L-viz - Kommentare
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Alle Kommentare von L-viz
Das wär zu schön um wahr zu sein! Also wenn Jurassic Park der weiteren Ausschlachtung entgehen würde, wäre das beispielhaft und der fade Beigeschmack bei der Erwähnung des Titels würde nicht ins Exorbitante abdriften.
Tolle Grafik, da gibt es nix zu meckern! Auch cool, dass hinter dem Pixar-Logo ein Filmchen steckt. Die Geschichte an sich ist etwas langweilig, es fehlt irgendwie der Abschlussgag.
Muss man einfach gut finden! Da steckt Pioniergeist drin! Ich weiß noch, wie wir einst das erste Mal einen Kassettenrecorder mit Aufnahmefunktion in die Hände bekommen hatten und anfingen, irgendeinen Quatsch auf Band zu labern, nur um uns einige Minuten später noch mal selbst zu hören. Was da gesprochen wurde, war anfangs völlig egal, ich glaube es war einfach nur Gegröle. Später wurden es dann zusammenhängende Geschichten (z. B. haben ein Freund und ich aus dem Gedächtnis ein Asterix-Hörspiel versucht aufzuzeichnen), Werbung oder erfundene Nachrichten. Was ich damit sagen will: Ich sehe hier doch eine Parallele zur frühen Filmgeschichte, wo ein paar begeisterte Typen einfach mal alles ausprobiert haben, die Kamera einfach mal drauf gehalten haben, nur um das neue Spielzeug auszutesten.
Das ist der Film, der mein Bild von Dinosauriern in Filmen maßgeblich geprägt hatte, bis es 1993 endlich abgelöst wurde. Die wackeligen Figuren lassen zu keiner Zeit ein echtes Bedrohungsszenario aufkommen, woran der Film dann auch zugrunde geht. Empfehlung: Diesen hier vor "Jurassic Park" sehen, denn dann schlägt letzterer noch mehr ein (Spaß beiseite, geht natürlich heute nicht mehr)
Intuition muss man haben: Diesen Film habe ich mir schon öfter angesehen, aber jedes Mal irgendwo in der Mitte abgeschaltet. Spätestens in der Szene, wo die Kellerkinder auftauchen. Heute weiß ich, dass war immer genau richtig. "Demolition Man" hat eine vergnügliche erste Hälfte und eine lahme zweite. Die skurrilen Typen, mit ihren merkwürdigen Regeln und Einfällen, sind in der ersten Hälfte noch witzig, nerven dann aber zunehmend mit ihrer weichgespülten Art. Einer guten Szene im Waffenmuseum steht ein absurd langweiliges Finale gegenüber, dass von der Kulisse her kaum schlechter gewählt werden könnte. Gleiches gilt für den Kampf im Keller. Die primitiven Kellerkinder mit ihrer rissigen Freiheitsideologie sind, im Gegensatz zu den Oberflächenbewohnern, nicht mal lustig. Die könnte man sich auch jeden Tag am Banhof ansehen. Die Actionszenen selbst geben leider auch nichts Denkwürdiges her - und das in einem reinen Actionfilm.
Also: Öfter mal nach der Hälfte ausschalten.
Ist schon ziemlich langweilig geworden. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass ich mit Western grundsätzlich nichts anfangen kann und mich die zur Schau gestellten Westernklischees demnach auch nicht erfreuen, sondern eben nur langweilen. Gut, die Animationen sind auf Top-Niveau, aber was hilft`s, wenn die Story eine dünne und vor allem (beabsichtigt oder nicht) vorhersehbare Plörre ist?
SPOILER: Die klassische Geschichte vom Aufschneider, den jeder für einen Helden hält, bis er auf den harten Boden der Tatsachen geholt wird, resigniert und sich dann aber doch wieder rehabilitiert und schließlich tatsächlich ein noch größerer Held wird, als in seiner Phantasie. Und wer könnte nicht vorhersehen, dass der Bürgermeister der Bösewicht ist? Ich nicht. SPOILER ENDE
Was allerdings die Luftschlacht-der-Zukunft-Szene sollte, erschließt sich mir überhaupt nicht. Welcher Cowboy/Bandit fliegt in welchem Western in WWI-Flugzeugen durch die Gegend? Nur eine weitere Wegwerfreferenz.
Die Viecher sehen darüber hinaus auch alle, obwohl lupenrein animiert, irgendwie abartig aus. Die Witze krepieren allesamt, die melancholischen Szenen taugen nichts und die selbstreflexiven Fragen interessieren nicht. Allein die staubige Farbgebung gefällt.
Für alle Fälle SPOILER:
Ein Kurzfilm, der sowohl auf eine Romantisierung des Krieges verzichtet als auch eine Abkehr von alteingesessenen Sehmustern, nämlich dem klassischen, aber realitätsfernen Happy End, darstellt. Das ist sicher gut, kommt aber in seiner Intensität nicht an.
Für einen Kurzfilm hat der schon ordentlich was unter der Haube. Bei der Geschichte muss noch nachgebessert werden. Der Schluss ist ja ganz nett, aber für einen Kurzfilm nicht überragend.
Größtenteils Wiederholungen. Muss ich den Sommer wohl doch draußen verbringen, wie es einst gedacht war.
Es wird sich schon Mühe gegeben bei diesem Slasher. Gut, die Figuren entsprechen dem Klischee, klar. Aber bei der Auflösung werden die verschiedenen Elemente der höherrangigen Slasherfilm vermischt, was schon mal ein Plus ist. Der Film wird aus der Retroperspektive, also beim abschließenden Verhör, erzählt. Dabei schlägt die Suche nach der Frage, wie es denn nun wirklich gewesen ist, einige Haken und bedient sich folgender Elemente (die dazu gehörigen Filme nenne ich jetzt nicht, falls die noch einer sehen will):
SPOILER
- einer will sich für früher begangenes Unrecht rächen
- es sind zwei Täter am Werk (was praktisch ist, so kann man immer alle zeigen und als Täter scheinbar ausschließen)
- das überlebende Opfer war`s... --> war ja mein erster Gedanke
- ...und hat in Wirklichkeit die Identität eines der echten Opfer angenommen --> was dann doch wieder überraschend war.
SPOILER ENDE
Also genügend Einfälle, wenn auch geklaute, die aber doch einen Blick lohnen.
Ey, da hat doch einer ein paar Textafeln vergessen! Dieser Film ist selbst für einen Stummfilm ziemlich sprachlos. Da wird stundenlang diskutiert, aber keiner lässt uns wissen, worum es geht. Die Farben sind gut gewählt, die Kulissen aussagekräftig (z. B. die Tänze auf dem Ball) und der Alte ist schon gruselig. Schon Anleihen ans klassische Märchen bietet die Szene mit dem Vertrag, wo scheinbar eine triviale Gegenleistung gefordert wird, nämlich etwas, was im Zimmer ist. (ähnlich wie das Märchen, in dem der Teufel den Müller um das bittet, was hinter dem Haus ist und der dann denkt, dass da nur der Apfelbaum steht, dabei war zu dem Zeitpunkt seine Tochter im Garten.).
Ein guter Endkampf, den ich mir auch genau so vorgestellt hatte. SPOILERAllerdings hätte ich eher ein Säbelduell bevorzugt, weil ja dreimal erwähnt wurde, dass er der Säbelmeister ist. Immerhin war das schleimig triefende Hollywoodende 1913 noch nicht erfunden und der Mut zum Bad Ending da. Auch das Gedicht am Schluss passt gut. SPOILER ENDE Aber auf der anderen Seite: Der Studiosus wirkt schon sehr gehetzt, da wäre es besser, wenn das Spiegelbild ihm noch etwas mehr das Leben ruiniert hätte. Dann die Szene, wo der Alte unendlich viel Geld aus dem Beutel zieht...das hätte man selbst 1913 professioneller hinkriegen können, ohne den Schnitt so sichtbar zu offenbaren.
THOR! THOR! THOOOR! Marvel ist Weltmeister!!!
Schade, wäre der Film gut, würde das oben Genannte sogar Sinn machen, aber so bleibt es nur ein weiteres Wegwerf-Wortspiel. "Thor" ist nämlich leider nur ebenso belangloser, wie seelenloser Actiontrash. Keiner der angebotenen Charaktere macht etwas mit mir. Dass Thor vom arroganten Kriegstreiber zum schmusigen Publikumsliebling und somit Göttervater in spe avanciert, mag eine süße, aber doch überschaubare Idee sein. Dass er sich dabei noch in die Allerweltsschnalle (wie es sie in Hollywoodproduktionen an jeder Ecke gibt) verliebt ist natürlich ebenso austauschbar und überflüssig.
Mjölnir, flieg!
Wenn er rangeht, muss ich ausschalten? Ganz so schlimm ist es nicht, aber die Vorlage war nun mal so offensichtlich. Man kann schon leicht desinteressiert der Handlung folgen. Der Polizist, der als einziger 1+1 zusammenzählt, erinnerte mich an den aus "Falling Down" und der Rest an einen anderen Film, wo einer nicht auflegen darf, sonst tot. Also ist der finale Call von der Idee her alt und von der Machart nicht überzeugend genug, aber wegen einiger Spitzen durchschnittlich sehenswert.
Der Letzte macht das Licht aus! Und so könnte das aussehen. Das Büro des Grauens hat durchaus seinen Charme, die zunehmenden Wahnvorstellungen sind würzig, aber etwas fehlt doch. Welche Kräfte sind es, die den letzten Angestellten im Büro halten wollen und warum sterben alle, wenn er nicht tut, was ihm aufgetragen wurde? Wir werden den größeren Zusammenhang, wenn es ihn denn gibt, sicher nie erfahren.
Ah, Tanzen! Beliebter als Fußball, Boxen und Formel1 zusammen. Deshalb sind die Tan-WMen, die ja immer live übetragen werden, so ein Zuschauermagnet? Oder auch nicht. Das ist wie beim großen TVTOTALTurmspringen. Turmspringen interessiert hier auch keine Sau. Stattdessen wollen die Leute welche sehen, die sie ausm Fernsehen kennen (ich kenn von den genannten kaum jemanden), die sich möglichst oft auf die Fresse legen. Andernfalls würden sich die Leute (bei echtem Interesse) professionelle Turmspringer bzw. Tänzer ansehen. Somit bleibt RTL seinem Konzept treu, was jeden seriösen Zuschauer auf Distanz halten sollte.
Witzig: Jack Black, also praktisch Black Jack - wie das Kartenspiel also. Das ist schon irgendwie witzig. Jack Black, hast du auch einen Spitznamen? Ja, 17und4. Wäre auch witzig...ich lasse mich darüber aus, weil das alles witziger ist, als das, was im gesamten Film als witzig präsentiert wird.
Abartig: Wie Gulli sich sein Gulliperium aufbaut, zusammengeklaut aus popkulturellen und realpolitischen Vesatzstücken. Das Ergebnis ist einfach ungenießbar!
Peinlich: Der Antikriegssong. Selbst wenn man Kinder als Zielgruppe annimmt, lernen kann man aus dem Blödsinn nichts.
Nettes Spukhausambiente. Schon mal wesentlich intensiver als das Remake, auch wenn die Monologe der Hauptdarstellerin in ihrer Masse und Geschwindigkeit eher nerven. Die Poltergeistszenen sind eindeutig die Highlights; das Klopfen in der Nacht die Schreie, die Hand. Gut. Ach ja, und die Bedienstete, die dauernd ihren Text runterleiert, für den sich keiner interessiert, hat schon einen gewissen Comedy-Faktor. Aber darüber hinaus bleibt es etwas behäbig und das Ende will nicht so ganz zünden.
War ja klar, dass sich irgendeiner an den 2012-Hype ranschmeißen würde! Nun ist es leider Emmerich gewesen, jenem schlechtesten Katastrophenregisseur, der auch diesmal keinen Fehltritt auslässt. Sein Versagen ließ sich unlängst betrachten, als dieser Film im Bündel mit dem Spielberg-Kracher "Krieg der Welten" gezeigt wurde. Und auch wenn sich meine Wertungen für beide Filme kaum unterscheiden (Näheres im Kommentar zu Spielbergs Film), lässt sich ohne Überlegen sagen, wer die Kompetenzen hat und wer nicht.
Den Zuschauer nimmt ja bekanntlich kein Katastrophenfilmregisseur für voll; die hoffnungslos billig zusammengedübelte und immergleiche Hintergrundgeschichte (hierzu mein Kommentar zu "Independence Day"), die fragwürdigen Charaktere mit ihren Familienproblemen und die alles in den Schatten stellen wollenden Effektorgien. Dass wir glauben, dies (also dünne Story + dumpfe Charaktere + Effektgewitter) sei eben nun mal ein Naturgesetz in diesem Genre, zeigt nur, wie gut wir als Zuschauer erzogen wurden in den letzten Jahren und Jahrzehnten. Warum sollte sich eine richtige Story im Katastrophensegment denn von selbst verbieten?
Roland Emmerich geht hier aber noch einen entscheidenden Schritt weiter: Er schämt sich nicht für die dem Katastrophenfilmgenre innewohnende Redundanz, versucht nicht mal einfach darüber hinweg zu gehen ("Merkt ja vielleicht keiner.") - nein er treibt sie auf die Spitze, indem er seine Katastrophenszenen (im selben Film!) wiederholt: Auf eine ereignislose Fahrt durch ein erdbebengeschütteltes L. A. folgt eine ereignislose Fahrt durch einen vulkanerschütterten Yellowstone Park. Ereignislos deshalb, weil ständig die Einschläge einen halben/Viertelmeter hinter dem Auto einschlagen. Hmm, das kann man ein - zweimal bringen, aber dann hat sich das totgelaufen.
Natürlich ist der Vater wieder geschieden und hat die Kinder am Hals, die ihm - wer könnte es nicht vorhersagen - auf der Nase herumtanzen. Eine Menge wackere Helden opfert sich freiwillig, der Böse darf natürlich nicht mit aufs Boot, sich aber noch mal läutern lassen, in dem er seinen Kindern hilft und am Ende war´s natürlich doch nicht der finale Akt für die Menschheit. Das ist doch Kindergeburtstag!
Zur ewig rührseligen Rede des Helden über Menschlichkeit und die Aufnahme weiterer Passagiere: Da darf man nicht vergessen, dass das abgesehen von den chinesischen Arbeitsbienen alles verwöhnte Milliardäre waren, die selbst kein Problem damit hatten, sich zulasten von Milliarden anderer aus dem Staub zu machen.
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Esoteriker sagten ja nicht nur den Weltuntergang für 2012 voraus, sondern auch, dass wir ab diesem Jahr eine höhere Bewusstseinsebene erreichen. Möge dies auch auf die Regisseure des Katastrophenfilms zutreffen.
So, das war jetzt ein Schreikind zuviel, Señor Spielbergo! Aber der Reihe nach, denn es gibt auch etwas Gutes zu berichten. Das lässt sich schnell noch abhandeln, bevor ich mich dann über die missglückten Charaktere auslasse. Spielberg zeigt sogar in diesem sehr schlechten Film, dass er es eigentlich immer noch drauf hat. Zu anfangs jedenfalls. Die wirklich schön zu nennenden Kamerafahrten, wie auch die ungewöhnlichen Kamerablickwinkel, wenn z. B. durch ein Fenster gefilmt wird oder durch eine Handkamera, sind lobenswert und geben dem Film einen visuellen Stil, den ein gewisser anderer Regisseur vermissen lässt. Wenn man bedenkt, dass dessen Film am folgenden Tag lief, kann man im Direktvergleich feststellen, dass er von Spielberg an jeder Straßenecke gedemütigt wird. 4 Jahre später - nicht mal kopieren kann er!
Die US-Army darf diesmal nicht den Hero stellen, das ist durchaus als Abweichung von der Norm zu begrüßen.
Das alles zusammengenommen dürfte für eine Wertung im mittleren Bereich sorgen (eine höhere schließe ich in diesem Genre einfach mal aus, solange jemand nicht endlich mal den Mumm für ein konsequentes Ende hat, d. h. alle tot und kein Irgendwie-doch-Happy-End). DOCH...
...jetzt zurück auf Anfang. Ich habe seltenst (vielleicht sogar nie?) hassenswertere Protagonisten erlebt, als wie diese hier. Es ist ja nicht schlimm in einem Film den ein oder anderen Unsympathen auftreten zu lassen. Das Schlimme ist, dass diese Familie des Grauens in Spielbergs realitätsfernen Gedankenwelt die Sympathieträger sein sollen. Das fängt mit dem klugscheißerischen Schreikind an, geht über den selbstherrlichen Sohn (verblödet noch dazu: Die US-Armisten werden niedergemetzelt und er will unbedingt dabei sein) bis hin zum feigen und minderbemittelten Vater. Ich möchte sie alle einfach nur schlagen. Permanent. Das ist eine denkbar schlechte Voraussetzung für den Film. Muss man erwähnen, dass diese kaputten Typen schließlich in eine glückliche Familie finden? Dies ruiniert den ganzen Film, samt seiner fortschrittlichen Ansätze. So bleibt auch dieser Film nicht mehr als ein schnöder "Familientrottel-kriegt-seine-Familienprobleme-nicht-in-den-Griff-dann-aber-doch-Film" im Gewand eines Katastrophenfilms.
Machen wir uns nichts vor, seinen Kinder- bzw. Familienfetisch hat Spielberg seit jeher in seinen Filmen ausgelebt; aber seit diesem Film muss man sich ernsthaft sorgen um ihn machen.
David Niven: Top; der große Belmondo: Flop.
Dazwischen einige humorige Passagen, die aber auch gelegentlich an den Naturgesetzen scheitern und ein ausgeklügelter Plan zur Ergreifung der Millionenbeute, bei dem sich verschiedene Parteien unwissentlich in die Quere kommen. Ist der Anfang noch etwas zäh, entwickelt sich der Film sobald es richtig los geht und gibt dann bis zum Schluss Gas.
"Der König der Löwen" - das Meisterwerk unter den Meisterwerken der meisterlichen Disney-Film - gar nicht mal so gut. Die Geschichte ist zumindest eine, die sich noch mal zu erzählen lohnt. Aber dann geht es bergab. Sind Disney-Filme ja schon immer bekannt für extremen Gesang bekannt gewesen, gerät dieser hier zum Musical. Gefühlt alle 5 Minuten wird uns ein Gute-Laune-Song entgegen geschmettert. Diese bremsen hier allerdings die Handlung aus, anstatt sie zu unterstreichen, wie etwa im Dschungelbuch. Da spiegelte sich noch die Lebenseinstellung wider (etwa in dem gemütlichen Lied von Baloo). Klar, der obligatorische Bösewichtsong ist dabei, aber das muss mittlerweile wirklich nicht mehr sein. Das Lied vom Elton John ist das einzig gute in dieser uninspirierten Sammlung.
In dieser Zeit scheint es auch angefangen zu haben, dass die hyperaktiven wie nutzlosen Sidekicks langsam die Leinwandpräsenz für sich eroberten. Und mögen die auch noch so nervig sein, so ist es doch fehlerhaft, dass sie so spät auftauchen. So hat man das Gefühl, dass sie nicht richtig dazu gehören (auch wenn sie off screen eine große Zeitspanne mit Simba verbringen, aber das wird ja schnell übersprungen).
Der Affe! Was für eine peinliche Gestalt! Ich hatte immer gedacht, der wäre seriös, aber was er abliefert macht ihn fast schon zum dritten nervenden Sidekick.
Der böse Onkel gibt auch nur einen mäßigen Hauptgegner ab, wenn auch mit ein paar guten Sprüchen gesegnet.
Zuletzt bleibt noch positiv zu vermerken, dass dieser Film noch in hochwertigem Zeichenstil schimmert, danach ging es ja rasant den Bach runter.
Durchaus unterhaltsam! Besonders glänzend ist Henry Hübchen in der Rolle des versoffenen und schmierigen Originalautors, der sich schnell und aufdringlich als Möchtegernagent mehr und mehr in das Leben des literarischen Hoffnungsträgers David Kern drängt. Dieser wandelt immer zwischen dem Hype um ihn und sein Buch und der Angst aufzufliegen. Dabei gelingt es, trotz der vielen komischen Begebenheiten rund um den Literaturbetrieb, auch etwas Dramatik am Ende aufzubauen, was ja auch der Geschichte entspricht, mit der er berühmt geworden ist. Dass allerdings der Betrug in solchen Filmen nie auffliegt, obwohl der vermeintliche Autor nicht in der Lage ist seine eigenen Texte flüssig zu lesen - sicher am Anfang könnte man das noch mit Lampenfieber wegerklären (nicht jedoch, dass er verschiedene Begrifflichkeiten, die er verwendet hat, offensichtlich nicht kennt) - das ist dann doch etwas zu dick aufgetragen. Am Schluss seine eigene Geschichte als Buch herauszubringen ist auch nur halbintelligent.
Damals in der "langen Büchereinacht" (für Kinder) wurde dieser Film gezeigt, nachdem ich bereits alle Aufgaben der Dschungelrallye "unerschrocken und hervorragend gemeistert" hatte (wie noch heute auf der Urkunde aus dem Jahre 1990 zu lesen ist) und aus dem gleichnamigen Buch gelesen wurde. Dabei konnten wir erstmals in Erfahrung bringen, wie sehr Filme von den Vorlagen abweichen können.
Die Idee vom an Luftballons hängendem und damit schwebenden Haus fand ich selbst für Pixar-Verhältnisse etwas zu dämlich. Jetzt fing der Film an und die ersten etwa 20 Minuten, die ein ganzes Leben umfassen, waren wirklich bewegend und mit Herz. Geht die Reise dann aber erstmal los, driftet der Film allzu schnell in die typische Comedyecke ab. Schade, denn einen ernsthaften Film hätte ich mehr zu schätzen gewusst. Diese ernsten Momente kommen dann vereinzelt auch noch mal im späteren Verlauf, bleiben aber rar. Irgendwie war mir auch das Ziel der Reise zu schwammig; er reist nach Südamerika, um dann da zu wohnen. Es fehlte irgendwie der symbolische Akt, der markiert, dass die Reise beendet ist, etwa in der Gestalt, dass er die Asche da verteilt hätte oder sowas. Etwas, wo man dann weiß, jetzt ist es geschafft.
Hatte ich noch die Hoffnung, dass die Sprachgeräte der Hunde darauf vorbereiten, dass es nicht ganz so klamauklastig wird, zerschlug sich diese als der Hund mit der Quäkstimme auftauchte. Wenn die ganze Bande dann noch in Flugzeugen unterwegs ist, hat der alte, verstaubte Geist der Animationsfilmkunst jüngeren Datums wieder vollständig die Regie übernommen.
Auch dass sich das Idol als wahnsinniger Irrer entpuppt, hätte ernster und besser aufbereitet werden können. Aber der Typ wird am Anfang kurz gezeigt und dann war`s das, so dass ich da kaum schockiert hätte sein können. Es war eigentlich egal.
Man kann also wenigstens festhalten, dass sich Pixar auf einem guten Weg befindet, aber das Ziel noch lange nicht erreicht hat.
Ach ja: Zeppeline finde ich immer gut.
Natürlich möchten Autor und Regisseur hiermit einen Beitrag zur Völkerverständigung leisten. Muss man dann noch erwähnen, dass ein Film unter diesem Leitstern langweilig und vorhersehbar wird? Der Opa fährt nach Polen, betreibt Sabotage, stellt dann aber fest, dass die Polen irgendwie doch ganz dufte Typen sind? Es wäre der größte Twist der Filmgeschichte, wenn der Opa nach Polen führe und dann (in einem deutschen (!) Film wohlgemerkt) feststellen würde, dass die Polen wirklich Asis wären. Trotz dieser Prämisse wöllte ich jedoch den Film nicht von Anfang an verloren geben. Es gibt ja unzählige geradlinige (vorhersehbare) Filme da draußen. Die Inszenierung muss jetzt sitzen! Sitzt aber nicht. Den Umschwung, also der Moment, in dem der Opa die polnische Familie als Freunde wahrnimmt, kommt bei mir kaum brauchbar an. Nur weil er mit der Ische draußen auf dem Balkon eine raucht und sich über dies oder jenes unterhält - das ist mir doch zu wenig und aufgesetzt. Der Humor zündet ebensowenig.
Nicht um sonst lässt der Titel vermuten, dass es zur Zeit der Handlung kräftig ostert. Ansätze von religiös motiviertem Kindesmissbrauch werden angepackt - und fallen gelassen. Heult das Kind laut auf, als der Priester sich über die Kreuzigung auslässt, wird dieses getröstet. Nicht thematisiert wird, dass dem Kind ab sofort die Schuld für diese Geschehnisse in die Schuhe geschoben wird. Stattdessen wird das Märchen von ewigem Leben und Himmel - in Bezug auf die verstorbene Mutter - ausgewalzt (Hölle wird vergessen). So trägt dieser Film die zweite große Botschaft vor sich her: Religion ist gut für alle! Das darf und muss auch der atheistische Opa lernen.