisse Weise auch der gesamte Ton des Films, der sich nur schwerlich beschreiben lässt. Hätte der Film einen Geruch, würde er wohl nach einem leicht nebligen Herbsttag riechen - ein gewisser Schleier der Apathie und Düsterheit liegt über ihm, ohne allerdings zu schwer im Magen zu liegen. Man merkt also, alles was dem Film an Frische in der eigentlichen Geschichte fehlt, gleicht er mindestens durch seine kreativen Stilmittel wieder aus, sodass ich hier eine klare Empfehlung an alle aussprechen kann, die nochmal in die Problematik des Älterwerdens zurücksinken möchten.

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Lammbock

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Bewertung7.0Sehenswert

Craig Roberts sieht einfach genauso aus wie der junge Alex Turner, "Submarine" hätte auch ein Biopic über die Jugend des Arctic Monkeys Frontmann sein können.

Submarine ist ein typischer Indie Film und erzeugt eine entspannte Atmosphäre beim Schauen. Untermalt wird er mit einem Soundtrack, der in jeder Situation perfekt eingesetzt ist.

Leider bricht der Film nie aus, es gibt keinen wirklichen Spannungsbogen und so plätschert das Geschehen teilweise etwas öde vor sich hin.

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AvonBarksdale

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Bewertung6.0Ganz gut

Sehr speziell, eigenartig und skurril.
Weiss nicht genau was das war oder was der Film aussagen wollte.
Hatte schon so seine Momente, aber hat mich nicht richtig berührt und überzeugt.

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Hueftgold

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Bewertung9.0Herausragend

Auch für Ostern haben sich die Moviepiloten wiedermal zusammengefunden, um sich gegenseitig Kommentare zu wichteln! Mein Partner Ben Affenleck hatte jedoch eine ganz andere Idee! Nachdem er mich heute früh um 8 aus den Federn gerissen hat, sagte er, dass ich durch den Garten jagen darf, da er dort 5 Filme versteckt hat. Der erste Film, den ich gefunden habe repräsentiert gleichzeitig den Film, zu dem ich einen Kommentar verfassen darf. Submarine, ein mir unbekannter Film soll es sein! Also gut Ben, nach deinen morgentlichen Strapazen darfst du nun endlich meinen Osterkommentar für dich lesen!

Dabei müsste ich dir eigentlich dafür danken, dass du mir diesen Film zur Auswahl gestellt hast und ich dadurch gleichzeitig auf diesen Film aufmerksam geworden bin! Denn wärest du nicht mein Wichtelpartner gewesen, hätte ich dieses Indiefilmchen wohl niemals betrachtet! Submarine ist eine wunderbare Coming of Age Geschichte mit starken Jungdarstellern, zum Teil sehr skurillen Charakteren und herrlichen optischen Spielereien! Eine wunderbare Huldigung an das alte Super 8 Kino, eine Ode an die schönen Gefühle des Lebens und gleichzeitig sehr viel Gefühl! Eine perfekte Verschmelzung von Feel Good Film und emotionalem Drama, mit schönen und traurigen Segementen, wie das Leben selbst! Ein unheimlich kraftvoller Film über die Liebe und das Leben! Einfach magisch!

Ben, ich danke dir für deine Filmvorschläge und wünsche dir noch ein schönes Osterfest und natürlich allen Lesern dieses Kommentares!

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BenAffenleck

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Hey, hey, hey. Schön das du ihn gefunden hast. Ich hatte ihn doch recht gut versteckt. Und schön, daß du ihn für gut befunden hast. War halt mal wieder bissel was anderes, oder? Danke für den schönen Kommentar von dir und ein schönes Rest-Wochenende...


Hueftgold

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Echt ein Supertipp! Dankesehr (:


Setric

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Bewertung7.0Sehenswert

Herrlich skurril.

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natedb

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Bewertung4.0Uninteressant

Als "Indie-Perle" und berührendes "Coming-of-Age-Filmchen" wurde er angepriesen. Also "Indie" ist er ja, ein bisschen zu sehr sogar für meinen Geschmack, denn der Stil wirkt hier zu keiner Zeit ehrlich oder glaubwürdig, vielmehr aufgesetzt und kalkuliert, absichtlich auf "komisch" getrimmt, um eine Tiefgründigkeit vorzugaukeln die nicht existiert. Die Handlung folgt keinem neuen Muster, was nicht weiter schlimm ist, allerdings ist der Film Drehbuchtechnisch und in seiner Charakterisierung zu gewollt, sodass ich den Protagonisten ihr vorgebliches Anderssein nicht abkaufte.
Und obwohl ich eigentlich ein Fan von Melancholie bin, war mir auch die ganze "Oh,-die-ganze-Welt-scheint-unterzugehen,-aber-keiner-checkt-weshalb-also-#yolo#-Stimmung" zu rigoros umgesetzt und ließ mich infolgedessen relativ kalt.
Gut gemeint ist der Film ja, Potential für ein gutes Drama birgt er auch, aber die Geschichte wirkte auf michzu gekünstelt tragikomisch und der Funke ist bei mir nicht übergesprungen, sodass ich "Submarine" im Großen und Ganzen als eher anstrengend empfand.

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Prechtl

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Das ist das Problem, wenn Indiefilme zu sehr Indie sein wollen. Wobei ich Submarine ja noch nicht gesehen habe.


natedb

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Ja, hier fehlte mir einfach die Ehrlichkeit.


Caroline Schönsee

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

niedlicher britischer independent movie

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based_god

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Oliver Tate erobert die Herzen im Sturm. "Submarine" ist teilweise leichte und teilweise sehr traurige Kost, die den Zuschauer trotzdem mit einem guten Gefühl entlässt. Bitte mehr solche Liebesfilme!

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Gertrude4

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Edward mit den Scherenhänden" spaziert durch "die fabelhafte Welt der Amelie".

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milfhunter

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Von Anfang bis Ende Perfektion, danke.

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WZRDOnTheMoon

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Was habe ich nur für ein Gefühl nach diesem wundervollen Film? Ich kann es, beim besten Willen nicht beschreiben. Seit einer geschlagenen Stunde sitze ich vor dem Computer, lasse zum gefühlten zehnten mal leise den Soundtrack von Alex Turner im Hintergrund laufen und überlege, wie ich den Film deuten, finden, lieben, ... oder einfach "verarbeiten" soll. Letzten Endes habe ich mich für meinen ersten Gedanken entschieden, meist ja die richtigen.
Ich glaube "Submarine" kann einigen begeisterten und teilweise auch mitfühlenden Zuschauern durchaus mehr geben als manch anderer erwartet. Da geht es viel um Außenseiterrollen, um die erste große Liebe, um (zu lösende) Eheprobleme, um Trauer, um den Tod, um Hoffnung, um Verzweiflung, um Fehler, .. und um Verzeihen, um glücklich sein, um "Erwachsen werden".
Aufgrund von so vielen, gut dargestellten und verschiedenen Wegen, Phasen & Szenen, die wohl eine enorm breite Menge ansprechen, ist "Submarine" ein Film, der zum nachdenken drängt, der vielleicht an selbst erlebte Szenarien erinnert, oder der einen einfach letzten Endes ein Stückchen glücklicher macht.
Exzellente Jungschauspieler und gute Nebendarsteller, sowie ein passender Soundtrack & schöne Szenen sowie Bilder erledigen obendrein ihr übriges..

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KonTaicho

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Bewertung7.5Sehenswert

"Submarine" schafft es, seine im Grunde doch sehr tragische Geschichte mit einer für den Zuschauer erträglichen Leichtigkeit und einer Prise tragikomischem Salz in der sonst doch sehr existenziellen Suppe zu servieren.

Die Protagonisten sind allesamt großartig, allen vorran Vater und Sohn. Die Metapher der "Submarine" ist logisch und nachvollziehbar und dürfte dem ein oder anderen doch sehr bekannt vorkommen ( Zumindest hoffe ich das für mich . _. ^^ ).

Beethovens Mondscheinsonate passt hier wunderbar, da sie mit ihrer schweren und psychedelischen Melodie das Herumtrudeln in den Gezeiten des Lebens wunderbar wiederspiegelt.
Wirklich böse sein kann man in "Submarine" eigentlich niemandem, da jeder seine eigenen Probleme und Beweggründe vorzuweisen hat. Der Vater ist seiner Melancholie verfallen, die Mutter sehnt sich nach Liebe und Nähe, die Freundin kommt mit der Situation ihrer Mutter verständlicherweise nicht klar und der Sohn ist schlichtweg überfordert, scheinbar alle Probleme der Welt auf einmal lösen zu wollen.

Jedoch fällt mir auf, dass es wiedereinmal der Junge ist, der sich entschuldigen muss. Sie ist es, die die Gummistiefel anhat und nicht nass wird. Er muss ihr folgen und sich die Anschuldigung gefallen lassen, nicht genug getan zu haben, war er doch der Einzige, der sich durch sein Engagement und seinen Einfallsreichtum wirklich bemüht hat.

Aber das nur am Rande.

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SebastianK

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich liebe diesen Film... Es gibt da diesen Moment, in dem du denkst, dass du schon alle guten Filme geschaut hast und es keiner mehr schaffen wird dich von Anfang mitzureisen. Auf diesen Film hier bin ich völlig zufällig gestoßen und erwartete nichts.
-Kann Spoiler enthalten-
Der Film fängt also an und wir sehen einen Teenager auf dem Boden seines Zimmers sitzen. Anstatt einfach zu leben und seine jungen Jahre zu genießen, grübelt er über die Menschheit und deren Eitelkeit sich als Individuen zu sehen. Klaviermusik wird eingespielt und wir bekommen das weite Meer an den Stränden von Wales gezeigt. Möwen fliegen durch den blauen Verlauf am Himmel, der vom Horizont an immer dunkler wird.
Direkt in diesen wenigen Sekunden hatte mich der Film einfach... Jede weitere Minute, ja Sekunde, war und ist jedes mal wieder ein Hochgenuss.

"Ich finde es gibt nur eine Art durch's Leben zu kommen: Mich in eine völlig losgelöste Realität zu versetzen"

Ich liebe es, wie der Film sich selbst wenig ernstnimmt, aber dennoch so stark und tief ist.
Richard Ayoade ist ein bescheidenes Genie... Sympathischer geht es nicht mehr.

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Sheeeeep

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Coming-of-Age auf walisisch (Nein Dori, nicht walisch).

Herrlich abgedreht, reichlich skurril und mit viel Herz - so könnte man das Regiedebüt von Richard Ayoade (der nette Kerl mit der Afromatte aus IT-Crowd) beschreiben. Der Film hantiert im großen Maße mit visuellen Spielereien, die aber an keiner Stelle aufgesetzt wirken und ein tolles und passendes Stimmungsbild der Protagonisten wiedergeben. Mit einer Vielzahl an Off-Kommentaren des jungen Oliver Tate wird man in seine äußerst amüsante Gedankenwelt hineinkatapultiert und fiebert förmlich mit dem vollkommenen verschrobenen Charakter mit. Die Liebesgeschichte ist erfrischend anders - so werden die typischen Stufen einer aufkeimenden Liebe durcheinander gewürfelt und ab absurdum geführt. Die Darstellerriege ist von vorne bis hinten perfekt ausgewählt worden, vor allem die beiden Jungdarsteller können sich in das Herz des Zuschauers spielen. Doch die Kirsche auf dem Sahnehäubchen ist der Soundtrack vom Arctic Monkeys Frontmann Alex Turner, der die melancholische Grundstimmung hervorragend in passende Schallwellen transformiert.

Einzigartiger Independent-Streifen, der dem Coming-of-Age Genre frischen Wind verleiht. Da freut man sich schon direkt auf das nächste Projekt von Herrn Ayoade!

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stuforcedyou

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2Pkt zu wenig, aber dennoch ein :* wert


ProsperDune

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eltern, Schule, Lehrer, Mobbing, erste Liebe, Liebeskummer, Pubertät.

So ist das eben.
Und so passend und fabelhaft schräg-melancholisch ist "Submarine" inszeniert. Und bietet dir die Möglichkeit, über all die Widrigkeiten des Lebens herzhaft zu schmunzeln. Schön, oder nicht?
Wer schon jene Phase durchlebt hat, wird sich hier bestimmt wohlfühlen.

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Hagen Hagen

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Bewertung7.0Sehenswert

Wieder ein Debutfilm, bei dem die guten Ideen nicht bis zum Ende reichen. Die erste Stunde verzaubert, auch wenn das "Love Interest" ziemlich unattraktiv ist. Wales an sich, die Musik, die über Allem liegende Melancholie. Das ist wirklich schön anzusehen, aber je länger der Film dauerte desto unverständlicher wurden die Handlungen aller Protagonisten. Schade.

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patcharisma

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Bewertung6.0Ganz gut

Ich kann die grosse Begeisterungswelle praktisch sämtlicher Moviplioten hier leider nur bedingt teilen. Zwar hat die Coming-Of-Age-Dramödie durchaus viel Charme, ein ungewöhnliches Storyboard, zwei tolle Jung-Schauspieler und viele (auch visuell) berückende Einfälle. Doch die Trümpfe kamen mir hier wie vorzeitig ausgespielt vor, der Film kann sein Niveau des ersten Drittels nicht wirklich halten. Die Puste geht dann ziemlich baden, wenn die Dramatik nicht wirklich zum Tragen kommt, da sie immer wieder dem Blödel-Slapstick zum Opfer fällt und wichtige Schlüssel-Szenen unfreiwillig verdooft werden. Keine Mutter würde zum Beispiel ihrem Sohn sagen, der sie beim Seitensprung vermutet und daher einen halben Selbstmord-Versuch hinter sich hat: "I gave Graham (dem Nebenbuhler) a Hand-Job (einen heruntergeholt) for his Relaxation but I discussed it with your Father and that's it!" Ist das nun deshalb "witzig", weil sie immer so ungemein streng angezogen ist? Auch sonstige zwischenmenschliche Patzer oder Probleme werden nie wirklich vertieft, sie werden meistens einer gewissen Lächerlichkeit preisgegeben. Um dann und wann dann doch noch etwas Melancholie zu unterstreichen, werden Songs von Alex Turner (von den überschätzten "Artic Mokeys") zur Untermalung der Stimmung hinzugefügt - das will dramaturgisch dann irgendwie so gar nicht zum schnittigen (und Beinahe-Videoclip-ähnlichen) Rest passen. Wenigstens sitzt immerhin das unaufdringliche Happy-End.

Viele hier vermuten (deswegen wahrscheinlich, weil aus dem New Age-Van billige Techno-Musik herausdröhnt), dass der Film in den 90ern spielt, aber es muss hier (komischerweise) doch das Jahr 1987 sein - dann nämlich lief "Crocodile Dundee" in den Kinos.

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bobo-lemon

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Sehr treffend - dem kann ich mich nur anschließen!


patcharisma

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Thank you, Bobo! ;-)



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