Tatort: Der illegale Tod

Tatort: Der illegale Tod (2011),
Laufzeit 90 Minuten, Kriminalfilm

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Tatort: Der illegale Tod - Bild 5742736
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von Florian Baxmeyer, mit Sabine Postel und Oliver Mommsen

Ein Schock für Kommissar Stedefreund: Nach einer durchzechten Nacht ist sein Freund Peer spurlos verschwunden! Blutflecken in dessen Wohnung deuten auf ein Verbrechen hin. Stedefreund und seine Kollegin Inga Lürsen fahnden nach einer afrikanischen Asylbewerberin, die die Männer in der Nacht mit nach Hause genommen hatten. Denn auch von ihr fehlt plötzlich jede Spur. Die Kommissare finden heraus, dass sie Peer und drei seiner Kollegen der Wasserschutzpolizei gezielt ins Visier genommen hat. Inga wittert nichts Gutes, denn die vier Beamten waren einst für die europäische Agentur Frontex auf dem Mittelmeer im Einsatz. Ist hier Rache im Spiel? Doch wofür?

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Kommentare (3) — Film: Tatort: Der illegale Tod

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Darbon

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Jetzt reiß dich mal zusammen", faucht Elena Janson (Ulrike C. Tscharre) ihre Mutter (Kerstin de Ahna) an, als diese um ihr Enkelkind bangt, als wär so ein Kind etwas Kostbares. Denn eine Flüchtlingsfrau aus Togo (Florence Kasumba), die bei einer Mittelmeerflucht aus dem grausigen Afrikakontinent – es könnte auch Uganda sein - ihr Kind verlor, so ist es halt in 2011, nimmt nun Elena Jansons Tochter als Geisel.
So eine Geiselnahme ist zwar so notwendig wie richtig, aber wohl hierzulande nicht rechtens, wie auch der Nasenbruch eines Staatssekretärs nach der Begegnung mit Inga Lürsens Faust. Zusammenreißen müssen sich Ermittlerin Lürsen (Sabine Postel) wegen einiger Querelen mit konservativem Serienkind Camilla Renschke und Stedefreund Mommsen beim Verlust seines am illegalen Verbrechen beteiligten Blutsbruders, doch mehr noch als die Kriminalen bewährt sich die zentrale Antiheldin Elena Janson, die ein Kommando an der Flüchtlingsgrenze zu Europa leiten hatte, in Contenance, um sich in die Rechtlichkeit freizugiften. Denn deren Untergebene (großartige Tour de force: Daniel Lommatzsch, souverän: Arnd Klawitter) drehen durch, weil die Überlebende eines Unglücks oder auch - im sogenannten rechtlichen Graubereich - Mordes, Rache nehmen will an den legalen Grenzschützern oder nur aufklären, sich öffentlich empören. Weg mit so einer, zudem Negerin, wegwegweg! Zugunsten der europäischen Richtlinien.
Ein Hund - Balou - muss durch die Hand Elenas sterben, um ein Missgeschick zu vertuschen, das im Legalen liegt, weil abgesegnet von der EU und übertragen an die Agentur Frontex. Elena Janson, das ist Ulrike C. Tscharre, die nach zwei Wochen - vorletzten Sonntag noch in Münster - erneut einen Tatort bereichert und in ihrer Rolle auch die Argumente jener, die für den Einsatz von Frontex et cie plädieren, denn ihr gehört im letzten Moment das letzte Wort gegen unbelehrbare Gutmenschen wie Lürsen: "Sie haben überhaupt nichts begriffen!" Ein immer wieder als gültig geltender Satz im diplomatischen Jargon.
Herzlichen Glückwunsch, Frau Tscharre, die Sie sonst so jolie sind - bis auf Ihre ebenso elenanahe Sabine Jaschke "im Angesicht des Verbrechens" - und an diesem Sonntag zudem Ihren Geburtstag feiern. Hoch die Korken, lasst sie knallen für dieses in allem freche Werk aus Bremen.

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mellisee

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Bewertung7.0Sehenswert

Fesselnder Tatort am heutigen Sonntagabend mit einem bewegendem Handlungshintergrund.

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marcowski

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Brandaktuell, authentisch und schonungslos - und durchweg herausragende schauspielerische Leistung.

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