Zu Listen hinzufügen

Vielleicht lieber morgen

The Perks of Being a Wallflower (2012), US Laufzeit 103 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 01.11.2012


Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
7.4
Kritiker
41 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.9
Community
5138 Bewertungen
249 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Stephen Chbosky, mit Logan Lerman und Emma Watson

Vielleicht lieber morgen begleitet das männliche Mauerblümchen Logan Lerman durch sein erstes Jahr an der High School. Dringend benötigte Freunde findet er in Emma Watson und Ezra Miller.

Charlie (Logan Lerman) hat sich viel vorgenommen für sein erstes Jahr an der High School. Nach dem Selbstmord eines guten Freundes möchte Charlie schnell neue Freunde kennen lernen, um das Trauma verarbeiten zu können. Außerdem möchte er sein Dasein als Mauerblümchen gegen das eines beliebten Mitschülers eintauschen. Doch das ist gar nicht so einfach. So wird sein erster Freund ausgerechnet der Lehrer Bill (Paul Rudd).

Doch schnell findet er auch in Sam (Emma Watson) und deren Stiefbruder Patrick (Ezra Miller, We Need to Talk About Kevin) verwandte Seelen, die ihn in ein Leben voller Erfahrungen, positiver wie negativer, einführen und ermutigen, seinem Wunsch, Schriftsteller zu werden, zu folgen.

Hintergrund & Infos zu Vielleicht lieber morgen
Vielleicht lieber morgen (OT: The Perks of Being a Wallflower) basiert auf dem Briefroman von Stephen Chbosky, der seine Geschichte gleich selbst verfilmte. Das Buch wurde 1999 von MTV veröffentlicht.

Vielleicht lieber morgen ist für Emma Watson (zum Zeitpunkt der Veröffentlichung in ihrer Rolle als Teenagerin bereits 22 Jahre alt) nach My Week with Marilyn der zweite Film nach der Ära Harry Potter. Ihr Freund Charlie in Vielleicht lieber morgen wird von Logan Lerman (20 Jahre alt) gespielt, der mit einer weiteren phantastischen Jugendbuchverfilmung als Titelheld Percy Jackson in Percy Jackson – Diebe im Olymp einem größeren Publikum bekannt wurde.

Aber auch die Besetzung der Erwachsenen kann sich sehen lassen: So spielt Paul Rudd in Vielleicht lieber morgen gegen seinen Typ in Gestalt des Lehrers mal ein richtiges Vorbild.
In weiteren Nebenrollen sind Dylan McDermott (Practice – Die Anwälte) und die gebürtige Neuseeländerin Melanie Lynskey (Heavenly Creatures – Himmlische Kreaturen) zu sehen. (EM)

  • 37795279001_1762733499001_ari-origin06-arc-154-1343716949372
  • 37795279001_1910392026001_th-50803af642dab0e40ea5a2ad-590065947001
  • Vielleicht lieber morgen
  • The Perks of Being a Wallflower
  • Vielleicht lieber morgen

Mehr Bilder (31) und Videos (9) zu Vielleicht lieber morgen


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Vielleicht lieber morgen
Genre
Drama
Zeit
1990er Jahre
Ort
Schule, Vereinigte Staaten von Amerika
Handlung
Außenseiter, Beste Freunde, Brief, Erste Liebe, Erster Kuss, Freunde, Freundin, Frühreife, Geistige Krankheit, Heimliche Homosexualität, Highschool, Kindheitstrauma, Liebe auf den ersten Blick, Psychopharmaka, Schulball, Sexueller Missbrauch, Verdrängte Vergangenheit, Verlust der Jugend
Verleiher
Capelight Pictures/Central
Produktionsfirma
Mr. Mudd, Summit Entertainment

Kritiken (29) — Film: Vielleicht lieber morgen

_Garfield: Blogbusters

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Beeindruckend wie sehr Chbosky seine eigene Geschichte beschneidet, Figuren zurückstellt und ganze Handlungsverläufe fallen lässt, um sein wunderbares Buch emotional auch Medium-übergreifend zugänglich zu machen. Die Darsteller sind bis in die kleinste Nebenrolle exzellent besetzt, jede Szene hat ihren Sinn und ihren Platz und „The Perks of Being A Wallflower (was für ein Titel) zieht die richtigen Schlüsse: wer wahrgenommen werden möchte, muss lernen auf andere zuzugehen. Eine Botschaft, aus der eine der schönsten Szenen der vergangenen Kinojahre geboren wird.

18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

alex023

Antwort löschen

Kurz und knapp, aber absolut treffend. :)


_Garfield

Antwort löschen

:)


SiameseAlex: SiameseMovies

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Flüchtige Filmempfehlungen von Freunden sind gefährlich. Attestiert zudem die »Internet Movie Database« [kurz: IMDb] eine sagenumwobene 8.1/10 bei knapp 150000 Bewertungen, pocht mein Interesse hellhörig gegen mein filmisches Lustzentrum. Und fast gleichzeitig tönen die Alarmglocken! Originaltitel: »The Perks of Being a Wallflower« – das klingt nach Mauerblümchen-Kitsch mit Romanzenrosette. Nach nostalgischem Schwank mit rückwärtsgewandtem Blick auf eine längst vergangene, natürlich viel bessere Zeit. Nach Wie-ich-mich-endlich-traute-meine-Traumfrau-anzusprechen. Nach Songs, die mein Leben veränderten. Nach halt genau dem Zeug, wodurch sich ach so viele Leute ach so viel besser fühlen – nach einem Film mit derart breitflächigem Identifikationspotential, das ausnahmslos jeder Geschmack bedient wird und damit jeder gefälligst zufrieden sein muss. Das klingt urplötzlich nach »Eternal Sunshine of the Spotless Mind« (IMDb: 8.4 bei über 400000 Bewertungen), der einen ebenso dumpf klingenden, keck andeutenden deutschen Verleihtitel erhielt wie heutiger, abendfüllender Kandidat.
Es klingt wie damals einfach zu gut. »Vergiss mein nicht« verhob sich seinerzeit am leidigen Thema mit der Liebe, indem er die andersartige Frage der bedingungslosen Ehrlichkeit verdrängte, nur um verkitscht ewig wiederkehrendes Verliebtsein zu schwadronieren. Die Erinnerung ist ein so kostbares Gut, das nur allzu leicht beschönigt werden kann, idealisiert werden kann, der eigenen Imagination überlassen ist. Traum und Wunsch fügen sich zu einer vermeintlich unumstößlichen Wahrheit und verleiten zum romantisierten Schwank und zum Suhlen im eigenen bittersüßen Liebes- oder Trennungssaft. Das alles nur um über die eigene Bedeutungslosigkeit hinwegzutäuschen …
Naja, trotz allem mangelte es natürlich nach wie vor keineswegs an Neugier. Der weitere Weg führte daher über Regisseur Stephen Chbosky, der keine nennenswerten Produktionen auswies – doch nur vier Klicks später bestätigt sich die Annahme, dass er der Autor des 1999 erschienenen, gleichnamigen Romans ist. Spätestens jetzt schrillten meine imaginierten Trotzsirenen ohrenbetäubend: »Mach’ Dich auf Off-Kommentar gefasst! Wie sollen die tollen Weisheiten aus dem Buch auch sonst dargestellt werden?«.
Gestattete Frage: Woher die übertriebene Skepsis, diese nervtötende, bewusste Antipathie? Es ist wie eine zu überwindende Mauer, derer sich hochgelobte, augenscheinig existentielle Filme widersetzen müssen. Eine Masse zu begeistern ist schwer und einfach zugleich. Es gibt dafür schmierige Mittel, Tricks und Kniffe, die ausgespielt Effekte erhaschen. Diese Filme folgen einem ureigenen Kalkül, das es jedem von Natur aus schwer macht, sich zu widersetzen. Diese Effekte hindern am Hinterfragen der Situation, des Kontextes. Für sie zählt der Moment und nichts als der Moment, um audiovisuell zu beeindrucken. Das Spiel der Emotionen ist ein dreckiges, das aber auch – und jetzt kommt es – grundehrlich sein kann.
»The Perks of Being a Wallflower« hat da ein kleines Kunststück vollbracht. All jene Klangfloskeln von oben treffen weitestgehend zu, und t r o t z d e m bewältigt der Film ein ergreifendes Schicksal, das Freundschaft und Liebe auf eine Stufe hebt. Idealisierung hin oder her, Charlie als mauergeblümter Protagonist erfüllt auf liebenswert andersartige Weise den Stereotyp und wächst damit zum eigenständigen Charakter. Ihn und den ganzen Film begleitet ein Trauma, das die Spannung hält und erklärt. Selbst der Off-Kommenter ist maßgeschneidert und sinnvoll verankert in ein Netz aus Träumen, die rückblickend das Ziel der Traumabewältigung ermöglichen. Logan Lerman gelingt in der Rolle des Charlie ein rührender Wandel ohne Extreme, und doch mit Hang zum Besonderen.
Gestatten, eingelullt und froh dabei.

Kritik im Original 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

vanilla

Antwort löschen

bin froh, froh dabei zu sein, na na na na na;-) (Poisel)
Gut geschrieben Löwe, dieser Film ist seit langem ein 10-Punkte Kandidat;-)
Mein Herz hat dieser Film definitiv erobert, hab ihm zuerst auch 8,5 Punkte gegeben, aber nach Paar Wochen permanenten Denkens an ihn auf 10HERZ erhöht;-)


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Irgendwann verlor mich der Film, da dachte ich fast schon, dass dieser Strauch Wallflowers an mir vorbei geht, doch glücklicherweise raffte sich der Film wieder auf. Klar, auch diese Coming-of-Age-Geschichte verläuft nach bekannten dramaturgischen Rezepten, aber er wirkt dennoch eigenständig, warm, liebenswert und wahrhaftig. So wahrhaftig dass ich mich auch nach dem Film danach sehne solche Erfahrungen zu sammeln. Vielleicht habe ich das ja? Vielleicht habe ich sie aber auch verpasst? Hach, ich liebe es wenn ein Film zeitgleich ein Lächeln und eine Träne bei mir erzeugt.

31 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

*frenzy_punk<3

Antwort löschen

Hab ich auch eben gesehen. Hat mich jetzt nicht so geflasht, aber war ganz nett.


stuforcedyou

Antwort löschen

Tzz ;)


Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

[...] Coming-of-Age-Geschichten haben bei mir ja oft schon per se einen Stein im Brett und nicht wirklich anders verhält es sich bei Vielleicht lieber morgen, der Verfilmung des im Original deutlich passender betitelten The Perks of Being a Wallflower aus der Feder von Stephen Chbosky, der sich auch bemüßigt hat, die Drehbuchfassung zu seiner Romanadaption zu verfassen. Inwieweit er dabei seiner eigenen Vorlage treu geblieben ist und wo er hat Abstriche machen müssen, vermag ich in Unkenntnis der Vorlage nicht zu beurteilen, doch merkt man durchaus an der einen oder anderen Stelle, dass hier deutlich mehr hätte erzählt werden können oder sollen, wenngleich ich nie das Gefühl hatte, dem Film würde es an Stringenz oder einem roten Faden mangeln, der allerdings zugegebenermaßen mehr im Verborgenen gewoben wird, während wir uns mit Charly durch dessen erstes Jahr an der Highschool bewegen. [...]

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

SoulReaver: CinemaForever, D3M

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

[...] So einfühlsam, liebevoll und berührend, wie „Vielleicht lieber morgen“ seine Charaktere behandelt, so einfach ist es auch für den Zuschauer, sich in dieser Geschichte zu verlieren und der Implementierung von gängigen Klischees einfach mal unkritisch in die Augen zu blicken, einfach weil es passt, weil die Rechnung am Ende aufgeht, das unnötige Drücken auf die Tränendrüse vermieden wurde und sich „Vielleicht lieber morgen“ dadurch zu einem echten Jahreshighlight herauskristallisierte.

Kritik im Original 28 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 30 Antworten

SoulReaver

Antwort löschen

Hab dich doch lieb, Schatzi. Weißt du doch.


Prechtl

Antwort löschen

Toller Film <3


Flibbo: Wie ist der Film?

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

[...] Zum einen zeichnet „Vielleicht lieber morgen“ ein arg romantisiertes Bild der (alternativen) Jugendlichen, die einen viel zu coolen, unglaubwürdigen Retromusikgeschmack haben (selbst für eine Handlung, die im Jahr 1991 spielt). Andererseits muss man zugeben, dass dieser Stil funktioniert und wirklich zu berühren weiß. Im Kern steckt ja viel Wahrheit. Das familiäre Trauma des Protagonisten harmoniert dabei nicht so recht mit dem Rest der Geschichte. Auch ohne diese tiefere Ebene ist „Vielleicht lieber morgen“ einfach ein schöner Coming-of-Age-Film.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Jedes Jahr braucht zumindest einen guten Coming of Age-Film und nach "Submarine" im letzten Jahr, ist dies für 2012 wohl unzweifelhaft "The Perks of being a Wallflower" dessen gruseligen deutschen Verleihtitel (der nach Julimond o.ä. klingt) wohl mit dafür verantwortlich sein dürfte, dass ihn keine Sau gesehen hat.

Was schade ist, denn er ist überaus charmant und variiert die üblichen Marksteine des Genres sehr gekonnt und punktet vor allem mit der gelungenen Besetzung. Ezra Miller darf einmal mehr den schwulen Teenager geben und vergessen machen, wie creepy er in "We need to talk about Kevin" war, Emma Watson behauptet sich souverän jenseits von Hermione und überzeugt als aufgedrehte und doch unsichere Sam - und überraschend ist sogar Logan Lehrman wirklich gut. Auch wenn er für ein Mauerblümchen viel zu gut aussieht, schafft er es tatsächlich seine unsicherheit aber auch Ambivalenz fühlbar zu machen.

Stephen Chbosky, der seine eigene Buchvorlage umsetzte, findet immer den richtigen Tonfall und inszeniert solide, mit beeindruckender Schauspielführung ohne dabei das Rad neu erfinden zu wollen. Was auch schwierig ist, in diesem Genre das schon so oft beackert wurde und natürlich gibts im Bereich erste Liebe, erster Sex, Freunde finden und erwachsen werden keine wirklich neuen Dinge mehr zu sagen. Doch das macht nichts, denn wie in Submarine wird hier einfach schön erzählt und an ein paar Stellen stimmt die Einheit aus Soundtrack, Bildern und Lebensgefühl und macht diese ansonsten recht brave Mischung aus "Mysterious Skin" und "Nick & Norahs Infinite Playlist" zu einem sympathisch, nostalgischen Stück Jugenderinnerung und Reminiszenz an die frühen 90er.

10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

FTN.Sheitan

Antwort löschen

Der Bericht deckt sich größtenteils mit meinem Eindruck vom Film. Die schauspielerische Leistung trägt viel dazu bei, dass "Wallflower" zu keinem Zeitpunkt langweilig wird, obwohl die Story-Überraschungen rar gesät sind – ein Lob hierbei auch an die oft übersehene Mae Whitman, die wieder einmal ihr Talent gezeigt hat.

Negativ kann man vielleicht noch anbringen, dass der Film sich (zumindest in meinen Augen) teilweise etwas zu viel vorgenommen hat und manche Geschichten – Stichwort Patrick – nicht wirklich konsequent zu Ende erzählt wurden.


ChristiansFoyer: Cellurizon.de

Kommentar löschen
10.0Herausragend

[...]Highschool-Komödie, coming of age-Drama, ein Stück Zeitgeist, ein Aufwehen von Erinnerungen, kurz bevor sie vergessen sind, das Aufbegehren von Perspektive und Richtung, Endgültigkeit in junge getriebene, gewissermaßen unbestimmte Leben, ein Versuch zu überwinden, was einem an Qual wiederfuhr, Schuld und allzu früh genommene Unschuld – „The Perks of Being a Wallflower“ ist unendlich. Kein Film der überraschenden Ideen, visuellen Spielereien oder gar einer, der sich das vergänglichste aller Prädikate, jenes der „Originalität“ anzuheften gedenkt. Was sollte Chboskys Film mit etwas, das für die Sekunden eines Moments oder die Minuten einer Sequenz irgendwie „neu“ sein könnte, wo er doch von so vielem erzählt, das „immer“ ist, ohne es auf hohle Phrasen herunter zu verallgemeinern? „The Perks of Being a Wallflower“ ist ein Film, so ehrlich, dass die Jungs von Screen Junkies mit ihren Honest Trailern nichts damit anzufangen wüssten, ein Film mit einer ganz präzisen Stimmung, die mühelos exaltierte Komödie mit bedrückender Tragödie bricht, innerhalb einzelner Dialogzeilen von heiter zu melancholisch umschlagen kann, von gelöst zu deprimiert. Leise, entbunden vom Getöse problemfixierter Dramen und weit darüber hinaus. Unendlich.

Zentrale Themen wie Homosexualität, innerfamiliärer Missbrauch, psychische Labilität, Drogen und eine grundlegende Annahme, die die Familie nicht als höchstes Gut einschätzt.[...]Chbosky setzt hier nicht mit spitzen Fingern oder der Zange zur Provokation an, beugt die Enthüllungen über seine Figuren zwar klar einem dramaturgischen Überbau, macht sie in ihrer teils drogenindizierten, teils in Momenten des Anvertrauens einfach ausgesprochenen Beiläufigkeit aber umso eindringlicher und unmissverständlicher. Das Problem des schwulen Patrick ist nicht seine Sexualität, es ist das Fehlen von Mut und Akzeptanz ihr gegenüber, der gesellschaftliche Druck, der seine Beziehung zum Supersportler der Highschool in die Heimlichkeit drängt. Charlies Problem ist kein leerer Depressionsbegriff, »We accept the love we think we deserve« und auf wie viel Charlie auch immer hofft, er glaubt doch weniger zu verdienen als alle anderen, ist sich selbst besonders in der erblühenden Liebe zu Sam nie wichtiger als ihr Glück, ob sie es mit ihm oder im Arm eines anderen finden mag. Eine unfassbar traurig-schöne Love Story zwischen den beiden, die sich über vorsichtige Blicke und eine berührende Szene aufrichtigen Liebesbeweises annähert: »I just want to make sure that the first person who kisses you loves you. Okay?« Wie könnte ein Kuss echter, wahrer, wichtiger, bedeutender sein?

Logan Lerman, so permutabel in „Percy Jackson & the Olympians: The Lightning Thief“, so entsetzlich nervig in „Gamer“, implodiert hier, indem er sich zurücknimmt, auf liebenswert-amüsante Art unsicher ist, diesen auf mehr als einer einzigen Ebene traumatisierten Jungen aber genauso ein düsteres, ihn verzehrendes Inneres über kleine, fast unmerkliche Gesten und Blicke nach Außen tragen lässt, ehe es am Ende fatal aus ihm herausbricht. Und was für ein sensationelles Jahr krönt Ezra Miller, der nach dem schweren Drama „We Need to Talk About Kevin“ als Patrick sehr viel leichter aufspielen kann, eine beeindruckende Frank-N-Furter-Impression hinlegt, so emotionssprudelnd wie ein Regenbogenbrunnen durch „The Perks of Being a Wallflower“ fegt, ohne das sein Schwulsein zur Tuckenfarce gerät. Alles wird aber noch überstrahlt von einer formidablen Emma Watson, die wie erwartet mühelos ihre Hermine und das „Potter“-Universum hinter sich lässt, mal wie ein Feuerwerk aus sich herausgeht, dann doch wieder ein Mädchen ist, unsicher, selbstvergessen in den Szenen, in denen sie Musik, Augenblicke in sich strömen lässt.[...]

[...]Problembeladene Psychos und Außenseiter, stieselige Ökotypen, Mixtapes und das gefühlsreichste Portrait einer besonderen Jugendzeit seit Baillie Walshs ähnlich einzigartig stimmungsvollem „Flashbacks of a Fool“: „The Perks of Being a Wallflower“ ist die funkelnde Perle des Kinojahres 2012, eine jederzeit harmonische Mischung aus Witz und Drama, so gar nicht „typisch Indie“ und erst recht nicht „voll Hollywood“, ein vor Schönheit lodernder Film, so ausgefüllt und gleichzeitig unberührt, als gäbe es neben ihm überhaupt keinen anderen. Ein Mauerblümchen neben den großen Namen, neben den „Avengers“, den „Dark Knights“, den „Skyfalls“, und wirklich jeden Vorteil daraus ziehend, so wunderbar unentdeckt und nicht vorverbraucht zu wirken inmitten des ganzen Franchisewahns. Das beste Jugenddrama seit… ach, völlig egal seit wann oder überhaupt, schlicht ein wunderbarer Film. »I can see it. This one moment when you know you’re not a sad story. You are alive, and you stand up and see the lights on the buildings and everything that makes you wonder. And you’re listening to that song and that drive with the people you love most in this world. And in this moment I swear, we are infinite.«[...]

Kritik im Original 15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Metalcanine

Antwort löschen

Deine Kritik ist, auch wenn wir oft bei den Bewertungen sehr auseinander gehen, die wohl Schönste und Passenste, die ich zu diesem Film lesen durfte. Ich habe sie sowohl vor, als auch nach dem Film gelesen. Ich gebe dir bei jedem Wort recht und bemerkte, wie schön es sein kann, mal einer Meinung mit dir zu sein ;) Das Einzige, was ich an diesem Film geändert hätte... und das ist wirklich das Einzige, ist.... das Gedicht. In dem Specials ist es drauf, im Film nicht. Ich versteh nicht wieso. Es ist so schön, es MUSS eigentlich in den Film. Wenn du es nicht kennst, schau es dir das nächste Mal an, wenn der Film wieder bei dir über den Bildschirm flimmert. Ansonsten bleibt nur zu sagen, dass ich mir deine Kritik gern ausdrucken und an die Wand hängen würde!


Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Aber längst stimmt hier schon alles, das Schauspiel der bekannten und weniger bekannten Jung-Darsteller, das Buch, die zurückhaltende Regie.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Dirk Henninger: Echo Online Dirk Henninger: Echo Online

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Buchautor Stephen Chbosky übernahm selbst die Inszenierung, [macht] alles richtig und legte [schon] einen in die Tiefe gehenden, einfühlsamen filmischen Entwicklungsroman vor, der sich für seine Figuren und deren Probleme auch wirklich interessiert.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Benjamin Schieler: Moviemaze Benjamin Schieler: Moviemaze

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Man muss aber auch nicht jung sein, nicht im Alter jener Charaktere, um an diesem Film etwas zu finden. Dafür sorgt das Flair der frühen Neunziger, in denen die popkulturell aufgeladene Handlung angesiedelt ist.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Magali-Ann Thomas: BR Magali-Ann Thomas: BR

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

[Einiges fühlt sich] an, als hätte man es schon zu oft gesehen. Die Figuren sind angerissen stimmig, aber nicht konsequent zu Ende geführt. Man kann hier seinen Spaß haben, oder aber auch genervt wieder aus dem Kino gehen. Es ist alles möglich.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Daniel Sander: Spiegel Online Daniel Sander: Spiegel Online

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Für einen Teenie-Film ist Vielleicht lieber morgen ein selten intelligentes Stück Kino geworden, das ernsthaftes Interesse an seinen Helden hat und sie nicht als die genreüblichen Halbdeppen darstellt.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Annekatrin Liebisch: Radio Köln Annekatrin Liebisch: Radio Köln

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Schon in seinem Briefroman bewies Chbosky eine große Sensibilität für die Sorgen, Nöte und Gefühle derer, die sich in dieser verwirrenden Phase zwischen Kindsein und Erwachsenwerden befinden.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Ein sensibel gestalteter Film über einen wichtigen Lebensabschnitt.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Bill Goodykoontz: Arizona Republic Bill Goodykoontz: Arizona Republic

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Die Ehrlichkeit ind 'Vielleicht lieber Morgen' bestärkt den Film genau da, wo er hätte abrutschen können.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

David Fear: Time Out New York David Fear: Time Out New York

Kommentar löschen
4.0Uninteressant

Man kann förmlich sehen, wie Chboskys Herzensblut in der ganzen Sache steckt, das ändert jedoch nichts an der Botschaft ändern, die man schon tausendmal gesehen hat.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

'Vielleicht lieber morgen' gibt einem Autor die seltene Freude sein eigenes Werk zu verfilmen und es auch noch gut zu machen. Niemand, der das Buch liebt, wird sich über den Film beschweren, schon gar nicht über das perfekte Cast.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Alison Willmore: Movieline Alison Willmore: Movieline

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Der Film ist ein ernstzunehmendes, und großherzige Hommage an Freunde, die einander unterstützen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Amy Biancolli: San Francisco Chronicle Amy Biancolli: San Francisco Chronicle

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

'Vielleicht lieber morgen' tut weh. Der Film tut weh, weil er die Einsamkeit, die Angst und das allgemeine Chaos des Erwachsenwerdens zeigt.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Alle Kritiken (29)


Kommentare (220) — Film: Vielleicht lieber morgen


Sortierung

adrian.hornung1

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Dramen gefallen mir selten, meistens überhaupt nicht. Aber dieses hier hat mir gefallen.
Wirklich guter "Slice of Live"- Film, mit gut geschriebenen, logischen Charakteren, die grandios besetzt sind. Außerdem: Emma Watson. Muss ich mehr sagen?

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

travelpussy

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Ich weiß nicht, ob ich die Zeit haben werde, weiterhin Briefe zu schreiben, weil ich vielleicht zu beschäftigt damit bin, mich zu beteiligen. Wenn das hier also der letzte Brief sein sollte, dann will ich, dass du weißt, dass es mir vor der Highschool sehr schlecht ging, und du mir geholfen hast. Selbst wenn du nicht wusstest, worum es geht, oder niemanden kanntest, der so etwas durchgemacht hat. Du hast mir das Gefühl gegeben, nicht allein zu sein. Ich weiß, manche Leute sagen, dass es so etwas gar nicht gibt. Und es gibt Leute, die vergessen, wie es ist, sechzehn zu sein, sobald sie siebzehn werden. Ich weiß, irgendwann sind es nur noch Geschichten. Und unsere Bilder sind dann alte Fotos. Und wir werden alle die Mom oder der Dad von jemandem sein. Aber jetzt gerade sind diese Momente keine Geschichten. Das hier passiert gerade. Ich bin hier, und ich sehe sie an. Und sie ist so wunderschön. Ich kann es jetzt sehen. In diesem einen Moment, wenn du erkennst, dass du keine traurige Geschichte bist. Da lebst du. Und du stehst auf und siehst die Lichter der Hochhäuser und alles, was dich staunen lässt. Und du hörst diesen Song, bist unterwegs mit den Menschen, die du mehr liebst als alles auf der Welt. Und in diesem Augenblick, ich schwöre es, sind wir unendlich."
Das und mehr Zitate zeichnen den Film einfach aus. Er ist fantastisch, ehrlich.. die Welt wie sie Charlie sieht. Bin absolut begeistert und die Schauspieler sind einfach top, ehrlich großes Lob!

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Tommysomething

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Vorne weg, ich hab nicht das Buch gelesen, sondern nur den Film gesehen und von diesem Standpunkt werde ich auch kommentieren. Los gehts.

Ich mochte den Film, deswegen auch die 8,5 Punkte. Die Geschichte ist gut erzählt und die Charaktere interessant/verrückt genug, dass man ständig bei der Geschichte bleibt und sogar hin und wieder ein gewisses "Teenager Herzklopfen" bekommt, weil man schon in so einer Situation war, oder sich zurückversetzt fühlt. Ich rede vom ersten Kuss, das erste Mal, die erste große Liebe, solche Sachen eben.

Am Anfang des Films war ich sehr von Logan Lermans Performance enttäuscht, nicht weil ich etwas erwartet habe, sondern weil es so verdammt wenig war, so verdammt gefühlskalt wirkt. Man bekommt nicht wirklich einen Einblick in seine Person, oder in seine Vergangenheit. Vielmehr werden ständig neue Fragen gestreut, da neue Elemente zu diesem Charakter kommen, welche erstmal nicht erklärt werden. Erst am Ende macht alles wirklich einen Sinn und der Film entwickelt seine volle Wirkung, in dem Moment an dem wir verstehen, was es mit dem Protagonisten auf sich hat. Ein sehr schöner Aufbau und definitiv das Element, was den Film sehenswert macht.

Was ich nicht so mochte war, das gewisse Handlungsstränge vernachlässigt wurden und die Beziehungen nicht klar definiert wurden. Ich bin mir sicher, diejenigen die das Buch gelesen haben, wissen mehr. Aber ich hätte mir wirklich ein/zwei Szenen mehr mit dem Lehrer gewünscht, oder mit seiner Familie, kann aber durchaus verstehen, dass so etwas in einem fast zwei Stunden Film nicht unterzubringen ist. Vielleicht sollte ich mir einfach das Buch holen.

Allen anderen, die einen etwas anderen "Coming of Age"-Film sehen wollen, greift zu. Seht ihn euch an, lest bloß keine Zusammenfassung und lasst euch überraschen ;)

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

JupiterKallisto

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Um ehrlich zu sein, ich wollte den Film nur wegen Logan Lerman und Emma Watson sehen. Das Buch von Stephen Chbosky hatte ich ebenfalls nicht gelesen. Also ging ich mit keinen grossen Erwartungen ins Kino. Nach dem Film war ich überwältigt. Während den ca. 106 Minuten hab ich geweint, gelacht, gefühlt, gelitten, mitgefiebert und mich immer mehr mit den Figuren identifiziert. Die schauspielerischen Leistungen der drei Hauptdarsteller Lerman, Watson und Miller sind, von mir aus gesehen, für diesen Film perfekt. Die Musik, die Atmosphäre, die Bilder, einfach grandios. Das Buch “Das also ist mein Leben” von Stephen Chbosky musste ich danach einfach kaufen, und ich lese es immer wieder durch. Ich kann es jedem nur wärmstens empfehlen.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Gabster

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der Film kommt zunächst als unscheinbarer Teenie-Film daher, es gibt die üblichen Cliquen, den üblichen schüchternen Außenseiter, den üblichen Anarcho-Humor und ein paar der üblichen überzogenen Highschoolalpträume. Same procedure as every film? Mitnichten! Denn hier ist das alle so abgefahren gut, dass ich anderthalb Stunden lang mit einem Dauergrinsen da saß und die Macher gehasst habe, dass der Film nicht noch ein paar Stunden länger ging. Er hat mich sehr an den ebenfalls fantastischen "Adventureland" erinnert, nicht weil die Story irgendwie ähnlich wäre (okay, sie ist ein bisschen ähnlich), sondern weil die Charaktere und Emotionen in beiden Fällen einfach stimmen. Die Jugenddarsteller sind fantastisch: Lerman und Watson zeigen wie sehr sie in den ganzen Fantasyfilmen ihr Potenzial verschleudern (quasi das Jennifer Lawrence-Phänomen), obwohl ich die Percy Jackson-Filme eigentlich ganz spaßig finde und Potter aus nostalgischen Gründen liebe. Ezra Miller war für mich eines der ganz besonderen Highlights des Filmes, der Typ ist witzig, abgedreht und einfach glaubhaft. Und Mae Whitman ist so umwerfend, dass sie von jetzt an bitte in jedem Film mitspielen soll. Das ganze geht natürlich etwas zu Lasten der erwachsenen Darsteller. Große Namen wie Rudd, Cusack und Lynskey halten nur mal schnell ihren kleinen Zeh in den Film und sind dann auch schon wieder weg. Macht aber gar nichts, es geht ja um die Kids und die überzeugen durch die Bank. Obwohl in dem Film wirklich ernste Themen angesprochen wird, wie psychische Krankheiten, Misshandlungen jeder Art und unerwiderte Liebe, macht dieser Film einfach glücklich. Nicht im Sinne eines heile Welt Feel-Good-Nonsense-Scheiß sondern er gibt einem nachhaltig Hoffnung und Lebensfreude. Von welchem Film kann man so etwas schon behaupten? Ich glaube, man könnte mir während des Filmes mitteilen, dass ich unheilbar krank sei und ich wäre immer noch glücklich. (Ohne jetzt irgendeinem unheilbar Kranken zu nahe treten zu wollen.) Auch wenn der Film dann in den letzten Zügen etwas überhastet wirkt, ist er unbestreitbar ein Meisterwerk! Und hat den perfekten Soundtrack, auch wenn ich eigentlich kein Freund von Indie-Musik bin und von Bowie auch nicht wirklich.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Val Vega

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

I
I will be king
And you
You will be queen
Though nothing will
Drive them away
We can beat them
Just for one day
We can be Heroes
Just for one day

Der perfekte Song zum perfekten Zeitpunkt mit den richtigen Menschen. Charlie ist anders. Deswegen gehört er nicht dazu. Doch es gibt andere, die ebenfalls anders sind. Er trifft die Halb-Geschwister Sam und Patrick. Sie werden Freunde und Charlie erlebt die Zeit seines bisherigen Lebens. Er macht die essentiellen Erfahrungen des Erwachsenwerdens. Der erste Kuss, die erste Beziehung und die erste große Liebe, die viel Trauer mit sich bringt.

In jeder Szene arbeitet Regisseur Stephen Chbosky mit einer unbeschreiblichen Einfühlsamkeit. Er liebt jeden seiner Hauptcharaktere und hat sie wirklich perfekt besetzt. Logan Lerman und Hermine Granger haben die perfekte Chemie zu einander und ergänzen einander, doch der, der wirklich noch einmal heraussticht, das ist Ezra Miller. Er ist wirklich ein ganz großer Schauspieler, in dem so viel Potential steckt, welches er hier voll und ganz entfalten kann.

Irgendetwas hat mich an diesem Film total begeistert, es war so ein Gefühl, dass ich nicht oft bei Filmen habe, nämlich dieses Gefühl, genau zu wissen, wie es dem Hauptcharakter geht. In vielen Szenen konnte ich ihn haargenau verstehen und fühlte die Nervosität zum Beispiel dann, wenn er mit seiner Angebeteten alleine in einem Zimmer ist.

Mit „The Perks of Being a Wallflower“ Hat Strephen Chbonsky einen Film geshcaffen, wie ich ihn liebe. Einfühlsam, menschenliebend und voller Tragikomik ist dieser Film eine ganz besonderes Portrait über das Leben von Teenager, das besonders die im Film gezeigte Altersgruppe wirklich berühren und zum Nachdenken bringen dürfte. „Vielleicht lieber morgen“ ist ein Film zum Lachen und zum Weinen mit fantastischen Schauspielern, dem ein bockstarkes Drehbuch zu Grunde liegt und mit der perfekten Musik untermalt ist. Ein Film, den man gewiss nicht auf Morgen aufschieben sollte. Am Besten lieber heute noch!

You're grown, so grown
Now I must say more than ever, come on Eileen
Toora loora toora loo rye ay
And we can sing just like our fathers

bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

THE_DREAM

Kommentar löschen
Bewertung2.0Ärgerlich

Todlangweiliger Schnarchnasenfilm mit viel schlechter Musik, ohne Tempo, viel Kitsch, über ein paar nicht-total-Angepasste in einer Welt von Angepasssten. Gute Aussenseiterfilme heissen "American Beauty"...

Ansonsten bleibt noch hinzuzufügen, dass ich schon seit sehr langer Zeit mehr keinen Film - wie hier geschehen - abbrechen musste, weil ich ihn einfach nicht länger ertragen konnte.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

brainchild

Antwort löschen

Nein.


Val Vega

Antwort löschen

Wer die Musik im Streifen schlecht findet hat seine Meinung sowieso schon disqualifiziert...


xxangelchantalxx

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Meiner Meinung nach ein zu unbekannter Film.
Ich kann ihn jedoch sehr empfehlen.
Er hat meiner Meinung nach eine gute schauspielerische Leistung und die Geschichte finde ich sehr berührend.
Die Geschichte ist auch nicht zu weit hergeholt.
Ich kann ihn im allgemeinen sehr empfehlen.
Doch Emma Watson und Logan Lerman Fans sollten ihn auf jeden Fall sehen, ich bin sehr zufrieden mit ihrer Leistung.
Alles im ganzen ein guter Jugendfilm, der aber auch für die älteren kein Fehlgriff wäre.
Mit einer meiner liebsten Filme.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Drehmumdiebolzen

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Liebe Zimtmond,

allen Verschwörungstheorien zum Trotz um die Zahl, die heute (nein, leider schon gestern..) dein Alter wurde, kommt hier mein ganz persönlicher Kommentar für dich.
Und den kann es nur zu genau diesem Film geben.

Demnächst ist mein erster Arbeitstag bei meiner neuen Praktikumsstelle. Und ich möchte in jedem Fall, dass sich dort etwas ändert, denn die Erfahrungen, die ich bei der letzten gesammelt habe, waren ganz bestimmt keine fürs Leben.
Aber andererseits war es genau dort, wo ich zum ersten Mal tatsächlich auf eben jenen Film hier aufmerksam wurde.
Oder vielmehr dieses Buch.
Und dabei heißt es hier in Deutschland seltsamerweise „Das also ist mein Leben“.

Nach diesem recht unscheinbaren Titel fragt ein schätzungsweise 16 jähriges Mädchen in der Buchhandlung den unseeligen Praktikanten, also mich.
Inzwischen relativ routiniert gebe ich den Namen ein und die nicht unbedingt treffsichere Suchmaschine spuckt mir dabei allen Ernstes „Dieser Mensch war ich: Nachrufe auf das eigene Leben“ von Christiane zu Salm aus, ein Buch, das ich am selben Tag noch von der Philosophie-Abteilung rüber in die Bestseller-Wand verfrachtet habe.
Der einzige andere Treffer lautet: „The Perks of Being a Wallflower“. von Stephen Chbosky.
Und da klingelt es bei mir.
Auch, warum ich die deutsche Version nicht direkt gefunden habe, denn irgendwie habe ich, verleitet durch Trailer und Imdb, „Chobsky“ geschrieben.

Als ich „Vielleicht lieber morgen“ vor rund 1 ½ Wochen das erste Mal sah, dachte ich mir: Joa, ein „guter“ Film. Toll gespielt und schon irgendwo über dem lauwarmen Einheitsbrei der Prototypen von US-Highschoolfilmen, andererseits aber auch nichts Weltbewegendes. Die selben, ewig gleichen, vorhersehbaren Teenieprobleme, selbst wenn sie hier mitsamt ihren Figuren wenigstens endlich einmal ernst genommen werden.
Das Einzige, was mich überraschte, war, das das Ganze eindeutig in den Neunzigern spielt, was mir zuvor im Trailer wohl so gar nicht auffallen wollte.
Da braucht es anscheinend erst klobige (Haus-)Telefone und Musikkassetten für.
Insgesamt also: Nett, aber auch nicht mehr.
Zum einmal anschauen. Ein klarer Kandidat für gesunde 7 Punkte.

Wie gesagt: Das dachte ich über „Vielleicht lieber morgen“.

Jetzt, nachdem ich „The Perks of Being a Wallflower“ gesehen habe, kann ich nur zwei Dinge sagen:
1. Wenn, dann schaut den Film unbedingt im O-Ton
2. Wenn er euch dann wie mir besser gefällt, schaut ihn am besten gleich nochmal.

Vorweg: Ich schaue zwar sehr viel auf Englisch, bin aber auch eiserner Verfechter der deutschen Synchronisation, die mit die beste weltweit ist und auf die wir tatsächlich einmal stolz sein können.
Aber obwohl ich die deutsche Version alles andere als misslungen finde (ich habe durch zehn Jahre Harry Potter und spätestens seit „Game Of Thrones“ eine klare Schwäche für Gabriele Pietermann, die deutsche Stimme von eben Emma Watson oder auch Emilia Clarke), muss ich mir eingestehen, dass der Film, zusammen mit dem durchweg natürlichen Spiel aller drei Hauptdarsteller, erst jetzt so wirklich vollkommen bei mir angekommen ist.
Das gilt ganz besonders für Logan Lerman als Charlie, der, ähnlich wie Daniel Radcliffes Potter, gegen die coolen Sidekicks zunächst manchmal fast ein wenig einsilbig daherkommt.

Beim ersten Mal habe ich seinem Charlie eher zugesehen.
Klar hat mich da sein tragischer Hintergrund, der erst nach und nach enthüllt wird, berührt.
Gerade, dass der Film kurz vor Ende dadurch nochmal eine etwas unerwartete Richtung einschlägt, hat mir da sehr gefallen.
Aber jetzt habe ich nicht bloß den Eindruck, dass ich nicht nur mit Charlie mitfühlen, sondern ihn nun tatsächlich verstehen kann.
Weil ich in manchen Dingen mehr von ihm in mir selbst wiedererkennen kann, als mir vermutlich lieb ist.

Und dabei war ich in der Schule meistens ganz anders.
Ich war alles andere als still und unauffällig.
Um ehrlich zu sein, war ich immer mehr wie Patrick (Ezra Miller). Der Klassenclown, der auch mal gerne im Mittelpunkt steht.
Aber selbst da, mittendrin, umringt von Freunden und Klassenkameraden, kann man sich hin und wieder auch verdammt einsam fühlen.
Wie auf einer Insel, die zwar alle im Vorbeirudern sehen, aber nie wirklich betreten wollen.

Genau daran erinnere ich mich, wenn Charlie allein beim Schulball in der Ecke steht.
Der Unterschied zwischen uns?
Ich wäre wohl nicht irgendwann von selbst zu Sam und Patrick auf die Tanzfläche gegangen.
Der Grund dafür?
Ich kann nicht tanzen. Und Charlie wohl genauso wenig.

Nur weil man hin und wieder die „Stimmungskanone“ markiert, bedeutet das aber nicht, dass man überall leicht und schnell Anschluss findet.
Wenn ich an meine Schullaufbahn denke, dann weine ich 3 von 4 Klassen bis heute nicht wirklich eine müde Träne nach.
So gab es bei mir auch bestimmt schon die Male, wo ich am ersten Tag besser mit den Lehrern als den Mitschülern klarkam.
Falls ich dann aber den Draht zu den Leuten gefunden hatte, bin ich ähnlich wie Charlie regelrecht aufgeblüht.
Aber selbst wenn mich mal eine Klasse in die Mitte ihrer Gemeinschaft aufgenommen hatt, habe ich immer versucht, auch die anderen Außenstehenden irgendwie mitzunehmen.
Mit einem Fuß also immer noch auf der Insel mit den ungeliebten Spielsachen.

Wie Charlie war ich seit der Grundschule aufwärts ein ausgesprochener Bücherwurm, auch wenn sich das mittlerweile schon ein bisschen verflüchtigt hat.
Ich hatte genauso wie er schon immer Freude am Schreiben (ach was?).
Vielleicht nicht unbedingt mal irgendwann von eigenen Büchern, aber nachdem mir seit dem letzten Jahr wirklich als einer der Letzten in meinem Umkreis bewusst geworden ist, was ich nun werden will, wer weiß?

Eines gibt es allerdings, das uns beide doch deutlich unterscheidet: Ich habe noch nie eine wichtige Bezugsperson in meinem Leben verloren und kann mir die Leere, die dadurch in jemandem entsteht, wahrscheinlich nicht einmal ansatzweise ausmalen.
Natürlich haben wir alle schon schlimme Sachen erlebt. Aber das wirklich Entscheidende dabei ist, dass das Leben danach weitergeht. Nicht bloß bei den Leuten um einen herum, bei denen entweder jeder auf seine eigene Art mit Verlusten umzugehen weiß, oder aber jenen, die dabei völlig außen vor bleiben.
Für einen Moment, eine Minute, einen Monat, ein Jahr, kann die Welt ringsum, warum auch immer, stehen bleiben.
Solange sie sich im nächsten weiterdreht, wieder auf uns einströmt.

Mit all ihren Möglichkeiten, mit genauso vielen persönlichen Siegen und Niederlagen, Enttäuschungen, Erfolgen.

Bei der endlosen Fahrt hindurch dürfen wir nie unsere Wahrnehmung dessen, was wir Leben nennen, zu genau dem werden lassen: Einem Tunnel.
Und solange es immer wieder Licht am Ende dieses Tunnels gibt, bleibt da auch dieses berauschende Gefühl.

Ein Gefühl von...
Unendlichkeit.

In diesem Sinne: To infinity and beyond. Happy Birthday.

bedenklich? 21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 25 Antworten

katharina.knauer.3

Antwort löschen

Sooo schön geschrieben... Das ist wirklich ein tolles Geschenk ;) und du sprichst mir mit deinen Verbindungen zu deinem Leben echt aus der Seele. Selbst wenn ich nicht wirklich der Klassenclown bin, kann ich dich da super verstehen, vor allem das hier: "Mit einem Fuß also immer noch auf der Insel mit den ungeliebten Spielsachen.". Nur dass ich immer eher mit eineinhalb bis zwei Füßen drin stehe ;)


Drehmumdiebolzen

Antwort löschen

kathi.k.: Hey, dankeschön! :)
Hat seinen Zweck nicht verfehlt, und das trotz Verspätung ;P
Ist schon seltsam, wie man sich so verstanden fühlen kann und das erst beim zweiten Mal...
Ach, das geht auch vorbei, und notfalls immer einen Fuß vor den anderen ;)


finfisch

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein sehr schöner Film der mich in seiner Art an Garden State und Silver Linings erinnert. Klasse Musik, klasse Schauspieler zusammengefasst ein toller Film!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hueftgold

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Auch wenn es 20 Minuten gedauert hat, bis mich das Geschehen in den Bann gezogen hat, war ich doch am Ende machtlos und ließ meinen Emotionen freien Lauf. Mitunter möchte ich sagen, dass The Perk of being a Wallflower das wahrscheinlich beste Coming of Age Drama der letzten Jahre ist! Emotional, Lebensecht und zu Tränen rührend!

"Ich kann es jetzt sehen. In diesem einen Moment, wenn du erkennst, dass du keine traurige Geschichte bist. Da lebst du. Und du stehst auf und siehst die Lichter der Hochhäuser und alles, was dich staunen lässt. Und du hörst diesen Song, bist unterwegs mit den Menschen, die du mehr liebst als alles auf der Welt. Und in diesem Augenblick, ich schwöre es, sind wir unendlich."

Ich gehe jetzt erstmal meine Augen trocknen.

bedenklich? 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

Lydia Huxley

Antwort löschen

Ein wirklich toller Film! Schön, dass er dich auch so mitgerissen hat :)


Hueftgold

Antwort löschen

Einfach wunderbar ((:


Broda

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

»Right now we are alive and in this moment I swear we are infinite.«

Dieses überwältigende Gefühl in der Magengegend, welches sich anfühlt wie das erste mal Verliebt sein, will, seit ich den Film das zweite mal vor ein paar Tagen gesehen habe einfach nicht mehr weggehen. Das Leben geht weiter, doch dieser Film hat sich nachhaltig in mein Herz und Gedächtnis gebrannt. Es ist manchmal schon absurd was ein Film mit einem machen kann; Wahrscheinlich sind wir alle aber aus genau diesem Grund auf dieser Seite gelandet..
»The Perks of Being A Wallflower« lässt einen zurück mit dem Gefühl, etwas großartiges, wichtiges und verdammt menschliches gesehen zuhaben. Über Schauspieler, Musik, die vielen großartigen Szenen usw muss ich keine Worte verlieren, da definitiv über jeden Zweifel erhaben und absolut wundervoll. Ein Film für die Ewigkeit.

»We didn’t talk about anything heavy or light. We were just there together. And that was enough«

bedenklich? 20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

Broda

Antwort löschen

Danke!:)


pischti

Antwort löschen

Ich schließe mich dem Dude an, sehr schöner Kommentar. Soetwas was Dir passiert ist, ist das schönste was einem beim Filmgucken passieren kann, nämlich wenn es einen so richtig erwischt.


angelmoonsoul

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Schöner Jugendfilm mit einer guten Emma Watson und einem tollen Logan Lerman!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

aimee

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

"We accept the love we think we deserve."

Stephen Chbosky ist ein ganz Großer, und dieser Cast war ihm absolut würdig.
Als Fan der Romanvorlage hatte ich nicht vorgehabt, diesen Film überhaupt zu sehen. Letztlich bin ich doch froh, dass ich es wagte. Das Gefühl, mit dem mich der Film zurücklässt, stimmt einfach. Es gleicht meiner Bucherfahrung. Ich hätte zudem niemand anderen in der Rolle des Charlie sehen wollen als Logan Lerman. Das war perfekt.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mac_C_Tiro

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Im Grunde bin ich kein großer Fan von Coming of Age- Filmen und von Teenie- Movies erst recht nicht. Die meisten Titel dieser Genre sind sich zu ähnlich, Muster/Charaktere/Dialoge alles ähnelt sich und vermengt sich nach dem 4. oder 6. Werk zu einer grauen Masse. Da ist der emotionale Stille, die schrille Provokateurin, die "billige Schlampe" die in Wahrheit ganz anders ist, der coole Footballer der in Wahrheit schwul ist und der Pausenclown der gegen jede Erwartung im rechten Moment Mut zeigt und Prinzipien vertritt. Alles in verschiedenster Kombination schon mal dagewesen

Was macht nun "Vielleicht lieber Morgen" so anders? Denn anders ist er, das steht außer Frage. Natürlich bietet zum Einen die psychologische Belastung des Protagonisten und auch die einige seiner Freunde einen weiteren interessanten Rahmen und mehr oder minder subtile Symbolik welche der philosophische Filmfan gefällig zur Kenntnis nimmt und interpretiert. Etwa der klassische Tunnel oder auch die völlige Abwesenheit von "Grufties" mal abgesehen vom Lehrer und den Eltern des Mauerblümchens Charlie oder auch die farbenfrohen Gestaltungen in den "Sicherheitszonen" der Randgruppe im Vergleich zum eher trüben Farbbild der sonstigen Szenen, um nur die offensichtlichsten zu nennen. Zum anderen haben wir es hier aber auch mit einem ganz hervorragenden Cast zutun! Das schauspielerische können von Ezra Miller und Logan Lerman war mir schon länger ein Begriff, sie spielen so authentisch das einem der Atem stockt wenn ein völlig aufgelöster Ezra Logan um den Hals fällt! Was mich jedoch positiv überraschte war einerseits die pointierte Darstellung Emma Watsons und andererseits die enorme Chemie zwischen diesen drei Darstellern! Sie spielen so unglaublich natürlich miteinander und einander die Bälle zu das es einen richtig mitreißt! Abgerundet wird dieses wunderbare Filmerlebnis durch einen netten Sound aus Hits der 40er/50er sowie 80/90er Jahre des letzten Jahrhunderts und, nochmals überraschenderweise, aufrichtige realistische Dialoge.

Fazit: Rundherum gelungenes Meisterwerk das sich schwer in eine "Schublade" pressen lässt und dank dieser Tatsache und seinem hervorragenden Cast Unterhaltung und Besinnung auf hohem Niveau bietet!

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

11er

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Mitreißender und einfühlsamer Coming-of-Age-Film!

Die Story basiert auf die gleichnamige Romanvorlage von Stephen Chbosky. Dieser zeigte sich hier für Drehbuch und Regie verantwortlich. Er erzählt die Geschichte des jungen Charlie (Logan Lerman), der gerade sein erstes High School Jahr erlebt. Des weiteren werden kontroverse Themen wie Drogenkonsum oder Selbstmord im Film behandelt.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich noch kein Buch zu einer Verfilmung gelesen habe. Aber ist ja kein Grund, den Film nicht zu bewerten. ;-) Am Anfang kam er deshalb in meine Auswahl, weil er auf verschiedenen Filmseiten im Internet eine hohe Bewertung erfuhr. Außerdem wollte ich mal wieder was aktuelles mit Emma Watson und Logan Lerman sehen. Und dass der Film u.a. das Thema Selbstfindung behandelt, spricht mich nur noch mehr an. Regisseur bzw. Drehbuchautor enttäuschte mich nicht, sondern lieferte eine interessante, mitreißende und auch lustige Geschichte ab.

Die Darsteller: Wie schont oben erwähnt, ist der junge Charlie die zentrale Hauptfigur des Films, die von Logan Lerman authentisch wiedergegeben wird. Er stellt einen Teenager dar, der neu an die High School kommt und sehr verschlossen ist. Erst als er Sam (Emma Watson) und ihren Stiefbruder Patrick (Ezra Miller) kennenlernt, wird er aufgeschlossener. Im Laufe des Films haben die drei einige Hürden zu bewältigen. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Aber dass auch Emma Watson und Ezra Miller ihre Rollen überzeugend gespielt haben, darf an dieser Stelle noch erwähnt werden. ;-)

Die Musik bietet Abwechslung und einen Streifzug in die 1980er und 1990er Jahre. Darunter befinden sich ein paar Stücke, die der Masse nicht so bekannt sein dürfte. Aber David Bowie mit “Heroes“ und Dexys Midnight Runners mit “Come On Eileen“ waren zu ihrer Zeit Hits und avancieren hier zu Ohrwürmern.

Fazit: Ein schöner und tiefsinniger Film, der es versteht, seine Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Auf den ersten Blick hat man den Eindruck einen Teenie-Film zu sehen. Doch dieses Drama richtet sich auch an die älteren Zuschauer, die vielleicht mal ähnliches erlebt haben. “Vielleicht lieber morgen“ wartet mit tollen und einfühlsamen Darstellern auf, die es aber verstehen, sich witzig in Szene zu setzen. Lustige Dialoge kommen dabei nicht zu kurz.

Eine tiefsinnige Geschichte, glaubhafte Darsteller und ein abwechslungsreicher Soundtrack machen diesen Film zu einem Erlebnis, der mit Sicherheit eine Weile im Gedächtnis bleiben wird.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

JohnnyDalton

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

WOW!
Ich weiß echt nicht was ich über diesen Film schreiben soll.
Als Mensch der nicht allzuweit vom Wasser weggebaut ist haben es schon einige Filme geschafft mir mit emotionalen Szenen die ein oder andere Träne ins Auge zu bringen aber bei noch keinem anderen Film war ich so gefesselt das ich fast das heulen angefangen hätte!
Ohne das es aufgezwungen wirkt, beginnt man automatisch mit den Hauptcharakteren mitzufühlen.
Unfassbar Emotionaler Film. So sehr berüht hat mich bisher nur die Musik von Sierra Kidd.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Ja Nos

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Hermine halt.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Morissa

Antwort löschen

Soll heißen?


Ja Nos

Antwort löschen

Ist okay, hat mir aber nix gegeben. (:


Papierprinzessin

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Er berührt an allen Seiten und ich konnte mich super in alle Personen hineinversetzen! Obwohl es eine Buchverfilmung ist, ist es wirklich gut gelungen. Es mag, aber wahrscheinlich auch daran liegen, dass der Autor des Buches sowohl Regisseur als auch Drehbuchautor war.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

omegaVi

Kommentar löschen
Bewertung2.0Ärgerlich

Irgendwie will ich den Film ja mögen. Die Hauptdarsteller waren allesamt gut, die Handlung trotz Klischees ganz okay und einige Szenen waren wirklich sehr gut gemacht. Trotzdem machte alles auf mich einen arg konstruierten und unglaubwürdigen Eindruck, das Gesamtbild passt einfach nicht. Außerdem konnte ich mich irgendwie null in Charlie hineinversetzen, ich wurde einfach nicht warm mit ihm... Also leider nur 4 Punkte, schade.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Fans dieses Films mögen auch