Der Patriot

The Patriot (2000), US Laufzeit 164 Minuten, FSK 16, Actionfilm, Historienfilm, Drama, Kinostart 03.08.2000

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5.1
Kritiker
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6.8
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von Roland Emmerich, mit Mel Gibson und Heath Ledger

Roland Emmerich lädt uns zu seiner ganz persönlichen amerikanischen Geschichtsstunde und präsentiert Mel Gibson als Der Patriot, der seinen ganz eigenen Unabhängigkeitskrieg führt.

South Carolina, 1776. Der Witwer Benjamin Martin (Mel Gibson), ein Veteran des blutigen Feldzugs gegen die Franzosen und die Indianer, lebt mit seinen sieben Kindern zurückgezogen auf seiner Plantage. Mit dem drohenden Krieg gegen die Engländer will der friedfertige Familienvater nichts zu tun haben. Doch als sich Benjamins idealistischer Sohn Gabriel (Heath Ledger) seinem Vater zum Trotz der kontinentalen Armee anschließt und der englische Colonel Tavington (Jason Isaacs) Gabriels jüngeren Bruder Thomas (Gregory Smith) in einem Akt grausamer Willkür erschießt, kann sich auch Benjamin dem Krieg nicht länger entziehen. Gemeinsam mit Gabriel führt er eine tapfere Rebellen-Miliz in den Kampf gegen die übermächtige englische Armee. Dabei entdeckt der Held wider Willen, dass er seine Familie nur beschützen kann, indem auch er für die Freiheit seiner jungen Nation kämpft…

Hintergrund & Infos zu Der Patriot
Der Patriot hat 110 Millionen Dollar gekostet und spielte knapp 215 Millionen Dollar ein. Die Produzenten wollten eigentlich Kevin Spacey als Gegenspieler von Mel Gibson engagieren. Da der Mad Max -Darsteller jedoch 25 Millionen Dollar Gage forderte, war kein Budget für Kevin Spacey mehr übrig, der kurz zuvor einen Oscar für American Beauty gewonnen hatte.

Die verfeindeten Hauptfiguren Benjamin Martin (Mel Gibson) und Colonel Tavington (Jason Isaacs) basieren zu großen Teilen auf den historischen Figuren Francis Marion und Banastre Tarleton. Francis Marion gilt als Vater des modernen Guerrilla-Kriegs. Die filmische Interpretation beschönigt allerdings einen Großteil seines Lebens. So verübte er in den Kriegen gegen die amerikanischen Ureinwohner zahlreiche Kriegsverbrechen und im Film wird auch verschwiegen, dass er ein Sklavenhalter war. Auch die Wahrnehmung von Tarleton geht je nach Quelle auseinander. In England wurde er als Held gefeiert und für seine taktische Raffinesse gelobt. Auf amerikanischer Seite gilt er als Kriegsverbrecher und Schlächter.

Eine generelle Kritik an Roland Emmerich und Drehbuchautor Robert Rodat ist die durchweg negative Darstellung der britischen Armee in Der Patriot. Mit dieser Interpretation würde man die Kriegsverbrechen der Nazis relativieren hallte es von Seiten der Kritiker und Historiker, meistens jedoch Briten.

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Kritiken (4) — Film: Der Patriot

Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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2.5Ärgerlich

Scheinbar sichtlich beeindruckt von Gibsons Gesellenstück aus den schottischen Highlands, fand Roland Emmerich, seines Zeichens Dirigent dümmlicher Ausstattungs-Operetten, nicht nur einen Hauptdarsteller, sondern tatsächlich auch einen Bruder im Geiste: Konsequent in der Titelgebung ihres Werkes, fröhnt das Duo vor und hinter der Kamera ihrer intellektuell ebenso schlichten, wie inszenatorisch schwachen Glorifizierung von Krieg und Vaterlandsliebe, und scheuen sich abermals nicht davor, historischen Kontext zur austauschbaren Fototapete herunterzubrechen: Die Schallplatte heißt "Freedom", der Text "Independence", der Interpret Gibson - ein Programm, mittlerweile so ätzend wie die Top10 - und leider auch ähnlich auflagenträchtig.

Tragischerweise funktioniert "The Patriot" dabei noch nichteinmal als stupides, aber unterhaltsames Schlachtengetümmel: Zu abgegriffen sind die ewiggleichen Bilder, zu tranig der auf orchestral getrimmte Score, zu oft war man schon Zeuge, wenn Überlänge mit Epik verwechselt wurde.

Zumindest bis zum Erscheinen von "10.000 B.C." der vorläufige Tiefpunkt im Œuvre eines Regisseurs, dessen Einspielergebnisse noch nie auch nur den Hauch eines Rückschlusses auf sein inexistenten Talent zugelassen haben.

Kritik im Original 16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

der cineast

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LOL


Galaxysinger

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Dieser Film regt in mir so viel Abscheu, dass sich die 2.5 sogar schon 10.0 anfühlt! Dennoch, umfassende Zustimmung!!


fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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2.0Ärgerlich

Mel Gibson macht was er am Besten kann (und bereits in «Braveheart» bis zur Ermüdung vorgeführt hat): Abwechslungsweise verzweifelte und wütende Blicke durch die Gegend werfen, erzürnt auf die Gegner einschlagen und mit wehenden Haaren für die Freiheit kämpfen. So entartet der Geschichtsunterricht aus Hollywood wie so häufig zu einer Glorifizierung von Gewalt.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kubrick_obscura: CinemaForever

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0.0Hassfilm

Ein Film amerikanischer als George Bush, patriotischer als George Bush von einem Regisseur schlimmer als George Bush.

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JohnWayne44

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Ich wette du warst noch nie in Amerika...


nilswachter

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Ein wahrlich grausiges Machwerk!


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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2.0Ärgerlich

Emmerich und Gibson und Patriotismus. Das sind ja gleich drei Schüsse ins Knie. Nächster!

23 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Strikerth

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och der film is toll :> vorallem da die meisten die dort gekämpft haben deutsche waren oder war das die sklaven berfreiung? naja sind ja eh alles "ureinwohner" außer die indianer... die waren irgendwie nachgekommen ne!


makatu

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Und Heath Ledger war jung und brauchte das Geld. Mehr gibt's zu diesem Machwerk kaum zu sagen.



Kommentare (79) — Film: Der Patriot


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andaction94

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Im Jahr 1760 bereits entstanden heftige Spannungen zwischen den Briten und den Kolonien in Amerika, aufgrund des Herrschaftsantritts von König George III. . Erhebliche Steuern fielen an, sodass sich Ende des 18. Jahrhunderts 13 Kolonien gegen das britische Empire erhoben. Im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg sollten unzählige Menschen ihr Leben lassen.
Vor diesem Hintergrund erzählt Regisseur Roland Emmerich die Geschichte von ‘Der Patriot‘.

Benjamin Martin (Mel Gibson) ist ein verwitweter Kriegsheld. Überall wo er hingeht wird ihm von Männern etwas zu trinken spendiert, für das, was er vor vielen Jahren bei Fort Wilderness getan hat. Seine Kindern erfuhren nie was dies war.
Seit Jahren lebt er nun schon mit seinen sieben Kindern auf einer Plantage in South Carolina. Doch seine Vergangenheit als grausamer Kriegsheld bleibt ihm immer im Gedächtnis. Er versucht sie zu vergessen, bis sich South Carolina dazu entscheidet, gegen die Briten in den Krieg zu ziehen, um eine amerikanische Nation zu gründen. Sein Sohn Gabriel (Heath Ledger) meldet sich freiwillig als Soldat zum Dienst. Benjamin kann es ihm nicht verbieten, weil Gabriel volljährig ist, obwohl er gerne würde.
Gabriel glaubt jedoch an die Ideale eines freien Amerikas, bzw. einer neuen Welt, wie er es nennt.
Jahrelang ist Gabriel als Soldat an der Front, bis er verwundet mit einer wichtigen Depesche nach Hause zurückkehrt und so seine Familie in Gefahr bringt. Als die Briten unter Führung des sadistischen Colonel William Tevington (grandios diabolisch: Jason Isaacs) Benjamin Martins Plantage durchsuchen, verhaften sie Gabriel als Kriegsgefangenen.
Weil Benjamin nichts unternimmt und versucht, seine Familie so gut es geht zu beschützen, versucht der jugendlich naive Thomas Martin (Gregory Smith) seinem älteren Bruder zur Flucht zu verhelfen. Dabei wird er jedoch von Colonel Tevington erschossen. Von Rachdurst erfüllt, befreit Benjamin Gabriel, bevor dieser gehängt werden kann.
Von nun an leisten sie im blutigen Unabhängigkeitskrieg General Lord Charles
Cornwallis (sehr eitel: Tom Wilkinson) immensen Widerstand, um diesen im Staat South Carolina zu halten, damit George Washington im Norden seinen Feldzug fortsetzen kann.

Die herausragende Filmmusik von Komponist John Williams ist bereits zu Anfang des Films als Stilmittel des Streifens erkennbar. Die vielen verschiedenen Musikthemen treffen die Tragik der Szenen, die Gebrochenheit von Benjamin Martin als auch den Heldentum von diesem und seine Stellung als besonderes Vorbild der Soldaten sehr gut. Die Musik passt mit ihrem Klang und dem Gebrauch verschiedener musikalischer Elemente und Instrumente auch faltenlos in die Zeit des Unabhängigkeitskriegs.

Auffallend gut gelungen sind auch die Kameraaufnahmen, v.a. bei winterlichen Schlachten im Morgengrauen mit sehr ansehnlichen Strahlen der aufgehenden Sonne. Meistens ist auch der Aufnahmewinkel gut gewählt.

Die schauspielerischen Leistungen der Akteure aus Hollywoods erster Klasse beeindrucken.
So ist Jason Isaacs wunderbar böse Darstellung des sadistischen Colonel Tevington, sowie dessen unglaubliche Arroganz, grandios gelungen. Auch Mel Gibson überzeugt als gebrochener Kriegsheld, der sehr unter dem Tod seiner Frau und seinen schrecklichen Erinnerungen an den Krieg leidet.

Schön zu sehen ist auch, dass sich Regisseur Roland Emmerich mit einer wunderbaren Nebenhandlung entschieden gegen Rassismus und Diskriminierung stellt. Hierbei dient ihm die Rolle des ungebildeten, angeblich minderwertigen Sklaven Occam als Darstellungsmittel.

‘Der Patriot’ erzählt die packende Geschichte eines Kriegshelden, der den Mut hat, sich gegen seinen Feind zu stellen, jedoch klug genug ist, dies nicht zu tun und letzten Endes doch keinen anderen Weg sieht, sich gegen Tyrannei und Brutalität zu wehren. Die Handlung von Emmerichs als Historienepos verpacktem Kriegsdrama fesselt den Zuschauer mit der tragischen Dramatik eines Shakespeare - Stückes. Roland Emmerich hat mit dem anspruchsvollen Kinostreifen zweifellos seinen besten Film auf die Leinwand gebracht.
Auch Szenenbild und Kameraarbeit unterstützen den guten Gesamteindruck und führen dazu, dass ‘Der Patriot’ auch optisch ein Genuss ist.
Meiner Meinung nach handelt es sich bei dem Historienfilm um einen ausgezeichneten Film, vor allem, weil es keinem Regisseur zuvor mit derart überzeugenden Mitteln gelungen ist, das Thema des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges zu verfilmen.

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DeutschePraezision

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Bewertung7.0Sehenswert

Heute erst (mal wieder) gesehen den guten Film.
Er ist gut ja.
Gut.
Aber irgendwie nicht mehr.
Komische Szenen kommen drin vor, die mir nicht gefallen.
Alles zu sehr "gewollt"
(der Schwarze der am Ende freiwillig mit macht, das Mädchen das ihre Stimme entdeckt, am Ende Mel wie er mit der Fahne rumrennt und die Jungs zum weiter machen animiert...)
Naja... Alles zu sehr gewollt wie gesagt...

Trotzdem,
guter Film!

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pischti

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"Trotzdem, guter Film!" , so sieht es aus :)


damian.thorne.3

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der Patriot ist mit:Braveheart,Wir waren Helden,den Mad Max Filmen und der Lethal Weapon Reihe Mel Gibsons stärkster Film.Ein Meisterwerk über den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.Auch der leider zu früh verschiedene Heath Ledger gibt hier eine gute Vorstellung ab.

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LowRidah

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Bewertung4.5Uninteressant

obwohl es historisch überzeugend wirkte, können mich Kriegsfilme (abgesehen von denen, die in der Zukunft handeln) nicht überzeugen...

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ShaneWalsh

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mir gefällt dieser film gut, schön gespielt, gut besetzt und interessante story. Ich finde den amerika-hass von manchen hier einfach nur lächerlich...

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BOW666

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Bewertung7.5Sehenswert

The Patriot mit Mel Gibson an der Spitze ist der Film ein Reiter der Geschichte, wunderbare Schlachten und mit einem schönen Cast geschmückt, Roland Emmerich hat es geschafft und kann mit diesem Geschichtsfilm punkten.

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the assassin 666

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Bewertung6.0Ganz gut

Von Ausstattung und Besetzung ist der Film wirklich gut gelungen, aber die Geschichte ist oftmals zu simpel aufgebaut und das in vielerlei Hinsicht und deswegen konnte mich Der Patriot auch nicht so fesseln wie Braveheart. Braveheart ist um Längen sogar besser. :)

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Walkoflife1

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Bewertung7.0Sehenswert

Wiedereinmal ein film bei dem ich jegliche Kritik nachvollziehe... aber dieser film war für mich als mitte 90er Jahrgang sehr prägend und ich verbinde mit ihm einfach eine gewisse Sympathie ;-)

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pischti

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Absolut!!! :)


Homer Simpson

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Guter, unterhaltsamer, und spannender Film.
7,5 von 10 Pkt.

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Narrisch

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Bewertung7.0Sehenswert

Pathos muss man erstmal können, aber da Pathos hierzulande den gleichen Stellenwert wie Hartz IV, Dschungelcamp und Beulenpest zusammen hat ist es natürlich einfach auf Emmerich einzuschlagen. Trotz aller Einfachheit ein historisch erstaunlich präzises Popcornmovie mit guter Charakterzeichnung.

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ready2fall

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Pathos schön und gut, mag ich auch (manchmal) aber wenn es um reelle Geschichte und vorallem Krieg geht, eben oft unangebracht. Also was ist an Emerichs Pathos so sehenswert möchte ich wissen? ( habe den Film noch nicht gesehen) möchte ich nach Filmen wie Pearl Harbor aber eigentlich auch nicht.


Narrisch

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Kamera, Musik, Spiel zum richtigen Zeitpunkt, war in Pearl Harbor eben nicht auf den Punkt gebracht und genau das ist die Schwierigkeit und der Unterschied zum Patrioten.


nilswachter

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Dass man von einem Film mit dem Namen "Der Patriot" nicht gerade ein politisches Kammerspiel, eine differenzierte Analyse des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges oder allgemein Subtilität erwarten kann, liegt auf der Hand. Es grenzt aber schon an Marter, was man hier serviert bekommt. Ein vor Pathos und Sentimentalität nur so triefendes, in jeder Hinsicht unausgegorenes Machwerk, das - wenn es sich nicht selbst so ernst nehmen würde- als Selbstparodie zähneknirschend akzeptiert werden könnte. Dass dieses pausenlose Herumwühlen in der Klischee-Mottenkiste aber tatsächlich ernst gemeint ist, lässt einen schon - gelinde gesagt - etwas ratlos zurück. "Der Patriot" ist aber nicht einfach nur ein dummes und unterdurchschnittlich inszeniertes Schlachtengemälde. Der Film vermittelt immer wieder Bilder und Szenen, die die historische Wahrheit zugunsten der Dramaturgie verfälschen, verharmlosen oder verdrehen. Bestes Beispiel dessen ist der schwarze Sklave, der auch nach seiner Befreiung am Krieg teilnimmt und von seinem einstigen Verachter beinahe mit einem Knicks begrüsst wird. Gerade die Situation der Sklaven wird in beinahe ekelerregender Art und Weise verharmlost. So stehen beispielsweise alle Schwarzen bei der Heirat von Benjamins Sohnemann lächelnd bei der Zeremonie und singen und tanzen fröhlich in der nachfolgenden Party, dass es eine Freude ist zuzusehen. Solche Szenen der geheuchelten Harmonie dienen letztlich aber ohnehin nur einer darauf folgenden Tränendrüsenszene, wenn mal wieder ein Familienmitglied von den bösen Rotröcken verbrannt oder aufgeschlitzt wird. In solchen Momenten offenbart sich auch das nicht vorhandene Schauspieltalent Mel Gibsons, der wirklich nicht mehr als den Hundeblick draufhat. Interessant ist dabei, dass Gibson hier ein weiteres Mal den Messias gibt, unter ständigem Leiden Busse tut und am Ende die "Welt" retten darf. Dass hierfür der eigene Sohn und eine Horde anderer Familienmitglieder ins Grass beissen mussten, ist der Logik des Drehbuchs und der debilen, reaktionäres Gedankengut verbreitenden Geschichte geschuldet. Denn laut dieser wurde der Unabhängigkeitskrieg nicht aus machtpolitischen oder ökonomischen Gründen gefochten, sondern weil tapfere Männer für ihre Familien in den Krieg gezogen sind und am Ende die absolute Freiheit und der Himmel auf Erden warteten - inklusive neuem Haus für den Retter Gibson. Die klassische Semantik und Symbolik eben, wie sie von blinden Patrioten geliebt wird und leider auch tief im Selbstverständnis des Amerikanischen kulturellen -und vor allem psychologischen kollektiven Gedächtnisses verankert ist.

Dieser weitere Schandfleck im generell nicht gerade von Meisterwerken gesegneten Oeuvre Herrn Emmerichs, dient im besten Fall irgendwelchen Rednecks und Hillbillies als Wixvorlage und sollte von allen ernsthaft an Amerikanischer Geschichte oder einem nur im geringsten unterhaltsamen Film interessierten Menschen umgangen werden.

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heiko.buschhaus

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wenn Roland Emmerich am Regiestuhl sitzt, kann man sich eigentlich 100% sicher sein, dass alles in die Luft fliegt, was nicht bei drei auf dem Baum ist! Diese Regel hält der Großmeister des Action-Genres auch bei seinem Historienwerk ein, etwas abgefeilt; es STIRBT alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist! Dass ist dabei noch gigantisch inszeniert und dank Mel Gibson und Heath Ledger in Höchstform merkt man dem Film seine Länge nicht an. Und wenn Jason 'Lucius Malfoy' Isaacs und Tom Wilkinson die Gegner sind, kann ja gar nichts schief gehen. Das einzige, was an dem Film gewaltig nervt, ist der ständige amerikanische Patriotismus, welcher sich durch den ganzen Film schlängelt! Doch bei einem deutschen Regisseur und einem australischen Hauptdarsteller ist das leichter weg zu stecken!

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Homer Simpson

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Nein, nein, nein


heiko.buschhaus

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Ne, das war 'Inglorious Bastards'! ;)


Big T.

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Dieser ganze Unabhängigkeit- und Freiheitskram funktioniert wohl super bei weil neben Der Patriot auch Braveheart auch (und noch besser) gefällt.
Sehe diesen ganzen Patriotismuskram in den Staaten zwar immer mit leichtem Würgereiz aber hier komischerweise überhaupt nicht.
Das mir dieser Film so gut immer wieder gefällt überrascht mich eigentlich selbst da ich eigentlich kein Fan von Filmen bin die 120+ Minuten gehen und dazu eher auf Bildgewalt statt Story setzen. Aber außnahmen bestätigen ja die Regel.

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craax

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Bewertung5.0Geht so

Rundgelungene Weltbildgeradenagelei für schlichte Gemüter. Jeder Stoß - ein Franzos‘! Herrliche Zeiten! W.
3 Punkte für den Schneider

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Geralt von Riva

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Bewertung0.0Hassfilm

Der Film ist ne wahre Granate, angemalt in den Farben der US-Flagge. Und was macht man, wenn einem Granaten in den Weg rollen? UM SEIN LEBEN LAUFEN!!!

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craax

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lieber Riva-tilist, immer wieder fallen mir deine OneLiner wohltuend in die Augen! Du hast das Mark überall da, wo es hingehört. Und was ich zu hören kriege, gefällt!


Geralt von Riva

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Erfreut zu hören.


Abettertomorrow

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Bewertung9.5Herausragend

Wuchtiges Kriegsepos mit gewaltigen Schlachtszenen, muss man auf der grossen Leinwand gesehen haben. Jason Isaacs und Tom Wilkinson als fiese Engländer, ein Genuss.

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emotionfreak

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Und wieder einmal ein Film, der zerrissen wird, wegen angeblicher Glorifizierung von Patriotismus und amerikanischem Heldentum. O.k, vergessen wir doch mal, dass es hier um Amerika geht, es geht um ein Drama, in dem Mann ein Mann für etwas kämpft,
vergessen wir doch mal, dass es um amerika geht, mit dem die meisten hier sich wohl nicht identifizieren können. Wenn man all die Emmerichfilme als Vergloryfizierung des amerikanischen Heldentums bezeichnet, müßte man Rocky als Vergloryfizierung des Boxsports bezeichnen. Ich bin kein Boxer, und kann mich mit dieser Sportart nicht identifizieren, trotzdem mag ich den Film Rocky, zumal ich- und so geht es doch bestimmt vielen Menschen - für etwas kämpfe und versuche mein Leben zu meistern. Ein Glück liegt Mittelerde nicht in Amerika, sonst würde "Herr der Ringe"" auch so angegriffen werden. Das mit dem Patriotismus, insbesonders bei Emmerichfilmen, ist doch etwas, wo sich viele Mitglieder von moviepilot verrannt haben. Was haben denn bitte schön "Independenday" und ""2012 mit Patriotismus zu tun? Ausserdem ist der Patriotismus in "Der Patriot" nicht so verkehrt, denn wenn hier auch vielleicht nicht alles historisch korrekt ist, eins ist wahr, King George war ein Tyran, und es war richtig, sich gegen ihn aufzulehnen. Ausserdem der Protagonist wird hier keinesfalls, als der unfehlbare Amerikaner dargestellt. Er hat schwerwiegende Fehler gemacht, für die er sich schämt. So fängt der Film doch schon an: Der Protagonist, sagt, dass ihm klar war, dass er irgendwann für seine Taten büßen wird. Damit gehe ich auch auf die kritik, des typischen Gut-Böse Schemas ein. Und um dies weiter zu tun, für einen Film, in dem es um Unterhaltung geht, für Popcornkino, ist es eine Grundregel, die Helden, als besonders sympathisch darzustellen(was nicht heißt, dass sie nicht auch Ecken und Kanten haben dürfen), so dass man mit ihnen mitfiebern kann, und die Bösen, eben als besonderes böse darzustellen. Klar man hätte auch einen anspruchsvollen Film machen können, in dem beide Seiten kritisch hinterfragt werden. Ich denke da einen kubrikfilm, der in einem irgendeinem Krieg spielt, wo Soldaten ihre Feinde, die im Gebüsch sitzen , erschießen, als sie die Leichen finden, stellen sie fest, dass diese genau so aussehen, wie sie selbst. Aber solch einen Film wollte Emmerich halt nicht machen. Wobei in einigen wenigen Teilen, der Film doch etwas in diese Richtung geht. Ich denke an oben gennante Fehler des Protagonisten und an die Szene, in der sich die Feinde ergeben wollen, aber die in Anführungszeichen Guten sie trotzdem erschießen und nur der sohn protestiert dagegen und der Vater, der auch der Anführer ist, gibt ihm schließlich recht. Also ich interpretiere das nicht so, dass damit gesagt werden soll, das Pa-
triotismus die Gewalt entschuldigt. Und damit komme ich auch gleich zum nächsten häufige genannten Kritikpunkt. Gewaltverherrlichung. Äh Leute, so ist Krieg. Der Film enthält viel Gewalt, ja, aber diese wird doch nicht verherrlicht, es wird nur historisch korrekt dargestellt wie Krieg ist, schrecklich und schmutzig. Eben keine Verglorryfi -
zierung. Sonst haben die Herren kritiker doch ständig bemängelt, dass der Film his-
torisch unkorrekt ist. Hier werden unverhohlen die Schrecken des Krieges dargestellt.
So jetzt mal Schluss mit dem Thema, das wort Patriotismus will ich die nächsten 2 Jahre nicht mehr benutzen. Komm ich mal zu anderen Punkten des Films. Er ist spannend und mitreißend, gute Action ist enthalten, einige schöne emotionale Szenen. Besonders gut gefiel es mir -ACHTUNG SPOILER- als der Protagonist seine Krise überwindet und schließlich doch heldenhaft in den Kampf zieht. Ja mir gefällt so was, ich bin Romantiker. Und wie gesagt ich sehe hier keine Verherrlichung des amerikanischen Patriotismus(oh nein, schon wieder dieses Wort) sondern eben einfach nur einen Helden, der für etwas kämpft, das könnte auch Mittelerde oder die Freiheit der Galaxys sein. Aber für Leute, die so etwas nicht mögen und den Film noch nicht kennen, diese Sachen sind hier wohldosiert und nicht so häufig, auch Actionfans können sich den Film anschauen.
An die schaupielerischen leistungen kann ich mich nicht mehr errinern, es ist lange her, gleiches gilt für den Soundtrack. Aber ich kann sagen, mir hat der Film recht gut gefallen.

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schwedenretter

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Bewertung6.5Ganz gut

Ja, das ist richtiger Mel Gibson-shit. Irgendwie schlimm aber trotzdem unterhaltsam.

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johannes.hudalla

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Exakt das dachte ich mir auch.


sabezan

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Bewertung6.5Ganz gut

Der Patriot - man erhält ausnahmslos das, was der Titel dem Zuschauer verspricht. Von Anfang an werden nach allen Regeln der Kunst des Popcornkinos Gut und Böse und das sich durch den gesamten Film ziehende Basisthema (Patriotismus/Nationalismus) Vorgestellt. Auch setzt am Anfang bereits die radikale Änderung des Protagonisten ein, die ihn vom passiven Pazifisten in einen Axtschwingenden Feindeschreck macht. Die Kampf- und Schlachtszenen sind für ein solches Werk, bei dem deutlich mehr Wert auf die Geschichte selbst und einen Sinn im Film gelegt wird, absolut ausreichend, sie sind nicht von pompös spritzendem Blut und rumliegenden Gedärmen begleitet, sind jedoch noch mit genug Feingefühl gestaltet, um einen passenden Eindruck zu vermitteln.
An manchen Stellen musste ich mich jedoch doch fragen ob diese Szene nicht ironisch gemeint ist, da der Film durchgehend mit solch einer Seriosität vollgestopft ist, dass es nicht viel zu einer Parodie bräuchte. Mir als nicht-Amerikaner kommt das insgesamt verdammt lächerlich vor, doch jedem das Seine. Die Schauspielerischen Darstellungen sind Einwandfrei. Die Rollen werden genauso rübergebracht, wie sie es seitens der Gesamtstimmung im Film tun sollten, wobei auch das eine Frage des Geschmacks ist. Insgesamt ist es ein sehenswerter Film mit zahlreichen sehenswerten Stellen und besonders für stolze Amerikaner sicherlich ein köstlicher Film.

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ash-williams

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Manchmal muss man ehrlich sein und zugeben wenn man einen Film mag, auch wenn er von allen Seiten als Schund, filmischer Müll etc. bezeichnet wird. Bei Der Patriot muss ich so ehrlich sein und zugeben, dass in diesem Fall bei mir alle Mechanismen des Blockbusterkinos greifen; es mag an meiner Affinität zu ausladenden Historienschlachten liegen, aber ich kann diesen Film immer wieder sehen und er macht immer wieder Spaß; vielleicht liegt es aber auch daran das ich einen Man-Crush auf Mel Gibson habe, auch wenn er privat ein bescheuerter, wahnsinnger Fundamentalist ist. Wenn Mel Gibson seine Muskete lädt und in den Krieg zieht dann liege ich ihm zu Füßen als der anspruchslose Filmgucker der ich manchmal bin und manchmal sogar gerne bin. Da bleibt einem nicht viel übrig als sich zurückzulehnen und dem Musketenfeuer zu lauschen. Wer solch ein historisch inkorrekte Werk nicht genießen kann, der sollte es bleiben lassen, allen anderen wünsche ich viel Spaß! Immer wieder gerne!

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