Ausnahmesituation

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Extraordinary Measures, US 2010

Ausnahmesituation - Poster
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Kritiker: 5.7 Community: 5.9 42 Bewertungen

Kinostart: 11.03.2010, Laufzeit 105 Minuten.

John Crowley ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, der seine Frau Aileen und seine drei Kinder über alles liebt. Eine amerikanische Familie wie aus dem Bilderbuch. Doch ihr Glück wird überschattet von der schweren Krankheit der beiden Jüngsten, Megan und Patrick, die an dem seltenen genetischen Defekt “Morbus Pompe” leiden. Als sich Megans Krankheitsverlauf dramatisch verschlechtert, vernachlässig… Mehr

Cast
Brendan Fraser, Harrison Ford, Keri Russell, Meredith Droeger, Sam Hall, Jared Harris Mehr
Regisseur
Tom Vaughan
Autor
Robert Nelson Jacobs
Genre
Drama

Kritiker — Film: Ausnahmesituation

José Garcia: Textezumfilm

5.0Geht so

Im Gegensatz etwa zu „Lorenzos Öl“ (George Miller, 1992), der von einem ähnlichen Kampf gegen eine heimtückische Krankheit erzählt, richtet „Ausnahmesituation“ sein besonderes Augenmerk auf die Beziehungen zwischen den zwei ungleichen Männern, dem Vater und dem Wissenschaftler. Schon die äußere Erscheinung macht den Unterschied deutlich: Tritt John in Anzug und Krawatte auf, so ist der Wissenschaftler stets mit Jeans und offenem Kragen gekleidet. Und bei seinen Forschungen hört er am liebsten überlaute Musik aus seiner Stereoanlage. Ihre verschiedenen Auffassungen zeigen sich aber auch in den Verhandlungen mit Geldgebern. Geht John auf die Bitten der potentiellen Kreditgeber mit Geschäftsplänen ein, so fühlt sich der exzentrische Forscher in seiner Freiheit eingeschränkt.

„Ausnahmesituation“ unterscheidet sich von „Lorenzos Öl“ aber auch durch seine recht plakative Bildsprache, die an manchen Stellen sogar auf dick aufgetragenes Pathos zurückgreift, so etwa bei einer Versammlung der Betroffenen am Sitz des Pharmaunternehmens. Die Kritik an einer Pharmaindustrie, die nur an der Entwicklung von profitablen Arzneimitteln interessiert ist, wird hingegen kaum angedeutet. Tom Vaughans Film konzentriert sich freilich vielmehr auf zwei uramerikanische Themen: auf die Bedeutung der Familie und auf den Kampf von zwei Männern gegen ein ganzes System. „Ausnahmesituation“ – und darin stimmt er mit George Millers „Lorenzos Öl“ überein – verdeutlicht letztendlich die Kraft der Liebe und der Hoffnung.

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Julia Teichmann: film-dienst Julia Teichmann: film-dienst

5.5Geht so

An dieser Stelle ist „Ausnahmesituation“ spannend, hätte zum Thriller werden können, der die profitorientierten Machenschaften von Pharmakonzernen bloßlegt. Allerdings fallen Crowleys emotionale Appelle selbst bei dem skrupellosesten aller Manager schließlich auf fruchtbaren Boden, und alles löst sich in Wohlgefallen auf. [...] „Ausnahmesituation“ ist gut gemeint und vermittelt eine hoffnungsvolle Botschaft. Visuell und stilistisch bleibt der Film aber hinter „Lorenzos Öl“ zurück. Das Pathos ist recht dick aufgetragen: die Sonne erleuchtet die lichten Hallen der Pharmafirma, während die Crowleys nebst betroffenen Familien an Manager und Wissenschaftler appellieren.

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Carrie Rickey: Philadelphia Inquierer Carrie Rickey: Philadelphia Inquierer

6.5Ganz gut

Mit einer sensibler ausgewählten Darsteller-Riege wäre der Film dramaturgisch vielleicht effektiver gewesen. Immerhin, auch besser zueinander passende Hauptdarsteller hätten die Frage nicht beantworten können, die im Zentrum des Film steht: Warum macht der wohlhabende Crowley auch noch einen riesigen Gewinn, wenn er seine für die eigenen Kinder gegründete Biotech-Firma am Ende an eine andere verkauft?

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Alle Kritiken (7)


Kommentare — Geht so 5.9

hulk 75

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Bewertung6.0Ganz gut

Ein Drama welches leider auf Tatsachen beruht.
Brendan Fraser versucht das Leben seiner totkranken Kindern zu retten.
Hilfe sucht er sich bei einen eigensinnigen Forscher gespielt von Harrison Ford
Eine außergewöhnliche Geschichte die durchschnittlich umgesetzt wurde.
Taschentuch ist Pflicht!!!

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

LMSMDK

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Bewertung7.0Sehenswert

Ausnahmesituation

Interessante Story, aber es hat mich weniger beührt als gedacht. In gewisser Weise enttäuscht mich der Film, auch wenn es auf einer wahren Begebenheit beruht.

Brendan Fraser sieht etwas fett aus oder kam mir das nur so vor?

Man kann ihn sich mal anschauen, aber auch nur wenn man Lust hat auf ein mittelmäßiges Drama.

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AylaView

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Bewertung6.0Ganz gut

Nicht zuletzt wegen seiner Bildsprache und des Scores schrappt der Film oft haarscharf am Kitsch vorbei. Und Brendan Fraser wirkt als harter Geschäftsmann und hilfloser Familienvater doch etwas überfordert, neben Harrison Ford sieht er alt aus - dabei sollte es doch umgekehrt sein. Wichtiges Thema über eine für mich bis dato unbekannte Krankheit, leider zu klischeehaft verpackt.

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