Die Geschichte von Marie und Julien

Histoire de Marie et Julien (2003), IT/FR
Laufzeit 150 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 26.08.2004

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7.5 Kritiker
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von Jacques Rivette, mit Emmanuelle Béart und Jerzy Radziwilowicz

Julien, ein Mann um die 40, restauriert Turmuhren und lebt zurückgezogen mit seiner Katze. Im Übrigen erpresst er die elegante Stoffhändlerin Madame X, wenn auch eher beiläufig. Aus seiner Lethargie erwacht der Uhrmacher, als die ebenso sinnliche wie rätselhafte Marie in sein Leben tritt. Die beiden erleben und erfinden eine Liebe voller Leidenschaft und sexueller Fantasie. Und doch wirkt Marie zeitweise abwesend und kühl. Was verbirgt sie vor Julien? Ausgerechnet Madame X scheint ihr Geheimnis zu kennen…

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Cast & Crew


Kritiken (3) — Film: Die Geschichte von Marie und Julien

D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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8.0Ausgezeichnet

"Die Geschichte von Marie & Julien" mag in ihrer Getragenheit, im antinaturalistischen Spiel und in den großen Worten anfangs spröde wirken, doch bald befreit sich das Kino auch hier von den Rollen, Mustern und Normen, die es so oft bändigen. Die kammerspielähnliche Beziehungsstudie ist jedenfalls nur eine Dimension dieses Dramas.

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Ulrich Behrens

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7.0Sehenswert

Rivette zeigt ein Kino, das (fast) alle seine Möglichkeiten ausschöpft – Inszenierung des Mysteriösen par excellence, könnte man sagen. Er spielt mit den Möglichkeiten des Filmens, mit den Chancen des Erzählens in Bildern, mit dem Mysteriösen, das man inszenieren kann, wie man gerade will, mit dem Genre der Geistergeschichte usw. usf. Er inszeniert sozusagen in Schichten, eine legt sich um die andere und jede repräsentiert eine Möglichkeit (!) der Deutung durch Andeutung. Welche Schicht – um es mit einer Zwiebel zu vergleichen – nun außen, welche innen liegt, welche dazwischen und welche wieder dort dazwischen, bleibt völlig offen. Insofern ist die Geschichte letztlich auch nur eine Andeutung und keine wirkliche Geschichte, Rivette erzählt über geschlagene 150 Minuten: nichts. Jedenfalls „nichts” im üblichen Sinn des Wortes. Formal hält er die Regeln des Dramas ein – von der Erpressung bis zur dritten Zahlung des Erpressergeldes. Doch diese so genannte Geschichte ist eigentlich gar nicht „Thema” des Films.

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R Weixlbaumer: tip Berlin R Weixlbaumer: tip Berlin

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8.0Ausgezeichnet

Das theatrale Spiel mit dem Leben im Tode und dem Tod im Leben ist mit Lust an Symmetrien und Spiegelungen inszeniert, ein kleines Werk, das anders als Rivettes betörendere Frauenfilme "Die Viererbande" oder "Haut Bas Fragile" mehr der Vergangenheit als der offenen Zukunft zugewandt ist.

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Scipio

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Bewertung2.0Ärgerlich

Langweilig!
Emmanuelle Béart stolziert rum wie auf einem Laufsteg - völlig unerotisch.
Hier hilft nur eines, abschalten.

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