Eli Roth

Beteiligt an 23 Filmen

Eli Roth ist ein amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor, Produzent und Schauspieler. Den Durchbruch schaffte er er mit der Low-Budget-Produktion Cabin Fever und dem Horrorstreifen Hostel – beides große kommerzielle Erfolge.

Eli Raphael Roth wurde am 18. April 1972 in Newton, Massachusetts geboren und jüdisch erzogen. Bereits im Alter von 8 Jahren hatte er den Wunsch, Filmemacher zu werden, nachdem er Ridley Scotts Klassiker Alien (1979) gesehen hatte. Mit seinen beiden Brüdern Adam und Gabe realisierte er dutzende von Kurzfilmen, bevor er schließlich die Tisch School of Arts in New York besuchte, wo er 1994 seinen Abschluss machte. In seinem letzten Jahr drehte Eli Roth dort den Film Restaurant Dogs als Hommage an Quentin Tarantinos Debütfilm Reservoir Dogs (1992).

Cabin Fever

Ein Jahr nach Abschluss seines Filmstudiums schrieb Eli Roth zusammen mit seinem Mitbewohner und Studienfreund Randy Pearlstein das Drehbuch zu Cabin Fever. Mit der Hilfe von privaten Investoren wurde der Film schließlich 2001 mit einem Budget von nur 1,5 Millionen Dollar produziert und 2002 auf dem Toronto Film Festival uraufgeführt. Zu der Geschichte über eine Gruppe von Collegestudenten, die während eines Waldausflugs nach und nach von fleischfressenden Bakterien dahingerafft werden, wurde Eli Roth angeblich inspiriert, als er selbst während eines Aufenthalts in Island an einer Hauterkrankung litt.
Eli Roth konnte den Film für 3,5 Millionen Dollar an Lions Gate verkaufen, die Cabin Fever schließlich 2003 in die Kinos brachten. Cabin Fever bescherte Lions Gate nicht nur den größten finanziellen Erfolg 2003, sondern Eli Roths Debütfilm wurde der erfolgreichste Horrorfilm überhaupt in dem Jahr.

Hostel

Auch bei seinem zweiten Spielfilm Hostel (2005) arbeitete Eli Roth mit einem äußerst niedrigen Budget (4 Millionen Dollar). Der nicht nur bei Genre-Fans gefeierte Horrorfilm landete gleich am Startwochenende auf dem 1. Platz der US-amerikanischen Kinocharts und spielte weltweit insgesamt über 80 Millionen Dollar ein. Für den äußerst blutigen und brutalen Film prägte der amerikanische Filmkritiker David Edelstein den Begriff „torture porn“, mit dem schließlich auch die Saw-Filme bezeichnet werden.

Hostel II

2007 veröffentlichte Eli Roth den Nachfolger Hostel: Part II, der etwa eine Woche nach den Ereignissen des ersten Teils spielt und dem selben Prinzip folgt. Auch hier landet eine Gruppe von Jugendlichen in einer slowakischen Herberge, wo sie die schlimmsten Stunden ihres Lebens erleben müssen. Wie schon bei Hostel agierte auch hier Quentin Tarantino als Ausführender Produzent und bewarb den Film mit seinem Namen.

Thanksgiving und Nation’s Pride – Eli Roth und Quentin Tarantino

Im selben Jahr arbeiteten Eli Roth und Quentin Tarantino in Tarantinos Grindhouse-Feature Death Proof zusammen, wo Eli Roth als Schauspieler tätig war und außerdem einen von vier Fake-Trailern (Thanksgiving) produzierte.
2009 begegnete uns Eli Roth einmal mehr in einem Tarantino-Film: Als Baseballschläger-schwingender Sgt. Donny Donowitz aka „The Bear Jew“ räumte er in Inglourious Basterds gehörig auf. Der Film-im-Film „Nation’s Pride“, der während des furiosen Finales von Inglourious Basterds aufgeführt wird, wurde ebenfalls von Eli Roth inszeniert.

Zuletzt fungierte Eli Roth als Produzent bei dem Found-Footage Horrorfilm The Last Exorcism, der von dem deutschen Regisseur Daniel Stamm inszeniert wurde. The Last Exorcism konnte einmal mehr das Erfolgsrezept „Geringes Budget – Box-Office-Hit“ wiederholen und landete in der ersten Woche, bei Produktionskosten von weniger als 2 Millionen Dollar, auf Platz 1 der US Kino-Charts.
Außerdem ist Eli Roth 2010 in dem Horror-Trashfilm Piranha 3D als Wet T-Shirt-Host zu sehen. (TM)


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14 Kommentare

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Kloina1893

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Sieht aus, als ob er aus der Irrenanstalt ausgebrochen wäre. Leichten Psychoblick hat der gute Eli meistens drauf. :D

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Kreaexo

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Das würde auch seine Filme erklären.


Kloina1893

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Möglich ;)


BigDi

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Sozusagen der Zack Snyder des modernen Horrorfilms. Zu subversiv für die große Masse, intelligenter als die meisten seiner Kritiker, bitterböse und weitesgehend stark unterschätzt. Die Ironie des Amerikaners an der Spitze des Folterpreisliste geht ebenso unter wie "Sucker Punch"s "Heyheyhey, DAS können wir dem Zuschauer nun WIRKLICH nicht vorsetzen!" und ich frage mich bis heute in Facepalm-rolleye-Stellung, wieso eigentlich. Aber gut, Horror und Mainstreamkino, da gibt es keine Ironie, wenn man nicht gerade Tarantino oder Craven heißt, schon klar.

(sogar aussehenstechnisch gibt es da gewisse Parallelen. ^^ Die beiden sollten mal etwas zusammen machen)

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