The Element of Crime
Forbrydelsens element (1984), DK Laufzeit 104 Minuten, FSK 16, Thriller, Kriminalfilm, Kinostart 10.03.2005
6.5
Kritiker
6 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.2
Community
137 Bewertungen
7 Kommentare
137 Bewertungen
7 Kommentare
-
Deine Vorhersage
Deine Bewertung
Keine ?
Keine ?
von Lars von Trier, mit Michael Elphick und Esmond Knight
Mit Hilfe von Hypnose lässt sich der Kriminalbeamte Fisher in die Vergangenheit nach Europa zurückversetzen. Zwei Monate zuvor war er zu einem Job dorthin aufgebrochen und ist mit rätselhaften Kopfschmerzen nach Kairo zurückgekehrt. In Europa hat er gemeinsam mit Polizeichef Kramer eine Mordserie untersucht, wobei er sich der Methode seines früheren Lehrers Osborne bedient hat. Nach Osbornes Buch “The Element of Crime” muss man sich mit dem Täter identifizieren, um das Prinzip des Verbrechens aufzudecken…
Cast & Crew
-
Lars von Trier
-
Michael Elphick
-
Esmond Knight
-
Me Me Lai
-
Jerold Wells
-
Ahmed El Shenawi
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Therapeut
-
Lars von Trier
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Schmuck of Ages
Regie
Schauspieler
-
Tom Elling
-
Tómas Gislason
-
Lars von Trier
-
Niels Vørsel
- Genre
- Thriller, Kriminalfilm
- Zeit
- Zukunft
- Ort
- Europa, Kairo
- Handlung
- Amnesie, Auswanderer, Buch, Dunkelheit, Dystopie, Ermittler, Erwürgen, Gedächtnis, Hypnose, Identität, Lotterie, Mord, Mord an Kind, Mord an Mädchen, Mord an Prostituierte, Mädchen, Mörder, Nackte Frau, Okkultismus, Persönlichkeitsstörung, Polizist, Prostituierte, Psychoanalyse, Reise in die Vergangenheit, Serienmörder, Suche nach Mörder, Töten, Unterbewusstsein
- Stimmung
- Ernst, Verstörend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!












Kommentare (7) — Film: The Element of Crime
Kommentar schreibenTrimalchio 2012/01/19 22:43:35
Kommentar löschenLars von Triers erstes Werk erinnert an Film Noir im modernen Gewand. Nur deutlich symbolistischer, verworrener und geheimnisvoller als andere Filme dieses Genres. Farblich wirkt das ganze wie mit einem Sepia Filter überzogen, goldene, orangene und schwarze Töne beherrschen das Farbbild. Und diese fühlen sich recht warm an, was genau im Gegensatz zu der bedrückenden Welt um einen Kriminalbeamten, der von einem vergangenen Fall in Europa berichtet, steht. Stilistisch wird mit sehr viel Symbolismus gearbeitet, am meisten kommen Wasser und Tiere zum Einsatz, Anklänge an Tarkovsky sind nicht zu übersehen. Was The Element of Crime ebenfalls auszeichnet ist die Erzählerstimme, die dem ganzen einen hypnotischen Touch verleiht, durch den man als Zuschauer selbst ganz versinkt und ermüdet. Das kann man positiv oder negativ empfinden, ich sehe es als ersteres an, da das wohl die Intention des Regisseurs gewesen sein dürfte.
Ich bin mal auf den zweiten Teil der Europa Trilogie gespannt, denn von diesem Werk bis hin zum dritten Kapitel Europa war es für Lars von Trier ein relativ großer Sprung. Für seinen ersten Film in Spielfilmlänge ein wirklich gelungenes Erlebnis.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Mimuschka 2011/12/18 15:00:36
Kommentar löschenwow, so einen hypnotisch-apokalyptischen neo-noir-brocken hätte ich lars von trier gar nicht zugetraut, jedenfalls nicht unter seinen frühwerken. antichrist war dann sozusagen back-to-the-roots, wie ich nun sehe.
ich bin begeistert! ein delirierender off-erzähler, der in einer stadt in ewiger dunkelheit unter permamentem regen versucht einen serienmörder zu fassen, dabei aber immer mehr an sich selbst verzweifelt, das hatte was von finchers "se7en". der hypnotische einsatz der stilmittel "wasser" und "tiere" und die extremen orange/gelb-filter hatten was von tarkovskys "stalker" und teilweise wurde ich optisch auch ein wenig an jeunets "stadt der verlorenen kinder" erinnert.
und diese STADT! so was heruntergekommenes und schäbiges, die langen kafkaesken korridore, einfach perfekt! ok, visuell auf jeden fall der beeindruckenste film seit langem und heißer anwärter auf meinen von-trier-favoriten. freue mich auf die nächsten beiden teile der europa-trilogie!
7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
BigDi 2011/11/04 00:04:12
Kommentar löschenVon Triers Erstling ist umgekehrter Eskapismus: Physisch zwar (mehrfach) aus der Hölle entkommen, doch den Geist zieht es zurück an den Ort, wo er an seine Grenzen kam und sich selbst verloren ging.
Nicht Noir, nicht einmal Neo-Noir, sondern kalblütigster, konsequentester Post-Noir in theoretisch warmen und praktisch zermürbenden Farben und einer angsterfüllten, melancholischen, fatalistischen und apokalyptischen Stimmung.
Die Suche nach dem Täter nicht aus dem Wunsch nach Gerechtigkeit, sondern wegen der Faszination - und die Gemälde von Einstellungen unterstützen diese, wo sie nur können - und dem Wunsch, das grausame Handeln zu verstehen, das "Element of Crime" in sich aufzunehmen und/oder auszubrüten.
Und nicht einmal das Wissen daran, dass alles Erinnerung und Hypnose ("hypnotisch" trifft das Ganze auch unheimlich gut) und längst vorbei, kann der Intensität und der Spannung (trotz Vorahnung!) etwas anhaben - Hölle bleibt Hölle, selbst wenn sie nur im Kopf ist.
"Here comes a candle to light you to bed. And here comes a chopper to chop off your head."
Glaubst du wirklich, dass es hier einen Ausgang gibt?
Einen Fluchtweg vor der Angst, der Paranoia und dem Todesurteil eines ganzen Kontinentes, wo Leichen nicht Wuterzeuger, sondern Kunstwerke und Touristenattraktionen sind?
In dieser Welt, wage ich zu befürchten, nützt Glaube und Hoffnung nicht mehr viel.
Denn wenn der Abgrund es wagt, uns zu lange anzustarren, dann starren wir zurück.
Dass er erschaudert.
23 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
David "Noodles" Aaronson 2011/11/04 10:43:47
Antwort löschenGrößter Verdienst des Films bleibt aber die Namenspatenschaft für die deutsche Band gleichen Namens.;-)
Alle 3 Antworten zeigen
BigDi 2011/11/04 11:57:33
Antwort löschenDas kann ich - mittlerweile - auch unterschreiben. ;) Wobei ich den Namen nach der Sichtung nun etwas unpassend finde...
David "Noodles" Aaronson 2011/11/08 16:53:50
Antwort löschenWie schick das du sie magst.
So soll es sein.
Möglicherweise liegt das Geheimnis auch in ihren englischsprachigen Liedern. Glaube aber dass ich mir, im Vergleich zu fremdsprachigen EoC-Songs, eher das von Trier Werk zuführe.
Jenny von T 2011/08/15 20:25:46
Kommentar löschen"The Element of Crime" ist kein typischer von Trier, andererseits aber doch. Was "Eraserhead" bei Lynch ist, ist erstgenannter beim dänischen Regisseur, und dies nicht nur deshalb, weil "The Element of Crime" sein Erstlingswerk ist. Der Film ist nicht "perfekt", erst recht nicht im konventionellen Sinne ("Antichrist" möchte ich hiergegen beinahe schon als Popcornkino bezeichnen), lässt aber das enorme Potenzial des Mannes hinter den Kameras mehr als nur aufblitzen, obgleich dieser zu diesem Zeitpunkt eine eigene Handschrift erst noch suchte.
Bei aller Bewunderung der Art der hier inszenierten Post-Apokalypse darf darüber hinaus nicht vergessen werden, dass hier ein politischer Einschlag zum Vorschein kommt, und spätestens hier wirft LvT's Erstling dann doch einen Schatten voraus.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
eXonic 2010/12/21 19:57:51
Kommentar löschenDen Einstieg seiner Karriere bestreitet Lars von Trier mit seiner Kriminalgeschichte „The Element of Crime“, der aussieht wie eine moderne Version eines alten Film Noir und gleichzeitig der erste Teil seiner Europa Trilogie ist. Wer Filme wie Breaking the Waves oder Dogville schon kennt und diesen zum ersten Mal sieht, wird vielleicht nicht gleich glauben, dass dieses Werk von diesem komischen Dänen stammt. Am ehesten zu Vergleichen ist es wahrscheinlich mit seinem neusten Film „Antichrist“. Damals legte von Trier, wie auch jetzt wieder, großes Augenmerk auf das Audiovisuelle, verstört mit Surrealismus und ist keine Kost für Jedermann. Der komplette Film ist in gelb/orange/gold/schwarzer Optik gehalten und immer mal wieder mit etwas blau als Kontrast, was ungemein toll aussieht. Viel Regen und ständige Dunkelheit tun dann noch ihr Übriges, um eine fantastisch dichte Atmosphäre zu schaffen, die vor allem Tarkovsky-Fans beeindrucken wird, aber auch immer wieder an Blade Runner oder David Lynch erinnert.
10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
dbeutner 2010/02/25 12:45:43
Kommentar löschenEigentlich ist in zwei Kommentaren schon vieles geschrieben worden: Hypnotisch (Hypnose ist einer der Bestandteile, die die gesamte Europa-Trilogie vereint) und die sehr spezielle Form des Film-Noir von von Trier. Auch ist der Tarkovsky-Bezug nicht zu übersehen, wenn auch bei von Trier alles sehr viel enger zugeht und die Szenen mitunter sehr vollgestopft sind, wo bei Tarkovsky die Spannung mehr aus dem Nichts (und auch der Weite - Stalker) gezaubert wird.
Sollte es in Europa eines Tages so viel regnen und so dunkel sein wie in EoC, dann möchte ich nicht mehr dabei sein ;-) Aber was sagt uns das und zB die Ertrinken-Szene in Europa über von Trier? Wasserphobie? Es wirkt jedenfalls auf eine dumpfe Art "berauschend".
Experimentell, waghalsig, verstörend - also in gewisser Art ein typischer Lars von Trier. Und doch in seiner ihm eigenen Radikalität etwas besonderes. Noch zwei- dreimal sehen, und ich ahne, dass ich die "Erstpunktvergabe" von 8.0 nach oben korrigieren werde.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kubrick_obscura 2008/08/26 08:26:19
Kommentar löschenVerworrener Endzeit-Rausch im Film-Noir-Paket, gemixt mit Tarkovsky und den schaurigsten Bildern die Lars von Trier je inszeniert hat.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten