Dame König As Spion

Tinker Tailor Soldier Spy (2011), GB Laufzeit 127 Minuten, FSK 12, Thriller, Kinostart 02.02.2012


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7.5
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von Tomas Alfredson, mit Gary Oldman und Colin Firth

Dame König As Spion ist die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von John Le Carré, inszeniert vom Schweden Tomas Alfredson und in der Hauptrolle mit Gary Oldman, der für seine eindringlich-zurückgenommene Darstellung für den Oscar nominiert wurde.

England, 1973: Es gibt einen Doppelagenten im britischen Geheimdienst, der hochbrisante Informationen an die Russen verrät. Er ist einer der 4 Männer direkt an der Spitze des “Zirkus“ (der Name des MI5 in Dame König As Spion). Dies ist die Ausgangssituation von Tomas Alfredsons Adaption von John le Carrés gefeiertem Spionageroman Dame König As Spion (OT: Tinker Tailor Soldier Spy). Um den Doppelagenten ausfindig zu machen, wird Meisterspion George Smiley (Gary Oldman) aus dem Ruhestand geholt. Der zurückhaltende, melancholische Agent macht sich daran, analytisch die Spuren des Maulwurfs zu verfolgen, und sich damit direkt mit seinem russischen Kontrahenten ‘Karla’ zu messen, dem er vor vielen Jahren einmal begegnet war. Doch Karla kennt die Schwäche von Smiley.

Hintergrund & Infos zu Dame König As Spion
Mit einer absoluten Traumbesetzung knüpft Dame König As Spion an die Tradition des gepflegten Agentenfilmes der 1960er und 1970er Jahre an, die mit Filmen wie Der Spion, der aus der Kälte kam (ebenfalls von John le Carré) und Ipcress – Streng geheim ihre Höhepunkte fand. Neben Gary Oldman dürfen sich u.a Colin Firth, Tom Hardy, Mark Strong, John Hurt und Benedict Cumberbatch (Sherlock: Ein Fall von Pink) in verrauchten Büros und grauen Anzügen gegenseitig ausspionieren.

John le Carrés Roman Dame König As Spion wurde schon einmal als fünfteilige Miniserie verfilmt. In der früheren Fassung spielte die britische Schauspielinstitution Alec Guinness die Rolle des Smiley. Während Guiness epische 290 Minuten hatte, um den russischen Überläufer zu entlarven, muss sich Gary Oldman in Dame König As Spion mit knapp über zwei Stunden begnügen. Damit die Handlung trotzdem übersichtlich bleibt und nichts von ihrer dichten, atmosphärischen Paranoia verliert, wurde der schwedische Regisseur Tomas Alfredson verpflichtet, der mit So finster die Nacht vorführte, wie ein inspirierter Genrefilm auszusehen hat.

Bei einem Erfolg des Filmes sind auch Fortsetzungen nicht ausgeschlossen. Schließlich ist die Romanvorlage der Auftakt zu einer Trilogie rund um Smileys Jagd auf den russischen Agenten Karla, die neben Dame König As Spion (1974) aus The Honourable Schoolboy (1977) und Smiley’s People (1979) besteht. (KJ)

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  • Dame König As Spion - Bild 6167351
  • Der junge Agent Peter Guillam (Benedict Cumberbatch) mit seinem Chef George Smiley (Gary Oldman)
  • George Smiley (Gary Oldman)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kommentare (214) — Film: Dame König As Spion


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The_Comedian

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Bewertung7.0Sehenswert

Bitte nicht falsch verstehen! Das ist alles schön und gut mit der unterkühlten, fast klinischen Inszenierung, aber in Verbindung mit einer schnell durchschaubaren Geschichte, ergo minimierter Spannung, ergibt sich leider ein Loch, genannt "Längen". Apostrophiert an dieser Stelle, weil der ausgezeichnete Cast, für mich Allen voran Tom Hardy und Gary Oldman, diesen Umstand der Tristesse mehr als wettmachen! Intensives Spiel und exakt passende Dialoge waren notwendig, um das Ding als "sehenswert" einzupendeln. Mit positiver Tendenz.

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Frankie Dunn

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Tinker Tailor Soldier Spy" erinnert an Fincher's "Zodiac". So nah an der Realität und gleichzeitig so fesselnd war wohl selten ein Spionagefilm. Inszenierung, Story und Darstellern merkt man gleichermaßen an, wie sie sich bewusst zurücknehmen, um aus stilvoller Authentizität (tolle Ausstattung!) nicht simples Entertainment-Kino werden zu lassen. Insbesondere Gary Oldman nimmt sich mimisch massiv zurück und die Story - ohne zu viel zu verraten - ist ebenso unspektakulär. Wer auf nolan'sche Twists und hollywood'sche Gefühle wartet, kann lange warten. Regisseur Tomas Alfredson, von dem ich zum ersten Mal höre, zieht sein Konzept komplett durch. Das geschieht selten genug und verdient Applaus. Wer Polit-Thriller mag...wer "Wer trickst hier wen aus und was wird eigentlich gespielt?" Geschichten mag...wer auf übertrieben komplex-überraschende Wendungen und große Gefühle verzichten, aber dennoch einer Spionage-Story über 2 Stunden aufmerksam folgen und dabei jedes kleine Detail gierig aufschnappen kann, ohne sich von der Tatsache enttäuschen zu lassen, dass in diesen Details keine Hinweise auf übertriebene Twists oder Mindfucks stecken...ja, der wird an "Tinker Tailor Soldier Spy" seinen Spaß haben. Ich fand ihn ausgezeichnet, würde aber nicht wie bei Zodiac die Höchstnote auspacken. Dafür war ich dann letztendlich doch nicht genügend gefesselt von Story, Figuren, Darstellern und Inszenierung. Wenn man so will, ist das hier Zodiac's kleiner britischer Bruder. Von der Wirkung und den Anforderungen an den Zuschauer her ist er Filmen wie "Cosmopolis" (David Cronenberg) oder "The Master" (Paul Thomas Anderson) nicht unähnlich. Man merkt, wie viel Klasse in diesen Filmen steckt, aber es fällt schwer, sich dabei gut unterhalten zu fühlen. Man muss kämpfen, man muss mitdenken...um am Ende ernüchtert festzustellen, dass der große Knall ausbleibt. So ist das (Spionage-)Leben: Ernüchternd :)

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Ergänzend der treffende Kommentar aus dem Lexikon des Internationalen Films:

„Suggestive Verfilmung eines Romans von John Le Carré, der konsequent Helden- und Männlichkeitsbilder des Agentenfilm-Genres dekonstruiert. Vor dem tristen Szenario des Kalten Kriegs zeigt der listenreich, labyrinthisch und betont langsam entwickelte Film eine unglamouröse Welt der Spionage, in der Misstrauen und Undurchsichtigkeit regieren und das Politische und Professionelle auch privateste Beziehungen unterwandert, wobei Ideale und Loyalitäten auf der Strecke bleiben.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Dame,_K%C3%B6nig,_As,_Spion_(2011)#Kritik)

Edit: Aufwertung. 10.0. Der wird mit jedem Ansehen besser. Unglaublich. Wer nicht wenigstens während der letzten Minuten des Films Gänsehaut hatte, sollte ihn noch einmal ansehen. Diese Bildsprache ist der Wahnsinn. Wo kann ich mehr von diesem Regisseur finden?!

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craax

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Bewertung9.0Herausragend

Nachbemerkung nach einigen Tagen: Obwohl es mir offensichtlich nicht gelungen ist, den Leser zu meiner nach Weiterem intensivierten Sicht auf den mMn entscheidenden Gehalt des Films zu verlocken, muss ich gleichwohl den Text anstelle der wohl ansehnlicheren ersten Besprechung stehen lassen. Zu deren Zeit der (ersten) Kenntnisnahme war Smiley ein erfolgreicher Ranküne für mich, dem es gelang, seine Aufgabe zur Befriedigung des Sehinteresses des Zuschauers abzuschließen; nun, nachdem ich diese kleine Perle noch ein weiteres und noch einmal erkundet habe, dringe ich, meine ich, nicht nur tiefer, sondern bis an das verschlossene Wesen dieser undurchdringlichen Gestalt vor, und ja, die losen Enden schließen sich zusammen, und bilden ein Ganzes : und, selbst überrascht, stelle ich fest, dass ich diesen Mann so gesehen, sogar mit Bewunderung und Liebe betrachten könnte : und das ist ein Garant. Dieses kleine Werkwunder, nach hunderterlei Variationsstudien des Versagens und des Mißlingens und Widerlegung im bösen, oberflächlichen oder eigennützigen VERRAT, wagt sich schließlich über solche versuchs-ausschlußweise Einkreisung zunehmend an eine positive Formulierung und schließliche Definition von LOYALITÄT ; und sie gelingt ihm, im Nachhinein faßbar und glaubwürdig. Und das ist viel; und das fehlt kaum beachtet und gestreift in meinem ersten, womöglich agileren, auf noch zu viel Nebenfallen abgelenkten Text.
Bis demnach ein unwahrscheinliches Drittes? zurechtfinden mag, behauptet dennoch diese ungelenke schludderigere, aber kernnähere Auffassung also ihren Platz : er ist es ihm schuldig.
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Man ist versucht bei diesem Film, zu lange bei der Erzählung des Plots zu verweilen, der die narrative Story der äußeren Handlung verbirgt; denn diese Geschichte ist dermaßen randgefüllt mit Verdächten, Personen, Schauplätzen, Motiven, und Instruktionen /verschleiert, das man wirklich mehr als ein gutes Gedächtnis, Filmerfahrung, und also eigentlich drei Sichtungen braucht, bis man den verlorenen Überblick wieder zu einem fraktur'ten Einzelnen zusammensetzt. Trotzdem, aller Unübersichtlichkeit, verliert der Faden keinen Moment die Magie. Das liegt an dem wunderschönen eingegilbt-schalen sechziger-Jahre-Braunton der tristen Ölfarben-Türrahmen, kondens-stöckigen Einfachverglasungen, elefantösen Treppengeländer; Rollkragen und Druckmustertapeten bilden den perfekten Hintergrund für jede Menge auch emotions- & ausdrucklose Gesichtseindrücke.

Da geht natürlich undurchschaubar wie je nur ein Gary Oldman voran. Die rechte Hand des Chefs zuckt mit keiner Wimper, als der Überbord-beförderte Lotse 'Control' als MI6-Chef, im Abgang ohne jede Rückkopplung sein unbedingt ergebenes Folge-Boot im Abtreiben gleich mitversenkt hinabnimmt ; allein dieser kurze Augen-Spiegelreflex im unbewegten – und doch kochenden Aufruhr ist schon den Blick wert, was im Übrigen die Schauspielqualität von Dame König As Spion angeht /in deren chargierendem Zentrum natürlich Gary Oldman sein Gesicht hält (wobei man bedauern mag, dass demjenigen John Hurts nur so relativ wenig Raum eingeräumt wurde). Der Cast umfasst eh wenigstens die halbe Creme der erstklassig makellosen Nebenrollendarsteller, welche selten in einen eigenen Fokus rücken, und doch unverzichtbar viel Substanz und Colorit beitragen, und manchen Film veredeln ; viel der Echtheit, die hier versammelt ist, geht in den Film über, und verleiht ihm seinen unverwechselbaren Geschmack.

Und die Geschichte hinter der Geschichte? - ist vorhanden. Es geht also, in diversen schimmernden Reflexen, um die verräterische Natur des Menschen, die eingekreist wird. Oder um die Kehrseite : Loyalität – die bis zum Schluss, zum letzten Moment, fragil, und fraglich, bleibt. Zählen wir eine Liste auf : Smiley's Gesicht zuckt wirklich - das einzige Mal beruflich (das andere ist privat) - erbärmlich auf, als er auf Controls Verdächtigen-Schachbrett daheim – sein eigenes Konterfei, als Verdächtiger, entdecken muß („C“ schließt nichts aus). So seine Frau Ann : hat ihn verraten; nun jemand, dem er selbst unbedingt vertraut, er, der Loyalität gelernt hat am höchsten zu schätzen. Sein Helfer, der nun ihm vertraut, betrügt den Geheimdienst, indem er (im Archiv) ein wichtiges Protokoll besorgt. „Carla“, der Chef des gegnerischen Geheimdiensts, fliegt vor 20 Jahren, als Smiley ihm begegnet und auszuhorchen versucht /ohne eine Silbe zu erfahren: ...während der Nach-Stalin-Säuberungen in den vermeintlich festangenommenen eigenen Untergang ; aber er fliegt. Haydon :oder komplizieren wir's nicht: C. Firth's Rolle verrät Prideaux -Mark Strong's Rolle, obwohl sie ein tiefes Gefühl verbindet? Hat er das? (das „wissen“ wir nicht mal hinterher; kann sein, dass er auch so 'aufgeflogen' ist, denn nun setzt der „Maulwurf“ alles daran, ihn zu retten.- Prideaux's Motive, als er schließlich reinen Tisch macht, sind unklar: ist es Rache für das eigene Leid – oder bewahrende Liebe für den nun seinerseits Untergehenden? was soll die Träne? - ist das gerächte oder beglaubigte Liebe? - Irina, Agentin, entdeckt, das sie ehelich betrogen wurde – und verliebt sich, um der Gerechtigkeit willen, und vertraut, und wird geliebt, und kann nicht gerettet werden. Das größte Gaudi auf der MI6- Silvesterparty ist, wenn aus vollem Herzen die sowjetische Nationalhymne,- von einem verkleideten Lenin-Weihnachtsmann angekündigt, mit-geschmettert wird: wie hieß es zuvor : was die Verwechselungsgefahr der beiden Dienste angeht, bei denen nach Jahr und Tag wirklich niemand mehr weiß, wie sehr er im Grunde dem anderen austauschbar gleicht? Wir brechen die endlose List ab : Verrat lauert an jeder Ecke, und in jedem Herzen – und lange ist unklar, wo – wenn - wahre Loyalität zu finden wäre : aber es gibt sie. Es muss noch gesagt werden : nicht wenig Salz dieses Films entsteht dadurch, dass bis zur letzten Sekunde völlig unklar ist, ob der Hauptverdächtige – Gary Oldman's 'Smiley' – wirklich etwa nicht aber bestimmt aber wie warum nicht höchstwahrscheinlich der Hauptverdächtige ist. Was natürlich sich, trotz der Bestätigung, als falsche Spur herausstellen kann; denn wäre das nicht fein, wenn der Rehabilitierte nicht doch der wiederübergeordnete Intrigengärtner-Bock gemacht wäre? - aber jetzt übertreibe ich. Wir begnügen uns mit dem guten Gefühl, das 'Control' einen würdigen Nachfolger gefunden hat.

Was? Das soll 's schon gewesen sein? Das soll die >Geschichte hinter der Geschichte< darstellen? Die volle und ganze, und nichts- als die Wahrheit? - Ich gebe zu, das ist sie nicht. Noch nicht alles. Soll ich es Ihnen verraten? Aber ehrlich gesagt glaube ich : dass es mir am liebsten wäre, sie würden sich selbst darum bemühen, es herausfinden. Nur soviel : ich habe sehr wohl, einen genauen Verdacht. Es ist alles da. Aber ist es zu früh, es Ihnen mitzuteilen? 'Weiß nicht, ob ich Ihnen, hier bereits, vertrauen soll?
Solches Wissen ist nicht unbedenklich. Es scheint mir in Bezug auf das Glück, Ihr Glück, sogar relevant. Wem oder was sollen wir, wenn ja unbedingt, wenn verzichtbar aufhebbar, erkannt loyal sein? Ist das erkenntlich?

Ok, ich kann Sie nicht so stehenlassen. Kehren wir nochmal an den Anfang zurück, die entscheidende Sitzung mit Control, als er über /von Bord geht. Die Mitteilung, das Smiley ihn ungefragt begleiten werde. Wie reagiert Smiley? Wie reagierte Clara, als er nach Moskau, vermutlich als Verräter, zurückbeordert wurde?- er sagte keinen einzigen Ton.
Nun sehen Sie und folgen Sie, wie die anderen, den beiden mit den Blicken, als sie die Stockwerke hinunter und hinausgehen : da und davor steckt die Lösung drin : wirklich. In diesen Bilder, diesem Gang, die Stockwerke hinunter. Das will uns der Film mitteilen. Es geht nicht um Vertrauen, es geht nicht um Ergebenheit, es geht nicht um Würde im/oder Untergang, es geht nicht um Treue und Händchenhalten : es geht um Loyalität. Sie, und was sie ist, steht im Zentrum des Films, und drückt sich hier aus.
Noch ein Tipp : 'Ergebenheit>' ist etwas persönliches, zwischen Menschen; wie Vertrauen; Treue ist etwas Gutes für nicht unbedingt klug sein müssende Menschen, wie dagegen Smiley einer ist, ein sehr kluger sogar ; Smiley folgt nicht, wie ein Kretin oder treuer Hund, seinem (schon gar nicht bewunderten) Chef (obwohl er es vielleicht doch tut, heimlich).

LOYALITÄT ist etwas für kluge, und charakterlich starke, eigenständige Menschen; sie fragen nicht, ob, oder wann, sie auf der Gewinner - oder Verliererseite stehen; sie stehen auf der richtigen' -, das ist die einzige Frage, die sie sich stellen, und die für sie relevant ist; und die beantworten sie selbst,- an niemandes statt. Und haben sie geprüft und befunden : sind sie dort, wo sie sind. Und das ist selbstverständlich, und ihr Zentrum. Und dort sind sie, vielleicht auch als Einziges, verletzlich., wie durch Anne. Und wenn sie dann nicht Kretins, sondern Menschen sind, bringen sie vielleicht gar noch die Größe auf : unbedingt zu lieben, trotzdem, und zu verzeihen. Aber dazu steht uns kein Urteil an. Da können wir nur : uns von ferne beobachten : ob wir es vermöchten. Bis dahin : ist Loyalität (wenn man die fragliche Klugheit besitzt, das Richtige jedenfalls zu entlarven) schon mal ein gewisser Anfang.

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BrittaLeuchner

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Oh ja. Für mich ein sehr großer Film und in seinem Genre, mit wenigen Ausnahmen vielleicht noch, schon sehr einzigartig.


craax

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er wächst bei Bekanntschaft - immer ein gutes Zeichen. So richtig click hat's bei mir gemacht, als ich den Schlüssel zu Oldmans verschlossener, steinerner, die meiste Zeit über undurchsichtiger Rolle gefunden habe - aber das steht andeutungsweise oben (und im Vorredner-K. auf der Film-Seite). Bevor man den Kerl also nicht ins Herz schliesst - sollte man nicht aufgeben, und weitergraben. Davor ist es einfach nur ein sehr guter Thriller, in einem vermieden schön eingefärbtem ästhetischen Outfit - aber er ist mehr als das - er ist ein Film zum Liebhaben - und ein richtig knudelliger (???) dazu. Gerade, weil er so scharfkantig absolut dröge und kühlschränkig daherdiffundiert. Die Maske dahinter vor Oldmans Gesicht /zu seinem durchaus ja warmen-, auf jeden Fall klar-entschiedenen (&dadurch umso größeren, in solcher überallen Unentscheidbarkeit!) Innern muß fallen - dann (erst) hat der Betrachter 's geschafft! denn das ist ein ziemlich wilder und leidenschaftlicher Liebhaber - aber tief, und echt, und stoisch unverwirrt. So jemand, der einen Beweis liefert - und dem man von daher anders traut, als unbesehen - vielen - wie?

seit ich das begriffen hab, ist das für mich Oldmans vielsagendste dankbarste, schwierigste + ergiebigste, nachhaltige Rolle - und das will, bei dem Spektrum, was heißen!


piedro

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Bewertung6.5Ganz gut

Im letzten Drittel kommt richtig Spannung auf, jedoch war mir das Ende nicht überraschend genug. Trotzdem ein guter Film, bei dem man gut aufpassen muss.

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Vitellone

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Bewertung7.0Sehenswert

"Dame König As Spion" ist sicher kein Film, den man sich nach einem harten Arbeitstag zur Entspannung auf der Couch ansieht. Jeder Moment der Unachtsamkeit wird sofort bestraft, der Film fordert die volle Aufmerksamkeit und Konzentration des Zuschauers. Zeitsprünge und schnelle Szenenwechsel sorgen vor allem zu Beginn für leichte Verwirrung. Es dauert etwas, bis man herausfindet, um was es eigentlich geht und was der Film von einem will. Wenn man sich aber darauf einlässt bekommt man einiges geboten. Der Film spielt in den 70er Jahren und fängt die Atmosphäre des Kalten Krieges perfekt ein. Alles ist grau, düster und undurchsichtig. Man ist gefangen in diesem Szenario und bekommt dadurch einen Einblick in die Gefühlswelt der Charaktere. Die Schauspieler, allen voran Gary Oldman, liefern eine beeindruckende Performance. Oft sind es nur kleine Zeichen wie ein Blick oder eine Geste, die entscheidend für den Fortgang der Handlung sind. Die Inszenierung ist kühl und distanziert und liefert einen guten Eindruck von einer Welt, in der man Keinem vertrauen darf. Die Spannung wird bis zum Schluss hochgehalten und der Zuschauer wartet gespannt auf eine Auflösung, die etwas hinter den Erwartungen zurückbleibt.

Wer einen typischen Agentenfilm erwartet wird hier wohl enttäuscht. Wer bereit ist das nötige Maß an Aufmerksamkeit aufzubringen und sich auf den Film einzulassen wird mit einem atmosphärisch dichten, grandios gespielt und intelligent geschriebenen Thriller belohnt.

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NodiNeu

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Bewertung7.0Sehenswert

Wer hier einen Agenten-Actionfilm àla 007 erwartet wird sehr enttäuscht sein. "Dame, König, As, Spion" bewegt sich im realistischen Rahmen, weit weg von der glamorösen Welt eines James Bond. Die Bilder sind grau in grau, die beteiligten Personen blicken bedrückt drein und scheinen sowieso schon lange kein Sonnenlicht mehr gesehen zu haben. Hinzu kommt eine absolut sperrige Story die volle Aufmerksamkeit und Kombinierkönnen erfordert. Das mag nicht jedermanns Geschmack sein, die sich einen Film nur zum berieseln lassen anschauen. Das Setting ist sehr gut wiedergegeben worden, Gary Oldman in der Hauptrolle ist eine Wucht. Kurzum: ein sehr stiller Agentenfilm, das komplette Gegenstück zum krachigen Bond-Universum, aber nicht weniger interessant.

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DerTaubendetektiv

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich muss schon zugeben, dass "Dame König Ass Spion" kein Film für jede Gemütslage ist. Während ich, mit dem kleinen Info-Booklet der Blueray in der Hand, gespannt vor unserem Fernseher saß und versuchte den Namen der handelnden Personen und deren vielsagenden, doch stummen Blicken zu folgen, war meine Schwester binnen Minuten neben mir in den Schlaf gefallen. Wir hatten uns beide auf ein actionreichen Spionagethriller mit super Besetzung eingestellt und wurden hinsichtlich der erwarteten Atmosphäre natürlich überrascht. Von wegen Action - "Dame König Ass Spion" lebt von der bedrohlichen Ruhe, den stummen Kommunikationen und verblassenden Erinnerungen... Und meistert es auf seine Art souverän.
Allerdings wurde es auch mir irgendwann zu langatmig und "kitzelig" (ein Adjektiv, das irgendwie super auf mein Gefühl während des Film passen würde - einfach undefinierbar), es fehlte mir einfach an dem Höhepunkt, dem Spannungsbogen, der nochmal alles rausholte, die unerwartete Wendung, das gewisse Etwas, das mich vollkommen überzeugen konnte. Im Grunde genommen war der Film eine Karusellfahrt - schöne Grundstimmung, klasse Besetzung und passende Musik, doch irgendwann hört es einfach auf, ohne, dass irgendetwas Unerwartetes passiert war. Ich meine, ich erwarte keine Pyronale oder ein Szenario a lá Micheal Bay (bloß nicht!), aber ein wenig mehr Abwechslung zum Ende hätte es auch getan. Ich muss allerdings auch gestehen, dass ich noch nicht die Buchvorlage dazu gelesen habe. Vielleicht wäre meine Bewertung dann auch höher ausgefallen.

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howartwollowitz

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Bewertung7.5Sehenswert

Wenig Action. Das ist hier die stärke.
Ein super Film.
Spannend.

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based_god

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Gute Romanverfilmung.

Klar – Mit der Komplexität und Genialität des Buches kann diese Verfilmung nicht mithalten. Trotzdem aber kommen überraschend viele Details (Beispielsweise Prideauxs Oxford-Zeit) zur Sprache und auch das "grosse Ganze" weiss zu überzeugen. Ab und zu jedoch denke ich, dass gewisse Dinge ohne das Buch-Wissen für mich nicht ganz klar geworden wären. Einige Dinge müsste man als "Nur-Film-Schauer" halt so hin nehmen, wie sie sind, während sie im Buch ausführlich erklärt wurden. Die Schauspieler-Garde um Oldman, Cumberbatch, Hardy, Strong, Furth und Hurt versammelt grosse Teile der britischen Elite und lässt ein Charakter-Schauspiel der Superlative zu! Die kühlen Bilder, die angespannte Atmosphäre sowie das gute Drehbuch machen grossen Spass und transportieren gar die Aussage aus dem Buch, wonach der Geheimdienst weniger Schaden anrichten würde, wenn es ihn gar nicht gäbe, glaubwürdig. Klar ist das nichts für Action-Fans. Aber diese sollten bereits vom Wort "Le Carré"-Verfilmung abgeschreckt sein.

Äusserst sehenswert und als Buchverfilmung vielleicht sogar ein bisschen besser wie wenn der Film alleine stehen würde.

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Hate

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Bewertung7.5Sehenswert

Spröde inszeniertes Taktieren von Geheimdienstmitarbeiterin, welche sich durch die Komplexität des kalten Krieges winden, wo keine Gefühle oder Werte mehr zugelassen werden dürfen, sondern das reine Kalkül und die Kontrolle zur Maxime werden. Die Fragen des kalten Kriegs: Wie denken die anderen und wie bekommen wir sie dazu zu denken, was wir denken, dass sie denken... und haben wir eigentl. noch die Kontrolle, oder sie? Kalter Krieg wurde nie so ideal dargestellt, wie in diesem Film. Doch es war eine dunkle und triste Zeit - das kann nicht immer unterhalten und darunter leidet auch der Film. Bleibt man jedoch dran und schenkt ihm, trotz zu Beginn sicherlich vieler Fragezeichen, weiterhin die volle Aufmerksamkeit, dann wird man auch belohnt. Mit einem anspruchsvollen Meisterwerk, welches von genialen Verstrickungen und Verirrungen lebt, welche der Zuschauer selbst mit durchleben darf, woran sowohl die genialen Schauspieler (A-Riege der britischen Darstellerschaft) als auch die Kamera, welche uns immer wieder Botschaften übermittelt und den Blick der Darsteller fühlen lässt, schuldig sind. Großes Kino aus Großbritannien, welches moderne Spionagethriller des großen Bruders aus Übersee locker bezwingen kann. Vor allem weil er auch gar nicht versucht zu moralisieren oder ideologisch zu verklären, bei "Dame König As Spion" wird schnell klar, dass es keine gute oder richtige Seite gibt. Man muss sich nunmal für eine Seite entscheiden, heißt es später nur.

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cpt. chaos

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Bewertung4.0Uninteressant

Wer ist der Maulwurf? Das ist die alles entscheidende Frage, die "Dame, König, As, Spion" aufwirft und sich für die Antwort zwei Stunden Zeit nimmt!

Dem Unterfangen steht ein überaus vorzeigbarer Cast zur Seite (u.a. Gary Oldman, John Hurt, Tom Hardy, Colin Firth, Mark Strong), dem es unverständlicherweise nur ansatzweise gelingt, den gemächlich vorgetragenen Spionagethriller, der mitunter regelrecht einschläfernde Wirkung hat, zumindest ins Fahrwasser der durchschnittlichen Streifen zu lotsen. Nun gut, das mag sicherlich vorrangig der zähen Erzählweise mit ihren ständigen Rückblenden geschuldet sein, die verschärft darauf bedacht ist, dem Zuschauer ab und an lediglich kleine Häppchen zum Fraße vorzuwerfen, damit die Undurchsichtigkeit bis zum bitteren Ende gewahrt bleibt, um schließlich das Geheimnis weitestgehend unspektakulär zu lüften, dennoch sollte man von einer solchen Darstellerriege etwas mehr erwarten dürfen!

Da ich die komplexen Handlungsstränge, unter zeitweiliger Zuhilfenahme meines aufmerksamen Eheweibes, vollends verstanden habe, kann ich von einer Zweitsichtung getrost Abstand nehmen.

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Tyler-Durden

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Bewertung7.5Sehenswert

Da war ich schon etwas enttäuscht, dass die Auflösung so simpel war.

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Kill_Diether

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Dame König As Spion" baut eine kalte und harte Atmosphäre des Misstrauens auf. Ohne PiffPaffPeng-Äktschn, denn das sind Märchen vom kalten Krieg. Apropos kalter Krieg: darüber sollte der Betrachter einigermaßen Bescheid wissen, sonst bleibt der Film wahrscheinlich oberflächlich. Es gibt genug Zeit zum Überlegen, wer was wie und warum gemacht haben könnte. Einmal tief drin im Geschehen, gibt es auch schnelle, klare Antworten: Einer im Film fragt etwas, wobei er sich selbst direkt die Antwort darauf gibt, weil er die Logik dahinter versteht.
Großartig ist der stilvolle Soundtrack am Ende, zu finden auf den bekannten Videoportalen.

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jauchzenderjoachim

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"It was a good time back then. - It was a war, Connie."

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Co-Pilot

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Bewertung5.0Geht so

Ach du dickes Ei...
Man stelle sich folgendes Szenario vor:
Ein Kumpel empfiehlt dir (unter Alkohleinfluss) einen wohl richtig guten Film: "DER ist was für dich - suuuuperlustig!" Also losgegangen, die Videothek durchsucht, und Dame König As Spion ausgeliehen...

Nun 2Std später (gefühlte 4 Std) Dame König As Spion angesehen & den Kumpel angerufen und mal dezent nachgefragt was denn an dem Kopfsprenger so toll sei??? Lösung - Er hatte sich vertan und meinte eigentlich Bube, Dame, König, Gras...

Tja, dumm gelaufen für mich :(
Zum Film ansich kann ich sagen (da ich ihn nun ja unter völlig falschen Erwartungen angeschaut habe): Zu heftig. Habe mir inzwischen mal andere Komments durchgelesen und bin gleicher Meinung wie der Großteil der anderen Member;
Schwere Kost, kopflastig, schwergängig und anspruchsvoll. Aber dennoch fesselnd und spannend(!) Allerdings sage ich auch - es stimmt, man sollte sich den Film 2mal (mindestens) ansehen wenn man komplett durchsteigen will. Man bekommt es auch so gebacken, aber ein entspannter Filmabend ist schon irgendwo anders... Ich fand Dame König As Spion jetzt auch nicht sooo dolle dass ich ihn mir unbedingt nochmal angucken muss. Dafür gibts dann doch noch zuviele andere gute FIlme :)

Fazit:
Neutral gestartet mit 5,0 Punkten geht Dame König As Spion mit schwer bewertbaren, anspruchsvollen & leider dadurch auch teils langweiligen 5,0 Punkten in the books.
*Muss man nicht gesehen haben*

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HelloKitty1989

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Hast du denn mittlerweile "Bube Dame König Gras" gesehen? :-D Musste, als ich eben den Titel hier gelesen habe, auch daran denken, dass die beiden Titel doch sehr ähnlich sind...


Copper

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Bewertung7.5Sehenswert

Schwer. Sehr schwer. Nicht nur der Film, auch die Bewertung von diesem.
Die Darstellerriege ist TOP. Die Story interessant und man merkt, dass einen der Job als Spion schizophren macht.
Der Film verzichtet auf Action und wenn (kann man die Szene im Cafe so nennen?) ist es ruhige Action.
Anderseits zieht sich der Film und verlangt Aufmerksamkeit und ist nichts, was man nebenbei konsumiert.
Da ich jetzt mal wieder ne Phase habe, diesmal die Spionagefilme abgesehen vom Bond, war er mit auf dem Programm und ich bereue es nicht.
Meine Lieblinszene in dem Film, der Agent (Mark Strong) sitzt im Wohnwagen und "verjagt" den Jungen, welchen er eigentlich Richtung Agenten ausbilden wollte und meint, er soll sich anpassen und ein normales Leben führen.

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Floradys

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Sehr schöne Rezension!
Es ist halt kein Film für "mal so nebenbei".


DerBaertige

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Gar nicht mal so verkopft, wie hier oft behauptet wird. Langsam und geschickt baut Dame König As Spion eine Spannung auf, die den Zuschauer spätestens im Mittelteil ganz in ihren Bann zieht und bis zum Schluss nicht nachlässt. Die Handlung ist dabei komplex, aber jederzeit nachvollziehbar. Besonders hervorzuheben ist natürlich der grandiose Cast, hier ist wirklich die kleinste Nebenrolle perfekt besetzt. Alles in Allem ein kleines Meisterwerk.

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icebo3rg

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Bewertung4.0Uninteressant

Dame, König, As, naja...Mau...

Als großer Fan von Gary Oldman und mit dem Wissen, dass auch die Academy sich für den Streifen interessiert, war die Vorfreude groß...allerdings genauso die Enttäuschung. Für die Story kann der Film ja selbst nichts, jedoch muss man wirklich ein Freund von britischen Krimi-Romanen sein und darüber hinaus noch ein höchst interessierter Geschichtsfan der Zeit des kalten Krieges, um hier unterhalten zu werden. Die Problematik wurde zwar großartig dargestellt und auch die optische Stilistik der 70er Jahre ist überaus ansprechend, aber die unzähligen Figuren, welche in einem gigantischen Netz aus Informationen, Täuschungen und Intrigen agieren erschließen sich wahrscheinlich nur den wenigsten Zuschauern. Auch die finale Auflösung des "Schein-und-Sein"-Spiels hinterlässt immense Ernüchterung.

Hier wird kein Stich gemacht. 4/10

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A-Wax

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Atmosphärisch dichter und vor allem hochkomplexer Agententhriller mit tollen Darstellern.

Wow, das ist mal eine Story. Der Begriff "komplex" beschreibt es nicht treffend genug. Man MUSS extrem aufpassen um der Handlung mit einem ganzen Haufen an Personen und Verstrickungen noch folgen zu können. Allerdings mag ich genau solche Filme. Was ich ebenfalls sehr mag ist die zurückgenommene Inszenierung die hier gewählt wurde. Man kann den Film als tiefgründigen Gegenentwurf zu unseren Freunden James Bond und Jason Bourne ansehen. Er zeigt das Dasein als Agent in wahrscheinlich sehr viel realistischerer Art und Weise.

Ein weiterer großer Pluspunk von "Dame, König, Ass, Spion" ist die tolle Darstellerriege. Gary Oldman, Colin Firth, John Hurt, Benedict Cumberbatch und Tom Hardy, das ist doch mal ein Wort. Das schöne daran, alle rufen ihr Talent auch wirklich ab und wissen zu gefallen. Trotzdem stechen für mich zwei heraus. Zum einen Benedict Cumberbatch und vor allem Gary Oldman. Cumberbatch halte nicht nur ich für ein großes Schauspieltalent und zu Gary Oldman muss ich nicht mehr viel sagen.

Natürlich wird nicht jedem die gemächliche Inszenierung und vor allem die hochkomplexe Story gefallen, wer aber genau auf solche Filme ohne die übliche Krawumm-Action steht, der wird mir diesem anspruchsvollen Agententhriller seine Freude haben.

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metal1bob

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Bewertung3.0Schwach

Ich mag anspruchsvolle Filme sehr gerne, ich mag es, mitzudenken und auf Details zu achten. "Dame König As Spion" aber übertreibt es bei aller Liebe maßlos. Von Anfang an verknotet der überkomplexe Plot mit zahllosen Figuren, Details, Hinweisen und Zeitsprüngen ein mittelklassiges Menschenhirn hilflos, die extrem träge und unkonventionelle Erzählweise tut sein Übriges zum schweren Verständnis des Gezeigten bei. Fast nie wusste ich, wer da auf dem Bildschirm zu sehen ist und warum diese Charaktere machen und sagen was sie machen und sagen.
Der Mut des Regisseurs, komplett auf gewöhnliche Spannung und Emotionalität zu verzichten, ist natürlich aller Ehren wert. Ich kann auch sehr gut verstehen, warum man diesen Film in den Himmel lobt, noch besser verstehen kann ich aber, wenn man sich auch als Arthouse-Zugeneigter von ganzem Herzen langweilt. Der Cast ist natürlich 1a, bessere Schauspieler in dieser Masse und Klasse in einem Film bekommt man ganz ganz selten. Hilft mir aber auch nix, wenn das Endprodukt dermaßen zäh und speziell ist. Nur für wenige ein Genuss.

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metal1bob

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Gut möglich, dass ich es irgendwann noch mal versuche. Dass da wahnsinnig Potential drin steckt, hab ich auf jeden Fall auch gemerkt. Story durchlesen und nochmal schauen, das klingt nach einem recht guten Plan bei dieser harten Nuss :)


MaxN91

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Ich hab den Film mittlerweile 3 mal gesehen und fand ihn bei jeder Sichtung besser und besser. Einfach was ganz besonderes :)



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