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Der Berserker
Milano odia: la polizia non può sparare (1974), Laufzeit 99 Minuten, Thriller
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8.2
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von Umberto Lenzi, mit Tomas Milian und Agostina Belli
Cast & Crew
Regie
Schauspieler
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Kritiken (1) — Film: Der Berserker
Julio Sacchi: Das Manifest
Kommentar löschenEin erschütterndes Bild eines verlorenen Landes, mit einer Hauptfigur, wie es sie noch nie und nie wieder gab: Der großartige Tomas Milian spielt sich unter Drogen- und Alkoholeinfluss um sein Leben und schenkt der Filmgeschichte den unfaßbar asozialen Giulio Sacchi, einen unkontrollierten Idioten mit einem Rest Bauernschläue, zerfressen von Selbstmitleid und (Selbst-)Hass, völlig frei von Empathie und einer Idee vom "Wert" eines Menschenlebens. Umberto Lenzi inszeniert den Gewalttrip dieses Unmenschlichen mutig und voller Verve, ohne sich selbst Grenzen zu setzen; Ennio Morricone bespielt das niederträchtige Geschehen mit nervösem, treibenden Beat und melancholischer Sehnsucht nach einer besseren Welt. Ein Fanal.
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Kommentar — Film: Der Berserker
Skywalker_ Sun, 08 Jan 2012 19:56:43 -0000
Kommentar löschenGuilio(Thomas Milian) ist ein Kleinganoven der vom großen Geld träumt. Er entwickelt einen ,seiner meinung nach perfekten, Plan und will mit zwei Verbündeten die Tochter eines reichen Firmenbesitzer entführen und dann natürlich Lösegeld verlangen.
Leider ist Guilio nur halb so schlau wie er denkt und hat einige sehr psychopatische Züge zusammen mit einer Tendenz zur Überreaktion. Beim ausführen des Plans geht dann einiges schief und Leichen pflastern den Weg von Giulio der skruperlos jeden beseitigt der ihn auch nur schief anguckt. Klar dass die Polizei ihm und seinen Kumpels bald auf den Fersen ist...
Thomas Milian gehört zu jenen Schauspielern bei denen ich mich ensthaft frage wieso er nie die anerkennung des breiten Publikums bekommen hat. Genug Talent hat er dafür allemal ,wie er in "der Berseker" mal wieder eindrucksvoll unter Beweis stellt.
Er spielt einen absolut verkommenden, widerwärtigen und verabscheungswürdigen Ganoven der auch noch unter Größenwahn leidet. Das Überaschendste dabei ist, dass ich seine Figur irgendwie in meinem verkommensten Inneren halbwegs sympatisch finde. Vielleicht weil er einem irgendwie Leid tut ,denn obwohl seine Figur überzeichnet ist, bleibt sie dennoch bodenständig genug um glaubhaft zu sein und man kann seine Motive immerhin ein wenig verstehen. Die anderen Darsteller sind auch ziemlich überzeugend wobei noch besonders Henry Silva als verbissender Cop zu erwähnen ist.
Der Film weist eine schön dreckige 70er Atmosphäre auf, die hervorragend zu den verkommenden Seelen der handelnden Personen passt. Auch erwähenswert ist , dass Umberto Lenzi den Film außerordentlich brutal und skrupelos inszeniert hat: nahezu alle positiven Personen müssen auf grausame Art ihr Leben verlieren. Für Zartbesaitete ist dieser Film nicht geeignet, dafür ist er einfach zu skrupelos.
Der Plot um das unschuldige Entführungsopfer ist äußerst spannend und temporeich inszeniert auch wenn ein großteil der Faszination von Milians verkommender Figur ausgeht.
Ennio Morricone unterstützt das ganze durch einen düsteren Jazzscore der an den Film Noir erinnert.
Insgesamt ist der italenische Crime-Thriller "Der Berserker" vielen heutigen Hollywood Thrillern allein schon wegen seiner skrupelosigkeit deutlich überlegen und ist eigentlich ein Muss für jeden Krimifan
bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
JimiHendrix Mon, 09 Jan 2012 11:31:21 -0000
Antwort löschenich verstehe das nichtbeachten von milian ebenso wenig... schade eigentlich