Das Wunder von Berlin

Das Wunder von Berlin (2008), DE
Laufzeit 103 Minuten, FSK 12, Drama

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7.6 Kritiker
3 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.4 Community
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von Roland Suso Richter, mit Kostja Ullmann und Karoline Herfurth

Berlin, im Frühsommer 1988: Dem Einfluss seines Vaters Jürgen Kaiser, hochrangiger Offizier bei der Staatssicherheit, hat Punker Marco es zu verdanken, dass er nach einem illegalen Punkkonzert nicht vor Gericht landet. Widerwillig muss Marco die Bedingung seines Vaters akzeptieren und seinen Dienst als NVA-Rekrut antreten. Während Marco in der harten Grund¬ausbildung unerwartet rasch Gelegenheit zur Bewährung findet, zieht seine Freundin Anja bei den Kaisers ein. Unter dem Einfluss der an Tempo gewinnenden Freiheits¬bewegung in den Ostblockstaaten spitzt sich die Lage in der Familie immer mehr zu. Jürgen Kaiser fürchtet um seine privilegierte Stellung, Hanna und Anja beginnen, sich im Umfeld des Neuen Forums für mehr Bürgerrechte zu engagieren. Es kommt zum offenen Streit zwischen den Eheleuten. Unterdessen wird Marco mit seiner Einheit auf einen geheimen Einsatz vorbereitet. Es ist der 9. November 1989, die Öffnung der Grenze wird ein ganzes Land in Bewegung setzen – und auch für Marco, Anja, Jürgen, Hanna und Großvater Walter wird nichts bleiben wie es war.


Cast & Crew


Kritiken (2) — Film: Das Wunder von Berlin

Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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8.5Ausgezeichnet

„Das Wunder von Berlin“ thematisiert die wichtigen Themen: Zum einen die Beeinflussung der Menschen durch das Regime, aber auch die persönliche Motivation der Menschen, die sich aus der eigenen Geschichte speist. Zum anderen werden aber auch nicht die verbrecherischen Machenschaften des Überwachungsstaates ignoriert. Eingebettet ist dies natürlich in eine TV-Konforme Geschichte. Eine junge Liebe zwischen Marco und seiner Freundin Anja (Karolina Herfurth), welche zu zerbrechen droht, als Marco dem System erliegt, bildet, neben dem Generationen-Konflikt der Familie, den Rahmen der Story. „Das Wunder von Berlin“ verbindet somit eine anrührende Geschichte, die sich ganz auf den Mikrokosmos einer einzelnen Familie konzentriert, mit den konkreten politischen Ereignissen in den letzten Monaten der DDR – Und diese Symbiose kann zu Hundert Prozent als gelungen bezeichnet werden.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.0Sehenswert

Athos, Pathos und Aramis reiten wieder. Die Drei Musketiere der deutsche Vergangenheitsbewältigung lassen den Mauerfall zum gefälligen Liebesdrama gerinnen. Das ist anfänglich noch ganz unterhaltsam (Punkjüngelchen gegen Stasi-Spießervater), verliert auf Strecke allerdings dann doch etwas, weil man sich immer wieder dabei ertappt, die echten Ereignisse, die nur den Erzählrahmen bieten spannender zu finden, als die rührigen Erlebnisse der Hauptfiguren. Größtenteils solide gespielt - mit dem immer putzigen und recht oft unbekleideten Kostja Ullmann auch sehr schön anzusehen -, blieben einige der Nebenfiguren doch arg stereotyp. Kein Flop, aber auch nicht mehr als mittelprächtige Unterhaltung. Vielleicht wäre man mit dem zeitgleich laufenden Tatort doch besser gefahren.

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Kommentare (8) — Film: Das Wunder von Berlin

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doc_flunder

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Bewertung5.0Geht so

das nun folgende gemotze enthält diverse spoiler; also bitte nur weiterlesen, wenn ihr den film schon gesehen habt oder auf keinen fall sehen wollt. also dann:
zunächst fand ich "das wunder von berlin" gar nicht übel, v.a. aufgrund der durchweg guten besetzung (sogar veronika ferres geht einem nicht auf den keks) und der spannenden, vielversprechenden ausgangssituation.
irgendwann wird die geschichte aber dermaßen mit oberflächlicher systemkritik und ausufernden familienproblemen zugeballert, das man sie nicht mehr richtig ernstnehmen kann. der sohnemann ist erst punk, dann überzeugter nva-soldat; als kind war er zudem doping-opfer. papa war mal korrekter antifaschist, entschied sich dann aber für eine karriere als piefiger, realsozialistischer schreibtischtäter und bescheisst mit seiner stasi-kollegin zudem mama, die als ex-krankenschwester und aufgeschlossene buchhändlerin mit diversen dissidenten/reformern befreundet ist und diese später auch aktiv unterstützt. allesamt werden sie irgendwie beobachtet und bespitzelt - außer opa, der scheinbar nie richtig nazi war, aber trotzdem in stalingrad kämpfen ging, und der für den ddr-sozialismus auch nicht allzuviel übrig hat, aber trotzdem in einem stasi-häuschen residiert - womit er dem durchschnittlichen ostdeutschen seiner generation vielleicht am nächsten kommt...
noch konstruierter ist allerdings die geschichte von anja (mysteriöse freundin vom sohnemann mit mehrfach frisierter mfs-akte) und ihrem papa (der letzte aufrechte sozialist und nva-offizier). warum hält der einem regime die treue, das ihm über lange zeit den kontakt zu seiner tochter verweigert hat? warum spricht er nicht mit ihr, als er endlich gelegenheit dazu bekommt? und v.a.: warum zum teufel erschießt er sich, als die ddr ihre grenzen öffnet? scheinbar denkt er, dass der sturz der regierung honecker/krenz die gleichen konsequenzen hat wie seinerzeit der sturz der regierung allende, dessen augenzeuge er werden musste. diese absurde haltung lässt nur zwei schlüsse zu. 1) der drehbuchschreiber hat zuviel pfeffi und fettbemmen konsumiert. 2) er möchte suggerieren, dass in der ddr auch vermeintlich kompetente und sympathische staatsdiener schlussendlich nur hirnverbrannte vollpfosten waren.
desweiteren kann der film auch die ewigen, leidigen analogien in richtung 3. reich / ddr nicht unterlassen: um seinen ruf und seine karriere zu retten, aber auch aus gründen der persönlichen überzeugung, schmeißt papa die im haus archivierte westliteratur irgendwann in einen ofen im keller - worauf sich opa an die bücherverbrennung der nazis erinnert fühlt. mama vergleicht zudem den gehorsam ihres ehemanns gegenüber befehlen der sed-spitze mit opas gehorsam gegenüber befehlen der nazi-generäle in stalingrad. ich bin wahrhaftig kein apologet des arbeiter- und bauernstaats und will das dort geschehene unrecht auch nicht verharmlosen, aber analogien dieser art sind schon extrem over the top - und bequem für den konservativen mainstream. ein schelm, wer böses dabei denkt...
trotz dieser ganzen defizite (die einem erst nach dem schauen so richtig bewusst werden) fühlte ich mich erstaunlicherweise passabel und v.a. kurzweilig unterhalten, weshalb "das wunder von berlin" von mir so gerade noch 5 punkte kriegt.

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kesselborn

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Für einen Fernsehfilm überraschend gute Unterhaltung ...

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biney

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Bewertung5.5Geht so

Ist und bleibt ein Fernsehfilm (vor allem bei der Vorhersehbarkeit), wenn auch mit sehr guter Besetzung. Kann man sich anschauen, ohne von verschwendeter Zeit zu reden, macht aber geschichtlich gesehen nicht viel schlauer.

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TrabbiGti16V

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Super Film eine Top Besetzung. Da können nur die jenigen mitsprechen die es hautnah so erlebt haben. Ich konnte mich da genau rein versetzen. Wer meint, er hätte lieber den zeitgleichen Tatort sehen sollen, der hätte es doch tun können. Ist ja auch jedem seine Sache.
Auf jeden Fall ein Beitrag zur Geschichtsaufarbeitung von 40 Jahre DDR.
Seid Bereit! Freundschaft! 10.0

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annakate

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Bewertung4.5Uninteressant

Für mich war die Besetzung mit V. Ferres eine Fehlbesetzung. Warum muss bei solchen Filmen immerwieder diese Dame ran. Die Rolle war unglaubwürdig gespielt. Wieso ist sie bei dem "Herren" geblieben, nur der Bequmlichkeit wegen, oder? Heino Ferch hingegen konnte die Rolle gut und glaubwürdig ausfüllen, obwohl er von dieser Zeit nichts kannte. Ich hätte mir gewünscht Anna Loos als Mutter, statt der Ferres. Meine Bewunderung gilt Michael Gwinsek, er überzeugt in jeder Rolle und das schon seit Jahrzehnten.
Die Story war gut. Leider kam die Dokumentation zum Filmerst so spät.

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WotanSoE

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Bewertung10.0Herausragend

Wirklich guter Film mit sehr emotionalen Momenten. Zeigt auf sehr anschauliche Weise den Konflikt in dem sich die Menschen damals befanden. Die Schauspieler bringen ihre Rollen sehr authentisch rüber, alles in allem ein gelungener Film.

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pulmoll

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Bewertung3.0Schwach

Deutsche Geschichte verkommen zur langweiligen Farce. Einzig Kostja Ullmann und Michael Gwisdek wissen zu überzeugen.

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TiH

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Bewertung6.5Ganz gut

Besser gemacht als ich erwartete. Vor allem die Personen fand ich echt gut gezeichnet! An erster Stelle natürlich Opa Walter, der immer wieder gut Bewegung in die Geschichte bringt.
Die häufigen Konflikte und Reibungen zwischen allen Protagonisten bringen die Geschichte stets nach vorn.
Allerdings fand ich den Anfang sehr hastig und überstürzt inszeniert. Zu schnell wurden da Klischees aufgegriffen und bei der regelrechten Berg- und Talfahrt der Gefühle wusste man nicht so richtig, ob es der Beginn der Geschichte ist, oder man sich schon mitten drin befindet. Da hat man also mal was gewagt, beim Öffentlich-Rechtlichen, wie ich finde.
Insgesamt bleibt die Frage, ob man noch mehr Wendefilme braucht...
Geschichte: naja. Personen: super. Also durchaus mal zu gucken.

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