The Element of Crime

Forbrydelsens element (1984), DK Laufzeit 104 Minuten, FSK 16, Kriminalfilm, Thriller, Kinostart 10.03.2005

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7.0
Kritiker
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7.2
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7 Kommentare
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von Lars von Trier, mit Michael Elphick und Esmond Knight

Mit Hilfe von Hypnose lässt sich der Kriminalbeamte Fisher in die Vergangenheit nach Europa zurückversetzen. Zwei Monate zuvor war er zu einem Job dorthin aufgebrochen und ist mit rätselhaften Kopfschmerzen nach Kairo zurückgekehrt. In Europa hat er gemeinsam mit Polizeichef Kramer eine Mordserie untersucht, wobei er sich der Methode seines früheren Lehrers Osborne bedient hat. Nach Osbornes Buch “The Element of Crime” muss man sich mit dem Täter identifizieren, um das Prinzip des Verbrechens aufzudecken…


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: The Element of Crime

Kubrick_obscura: CinemaForever

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7.0Sehenswert

Verworrener Endzeit-Rausch im Film-Noir-Paket, gemixt mit Tarkovsky und den schaurigsten Bildern die Lars von Trier je inszeniert hat.

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Kommentare (6) — Film: The Element of Crime


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Hooded Justice

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Bewertung9.0Herausragend

Ein einmaliges Kunstwerk Lars von Triers, in welchem seine Kunstimagination vollkommen entfachtet wie in keinem anderen seiner Schöpfungen. Das apokalyptische Film noir en jaune, die Suche nach einem Mörder in des Mörders Seele selbst inmitten des Schlunds einer Trance. Ein unvergleichlicher Brocken Kunst.
„Do you believe in good or bad?“

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Trimalchio

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Lars von Triers erstes Werk erinnert an Film Noir im modernen Gewand. Nur deutlich symbolistischer, verworrener und geheimnisvoller als andere Filme dieses Genres. Farblich wirkt das ganze wie mit einem Sepia Filter überzogen, goldene, orangene und schwarze Töne beherrschen das Farbbild. Und diese fühlen sich recht warm an, was genau im Gegensatz zu der bedrückenden Welt um einen Kriminalbeamten, der von einem vergangenen Fall in Europa berichtet, steht. Stilistisch wird mit sehr viel Symbolismus gearbeitet, am meisten kommen Wasser und Tiere zum Einsatz, Anklänge an Tarkovsky sind nicht zu übersehen. Was The Element of Crime ebenfalls auszeichnet ist die Erzählerstimme, die dem ganzen einen hypnotischen Touch verleiht, durch den man als Zuschauer selbst ganz versinkt und ermüdet. Das kann man positiv oder negativ empfinden, ich sehe es als ersteres an, da das wohl die Intention des Regisseurs gewesen sein dürfte.
Ich bin mal auf den zweiten Teil der Europa Trilogie gespannt, denn von diesem Werk bis hin zum dritten Kapitel Europa war es für Lars von Trier ein relativ großer Sprung. Für seinen ersten Film in Spielfilmlänge ein wirklich gelungenes Erlebnis.

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Mimuschka

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

wow, so einen hypnotisch-apokalyptischen neo-noir-brocken hätte ich lars von trier gar nicht zugetraut, jedenfalls nicht unter seinen frühwerken. antichrist war dann sozusagen back-to-the-roots, wie ich nun sehe.
ich bin begeistert! ein delirierender off-erzähler, der in einer stadt in ewiger dunkelheit unter permamentem regen versucht einen serienmörder zu fassen, dabei aber immer mehr an sich selbst verzweifelt, das hatte was von finchers "se7en". der hypnotische einsatz der stilmittel "wasser" und "tiere" und die extremen orange/gelb-filter hatten was von tarkovskys "stalker" und teilweise wurde ich optisch auch ein wenig an jeunets "stadt der verlorenen kinder" erinnert.
und diese STADT! so was heruntergekommenes und schäbiges, die langen kafkaesken korridore, einfach perfekt! ok, visuell auf jeden fall der beeindruckenste film seit langem und heißer anwärter auf meinen von-trier-favoriten. freue mich auf die nächsten beiden teile der europa-trilogie!

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BigDi

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Von Triers Erstling ist umgekehrter Eskapismus: Physisch zwar (mehrfach) aus der Hölle entkommen, doch den Geist zieht es zurück an den Ort, wo er an seine Grenzen kam und sich selbst verloren ging.
Nicht Noir, nicht einmal Neo-Noir, sondern kalblütigster, konsequentester Post-Noir in theoretisch warmen und praktisch zermürbenden Farben und einer angsterfüllten, melancholischen, fatalistischen und apokalyptischen Stimmung.
Die Suche nach dem Täter nicht aus dem Wunsch nach Gerechtigkeit, sondern wegen der Faszination - und die Gemälde von Einstellungen unterstützen diese, wo sie nur können - und dem Wunsch, das grausame Handeln zu verstehen, das "Element of Crime" in sich aufzunehmen und/oder auszubrüten.
Und nicht einmal das Wissen daran, dass alles Erinnerung und Hypnose ("hypnotisch" trifft das Ganze auch unheimlich gut) und längst vorbei, kann der Intensität und der Spannung (trotz Vorahnung!) etwas anhaben - Hölle bleibt Hölle, selbst wenn sie nur im Kopf ist.
"Here comes a candle to light you to bed. And here comes a chopper to chop off your head."
Glaubst du wirklich, dass es hier einen Ausgang gibt?
Einen Fluchtweg vor der Angst, der Paranoia und dem Todesurteil eines ganzen Kontinentes, wo Leichen nicht Wuterzeuger, sondern Kunstwerke und Touristenattraktionen sind?
In dieser Welt, wage ich zu befürchten, nützt Glaube und Hoffnung nicht mehr viel.
Denn wenn der Abgrund es wagt, uns zu lange anzustarren, dann starren wir zurück.
Dass er erschaudert.

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BigDi

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Das kann ich - mittlerweile - auch unterschreiben. ;) Wobei ich den Namen nach der Sichtung nun etwas unpassend finde...


David "Noodles" Aaronson

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Wie schick das du sie magst.
So soll es sein.
Möglicherweise liegt das Geheimnis auch in ihren englischsprachigen Liedern. Glaube aber dass ich mir, im Vergleich zu fremdsprachigen EoC-Songs, eher das von Trier Werk zuführe.


eXonic

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Den Einstieg seiner Karriere bestreitet Lars von Trier mit seiner Kriminalgeschichte „The Element of Crime“, der aussieht wie eine moderne Version eines alten Film Noir und gleichzeitig der erste Teil seiner Europa Trilogie ist. Wer Filme wie Breaking the Waves oder Dogville schon kennt und diesen zum ersten Mal sieht, wird vielleicht nicht gleich glauben, dass dieses Werk von diesem komischen Dänen stammt. Am ehesten zu Vergleichen ist es wahrscheinlich mit seinem neusten Film „Antichrist“. Damals legte von Trier, wie auch jetzt wieder, großes Augenmerk auf das Audiovisuelle, verstört mit Surrealismus und ist keine Kost für Jedermann. Der komplette Film ist in gelb/orange/gold/schwarzer Optik gehalten und immer mal wieder mit etwas blau als Kontrast, was ungemein toll aussieht. Viel Regen und ständige Dunkelheit tun dann noch ihr Übriges, um eine fantastisch dichte Atmosphäre zu schaffen, die vor allem Tarkovsky-Fans beeindrucken wird, aber auch immer wieder an Blade Runner oder David Lynch erinnert.

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dbeutner

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eigentlich ist in zwei Kommentaren schon vieles geschrieben worden: Hypnotisch (Hypnose ist einer der Bestandteile, die die gesamte Europa-Trilogie vereint) und die sehr spezielle Form des Film-Noir von von Trier. Auch ist der Tarkovsky-Bezug nicht zu übersehen, wenn auch bei von Trier alles sehr viel enger zugeht und die Szenen mitunter sehr vollgestopft sind, wo bei Tarkovsky die Spannung mehr aus dem Nichts (und auch der Weite - Stalker) gezaubert wird.

Sollte es in Europa eines Tages so viel regnen und so dunkel sein wie in EoC, dann möchte ich nicht mehr dabei sein ;-) Aber was sagt uns das und zB die Ertrinken-Szene in Europa über von Trier? Wasserphobie? Es wirkt jedenfalls auf eine dumpfe Art "berauschend".

Experimentell, waghalsig, verstörend - also in gewisser Art ein typischer Lars von Trier. Und doch in seiner ihm eigenen Radikalität etwas besonderes. Noch zwei- dreimal sehen, und ich ahne, dass ich die "Erstpunktvergabe" von 8.0 nach oben korrigieren werde.

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