Radio Rock Revolution
The Boat That Rocked (2009), GB/US Laufzeit 135 Minuten, FSK 12, Komödie, Drama, Musikfilm, Kinostart 16.04.2009
27 Bewertungen
Skala 0 bis 10
5150 Bewertungen
124 Kommentare
Keine
von Richard Curtis, mit Rhys Ifans und Philip Seymour Hoffman
Philip Seymour Hoffman, Rhys Ifans & Co. wollen den Rundfunkhörern in Radio Rock Revolution endlich die richtige Musik näherbringen.
Eine Handvoll Radio-Rebellen steht im Mittelpunkt der Musik- und Radiogeschichte in den wilden Sixties. 1966 kommt zwar der weltberühmte Rock aus England, aber selten zu den Hörern der BBC, die pro Woche nur zwei mickrige Stunden Pop über den öffentlich-rechtlichen Äther schickt. Genauso unermüdlich wie illegal legen dafür die DJs des Piratensenders Radio Rock ihre Platten auf – mitten in der Nordsee, um nicht von der Regierung abgeschaltet zu werden, und mit einer gigantischen Fangemeinde. An Bord von ‘The Boat that Rocked’ sind Oscar-Gewinner Philip Seymour Hoffman, Bill Nighy, Rhys Ifans und Nick Frost als Radiohelden auf hoher See und Kenneth Branagh als Staatsvertreter, der dem ‘drogenverseuchten, kulturlosen’ Treiben ein möglichst schnelles Ende bereiten will.
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Cast & Crew
- Genre
- Komödie, Drama, Musikfilm, Romantische Komödie
- Zeit
- 1966
- Ort
- Großbritannien
- Handlung
- Biologischer Vater, Boot, DJ, Frachter, Freie Liebe, Liebe, Musik, Piratenradio, Politik, Revolution
- Stimmung
- Entspannt, Gutgelaunt, Witzig
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Kritiken (8) — Film: Radio Rock Revolution
goodspeed: ANIch / UFA / KultHt.de / O...
Kommentar löschenWarum wird eigentlich Radio Rock Revolution nicht als Jahrhundertwerk angebetet? Wenn herausragende Filmkunst darin besteht, seine ganze Leidenschaft in einem Film zu bündeln und beim Zuschauer wieder zu entfachen, dann ist dieser Streifen ein von Gott geküsstes Opus Magnum! ROCK 'N' ROLL!
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenEtwas mehr Tiefgang als "Piratensender Powerplay" um die "Supernasen" der 80er, Mike Krüger und Thomas Gottschalk, darf man bei einem Regisseur wie Richard Curtis erwarten. Seit seinen Drehbüchern zu "Vier Hochzeiten und ein Todesfall" und "Notting Hill" steht er wie kein anderer fürs britische Erfolgsmodell der romantischen Komödie. Doch in seiner zweiten Regiearbeit nach "Tatsächlich Liebe" geht es um eine andere Leidenschaft: den wilden Sound der Sixties.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenDie grandiose Besetzung, die bis in kleine Nebenrollen passt, hilft über die dramaturgischen Schwächen dieser sehr relaxt daherkommenden Komödie hinweg. Die Geschichte entwickelt sich bis kurz vor Schluß im selben Tempo wie das vor Anker liegende Piraten-Radio-Schiff und doch macht es unglaublichen Spaß die Radiocrew zu beobachten und Zeit mit ihr zu verbringen. Bill Nighy dürfte zu den komischsten Tänzern im Filmbusiness gehören, der jeden seiner kurzen Auftritte zu einem wahren Glanzstück macht und sichtlich Spaß an der Rolle des rockenden Gentleman hat. Doch auch die übrige Besatzung, inkl des linkisch liebenswerten Newcomers Tom Sturridge, wissen zu überzeugen. Der Film ist flach, erzählt seine Story viel zu langsam, anekdotenhaft und in striker s/w-Charakterisierung, er ist in seine skurrilen Figuren verliebt und bemerkt erst auf den letzten Drücker, das er ja soetwas wie ein Finale braucht - das er dann mit allem Pomp der Titanic durchhechelt. Doch bei allen Klischees und dem inhaltlichen Leichtgewicht, bei aller berechenbarer Musik und vorhersehbarer Entwicklung - der Film macht Spaß und gute Laune... und das ist mehr als ich über die meisten Filme in diesem Jahr sagen kann.
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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschen[...]Neben der formidablen musikalischen Untermalung, sind es die Darsteller, die sich für diesen Streifen vor der Kamera versammelt haben, die „Radio Rock Revolution“ den letzten Schliff verpassen: Bill Nighy ist in der Tat, dass muss völlig wertfrei konstatiert werden, eindeutig zu cool für diese Welt, während Philip Seymour Hoffman als „The Count“ wahrscheinlich selten mit so viel Spaß und Verve eine Rolle verkörpert hat. Man sieht einfach jedem an diesem Projekt beteiligten Schauspieler die Freude an seiner Rolle an, auch weil Curtis jedem Einzelnen seine Szene zugesteht. Ein eindeutiges Highlight ist aber auch auf der dunklen Seite des Films zu finden: Kenneth Branaghs Verkörperung des Dormandy ist von einer solch köstlichen karikierenden Übertreibung gekennzeichnet, dass es eine wahre Freude ist. Auch wenn der Kahn gegen Ende des Films zu sinken droht, so schleicht sich in den letzten Minuten durchaus die eine oder andere Länge ein, präsentiert sich „Radio Rock Revolution“ als einer der komödiantischen Highlights des bisherigen Kinojahres. „Rafft die Röcke Mädels. Hier rollt der Rock und rockt der Roll. Ihr hört Radio Rock und wir rocken Tag und Nacht und rund um die Uhr."
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Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...
Kommentar löschenZurücklehnen, mitsingen, wohlfühlen. So in etwa lautet das Credo von „Radio Rock Revolution“, der den Zuschauer auf eine nostalgische Zeitreise mitnimmt, bei der man sich wünscht, dass sie doch niemals enden würde. Auch wer jene Zeit nie selbst erlebt hat, wird sich nur schwerlich dem Charme der Geschichte und der Kraft des Rock’n’roll entziehen können. Dabei ist der Einstieg reichlich konfus geraten. Hektisch und ohne einen Moment des Innehaltens springt Curtis von Charakter zu Charakter, zeigt er uns Episoden aus dem alles andere als alltäglichen Alltag der Radio Rock-Crew. Doch bevor man sich hieran ernsthaft stören könnte, sind einem die verschrobenen Typen – und mit ihnen die Musik – längst ans Herz gewachsen. Die Aufwärmphase ist letztlich doch kurz, das anschließende Vergnügen dafür umso länger.
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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...
Kommentar löschen[...] Richard Curtis, der Briten liebster Regisseur für heitere Nostalgie und romantische Komödien, hat nach "Tatsächlich Liebe" erneut mit großem Ensemble einen wirkungsvollen Feel-Good-Stoff auf die Leinwand gezaubert. Fast keine Szene, in der nicht irgendein Rocksong das richtige Gefühl vermitteln soll, nahezu keine Figur, die nicht nur Überbringer diverser Drehbuchgags sein darf, und überdies eine Geschichte im Mittelpunkt, die eigentlich keine ist, sondern nur für viele Einzelepisoden um den gemeinsamen Nenner genügt: Rock. So wie er leibt und lebt. [...]
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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschen«The Boat That Rocked» ist ein charmanter, kurzweiliger Ausflug in die 60er-Jahre, der jedoch ziemlich ziellos zu verschiedene Konventionen befriedigen möchte.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenEs begab sich zu einer Zeit, nennen wir sie das popmusikalische Mittelalter, in der gab es noch keine Schwemme an Radiostationen, kein Musikfernsehen, kein Internet, keine Handyklingeltöne und keine MP3-Player. Man schrieb damals die 1960er Jahre und die öffentlich-rechtlichen Radiosender waren eine Pop-Musik freie Zone. Doch im England der 1960er Jahre gab es eine Alternative: Die Piratensender, die auf alten Fischkuttern in der Nordsee ankerten und den ganzen Tag nichts anderes funkten als das Beste von damals: Jimi Hendrix, The Kinks, The Who und natürlich Moody Blues und Cat Stevens. Aber nicht nur der guten Musik wegen wurden die Sender eingeschaltet, auch wegen ihrer DJs: Ein wild zusammen gewürfelter Haufen Musikfetischisten mit unterschiedlichsten Geschmäckern, die vor dem Mikro kein Blatt vor den Mund nahmen und mit ihren rotzfrechen Moderationen die britische Obrigkeit zur Weißglut brachten.
An Bord solch eines Schiffes begeben wir uns zusammen mit Carl (Tom Sturridge),…
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Kommentare (116) — Film: Radio Rock Revolution
zmpfl Thu, 11 Apr 2013 07:58:59 -0000
Kommentar löschenNaja...
Tolle Schauspieler, nette Gags und, von mir aus, "gute" Musik.
Auch das Feeling konnte ich, äh, fühlen.
ABER:
Muss das storymäßig so dermaßen platt daherkommen ?
Das hat ja fast schon Musical/Disney-Niveau.
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DaniCalifornia Fri, 08 Mar 2013 16:00:37 -0000
Kommentar löschenDer Film ist einfach bombe! Die Deleted Scenes auf der DVD sollte man sich auch unbedingt anschauen, da zerlegen sie eine feindliche Radio-Station.. extrem lustig!
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kobbi88 Mon, 04 Mar 2013 09:23:10 -0000
Kommentar löschenBritischer Humor in Reinform, eine Radiostation auf einem Schiff, Unterhaltung vom Anfang bis zum Ende, viel Liebe für (fast) alle, der coolste Bill Nighy der Welt, ein fast so cooler Rhys Ifans, ein super lustiger Nick Frost, ein seeeeehr trockener, aber lustig trockener Kenneth Branagh, der countigste Philip Seymour Hoffman aller Zeiten, dazu noch Miss Clit und Mr. Titten und natürlich ein Soundtrack, der seines gleichen sucht. Mit Hits von den Turtles, den Kinks, den Beach Boys und The Who. Mit Jimi Hendrix, den Hollies, Dusty Springfield und Procol Harum - Was will man mehr? Wer die Musik und das Lebensgefühl der späten Sixties mag, wird diesen Film lieben!
"Und nicht vergessen, Freunde, es ist nicht simpel cool zu sein, aber cool simpel zu sein."
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WZRDOnTheMoon Sun, 24 Feb 2013 19:55:40 -0000
Kommentar löschenEin typischer, britischer Feel-Good-Movie.
"Radio Rock Revolution" trifft genau meinen Geschmack, egal ob die klasse Musik, die tolle Zeit oder die zumeist guten schauspielerischen Leistungen - lockere Sprüche, amüsante Dialoge und ein charismatischer Cast befriedigen sämtliche Erwartungen.
Bill Nighy ist einfach zu cool für diese Welt, Nick Frost unterhaltsam wie immer und Philip Seymour Hoffman ungewohnt spaßig und locker.
Das Feeling auf dem Radio-Rock-Boot lässt das Herz eines Fans höher schlagen und die wohl immer noch beste Musik aller Zeiten aus den 60er und 70er erledigt wohlwollend den Rest.
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swissroland Wed, 30 Jan 2013 17:30:09 -0000
Kommentar löschenSchlechte Komödie, klasse Musik und dazu noch zu lange
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Kvennskratti Sun, 27 Jan 2013 10:15:24 -0000
Kommentar löschenWer nett unterhalten werden moechte, sollte sich diesen Film zu Gemuete ziehn. Mit einer durchaus interessanten Geschichte konnte das eine oder andere Schmunzeln/Laecheln auf mein Gesicht gezaubert werden. Allerdings fand ich einige Stellen als zu seicht bzw. vorhersehbar. Schade eigentlich...
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craax Fri, 23 Nov 2012 05:22:12 -0000
Kommentar löschenKein Film, sondern eine Review. Wer von den Jüngeren hier hin-hört und sieht, und glaubt, einer üblichen Filmgeschichte folgen zu dürfen, wird mit wenigen Magerpunkten abgespeist werden. Eigentlich wird auch keine Geschichte erzählt: die ist weniger als sehr dünn: es wird ein Lebensgefühl transportiert, welches aber nur für die re-animiert werden kann, die schon einmal in den Genuß des Originals kamen: und so wird die eingangs erzählte Sequenz des kleinen Jungen, der von seinen Eltern versehens ins Bett geschickt wird,- um heimlich dann unter der Bettdecke unerhört verbotene Dinge zu tun,- zu lauschen nämlich, erst verständlich. Und wenn auch typische Vertreter einer ganzen Nation,- vom Fernfahrer,- Obsthändler bis zur Krankenschwester-Nachtschicht vereint ihrem Lieblingssender lauschen und sich hingeben,- so wird hier eines deutlich: Radio Luxemburg-Times.
Das kann keiner nachvollziehen, dem nicht persönlich bekannt ist, das es eine Zeit gab, in der Radios von morgens früh bis abends spät Mozart, Beethoven und Schubert spielten – wenn nicht die Volksmusik, im z.B. deutschen Schlager, alternierte (Stichwort: Der Blaue Bock). In der die männliche Frisuren-Standard-Haarlänge 3 cm nicht über- und die weibliche -zwanzig Zentimeter nicht unter-stieg. Als Conny Froebess und Peter xxx (lange lange vor dem Maffay) als Rocker galten. Als es keine Pille für Mädchen und für Jungs – undenkbar, in der Apotheke danach zu fragen – niemals Kondome gab. Und keine nackten Busen auf Zeitschriften-Covern. Als Hugh Heffner noch legendär wie ein Bond-girl das verruchteste NonPlusUltra des Vebotenen war. Kurz, als noch Tabus zu brechen,- Elvis‘ Hüftschwung, der Pilzkopf der Beatles (im Anzug mit Krawatte!),- als es noch Standards des Statthaften gab. Wer den Muff solcher Jahre der funktionierenden Restriktion des betonharten Alten gegen ein blühen, atmen, leben wollendes Junges nicht erlebt hat, weiß nicht, von welchen traumhaften Reflexen in der Erinnerung eines Regisseurs Jahrgang 56‘ ein solcher Film lebt. Er ist eine Beschwörung: einer vergangenen Epoche, die in einem Laissez-Faire-Zeitalter, das keine Tabus und gar kein Halten mehr kennt, keine Resonanz mehr erweckt. Wer mag in James Dean heute noch einen Rebellen,- einen Revolutionär wie Che Guevara erkennen,- als Thomas Mann in einem Bekenntnis zu Sozialdemokratie und verkappt erfühlbarer Homoerotik noch ein Bollwerk des umbrandeten Umsturzes bilden konnte?
Was in The Boat That Rocked heute sympathisch anmutet, ist der Stellvertreter- Status für lauter Sozio-Zitate: die knochentrockene Gefangenheit der ewig-Gestrigen in ihrem Nimbus des allgemeinverbindlichen Un-Individuellen, der röhrenden Pflichten ohne Lustausgleich außer in Marschieren, Bierfesten, Kirmes und gewissensbelasteten Seitensprüngen,- dem letzten Krieg gerade eben noch einmal lebend von der Schippe gehüpft,- und der nachwachsenden, gottseidank unbedarften und unbeeindruckten Jugend,- die noch nicht bitter genug gelernt hat, nicht mehr nicht von mehr zu träumen,- sondern nur träumt: von einem Leben aus dem Vollen, dem Geraden, dem Gesunden, dem Unverbogenen,- nicht nur der verdammten Pflicht,- sondern aus der Lust: dazusein und zu leben,- die nichts mehr von Konzentrationslagern und unvorstellbar überstandenen Leiden hören mag,- sondern Leiden für ein unkurierbares selbstverantwortetes Übel der Menschheit hält, dem sich so weit wie möglich zu entziehen eigentlich anständiges Menschengrundgebot wäre – und nicht nur Gebot,- das riecht zu sehr nach Pflicht,- sondern Recht,- das klingt mehr nach Lust. Die Menschheit hätte eigentlich die Pflicht, wenn schon, ihr Dasein als Gottesgeschenk zu genießen – und sich nicht gegenseitig das ihre zur Hölle zu machen. Die Jugend empfindet die Leiden dieser Welt nicht als ihr Erbteil, sondern für ein angestammtes verbrieftes Steckenpferd der Alten – die Jugend rebelliert, so lange sie Jugend ist, gegen ihre Verhaftung, die Leiden dieser Welt als ihre Angelegenheit anzuerkennen – die Jugend glaubt an ihr Recht, fröhlich zu sein (und zu bleiben), sie behauptet ihre Lust, ihre Lust sich nicht durch die Gegenwart des Bösen vermiesen zu lassen – die Jugend ist unbeschwert sie selbst,- und das ist: die Freude der Welt,- die soviel Übles beiseite und aus dem Weg räumt, bevor die Jungen verhärmen, indem sie realisieren, wie hoffnungslos verkorkst die Lage wirklich ist, und diese langsam fortschreitende Erkenntnis sie altern – und zu Alten werden läßt,- knochentrockenen, verbitterten, ungläubigen Alten,- welche die junge Freude nicht mehr länger ansehen und ertragen -, sie als unangemessen und deplaziert nur empfinden können. Das Alter wünscht sich eine weniger leichtfertige, ernsthaftere Jugend : die Jugend erstickt schier an der uneinsichtigen, reglosen, aalglatten & betonharten Unduldsamkeit, Ungläubigkeit und abgestumpften Geschmacklosigkeit – im Sinne des Nicht-Mehr-Schmeckens - des Alters.
So prallen zwei Welten aufeinander: in der es letztlich einfach mehr Spaß macht, den Jungen recht zu geben,- kämen sie auch noch so unvernünftig, unorganisiert, chaotisch und anarchistisch daher,- als der mandelbitteren Einsicht und Rechthaben des Alten,- Männer wie Frauen. Unsere Sympathie gehört dem Elan der Unbedarften, die sich noch nicht haben ausbremsen lassen,- und nicht der vernünftigen Einsicht derjenigen, die mit Maß sich schicken und fügen und kleine Erfolge feiern gelernt haben. Wer lebt, soll vom Ganzen träumen und sein Herz schäumen lassen – und nicht auf kleiner Flamme eindicken und zu Suppe verkochen,- die in der Regel – die Jungen auszulöffeln haben,- denken richtig die Alten.
Die „Roaring Sechziger“ waren ein solches weltweites Aufbegehren der jugendlichen Lust, sich nicht in die vermeintlich lustvolle Suppe des Daseins spucken zu lassen – und Tabus zu brechen, indem man sie erst einmal nicht anerkennen und um ihre Legitimation nachzuweisen sich erbieten läßt – und tatsächlich gerät so manche alte Dame Konvention und Herr Regel ins Schwitzen, wenn ihm unter dem Talar nachgelüpftet wurde. Um nichts anderes geht es in diesem Film: jede andere Handlung ist Nebensache und genauso völlig fadenscheinig wie egal : der Film hat keine eigentliche Handlung. Es geht um Ikonenreminesszenzen der Verweigerung, der Aufmüpfigkeit und des Aufbegehrens. Es geht um Revolutionsmusik und Liebesrausch, in Form von lockerem Sex,- nicht um die ewige Bindung von zukünftigen Ehen, die bereits im Jenseits geschlossen werden und auf Erden nur wiederbelebt,- es nimmt so viele Ernsthaftigkeiten nicht ernst : nach siebzehn Stunden wird jene (Ehe) verlassen,- die zweckgeplant wurde,- um an den anderen Mann zu kommen,- das alles ist nicht ernst,- es ist nur so lächerlich wie das Ernste in unserem Leben meistens, dem wir die Ehre erweisen, es zu ernst für dieses Leben zu nehmen; denn ehrlich gesagt,- welche Werte in unserem Dasein haben nicht auf der Unterseite, wenn wir die Dose nur einmal aufrecht drehen würden,- nicht ein Verfallsdatum aufgedruckt? – Sollen wir deswegen weinen,- weil wir nicht einmal für immer uns sattessen können,- sondern immer wieder zu Tisch gebeten werden? Und sind nicht genügend Lebensmittel-Dosen an Bord unseres Lebensschiffleins? Nur das will der Film mitteilen: das Ganze zu ernst zu nehmen,- zeugt von wenig Weis- und Ernsthaftigkeit. Wer das lachende Darüberhinweg- und Weitergleiten nicht kennt,- hat noch wenig vom Wesen des menschlichen Leben-Makels verstanden. Der Mensch ist für die endgültige Weisheit – und das endgültige Festhalten- und –Verharren,- nicht gemacht und geschaffen. Wer verzögert, stoppt, festhält und verharrt, weil er endlich das Rechte und unverbesserliche Einzige Wahre erkannt hat : stirbt endlich an Alter, was nicht unbedingt ein schöner, ansehnlicher Tod ist.
Es geht in diesem Film um das Recht der Jugend, unorthodox an ihren Spaß und ihren Lebenswillen- und – genuß zu glauben: an Sex, Drugs & Rock’nRoll. Es mag, letztlich, nicht von Dauer und unvernünftig sein: und mögen die Alten Herren recht haben und sich einen Dreck drum scheren, ob die Jungen absaufen und verrecken, vielleicht mögen sie es sich sogar wünschen: sie wird nicht untergehen, die Jugend, die Fans, die sie lieben, werden ihr auf selbstgebastelten Booten und Untertöpfen zur Hilfe eilen,- und sie am Versaufen hindern,- und die Songs werden weitergeschrieben, gesungen und gehört werden: denn die Welt kann sich eine Welt ohne Jugend nicht leisten. Die Welt wird ewig jung bleiben: denn nur so wird sie einen Weg finden, nicht unterzugehen und an Altersschwäche – elendiglich zu verrecken. Und weil wir das alle wissen, ganz genau und tiefinnern im Herzen: werden wir uns ganz gern von solchen,- überhaupt nicht weiter tiefgründigen oder sonstwie anspruchsvollen Filmchen,- bezaubern und bezuckern lassen: auf jeden Falle alle diejenigen, die das Glück haben durften, in ihrer Jugend schon einmal – Teil einer Revolte des niedergehaltenen Jungen gegen das allmächtige triumphierende Gestern – gewesen zu sein.
Wer Teil einer solchen Revolte war oder wenigstens fähig, sie nachempfindend zu genießen und gutzuheißen,- wird diesem Film beipflichten. Es ist nicht schwer und bedeutet nichts: es ist angenehm, und besser als das Gegenteil.
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cpt. chaos Thu, 11 Oct 2012 18:26:21 -0000
Kommentar löschen"Rock n Roll!!!"
Ich bin ein absoluter Musikliebhaber; so gesehen müsste "Radio Rock Revolution" genau mein Ding sein - eigentlich…
Der Soundtrack ist auch echt prima, sodass man locker mal eben drei Alben vollstopfen könnte! Ein Feuerwerk der Heiterkeit brennt dieser Streifen allerdings trotzdem nicht ab, dabei hatte ich mich auf sowas in der Richtung eingestellt. Okay, ein paar dezente Lachsalven sind ja zumindest dabei, aber wirklich recht verhalten und auch eher reichlich spärlich gesät.
Philip Seymour Hoffman hat natürlich seine Momente, aber kommt leider nicht so richtig zur Entfaltung. Anders sieht es da schon bei Bill Nighy aus, der einfach wieder einmal richtig geil abgefuckt unterwegs ist – der Typ ist echt der Hammer!!!
Tja, dennoch hielt sich der Unterhaltungswert in Grenzen, zumal das Ganze mit zwei Stunden unnötig lang erschien.
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DerDude_ Tue, 26 Jun 2012 18:43:02 -0000
Kommentar löschenMan mag es in Zeiten von Miley Cyrus und Justin Bieber nicht für möglich halten aber : Es gab mal gute Songs. Ohne nervige Computer Geräusche und Milchbubi Stimmen. Doch leider durfte ich mit meinen 16 Jahren diese Zeit nicht miterleben. Da kommt mir ein Film wie "The Boat that rocked" ganz recht. Denn er errinert mich an diese Songs. Manche kannte ich schon, hab sie aber vergessen und hab sie jetzt wiedergefunden. Einige waren neu und faszinierten mich zum ersten Mal. Letztendlich darf ich dank dieses Filmes all die grandiosen Rock Songs hören und einige werden in nächster Zeit warscheinlich in der Endlosschleife gespielt werden. Dazu bekomme ich auch noch eine britische Komödie mit Herz serviert in der viele meiner Lieblingsschauspieler die Sau rauslassen dürfen.
Was will man mehr ?
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freakualizer Sat, 07 Jul 2012 15:21:03 -0000
Antwort löschen@Dude: Mit Dir möchte ich echt nicht tauschen! Du hast es völlig richtig erkannt, dass gerade in den letzten 15 Jahren fast alles gleich klingt und durch die Computertechnik die Musikstücke, wie Guttenbergs Doktorarbeit, meistens nur noch mit drei Tasten gemacht werden. "Control", "Copy" und "Paste". Das Schlimmste ist der Voice-Effekt, den Cher 1998 mit Ihrem Hit "Believe" auf den Markt gebracht hat und der mittlerweile in keinem einzigen Chart-Track, der etwas auf sich hält, fehlen darf.
G-R-A-U-E-N-V-O-L-L ! ! !
Du hast mein aufrichtiges Mitleid!
Ichundso Wed, 30 Jan 2013 08:55:17 -0000
Antwort löschenIch weiß, es ist ein bisschen spät, aber: Wer ernsthaft der Meinung ist, früher hätte es nur gute Musik gegeben und heite nur Müll, der hört nicht richtig hin. Schlechte Musik gab es schon immer, man erinnert sich heute nur nicht mehr daran, denn: Warum sollte man?
Und einige fantastische Bands von heute, die besser sind als fast alles, was in diesem Film gespielt wird: Radiohead, Arcade Fire, Tool, The Cure, Trail of Dead, Bon Iver, ...
Ichundso Mon, 25 Jun 2012 10:48:40 -0000
Kommentar löschenDer Film mit dem vermutlich verrücktesten Filmschnitt der Welt. Allein die erste Szene mit Bill Nighy hat mich fast wahnsinnig gemacht. Eine Dialogszene, eine verdammte Dialogszene, in der nichts passiert, außer dass eine der beiden Figuren ein bisschen herumläuft und es wird alle vier Sekunden geschnitten, aber nicht etwa normal geschnitten, also von der einen Figur zu anderen und vielleicht noch eine Totale, nein, der Kameramann läuft wie wild im Zimmer herum, filmt Bill Nighy über die linke Schulter, über die rechte, läuft nach vorne, nach hinten, nach oben und unten, links und rechts und alle drei Sekunden ein Schnitt-Schnitt-Schnitt-Schnitt-Schnitt, aaahh! So macht man keine Filme, verdammt!
Der Film selbst ist wahrscheinlich okay, ich habe leider nicht besonders viel davon mitbekommen. Wäre dieser Film eine Frisur, dann die von Bill Kaulitz.
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Rukus Sat, 02 Jun 2012 23:05:10 -0000
Kommentar löschenLong Live Rock'n'Roll! Okay, Kenner wissen, dass Rainbow 1966 noch nicht aktiv waren, aber der Titel passt einfach. Für die eher religiös veranlagten Filmfans könnte man natürlich auch God Gave Rock'n'Roll To You von KISS wählen (die sich übrigens, wie auch AC/DC, 1973 gegründeten - fette Jubiläen nächstes Jahr!).
Radio Rock Revolution, dessen deutscher Titel mit tatsächlich besser gefällt, als der originale, ist kein Film, der eine große oder gar tiefgründige Geschichte erzählt, und dennoch steckt viel in diesem Werk. Der Zuschauer bekommt eine Mischung aus Lebensgefühl, Rebellion und dezenter, humorvoller Gesellschaftskritik kredenzt. Wer mit rockigen Sounds aus den 60ern nichts anfangen kann, sollte aber gleich einen anderen Film wählen, denn genau diese Musik ist natürlich allgegenwärtig. Neben dem, was es auf die Ohren gibt, lebt der Film vor allem von den Typen, die sich auf dem alten Rock-Kahn herumtreiben. Während Bill Nighy im Gegensatz zu seiner Rolle in Still Crazy regelrecht unauffällig wirkt, was nicht negativ gemeint ist, gehen Hoffman und Ifans als DJs sich mächtig auf den Sack und sorgen für Stimmung. Und wer wissen will, wie sich Nick Frost (ja, der Cornetto-Zombie) als Sexmaschine macht, sollte diesen Streifen nicht verpassen. Frauen sind halt schonmal seltsame Geschöpfe. ;)
Und nicht zuletzt gewinnt der Film durch das humorige Antagonistentum von Mr. Shakespeare, Kenneth Branagh. Selten war ein Stock im Arsch so unterhaltsam. Auch seine Untergebenen sind nicht zu unterschätzen. Hier wollte man in Deutschland etwas expliziter sein und wählte statt Mr. Twatt und Miss C. die wundervollen Nachnamen Titten und Clit. Nicht gerade geschmackvoll, aber anschaulich und irgendwie passt es ins Gesamtbild. Und die Rock-Revolutionäre sind ja auch direkter als erlaubt.
Fazit: Ein absolut unterhaltsamer Film mit astreinem Soundtrack, coolen Charakteren und einer spaßigen Story, die eigentlich nicht viel erzählt. ROCK'N'ROLL!!!
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anti__heldin Wed, 02 May 2012 00:37:12 -0000
Kommentar löschenEs gibt viele mittelmäßige Kömodien. Die hier hat wenigstens gute Musik.
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BenjiR88 Fri, 02 Mar 2012 02:17:14 -0000
Kommentar löschenWenn man auf die Musik dieser Zeit steht ist der Film echt ein Erlebnis.
Coole Schauspieler, Coole Stimmung, Coole Musik, Cooler Film.
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acefromspace93 Tue, 28 Feb 2012 22:08:54 -0000
Kommentar löschenUm diesen Film zu beschreiben reichen drei Wörter:
DIESER FILM ROCKT!!!
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RoosterCogburn Sat, 25 Feb 2012 11:38:45 -0000
Kommentar löschenLediglich zwei Stunden Popmusik in der Woche mag die BBC ihren Hörern im Jahre 1966 zumuten – und das ausgerechnet in England, wo der Rock’n’Roll mit stilprägenden Bands doch derweil seine innovativste Phase durchläuft. Da die staatlichen Sender das rockwillige Publikum also im Stich ließen, suchte sich die zeitgenössische Musik ihre eigenen Wege.
"Radio Rock Revolution" gefällt als launige und sympathische Ode an die Klischees der Rockbewegung, lädt dabei stets zum Mitschunkeln ein und vereint ein liebenswertes Ensemble. Unterm Strich hat der Film allerdings leider wenig zu erzählen, noch vermittelt er mir beim zuschauen das angepriesene Lebensgefühl in einer Weise, die wirklich ansteckend wäre. Und dramaturgisch geht das "Boat That Rocked" – so der Originaltitel – schließlich schon nach der Hälfte sang- und klanglos unter. Schade, es hätte soviel mehr sein können.
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Canis Majoris Tue, 07 Feb 2012 21:24:21 -0000
Kommentar löschenAlberner Film, dessen Atmosphäre und Charaktere aber eine gewisse Sympathie für die Leichtigkeit des Seins erwecken.
Durchaus unterhaltsam.
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BlackEaster Sun, 29 Jan 2012 20:52:52 -0000
Kommentar löschenWie kann ein einzelner Film nur derart LANGWEILIG sein? Wurde selten so von einem Film enttäuscht.
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hoffman587 Thu, 19 Jan 2012 16:41:10 -0000
Kommentar löschenThe Boat That Rocked
"Willkommen auf dem Boot der Liebe."
Es ist der Rock. So wie er sein sollte. Was würden wir ohne ihn tun. Frage rational nicht zu beantworten. Ich wäre wahrscheinlich schon lange nicht mehr glücklich oder so was wie mein Leben wäre nicht dasselbe. Sie sendeten ihn. Sie lebten ihn. Es war eine andere Zeit. Es war ihre Zeit und es war Zeit für Rock. Es geht um Dj´s und Piratensender, es geht um "Radio Rock Revolution" von Richard Curtis aus dem Jahre 2009. Sex, Drugs and Rock´n Roll hieß das Stichwort, wie man vermuten mag. Rock ist doch mehr als eine einfache Musikrichtung, es stellt ein Lebensgefühl dar und was man hier nicht alles für Sätzen aussprechen könnte, der Rock rockt einfach.
Aber zurück zum Film und dessen Story, die so gesehen recht simpel gehalten, natürlich rein fiktiv an sich, doch dabei irgendwie wahr, dünn gehalten, extrem dünn und schnell erklärt, mit zeitlichem Hintergrund und dabei schon irgendwie interessant: England Mitte der 60er Jahre, es darf nur zwei Stunden "Rockmusik" im Radio laufen, so die Regierung. Doch zum Glück gibt es Piratensender, wie "Radio Rock", der rund um die Uhr Rock spielt und so mischen sie so wohl Regierung als auch die Musikszene wie auch die Menschen Englands auf.
Mittelpunkt hierbei der junge Carl (Tom Sturridge: jung, motiviert, überzeugend), anfangs schüchtern, doch gar nicht so unschuldig. Dieser wird auf das Boot (->Radio Rock) seines Patenonkels Quentin (exzentrisch-exzellent: Bill Nighy) geschickt, um dort zu lernen, und für klaren Kopf. Schlechte Idee, denn dort geht es heiß her mit Musik, Dj´s und Damen bzw. Lesben. Ein bunt zusammengewürfelter und nett anzuschauender Cast dabei besonders auffallend (ungewöhnlich, trotzdem gut und sehr amüsant gespielt) Nick Frost (mit Sixtees-Look) als anscheinend notgeiler Dr. Dave (der Name sagt alles) bzw. auch möglich nur Dave, oder auch Kenneth Branagh (perfekt besetzt) als stock-steifer und selbstredend erzkonservativer Minister Dormandy, besonders hervorstechend selbstredend der große Hoffman, wer könnte ihn nicht lieben? Die größten Sympathien von ihm gehen von mir natürlich an ihn. Herrlich aufgelegt und mit vollem Herzen dabei als Amerikaner "The Count", ein wenig selbstverliebt, hatte ihn dennoch ganz gern bzw. Lieblingsfigur. Der große Macher, der King...bis er wieder kommt...der Gott, die Ikone jeden DJ´s Gavin (abgehoben, genauso selbstverliebt wie Count, und nicht zu vergessen unheimlich arrogant). So ist das Treffen perfekt und auch die Sticheleien der Beiden funktionieren und so harmonieren beide (Hoffman & Ifans) ideal. Rhys Ifans alleinstehend ein Highlight für sich, wie auch jeder Auftritt von Nighy, aber das steht ja außer Frage, wollte es nur erwähnen. Brillant verkörpert, fast schon schrill wie ein Paradiesvogel. Aber auch noch mit vielen anderen seltsamen wie auch schrägen Figuren angereichert und auch dort alles glänzend.
Regisseur Curtis, übrigens auch der Mann, der uns "Tatsächlich...Liebe" schenkte, setzt dabei viel auf Rhythmus und Rock (warum nicht?), was die Darsteller schon mal mit sich bringen, locker-leicht und absolut unterhaltsam erzählt, na gut zwischendrin mit dramaturgischen Durchhängern bzw. wir denken an Story und sehen wenig, aber das ist wohl Geschmackssache. Dabei dominiert natürlich der Gedanke es lebe der Rock und das Boot bzw. der Sender und die Menschen, die alle liebten. Geschildert wird größtenteils das Bordleben, der typische Alltag und die chaotischen Situationen, dass das Story-technisch gesehen dünn ist, sollte von vornherein klar sein und wie auch, dass es sie hierbei nicht um ein dokumentarisch angelegtes Filmchen handelt oder gar ein kritisches Porträt der zeitlichen Umstände (in minimaler Form höchstens), jedenfalls nicht so wie man es erwarten sollte. Und wirklich tiefgründig wird es auch nur selten, in kleinen Maßen, also ausreichend für mich. Aber was solls? Vielleicht sehe ich das hier auch alles viel zu kritisch, denn so oder so bleibt das Werk doch sehr leidenschaftlich und liebevoll inszeniert und zudem noch unterhaltsam. Die Gags an sich gut gemacht, wenn auch bei mir nicht immer (das ist auch ehrlich gesagt kaum möglich) treffsicher, macht aber zumindest Spaß dies zu betrachten und ich würde es fast als irgendwie erfrischend beschreiben. Das wird natürlich tatkräftig von den extravaganten, schrägen und mitunter fast durchgeknallten Charakteren unterstützt, nebenbei auch hier alle sehr herzlich gestaltet bzw. sympathisch. Weiterhin noch von der Kamera in ein schickes und entspannt-liebevolles 60er-Jahre-Gewand gehüllt, alles in allem hübsch anzuschauen.
Das Wichtigste spielt hierbei natürlich immer noch die Rockmusik und so kann man schnell daraus schließen, dass der Soundtrack (für mich jedenfalls) einfach grandios war, verlieh dem Ganzen noch einen Hauch mehr an Stil und Atmosphäre, mochte ich sehr gern und wie gesagt dieser rockte einfach, man hätte meinerseits fast aufspringen können und toll ausgewählt.
Abschließend möchte ich dann nur noch sagen, dass "Radio Rock Revolution" einerseits eine liebevoll gemachte und unterhaltsame Hommage (fast einem Denkmal nicht fern) an den Rock und die 60er Jahre ist, andererseits ein Werk das man somit wohl als Feel-Good-Movie bezeichnen würde, trotz irgendwie belangloser und dünner Handlung, ein mehr als sehenswerter Film.
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Punsha Thu, 19 Jan 2012 17:07:20 -0000
Antwort löschenSchon wieder so ein Troll...guter Text. :)
Joeyjoejoe17 Thu, 19 Jan 2012 17:22:48 -0000
Antwort löschenDer Cast ist überragend, die Musik ist überragend, das ergibt in meinen Augen einen überragenden Film ;D
Trotzdem sehr feiner Text^^
hoffman587 Thu, 19 Jan 2012 19:10:32 -0000
Antwort löschen@Punsha: Danke und der wurde wie immer gekonnt ignoriert, auch wenn da wohl die Antwort ja wäre. ;p
@Joey- Die Handlung aber wohl nicht. ;D Aber danke.^^
Kreaexo Thu, 19 Jan 2012 20:32:38 -0000
Antwort löschenDie Handlung ist bei RRR doch ziemlich egal. Hauptsache es rockt! :D
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Joeyjoejoe17 Thu, 19 Jan 2012 21:22:26 -0000
Antwort löschenIch fand, die Handlung hat trotz der 08/15-Attitüde und Vorhersehbarkeit auch gerockt.
hoffman587 Thu, 19 Jan 2012 22:37:33 -0000
Antwort löschen@Kreaexo: Nicht ganz, denn wie beschrieben hätte man da doch noch gerade im Sinne der Handlung eine gewisse Zeit-Kritik oder gar ein interessantes Dokument drauß machen können, sich durchaus kritisch und tiefgründig (was der Film also nicht ist) können. Der Film ist so gesagt vollkommen auf Spaß ausgerichtet und will auch nicht mehr, man spürt aber die Leidenschaft mit der Curtis hier arbeitete. Und ich meine 7.5 ist ja nicht schlecht meinerseits oder?;-)
@Joey: Stimmt, das kann ich nun nicht leugnen. :)
DrPhil Fri, 13 Jan 2012 14:29:01 -0000
Kommentar löschenRichard Curtis zeigt mit RRR, wie spießig die Britten in den 60er waren, vor allem von Seiten der Regierung.
Leider wurden gerade die Gegner der Radiobesatzung zu wenig gezeigt, sodass wenig Gefahr ausströmt. Zudem segelt der Film ab der Hälfte in eine komische Richtung, sprich er wurde schlechter, was man wohl der zur dünnen Story ankreiden kann.
Dessen ungeachtet ist RRR ein gut unterhaltender Film mit Schauspielern, die authentisch spielen, und einem sehr guten Soundtrack.
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BNTeam Tue, 03 Jan 2012 13:02:59 -0000
Kommentar löschenGeniale Filmmusik, super Story. Ein Film den man vllt gesehen haben muss? Ich habe ihn gesehen und bin auch froh darüber.
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