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Dame König As Spion

Tinker Tailor Soldier Spy (2011), GB Laufzeit 127 Minuten, FSK 12, Thriller, Kinostart 02.02.2012


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7.5
Kritiker
47 Bewertungen
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6.7
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4825 Bewertungen
240 Kommentare
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von Tomas Alfredson, mit Gary Oldman und Colin Firth

Dame König As Spion ist die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von John Le Carré, inszeniert vom Schweden Tomas Alfredson und in der Hauptrolle mit Gary Oldman, der für seine eindringlich-zurückgenommene Darstellung für den Oscar nominiert wurde.

England, 1973: Es gibt einen Doppelagenten im britischen Geheimdienst, der hochbrisante Informationen an die Russen verrät. Er ist einer der 4 Männer direkt an der Spitze des “Zirkus“ (der Name des MI5 in Dame König As Spion). Dies ist die Ausgangssituation von Tomas Alfredsons Adaption von John le Carrés gefeiertem Spionageroman Dame König As Spion (OT: Tinker Tailor Soldier Spy). Um den Doppelagenten ausfindig zu machen, wird Meisterspion George Smiley (Gary Oldman) aus dem Ruhestand geholt. Der zurückhaltende, melancholische Agent macht sich daran, analytisch die Spuren des Maulwurfs zu verfolgen, und sich damit direkt mit seinem russischen Kontrahenten ‘Karla’ zu messen, dem er vor vielen Jahren einmal begegnet war. Doch Karla kennt die Schwäche von Smiley.

Hintergrund & Infos zu Dame König As Spion
Mit einer absoluten Traumbesetzung knüpft Dame König As Spion an die Tradition des gepflegten Agentenfilmes der 1960er und 1970er Jahre an, die mit Filmen wie Der Spion, der aus der Kälte kam (ebenfalls von John le Carré) und Ipcress – Streng geheim ihre Höhepunkte fand. Neben Gary Oldman dürfen sich u.a Colin Firth, Tom Hardy, Mark Strong, John Hurt und Benedict Cumberbatch (Sherlock: Ein Fall von Pink) in verrauchten Büros und grauen Anzügen gegenseitig ausspionieren.

John le Carrés Roman Dame König As Spion wurde schon einmal als fünfteilige Miniserie verfilmt. In der früheren Fassung spielte die britische Schauspielinstitution Alec Guinness die Rolle des Smiley. Während Guiness epische 290 Minuten hatte, um den russischen Überläufer zu entlarven, muss sich Gary Oldman in Dame König As Spion mit knapp über zwei Stunden begnügen. Damit die Handlung trotzdem übersichtlich bleibt und nichts von ihrer dichten, atmosphärischen Paranoia verliert, wurde der schwedische Regisseur Tomas Alfredson verpflichtet, der mit So finster die Nacht vorführte, wie ein inspirierter Genrefilm auszusehen hat.

Bei einem Erfolg des Filmes sind auch Fortsetzungen nicht ausgeschlossen. Schließlich ist die Romanvorlage der Auftakt zu einer Trilogie rund um Smileys Jagd auf den russischen Agenten Karla, die neben Dame König As Spion (1974) aus The Honourable Schoolboy (1977) und Smiley’s People (1979) besteht. (KJ)

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  • Agent Jim Prideaux (Mark Strong) in Budapest
  • Männer Ihrer Majestät: Percy Alleline / Codename: As (Toby Jones), Toby Esterhase / Codename: Bube (David Dencik), Roy Bland / Codename: Dame (Ciarán Hinds) und Bill Haydon / Codename: König (Colin Firth)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (30) — Film: Dame König As Spion

stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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10.0Herausragend

[...] Jede kleinste Geste, jeder kurze Blick könnte etwas bedeuten. Die durch und durch komplexe Handlung ist ebenfalls ein Faktor, der den Film großräumig erscheinen lässt und jede Unachtsamkeit von Seiten des Publikums kann die Verständlichkeit des Films stören. Doch die bedingungslose Aufmerksamkeit lohnt sich wirklich. „Dame, König, As, Spion“ entwirft eine solch realistische, fesselnde und authentische Welt, wie sie nur selten in Werken rund um Spione und Geheimdienste zu sehen war. Der filmische Umgang mit den Figuren verfestigt diese Wirkung. Echte Helden gibt es hier nicht. Die Taten der Agenten sind meist triste, spröde Geschehnisse jenseits von astralem, heroischem Ruhm. Regisseur Alfredson zeigt uns die Bürokratie der Geheimnisse und die findet nicht nur in schmutzigen Hinterzimmern mit ominösen Schattenmännern statt, sondern auch auf, bzw. hinter den Schreibtischen landestreuer, meist älterer Herren.

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stuforcedyou

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Ich kam mit meinem einfachen Schulwissen zum Thema ganz gut zu recht


Kill_Diether

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ja das reicht auch völlig für den Film, doch es gibt (nicht wenige), die keinen blassen Schimmer haben, was der Begriff "Kalter Krieg" bedeutet.


SoulReaver: CinemaForever, D3M

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8.0Ausgezeichnet

Meisterwerk.

16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 17 Antworten

Sonse

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Das sind noch Geheimratsecken? ;)


SoulReaver

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In unausweichlicher Erotik! :)


Corsovilla: SchönerDenken

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9.0Herausragend

Glänzende Schauspieler auf düsterer Bühne: Ein aus der Zeit gefallener Film: Diese Geschichte aus dem Herzen des Kalten Krieges passt nicht mehr zu unserer politischen Gegenwart. Sehr mutig also von Regisseur Tomas Alfredson (bekannt durch “So finster die Nacht”), 2012 den Stoff neu zu präsentieren, dessen Verfilmung 1979 mit Alec Guiness bei vielen Kultstatus genießt. Die Komprimierung des Stoffes auf Spielfilmlänge ist auch für die Zuschauer eine Herausforderung, vor allem bei Auflösung am Ende werden nicht nur die Unaufmerksamen abgehängt. Auf der anderen Seite ist der Film von der ersten bis zur letzten Szene ein Genuß in Sachen Produktionsdesign, Kamera und Schnitt. Vor allem ist der Film eine Bühne für exzellente Schauspieler: Im hochkarätigen Cast stechen drei Männer noch hervor: Mark Strong, der zeigt wieviel mehr er kann als Mainstreambösewichter darzustellen. Gary Oldman, der als Smiley die Kunst des Underplaying vervollkommnet und sehr beindruckend: Nachwuchsstar Benedict Cumberbatch (bekannt als “Sherlock”). (Mehr im Podcast)

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Julio Sacchi: Das Manifest

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8.0Ausgezeichnet

Zugegeben: Alfredson macht es dem Zuschauer nicht leicht. Die akkurate Darstellung von Geheimdienstlern der 70er als schweigsame Beamte in einem müden und freudlosen Alltag verlangt vor allem in der ersten Stunde einiges an Geduld. Doch was der hochtalentierte Regisseur genauso präzise auf die Leinwand bringt, ist die Grundstimmung des Kalten Krieges - das Mißtrauen, die Mißgunst, die Angst. Die totale Entmenschlichung spiegelt sich in tragischen Verlusten, die Alfredson klug, aber nicht kalt, auf Nebenschauplätzen abhandelt. Doch ganz im Regen stehen lassen will er uns glücklicherweise doch nicht und schenkt uns die schönste Coda der jüngeren Filmgeschichte.

10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

der cineast

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:)


Flibbo: Wie ist der Film?

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7.0Sehenswert

[...] Das Hauptaugenmerk allerdings liegt auf Gary Oldman („The Dark Knight“) als George Smiley. Er ist so kühl, dass es fast schon unheimlich ist. Erst bei genauerer Betrachtung wird die Anstrengung des Unterspielens sichtbar. Oldman geht mit eiserner Disziplin ganz in seiner Rolle auf und schafft es, mit minimalen Gesten eine starke Ausstrahlung aus in jahrelangem Training verdrängten Emotionen zu entfalten. Der politische Hintergrund der Geschichte wird weitestgehend ausgeklammert, um sich ganz auf die Spannungen zwischen den Figuren zu konzentrieren, die alle auf ihre jeweils eigene Art leiden. Und hier offenbaren sich die Knackpunkte von „Dame, König, As, Spion“: Es sind einfach zu viele Figuren, um sich emotional auf die unter rauer Oberfläche verborgenen Konflikte einzulassen und gleichzeitig in der fies verschachtelt erzählten Geschichte den Überblick zu behalten. [...]

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Filmering: Filmering.at

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8.0Ausgezeichnet

Dame König As Spion ist ein ruhig erzähltes, stilsicher inszeniertes und famos gespieltes Spionage-Drama. Besonders herausragend ist die präzise Schilderung einer Zeit der Paranoia und die einnehmende Erzählstruktur. Obwohl der Film darauf verzichtet den realistischen Ansatz für einen schnellen Thrill zu opfern, gibt es immer wieder ganz besondere Szenen in denen der Film auf bodenständige Art und Weise für Spannung sorgt. Besonders überzeugend sind auch die hochkarätigen Darsteller, angeführt von einem Gary Oldman in absoluter Bestform. Insgesamt gesehen fehlt es dem Film vielleicht an den ganz großen Szenen an die man sich immer wieder erinnern kann, aber dafür wird man mit einem einnehmenden Erzählfluss entschädigt, der es auf subtile Weise schafft das Publikum durch die Geschichte zu führen.

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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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8.0Ausgezeichnet

Für le Carrés treue Leser ist dieser visuell so meisterhaft gestaltete Thriller die perfekte Fototapete zum Roman, für alle anderen bleibt Dame König As Spion ein einziges Rätsel. Man ist ein wenig geschüttelt, aber nicht gerührt.

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Lars Tuncay: Filmtabs, Intro Lars Tuncay: Filmtabs, Intro

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8.5Ausgezeichnet

Was für ein gelungenes Vermächtnis und was für ein Glücksfall für Freunde des anspruchsvollen Kinos.

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M. Semenowicz: Filmszene.de M. Semenowicz: Filmszene.de

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8.0Ausgezeichnet

Es kostet sehr viel Aufmerksamkeit, der Handlung von Dame König As Spion zu folgen und auch am Ende ist man nicht sicher, ob man jetzt alles richtig dechiffriert hat. [...] Dame König As Spion ist dennoch ein intelligenter, visuell und schauspielerisch überzeugender Film.

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Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,... Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,...

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8.0Ausgezeichnet

Das Drehbuch von Bridget O’Connor und Peter Straughan ist ein Meisterstück ökonomischer Exposition. Bei aller Verdichtung verliert Tomas Alfredsons Regie den atmosphärischen Detailreichtum der Vorlage nie aus den Augen.

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Katja Nicodemus: NDR Katja Nicodemus: NDR

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9.0Herausragend

Dame König As Spion bietet großartige Schauspieler, großartige Ausstattung, das Kolorit einer Zeit - das ist mehr als man gemeinhin von einem Thriller erwarten kann.

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Walli Müller: br-online, NDR Walli Müller: br-online, NDR

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8.0Ausgezeichnet

Der schwedische Regisseur [Tomas Alfredson] bringt einen ganz eigenen Stil in das altbewährte Genre ein und kann sich auf die markanten Gesichter seines Star-Ensembles verlassen. Ein Fest für Fans des guten alten Agenten-Thrillers.

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neon: pixelmonsters.de neon: pixelmonsters.de

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7.0Sehenswert

Stilsicher steuert Tomas Alfredson seine Protagonisten durch die tristen 70er. Raffiniert dennoch etwas spannungsarm inszeniert.

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José Garcia: Textezumfilm

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8.0Ausgezeichnet

Der komplexe Spionagethriller schreitet zwar bei allen Orts- und Zeitebenenwechseln in einem langsamen Tempo voran, bleibt aber von Anfang an atmosphärisch dicht und spannend. Alfredsons Film fordert allerdings dem Zuschauer einiges an Konzentration ab. So erkennt er beispielsweise die Rückblenden teilweise lediglich an Smileys Brille: In den Rückblenden trägt er eine Anfang der siebziger Jahre als antiquiert geltende Fassung, die er irgendwann einmal durch eine dieser großen Brillenfassungen ersetzte, die in den beginnenden Siebzigern in Mode kamen. Detailverliebtheit zeichnet das beeindruckende Produktionsdesign von Maria Djurkovic aus. Dazu gehören sowohl kleine Objekte wie ein Feuerzeug, das zu einem für die Handlung wichtigen Puzzlestück wird, als auch die Interieurs, in denen sich meistens die Handlung von „Dame König As Spion“ abspielt und die teilweise eine klaustrophobische, zur Spionage-Welt passende Wirkung entfalten. Diese Schauplätze werden im Stil klassischer Spionagefilme, etwa mit effektvollen Zooms und parallel geschnittenen Halbszenen, von Kameramann Hoyte van Hoytema hervorragend fotografiert. Der intelligente Schnitt von Dino Jonsätr trägt nicht nur zum Erzählrhythmus, sondern auch zur Spannung wesentlich bei, sinnvoll unterstützt vom Soundtrack Alberto Iglesias'.

Zu den Stärken von Alfredsons Film gehört indes auch der Minimalismus der erstklassigen Darsteller, allen voran Gary Oldmans, der für diese Rolle für den diesjährigen Oscar nominiert wurde. Mit kleinen Gesten erzielen sie große Wirkung, weil ihr zurückgenommenes Spiel die Empfindungen und das allgegenwärtige Misstrauen der Akteure ausdrückt und dadurch einen Einblick hinter die Kulissen der hermetisch abgeriegelten Geheimdienst-Welt gewährt.

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erik-weber

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Das du das mit dem Brillenwechsel erkannt hast ist fantastisch :) ...Ich hab die Rüchblenden auch erkannt aber nicht daran.


goodspeed: ANIch / UFA Fiction / OLOsBLOG

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9.0Herausragend

Völlig unbedarft, ohne das Buch von John le Carré noch die BBC-Verfilmung zu kennen, eröffnete sich mir ein Film, dessen entschleunigte Oberfläche wie Balsam auf der gereizten Cineastenhaut wirkt. Alte Männer spielen Kalter Krieg fernab von Agentenklischees und Actionszenen. Darunter offenbart sich eine der verschachtelsten und forderndsten Erzählungen seit langem. Man wird von Informationen nahezu erschlagen, reiht im Kopf A an B und versucht mit dem Film Schritt zu halten. Wie in seinem Meisterwerk "So finster die Nacht" beweist Regisseur Alfredson auch in "Dame, King, As, Spion", dass er den eisigsten Szenarien einen Funken zwischenmenschliche Wärme und Romantik abringen kann, selbst dem Kalten Krieg. "Drei Tage des Condor" trifft auf "Die üblichen Verdächtigen" mit einem Starensemble, dass mit Blicken statt mit Worten dem Zuschauer zusetzt und die Suspense greifbar werden lässt.

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Sven Lohmann: Schnitt Sven Lohmann: Schnitt

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9.0Herausragend

Wahnsinnig persönlich oder emotional mitreißend ist Dame, König, As, Spion nicht, nein. Aber: Filme wie dieser, die so konzentriert und geradlinig zur Sache kommen, und dann auch noch mit größter Schlichtheit, sind durchaus eine Seltenheit.

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Gaby Sikorski: Programmkino Gaby Sikorski: Programmkino

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8.5Ausgezeichnet

Ein toller Film!

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TheCorey: MovieMaze

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6.0Ganz gut

Technisch sieht das zwar alles ganz schick aus, aber eine nette Kameraführung und ein gefälliges Set Design trösten nicht darüber hinweg, dass DAME, KÖNIG, AS, SPION die Tuchfühlung mit seinem literarischen Material fehlt. Die Vielzahl der eindimensionalen Figuren sind in Kombination mit der unspannenden und durchgehetzten Spionage-Handlung somit zum Scheitern verurteilt. Infolgedessen kann Alfredsons Film lediglich als stilistische Fingerübung überzeugen, doch auch die hübscheste Bühne produziert kein Meisterstück, wenn die Handlung falsch strukturiert und von unterforderten Schauspielern vorgetragen wird.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

BuzzG: filmfutter.com, kino-zeit.d...

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8.5Ausgezeichnet

Tomas Alfredson hat John le Carrés Roman in einen inspirierten, aber nicht inspirierenden Film umgewandelt. Zumindest nicht inspirierend, was das eigene Leben angeht.

Gelegentlich muss man sich aber auch einfach mit den unbequemen Schattenseiten auseinandersetzen.
Nicht jede Geschichte kann das Schöne und Positive feiern.

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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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9.0Herausragend

[...] Kaum ein Film des Genres entwarf bislang ein derart faszinierend zermürbendes Berufsbild, mit der Romantisierung eines James Bond haben die Agenten von le Carré nichts gemein. Sie sind gebrochene Seelen, ohne Identität und soziale Verbindung, auf ewig verloren im endlos trägen Gewerbe des Geheimdienstes. In der Beobachtung des Milieus erweist sich Alfredson bei seiner Umsetzung als Meister der Zwischentöne. Bis zur Beklemmung verdichtet er die Anordnung der Figuren und komprimiert stückweise ihre Bewegungsräume. In einer ausdauernd von Subtilität und Detailreichtum bestimmten und geradezu analytischen Inszenierungshaltung untersucht er mit breitesten Scope-Bildern grau-brauner Färbung stets, was sich jenseits des Offensichtlichen zuträgt. Die Präzision und Konzentration dieser Romanadaption kann nicht weniger sein als die große begnadete Handschrift eines absoluten Ausnahmefilmemachers.

Kritik im Original 35 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

mitcharts

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"... als die große begnadete Handschrift eines absoluten Ausnahmefilmemachers.".
Was er schon in "Let den rätte komma in" bewiesen hat.

Ich bin weiterhin gespannt.


nilswachter

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Den muss ich sehn :)


Alle Kritiken (30)


Kommentare (210) — Film: Dame König As Spion


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Lili 9ochefort

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Bewertung7.5Sehenswert

Dame, König, As, Spion müsste eigentlich bei mir über die 10 er Marke hin durch springen, tut es aber nicht, und das obwohl das Schauspiel samt Story einfach genial komplex sind, und in dieser ruhigen Erzählweise brodelt doch ständig was. Als würde man auf einem Pulverfass sitzen, so fühlt sich dieser Thriller in seiner Gesamtheit an. Intrigen, Verwirrspiele und Komplexität, das sind Dinge die ich sehr schätze, aber hier gibt es eindeutig zu viel davon, und man muss schon etwas bei der Sache bleiben. Also nicht unbedingt das richtige für einen Feierabendfilm, den dazu ist er einfach etwas *zu* viel des guten. Aber an einem Sonntag allein, vollkommen der richtige Film. :)

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Tyler-Durden

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Bewertung7.5Sehenswert

Da war ich schon etwas enttäuscht, dass die Auflösung so simpel war.

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Kill_Diether

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Dame König As Spion" baut eine kalte und harte Atmosphäre des Misstrauens auf. Ohne PiffPaffPeng-Äktschn, denn das sind Märchen vom kalten Krieg. Apropos kalter Krieg: darüber sollte der Betrachter einigermaßen Bescheid wissen, sonst bleibt der Film wahrscheinlich oberflächlich. Es gibt genug Zeit zum Überlegen, wer was wie und warum gemacht haben könnte. Einmal tief drin im Geschehen, gibt es auch schnelle, klare Antworten: Einer im Film fragt etwas, wobei er sich selbst direkt die Antwort darauf gibt, weil er die Logik dahinter versteht.
Großartig ist der stilvolle Soundtrack am Ende, zu finden auf den bekannten Videoportalen.

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jauchzenderjoachim

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"It was a good time back then. - It was a war, Connie."

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Co-Pilot

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Bewertung5.0Geht so

Ach du dickes Ei...
Man stelle sich folgendes Szenario vor:
Ein Kumpel empfiehlt dir (unter Alkohleinfluss) einen wohl richtig guten Film: "DER ist was für dich - suuuuperlustig!" Also losgegangen, die Videothek durchsucht, und Dame König As Spion ausgeliehen...

Nun 2Std später (gefühlte 4 Std) Dame König As Spion angesehen & den Kumpel angerufen und mal dezent nachgefragt was denn an dem Kopfsprenger so toll sei??? Lösung - Er hatte sich vertan und meinte eigentlich Bube, Dame, König, Gras...

Tja, dumm gelaufen für mich :(
Zum Film ansich kann ich sagen (da ich ihn nun ja unter völlig falschen Erwartungen angeschaut habe): Zu heftig. Habe mir inzwischen mal andere Komments durchgelesen und bin gleicher Meinung wie der Großteil der anderen Member;
Schwere Kost, kopflastig, schwergängig und anspruchsvoll. Aber dennoch fesselnd und spannend(!) Allerdings sage ich auch - es stimmt, man sollte sich den Film 2mal (mindestens) ansehen wenn man komplett durchsteigen will. Man bekommt es auch so gebacken, aber ein entspannter Filmabend ist schon irgendwo anders... Ich fand Dame König As Spion jetzt auch nicht sooo dolle dass ich ihn mir unbedingt nochmal angucken muss. Dafür gibts dann doch noch zuviele andere gute FIlme :)

Fazit:
Neutral gestartet mit 5,0 Punkten geht Dame König As Spion mit schwer bewertbaren, anspruchsvollen & leider dadurch auch teils langweiligen 5,0 Punkten in the books.
*Muss man nicht gesehen haben*

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HelloKitty1989

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Hast du denn mittlerweile "Bube Dame König Gras" gesehen? :-D Musste, als ich eben den Titel hier gelesen habe, auch daran denken, dass die beiden Titel doch sehr ähnlich sind...


Copper

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Bewertung7.5Sehenswert

Schwer. Sehr schwer. Nicht nur der Film, auch die Bewertung von diesem.
Die Darstellerriege ist TOP. Die Story interessant und man merkt, dass einen der Job als Spion schizophren macht.
Der Film verzichtet auf Action und wenn (kann man die Szene im Cafe so nennen?) ist es ruhige Action.
Anderseits zieht sich der Film und verlangt Aufmerksamkeit und ist nichts, was man nebenbei konsumiert.
Da ich jetzt mal wieder ne Phase habe, diesmal die Spionagefilme abgesehen vom Bond, war er mit auf dem Programm und ich bereue es nicht.
Meine Lieblinszene in dem Film, der Agent (Mark Strong) sitzt im Wohnwagen und "verjagt" den Jungen, welchen er eigentlich Richtung Agenten ausbilden wollte und meint, er soll sich anpassen und ein normales Leben führen.

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Floradys

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Sehr schöne Rezension!
Es ist halt kein Film für "mal so nebenbei".


DerBaertige

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Gar nicht mal so verkopft, wie hier oft behauptet wird. Langsam und geschickt baut Dame König As Spion eine Spannung auf, die den Zuschauer spätestens im Mittelteil ganz in ihren Bann zieht und bis zum Schluss nicht nachlässt. Die Handlung ist dabei komplex, aber jederzeit nachvollziehbar. Besonders hervorzuheben ist natürlich der grandiose Cast, hier ist wirklich die kleinste Nebenrolle perfekt besetzt. Alles in Allem ein kleines Meisterwerk.

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icebo3rg

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Bewertung4.0Uninteressant

Dame, König, As, naja...Mau...

Als großer Fan von Gary Oldman und mit dem Wissen, dass auch die Academy sich für den Streifen interessiert, war die Vorfreude groß...allerdings genauso die Enttäuschung. Für die Story kann der Film ja selbst nichts, jedoch muss man wirklich ein Freund von britischen Krimi-Romanen sein und darüber hinaus noch ein höchst interessierter Geschichtsfan der Zeit des kalten Krieges, um hier unterhalten zu werden. Die Problematik wurde zwar großartig dargestellt und auch die optische Stilistik der 70er Jahre ist überaus ansprechend, aber die unzähligen Figuren, welche in einem gigantischen Netz aus Informationen, Täuschungen und Intrigen agieren erschließen sich wahrscheinlich nur den wenigsten Zuschauern. Auch die finale Auflösung des "Schein-und-Sein"-Spiels hinterlässt immense Ernüchterung.

Hier wird kein Stich gemacht. 4/10

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A-Wax

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Atmosphärisch dichter und vor allem hochkomplexer Agententhriller mit tollen Darstellern.

Wow, das ist mal eine Story. Der Begriff "komplex" beschreibt es nicht treffend genug. Man MUSS extrem aufpassen um der Handlung mit einem ganzen Haufen an Personen und Verstrickungen noch folgen zu können. Allerdings mag ich genau solche Filme. Was ich ebenfalls sehr mag ist die zurückgenommene Inszenierung die hier gewählt wurde. Man kann den Film als tiefgründigen Gegenentwurf zu unseren Freunden James Bond und Jason Bourne ansehen. Er zeigt das Dasein als Agent in wahrscheinlich sehr viel realistischerer Art und Weise.

Ein weiterer großer Pluspunk von "Dame, König, Ass, Spion" ist die tolle Darstellerriege. Gary Oldman, Colin Firth, John Hurt, Benedict Cumberbatch und Tom Hardy, das ist doch mal ein Wort. Das schöne daran, alle rufen ihr Talent auch wirklich ab und wissen zu gefallen. Trotzdem stechen für mich zwei heraus. Zum einen Benedict Cumberbatch und vor allem Gary Oldman. Cumberbatch halte nicht nur ich für ein großes Schauspieltalent und zu Gary Oldman muss ich nicht mehr viel sagen.

Natürlich wird nicht jedem die gemächliche Inszenierung und vor allem die hochkomplexe Story gefallen, wer aber genau auf solche Filme ohne die übliche Krawumm-Action steht, der wird mir diesem anspruchsvollen Agententhriller seine Freude haben.

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metal1bob

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Bewertung3.0Schwach

Ich mag anspruchsvolle Filme sehr gerne, ich mag es, mitzudenken und auf Details zu achten. "Dame König As Spion" aber übertreibt es bei aller Liebe maßlos. Von Anfang an verknotet der überkomplexe Plot mit zahllosen Figuren, Details, Hinweisen und Zeitsprüngen ein mittelklassiges Menschenhirn hilflos, die extrem träge und unkonventionelle Erzählweise tut sein Übriges zum schweren Verständnis des Gezeigten bei. Fast nie wusste ich, wer da auf dem Bildschirm zu sehen ist und warum diese Charaktere machen und sagen was sie machen und sagen.
Der Mut des Regisseurs, komplett auf gewöhnliche Spannung und Emotionalität zu verzichten, ist natürlich aller Ehren wert. Ich kann auch sehr gut verstehen, warum man diesen Film in den Himmel lobt, noch besser verstehen kann ich aber, wenn man sich auch als Arthouse-Zugeneigter von ganzem Herzen langweilt. Der Cast ist natürlich 1a, bessere Schauspieler in dieser Masse und Klasse in einem Film bekommt man ganz ganz selten. Hilft mir aber auch nix, wenn das Endprodukt dermaßen zäh und speziell ist. Nur für wenige ein Genuss.

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metal1bob

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Gut möglich, dass ich es irgendwann noch mal versuche. Dass da wahnsinnig Potential drin steckt, hab ich auf jeden Fall auch gemerkt. Story durchlesen und nochmal schauen, das klingt nach einem recht guten Plan bei dieser harten Nuss :)


MaxN91

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Ich hab den Film mittlerweile 3 mal gesehen und fand ihn bei jeder Sichtung besser und besser. Einfach was ganz besonderes :)


Hagen Hagen

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Bewertung7.5Sehenswert

So sehr mir der Film auch gefallen hat, so scheint er mir als Serie doch besser aufgehoben.

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BigH

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Bewertung7.5Sehenswert

Man kann in einem Film versuchen, Spannung mit viel Action, Schießereien und Verfolgungsjagden zu erzeugen. Oder aber man nimmt ein paar Schauspieler der A-Kategorie, gibt ihnen ein gutes Drehbuch und freut sich an dem, was dann dabei herauskommt. "DKAS" gehört eindeutig in letztere Kategorie. Man mag dem Film mit einem gewissen Recht anlasten, daß er ein wenig träge und behäbig daherkommt. Aber das sollte nicht darüber hinwegtäuschen, daß es permanent unter der Oberfläche brodelt und diese Trägheit eher wie die permanente Spannung vor einem Gewittersturm ist. Das liegt natürlich zum einen an der meisterhaften Inszenierung, zum anderen aber auch an der eingangs angesprochenen erstklassigen Schauspielerriege, die jede noch so kleine Rolle großartig verkörpert. Natürlich ist Gary Oldman wieder mal fantastisch, aber er ist es eben nicht allein, der den Film trägt, er sticht nicht wie ein Leuchtturm aus der Truppe heraus, nein, der Rest des Ensemble kann ihm durchaus das Wasser reichen. Nicht zuletzt deshalb ist es eine Freude, sich "Dame König As Spion" anzuschauen.

Was mich besonders gefreut hat war der Umstand, daß der Film nicht modernisiert oder upgedated oder re-imagined oder mit Action aufgepeppt oder was weiß ich wurde. Sicher, der Kalte Krieg ist schon 'ne Weile vorbei, es wäre schwer gewesen, die Handlung in unsere Zeit zu übertragen. Schwer, aber nicht unmöglich. Drehbuchautoren haben schon Schlimmeres verbrochen. Um so mehr ist es erfreulich, daß die Handlung im historischen Kontext belassen wurde. Ich glaube, der Film hätte durch eine Verlagerung in unsere Zeit viel von seinem Flair verloren. Gut, daß das an entscheidender Stelle auch so gesehen wurde.

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Lorion42

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich hab schon fast 2000 Filme gesehen und doch sieht man immer nochmal was neues. Hier haben wir es mit einem Thriller ohne großen Thrill zu tun. Ein Spionagefilm, der Wendungen ausschließlich durch Verhöre einsetzt. Ein Dialog folgt dem Nächsten, in dem weitere Details über die komplexe Hintergrundgeschichte enthüllt werden. Mir waren es aber einfach zu viele Unwägbarkeiten, dass ich es schaffen konnte auch nur eine sinnvolle Theorie zu entwickeln. Und das ist doch eigentlich der Grund, warum man solche Thriller schaut. Ich will mitdenken und nicht durch viele Handlungsstränge verknotet werden. Der Film verzichtet vollkommen auf plumpe Actionszenen, emotionale Bindungen oder Spannungsszenen aus der Retortenkiste. Manchmal hätte ich mir aber doch irgendwas gewünscht, das den Film weniger zäh machen würde.

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heikschn

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Bewertung6.5Ganz gut

Tolle schauspielerische Leistung aller Beteiliogten, vor allem aber von Oldman, der obwohl er nur wenig sagt, den Film zu tragen vermag. Auch interessant in Hinblick auf Ausstattung, Kulissen etc. Man fühlt sich in der Zeit zurückversetzt. Eigentlich auch eine spannende Geschichte. Trotzdem ist das Skript das größte Problem. Viel zu viele Details muss der Zuschauer verarbeiten und sich merken, nichts ist unwichtig. Allein sich die vielen verschiedenen Namen von Anfang an zu merken, um sie später richtig zuzuordnen ist overkill. Wer sich darauf einlässt und durchhält wird meiner Meinung nach belohnt. Wer das Buch vorher gelesen hat, ist eh im Vorteil. Allerdings ist es verständlich, dass einige hier abschalten. Meine drei Mitgucker sind jedenfalls alle drei zwischendurch eingepennt und konnten dann natürlich gar nicht mehr folgen.

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gil.keller.5

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Bewertung5.0Geht so

Schwierig.
Sehr schwierig, eine gerechte Bewertung zu finden.
Ich kann verstehen, warum dieser Film gefallen kann.
Das Problem : Noch verständlicher ist es für mich, diesen Film langweilig zu finden!

Klar, er ist intelligent, tief, anspruchsvoll - und da haben wir auch schon ein weiteres Problem, er ist einfach zu schwerwiegend, zu langsam, zu sehr mit Details verflochten.
Ich schaue keineswegs nur Filme à la Scary Movie oder Harry Potter, aber dieser Film war mir einfach zu langatmig und zu unspannend.
Vielleicht gehöre ich zu der Kategorie Mensch, den eine Idee oder eine spannende Geschichte allein nicht fesselt, vielleicht bin ich aber auch einfach noch zu jung.
Ich werde ihn mir definitiv in 5, 10 Jahren nochmal reinziehen und mein Résumé erneuern, aber für heute hat er meine Erwartungen und Bedürfnisse nicht erfüllt.

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Philipp2040

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Das ist einer der objektivsten und damit besten Kommentare die ich je gesehen habe.


gil.keller.5

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Dankeschön! :)


ElMagico

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Kein einfacher Film und so ziemlich genau das Gegenteil von Berieselung. Denn lässt bei "Tinker Tailor Soldier Spy" mal für 5 Minuten die Konzentration nach, kann es leicht passieren das man völlig raus ist, das Kartenhaus zusammenbricht und einen unter sich begräbt. Obwohl der Film so elegant, so ruhig und still ist, liefert er eine Flut an Informationen, Gesichtern, Namen und Augenblicken die einfach so wichtig sind. Ein Film bei dem das Popcornrascheln nur stören würde, bei dem die Toilette mit dem Abschalten des Films gleich käme. Ein Film den man sich erarbeiten muss, den man irgendwo auch durchhalten muss und den man auch immer nur mit halber Kraft genießen kann. Und ein Film, der einem am Ende seltsam unzufrieden zufrieden macht.
Vielleicht erklären sich so auch die doch sehr arg unterschiedlichen Bewertungen ob dieses Films. Da gibt es wirklich nur Entweder Oder und zum mal nebenbeigucken oder für den gemütlichen Filmabend mit Freunden taugt "Tinker Tailor Soldier Spy" so gut wie nicht. Er will den Zuschauer ganz oder gar nicht, bekommt er ihn nur halb, wird er sicherlich zum zählflüssigem Langweiler, voll von gestelzten Menschen und muss einem wie ein 2stündiger Leerlauf vorkommen. Lässt man sich aber komplett darauf ein, dann webt einen dieser Film langsam ein, zieht die Fäden immer enger und lässt einen alles um einen herum vergessen. Das ist genauso spannend, wie es auch kompliziert ist. Das ist fesselnd, wie es anspruchsvoll ist. Und in dem ganzen schwebt auch eine sehr zarte und bittere Melancholie mit, welche man nie deuten kann, sie aber immer spürt.
Ein bisschen erinnerte mich "Tinker Tailor Soldier Spy" an die Momente, in denen man irgendein wichtiges Schriftstück sucht und seine gesammelten Unterlagen vor sich auf dem Boden ausbreitet. Eine eigentlich ernsthafte und unangenehme Arbeit, aber zwischendrin findet man doch immer wieder Dokumente die einen zurückdenken lassen an vergangene Momente und vergessene Gefühlte. Oft schleicht sich da auch mal ein Bild oder ein Brief ein und man hält einen Augenblick inne, erinnert sich und sucht weiter...oftmals mit einem flauen Gefühl im Magen.
Wie erwähnt ist der Film ein sehr gläsernes Konstrukt, das leicht zerstört werden kann, oft nicht sonderlich stabil ist und bei dem man viele Ecken und Enden auf Anhieb nicht erkennt. Das dieses Gebilde überhaupt funktionieren kann, ist sicherlich auch Verdienst dessen, was wir hier gerne einen überragenden Cast nennen. Und das ist er einfach. Jeder der Beteiligten Schauspieler macht seine Aufgabe hier ausgezeichnet, vorallem weil es scheint als würde sich jeder der Wertigkeit seiner Rolle bewusst sein. Alle transportieren diese Ruhe und Stille, die doch eigentlich gar keine ist. Aber nicht die Schauspielkunst der Akteure nahm mich an die Hand und führte mich in diesen Film ein, sondern etwas viel profaneres: Der Film ist voll von Gesichtern die einfach gern sehe. Die ich gern beobachte. Die ich gern auf ein stücklang begleite.
Tomas Alfredson schafft es nach "Låt den rätte komma in" ein sehr eigene und stimmige Atmosphäre zu erzeugen und sein Werk gleichzeitig drückend und doch nachdenklich zu gestalten. Ohne viel Trara ermöglicht er einen Blick einen fremden Mikrokosmos, macht ihn verständlich, hält den Zuschauer aber auf sicherer Distanz.
Und am Ende hat man doch mehr von diesen Menschen übernommen als denkt. Denn die letzten Züge des Finales erscheinen einem kaum mehr wie ein filmischer Plot, sondern wie unumgängliche Konsequenzen in dieser Welt. Ein Rätsel das gelöst ist, dessen Lösung aber niemanden glücklich macht...auch den Zuschauer nicht.

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HimmelHoch

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Perfekt getroffen!


ElMagico

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Vielen Dank euch! Und Hfonda, sei nicht allzu traurig, kann mir den Film nur schlecht im Kino vorstellen. Der braucht extreme Ruhe!


strangelet

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vorgemerkt

Ich werde diesem Film irgendwann eine zweite Chance geben müssen, weil ich annehme, dass er auf einer großen Leinwand oder wenigstens mit einem 100-cm-Fernseher ein bisschen besser funktioniert. In der kleinen alten Röhrenkiste, die diesmal zur Verfügung stand, war die langsame Erzählweise von "Dame König As Spion" eher strapaziös...

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knusperzwieback

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Wenn ein Film eine große Leinwand braucht um vielleicht zu funktionieren dann ist es IMHO kein guter Film. Damals waren gute Filme auch auf kleine, tragbaren SW TVs gut. ;-)


Bletch

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Ich finde das Filmerlebnis auf einer großen Leinwand bzw. einem nicht zu kleinen TV wesentlich 'intensiver' als auf den alten Geräten. Es macht einfach mehr Spaß. Der Anspruch ist in der Hinsicht einfach gestiegen, daher kann ich strangelet grundsätzlich schon verstehen...


mariega

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Bewertung7.5Sehenswert

Molotowcocktail: Ein Kartenspiel auf Leben und Tod gemischt mit der unerträglichen Leichtigkeit eines Chansons "La mer" von Charles Trenet gesungen von Julio Iglesias. Explosiv!

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Harvey Specter

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Bewertung7.5Sehenswert

127min die mir vorkamen wie 200min. Der Film ist nun wirklich etwas zäh und so sehr ich ihn versuche zu mögen, zu 100% schafft er es nicht.

Der Cast ist einfach beeindruckend, da ich auch gerne Gary Oldman, Benedict Cumberbatch und Tom Hardy auf der Leinwand sehe. Die Anderen wie Colin Firth, Mark Strong, John Hurt & Co. sind auch einsame Spitze. Jeder für sich, spielt seine Rolle sehr gut und überzeugend. Doch ein Pott voller Talente macht den Film nicht automatisch zu einem guten Film.

Die Story finde ich sehr interessant, das zählt in diesem Fall nämlich besonders. Wer gar kein Interesse hat, wird hier einschlafen oder sich langweilen. Jedoch ist Erzählgeschwindigkeit mir etwas zu langsam. Was ich ein wenig vermisst habe, war eine Erzählerstimme. Hätte sich bestimmt gut in den Film eingefügt oder aber auch nicht. Das wäre schon interessant zu wissen.

"Dame König As Spion" habe ich mir zweimal angeschaut. Ich wusste beim ersten Mal, dass ich ihn mir erneut anschauen muss, um vllt. ein paar Unklarheiten aufzudecken. Denn das zweite Mal fand ich ihn besser. Ich habe auf mehr Details geachtet. Das sollte man bei so einem umfangreichen Film beachten. Manche Filme, so wie dieser, sollten mehrmals gesehen werden, bevor man voreilige Schlüsse zieht. Ich spiele hier nicht auf die Handlung an, denn die ist nicht überaus kompliziert. Man sollte den Lauf des Film nur folgen. Es ist eher die Sicht des gesamten Werks. Daher empfehle ich sich den Film mindestens zwei Mal anzuschauen.

Der Film trägt nicht zu dick auf und bringt eine Menge Spannung mit. Anfangs ist es ziemlich ruhig und etwas Wortkarg. Generell schweigt der Gentlemen Smiley, gespielt von Gary Oldman, lieber und konzentriert sich auf das Wesentliche. Man merkte deutlich die Strukurierung des Films. Die Einleitung, der Mittelteil und der Abschluss mit dem dramatischen Höhepunkt. Ich hatte das Gefühl ich würde parallel das Buch lesen und dies wären die Bilder, die ich mir von Seite zu Seite vorstellen müsste. Das find ich ziemlich beindruckend.

Es ist wahrlich nicht jeder mans Film. Es ist für solche, die geduldig sind und einen Film schätzen der sich Zeit lässt eine komplexe Geschichte in aller Ruhe zu erzählen. Wie der Titel es vermuten lässt, ähnelt er einer zeitaufwendigen Schachpartie, in der jeder Zug entscheidend ist und gut überlegt sein sollte.

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LynchFan1706

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

In diesem Meisterwerk stimmt einfach alles. Es gibt nichts zu bemängeln und nichts zu kritisieren. Punkt!

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DerDude_

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Völlig richtig !
Gibt kaum perfektere Filme.


LynchFan1706

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Wohl nicht. Perfekt und stimmig bis ins kleinste Detail, das habe ich so auch noch nicht erlebt.



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