Goyas Geister
Goya's Ghosts (2006), ES Laufzeit 114 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 23.11.2006
11 Bewertungen
Skala 0 bis 10
282 Bewertungen
14 Kommentare
Keine
von Milos Forman, mit Javier Bardem und Natalie Portman
Spanien 1792, ein Land unter dem Diktat der Inquisition. Die Kirche fürchtet den Verlust der Macht und die Ideen der Aufklärung wie der Teufel das Weihwasser. Goyas Muse und Modell Inés gerät ins Visier fanatischer Tugendwächter und muss sich vor dem Tribunal verantworten. Auch der skrupellose Pater Lorenzo, den Goya besticht, kann dem Mädchen nicht helfen. Sie erschwindet in finsteren Verliesen. Sechzehn Jahre später wird Inés von Napoleons Armee befreit, eine gebrochene Frau, die mit Unterstützung Goyas ihre in der Zelle geborene Tochter sucht und den Erzeuger – Lorenzo.
Mehr Bilder (14) und Videos (2) zu Goyas Geister
Cast & Crew
-
Milos Forman
-
Javier Bardem
-
Natalie Portman
-
Stellan Skarsgård
-
Randy Quaid
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) King Carlos IV
-
Cayetano Martínez de Irujo
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Wellington
-
Craig Stevenson
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Napoleon Bonaparte
Regie
Schauspieler
-
Aurélia Thiérrée
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Henrietta
-
Frank Baker
-
Jean-Claude Carrière
-
Milos Forman
- Genre
- Schicksalsdrama, Biopic
- Handlung
- Art House-Film, Kerker, Ketzerei, Malerei, Muse, Napoléon Bonaparte, Religion und Übersinnliches, Ungewollte Schwangerschaft, Vergewaltigung
- Mitmachen
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Drehbuch
Filmdetails Goyas Geister
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Kritiken (2) — Film: Goyas Geister
plomlompom: Filmblogs
Kommentar löschenDies ist eine der Schönheiten dieses Filmes: Er erlaubt sich diskursive Konsequenz. Er knickt die diskursiven Positionen der Figuren nicht unter Psychologie oder Moral oder persönlicher Verlogenheit ein, wie sie als Diskussionsgrundlage doch sonst so gern im Mainstream-Kino beschworen werden; bis auf einen kleinen Sexualtriebs-Ausrutscher lässt sich insbesondre die zwielichtige Figur des Lorenzo von alledem nicht aus einem zivilisierten Streitgespräch mit konträren Meinungen, in dem Argumente ernsthaft und konsequent ausgetauscht und durchdekliniert werden, zurückhalten. [...] Man darf hier wohl den Einfluss von Jean-Claude Carrière, der das Drehbuch mitverfasste, nicht unterschätzen: Der Geist seiner blasphemisch-surrealistischen Kollaborationen mit Luis Buñuel ein Dritteljahrhundert zuvor glänzt subtil an mancher Stelle in "Goya's Ghosts" auf ...
Kritik im Original 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Chuchaqui: Critic.de
Kommentar löschenMan verzeiht diesem großen Regisseur ja alles, aber nach der Sichtung von "Goyas Geistern" muss man sich eingestehen: Ein weiteres Meisterwerk von Milos Forman ist dieser Film nicht geworden. "Goyas Geister" ist ein Beispiel dafür, wie selbst das ambitionierteste Projekt - mit einem großen Regisseur, einem der besten Drehbuch-Schreiber überhaupt und starken Schauspielern - scheitern kann. Der Film stellt keinen Vergleich zu früheren Forman-Filmen wie "Einer flog übers Kuckucksnest", "Amadeus" oder dem vielfach unterschätzten "Man on the Moon" dar. Was bleibt ist die Hoffnung, dass man auf den nächsten Forman nicht wieder sieben Jahre warten muss.
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Kommentare (12) — Film: Goyas Geister
Kommentar schreibenLu La 2011/07/22 15:55:54
Kommentar löschenWas hat dieser Film mit Goya zu tun?
Die Geschichte ist vorhersehbar und unglaublich konfus inszeniert. Ich hatte das Gefühl, dass der Regisseur sich nicht sicher war, was er alles in den Film packen sollte und deshalb hat er einfach alles halbherzig zusammengeschustert. Goya wird als charakterlose Lusche dargestellt und hat mit der Geschichte eigentlich herzlich wenig zu tun. Nathalie Portman finde ich als alte Irre eher amüsant als ernstzunehmend und Javier Bardem als opportunistischer Geistlicher, der seine Einstellung den Umständen anpasst ist absolut überzogen. Die Darstellung mag dabei nicht das Problem sein sondern viel mehr das Drehbuch und die grauenhaft schlecht ausgearbeiteten Charaktere. Da wüsste ich als Schauspieler wahrscheinlich auch nicht, wie man das noch rausreissen könnte. Die Erzählung, die sich durch mehrere Jahrzente zieht wirkt unvollständig und viel zu sprunghaft. Ich war selten so angenervt von einem Film, wie ich es in diesem Fall war. Vielleicht lag es zum Teil daran, dass ich mit großen Erwartungen an ihn herangegangen bin aber die Gesamtkonstruktion fand ich einfach nur lächerlich.
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wildthing_r2 2011/06/14 11:16:25
Kommentar löschenDaraus hätte mehr werden müssen. Guter historischer Grundstoff für eine spannende Geschichte, Klasse Cast und ein Regieseur, der schon andere Stoffe genial umgesetzt hat.
Leider reicht das alles hier nicht - der Film beginnt ganz ordentlich gleitet dann aber schnell ab und ist ab der Hälfte nur noch ein Durcheinander und aneineandergereihe ambitionierter Sequenzen.
Schade hatte mir mehr erwartet - bin aber jetzt froh, dass ich ihn im Kino verpasst habe.
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ruegenwalder1986 2011/06/09 03:56:19
Kommentar löschenStarke erste Hälfte, danach allerdings immer unzusammenhängender und chaotischer. Irgendwie hat sich Forman hier ein wenig verzettelt. Schade, denn mit dem Cast wäre sicher mehr drin gewesen.
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Sigmund 2010/10/28 17:17:36
Kommentar löschenNach starkem Anfang lässt der Film leider etwas nach und wird immer schematischer und papierner.
Doch wie hier in den ersten 45 Minuten politisches Geschick und versierteste Diplomatie eingesetzt werden um grausames Unrecht zu erschaffen – das ist einfach atemberaubend brillant erzählt.
Kann mich nicht erinnern, derartige Winkelzüge schon mal ähnlich präzise, dramatisch und zugleich authentisch gesehen zu haben.
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Detlev Buck 2010/01/19 15:01:46
Kommentar löschenTotal nach hinten losgegangen. Aber wer so gut ist, darf auch mal schlecht sein
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derblonde 2009/12/21 18:52:00
Kommentar löschenSehenswertes Stück Kino über die "gute alte Inquisition". Wenn man solche Filme sieht , die sich sehr kritisch mit der katholischen Kirche und Fanatismus ansich auseinandersetzen, kommt das Wutgefühl auf.
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8martin 2009/12/14 19:45:26
Kommentar löschenVom Titel her steht die geschundene und gequälte menschliche Kreatur im Mittelpunkt des Films. Deswegen sehen wir gleich in der Anfangszene viele Zeichnungen von Goya, die das veranschaulichen und werden außerdem in die Problematik der Inquisition mir ihrer hochnotpeinlichen Befragung, üblicherweise auch Folter genannt, eingeführt. Forman entwickelt einen prallen Bilderbogen der Gewalt, mit Anleihen an der Geschichte Europas um 1800. Teils um fiktive Figuren, teils um historische Größen herum entwickelt er seine dramatischen Bilder.
Daneben bilden noch zwei Hauptfiguren das zentrale Trio: vor allem Natalie Portman- bis zur Unkenntlichkeit verhässlicht - beeindruckt in einer Doppelrolle, die die unendliche Fortsetzung des Elends darstellt, sowie Javier Bardem als zynischer Opportunist, der vom Priester zum Vergewaltiger mutiert und erst am Ende wegen seiner Verbrechen zur Rechenschaft gezogen wird. Nie langweilig, ohne erhobenen Zeigefinger hinterfragt der Film Fanatismus und das Recht auf Glück im Wandel historischer Ereignisse.
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spanky 2009/08/31 09:20:09
Kommentar löschenIch liebe ja Historien und wenn dann noch Forman die Finger im Spiel hat, kann eigentlich nichts Schief gehen. Wahrlich, es handelt sich bei dem Film nicht gerade um ein Meisterwerk dieses Mannes. OK, Bardem brilliert mit erstaunlicher Präsenz die Szenerie und Skarsgard ist angenehm zurückgenommen in der Titelrolle. Dazu noch dieser Racheplot im Mittelteil: Da konnte ich nur lauthals applaudieren. Bravo!
Aber die Portman geht gar nicht. Ich kann mich zwar nicht entscheiden, ob es an ihr oder der schlechten Maske liegt, aber ich nehm ihr die Nummer der gebrochenen Tochter aus wohlhabender Familie nicht ab. Abzüge also in der B-Note.
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Dalia 2009/08/07 23:54:58
Kommentar löschenFaszinierender, umwerfender Film mit großartigen Schauspielern und einer fesselnden Thematik.
Wunderbare Bilder - zum Teil auch erschreckend, wenn man sich zum Beispiel den "Wandel" von Natalie Portman ansieht. So hässlich sah man sie noch nie auf der Leinwand ...
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maslobojew 2009/05/22 01:24:21
Kommentar löschenGoya mehr als Beobachter der Ereignisse im wieder inquisitorischen Spanien zur Zeit der französischen Revolution bis Napoleon, kein Biopic über den Künstler Goya.
Im Fokus der Story stehen andere Figuren, wodurch sich eine sehr dramatische Handlung entwickelt.
Die Szene mit der privaten Anwendung inquisitorischer Mittel am Vertreter der katholischen Kirche (Bardem), um die Absurdität vom Wert eines Geständnisses unter Folter zu demonstrieren, fand ich sehr beeindruckend.
Forman gelingt wie immer ein flüssiger, unterhaltsamer und sehr interessanter Film.
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Acry 2008/08/14 00:50:08
Kommentar löschenKann man sich mal angucken, ist aber nichts unglaublich außergewöhnliches.
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krbolik 2007/12/01 17:06:47
Kommentar löschenSo schlimm, wie manche Kritiker im Internet schreiben, ist der Film gar nicht. Es ist ganz gut dargestellt, was für einen Unsinn die Inquisition in Spanien getrieben hat und die Story ist auch gut gespielt. Ich würde also nicht unbedingt abraten, den Film zu schauen.
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