Rabbit Hole

Rabbit Hole (2010), US
Laufzeit 87 Minuten, FSK 12, Drama

6.8 Kritiker
3 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.9 Community
144 Bewertungen
19 Kommentare
Rabbit Hole - Poster
  • DVD
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von John Cameron Mitchell, mit Nicole Kidman und Aaron Eckhart

Becca (Nicole Kidman) und Howie Corbett (Aaron Eckhart) hatten alles, was man zum Glücklichsein braucht: eine funktionierende Ehe, ein liebevoll eingerichtetes Haus und ihren kleinen Sohn Danny. Doch ihr Leben gerät aus den Fugen, als ihr Sohn in einen tödlichen Autounfall verwickelt wird. Becca und Howie verarbeiten den Verlust ihres geliebten Kindes völlig unterschiedlich. Howie kann die Vergangenheit nicht loslassen und sucht Hilfe bei einer Gesprächsgruppe, in der er Gaby (Sandra Oh) kennenlernt. Während sich die beiden näher kommen, trifft Becca eines Tages zufällig auf Jason (Miles Teller), den Fahrer des Wagens, der Danny überfahren hat. Aus einem Impuls heraus folgt sie ihm und aus ihrem ersten Zusammentreffen werden regelmäßige Verabredungen, in denen Becca Trost findet. Bei ihren Versuchen, den Schicksalsschlag zu verarbeiten, driften Howie und Becca immer weiter auseinander und ihre Ehe droht unter der Last der Trauer um ihren Sohn zu zerbrechen.

Hintergrund & Infos zu Rabbit Hole
Für sein Regiedebut Hedwig and the Angry Inch, einer Musicalverfilmung, in der John Cameron Mitchell selbst die Hauptrolle spielt, wurde der Regisseur und Schauspieler auf dem Sundance Film Festival 2001 mit dem Regiepreis und dem Publikumspreis ausgezeichnet. Mit dem Drama Rabbit Hole lieferte Mitchell erst seine dritte und doch beeindruckende Regiearbeit ab. Die Dreharbeiten für Rabbit Hole waren bereits nach 28 Tagen beendet. Das Drama zeigt unaufgeregt und doch intensiv, wie Trauerarbeit innerhalb und außerhalb der Familie funktioniert. Nicole Kidman erhielt für ihre Darstellung einer mit ihrem Verlust überforderten Mutter 2011 eine Oscarnominierung als Beste Hauptdarstellerin und auch von Aaron Eckharts Performance zeigten sich die Kritikern beeindruckt. (JL)


Cast & Crew


Kritiken (2) — Film: Rabbit Hole

Richard Lammel: DVD-Forum.at Richard Lammel: DVD-Forum.at

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Rabbit Hole ist ein kleiner Film, welcher mit einem außerordentlichen Drehbuch glänzt.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...

Kommentar löschen
5.0Geht so

Fast schon penetrant gut gemeintes Familienmelodram, in dem ein Mittelklasseehepaar darum bemüht ist, den Tod seines vierjährigen Sohnes bewältigen und wieder auf die Alltagsbahnen des gewohnheitsmäßigen Suburbia-Lebens zusteuern zu können. Obwohl John Cameron Mitchells Inszenierung Subtilitäten mal wieder ganz hinten anstellt (vgl. auch "Shortbus") und das vom Autor der Theatervorlage, David Lindsay-Abaire, selbst adaptierte Drehbuch scheinbar keine konstruierte Offensichtlichkeit auslassen möchte, gelingen "Rabbit Hole" einige mehr als passable Momente, in denen der eindringliche Stoff konzentriert problematisiert wird. Dem Film hätte dabei weniger Üppigkeit in seinen evidenten Details gut getan, tieferes Kratzen am Oberflächenlack ebenso. Kidman und Eckhart spielen sich mit bemerkenswerter Zuversicht an allen Schwächen vorbei, wobei er noch viel besser ist als sie und trotzdem nicht für den Oscar nominiert wurde. In einer (nicht unfreiwillig komischen) Szene überraschte mich übrigens ein herzlicher Lachanfall, für den ich dem Film zusätzlich sehr dankbar bin.

6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (17) — Film: Rabbit Hole

Kommentar schreiben
Sortierung

harperpitt

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Eine großartige Regiearbeit von John Cameron Mitchell, in der alles stimmt.

Kommentar gefällt mir Antworten

JackoXL

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Rabbit Hole" schildert den Alltag eines Ehepaares, das versucht nach dem Unfalltod ihres kleinen Sohnes wieder ins Leben zurückzufinden. Anfänglich scheint es auch so, als wenn sie in diesem Prozess schon recht weit wären, doch nach und nach bröckelt diese Fassade immer mehr. Spätestens nach dem ersten Drittel ist klar, sie haben rein gar nichts überwunden, ihre Ehe steht am Abgrund, beide sind emotional am Ende und finden einfach keinen gemeinsamen Weg, mit ihrem Verlust fertig zu werden.
John Cameron Mitchells Film wirkt sehr realistisch, kommt ohne großes Tam-Tam daher und erzeugt nur durch den ein oder anderen zynisch-verbitterten Kommentar mal für einen kleinen Schmunzler. Kein Wohlfühlfilm, der einen dafür aber in seinen starken Szenen enorm packt. Nicole Kidman und Aaron Eckhardt liefern grandiose Leistungen ab. Kidman hätte ich gar nicht mehr zugetraut, dass ihr Potoxgesicht noch so glaubhaft Emotionen ausdrücken kann. Eckhardt spielt es auf den Punkt brilliant, vielleicht sogar seine beste Darbietung bisher.
"Rabbit Hole" hat bei mir einen Moment gebraucht, um mich voll mitzunehmen. Am Ende hat er mich dann doch gepackt. Vielleicht nicht der Film für einen launigen Abend, vielleicht nicht der Film, dem man jedem empfiehlt. Ganz bestimmt aber ein sehr starker.

7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Thomas479

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein kleiner, feiner Film, der trotz Oscar-Nominierung 2011 für Nicole Kidman nicht den Weg ins deutschte Kino gefunden hat.

Es geht um ein Ehepaar, das durch den Unfalltod des Sohnes, aus dem Gleichgewicht gekommen ist. Ausgerechnet die heimlichen Treffen mit dem vermeintlichen jugendlichen Unfallverursacher scheinen der Mutter neuen Antrieb zu geben. "Rabbit Hole" lebt von den geschliffenen Dialogen, die teilweise sehr intensiv und schmerzhaft sind. Hier wird das Seelenleben aller Beteiligten offengelegt. Es sind viele kleine zufällige Begegnungen, die den Reiz des Films ausmachen. Leider werden nicht alle Stränge konsequent weiter verfolgt.

Aufgrund der relativen kurzen Spielzeit bleibt "Rabbit Hole" trotz eines gelungenen Endes daher etwas in der Luft.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

veseria

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Ich habe soooo lange auf diesen Film gewartet, und habe mich so sehr gefreut, dass ich einfach nur etwas enttäuscht werden konnte.

Gut gespielt, schön gefilmt, tolle Optik aber leider ein bisschen zu "normal" und zu wenige Höhepunkte.
Toll finde ich aber, dass es quasi keinen Spannungsbogen gibt und nur wenig Entwicklung der Charaktere zu sehen ist. Das hat was von einem Kurzfilm.
Hätte besser sein können aber auf jeden Fall sehenswert.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kokosnuss

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Film, den man sich nur ansehen sollte, wenn man in der Stimmung für ein intensives Drama ist.
Eckart gibt hier meiner Meinung nach seine beste Leistung neben "Thank You for Smoking" ab. Man kauft ihm seine Hilflosigkeit nach dem Verlust seines Kindes absolut ab. Kidman ist gewohnt gut und überzeugt durch ihr weitgehend sehr Emotionsarmes Spiel, dass hervorragend in ihre Rolle passt.
Dieser Film ist eindeutig nichts für einen gemütlichen Filmabend mit Freunden, gehört aber definitiv in jedes DVD Regal von Genre- Fans

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

spanky

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

Atmosphärisch nicht ganz so dichtes Kammerspiel, wie es hätte sein können und wollen. Kidmans Spiel ist zu ultraunterkühlt, um ihr die Trauer abnehmen zu können. Nur in den Szenen, wenn sie in Tränen zerfließt, kommt das echt rüber. Vielleicht liegt hier eine Verwechslung von Wut mit Unterkühlung vor, mag sein. Demgegenüber sind Mitchells Bilder für dieses heikle Thema viel zu konventionell bis spießbürgerlich. Zwar sind sie einerseits bedrückend, jedoch fehlt ihnen tiefere Verzweiflung und gewisse Einstellungen wirken komisch, ja fast lachhaft.

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Marie Krolock

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Schade, dass Nicole Kidman so wenige Emotionen zeigen konnte. Ihr Gesicht sah wie eine Maske aus... Am besten hat mir noch der Unglücksfahrer gefallen. Die Geschichte hat mich fast gar nicht berührt, vielleicht bin ich mit zu hohen Erwartungen ran gegangen.

11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

based_god

Antwort löschen

Und meine Erwartungen wurden gerade runter geschraubt...


Marie Krolock

Antwort löschen

Dann lies einfach die anderen total positiven Kritiken. ;) Ich fühlte mich auch wie ein schlechter Mensch, dass ich den nicht gut fand - oder ich habe einen anderen Film gesehen.


FineCut

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

John Cameron Mitchell hat vor einigen Jahren mit SHORTBUS meinen absoluten Lieblingsfilm inszeniert. Nun zeigt er mit RABBIT HOLE erneut seine Klasse. Der Film stellt ein Ehepaar in den Mittelpunkt, das vor acht Monaten ihren einzigen Sohn bei einem Autounfall verloren hat. Während sie versucht loszulassen um im Leben wieder zurechtzufinden, hält er krampfhaft an jeder Erinnerung fest. Beide entfremden sich im Verlauf der Handlung immer stärker.
Der Film ist tief bewegend und umschifft gekonnt jede Form von Kitschigkeit. RABBIT HOLE atmet eine sehr bedrückende Stimmung, hat aber auch sehr fröhliche Momente, etwa wenn Aaron Eckhart mit Sandra Oh im Auto Pott rauchen. Nicole Kidman spielt in ihrer besten Rolle seit Moulin Rouge, Aaron Eckhart steht ihr in nichts nach. Ein starkes Drama.

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

judischnudi

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Bedächtig erzählt, sehr gut gespielt von Kidman und Eckhart, hat mir trotzdem irgendwie der Höhepunkt gefehlt. Dafür habe ich mich über Sandra Oh gefreut und würde auch gern mehr von Miles Teller sehen.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

annaberlin

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Es tut gut, Nicole Kidman auch mal in einer solch unpretentiösen Rolle zu sehen. Wieso sie für den Oscar nominiert wurde, ist mir zwar nicht ganz klar, da die Rolle eher ruhig und in sich gekehrt zu spielen ist, doch Kidman macht ihre Sache gut und scheint die optimale Besetzung für die trauernde Mutter zu sein. Rabbit Hole ist ein trauriger, ruhiger Film mit kleinen Gesten und berührt gerade dadurch.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

JohnnyKee

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Eindringliches und gefühlvolles Portrait einer auseinander gerissenen Familie. Scherben liegen überall und schneiden tief ins Fleisch. Schmerzen erinnern an den grauenvollen Vorfall. Jeden Tag, jeden Moment. Nicole Kidman ist atemberaubend, bösartig, liebevoll, berührend, hinreißend. Aaron Eckhard, Sandrah Oh und Dianne Wiest großartig. Leichte Musikstücke umschmeicheln leicht die ruhige und aufwühlende Atmosphäre. Die Luft ist greifbar, jeder Atemzug sichtbar, jeder Konflikt hallt noch Ewigkeiten nach. Die Geschichte traurig, erschütternd, eindringlich erzählt, versetzt sie den Zuschauer in eine andere Welt voller Trauer, Reue und nie enden wollender Hoffnung auf ein erfülltes, sorgenfreies Leben. Sicher und geborgen erlebt ein jeder den alles verändernden Sonnenaufgang im persönlichen Rabbit Hole. Ein kleines Juwel das Leben verändern und Menschen Hoffnung schenken kann. Einzigartig!

20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

keinohrhase20

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Lebensnah, kompromisslos und gleichzeitig tragisch aber niemals völlig traurig stimmend- die Szene in der Aaron Eckhart und Sandra Oh im Wagen zu Hippie Musik Drogen konsumieren ist sinnbildlich für den ganzen Film. Das Leben kann in einem Moment Sinn und Zwecklos erscheinen nur um im nächsten zu entdecken das man nur durch die schlimmen Zeiten im Leben das Glück das man hatte zu schätzen weiss bsw. man sich zusammen reisst und versucht Verhältnismässig Glücklich zu sein. Das tut bereits beim zuschauen weh man wird dafür aber mit grossartigen Darstellern(Diane Wiest in einer tollen Nebenrolle!), einer wunderbaren Geschichte sowie einer punktgenauen Regie belohnt. Ein Film zum mit leiden aber auch zum mit klatschen den was hier an Gefühlen und schönen Momenten geboten wird findet man in Hollywood sonst nur in 10 Filmen zusammen genommen, höchstens!

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

potatosoup

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Eindringlich, traurig, berührend, ein wahrer "Feel-Good"-Film

Kommentar gefällt mir Antworten

denise

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Sehr schöner, ruhiger Film mit einer überzeugenden Nicole Kidman (und auch Aaron Eckhardt sollte man nicht unterschlagen). Trotz des tragischen Themas ist der Film weder rührselig noch zu dramatisch - und ich mochte die Tatsache, dass der Autor des zugrundeliegenden Theaterstücks auch der Drehbuchautor war. Allerdings ist der Film trotz allem nichts, was mir lange im Gedächtnis bleiben wird. Ob das an der dann doch recht konventionellen Story oder an den Darstellern liegt, kann ich nicht sagen. Wahrscheinlich hätten die Charaktere doch ein wenig mehr Tiefe gebrauchen können...

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

raab_himself

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Der noch sehr unbekannte Regisseur John Cameron Mitchell macht mit seinem neuesten Werk „Rabbit Hole“ erstmals kommerziell aufmerksam auf sich.

Ein Ehepaar (Aaron Eckhart & Nicole Kidman) muss nach dem Tod ihres Sohnes den Weg zurück zum Glück finden und sich noch dabei um Beziehungsprobleme zu kümmern. Hinzu kommt noch, dass plötzlich der vermeintliche Mörder des Kindes auftaucht und sich überraschender Weise sehr gut mit der Frau des verlorenen Kindes versteht und eine freundschaftliche Beziehung aufbaut.

„Rabbit Hole“ ist eine Sozialstudie einer gebrochenen Familie samt Umfeld in einer Vorstadt, wo die wohlhabende Mittelschicht Amerikas lebt. Und die Studie funktioniert sehr gut. Es liegt an dem ruhigen Schnitt und an der strengen Erzählweise des Films. Emotionen werden geweckt und die Inszenierung der Geschichte bleibt 90Minuten lang authentisch. Viel Lob verdient auch Nicole Kidman, die ein weiteres Mal beweist, dass keine Frau in Hollywood besser weinen und trauern kann als sie.

Störfaktor des Streifens ist die Belanglosigkeit. John Cameron Mitchell erzählt nur eine Geschichte, nicht mehr und nicht weniger. Der Film hat weder Message noch irgendeine Aussagekraft. Und die Geschichte selbst ist ohne Twists und ohne Höhepunkte, so dass „Rabbit Hole“ nicht zu einem Filmhöhepunkt des Jahres avanciert.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

J!GS4W

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Rabbit Hole hat mich wirklich überrascht, da Nicole Kidman und Aaron Eckhart wirklich wieder mehr aus sich herausgekommen sind. Kidman liebe ich natürlich für Moulin Rouge, aber in den meisten ihrer Filme wirkt sie doch sehr steif. In Rabbit Hole kann man aber wirklich viele Facetten von ihr entdecken, ob nun verzweifelt, oder mal entspannt oder wütend, man findet hier wirklich alles. Auch Eckhart mimt seinen Part sehr gut, ebenso wie Miles Teller, der hier sehr erwachsen spielt. Die Geschichte bietet zwar an sich nicht besonders viel Spannung aufgrund des Genres, bietet aber dennoch keinen Platz für Langeweile. Sehr erwachsenes Stück Kunst.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

jimmey11

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

*Spoiler!*

„Somewhere out there I’m having a good time...“
Ein Ehepaar, das auch nach acht Monaten nicht über den tragischen Verlust des ersten Sohnes hinweggekommen ist, bildet den Augangspunkt für eines der besten Dramen der letzten Jahre . Regisseur John Cameron Mitchell inszeniert ruhig, fast schon besinnlich, und macht alles richtig indem er sich viel Zeit für seine zwei Hauptakteure nimmt. Dass Nicole Kidman ihrerseits keine schlechte Schauspielerin ist war mir zwar bewusst, sie jedoch zu solcher Höchstform auflaufen zu sehen treibt einem Tränen in die Augen. Sie verleiht ihrer einerseits zarten und zerbrechlichen, andererseits aufbrausenden, fast schon überschäumenden Becca eine derartige Authentiziät, dass mir nicht selten ein Schauer über den Rücken lief. Im positiven Sinne. Als One-Women-Show darf das Ganze aber deswegen nicht abgestempelt werden, denn auch Aaron Eckhardt überzeugt auf ganzer Linie. Er spielt den, von seiner exzentrischen Frau leicht genervten, Ehemann Howie stets mehr als überzeugend und beweist viel Sinn für feine Mimik und Gestik. Doch auch in der übrigen Darstellerriege scheint sich absolut kein Schwachpunkt zu finden, eine besondere Erwähnung verdient in jedem Fall noch der junge Miles Teller. Es beweist viel Feingefühl und meistert seine Rolle als Jason mit Bravour.
Den beiden Hauptdarstellern merkt man tatsächlich in jeder Situation an, wie sehr ihnen der Tod ihres Kindes immernoch zusetzt. Während er sich tagtäglich die alten Familienaufnahmen ansieht versucht sie dem Schmerz zu entkommen, indem sie vehemment versucht jegliche Erinnerungen auszulöschen. Die Kinderkleidung gibt sie weg, der Hund, dem der kleine Junge auf die Straße hinterhergerannt war, lebt schon lange bei der Mutter und selbst seine Fingerabdrücke am Türpfosten setzen ihr zu. Auch der junge Jason, Fahrer jenes Wagens der Beccas Sohn zum Verhängnis wurde, scheint durch seine alleinige Präsenz ein willkommene Kalkül für sie darzustellen.
Überhaupt wird der Film stets von einer bedrückenden Stimmung überschattet, selbst auf einer Geburtstagsfeier schlägt die Athmosphäre schnell von ausgelassen in unangenehm und angespannt um. Es scheint als gäbe es für Becca und Howie keinen Weg mehr, ihr Leben wieder in geordnete Bahnen zu lenken und der Trauer Herr zu werden. Das Besondere ist aber, dass Mitchell es über weite Strecken nie zur Eskalation kommen lässt. Auch nach den regelmäßigen Ausbrüchen Beccas scheint danach wieder alles auf ein erträgliches Grundklima abzukühlen, es findet also kein Ansteigen der Dramaturgie im klassischen Sinne statt, was dem Ganzen einen ganz eigenen Reiz verleiht. Ein durchgehend defätistisches Werk sollte ohnehin niemand erwarten, die Regie versteht es bestens hin und wieder zum Teil urkomische Szenen einzustreuen. Während beispielsweise in einer Selbshilfegruppe ein trauernder Vater darüber redet, wie seine Tochter an Leukämie verstarb, brechen Howie und eine Freundin in einen nicht enden wollenden Lachkrampf aus, nachdem sie vorher im Auto gemeinsam Pot geraucht hatten. Das klingt erst makaber, animiert durch das wiederum verflixt gute Schauspiel dann aber paradoxerweise zum Mitlachen.
Überragende Darsteller und Mitchells grandiose Inszenierung machen den Film für mich deshalb zum späten Überraschungshit dieses Kinojahres. Ich kann wirklich jedem nur wärmstens empfehlen sich „Rabbit Hole“ vorzumerken und diesem Glanzstück eine Chance zu geben. Ihr werdet es wirklich nicht bereuen.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kommentar schreiben

Fans dieses Films gefiel auch