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Ralph Reichts

Wreck-It Ralph (2012), US Laufzeit 102 Minuten, FSK 6, Animationsfilm, Komödie, Kinostart 06.12.2012


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7.3
Kritiker
41 Bewertungen
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7.2
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4588 Bewertungen
223 Kommentare
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von Rich Moore, mit Jane Lynch und Jack McBrayer

In Disneys Animationsfilm Ralph Reichts träumt eine Videospiel-Figur davon, endlich nicht mehr der Schurke in seinem Spiel sein zu müssen und bringt dadurch die Videospielewelt durcheinander.

Ralph reichts, denn Ralph (im Original gesprochen von John C. Reilly) will nicht länger der Bösewicht in seinem Videospiel sein. Während er alles zerstören muss, baut der Held des Spiels, Fix-it-Felix (Jack McBrayer), mit seinem goldenen Hammer alles wieder auf und bekommt dafür sogar eine Medaille. Wenn er nur auch so einen Preis haben könnte, dann würde er von allen gemocht werden, denkt sich Ralph. Er beschließt sein Glück in einem anderen Spiel zu versuchen und macht sich verbotenerweise auf den Weg zum Ego Shooter Hero’s Duty.

Tatsächlich gelingt es Ralph, die goldene Ehrenmedaille zu bekommen, aber er wird durch einen Zufall in das Go-Kart-Spiel Sugar Rush katapultiert. Dort trifft er auf Vanellope von Schweetz (Sarah Silverman), die ihm seine Medaille stiehlt. Die beiden machen einen Deal: Ralph bringt Vanellope das Fahren bei, damit sie am großen Rennen teilnehmen kann und er bekommt dafür die goldene Scheibe zurück. Was Ralph und Vanellope nicht wissen: Fix-it Felix und Sergeant Calhoun (Jane Lynch) von Hero’s Duty sind auf dem Weg zu ihnen, denn Ralph hat einen Cy-Bug aus dem Ego Shooter mit nach Sugar Rush gebracht, der droht, das ganze Spiele-Universum zu vernichten.

Hintergrund & Infos zu Ralph reichts
Ralph Reichts (OT: Wreck-It Ralph) ist ein Computer-Animationsfilm der Disneystudios, der die Abenteuer einer Videospiel-Figur aus den 1980ern nachzeichnet, der sich in modernen Computerspielen behaupten muss. Das Projekt befand sich vier Jahre in der Entwicklung, bis es 2006 gestoppt wurde. Erst 2011 hatte laut Animator’s Guild die Arbeit an Wreck-It Ralph fortgesetzt werden können. Pixar-Mitbegründer John Lasseter war Ausführender Produzent.

Ähnlich wie Falsches Spiel mit Roger Rabbit versammelte auch Wreck-it Ralph zahlreiche Charaktere, dort aus Cartoons, hier aus verschiedenen Videospielen, wie zum Beispiel Bowser aus Super Mario Bros, Doctor Eggmann aus Sonic the Hedgehog oder die Figuren aus Pac-Man. Aufgrund von zu hohen Gebühren, die Nintendo verlangte, hatten Mario und Luigi keinen Gastauftritt in Wreck-it Ralph. Diesen hatte hingegen der Schauspieler Ed O’Neill in Gestalt eines animierten Avatars als Arkadenbesitzer Mr. Litwak. (LM)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (30) — Film: Ralph Reichts

Xander8112: Xanders Blog

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7.0Sehenswert

[...]
Dann aber landet Ralph in “Sugar Rush”, und dieses fiktive, zuckersüße Rennspiel ist im Grunde denkbar ungeeignet, um der Schausplatz für den Rest der Geschichte zu sein, die zudem ab dem Zeitpunkt auch noch viel zu kitschig und klamaukig daherkommt. In “Sugar Rush” verwandelt sich der nerdige Videospielfilm in einen typischen Disneyfilm, bei dem im Grunde nur noch das ein oder andere Liedchen fehlt. Ein starker Beginn und die ein oder andere lustige Idee retten den Film dann aber doch noch.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

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8.0Ausgezeichnet

“Ralph reicht’s” ist ein richtig guter Animationsfilm, der die beiden Welten Filme und Videospiele geschickt miteinander in Verbindung bringt. Die tollen Charaktere und die vielen Anspielungen auf die Film- und Videospielwelt, machen den Film dabei zu einem Genuss für jede Generation und zu einem Film den man sich gerne ein zweites Mal anschaut. Ganz großes Kino!

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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7.5Sehenswert

Für alle Zocker, die mit C64, Amiga 500, Atari ST und den Konsolen der 90er groß geworden sind, gibt’s massig Querverweise auf die Videospielhistorie von „Pong“ über „Space Invaders“ bis „Asteroids“ und dazu noch manch launemachendes Wiedersehen mit Kultcharakteren wie Q-Bert oder dem blauen Sega-Igel; Nintendos Klempner lässt leider nur von sich hören. Aber selbst wer das pixelige Retro-Kribbeln nicht spüren kann, würde dank Dialogwitz, Situationskomik und einem hohen emotionalen Level bei „Wreck-It Ralph“ Coin um Coin nachwerfen!

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Movienerd: Movienerd.de Movienerd: Movienerd.de

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8.0Ausgezeichnet

Wreck-It-Ralph eröffnet dem Zuschauer eine Welt hinter den Bildschirmen. Schauplatz ist eine Arcade-Halle und alle sich dort befindenden Spieleautomaten sind durch das Stromnetz miteinander verbunden. Geht der Tag zuende oder ist ein Automat grade nicht besetzt können die Figuren darin machen was sie wollen. Sie können ihr eigenes Spiel verlassen, sich in der Game Central Station, aufgemacht wie ein großer Bahnhof, treffen oder sogar die Räumlichkeiten eines anderen Spieles nutzen, um dort zum Beispiel die Sitzung der Selbsthilfegruppe für Bösewichte abzuhalten.

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stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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6.0Ganz gut

Bei all diesen Anspielungen bleibt es ein Rätsel, warum Rich Moore Randale Ralph irgendwann in ein Spiel namens Sugar Rush schickt und ihn dort verharren lässt. Klar, Sugar Rush ist eine Huldigung an diverse Fun-Racer wie etwa das legendäre Super Mario Kart aus den Hause Nintendo, doch es scheint fast so, als ob die Macher keine Lust mehr auf Spiele-Ovationen hatten. Das Nostalgisches und Referenzielle lässt der Film dann ziemlich schroff fallen. Dies ist so schade wie auch schädigend für ihn, denn ohne seine Verweise und die Erweckung alter elektronischer Gefühle, kann Regisseur Moore nicht mehr verbergen, dass der gute Böse und sein Abenteuer nicht mehr ist als ein typisches Werk aus der Disney-Manufaktur: süß, knuddelig, irgendwie immer dasselbe. Für die jungen Zuschauer wird dies gewiss kein Makel sein. Vor allem wegen der sympathischen Hauptfigur bleibt „Ralph reichts“ auch abseits von Spielverweisen ein netter, familiengerechter Spaß. Nur als Gamer ist es schon enttäuschend, weil der Film seine Erwartungen, die er vor allem bei Nerds und Geeks geweckt hat, nur zu Beginn wirklich einhalten kann. Sieht man Moores Film aber als generationsübergreifende Unterhaltung, sollten die Kleinen wie auch die Großen ein paar vergnügliche Augenblicke im Kino haben. Darüber hinaus zeigt Disney als Vorfilm den hinreißenden „Im Flug erobert“ und alleine das lohnt die Kinokarte, was man vom wenig überzeugenden 3D-Effekten nicht behaupten kann.

14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

bestseimon

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Der Film war echt super und hat Spaß gemacht, bis Ralph eben in dieses Sugar Rush geschickt wurde. Ab da war es dann, wie du schon sagst, typischer Disney-Käse.


cecile

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Eines muss man dem Ende zugute halten: Vanellopee wird am Ende nicht zur perfekten Videospiel-Version, sondern behält ihren Fehler. (wenn es auch sehr gekünstelt ist, aber hey, es ist ein Kinderfilm!)


Andreas Stadler: http://darkagent.blogsit.net

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7.5Sehenswert

Letztendlich lässt sich festhalten, dass “Ralph reichts” ein gelungener Film ist, der aber leider einen Teil seines Potentials ungenutzt lässt – beispielsweise hätte man gerne etwas mehr von anderen Spielen gesehen und die aktivere Einbindung anderer Charaktere hätte der Geschichte gut getan (auch wenn das zugegeben Jammern auf hohem Niveau ist).

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.0Ausgezeichnet

Mit Wreck-it-Ralph ist Disney-Animation im CGI-Bereich endgültig erwachsen geworden. Waren schon Bolt, Meet the Robinsons und natürlich Tangled gelungene Filme, standen sie doch immer noch im Schatten des großen Bruders Pixar.

Die FIlme waren gut, aber unverkennbar Disney. Mit Ralph haben sie einen Film gedreht der von Anfang an eine eigene Stimme findet und so unverhohlen nerdig ist, wie es sich Disney seit dem ersten Tron nicht mehr getraut hat. Regisseur Rich Moore ist seine Erfahrung als Simpsons/Futurama/Drawn-Together-Regisseur dabei deutlich anzumerken, denn er schafft den Spagat extrem viele Referenzen und In-Jokes einzubauen, ohne dass sie den Film dominieren. Wer die Computerspielhelden erkennt freut sich diebisch, wenn die alten Recken in Nebenrollen auftauchen oder typische Spiel-Logik als Realität genutzt wird.

Ob Q-Bert um Spenden bettelt, der Tapper im Akkord Bier ausschenkt, in der großen Halle hunderte Spielfiguren umherwuseln und Dig Dug bei Ralphs Anblick panisch im Boden verschwindet - oder ob explodierender Kuchen 8Bit-Muster an Wänden und dem Boden hinterlässt, es wimmelt von Gags und Anspielungen ohne das sie reiner Selbstzweck sind oder die Handlung ausbremsen.

Denn wie bei den Simpsons steht bei aller Ironie und allem z.T. sarkastischen Humor hinter allem auch eine emotionale Story die erstaunlich schlüssig aufgebaut ist. Genau wie wir mit den Simpsons, im Gegensatz zu ihren Kollegen aus South Park oder Family Guy, trotz aller Absurdität und harter Gags immer auch emotional mitfühlen können, weil sie mehr sind als reine Popkultur-Schleudern, erschliesst sich auch Ralphs und Vanellopes Story letztlich als berührend ohne schmalzig zu werden.

Was die reine Gagrate angeht, würde man sich vielleicht noch ein paar mehr Sprünge durch andere Games wünschen, ehe es zum Hauptteil im quietschig-leckeren Sugar-Rush-Land kommt (einer Art Mario-Kart in einem Süssigkeitenland mit Anime-Mädchen als Racern) - aber von der reinen Storykonstruktion überrascht der Film mit extrem schönen Set-ups und Payoffs. Vieles was am Anfang in Nebensätzen erwähnt oder beiläufig gezeigt wird, erweist sich später als wichtig und fügt sich zu einem homogenen Ganzen zusammen. Dabei unterschätzt der Film seine Zuschauer nie und erwartet bei aller Mainstreamtauglichkeit immer das man aufpasst und mitdenkt.

Ein Glücksfall ist dabei auch die Voicecast: John C. Reily verleigt Ralph sowohl Durchsetzungskraft als auch jene melancholische Midlife-Crisis-Resignation die er braucht um Glaubwürdig zu sein. Sarah Silverman macht als hyperaktive Göre ebenfalls eine gute Figur und natürlich ist Jane Lynch als knallharter Drill-Sergeant Callhoun eine Idealbesetzung. Ihre Szenen mit dem von Jack McBrayer gesprochenen Fix-it-Felix sind ebenso umwerfend witzig, wie anrührend und tragen ihren Teil zu einem runden Ende bei.

Optisch braucht sich der Film weder hinter der hauseigenen Konkurrenz von Pixar (deren "Brave" grandios aussah aber einige gravierende Pacing- und Storyprobleme hatte) noch hinter Hits wie "Despicable" Me oder "How to train your Dragon" zu verstecken. Das Setting in einer reinen Game-Welt ist natürlich ideal für einen CGI-Film und die Macher nutzen die unterschiedlichen Looks gekonnt aus, um vier sehr unterschiedliche Welten zu erschaffen: Ralphs 8Bit-Game, die Halo/Metroid-inspirierte Welt von Hero's Duty und das Mario-Kartige Sugar Rush - plus die Welt von Game Central, der Station wo die Spielfiguren hingehen, wenn sie gerade nicht im Spiel jobben. Das jede Welt auch noch ihre typische Musik hat (für Hero's Duty schrabbelt Dubstep-Ikone Skrillex den Soundteppich, für Sugar-Rush singt eine japanische Girly-Band) fügt sich ins angenehme Gesamtbild, genauso wie die immer präsenten 8Bit-Soundeffekte die mehr als einmal für wohliges Grinsen sorgen.

Für Gamer jeden Alters ist Ralph ein großartiger Spaß, egal ob man jetzt Generation Pong, C64, Amiga, Game Boy, PS2 oder XBox360 ist. Er nimmt nicht nur eine wunderbare Idee sondern macht tatsächlich eine Runde Geschichte daraus, die am Ende sogar Leute kapieren die keine Ahnung haben wer der Master Chief oder Kato sind.

Disney beweist einmal mehr, dass sie bereit sind Risiken einzugehen und nicht ausschließlich auf Sequels und Reboots zu setzen und diesmal zahlt es sich im Gegensatz zu "John Carter" und "Tron Legacy" dankbarer Weise auch aus. Vielleicht guckt Pixar sich ja mal etwas davon, ehe sie Toy Story 4, Cars 3 und Findet Nemos Neffen in Produktion schicken..

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Andreas Fischer: Radio Köln Andreas Fischer: Radio Köln

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7.5Sehenswert

Natürlich ist der Disney-Weihnachtsfilm altmodisch und vorhersehbar. Aber das ist ganz angenehm und wunderbar nostalgisch und wird mit skurrilen Figuren und viel Liebe zum 8-Bit-Detail erzählt.

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Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung

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7.5Sehenswert

Trotz seiner vielen eingestreuten Referenzen gerät der Film aber nie zum speziellen Insider-Nerd-Fest. Ralph reicht's funktioniert vielmehr als familienkompatible Action, die große Sympathien für Außenseiter und das Anderssein entwickelt.

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Frank Arnold: tip Berlin, Hamburger Abend... Frank Arnold: tip Berlin, Hamburger Abend...

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7.0Sehenswert

Man wird sich wohl daran gewöhnen müssen, dass die Filme von Disney und Pixar sich immer mehr annähern. Wenn die Resultate so gelungen sind wie Ralph reicht’s, kann man damit leben.

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Oliver Zimmermann

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8.0Ausgezeichnet

Ralph reicht’s ist ein gleichermaßen sympathischer wie turbulenter Spaß, in dem die Hauptrollen von Christian Ulmen und Anna Fischer gesprochen werden.

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Julia Binder: Bayerischer Rundfunk Julia Binder: Bayerischer Rundfunk

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9.0Herausragend

Ralph reicht's ist das cineastische Rundum-Sorglos-Glücklich-Paket für die ganze Familie. Ein Film der Spaß macht wenn man von Computerspielen keine Ahnung hat.

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A. Busche: der Freitag A. Busche: der Freitag

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7.0Sehenswert

Rich Moore, ein Veteran der MattGroening-Schule, erzählt die Geschichte von Ralph Reichts anspielungsreich und mit viel Sinn für kuriose Details.

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kobbi88: Die Drei Muscheln

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4.0Uninteressant

Ich werde in diesem Leben wohl kein Fan mehr von animierten Filmen. „Ralph Reicht's“ kann da leider auch nichts ändern. Okay, der Reihe nach. Zu Beginn, als in der heutigen Sneak das Disney-Zeichen erschien, ahnte ich schon Böses, ist doch meiner Meinung nach seit „König der Löwen“ und „Pocahontas“ mit ganz ganz wenigen Ausnahmen nur noch Murks fabriziert worden.
Aber was soll ich sagen? - eine wunderschöne Story, liebevoll gezeichnet, schwarz-weiß, wunderbare Musik. Leider war dies nicht „Ralph Reicht's“, sondern nur ein kleiner Kurzfilm namens „Im Flug erobert“. (absolute Empfehlung!!). Da wird es für den Hauptfilm nicht leicht, dieses Niveau zu halten.
Aber gut, was solls, meine Erwartungen sind nicht allzu hoch, vielleicht überrascht mich dieser Film ja auch!
Und Tatsache, er hat eigentlich ganz nett angefangen. Eine Selbsthilfegruppe mit zahlreichen klassischen und nicht ganz so klassischen Konsolenspiel-Figuren (tut mir leid, ich kenn mich in diesem Metier überhaupt nicht aus). Und auch das Spiel „Fix-It Felix Jr.“, in dem unser Held Ralph den Bösewicht spielt, ist eigentlich eine nette, kleine Idee (ich weiß leider nicht mal, ob es ein real existierendes Spiel ist) und wird gut eingeführt.
Leider ebbt dieses Hochgefühl sehr schnell ab. Die Optik der Figuren sagt mir gar nicht zu, dieser animierte Stil hat einfach auf mich keinen Charme – ganz im Gegensatz zu klassisch gezeichneten Zeichentrickfilmen.
Die Geschichte, einen Bösewicht, der versucht ein lieber Kerl zu werden, hat meiner Meinung nach sehr viel Potential, aber leider verfängt sie sich in diesem Zuckerland (von dem mir der Name nicht mehr einfällt)
Dazu kam, dass die meisten Charaktere eher nervig als lustig oder sympathisch waren. Der lispelnde König des Zuckerlandes (der Name ist mir immer noch nicht eingefallen), die coole Powerfrau aus dem Baller-Game und die Krönung waren Vanellope und die anderen Rennfahrerinnen. Das ewig Geflenne, Gekreische, Gepiepse und total gekünstelte Gehabe mag ja kurzfristig witzig erscheinen, aber nach 5 Minuten hatte zumindest ich davon genug. Ralph ist in Ordnung und ich war sogar positiv von Christian Ulmen als deutscher Stimme von Ralph überrascht (normalerweise mag ich ihn nicht wirklich, vor allem nicht seine Stimme – hier passt sie aber gut). Und mit Abstand am Besten war Felix, der leider zu wenig Screentime hatte.
Der Humor war teilsweise sogar ganz in Ordnung, ein paar schöne, böse Sprüche waren dabei, ironisch und gut. Aber leider flachen die Witze genau wie der ganze Film mit zunehmender Spieldauer ab. Viele komische Fäkalwitze, natürlich kindgerecht verpackt. Sehr platt, aber mit der großen Keule.
Und die Musik--- mannomann, Disney-Filme haben sich früher mal durch wunderschöne Lieder ausgezeichnet, die einem ins Ohr gegangen sind. Die man sofort wieder hören wollte. Und die auch zum Film gepasst haben.
Aber hier, da war die musikalische Untermalung irgendwie geschäftsmäßig, Gefühle konnten sich nicht einstellen. Und Rihannas „Shut Up And Drive“ (den Titel an sich kenne ich von meiner charmanten Sitznachbarin) hat bei mir leider Ohrenkrebs ausgelöst. Einfach nicht meine Musik - gut, da kann der Film ja nix dafür, aber trotzdem gefällts mir einfach nicht.

Fazit: Eine Geschichte mit viel Potential wird zu einer zu vollgepackten, grellbunten, platten und nur manchmal wirklich lustigen Animationskomödie für Kinder (und meiner Meinung nach auch NUR für Kinder und Jugendliche) verwurstet.
Wo sind nur die schönen, guten, alten Disney-Filme a la „Der König der Löwen“, „Peter Pan“ oder „Die Schöne und das Biest“ hin verschwunden, die die ganze Familie ansehen konnten, die jedem gefallen haben, die noch tolle Geschichten erzählten und die vor allem auch schöne Lieder hatten? Schade, aber die Zeit ist wohl vorbei.

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José Garcia: Textezumfilm

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8.0Ausgezeichnet

Eine der reizendsten Seiten von „Ralph reichts“ besteht darin, Videospiele aus verschiedenen Generationen mit ihren unterschiedlichen Auflösungen zu vereinen. Dass sich die Figuren aus all den Videospielen in die „Game Central Station“ begeben, nachdem die Spielhalle geschlossen hat, und dort ein Eigenleben entwickeln, erinnert zwar natürlich an die Grundidee des Pixar-filmes „Toy Story“ und dessen Fortsetzungen. Dies wird jedoch in „Ralph reichts“ nicht einfach kopiert, sondern stellt den Ausgangspunkt für eine eigenständige Story dar, die in zwei Parallelsträngen entwickelt wird: Während die zwei Außenseiter auf der Suche nach Anerkennung Ralph und Vanellope den fiesen Tricks des „Sugar Rush“-Kings trotzen müssen, machen sie die Heldin des Shooter-Spiel „Hero s Duty“ und der fleißige Handwerker Felix auf die Suche nach einem Cyborg auf, ehe sich dieser virusartig in der „Sugar Rush“-Welt ausbreitet und sie letztlich zerstört.

Beim neuen Disney-Animationsfilm besticht allerdings nicht nur die bei Behaltung ihrer altertümlich wirkenden Bewegungsmotorik intelligente Umsetzung der alten 8-Bit-Lebenswelt von „Fix-it Felix Jr.“ in einen 3D-Animationsfilm gemäß heutiger technischer Standards. Darüber hinaus gelingt den Drehbuchautoren Phil Johnston und Jennifer Lee sowie Regisseur Rich Moore eine Geschichte mit einigen unerwarteten Wendungen, die in ihren schwierigen moralischen Entscheidungen den besten Geschichten aus den „Pixar“-filmen in nichts nachsteht. Obwohl Ralph in einigen Punkten etwa an den unter seiner rauen Schale leidenden gutmütigen Oger Shrek erinnert, ist die Figurenzeichnung eigenständig genug, um sich von „Shrek“ abzusetzen. Die Filmemacher statten Vanellope von Schweetz ebenfalls mit einer reichen Persönlichkeit aus. Die auf den ersten Blick etwas nervige Vanellope hadert mit ihrem Schicksal als Programmierfehler und leidet ebenfalls an Einsamkeit. Ohne altklug zu wirken, hat sie sich eine Lebensweisheit angeeignet, die sich etwa in ihrem Spruch „Neid ist ein Hund, der einer vergifteten Wurst nachjagt“ ausdrückt. Obwohl „Ralph reichts“ an den hohen animationstechnischen Standard der „Pixar“-Filme nicht ganz heranreicht, obwohl sich auch der Humor im Laufe der Handlung immer mehr abnutzt und das zu sehr in die Länge gezogene Ende eine Spur zu kitschig wirkt, gelingt dem neuen Disney-Animationsfilm genau das, was die zwei letzten „Pixar“-Filme „Cars 2“ und „Merida – Legende der Highlands“ hatten vermissen lassen: eine originelle und nicht vorhersehbare Geschichte. Außerdem ist „Ralph reichts“ wie allen Pixar-Filmen ein Kurzfilm vorgeschaltet: „Im Flug erobert“ erzählt ohne einen einzigen Dialog und in fast Schwarzweiß eine charmante und wunderschön umgesetzte Großstadt-Liebesgeschichte.

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Jörg Gerle: Filmdienst Jörg Gerle: Filmdienst

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9.0Herausragend

Das Geheimnis von Filmen wie 'Toy Story' und nun auch 'Ralph reicht’s' ist es, den Spielzeugen und Spielfiguren jenes Eigenleben filmisch einzuhauchen, dass ihnen im Spielzimmer die kindliche Fantasie zuschreibt.

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Arakune: Das Manifest, CinemaForever...

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6.0Ganz gut

"It's hard to love your job, when no one else seems to like you for doing it..."

Nach seinem vielversprechenden Trailer erwartet man von WRECK-IT RALPH einen vor Referenzen und Anspielungen nur so überschäumenden Film mit kindgerechtem, aber feinsinnigem, Humor und einer zumindest halbwegs unkonventionellen Geschichte. Die freudigen Erwartungen können jedoch nur teilweise eingehalten werden: Im Grunde ist Disneys jüngster Animationsfilm eine typisch-naiv inszenierte Moral-Story im Retro-Spiele-Gewand, der es leider viel zu selten vermag, sich inhaltlich von seinen konservativen Ketten zu lösen und eigene spannendere Wege zu gehen. Nichtsdestotrotz vereint WRECK-IT RALPH viele kreative Einfälle samt dazugehöriger Original-Lizenzen mit einer grundsätzlich sympathischen Feel-Good-Geschichte. Dass der eigentliche Lollipop-Overkill-Hauptschauplatz ab der Mitte des Films mit seinem mittelmäßigen Rennfahrer-Plot denkbar schlecht gewählt wurde und er beizeiten zu sehr in kindlich-peinlichen Klamauk-Humor verfällt, daran stören sich die jüngeren Zuschauer sicherlich nicht. Jeder Videopiel-Freund, der ein ähnlich furios inszeniertes Referenzen-Feuerwerk wie SCOTT PILGRIM erwartet hat, dürfte von der beinahe nebensächlichen Games-Thematik und dem etwas unglaubwürdigen Ende dennoch ein wenig enttäuscht sein.

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BuzzG: filmfutter.com, kino-zeit.d...

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8.5Ausgezeichnet

"[...]„Ralph reicht’s“ [lässt] mit seinen vielfältigen Ideen, der passenden Mischung aus rasantem Tempo und Humor, sowie zahlreichen Zitaten aus Spiel und Kino, kaum Wünsche offen. In Ordnung, es ist nicht Shakespeare – aber Ralph heisst eben auch nicht Macbeth. Dies ist nicht großer Arthouse-Anspruch, sondern clevere Unterhaltung in nicht zu aufdringlichem, angemessenem 3D-Gewand. Wer also mehr über die Herkunft des Turbo-Ausdrucks, die Vorteile von Lachschlangen oder die Rolle des Sauren Drops erfahren möchte, sollte nun unbedingt das Lichtspielhaus seines Vertrauens aufsuchen und eine Karte für genau diese kleine Wundertüte lösen."

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Edward Nigma: CinemaForever

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5.0Geht so

"Ich machs kaputt!"

Spätestens mit dem NES haben Videospiele endgültig Einzug in die Kinderzimmer der Welt gehalten und mit ihnen auch Namen wie Super Mario, Sonic the Hedgehog, Megaman und Samus Aran. Doch was wären all diese Videospielhelden ohne ihre fiesen Gegenspieler? Was wäre Mario ohne Donkey Kong und Bowser? Was täte Sonic ohne Doctor Robotnik/Doctor Eggman? Und wo würde Pacman ohne die bunten Geister heute sein? Ein fieser Gegenspieler macht ein Videospiel erst richtig gut, das weiß wohl jeder Gamer. Also warum nicht einmal all den Fieslingen und Bösewichtern Tribut zollen, über die wir nach zähen Kämpfen und langen Nächten triumphiert haben? Mit „Ralph reichts“ unternimmt Disney den Versuch, den Oberschurken des Arcade-Zeitalters ein würdiges Denkmal zu setzen und scheitert auf hohem Niveau. Doch zumindest die erste Hälfte des Films ist ein herrlich nostalgischer Rückblick auf die längst vergessene Prä-Heimkonsolen-Ära der Videospielgeschichte.

Randale-Ralph (John C. Reilly / Christian Ulmen) hat genug! Ihm reichts! Seit nunmehr 30 Jahren stehen immer die anderen im Rampenlicht, werden bejubelt während er Abend für Abend wieder mit dem Gesicht voran im Dreck landet. Aber damit soll jetzt Schluss sein, denn Ralph plant seinen Job als Oberfiesling in dem Spiel „Fix it Felix, Jr." niederzulegen und sich in einem anderen Spiel als Held zu versuchen, doch dieser Plan ist nicht ungefährlich. Denn anders als in seinem eigenen Spiel ist Ralph dort nicht unsterblich…

Dass auch Bösewichte eigentlich ein gutes Herz besitzen, haben uns in den letzten Jahren bereits Filme wie „Megamind“ oder „Ich – Einfach Unverbesserlich“ bewiesen. Und auch Ralph, der titelgebende Held des neusten Disney-Animationsspektakels, wäre eigentlich viel lieber einer von den Guten, statt Tag für Tag seiner zerstörerischen Arbeit nachzugehen und dafür nichts als Hass und Verachtung von seinen Videospielkollegen zu ernten. Doch einer muss ja schließlich diese Aufgabe übernehmen, oder? Wenn sich Ralph seelischen Beistand bei einer Selbsthilfegruppe für Videospiel-Bösewichte sucht, dann ist das Zucker für jedes Gamerherz. Hier sitzt Bowser neben Zangief und plauscht mit Dr. Eggman und M. Bison über die täglichen Probleme eines Superschurken.

Besonders die erste Hälfte des Disney-Animationsfilms quillt förmlich über vor Anspielungen auf bekannte Game-Klassiker, denn fast an jeder Ecke stößt man hier auf mehr oder weniger bekannte Vertreter gängiger Spiele-Klassiker wie Sonic the Hedgehog oder Ryu und Ken aus der "Street Fighter"-Reihe. Leider endet dieser Nostalgie-Trip viel zu schnell, denn sofern Ralph in die quietschbunte Welt des Mädchen-Rennspiels „Sugar Rush“ eintaucht und dort auf den kessen Game-Glitch Penellope von Schweetz (Sarah Silverman / Anna Fischer), wird „Ralph reichts“ zu einem äußerst kindergerechten und konventionellen Disney-Film, in dem zum x-ten Mal Themen wie „Der Wert der Freundschaft“ oder „Selbstverwirklichung“ durchgekaut werden. Auch der anfängliche Biss und der ernste Unterton weichen nach und nach vergnüglichen Slapstickeinlagen und turbulenten Rennpassagen, die besonders in 3D die kleinen Kinozuschauer bei Laune halten dürften. Es ist direkt ärgerlich, dass man sich bei Disney nicht getraut hat, den Film ein wenig konsequenter auf ein älteres Publikum zuzuschneiden. Doch letztendlich bleiben Animationsfilme doch immer nur Kinderfilme – schade eigentlich.

Dabei hat Regisseur Rich Moore („Futurama“) mit Ralph einen liebenswerten Anti-Helden erschaffen, der eigentlich gar nicht so recht in die kinderfreundliche Disney-Welt passen will. Denn Ralph ist ein grantiger Nörgler mit depressiver Ader, der seine Probleme lieber in Stamm-Videospiel-Kneipe zu vergessen versucht, als sich diesen zu stellen. Gerade auf Grund seiner vielen Charakterschwächen bietet Ralph gerade für die älteren Semester genügend Produktionsfläche um sich mit ihm zu identifizieren und wird dadurch zu einer der sympathischsten und auch erwachsensten Figuren im Disney-Kosmos. Denn wenn sich Ralph über seinen Job beschwert, bei seinen Arbeitskollegen um Anerkennung kämpft und jeden Abend wieder in seine schäbige „Behausung“ zurückkehrt, während nur ein paar Meter weiter das Leben so viel besser scheint, dann kann man nur zu gut mit dem tollpatschigen Hitzkopf mitfühlen.

Fazit: „Ralph reichts“ scheitert letztendlich daran, dass sich der Film nicht entscheiden kann, ob er nun ein quietschbunter Kinderfilm oder ein nostalgischer Trip für Videospielnerds sein möchte. Für einen vergnüglichen Familienausflug reicht das Spektakel aber dennoch allemal.

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Dani Maurer : Outnow.ch Dani Maurer : Outnow.ch

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9.0Herausragend

Wer sich aber Wreck-it Ralph anschaut, wird Zeuge, wie ein Bösewicht aus einem Videogame diese Hürden locker nimmt und sich an die Spitze der besten kommerziellen Animationsfilms dieses Jahres setzt.

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Alle Kritiken (30)


Kommentare (193) — Film: Ralph Reichts


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The Chief

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Bewertung10.0Herausragend

Meine Kindheit wurde endlich verfilmt. Ich habe selten so viel gelacht und mich an alte Tage erinnert gefühlt wie hier. Das nerdige Gamerherz wird hier in allem Maße bedient. So gut wie jedes Game hat hier einen Auftritt und sei es nur als Anspielung. Diese unglaubliche Liebe zum Detail macht diesen Film sehenswert.
Dazu kommt noch der erlaubte und auch erwartete Disney- Kitsch und die typische Botschaft und fertig ist der Filme Abend. Im Kino wie auch zu Hause fetzt de Streifen.

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MaceWindu1998

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Bewertung7.0Sehenswert

Dieser Animationsfilm hat mich dermaßen beeindruckt!
Hätte nie gedacht, das der Film so viel Potenzial hat!
Vorallem verulkt er alle möglichen Sachen (Oreo, Mentos, ...), und das ist einfach nur famos! Trotzdem ist meine Wertung nicht so hoch, denn ein zweites Mal schaue ich ihn mir vielleicht nicht an, da muss der Film schon "Findet Nemo" heißen :D

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LukasCoaster97

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Auch wenn ich mich von der Gaming - Szene bereits seit längerem glücklich gelöst habe, und daher einige Charaktere nicht kannte, muss ich sagen, dass dieser Film wunderschön inszeniert wurde. Innovative Ideen zusammen mit Disney - typischer Geschichte und erfolgreicher Übermittlung wichtiger Wertvorstellungen und Moral. Anschauen lohnt sich definitiv, auch wenn man allgemein nicht sonderlich an Gaming interessiert ist.

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J-Ross

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ralph Reicht's ist ein überaus angenehmer Wohlfühlfilm um einen Videospielbösewicht, der genug davon hat, immer der Böse zu sein. Ralph will Lob und Preise für seine Leistungen. Denn was wäre das Spiel "Fix-It-Felix-Jr." ohne Randale Ralph? Jump'n'Run Retro-Held Felix hätte dann nämlich nichts mehr zum Reparieren. Trotz allem wollen seine Kollegen nichts mit ihm zu tun haben.
Fest entschlossen, auch endlich mal der Held zu sein, stürzt sich Ralph somit in ein anderes Videospiel und richtet mehr Ärger an als ihm lieb ist...
Ralph Reicht's hat im Groben etwas von "Nightmare before Christmas" und "Toy Story", wenn man sich den Protagonisten und die Präsentation der Welt ansieht. Dennoch wirkt der Film sehr originell, denn den überaus kreativen Machern dieses Films kamen dutzende witzige Ideen für eine einzigartige Welt in den Sinn. Erstmals dürfen wir sehen, was Videospielfiguren machen, wenn ihr Automat nicht gerade benutzt wird.
Sehr authentisch ist Vieles, da man sich um originale Sounds aus den Spielen bemüht hat und auch die versteiften Bewegungen vieler Charaktere aus Videospielen der 8-Bit-Ära übernommen hat. Für Freunde von Videospielen ist dieser Film eine wahrhaft schöne Entdeckungsreise mit zahlreichen Stargästen.
Die Animationen sind, wie man es von Disney erwarten kann, erste Sahne. In drei Videospiele bekommt man einen besonders großen Einblick und die sind alle sehr verschieden. Trotz dieser überaus faszinierenden Welt, werden die Charaktere nicht vernachlässigt und der Humor kommt auch nicht zu kurz. Der Film ist überaus kurzweilig und sorgt für viel gute Laune.
Ralph Reicht's zeigt auf charmante Art wie wichtig es ist, uns selbst zu akzeptieren, stolz auf sich zu sein, an seine Träume zu glauben und auch was es heißt, ein wahrer Held zu sein, ohne dabei wirklich kitschig zu werden.
Ein fantasievoller, origineller, einzigartiger Film mit drolligen Charakteren.

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BattlemasterIZ

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Jawoll Ausgezeichnet geschrieben :)


MurmelTV

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Bewertung9.0Herausragend

Man könnte "Wreck-it Ralph" als einen modernen "Toy Story" sehen, sprich statt einer Spielzeugwelt wird hier eine ganz eigene, fantastische Welt hinter den guten, alten Arcade-Games kreiert, welche den Machern aus dem Hause Disney hervorragend gelungen ist!

Allein durch diese neue, faszinierende Welt, wird der Film weder langweilig, noch stört einen die eigentliche 0815 Handlung, da sie durch die gut platzierten Witze und der großen Detailverliebtheit der Videospielwelten gar nicht erst auffällt.
Zum Beispiel das Polizisten-Donut-Duo "Duncan" und "Wynnchel" (ich muss hier wohl nicht erwähnen, auf welche beiden Donut-Ketten diese andeuten sollen..) sind sowas von köstlich animiert, sodass man nur schwer nicht über sie lachen kann!
Ansonsten gibt es natürlich reichlich viele Andeutungen nicht nur auf viele, alte Videospiele, sondern auch auf die verschiedensten Süßigkeiten. Das macht einfach Spaß, in jedem Bild ein kleines, neues Detail zu entdecken.

Fazit: "Wreck-it Ralph" ist definitiv ein Film, in dem weitaus mehr drin steckt, als es der Trailer vermuten lässt und ist sowohl einer der besten, als auch der kreativsten Anitmationsfilme, die in letzter Zeit das Licht der Welt erblickt haben.

Ein ♥ für Disney!

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heiko.buschhaus

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich halte eigentlich nicht so viel von "Disney: Pixar"... ich finde ihre Filme meist zu reif für Kinderfilme, meist zu brutal und uninspiriert... und auch nicht immer so witzig wie die Genialitäten von "Dreamworks"!
Aber mit "Wreck-It Ralph" haben sich die Disney-Studios selbst übertroffen!
Dieser Film ist ein nur aus Liebe zum Videospiel bestehender Film, der alle zwei Minuten die geilsten Witze, Spräche und Anleihen an Spiele raushaut und das Kind in einem wieder auferstehen lässt!
Wirklich nuuur empfehlenswert!

P.S.:
Ist jemandem aufgefallen, dass bei Felix' Hausparty Skrillex auflegt? ;-)

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CaptainTrips

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein Nerd- und Gamer-Wunderland, getarnt und geschmückt als launiger Animationsfilm für zwischendurch. Die eigentlich simple Story wird dabei mit ganz viel Liebe zum Detail umgesetzt, an Ideen mangelt es wirklich nicht. Da wird ein Automat durch das "Defekt"-Schild auf dem Display in düster-apokalyptisches rotes Licht getaucht, Figuren bewegen sich zackig digital und eine der Hauptfiguren ist ein "Glitch". Sehr bunter, sehr unterhaltsamer Spaß mit einer großen Portion Herz und Esprit.

Und mit meinen absoluten Helden: singenden Oreo- Palastwachen! (O-re-o ... OREEEEO!)

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heiko.buschhaus

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Endlich ist jemandem außer mir dieses hammergeile Oreo-Lied im Kopf geblieben! ;-)


gajer1978

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Bewertung7.0Sehenswert

Für Zocker wie mich ein toller Film...liebenswerter Animationsspass über das Innenleben der Spieleautomaten... hab mich mega amüsiert...

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SalocinRocknRolla

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Super Film, der das alte Nerd-Gamer-Herz höher schlagen lässt und für Kids auch noch cool animiert ist und eine coole Message über Freundschaft, Toleranz und Co hat.
Ein rundum gelungener Disney Film für Jungs & Alt.
Macht Spaß.
Sehr empfehlenswert.

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jacker

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Bewertung7.0Sehenswert

WRECK-IT-RALPH beginnt als der perfekte, bildgewordene Nerd-Traum:

Frustrierte Game-Bösewichte, deren Arcade-Automaten über das Stromnetz (eine U-Bahn-Linie mit zentraler Konten-Station) verbunden sind und die nach Feierabend in anderen Games aus Frust zusammen einen heben, während die Helden ihrer Spiele sich an ihren verdienten Medaillen ergötzen, von den geretteten Figuren angehimmelt werden und jede Nacht rauschende Feste feiern.
Wie geil ist das denn? Selbst für den sporadischen (aber hingebungsvollen) Gamer wie mich, wohl die coolste Idee, die ich je in einem Animationsfilm entdeckt habe!

Auf dieser Prämisse surft W-I-R zunächst einmal fröhlich, frech und visuell äußerst überzeugend durch die erste Hälfte und macht dabei, dank kreativer Einfälle wie den Anonymen-Bösewichte-Treffen im Zentrum des PACMAN-Labyrinths uneingeschränkt Spaß.

Dem guten Ralph reicht es hin, er will mehr und der Schlüssel zu diesem Mehr ist eine Goldmedaille! Über Umwege schmuggelt sich der brachiale Klopper aus dem 80er Jahre Spiel in einen ultramodernen, düsteren und stark an STARSHIP TROOPERS erinnernden Ego-Shooter und von da an bricht das Chaos los: Fiese Bugs im Candy-Land, Fix-It-Felix auf Ralph's Spur und den Games droht, der fehlerhaften Funktionalität (aufgrund des fehlenden Ralphs) geschuldet, die Abschaltung.

Toll daran ist folgendes: Die Macher trauen sich, mehr als nur kunterbunte Unterhaltung zu liefern und mit zahlreichen Referenzen und Huldigungen an die Geschichte des Gaming zu versehen, sondern weben im Subtext die ein oder andere mehr als relevante Parabel auf das Leben und unsere heutige Gesellschaft ein! Themen wie fehlende Anerkennung für gewisse Formen der Arbeit, Abwertung von 'unsichtbarer' Leistung auf ein groteskes Niveau und später im Film vor allem die Ausgrenzung von Individuen, die den gemachten wirtschaftlichen Systemen und dem zugehörigen (mittlerweile imensen) Druck nicht mehr standhalten können - die nicht richtig 'funktionieren' im High-Speed System der Leistungsgesellschaft - werden hier nicht nur angedeutet, sondern klar und verständlich an den Mann gebracht. Vanellope - der Glitch - ist problemlos als Vorzeigemodell einer ganzen Heerschar von Menschen anzusehen: Wer nicht perfekt geölt im Getriebe des Konzerns seiner stillen Zahnradfunktion nachgeht, muss weg. Gefahr für die Firma, Leistung zu schwach.

Das alles lässt W-I-R in den ersten zwei Dritteln weit über den Schnitt der durschnittlichen Rendering-Schlacht aufsteigen.

Dann fehlt leider die letzte Konsequenz um die geformte Kritik auch wirklich mit finaler Wucht an den Mann zu bringen und der Film ertrinkt wortwörtlich im Zuckerguss. Er formuliert eben nicht die Aufforderung, sich selbst an die Nase zu fassen und sein Verhalten, seine Sicht und seine Wertschätzung gegenüber schwächeren, sozial niedrig-gestellten und weniger leistungsfähigen Menschen zu hinterfragen - stattdessen wird die Verantwortung wie so oft auf den Oberbösewicht abgeschoben und sonst kann eigentlich keiner was dafür.

Vielleicht interpretiere ich hier auch viel zu viel in einen (kleine- und große-)Kinderfilm hinein und sollte mich stattdessen einfach an den spaßigen Game-Inhalten und der gelungenen Optik erfreuen. Aber wenn man doch solche kritischen Ansätze entdeckt, ist einfach umso ärgerlicher, wenn sie nur halbgar ins Ziel gebracht werden.

[http://weltamdraht.blogsport.de/2013/10/18/ralph-reichts-wreck-it-ralph-2012]

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Kurono

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Bewertung7.0Sehenswert

Mit Gegnern in Videospielen verhält es sich ein bisschen so, wie mit Aasfressern in der Natur.
Sie sind unsympathisch und man will sie nicht näher an einen ran lassen als nötig, gleichzeitig weiß man aber, dass sie für die eigentliche Sache essenziell sind.
Ohne Bowser und seine Schergen würde Mario wohl nur verstopfte Rohre reinigen, ohne Gegner bliebe Ryu nix weiter übrig, weiter auf wehrlose Autos einzudreschen und ohne Randale-Ralph wäre Fix-it Felix nur Felix.
Damit sind wir auch schon bei Disneys „Ralph reichts“. Randale-Ralph verlässt sein Spiel um auch mal der Held zu sein und würfelt dadurch so einiges bei den Spielautomaten in der Arcade durcheinander.
„Ralph reichts“ strotzt so vor Anspielungen, Hommagen und Parodien an Computerspielen, dass man als (Retro-)Gamingliebhaber nur noch dauergrinsen kann. Wären das erste Drittel vor allem eben durch diese Anspielungen unterhält, konzentriert sich der Film danach auf seine Story. Im Großen und Ganzen ist diese zwar ziemlich vorhersehbar, dafür aber schön flüssig und ohne Hänger. Zugute halten muss man außerdem, dass die Geschichte über das übliche „Wen du nur willst, kannst du alles erreichen“ hinausgeht.
Also: „Insert Coin“

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cruzha

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Bewertung7.5Sehenswert

Die ersten zwanzig Minuten sind bockstark, mit all ihren Anspielungen auf die Videospielkultur. Besonders die Bösewichte-Selbsthilfegruppe inklusive Mortal Kombat-Finishing Move war zum Piepen. Später wird's in der Zuckerwelt dann deutlich zu rosa, bunt und kitschig - zuviel Zucker für Erwachsene. Dennoch können sich junggebliebene Spieler auf einen gelungenen Animationsfilm freuen, inklusive angenehm retrolastigen Chiptune-OST.

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Nishi

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Disney ist im Animationsbereich endlich richtig angekommen. Man könnte meinen hier einen Pixar-Film aus deren besten Tagen zu sehen.

Besonderes Lob an dieser Stelle verdient auch der Soundtrack, einfach klasse!

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filmschauer

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Bewertung7.0Sehenswert

Noch vor wenigen Jahren hätte ich nie gedacht, dass Disney mit seiner hauseigenen Animationsschmiede Pixar qualitativ das Wasser reichen könnte. Doch nachdem Pixar seinen Genie-Status leider zusehends verloren hat, war dieses 'Duell' nicht mehr so abwegig wie zuvor. Disneys 2012er Kandidat "Ralph reichts" untermauert diesen Eindruck nachhaltig, besitzt er doch einen originellen Charme, den man sonst im engen Familienfilmkorsett oftmals vermisst. Klar, auch in diesem Fall sollen alt wie jung angesprochen werden. Das Computerspiel-Thema, welches hier zugrunde liegt, ist mit seinen Retro-Einflüssen der großen Spieleautomaten-Zeit dafür jedoch geradezu prädestiniert. Zudem zieht man mit seinen lebendigen Spielfiguren eine ziemlich schräge Geschichte auf, die das Animationsfilm-Genre für viele popkulturelle Fantasie-Elemente als solches sehr gut ausnutzt. Das macht dann eben auf der einen Seite Freude, der schwungvollen Abenteuerreise des Protagonisten Ralph mit seiner Lebenskrise beiwohnen zu dürfen, andererseits schwelgt man spontan in Erinnerungen, wenn das eine oder andere bekannte Spielelement, sei es eine bestimmte Figur oder ein wiedererkennbaren Format, seinen Besuch in diesem Film abstattet. Narrativ läuft es trotz wilder Kulisse absehbar auf einen fulminanten Showdown hinaus, sobald es Ralph in das weite Gebiet von "Sugar Rush" verlegt, der allerdings mit einem interessanten Clou aufwartet (zumindest habe ich es nicht vorher erraten können). Die notwendige Portion Moral darf im Hause Disney dann schließlich auch nicht fehlen. "Ralph reichts" kann sicherlich nicht mit den Pixar-Meisterwerken aus früheren Tagen mithalten, denn dafür hätte es vielleicht noch ein paar geniale Ideen mehr gebraucht. Nichtsdestotrotz macht Rich Moores Film eine überraschend gute Figur, hat mir als Ganzes im direkten Vergleich sogar besser als Pixars letztjährige Animationsprodukt "Merida" gefallen und ist vor allem eines: ziemlich unterhaltsam, ob mit oder ohne pochendes Gamer-Herz.

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filmschauer

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Jepp, der trägt ja jetzt hauptberuflich Krawatte. ;)


horro

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mit der Krawatte liegst du nicht schlecht ... während seiner Lehrzeit war ich unter anderem sein Ausbilder ;)


Kohax

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Bewertung7.0Sehenswert

Netter kleiner Film für die ganze Familie. Lustig, bunt und das richtige für die kleinen Zuschauer. Ich als Videospiel-Fan musste natürlich über die ein oder andere Videospiel-Anlehnung schmunzeln, leider, wie so oft, kamen diese in der deutschen Fassung nicht so gut rüber wie in der Originalversion. Nicht nur für die kleinen ein großer Spaß (:

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DisneyFan

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Bewertung5.5Geht so

Süß gemachter Disneyfilm, ich habe mich unterhalten gefühlt, aber ich würde nicht sagen, dass ich den Film zwingend nochmal schauen müsste. Einmal schauen reicht!

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Tina Scheidt

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Bewertung7.5Sehenswert

Liebevoller Disney Film über eine "böse" Spielfigur (Ralph), der genug davon hat alleine auf einer Müllhalde zu leben, während die übrigen Kollegen aus dem Spiel in einem schönen Haus zusammen leben und miteinander Parties feiern, ihn abgeschoben haben.
Er lernt einen "Spielfehler" kennen, Vanellope. Sie ist ein freches, liebenswertes kleines Mädchen, das er mehr und mehr ins Herz schließt und ihr dabei hilft, ein Rennen zu gewinnen. Genau wie Ralph ist auch sie abgeschoben und kämpft um Anerkennung.

Ein lustiger, liebenswerter Film von Disney über Freundschaft und Anerkennung, mit sehr viel Freude und Spaß gefüllt wie Anspielungen auf viele bekannte Spiele und Filme (und sei es das berühmte "Atmen" von Darth Vader ;-) ). Mit hat dieser Film sehr viel Spaß gemacht und ich habe mich sehr über Ralph und Vanellope und die anderen Spielfiguren und ihre wundervolle Spielwelt gefreut. Durchaus ansehenswert!

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Melnibone

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

ganz toller film.selten so viel gelacht :) !

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Frankenchrist

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Bewertung7.5Sehenswert

Selten passiert's, dass ich mir auf einen Film hin "Bonusmaterial" dazu ansehe. Wenn es aber soweit kommt, muss er mich ganz verblüfft zurückgelassen haben oder anderweitig noch tagelang beschäftigen. Im Falle von RR war es weniger die positive Überraschung, zur Abwechslung auf einen sehenswerten Animationsfilm gestoßen zu sein. Nein, Schuld hat v.a. die "zuckersüße" Stimme einer gewissen Anna Fischer, dass ich verleitet wurde, das Gesicht hinter der Stimme herausfinden zu wollen. Nun, im Nachhinein, wünschte ich, es wie so oft gelassen zu haben (weil meist den Mitwirkenden, bis auf den Regisseur, eh nichts Gescheites zu entlocken ist). Denn dadurch wurde ich wiederum dazu verleitet, meinen Senf hier abzugeben, was ich mir und uns allen gerne erspart hätte. Das Folgende hat diese A.F. (Vanellope) aber gesagt, und das muss ich kurz kommentieren: Über den Film: "Also m.M.n. geht's darum, dass wenn du etwas wirklich willst, tu alles dafür, dann kriegst du das auch."
Aber, aber: ich glaube, darum geht es nicht. Diese Botschaft, die Frau Fischer im Film entdeckt zu haben glaubt, so niedlich ihr Stimmchen auch mitanzuhören gewesen ist, finde ich nicht nur selten dämlich, sondern auch unrichtig. Sie gibt den Kern des Films falsch wieder. Es geht vielmehr darum, dass Menschen in irgendwelche Rollen gezwängt werden, die sie nicht länger bereit sind, zu spielen, die grundsätzlich ihrem Gemüt, ihrer Wesenseinstellung widersprechen; soziale oder berufliche Zwangsjacken, aus denen sie ausbrechen wollen. Der Film heißt nicht "Ralph will's wissen" oder "Ralph kennt kein Pardon", sondern "Ralph reichts". Umkehren statt weiter im Trott. Durchstarten, allein: nur in die andere Richtung. Ralph ist unzufrieden mit dem, was er tut, tun muss. Er will qualitativ mehr als in seinem Metier zu kriegen möglich ist. Er will über seinen beruflichen Horizont hinaus das erreichen, was ihm innerhalb dieser von einer höheren Macht vorgezeichneten Grenzen zu ermöglichen unmöglich ist. Aber, das hat sie, Frau Fischer, vielleicht gar nicht mitbekommen, da ihre Rolle zu dem Zeitpunkt keine Rolle mehr spielte, wird am Ende ja der quasi "Status quo ante" wiederhergestellt. Denn was will Ralph? Er will der Held sein (symbolisiert am Gewinn der Medaille) und gerade der ist er am Ende nicht. Felix ist zurück, seine Freunde ebenso, und diese konnten Ralph zu seinen alten Missetaten zurück überreden, für das Allgemeinwohl. Was sich geändert hat, ist seine Sichtweise (und die der anderen Figuren) auf sich selbst als Rolle und seine Aufgabe, ja dass irgendwie aus allem Bösen, das er tut, Gutes entsteht und so das virtuelle innerweltliche Überleben gesichert ist. Durch das notwendige Böse vielleicht? Denn: In einer Welt, in der alle gut sind, wer ist dann der gute Held? Ferner geht es um Eifersucht, um das Ausspielen von Rivalen, Verleumdung, neudeutsch Mobbing, Sabotierung der Realität und das Außenseiterdasein als Folge einer böswilligen Manipulation. Scheinbar ausgelutschte Themen, für den ein oder anderen, wären sie hier nicht so frisch verpackt in eine andere Welt, in eine Art Paralleluniversum verlegt worden, in "Parallel-Menschen", zugunsten des literarischen Verfremdungseffekts und all seiner Ziele. Es geht also um vieles, nur nicht um das "Über-Leichen-Gehen", nicht um das radikale, uramerikanische und hirnrissige "Du kannst alles erreichen, wenn du nur willst". Ihren "eigenen" Film so misszuverstehen und umzudeuten, wie ich finde, das ist arm. Ganz anders der Film, der so reich an Herz und Klugheit und Witz ist - wobei nicht jeder Schuss ein Treffer ist, gewiss, gewiss. Aber selten, dass ich nach einem Film ergänzendes Material ansehen wollte; selten, dass ein Animationsfilm so gut ist und selten, dass ich einen Animationsfilm unbedingt weiterempfehlen möchte.

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RolyK

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Bewertung7.0Sehenswert

Es gibt wirklich bessere Animationsfilme. Aber man kann ihn sich ganz gut anschauen - und es macht Spaß, wenn man Computerspiele und Charaktere wieder erkennt.

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