Der Mongole hebt sich deutlich von den üblichen Historiendramen ab, indem zum einen anekdotenhaft eine lange Zeitspanne kurzweilig inszeniert werden und zum anderen nicht etwa Dschinghis Khans große Eroberungszüge ausgeschlachtet werden, sondern mit ein wenig Mythos sein langer beschwerlicher Weg zum Führer der Mongolen. So spiegelt sich in der Konsequenz und Geradlinigkeit des Filmes der Willen Dschinghis Khans sicher treffend wider.
Schöner Nachruf für einen der besten deutschen Komiker, nach dem großen Heinz Erhardt... Seine einprägsamen Sketche werden sicher lange in Erinnerung bleiben.
Clockwork Orange ist sicher ein Film aus der zweiten Reihe, wenngleich Kubrick hier die Abgründe in der menschlichen Psyche am extremsten und auf's schmerzlichste darbietet - und der Film deshalb auch nur knapp der Zensur entkam. Der Film fasziniert auf unangenehme Weise, zumal Kubrick es schafft eine groteske, ja sogar komikhafte Szenerie zu schaffen, die nicht zuletzt durch hervorragend kontrapunktierte Musik erzeugt wird.
Aus heutiger Sicht verliert die Kernaussage allerdings an Wirkungskraft, da Gewalt in den meisten unserer Medien stets allumfassend präsent ist, sollten alle Menschen von ihrer inneren Gewaltbereitschaft geheilt sein.
Man hätte es eigentlich erwarten können, zumal DiCaprio gleich zu Beginn darauf hinweist, dass jeder Traum wie Wirklichkeit scheint. Aber man lässt sich dann doch von den vielen Sprüngen zwischen den Realitätsebenen verwirren, mitnehmen und ist dann am Ende zutiefst enttäuscht, dass es sich doch wieder nur um einen Film ohne jeglichen Tiefgang handelt, der aber immerhin durch einen intelligenten Aufbau glänzt. Fazit: Inception unterhält, aber mehr auch nicht.
Nachdem Reno schon einige professionelle Killer gemimt hat, spielt er nun einen unsterblichen Gangster außer Dienst - das ist konsequent und macht ihn zum Film noir Mythos.
Die Coens haben vom Originalfilm gelernt, dass die Story dramatisch nicht viel her gibt und begegnen dem mit coenscher Manier: einer starken Bildsprache, hoch-motivierten Schauspielern, absurdem Humor und mit Gewaltmomenten à la Sam Peckinpah. Sie schaffen somit ihren ersten echten Western mit eigener Note - allein ein pointiertes Ende sollte Ihnen diesmal nicht gelingen, was wohl dem Versuch der Buchnähe zu schulden ist.
Selten ist ein Titel (wenn auch nicht ganz korrekt aus dem Französischen übersetzt) so genial gewählt, dass er eine wisse Dramatik bewirkt, bei der der Zuschauer den Einsatz des benannten Hilfsmittels regelrecht erwartet. Aber es handelt sich eben nicht um einen Splatterfilm, sondern um eine - wenn auch bitterböse - Gesellschaftssatire, in der Familienvater Bruno seinen Agressionen über den verlorenen Arbeitsplatz freien Lauf lässt und potentielle Bewerberkonkurrenten beseitigt. Gelungen ist dabei vor allem die immer geschicktere Vorgehensweise Brunos. Wer bis zum Schluss durchhält, wird dann noch mit einem parabelhaften Ende belohnt.
In Pulp Fiction hat sich Travolta darüber amüsiert, dass der Quarterpounder in Frankreich Royal mit Käse genannt wird - hier darf er jetzt offiziell zwei zu sich nehmen und dabei ein Basecap mit I love Paris tragen. Schön ist auch die Hommage an Hitchcocks Treppenszene aus Vertigo. Mit Anspielungen wie diesen hat Besson wohl sein Herzstück produziert. Ansonsten prägen den Film Wax' Motto "Wenn ich sage, leg sie um, dann leg sie um!" und Bessons berüchtigte Verfolgungsjagden. Fazit: Kurzweiliger Actionspaß, aber mit sehr aufgesetzter Böser-Mann-jagt-Terroristen-Story.
Herzog schafft es meines Erachtens nicht, eine würdige Adaption des Klassikers mit Harvey Keitel zu realisieren. Außerdem passt seine scheinbare Zuneigung zu allen möglichen Arten von Reptilien nicht so richtig in die Geschichte, aber Herzog ist ja für seine eigenwilligen Darstellungen bekannt.
Cage verkörpert die Rolle des drogenabhängigen Cops dagegen sehr gut und reißt den Film durch seine starke Präsenz so ziemlich raus.
Gegenüber Gran Torino nähert sich Eastwood diesmal nicht mit kritisch-komischem Biss der Thematik der kontrollierten Rassentrennung. Er greift in die Geschichte und filmt eine Charakterstudie über Mandelas Bemühen, die Schwarzen und Weißen kurz nach seiner Wahl zusammenzubringen. Freeman verkörpert Mandela dabei so glaubwürdig, dass ich zu Beginn dachte, es wäre Mandela selbst. Mandela nutze 1995 gekonnt die Rugby Meisterschaft im eigenen Lande, um einen ersten Schritt aus der Apartheid zu finden, um internationale Politik kümmerte er sich dabei wenig.
Eastwood versteht es dabei gekonnt, die sportlichen Höhepunkte mit Mandelas Wirken zu verbinden, aber das funktioniert natürlich nicht mit ein Bisschen übertriebenen Patriotismus.
2012 = (The Day After Tomorrow)^2 = (Independence Day)^4. Emmerichs nächster Film steht auch schon fest: 20.000 DC. Die Potenz von 2012 ist allerdings noch unklar. Kurz zum Inhalt: die Welt geht unter - zum vierten.
Jetzt fragt ihr euch bestimmt, wie oft die Welt eigentlich untergehen kann, ohne dass was passiert. Nun, Nostradamus hat's prophezeit und Emmerich gaukelt's uns vor, bis es wirklich passiert, oder wir es glauben, dass es passiert ist bzw. die Filmtechnik soweit ausgereift ist, dass sie unser Bewusstsein insofern beeinflusst, das wir glauben, dass die Welt untergegangen ist.
Der Episodenfilm widmet sich sehr minimalistisch den ereignisschweren Stunden des 11. September. Die Einbindung verschiedener Teils namhafter Regisseure hat dabei stilistisch sehr unterschiedliche Kurzfilme entstehen lassen, die weitestgehend alle deutlich Distanz waren und jeglichen Pathetismus wie andere Verfilmungen meiden. So findet man Filmjuwelen wie Sean Penns liebevolle Inszenierung mit einem hervorragenden Ernest Borgnine als Witwer, der in seiner Parallelwelt sein persönliches Glück im Unglück erlebt.
Tim Burton entwickelt sich mehr und mehr zum King of Remake - was eigenes wäre mal wieder schön oder wenigsten eine Technik, die er noch nicht ausprobiert hat... naja, vielleicht braucht er mal einen ordentlichen Flop.
Armer Adrien, hoffentlich verrennst du dich nicht - und muss es gerade ein Remake sein, dass keins sein soll? Letztlich wirst du mit Action-Arnie gemessen werden; ich glaube nicht, dass dir das gut tut.
Der philosophisch-christliche Ansatz, dass eine Welt, in der die Menschen das Lesen verlernt haben, eine Art Jesus bedarf, der das Wissen und das Buch aller Bücher bis über seinen Tod hinaus weiterträgt, wird leider nur angedeutet. Den Kampfszenen und der Beseitigung alles Bösen auf dessem Weg wird hier dafür vielmehr Bedeutung zugeteilt. Schade!
Ursprünglich als Fernsehfilm konzipiert, der die nationale Selbstaufgabe der Norweger am Ende des 2. Weltkrieges verarbeitet, hat es diese norwegisch/deutsche Produktion nun ins Kino geschafft. Für mich war der Film insofern interessant, da mir gar nicht genau bewusst war, dass Norwegen mal von Deutschland besetzt wurde. Aus filmischer Sicht gibt es durchaus gute dramatische und spannende Effekte um eine Untergrundgruppe beim Kampf gegen die deutsche Besatzung. Leider wird der Konflikt des Kämpfers Manus zwischen dem Ende des Krieges und dem damit einhergehenden Verlust seines Lebenszieles und dem Empfang als Kriegsheld zum Filmende nur angedeutet, obwohl dies sicher mehr Potential bietet. Zusammenfassend handelt es sich um einen ansehnlichen Film mit einem wenig gelungenem Ende und einem schwachen Ken Duken als deutschen Besatzungsoffizier.
Leider wirkt die Story von Anfang an sehr aufgesetzt - zumal der Zuschauer nur schwerlich in die Utopie eingeführt wird, dass menschliche zivile Aktivitäten vollständig durch Roboter ersetzt werden. Hinzu kommt, dass dieses Konzept schon öfters im Kino durchgespielt wurde. Da ist es nur erfreulich, dass Bruce Willis ziemlich schnell aus seiner Bude heraus kommt , den üblichen Antihelden miemt und vorher noch einen Roboter kräftig vermöbelt.
A Serious Man überrascht in vieler Hinsicht - er kommt ohne die üblichen Stars aus und die Menschen sterben nicht reihenweise durch gewaltsame Einwirkung hinweg (abgesehen vom konträren Prolog). Trotzdem wird die Handschrift der Coen Brüder in dieser bitterbösen Satire über das Leben in einer amerikanisch-jüdischen Gemeinde schnell ersichtlich, obgleich es sich um einen sehr persönlichen Film mit deutlich autobiografischen Einflüssen handelt.
Die Kinder der Familie Gopnik versuchen jeder auf seine Art gegen die jüdischen Werte zu rebellieren, Gopniks Frau fühlt sich einem Freund der Familie hingezogen und an der Uni gelten auch andere Gesetze als sich der Professor Gopnik vorstellt. Letztlich gerät Gopnik in seine eigene Hiobsgeschichte, in der Stück für Stück seine heile Welt wegbricht. Dabei handelt Gopnik strikt nach einem Spruch eines mittelalterlichen Rabbis, mit dem die Coens in den Film einsteigen: "Empfange mit Einfachheit das, was dir passiert." Das dies auch anders ginge, zeigt der ansonsten unabhängige Prolog des Films. Selbst die dreimalige Bitte um Hilfe verhallt angesichts verschiedenster arroganter Auftritte der befragten Rabbis.
A Serious Man ist ein sehr mutiger Film, an dem man sich auch insofern erfreuen kann, dass er überhaupt entstehen konnte, da er ganz klar keinem kommerziellen Hintergrund folgt.
Man mag über Flags of our fathers und Letters from Iwo Jima denken wie man will, aber es benötigt schon eine Meisterhand wie die Eastwoods, zwei so unterschiedliche Filme zum gleichen Thema zu kreieren, die gleichzeitig Rücksicht auf den Stolz und die Hintergründe zweier Nationen nehmen, die unterschiedlicher nicht sein können. Paul Haggis' geniale Skripts geben dazu den wesentlich Beitrag. Der für Hollywood unübliche Perspektivenwechsel in 'Iwo Jima' ist dabei ein beeindruckender Schachzug, den sich nicht jeder Regisseur hätte erlauben können. Dies führt aber letztlich zu der zentralen Aussage, dass der Eindruck von Unmenschlichkeit immer vom jeweiligen Standpunkt abhängt, was fast schon einen philosophischen Character trägt. In 'Flags' stört lediglich der fein herausgearbeitete Pathetismus, der uns Europäern eher nicht so obliegt, aber der nun mal die U.S.-amerikanische Mission darstellt.
Aus meiner Sicht ist diese Liste durchaus nachvollziehbar. Allerdings passt Camerons Avatar irgendwie nicht in die Liste hinein. Sicherlich ist sein Film wie immer vom technischen Perfektionismus geprägt, aber man sollte nicht vergessen, dass ein Film in erster Linie gut unterhalten sollte. Und Cameron schafft es durchaus den Zuschauer richtig abzuholen und in seine Fantasiewelt einzuführen und an die Geschichte zu fesseln. Dies wird insbesondere vom 3D Effekt unterstützt, deren realistische Plastizität ich vorher noch nicht gesehen habe. Dabei möchte ich außerdem auf den ethischen Hintergrund der wirtschaftlichen Gier nach Rohstoffen hinweisen, der durchaus auf aktuelle Erdenprobleme übertragbar ist.
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über Der Mongole 2012/03/22 21:45:36
Der Mongole hebt sich deutlich von den üblichen Historiendramen ab, indem zum einen anekdotenhaft eine lange Zeitspanne kurzweilig inszeniert werden und zum anderen nicht etwa Dschinghis Khans große Eroberungszüge ausgeschlachtet werden, sondern mit ein wenig Mythos sein langer beschwerlicher Weg zum Führer der Mongolen. So spiegelt sich in der Konsequenz und Geradlinigkeit des Filmes der Willen Dschinghis Khans sicher treffend wider.
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aka Filmclub (a.D.) (C. Friedrich)
zum Artikel Loriot - Persönliche Würdigung in bewegten Bildern 2011/08/24 22:09:07
Schöner Nachruf für einen der besten deutschen Komiker, nach dem großen Heinz Erhardt... Seine einprägsamen Sketche werden sicher lange in Erinnerung bleiben.
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aka Filmclub (a.D.) (C. Friedrich)
über Uhrwerk Orange 2011/08/02 22:27:58
Clockwork Orange ist sicher ein Film aus der zweiten Reihe, wenngleich Kubrick hier die Abgründe in der menschlichen Psyche am extremsten und auf's schmerzlichste darbietet - und der Film deshalb auch nur knapp der Zensur entkam. Der Film fasziniert auf unangenehme Weise, zumal Kubrick es schafft eine groteske, ja sogar komikhafte Szenerie zu schaffen, die nicht zuletzt durch hervorragend kontrapunktierte Musik erzeugt wird.
Aus heutiger Sicht verliert die Kernaussage allerdings an Wirkungskraft, da Gewalt in den meisten unserer Medien stets allumfassend präsent ist, sollten alle Menschen von ihrer inneren Gewaltbereitschaft geheilt sein.
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aka Filmclub (a.D.) (C. Friedrich)
über Inception 2011/07/12 21:40:46
Man hätte es eigentlich erwarten können, zumal DiCaprio gleich zu Beginn darauf hinweist, dass jeder Traum wie Wirklichkeit scheint. Aber man lässt sich dann doch von den vielen Sprüngen zwischen den Realitätsebenen verwirren, mitnehmen und ist dann am Ende zutiefst enttäuscht, dass es sich doch wieder nur um einen Film ohne jeglichen Tiefgang handelt, der aber immerhin durch einen intelligenten Aufbau glänzt. Fazit: Inception unterhält, aber mehr auch nicht.
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ulleanniber 2011/08/08 15:07:24
Antwort löschenals ich inception das erste mal gesehen habe .. habe ich ihn überhaupt nicht verstanden!!!! erst beim 2. und 3. mal schauen!
Bigburgy 2011/08/16 15:07:09
Antwort löschenwas gibts da nicht zu verstehen? 1.Traum 2. Traum im Traum 3. Traum im Traum im Traum. Von der Handlung her find ich sogar Transformers komplizierter.
Robinson Nittke 2011/08/19 15:12:57
Antwort löschen:D
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The Pain 2011/09/03 16:37:07
Antwort löschendie sprünge zwischen den träumen und nicht die handlung dahinter haben ihn verwirrt.
HellGreetings 2011/09/06 20:24:34
Antwort löschenMan sollte den Film auch verstehen!
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über 22 Bullets 2011/02/28 22:29:15
Nachdem Reno schon einige professionelle Killer gemimt hat, spielt er nun einen unsterblichen Gangster außer Dienst - das ist konsequent und macht ihn zum Film noir Mythos.
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über True Grit 2011/02/28 22:08:09
Die Coens haben vom Originalfilm gelernt, dass die Story dramatisch nicht viel her gibt und begegnen dem mit coenscher Manier: einer starken Bildsprache, hoch-motivierten Schauspielern, absurdem Humor und mit Gewaltmomenten à la Sam Peckinpah. Sie schaffen somit ihren ersten echten Western mit eigener Note - allein ein pointiertes Ende sollte Ihnen diesmal nicht gelingen, was wohl dem Versuch der Buchnähe zu schulden ist.
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aka Filmclub (a.D.) (C. Friedrich)
über Die Axt 2010/09/08 21:53:36
Selten ist ein Titel (wenn auch nicht ganz korrekt aus dem Französischen übersetzt) so genial gewählt, dass er eine wisse Dramatik bewirkt, bei der der Zuschauer den Einsatz des benannten Hilfsmittels regelrecht erwartet. Aber es handelt sich eben nicht um einen Splatterfilm, sondern um eine - wenn auch bitterböse - Gesellschaftssatire, in der Familienvater Bruno seinen Agressionen über den verlorenen Arbeitsplatz freien Lauf lässt und potentielle Bewerberkonkurrenten beseitigt. Gelungen ist dabei vor allem die immer geschicktere Vorgehensweise Brunos. Wer bis zum Schluss durchhält, wird dann noch mit einem parabelhaften Ende belohnt.
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aka Filmclub (a.D.) (C. Friedrich)
über From Paris with Love 2010/04/29 21:56:37
In Pulp Fiction hat sich Travolta darüber amüsiert, dass der Quarterpounder in Frankreich Royal mit Käse genannt wird - hier darf er jetzt offiziell zwei zu sich nehmen und dabei ein Basecap mit I love Paris tragen. Schön ist auch die Hommage an Hitchcocks Treppenszene aus Vertigo. Mit Anspielungen wie diesen hat Besson wohl sein Herzstück produziert. Ansonsten prägen den Film Wax' Motto "Wenn ich sage, leg sie um, dann leg sie um!" und Bessons berüchtigte Verfolgungsjagden. Fazit: Kurzweiliger Actionspaß, aber mit sehr aufgesetzter Böser-Mann-jagt-Terroristen-Story.
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über Bad Lieutenant - Cop ohne Gewissen 2010/03/27 12:33:06
Herzog schafft es meines Erachtens nicht, eine würdige Adaption des Klassikers mit Harvey Keitel zu realisieren. Außerdem passt seine scheinbare Zuneigung zu allen möglichen Arten von Reptilien nicht so richtig in die Geschichte, aber Herzog ist ja für seine eigenwilligen Darstellungen bekannt.
Cage verkörpert die Rolle des drogenabhängigen Cops dagegen sehr gut und reißt den Film durch seine starke Präsenz so ziemlich raus.
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über Invictus 2010/03/27 12:17:38
Gegenüber Gran Torino nähert sich Eastwood diesmal nicht mit kritisch-komischem Biss der Thematik der kontrollierten Rassentrennung. Er greift in die Geschichte und filmt eine Charakterstudie über Mandelas Bemühen, die Schwarzen und Weißen kurz nach seiner Wahl zusammenzubringen. Freeman verkörpert Mandela dabei so glaubwürdig, dass ich zu Beginn dachte, es wäre Mandela selbst. Mandela nutze 1995 gekonnt die Rugby Meisterschaft im eigenen Lande, um einen ersten Schritt aus der Apartheid zu finden, um internationale Politik kümmerte er sich dabei wenig.
Eastwood versteht es dabei gekonnt, die sportlichen Höhepunkte mit Mandelas Wirken zu verbinden, aber das funktioniert natürlich nicht mit ein Bisschen übertriebenen Patriotismus.
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aka Filmclub (a.D.) (C. Friedrich)
über 2012 2010/03/25 23:49:49
2012 = (The Day After Tomorrow)^2 = (Independence Day)^4. Emmerichs nächster Film steht auch schon fest: 20.000 DC. Die Potenz von 2012 ist allerdings noch unklar. Kurz zum Inhalt: die Welt geht unter - zum vierten.
Jetzt fragt ihr euch bestimmt, wie oft die Welt eigentlich untergehen kann, ohne dass was passiert. Nun, Nostradamus hat's prophezeit und Emmerich gaukelt's uns vor, bis es wirklich passiert, oder wir es glauben, dass es passiert ist bzw. die Filmtechnik soweit ausgereift ist, dass sie unser Bewusstsein insofern beeinflusst, das wir glauben, dass die Welt untergegangen ist.
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über 11"09"01 - September 11 2010/03/23 22:14:23
Der Episodenfilm widmet sich sehr minimalistisch den ereignisschweren Stunden des 11. September. Die Einbindung verschiedener Teils namhafter Regisseure hat dabei stilistisch sehr unterschiedliche Kurzfilme entstehen lassen, die weitestgehend alle deutlich Distanz waren und jeglichen Pathetismus wie andere Verfilmungen meiden. So findet man Filmjuwelen wie Sean Penns liebevolle Inszenierung mit einem hervorragenden Ernest Borgnine als Witwer, der in seiner Parallelwelt sein persönliches Glück im Unglück erlebt.
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aka Filmclub (a.D.) (C. Friedrich)
zum Artikel Tim Burton will Addams Family in Stop-Motion 2010/03/20 19:15:15
Tim Burton entwickelt sich mehr und mehr zum King of Remake - was eigenes wäre mal wieder schön oder wenigsten eine Technik, die er noch nicht ausprobiert hat... naja, vielleicht braucht er mal einen ordentlichen Flop.
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aka Filmclub (a.D.) (C. Friedrich)
zum Artikel Folgt Adrien Brody in den Dschungel der Predators 2010/03/20 19:04:13
Armer Adrien, hoffentlich verrennst du dich nicht - und muss es gerade ein Remake sein, dass keins sein soll? Letztlich wirst du mit Action-Arnie gemessen werden; ich glaube nicht, dass dir das gut tut.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
aka Filmclub (a.D.) (C. Friedrich)
über The Book of Eli 2010/03/18 20:54:38
Der philosophisch-christliche Ansatz, dass eine Welt, in der die Menschen das Lesen verlernt haben, eine Art Jesus bedarf, der das Wissen und das Buch aller Bücher bis über seinen Tod hinaus weiterträgt, wird leider nur angedeutet. Den Kampfszenen und der Beseitigung alles Bösen auf dessem Weg wird hier dafür vielmehr Bedeutung zugeteilt. Schade!
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aka Filmclub (a.D.) (C. Friedrich)
über Max Manus 2010/02/02 22:35:02
Ursprünglich als Fernsehfilm konzipiert, der die nationale Selbstaufgabe der Norweger am Ende des 2. Weltkrieges verarbeitet, hat es diese norwegisch/deutsche Produktion nun ins Kino geschafft. Für mich war der Film insofern interessant, da mir gar nicht genau bewusst war, dass Norwegen mal von Deutschland besetzt wurde. Aus filmischer Sicht gibt es durchaus gute dramatische und spannende Effekte um eine Untergrundgruppe beim Kampf gegen die deutsche Besatzung. Leider wird der Konflikt des Kämpfers Manus zwischen dem Ende des Krieges und dem damit einhergehenden Verlust seines Lebenszieles und dem Empfang als Kriegsheld zum Filmende nur angedeutet, obwohl dies sicher mehr Potential bietet. Zusammenfassend handelt es sich um einen ansehnlichen Film mit einem wenig gelungenem Ende und einem schwachen Ken Duken als deutschen Besatzungsoffizier.
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über Surrogates - Mein zweites Ich 2010/02/02 22:05:48
Leider wirkt die Story von Anfang an sehr aufgesetzt - zumal der Zuschauer nur schwerlich in die Utopie eingeführt wird, dass menschliche zivile Aktivitäten vollständig durch Roboter ersetzt werden. Hinzu kommt, dass dieses Konzept schon öfters im Kino durchgespielt wurde. Da ist es nur erfreulich, dass Bruce Willis ziemlich schnell aus seiner Bude heraus kommt , den üblichen Antihelden miemt und vorher noch einen Roboter kräftig vermöbelt.
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aka Filmclub (a.D.) (C. Friedrich)
über A Serious Man 2010/02/02 21:50:46
A Serious Man überrascht in vieler Hinsicht - er kommt ohne die üblichen Stars aus und die Menschen sterben nicht reihenweise durch gewaltsame Einwirkung hinweg (abgesehen vom konträren Prolog). Trotzdem wird die Handschrift der Coen Brüder in dieser bitterbösen Satire über das Leben in einer amerikanisch-jüdischen Gemeinde schnell ersichtlich, obgleich es sich um einen sehr persönlichen Film mit deutlich autobiografischen Einflüssen handelt.
Die Kinder der Familie Gopnik versuchen jeder auf seine Art gegen die jüdischen Werte zu rebellieren, Gopniks Frau fühlt sich einem Freund der Familie hingezogen und an der Uni gelten auch andere Gesetze als sich der Professor Gopnik vorstellt. Letztlich gerät Gopnik in seine eigene Hiobsgeschichte, in der Stück für Stück seine heile Welt wegbricht. Dabei handelt Gopnik strikt nach einem Spruch eines mittelalterlichen Rabbis, mit dem die Coens in den Film einsteigen: "Empfange mit Einfachheit das, was dir passiert." Das dies auch anders ginge, zeigt der ansonsten unabhängige Prolog des Films. Selbst die dreimalige Bitte um Hilfe verhallt angesichts verschiedenster arroganter Auftritte der befragten Rabbis.
A Serious Man ist ein sehr mutiger Film, an dem man sich auch insofern erfreuen kann, dass er überhaupt entstehen konnte, da er ganz klar keinem kommerziellen Hintergrund folgt.
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aka Filmclub (a.D.) (C. Friedrich)
über Flags of Our Fathers 2010/01/12 20:50:12
Man mag über Flags of our fathers und Letters from Iwo Jima denken wie man will, aber es benötigt schon eine Meisterhand wie die Eastwoods, zwei so unterschiedliche Filme zum gleichen Thema zu kreieren, die gleichzeitig Rücksicht auf den Stolz und die Hintergründe zweier Nationen nehmen, die unterschiedlicher nicht sein können. Paul Haggis' geniale Skripts geben dazu den wesentlich Beitrag. Der für Hollywood unübliche Perspektivenwechsel in 'Iwo Jima' ist dabei ein beeindruckender Schachzug, den sich nicht jeder Regisseur hätte erlauben können. Dies führt aber letztlich zu der zentralen Aussage, dass der Eindruck von Unmenschlichkeit immer vom jeweiligen Standpunkt abhängt, was fast schon einen philosophischen Character trägt. In 'Flags' stört lediglich der fein herausgearbeitete Pathetismus, der uns Europäern eher nicht so obliegt, aber der nun mal die U.S.-amerikanische Mission darstellt.
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aka Filmclub (a.D.) (C. Friedrich)
zum Artikel Batzmans Liste - die schlimmsten Filme 2009 2010/01/01 11:17:41
Aus meiner Sicht ist diese Liste durchaus nachvollziehbar. Allerdings passt Camerons Avatar irgendwie nicht in die Liste hinein. Sicherlich ist sein Film wie immer vom technischen Perfektionismus geprägt, aber man sollte nicht vergessen, dass ein Film in erster Linie gut unterhalten sollte. Und Cameron schafft es durchaus den Zuschauer richtig abzuholen und in seine Fantasiewelt einzuführen und an die Geschichte zu fesseln. Dies wird insbesondere vom 3D Effekt unterstützt, deren realistische Plastizität ich vorher noch nicht gesehen habe. Dabei möchte ich außerdem auf den ethischen Hintergrund der wirtschaftlichen Gier nach Rohstoffen hinweisen, der durchaus auf aktuelle Erdenprobleme übertragbar ist.
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