Public Enemy No. 1 - Mordinstinkt

Mesrine: L'instinct de mort (2008), CA/FR/IT Laufzeit 115 Minuten, FSK 18, Actionfilm, Drama, Kriminalfilm, Thriller, Kinostart 23.04.2009

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7.1
Kritiker
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7.2
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von Jean-François Richet, mit Vincent Cassel und Cécile De France

1959. Angewidert von der sinnlosen Gewalt gegen Unschuldige im Algerienkrieg kehrt Jacques Mesrine der französischen Armee den Rücken und kehrt in die Heimat zurück. Kein Gesetz, keine Autorität, nichts soll ihn künftig bremsen. Als Handlanger des Pariser Unterweltbosses Guido macht sich der junge Mann schnell einen Namen als ebenso charismatischer wie eiskalter Typ, der keiner Brutalität aus dem Weg geht. Nach seinem ersten Mord an einem arabischen Zuhälter taucht er in Spanien unter. Als er zurückkehrt, ist Mesrine verheiratet, mit der bildschönen Sofia. Obwohl sie drei Kinder miteinander haben, hält es Sofia nicht lange bei ihrem Mann aus. Mesrine macht als Verbrecher unbeirrt weiter, mit der verwegenen Jeanne Schneider an seiner Seite und immer tollkühneren Coups. Bald ist Frankreich ein zu heißes Pflaster. Mesrine und Jeanne setzen sich nach Kanada ab. Und geraten dort in die Hände der Staatsgewalt. Mit Männern wie Jacques kennt man dort kein Pardon. Doch der schlägt zurück. Zweiteiliger Thriller – Der zweite Film trägt den Titel “Public Enemy No. 1 – Todestrieb”.

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Regie
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Kritiken (11) — Film: Public Enemy No. 1 - Mordinstinkt

isinesunshine: isinesunshine.de

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7.5Sehenswert

In diesem, ersten, Teil wird dem Zuschauer vor Augen geführt, wie besessen und von sich selbst überzeugt der Mann ist, dessen Geschichte in Todestrieb weitergeführt wird. Das Verständnis dieses zweiten Teils unterstützt der erste, weshalb man sie durchaus in der vorgesehenen Reihenfolge ansehen sollte – auch wenn der zweite teil alleine stehen kann.

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Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,... Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,...

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8.5Ausgezeichnet

Cassel hat von Anfang an darauf bestanden, Mesrine in allen Aspekten, in all seiner Ambivalenz zu spielen. Wie die Filme von Aufstieg und Fall erzählen, hat indes auch seine komödiantischen, komplizenhaften Aspekte: eine tiefe Freude am Gelingen. Aber Richet und Dafri umgehen die zahlreichen Fallen, die dieser Stoff birgt, umsichtig. Weder verherrlichen sie Mesrine, noch wählen sie die weit unverfänglichere Erzählperspektive der Polizei. Sie lassen sich auf die Widersprüche der Figur ein, begeben sich ins Schlepptau ihres Temperaments, trauen diesem Schillern aber nur so lange, bis die Ambivalenz in Beschwichtigung umschlägt. Vor allem gehen sie nicht Mesrines Selbstzeugnissen auf den Leim, seiner Prahlerei und dem Opportunismus, der ihn smart den Zeitgeist aufgreifen lässt. In einer Epoche, als der Terror der Roten Brigaden und der Baader-Meinhof-Gruppe zwei Nachbarländer Frankreichs in Angst und Schrecken versetzte, gefiel sich auch Mesrine als ein politisch Verfolgter. Cassel rechnet diese Figur, die sich als Robin Hood gefällt und doch das eigene Wohlleben als einzigen Maßstab akzeptiert, scharf aus. Zusehends paranoid und egozentrisch wird auch die Inszenierung. Mesrine beansprucht die Hoheit im Bildraum und entwindet sich zugleich ständig dem Gefangensein im Kader. Die Anarchie, die der Film ihm zugesteht, ist eine kinetische: Seine stärkste Motivation ist das Adrenalin.

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Hausmeister: Nerdtalk.de

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7.0Sehenswert

[...] Teil eins macht Lust auf Teil zwei, der unter dem Titel „Public Enemy No. 1 – Todestrieb“ am 21.05. hierzulande im Kino anläuft. Wer einen Film sucht, der nicht nur Action bietet, sondern auch ein wenig die Beweggründe für eine ausgesprochen kriminelle Karriere dokumentiert, der liegt momentan hier genau richtig.

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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8.0Ausgezeichnet

[...]Zeugt diese Einschränkung einerseits vom erkenntnistheoretischen Bekenntnis Richets zur subjektiven Perspektive, kann sie aber auch andererseits als prophylaktisch vorgezeigter Persilschein verstanden werden, der dazu geeignet ist, den „Public Enemy No. 1 – Zweiteiler“ a priori gegen Kritik zu versichern. Nach Kenntnisnahme des ersten Teils kann jedoch guten Gewissens von ersterem ausgegangen werden, wobei diese Einschätzung natürlich noch von vorläufiger Natur ist. Der zweite Teil. nämlich „Public Enemy No. 1 – Todestrieb“, wird die Charakterisation Mesrines fast zwangsläufig entweder zu dem einen oder aber dem anderen Ende bringen müssen, es sei denn es gelingt Richet das Kunststück „seinen“ Mesrine auch weiterhin so zwischen den Stühlen anzulegen, wie es ihm ohne jeden Zweifel im ersten Teil gelungen ist.[...]

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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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7.0Sehenswert

[...] Dass genau das Ende des ersten Abschnitts erstmals wirkliches Interesse für den fragwürdigen Helden und das Gefühl einer verselbstständigten Figur, die die Handlung bestimmt und nicht durch sie bestimmt wird, aufkeimen lässt, darf dabei wohl nicht zuletzt als Teaser-Konzept für den mit erwartungsgemäßen Höhepunkten angereicherten zweiten Film verstanden werden. Bleibt abzuwarten, ob Richet auch weiterhin darauf verzichtet, Mesrine im Film als jenen edelmütigen Quasi-Robin-Hood zu bebildern, als den das kollektive Bewusstsein der französischen Geschichte ihn in der romantischen Rückschau wohl abgespeichert haben dürfte. [...]

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Kubrick_obscura: CinemaForever

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7.0Sehenswert

Endlich mal wieder ein kommerzieller Film aus Frankreich, der nicht auf Kult-Komödie oder Amelie für Arme macht.
"Mesrine" ist ein großes Gangster-Epos, dass durch seine Zweiteilung zur Saga umfunktioniert wurde. Ich hätte mich zwar nicht daran gestört mir gleich den zweiten Teil im Anschluss anzusehen, aber was solls.
Mordinstinkt bildet den Auftakt und was an Richets Film so interessant ist, sind in erster Linie nicht die guten schauspielerischen Leistungen von Cassel und Depardieu, sondern das Gefühl von Freiheit, dass der Film erzeugt. Denn anders als in anderen Gangsterfilmen, vornehmlich amerikanischer Herkunft, wie z.b. die Pate-Reihe oder die frühen Tarantinos, hat Mesrine in diesem Film immer die Wahl. Und das betont der Film immer wieder. Mehrmals im Film eröffnet sich für Mesrine die Möglichkeit zu einem legalen, aber letztlich auch konservativen Leben und immer wieder entscheidet er sich dagegen. Auf Bestimmung, Schicksal, Loyalität, Familienabhängigkeit usw. hat Mesrine keinen Bock.
Selbst sein Dienst im Algerienkrieg war eine freie Wahl, so erzählt es Mesrine jedenfalls dem Zuschauer, wenn er seinem Vater vorwirft für die Deutschen gearbeitet zu haben.
Für Gewalt muss man sich entscheiden und für Freiheit genauso.
Da kriegt der Begriff der Schuld eine viel schwerere Bedeutung, aber das sympatischste an diesem egozentrischen, gewaltätigen und rücksichtslosen Verbrecher war, dass er sich vor dieser Schuld nicht gedrückt hätte.

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E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film

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6.5Ganz gut

Der Film folgt den Memoiren, die Mesrine selbst verfasst hat. Von großer Distanz zu seinem Protagonisten kann schon deshalb nicht die Rede sein. Der Glamourisierung der Figur setzt "Public Enemy No. 1" denn auch herzlich wenig Widerstand entgegen, ausdrückliche "Bonnie and Clyde"-Reminiszenzen inklusive. Aber was soll man sagen: Natürlich ist Vincent Cassel als Verkörperung des Gangsters eine Schau und ein Darsteller mit seiner Präsenz und seiner Physis schon mehr als die halbe Miete für einen solchen Film. Der ist mal, mal weniger spektakuläres Kino der Attraktionen und hat einen Diskurs zu gesellschaftspolitischen Fragen so wenig im Sinn wie Mesrine selbst. Das ist einerseits schon ganz angemessen, andererseits doch arg problematisch und in jedem Fall wohl der Grund für seinen Riesenerfolg.

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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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8.0Ausgezeichnet

Der Gesamt-Mesrine ist fast doppelt so lang wie der "Baader-Meinhof-Komplex" und vermeidet dessen atemloses Abhaken von Pflichtereignissen. Der Hauptvorwurf gegen Eichingers Produktion aber bezog sich auf seinen beständig unbeständigen Standpunkt: Er gab den RAF-Romantikern ihre Helden und den BKA-Sympathisanten ihre Verbrecher. Richets Film nimmt konsequent einen Standpunkt ein, und das ist der von Mesrine.

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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7.0Sehenswert

Vincent Cassel passt mit seinem brutalsten Gesicht in diese Mesrine-Show, denn der Selbstdarsteller ist kein sympathischer Held, kein guter Kerl auf Abwegen. Cécile de France beeindruckt erneut und sehr wandlungsfähig. Auch ansonsten sieht der Film sehr gut, sogar richtig cool aus. Die Kostüme und Sets geben ein Feeling der Zeit, die DS von Citroen darf wieder Gangster-Karosse sein. Regisseur Jean-François Richet spielt mit Splitscreens und Spiegeln während Mesrine mit Leben spielt. Das könnte man im Sinne von Tarantino als respektlose Kino-Kunst (oder Pulp) goutieren, es muss einem aber nicht schmecken.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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5.5Geht so

Was für die BRD in den 1970ern Andreas Baader und die RAF waren, das war für die Franzosen Jacques Mesrine: Der Staatsfeind Nummer eins, ein ebenso selbstverliebter wie gerissener Gangster, der mit der Polizei Katz und Maus spielte. Nur eins war er im Gegensatz zur RAF nicht – explizit politisch. Die Gesellschaft verändern, das war sein Ding nicht. Seine spät entdeckte Politisierung war nie viel mehr als ein dünnes, weil grade modisches Deckmäntelchen für seine brutalen Taten. Der persönliche Ruhm, die gesellschaftliche Anerkennung als toller Hecht und cooler Gangster sowie das schnelle Geld und ein entsprechend luxuriöses Leben waren schon viel eher seine Antriebskräfte.

In zwei Teilen und im hektisch-rauen 70er Jahre Porno-Look hat Jean-François Richet nun Mesrines Autobiografie verfilmt und ist dabei selbst dem vermeintlichen Charme des großmäuligen Gangsters erlegen. Ohne kritische Distanz, schonungslos und brutal in seinen Bildern schildert der Regisseur die tollkühnen Taten dieses Frauenheldes und Potenzprotzes als Aneinanderreihung des immer Gleichen: Auf Überfälle folgen wilde Schießereien, darauf Gefängnisaufenthalte, die von spektakulären Ausbrüchen beendet werden, bis das Spiel wieder von vorne beginnt.

Vincent Cassel verkörpert Mesrine zwar ausgesprochen charismatisch und ist der große Pluspunkt dieses Kino-Zweiteilers. Aber auch er kann nicht verhindern, dass man das Interesse an der letztlich viel zu hohlen und hitzköpfigen Hauptfigur schnell verliert. Erst recht nicht, wenn dessen zwar irgendwie actionreiches, letztlich aber reichlich belangloses Leben über zwei Filme mit einer Gesamtlaufzeit von ziemlich genau vier Stunden ausgebreitet wird. Zusammengerafft auf die Hälfte der Zeit und mit weniger ehrfürchtiger Ergebenheit hätte diese zähe Räuberpistole mehr Sinn und im Kino auch mehr Spaß gemacht.

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sushi25: movie-fan.de

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5.5Geht so

Gute Schauspielerische Leistungen in einer harten Genrestudie, basierend auf der Lebensgeschichte und dem Buch von Jaques Mesrine.

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Kommentare (38) — Film: Public Enemy No. 1 - Mordinstinkt


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CyberExistenz

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Bewertung5.5Geht so

Okayer Gangsterfilm mit holprigem Drehbuch und unsympathischem Protagonisten.
Irgendwie gelingt es dem Film nicht wirklich auf den Charakter und seine Beweggründe einzugehen, weswegen er zu einer losen Anneinanderreihung von Verbrechen verkommt. Die Produktion an sich weiß dagegen zu überzeugen und auch Vincent Cassel spielt überzeugend. Allerdings gelingt es auch ihm nicht seine Figur wirklich mit Leben zu füllen.

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Dady

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Bewertung6.5Ganz gut

Hut ab...wiedermal haben die Franzosen gezeigt das sie richtig gute Filme drehen können. Da sollten sich die Deutschen mal ne große Scheibe von abschneiden.
Es dauert zwar ein wenig bis der Film losgeht, was natürlich an der Story liegt. Doch dann entwickelt er sich zu einem richtig guten Gangsterthriller was natürlichen auch an dem grandiosen Vincent Cassel liegt!!

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Uwe B.B.B.

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Bewertung7.5Sehenswert

Eigentlich ein guter Film, die wahre Geschichte des Jacques Mesrine.

Leider ist es auch ein besonders gutes Beispiel für einen absolut dämlichen deutschen Titel. Stephan Hoffmann, der die Übersetzung verbrochen hat, hätte jemanden zu Rate ziehen sollen, der die deutsche Sprache besser beherrscht als er.

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Abettertomorrow

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Starker, knallharter französicher Gangsterthriller mit einem brillanten Vincent Cassel. Vor allem der Abstecher nach Kanada und eine fulminante Gefängnis-Schiesserei stechen besonders heraus.

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JackoXL

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Kommentar und Bewertung bezieht sich auf beide Filme, hier zu trennen ist Blödsinn. Einzeln sind die nicht sinnvoll zu bewerten, ist schließlich ein geschlossener Film.
"Public Enemy No.1" schildert in satten 240 Minuten Gesamtlaufzeit das nicht gerade langweilige Leben von Jacques Mesrine, der zum Albtraum der französischen (und kanadischen) Justiz über fast 2 Jahrzehnte wurde. Mit einer unglaublichen Mischung aus krimineller Energie, Größenwahnsinn, Skrupellosigkeit und Risikobereitschaft tobte der sich aus wie ein kleines Kind auf dem Aktivspielplatz. Banküberfälle (manchmal spontan zwei hintereinander, wenn er auf der anderen Straßenseite noch eine entdeckte), Entführungen, Mord und Gefägnissausbrüche (bzw. sogar "Einbrüche"), der Kerl hat wirklich nichts ausgelassen. Wie sehr sich der Film an den realen Vorfällen orientiert, kann ich so genau nicht sagen, wobei die groben Fakten wohl stimmen werden. Sicher wurde das Ganze noch spektakulärer gemacht, aber was soll's, ist ja auch ein Film. Vincent Cassel verkörpert diesen fast übermenschlich wirkenden Superkriminellen hervorragend, gerade weil er ihn nie zu sympathisch erscheinen lässt. Er wird nicht der Liebling des Zuschauers, dennoch fiebert man mit seiner Geschichte mit.
"Public Enemy No.1" ist ein epischer, riesengroßer Gangsterfilm geworden, der handwerklich absolute Spitzenklasse darstellt, vom Erzählerischen her jedoch Schwächen aufweißt. Speziell in der ersten Stunde (also praktisch der gesamten ersten Hälfte von "Mordinstinkt") vergehen die Jahre wie im Flug. Es werden kurze Szenen gezeigt, dann springt es blitznell in der Zeit vorraus, dieses Kapitel sollte oder musste wohl recht eilig abgehandelt werden, damit nicht am Ende 5 oder 6 Stunden Film entstanden wären. Später ist das alles weniger sprunghaft, sobald Jacques auf seinem Höhepunkt anlangt. Aber auch dann wirkt der Film manchmal etwas gehetzt.
Das sind Schönheitsfehler, aber unterm Strich zu verschmerzen. Ich liebe dieses Genre, besonders in dieser ausgedehnten Form, so was bekommt man heute ja kaum noch zu sehen. Daher kann ich über die Schwächen problemlos hinwegschauen und mich an Cassel (und auch Depardieu, der seinen Part grandios spielt, leider nicht so lange dabei ist) und dieser irren Gangsterstory erfreuen.

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Hartigan85

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@All: Hört sich gut an :-)


pLLvdm77

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isses auch ;)


Hagen Hagen

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Bewertung6.5Ganz gut

Ok, wir sehen ein Verbrechen. Dann noch ein Verbrechen. Dann noch ein Verbrechen. Dann...naja, immer so weiter. Vincent Cassel kommt mit genau einem Gesichtsausdruck durch den Film, aber immerhin wird seine Figur so nicht verklärt.

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kaot76

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Ich finde Cassel hat für den Film nen Oscar verdient.Beide Teile sind perfekt , sogar wenn man das Buch kennt.Ich war und bin begeistert von der Darstellung des Mesrine.Man sollte nicht vergessen, dass es alles wahr ist und es fast 8 Jahre dauerte alles genau hinzubekommen.Ein Gesichtsausdruck hat nur einer:Chuck Norris...


Roldur

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der erste Teil des Französischen Mafia-Epos aus dem Jahr 2008 beruht auf der wahren Geschichte des Gewaltverbrecher Jacques Mesrine und versucht dessen Werdegang möglichst detailgetreu darzustellen. Erstmalig bin ich auf diesen Film gestossen als ich 2008 gespannt auf den neuen Mafiafilm Public Enemy mit Johnny Depp wartete (derbe Enttäuschung). Da die beiden Filme fast die gleichen Namen habenkam es bei mir damals teils zu heftigen Verwechslungen in FSK Freigabe oder Kritiken was mich damals sehr verwirrte :D. Hätte ich zu der Zeit das entsprechende Alter gehabt wäre ich wohl besser in "Public Enemy N°1 - Mordinstinkt" gegangen. Dieser wunderbar detaillierte und realistisch dargestellte Film hat nahezu alles was ein Gangsterfilmfan sich wünschen kann. Angefangen mit hochkarätiger französischer Besetzung wie Gérard Depardieu, Vincent Cassel und Cécile de France, wird Mesrine als genau dieser kleine bemitleidenswerte Drecksack dargestellt der er eigentlich ist. Der Film lässt typische heroisierung der Hauptcharaktere vermissen und zeigt die harte, ungeschönte Seite der Mafia so wie man sie nur selten in Filmen zu Gesicht bekommt, als vergleichbar würde ich hier nur noch "Tödliche Versprechen" sehen. Was natürlich nicht heißen soll, dass ich Meisterwerke wie "Der Pate" oder "Scarface" nciht als solche bezeichnen würde. Die 50er und 60er Jahre sind bis auf einen kleinen Designfehler seitens eines zu modern geratenen Hochhauses, super eingefangen und strahlen eine glaubwürdige Athmosphäre aus. Negativ anzukreiden ist "Public Enemy N°1" die in Nebenrollen schwankenden Darstellerleistungen und die hin und wieder aufzufindende Fernsehfilmästhetik die mir persönlich nicht so zusagt. Desweiteren könnte so manchen Zuschauer, der einen Actionfilm erwartet die erste Hälfte des Films ziemlich langweilig werden da hier zumindest Shootout und Gewalttechnisch nahezu nichts geboten wird. Mir persönlich hat der Film sehr gut gefallen und ich bin gespannt auf die Fortsetzung die im Prinzip einen Film ergibt (siehe Kill Bill vol.1+2) und hoffe darauf, dass ich diesen als ebesogut empfinden werde

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kaot76

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Viel gibts nicht dazu zu sagen.Alles drin! Nur sxchade, dass solch geniale Filme irgendwo untterm Blockbuster-Teppich verschwinden..Gruß kaot76


dustyOn3

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Bewertung5.5Geht so

Es gibt Filme, die beginnen erstklassig. Der Stil der Kameraführung, die Musik, der Hauptcharakter und sein Umfeld - Alles passt. Und dann? Dann gehts steil bergab. "Public Enemy No. 1 - Mordinstinkt" ist einer von diesen Filmen. Zu Beginn war ich noch extrem erfreut über das geniale Intro und über die anschließende Fahrt der beiden Kumpels nach Spanien. Alles war wunderbar. Auch als Jacques, Guido vorgestellt wird und der OAS beitritt, war noch alles in Ordnung.

Und dann lässt der hohe Standard, den Jean-François Richet sich zu Beginn selber gesetzt hat, rapide nach. Die Handlungsstränge sind nur noch so aneinander geklatscht, hier und da werden ein paar Leute erschossen und Jacques ist in der kommenden Szene schon wieder drei Stufen aufgestiegen. Die einzelnen Szenen wirken nicht plastisch, nicht miteinander verbunden. Der Film nimmt eine sehr starre und richtig langweilige Form an. Von einem Mordinstinkt kann hier nicht mehr die Rede sein.

Der Zuschauer wird auf keinen Part der Handlung vorbereitet - Und das im negativen Sinne. Auf einmal heiratet Jacques. Auf einmal sind wichtige Personen der "Story" tot. Auf einmal ist Jacques in Kanada. Und genau so geht das bis zum Ende weiter, wo dann wieder ein Hauch von Spannung und Dramatik zu spüren ist. Auch die Handlung wirkt nun wieder schlüssig.

So, jetzt habe ich mich aber auch genug ausgekotzt. Ich habe mir dank des Intros viel mehr versprochen und wurde regelrecht enttäuscht. Bis auf die tolle Einleitung und das aktzeptable Ende, bietet dieser Film nicht viel - Und schon gar keinen Mordinstinkt. Mal sehen, was Teil 2 zu bieten hat.

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cpt. chaos

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Bewertung6.0Ganz gut

Rasanter Aufstieg vom Handlanger zu Frankreichs Staatsfeind Nr. 1; Vincent Cassel bahnt sich knallhart seinen Weg.

Trotz stattlicher Laufzeit wirken die einzelnen Zeitabschnitte nicht immer richtig zu Ende erzählt und die Übergänge sind nicht so ganz fließend, sondern werden oftmals abrupt gecuttet.

Anfangs noch teils sehr pomadig vorgetragen, kommt der Zweiteiler jedoch ab der Mitte so richtig auf Touren, ohne jedoch vollends überzeugen zu können!

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filmschauer

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zweiteiler haben oftmals den unschönen Nebeneffekt, dass manche Szenen oder ganze Handlungsabschnitte unnötig als Füllmaterial herhalten. Bei "Public Enemy No. 1" zumindest kann Entwarnung gegeben werden. Das verheißungsvolle Gangsterepos erfüllt sich von der ersten Minute an mit Leben. Wobei, eigentlich bekommt man gleich zu Beginn das blutige Ende des gefürchtesten Staatsfeind Frankreichs aufgezeigt, bevor mit der wirklichen Abhandlung dieses unvergleichlichen Werdegangs begonnen wird. Ehrlich gesagt war mir die Geschichte von diesem Jacques Mesrine zuvor gänzlich unbekannt. Umso spannender und überraschender, aber auch eindringlicher ist die Darbietung, die Vincent Cassel zur schauspielerischen Höchstleistung anspornt. Der erste Teil könnte als der Aufstieg Mesrines von der schicksalhaften Kriegserfahrung in Algerien über die familiären Spannungen bis hin zum glorreichen Eintritt in die französische Unterwelt samt Machtspielchen, Raubzügen sowie geglückte Fluchtversuche gesehen werden. Einer, der sich selbst als Systemkämpfer ansieht und bei seinen Zielen selbst vor seinen engsten Vertrauten lange keinen Halt macht. Durch die Verdichtung auf Spielfilmlänge rauscht diese Lebensgeschichte an einem schlichtweg vorbei, was aber nichts an diesem Mix aus gleichzeitiger Ablehnung und Faszination nimmt. Unbestritten seine Boshaftigkeit und Brutalität in seinen Einsätzen, aber genauso auch sein Charisma, seine Widerstandskraft und Cleverness, wodurch er selbst Rückschläge in Form von längeren Haftaufenthalten oder Schusswunden locker wegsteckt. Diese Realität ist brisanter als viele geschriebene Drehbücher, weswegen der auch ansonsten hochklassig umgesetzte "Mordinstinkt"-Abschnitt auf jeden Fall zu den aufregendsten Gangstergeschichten der letzten Jahre gezählt werden darf. Und zudem ganz große Lust auf den zweiten Teil macht.

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8martin

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Bewertung9.0Herausragend

Ein spannender Krimi, der in seiner prallen Action bewusst als Zweiteiler angelegt ist. Und keine laue Szenen zulässt. Er nimmt das Ende vorweg, ohne den Ausgang zu zeigen. Eigentlich Stoff für vier Filme: das übliche Gangstermilieu, in dem das Gesetz des Dschungels gilt und die oberste Maxime Respekt heißt. Dann ein Gefängnisfilm mit den üblichen Ausbruchsversuchen und Seitenhieben auf den Strafvollzug. Gefolgt von einer Gerichtsverhandlung, bei der Korruption im Spiel ist. Und schließlich ein Spiel mit der Presse zur Imagepflege des inzwischen berühmt berüchtigten Königs der Ausbrecher. Als Zugabe kommt noch ein Touch von Bonny und Clyde hinzu. Wir verfolgen diese Gangsterkarriere, die Vincent Cassel grandios darstellt, und sind einfach gepackt von der überaus interessanten Handlungsfülle, in der brutale Gewaltszenen (auch gegen Frauen) wohl dosiert sind und die viele überraschende Wendungen aufweist. Es gibt aber auch noch Platz für Emotionen (Mesrine zu seinem Vater oder zu seiner kleinen Tochter) und er hat einen Hang zu philosophieren mit Anlehnung an die rote Terrorszene. Diese Komplexität einer Person zeigt, dass Gangster auch Menschen sind, die nur anders ticken, wie immer durch eigene Erfahrungen geprägt. Das Hochgefühl dieses redegewandten, sympathischen Gauners unterstreichen Ohrwürmer von der Piaff und Tammy Wynette. Sehenswert!

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King Conan

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Was für ein Film und das ist alle wirklich geschehen?!
"Good Fellas" wirkt daneben wie ein Kinderfilm.

Sehr gut erzählte Geschichte mit einem 1a Vincent Cassel.
Wer diesen Film noch nicht kennt, sollte ihn sich unbedingt anschauen!

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kaot76

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Endlich jemand, der meine Meinung teilt-Oscar für Cassel !


metal1bob

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Mordinstikt" zeigt die Entwicklung Jaques Mesrines zum Staatsfeind Nummer 1 und konzentriert sich dabei sehr auf den Charakter eines selbstverliebten und nach aussen hin charmanten Gangsters. Eine faszinierende Person, ebenso faszinierend ist dieser Film, der von Anfang bis Ende fesselt und mitreißt.

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patcharisma

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Bewertung4.0Uninteressant

Auch dieser "Public Enemy" ist nach der amerikanischen Variante mit Jonny Depp leider kaum besser. Aus Authentizitätsgründen durfte wohl jede Figur im Leben dieses Jacques Mesrine hier mal vorbeischauen und genauso schnell wieder abtreten. Ergebnis: Kaum ein Charakter bekommt jemals Tiefe, ihre Motivation der Taten bleibt weitgehend im Dunkeln und wer etwa sowas wie Psychologie sucht, bleibt erst recht in der Finsternis hängen. Die Dramaturgie wechselt unausgegoren Zeitebenen und Schauplätze - obwohl alles im Raffer erzählt ist, wirkt der Film schwerfällig und langatmig. Ab vielen (wahren?) Gegebenheiten schüttelt der Zuschauer nur verdutzt den Kopf und die Orchesterschwaden des Soundtracks dazu helfen auch nicht. Die Dialoge sind oft merkwürdig bekloppt (z.B. Depardieu einmal: "Wenn Du schon die Waffe ziehst, dann schiess um zu treffen!"). Der Stil will irgendwo die Kaltschnäuzigkeit von Tony Montana transportieren, dann mal die Dramatik von "Shawshank Redemption" einfangen und auch dazu noch die Non-Chalance von "Bonnie & Clyde" oder "Thelma & Louise" kopieren. Das kann nicht gut gehen und tut es auch nicht.

Fazit: Mehr als ein paar Hip-Hop-Kids aus der Banlieue von Paris wird dieses verworrene Bio-Pic mit den paar sehr brutalen Szenen darin wohl kaum beeindrucken. Und ob ich mir der Vervollständigung halber noch Teil 2 antun werde, steht ebenso in den Sternen.

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Tony Malony

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.. lieber im O-Ton.!!!


ancore

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Bewertung2.5Ärgerlich

Ich mag Vincent Cassel und fand auch die anderen Schauspieler, sowie die Kulisse und Austattung durchaus überzeugend. Was die Handlung angeht, war ich über alle Maße enttäuscht. Ich konnte die Motivationen zu bestimmten Handlungen das Charakters überhaupt nicht nachvollziehen. Auf einschneidende Entscheidungen der Hauptfigur wurde überhaupt nicht eingegangen. Stattdessen wurde eine Gewalttat nach der anderen gezeigt. Ich habe einen Großteil des Filmes gesehen, dann aber abgeschaltet, weil mir der unreflektierte Umgang mit der Gewalt nicht zusagte. Vielleicht kommt das gegen Ende, aber zusammen mit der unmotivierten Handlung, war es für mich nicht zu ertragen.

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phoenix409

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Jaques Mesrine war und ist eine durchaus faszinierende Persönlichkeit. Geldgeiles, cholerisch gewalttätiges und völlig von sich selbst überzeugtes Arschloch auf der einen Seite, raffinierter, ehrgeiziger, sympathisch charmanter und auf Loyalität versessener Robin Hood, französischer Mythos, Frauenheld und gescheiterter Familienmensch auf der anderen. Er war Verbrecher aus Überzeugung und liebte seinen Status als Staatsfeind Nr. 1, den er bis zu seinem Tod immer wieder zu beleben wusste.

"Mordinstinkt", erster Part des zweiteiligen Gangster-Bio-Pics, beginnt als gemächliche Charakterstudie über die Anfangsjahre Mesrines, den Ein- und Aufstieg seiner beispiellosen Verbrecherkarriere, und avanciert allmählich zum atmosphärisch fesselnden Gefängnisthriller mit starkem Flucht-Finale.

Nun ist das beliebte Thema vom Auf- und Abstieg des ewig bösen Jungen, dessen vernarrter Egoismus am verhassten Gesetz kratzt und daran zerbricht, nichts Neues mehr und auch "Mordinstinkt" kann sich erst ab der zweiten Hälfte von den üblichen Formen lösen. Was den soliden Thriller aber wirklich sehenswert macht, sind folgende drei Dinge: die fantastische Kameraarbeit, die abwechslungsreiche Bildmontage und ein brillianter Vincent Cassel.

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BAD ONI0N

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Jacques Mesrine schrieb seine Autobiographie "L'instinct de Mort" Mitte der Siebzigerjahre im Knast. Dieses Buch dient größtenteils als Grundlage für den ersten von zwei Filmen über das französische Schreckgespenst Numéro Un. Wenn man den Film gesehen hat, dann weiß man, dass nicht undbedingt alles ganz genau so passiert sein dürfte wie es der Film einem weiß machen will. Allerdings ist mir das auch schnuppe. Wirklich sympathisch wird Mesrine auch durch seine eigene rosarote Brille nicht werden. Das sollte wohl jedem klar sein. Ebenso klar wird aber auch warum der Mann so viele Menschen faziniert hat. Er konnte sich einfach gut verkaufen. Zum modernen Robin Hood wurde er noch zu Lebzeiten tituliert. Des Pudels Kern war das wohl kaum. Eigentlich war er wohl nur ein simpler Gewaltverbrecher mit einem immanenten Ehrenkodex, den er andererseits jedoch nach Gusto spontan umschreiben konnte, seiner jeweiligen Situation anpassen konnte. Er handelte immer nach einer einzigen Regel: "Je suis Jacques Mesrine et tu es mort!"

Die Geschichte des Jacques Mesrine wurde hier zwar krass verkürzt und sich auf einzelne Ereignisse beschränkend erzählt, ist aber wenigstens schonungslos ehrlich was die Grausamkeiten angeht welcher sich Mesrine schuldig gemacht hat. Es ist einfach faszinierend sich vorzustellen wie dieser Mann der Polizei und der Justiz immer wieder auf der Nase herum getanzt ist.

Der Einstieg ist gleichzeitig auch das Ende, aber das zeigt nur, dass jedes Spiel einmal ein Ende hat. Selbst das Spiel des Jacques Mesrine. Auch wenn er selbst vermutlich glaubte er könne sein Spiel des Lebens ewig spielen! Und so intensiv wie Vincent Cassel seine Rolle spielt ist der Zuschauer im ersten Teil auch durchaus dazu geneigt die Unausweichlichkeit des Endes auszublenden.

Story:--------7
Genre:-------8
Acting:-------10
Kamera:-----9
Sound:-------8

8 von 10 texanischen Begräbnissen

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aopen

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Dieser Film hat eine gute Bewertung verdient, keine übertriebende Action, keine großen speziall Effects und trotzdem gut inszeniert vorallem die Schauspieler sind gut gewählt und wirken nicht zu cool. Das Ende ist auch sehr gut, mehr verrate ich nicht.

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Agent Smith

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Bewertung7.5Sehenswert

Vincent Cassel spielt Jacques Mesrine offensichtlich mit viel Spass und füllt diese Rolle daher sehr gut und überzeugend aus. Ich persönlich finde die französische Leichtigkeit wieder mal sehr erfrischend und man kann dieses Gangsterdrama - obwohl es auf wahren Begebenheiten basiert - daher durchaus mit einem Augenzwinkern betrachten.

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xtheunknown

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Bewertung5.0Geht so

ohne die ständigen zeitsprünge, die der dramaturgie nur schaden, wäre es sicher ein guter film geworden. schliesslich können die franzosen normalerweise gute gangsterfilme drehen.

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