Philadelphia

Philadelphia

US · 1993 · Laufzeit 125 Minuten · FSK 12 · Drama · Kinostart

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von Jonathan Demme, mit Tom Hanks und Denzel Washington

In dem Oscar-prämierten Drama Philadelphia kämpft Tom Hanks als homosexueller HIV-Infizierter für seine Würde und gegen die heimtückische Krankheit AIDS.

Handlung von Philadelphia
Philadelphia zu Beginn der 1990er Jahre: Der erfolgreiche Jung-Anwalt Andrew Beckett (Tom Hanks) steht kurz vor der Beförderung zum Partner in einer der größten Anwaltskanzleien der Stadt. So selbstbewusst er auch im Job auftreten mag, sein Privatleben hält er wohlweislich in dem konservativen Unternehmen unter Verschluss. Denn Beckett ist homosexuell. Und nicht nur das: Er ist an AIDS erkrankt.

Als er unter fadenscheinigen Gründen (er soll wichtige Unterlagen für einen großen Fall verlegt haben) fristlos entlassen wird, versucht Beckett das Unmögliche: Er will seine Firma wegen Diskriminierung verklagen. Doch die Suche nach einem Anwalt, der ihn vor Gericht vertritt, gestaltet sich schwieriger als gedacht. Überall begegnet man ihm mit Vorbehalten bis offener Abneigung wegen seiner Auto-Immun-Schwäche, die (noch) als “Schwulen-Krankheit” verschrien ist. Auch Joe Miller (Denzel Washington) lehnt den Fall zunächst ab, nicht nur wegen der geringen Aussicht auf Erfolg, sondern wegen seiner Mysophobie, seiner offenen Angst vor Ansteckung. Schließlich lässt er sich doch überzeugen.

Es beginnt ein Kampf von David gegen Goliath, gegen irrationale Vorurteile – und vor allem gegen die Zeit, die Beckett unmissverständlich und zusehends davonläuft…

Hintergrund & Infos zu Philadelphia
Das AIDS-Drama Philadelphia basiert auf den persönlichen Schicksalen zweier Anwälte, die sich mit einer ähnlichen Situation konfrontiert sahen, wie sie im Film dargestellt wird. Dies führte im Anschluss selber zu juristischen Verwicklungen.

Für Regisseur Jonathan Demme (Das Schweigen der Lämmer, Stop Making Sense) war Philadelphia ein sehr persönliches Projekt, war doch einer seiner Freunde ebenfalls mit AIDS diagnostiziert worden. Philadelphia gilt als der erste amerikanische Big-Budget-Film, der sich kritisch mit AIDS auseinandersetzte und eine Bresche für das bis dato stigmatisierte Thema schlug.

Der Erfolg blieb nicht aus: Neben einem Einspielergebnis von weltweit 200 Millionen Dollar (bei einem schmalen Budget von gerade einmal geschätzten 26 Millionen Dollar) war Philadelphia auch ein Gewinner bei den Oscars 1994. So gewann nicht nur Bruce Springsteen mit dem Song Streets of Philadelphia, sondern auch Tom Hanks für seine aufopferungsvolle Darstellung des AIDS-Kranken (er nahm insgesamt 15 kg während der Dreharbeiten ab, um überzeugend den körperlichen Verfall widerzuspiegeln). Schon ein Jahr später sollte er wieder den Oscar für die Beste Hauptrolle gewinnen (Forrest Gump). Dies war zuvor nur Spencer Tracy gelungen (1938 für Manuel und 1939 für Teufelskerle).

Während für die Hauptrolle zunächst Daniel Day-Lewis vorgesehen war, gab es auch bei der Rolle, die schließlich an Denzel Washington ging, vorherig angedachte Alternativen mit Bill Murray und Robin Williams.

Philadelphia heißt wörtlich übersetzt “Brüderliche Liebe”, u.U. ein spöttischer Kommentar auf die im Film ausgeteilten juristischen Feindseligkeiten. (EM)

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Cast & Crew zu Philadelphia

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Musik
Filmdetails Philadelphia
Genre
Gerichtsdrama, Sozialdrama, Drama, Schicksalsdrama
Zeit
1990er Jahre
Ort
Philadelphia
Handlung
AIDS, Anklage, Gericht, Grund- und Menschenrechte, HIV-positiv, Homosexueller, Krankheit, Kündigung, Rechtsanwalt, Schwulenszene, Schwuler, Vorurteil
Stimmung
Berührend, Ernst, Geistreich, Spannend, Traurig
Schlagwort
Oscar Gewinner, Oscar Gewinner 1994
Verleiher
Columbia Tri-Star Filmgesellschaft mbhH
Produktionsfirma
Clinica Estetico , TriStar Pictures , Tristar Pictures

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