Vielleicht lieber morgen

The Perks of Being a Wallflower (2012), US Laufzeit 103 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 01.11.2012

noch nicht bewertet

Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
7.2
Kritiker
37 Bewertungen
Skala 0 bis 10
8.0
Community
2552 Bewertungen
170 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Stephen Chbosky, mit Logan Lerman und Emma Watson

Vielleicht lieber morgen begleitet das männliche Mauerblümchen Logan Lerman durch sein erstes Jahr an der High School. Dringend benötigte Freunde findet er in Emma Watson und Ezra Miller.

Charlie (Logan Lerman) hat sich viel vorgenommen für sein erstes Jahr an der High School. Nach dem Selbstmord eines guten Freundes möchte Charlie schnell neue Freunde kennen lernen, um das Trauma verarbeiten zu können. Außerdem möchte er sein Dasein als Mauerblümchen gegen das eines beliebten Mitschülers eintauschen. Doch das ist gar nicht so einfach. So wird sein erster Freund ausgerechnet der Lehrer Bill (Paul Rudd).

Doch schnell findet er auch in Sam (Emma Watson) und deren Stiefbruder Patrick (Ezra Miller, We Need to Talk About Kevin) verwandte Seelen, die ihn in ein Leben voller Erfahrungen, positiver wie negativer, einführen und ermutigen, seinem Wunsch, Schriftsteller zu werden, zu folgen.

Hintergrund & Infos zu Vielleicht lieber morgen
Vielleicht lieber morgen (OT: The Perks of Being a Wallflower) basiert auf dem Briefroman von Stephen Chbosky, der seine Geschichte gleich selbst verfilmte. Das Buch wurde 1999 von MTV veröffentlicht.

Vielleicht lieber morgen ist für Emma Watson (zum Zeitpunkt der Veröffentlichung in ihrer Rolle als Teenagerin bereits 22 Jahre alt) nach My Week with Marilyn der zweite Film nach der Ära Harry Potter. Ihr Freund Charlie in Vielleicht lieber morgen wird von Logan Lerman (20 Jahre alt) gespielt, der mit einer weiteren phantastischen Jugendbuchverfilmung als Titelheld Percy Jackson in Percy Jackson – Diebe im Olymp einem größeren Publikum bekannt wurde.

Aber auch die Besetzung der Erwachsenen kann sich sehen lassen: So spielt Paul Rudd in Vielleicht lieber morgen gegen seinen Typ in Gestalt des Lehrers mal ein richtiges Vorbild.
In weiteren Nebenrollen sind Dylan McDermott (Practice – Die Anwälte) und die gebürtige Neuseeländerin Melanie Lynskey (Heavenly Creatures – Himmlische Kreaturen) zu sehen. (EM)

  • 37795279001_1762733499001_ari-origin06-arc-154-1343716949372
  • 37795279001_1910392026001_th-50803af642dab0e40ea5a2ad-590065947001
  • Vielleicht lieber morgen
  • The Perks of Being a Wallflower
  • Vielleicht lieber morgen

Mehr Bilder (31) und Videos (9) zu Vielleicht lieber morgen


Cast & Crew


Kritiken (26) — Film: Vielleicht lieber morgen

Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

[...] Coming-of-Age-Geschichten haben bei mir ja oft schon per se einen Stein im Brett und nicht wirklich anders verhält es sich bei Vielleicht lieber morgen, der Verfilmung des im Original deutlich passender betitelten The Perks of Being a Wallflower aus der Feder von Stephen Chbosky, der sich auch bemüßigt hat, die Drehbuchfassung zu seiner Romanadaption zu verfassen. Inwieweit er dabei seiner eigenen Vorlage treu geblieben ist und wo er hat Abstriche machen müssen, vermag ich in Unkenntnis der Vorlage nicht zu beurteilen, doch merkt man durchaus an der einen oder anderen Stelle, dass hier deutlich mehr hätte erzählt werden können oder sollen, wenngleich ich nie das Gefühl hatte, dem Film würde es an Stringenz oder einem roten Faden mangeln, der allerdings zugegebenermaßen mehr im Verborgenen gewoben wird, während wir uns mit Charly durch dessen erstes Jahr an der Highschool bewegen. [...]

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

SoulReaver: CinemaForever

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

[...] So einfühlsam, liebevoll und berührend, wie „Vielleicht lieber morgen“ seine Charaktere behandelt, so einfach ist es auch für den Zuschauer, sich in dieser Geschichte zu verlieren und der Implementierung von gängigen Klischees einfach mal unkritisch in die Augen zu blicken, einfach weil es passt, weil die Rechnung am Ende aufgeht, das unnötige Drücken auf die Tränendrüse vermieden wurde und sich „Vielleicht lieber morgen“ dadurch zu einem echten Jahreshighlight herauskristallisierte.

Kritik im Original 26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 30 Antworten

SoulReaver

Antwort löschen

Hab dich doch lieb, Schatzi. Weißt du doch.


Prechtl

Antwort löschen

Toller Film <3


Flibbo: Wie ist der Film?

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

[...] Zum einen zeichnet „Vielleicht lieber morgen“ ein arg romantisiertes Bild der (alternativen) Jugendlichen, die einen viel zu coolen, unglaubwürdigen Retromusikgeschmack haben (selbst für eine Handlung, die im Jahr 1991 spielt). Andererseits muss man zugeben, dass dieser Stil funktioniert und wirklich zu berühren weiß. Im Kern steckt ja viel Wahrheit. Das familiäre Trauma des Protagonisten harmoniert dabei nicht so recht mit dem Rest der Geschichte. Auch ohne diese tiefere Ebene ist „Vielleicht lieber morgen“ einfach ein schöner Coming-of-Age-Film.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Jedes Jahr braucht zumindest einen guten Coming of Age-Film und nach "Submarine" im letzten Jahr, ist dies für 2012 wohl unzweifelhaft "The Perks of being a Wallflower" dessen gruseligen deutschen Verleihtitel (der nach Julimond o.ä. klingt) wohl mit dafür verantwortlich sein dürfte, dass ihn keine Sau gesehen hat.

Was schade ist, denn er ist überaus charmant und variiert die üblichen Marksteine des Genres sehr gekonnt und punktet vor allem mit der gelungenen Besetzung. Ezra Miller darf einmal mehr den schwulen Teenager geben und vergessen machen, wie creepy er in "We need to talk about Kevin" war, Emma Watson behauptet sich souverän jenseits von Hermione und überzeugt als aufgedrehte und doch unsichere Sam - und überraschend ist sogar Logan Lehrman wirklich gut. Auch wenn er für ein Mauerblümchen viel zu gut aussieht, schafft er es tatsächlich seine unsicherheit aber auch Ambivalenz fühlbar zu machen.

Stephen Chbosky, der seine eigene Buchvorlage umsetzte, findet immer den richtigen Tonfall und inszeniert solide, mit beeindruckender Schauspielführung ohne dabei das Rad neu erfinden zu wollen. Was auch schwierig ist, in diesem Genre das schon so oft beackert wurde und natürlich gibts im Bereich erste Liebe, erster Sex, Freunde finden und erwachsen werden keine wirklich neuen Dinge mehr zu sagen. Doch das macht nichts, denn wie in Submarine wird hier einfach schön erzählt und an ein paar Stellen stimmt die Einheit aus Soundtrack, Bildern und Lebensgefühl und macht diese ansonsten recht brave Mischung aus "Mysterious Skin" und "Nick & Norahs Infinite Playlist" zu einem sympathisch, nostalgischen Stück Jugenderinnerung und Reminiszenz an die frühen 90er.

9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

FTN.Sheitan

Antwort löschen

Der Bericht deckt sich größtenteils mit meinem Eindruck vom Film. Die schauspielerische Leistung trägt viel dazu bei, dass "Wallflower" zu keinem Zeitpunkt langweilig wird, obwohl die Story-Überraschungen rar gesät sind – ein Lob hierbei auch an die oft übersehene Mae Whitman, die wieder einmal ihr Talent gezeigt hat.

Negativ kann man vielleicht noch anbringen, dass der Film sich (zumindest in meinen Augen) teilweise etwas zu viel vorgenommen hat und manche Geschichten – Stichwort Patrick – nicht wirklich konsequent zu Ende erzählt wurden.


ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/

Kommentar löschen
10.0Herausragend

[...]Highschool-Komödie, coming of age-Drama, ein Stück Zeitgeist, ein Aufwehen von Erinnerungen, kurz bevor sie vergessen sind, das Aufbegehren von Perspektive und Richtung, Endgültigkeit in junge getriebene, gewissermaßen unbestimmte Leben, ein Versuch zu überwinden, was einem an Qual wiederfuhr, Schuld und allzu früh genommene Unschuld – „The Perks of Being a Wallflower“ ist unendlich. Kein Film der überraschenden Ideen, visuellen Spielereien oder gar einer, der sich das vergänglichste aller Prädikate, jenes der „Originalität“ anzuheften gedenkt. Was sollte Chboskys Film mit etwas, das für die Sekunden eines Moments oder die Minuten einer Sequenz irgendwie „neu“ sein könnte, wo er doch von so vielem erzählt, das „immer“ ist, ohne es auf hohle Phrasen herunter zu verallgemeinern? „The Perks of Being a Wallflower“ ist ein Film, so ehrlich, dass die Jungs von Screen Junkies mit ihren Honest Trailern nichts damit anzufangen wüssten, ein Film mit einer ganz präzisen Stimmung, die mühelos…

Kritik im Original 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Metalcanine

Antwort löschen

Deine Kritik ist, auch wenn wir oft bei den Bewertungen sehr auseinander gehen, die wohl Schönste und Passenste, die ich zu diesem Film lesen durfte. Ich habe sie sowohl vor, als auch nach dem Film gelesen. Ich gebe dir bei jedem Wort recht und bemerkte, wie schön es sein kann, mal einer Meinung mit dir zu sein ;) Das Einzige, was ich an diesem Film geändert hätte... und das ist wirklich das Einzige, ist.... das Gedicht. In dem Specials ist es drauf, im Film nicht. Ich versteh nicht wieso. Es ist so schön, es MUSS eigentlich in den Film. Wenn du es nicht kennst, schau es dir das nächste Mal an, wenn der Film wieder bei dir über den Bildschirm flimmert. Ansonsten bleibt nur zu sagen, dass ich mir deine Kritik gern ausdrucken und an die Wand hängen würde!


Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Aber längst stimmt hier schon alles, das Schauspiel der bekannten und weniger bekannten Jung-Darsteller, das Buch, die zurückhaltende Regie.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Dirk Henninger: Echo Online Dirk Henninger: Echo Online

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Buchautor Stephen Chbosky übernahm selbst die Inszenierung, [macht] alles richtig und legte [schon] einen in die Tiefe gehenden, einfühlsamen filmischen Entwicklungsroman vor, der sich für seine Figuren und deren Probleme auch wirklich interessiert.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Benjamin Schieler: Moviemaze Benjamin Schieler: Moviemaze

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Man muss aber auch nicht jung sein, nicht im Alter jener Charaktere, um an diesem Film etwas zu finden. Dafür sorgt das Flair der frühen Neunziger, in denen die popkulturell aufgeladene Handlung angesiedelt ist.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Magali-Ann Thomas: BR Magali-Ann Thomas: BR

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

[Einiges fühlt sich] an, als hätte man es schon zu oft gesehen. Die Figuren sind angerissen stimmig, aber nicht konsequent zu Ende geführt. Man kann hier seinen Spaß haben, oder aber auch genervt wieder aus dem Kino gehen. Es ist alles möglich.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Daniel Sander: Spiegel Online Daniel Sander: Spiegel Online

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Für einen Teenie-Film ist Vielleicht lieber morgen ein selten intelligentes Stück Kino geworden, das ernsthaftes Interesse an seinen Helden hat und sie nicht als die genreüblichen Halbdeppen darstellt.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Annekatrin Liebisch: Radio Köln Annekatrin Liebisch: Radio Köln

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Schon in seinem Briefroman bewies Chbosky eine große Sensibilität für die Sorgen, Nöte und Gefühle derer, die sich in dieser verwirrenden Phase zwischen Kindsein und Erwachsenwerden befinden.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Ein sensibel gestalteter Film über einen wichtigen Lebensabschnitt.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Bill Goodykoontz: Arizona Republic Bill Goodykoontz: Arizona Republic

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Die Ehrlichkeit ind 'Vielleicht lieber Morgen' bestärkt den Film genau da, wo er hätte abrutschen können.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

David Fear: Time Out New York David Fear: Time Out New York

Kommentar löschen
4.0Uninteressant

Man kann förmlich sehen, wie Chboskys Herzensblut in der ganzen Sache steckt, das ändert jedoch nichts an der Botschaft ändern, die man schon tausendmal gesehen hat.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

'Vielleicht lieber morgen' gibt einem Autor die seltene Freude sein eigenes Werk zu verfilmen und es auch noch gut zu machen. Niemand, der das Buch liebt, wird sich über den Film beschweren, schon gar nicht über das perfekte Cast.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Alison Willmore: Movieline Alison Willmore: Movieline

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Der Film ist ein ernstzunehmendes, und großherzige Hommage an Freunde, die einander unterstützen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Amy Biancolli: San Francisco Chronicle Amy Biancolli: San Francisco Chronicle

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

'Vielleicht lieber morgen' tut weh. Der Film tut weh, weil er die Einsamkeit, die Angst und das allgemeine Chaos des Erwachsenwerdens zeigt.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Steve Persall: St. Petersburg Times Steve Persall: St. Petersburg Times

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Ich bewundere 'Vielleicht Lieber Morgen' für die ehrliche und unsentimentale Darstellung, die zwar gegen Ende ein wenig breit getreten wird, was das Gesamtbild jedoch nicht zerstört.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Owen Gleiberman: Entertainment Weekly Owen Gleiberman: Entertainment Weekly

Kommentar löschen
9.5Herausragend

Vielleicht lieber morgen ist ein reizvolles und betörendes Drama, das die bekannten Muster üblicher Highschool-Filme auf den Kopf stellt.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

K. Longworth: Village Voice K. Longworth: Village Voice

Kommentar löschen
5.0Geht so

Chbosky verfilmt den gängigen CW-Serienstoff und stellt ihn mit größtmöglichem Ernst dar. Die Probleme der Teenies erwecken den Anschein, als hätte niemand niemals zuvor ähnliche Schwierigkeiten gehabt. Hier wird eine bedrückende Grundstimmung beibehalten, sodass dem Zuschauer durchweg die Tränen kommen mögen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Alle Kritiken (26)


Kommentare (144) — Film: Vielleicht lieber morgen


Sortierung

MrDepad

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

"The Perks of Being a Wallflower" ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans, bei der Autor Stephen Chbosky selbst auch gleich Regie führte.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Charlie erzählt, dessen erstes Jahr an der Highschool beginnt. Charlie ist ein recht schüchterner, sensibler Junge und muss sich erstmal zurechtfinden, doch nach und nach lernt er diverse Vorzüge als auch Rückschläge des Lebens kennen.
Gleich vorneweg kann ich sagen, dass mich dieser Film einfach nur begeistert hat. Die Mischung aus Coming-of-Age-Highschool-Geschichte sowie Tragikomödie geht voll auf und der Streifen bietet haufenweise Momente, die zumindest bei mir direkt ins Herz gingen. Die Figuren wirken so real und sind dermaßen grandios gespielt, dabei ist vor allem das Hauptdarsteller-Trio Logan Lerman, Ezra Miller und Emma Watson hervorzuheben, aber eigentlich ist wirklich jede Figur perfekt besetzt (Paul Rudd!).
Der Soundtrack passt zu jeder Zeit erstklassig und bietet viele schöne Songs, die zusammen mit der jeweiligen Szene durchaus hängen bleiben.
Selten gab es in letzter Zeit einen Film, der die Themen erste Liebe, Außenseiterdasein, Freundschaft, Homosexualität und psychische Labilität so wundervoll verarbeitet und hautnah vermittelt, ohne dabei kitschig oder konstruiert zu wirken, sondern jederzeit durch die hohe Authentizität beeindruckt.
"The Perks of Being a Wallflower" ist für mich ein in allen Belangen perfekter Film. Die Geschichte an sich ist zwar nicht innovativ, doch die sensible, lebensnahe Inszenierung und die wundervollen Darsteller haben dafür gesorgt, dass ich einen wahren Achterbahnritt der Gefühle durchleben durfte, bei dem alle Emotionen abgedeckt wurden. Bedrückend, dann wieder berührend, lustig und traurig, wie das wirkliche Leben an sich eben.
"We accept the love we think we deserve"

bedenklich? 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

SchneezyOne

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Viel schlechter als das Buch.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

sebastian-boldt

Antwort löschen

Ich hab das Buch erst gelesen nachdem ich den Film gesehen habe und muss sagen dass mir der Film besser gefallen hat :). Hätte ich das Buch vor dem Film gesehen würde es mir aber eventuell so wie dir gehen. :)


Markbln

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

Puh, schwierig.
Ich kann die Bewunderer dieses Films verstehen. Er hat große poetische Momente und seine (zumindest männlichen) Hauptdarsteller scheinen vollends in ihren Rollen aufzugehen.

Aber, nicht böse sein, der Film ist für mich null authentisch.
Ich kenne das Buch nicht und wusste anfangs gar nicht, wann das spielen soll. Die Musikauswahl ist wohl eher aus dem Archiv der Macher gewählt, denn aus den Musiboxen der drei Hauptfiguren. Das größte Sakrileg ist das hypnotische HEROES. Ein Song, der mit seiner legendären Hookline und Bowies kongenialem Text zu einer der Mauer-Berlin-Hymnen wurde und der noch heute eine unglaubliche Sogwirkung hat. Er passte zum Drama um Christiane F. am Bahnhof Zoo wie Arsch auf Eimer. Und er soll hier genauso für ein ganzes Lebensgefühl der Kids stehen. Aber während die Clique um Christiane F. jede Textzeile dieses Pop-Epos' ein- und ausatmete, kennt die glatte Emma Watson weder den Titel, noch den Interpreten. Ein Sinnbild für den ganzen Film und ihren Charakter.
Auf der anderen Seite soll die Clique The Smiths, Dexy's Midnight Runners und sogar Indie-Ikone Nick Drake kennen. Sorry, aber das haut hinten und vorne nicht hin. Es gibt dutzende Beispiele, die wesentlich mehr Credibility haben, z.B. Jodie Foster im 1980 erschienenen FOXES (Jeanies Clique).

Gegen Ende wird des Jünglings Trauma aufgelöst, eine Erklärung die vielleicht nachvollziehbar ist. Aber so plötzlich das bis dato eher schön inszenierte, denn originell geschriebene Bild einer Teenagerclique auf dem Weg ins Erwachsenenleben aufreißt, so wenig erschüttert kann ich sein, bevor der Abspann schon über die Leinwand läuft.
Insgesamt ist das zu wenig und sehr schade. Wo bleibt die eigentliche Geschichte? Die Eltern sind völlig farblos, sie existieren fast nicht, ebenso die Tante, die eigentlich eine zentrale Rolle spielt. Dafür gibt es jede Menge heimliche Anhimmelei, ein bisschen Kifferei und Tränen über Zensuren, wie es schon dutzendmal im Genre zu sehen war. Dabei ist das gezeigte Liebesleben auch erstaunlich bieder und körperlos. Das der Film nicht völlig abstürzt, kann der Regisseur seinen beiden Jungs verdanken, die glaubwürdig ihre Rollen begleiten. Inhaltlich bleibt das Ergebnis aber trotz gut gemeinter Ingredienzien der Popkultur zu steril und oberflächlich, obwohl die Geschichte viel mehr hergegeben hätte.

bedenklich? 20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 18 Antworten

einSchluss

Antwort löschen

Schön zu lesen, dass du nicht ausschließlich ein digital native bist. Ich glaube nämlich, dass, das den Zugang erschwert. Ich kann und will deine Aussagen nicht widerlegen oder abnicken. Darum geht´s ja auch gar nicht. Meine kritischen Filter waren schon nach 10min. komplett runter gefahren und mein analytischer Blick hat alle Viere von sich gestreckt. Aber ja,... er lebt von Nostalgie und seinen musikalischen Referenzen und zum Glück hat er mich damit wieder ähnlich fühlen lassen wie ein schwerst Pubertierender bei einem John Hughes-Film.
big <3 to you anyway.


christoph-m

Antwort löschen

Der Film ist halt ein Kind seiner Zeit, in der alles beliebig wischi-waschi kommste heut nit, kommste morgen (eben vielleicht lieber morgen) ist. Das merkt man ihm immer wieder an. Das Paradoxe und Gute dabei ist, dass der Film eine Liebesballade auf eine andere Zeit ist. Ich hatte den Eindruck, diese Zeit ist konzipiert als ein Kunstprodukt für die Kids von heute, um ihnen das Gefühl von damals auf ihrem heutigen Verständnis-, Erfahrungs- und Erlebenshorizont nahezubringen. Für die meisten, die selber Walkman gehört und noch immer Vinyl im Regal stehen haben, funktioniert das sicher nur begrenzt. - Was jetzt die Watson in dem Film soll außer eine bestimmte Zielgruppe dazuholen, kann ich weder erkennen, noch schönreden.
NUN IST ABER DAS SCHÖNE, DAS SCHWÄRMERISCHE und das verständige 'Komm' her, ich weiß wie's Dir geht, uns geht's genauso!' sooo toll, dass der Film bei 15 Punkten ansetzt und nach Abzug des Kritischen immer noch bei 9,5 landet bei mir. <3

PS. Ich spam' hier so lange 'rein, bis Du einen Punkt höher gehst mit der Bewertung. :3


spanky

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zunächst sehr durchschnittlich anmutende Geschichte rund um das Erwachsenwerden eines Aussenseiters, mit der üblichen schüchternen Erzählstimme aus dem Off und den klischeehaften rüden Übergriffen der Footballstars auf den Hauptakteur. Doch die Smiths spielen eine wichtige Rolle in seinem Universum und schon fühlt man sich ihm Nahe. Und kommt ihm noch näher, als der androgyne Klassenclown (großartig: Ezra Miller!) sein bester Freund wird. Und man fühlt mit ihm, als er sich in diese überraschend zauberhafte Watson verguckt, denn dieses Küken hat wirklich seine Eierschale abgeworfen.

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

JustJonas

Antwort löschen

kann ich mich nur anschließen !


xsite

Antwort löschen

Sehe sich auch, so ;)


Benjamin Barker

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

"So you be careful, she'll ruin your life forever."

1. Sichtung, vor 2 Wochen

Ich hatte hohe Erwartungen und diese wurden in einem bemerkenswerten Ausmaß übertroffen. Ein wunderbar einfühlsamer und ehrlicher Film, der eine für dieses Subgenre ungewöhnliche Spannung aufbaut und am Ende tatsächlich eine Wendung vorbringen kann, die ich ihm in dieser Form kaum zugetraut hätte. Dies ist nicht der typische Coming-of-Age-für-die-latent-melancholischen-und-schüchternen-Jugendlichen-Film, es werden wirklich wichtige Themen angesprochen und behandelt, dafür muss man erst einmal den nötigen Mut aufbringen. Das Abschaffen der halben Punkte hat mein Wertungssystem noch einmal verschärft, doch ich gab ihm die verdienten 9 Punkte, erst die 5. in diesem Jahr. Er hatte es verdient, allein durch diesen wunderbaren Soundtrack. Doch was unmittelbar blieb nach dieser ersten Sichtung, war die Wiederentdeckung von Emma Watson. Näheres in meinem Kommentar auf ihrer Seite, doch ich kann sagen, sie überstrahlte alles und jeden. Sie erschuf eine Aura auf dem Bildschirm, die ich so selten erlebt habe. Es fühlte sich an, wie verliebt zu sein.

"You see things. You understand. You're a wallflower."

2. Sichtung, vor 16 Stunden

In den 2 Wochen seit dem ersten Kontakt hab ich 7 Filme gesehen, eine Abiturprüfung geschrieben, viel mit Freunden unternommen, doch meine Gedanken waren öfter als angemessen ganz weit weg - und zwar bei diesem Film. Auch wenn ich mich gerne auf Filme einlasse und meine Aktivitäten hier mit dem nötigen Ernst angehe, ist es doch selten, dass ein Film wirklich mein Leben prägt. Klar, "Fight Club" damals war ein Arschtritt und Scarlett Johansson hab ich nach "Match Point" wohl auch etwas zu viel Aufmerksamkeit geschenkt. Doch ein Film, von dem ich mich in so einer Weise direkt angesprochen fühlte, hab ich vielleicht noch nie gesehen. Coming-of-Age passt gerade noch zu meinem Alter und ich passe dadurch noch mehr zur Zielgruppe, dass ich auch alles andere als der Selbstdarsteller bin, der ständig im Mittelpunkt stehen muss. Die introvertierte, zurückhaltende Art, die nicht immer nur positive Folgen hat; die insgeheim verträumte Einstellung, die in der überlegt-kühlen-unsicheren Schale haust; die Romantik, die nicht zum Ausdruck kommen kann - all' das kennt Charlie und das kenn auch ich. Da mag der rationale Analyst nun sagen, der Film würde lediglich Knöpfe beim Zuschauer drücken und da kann man ihm wohl kaum widersprechen. Aber wenn der Film einem nicht ständig vorhalten muss, dass er Knöpfe drückt und es zudem funktioniert sage ich, who cares? Diese zweite Sichtung, nachts mit diesem Film, war eine der schönsten Filmerfahrungen, die ich je gemacht habe. Von strahlenden Augen bei der Ball-Szene, über schwelgerisches Verlieren in der Tunnelszene bis zu stummem Entsetzen bei der erneuten Auflösung. Hier ist mein Herz, zu schade, dass man dazu die 10 vergeben muss, die eigentlich perfekten Filmen vorbehalten ist.

"Don’t you get it, Charlie? I can’t feel that. It’s really sweet and everything but you can't just sit there and put everybody's lives ahead of yours and think that counts as love."

3. Sichtung, vor 3 Stunden

Ich weiß nicht, warum genau. Im Grunde ist mein persönliches Leben nicht so schlecht, dass ich mich fortlaufend in künstlich erschaffene Welten und Szenerien flüchten muss. Und in der Regel schaue ich Filme nicht einmal doppelt, dafür gibt es schlicht noch zu viel zu entdecken. Doch ich hab ihn erneut geschaut. Vielleicht wollte ich diese "Liebe auf den ersten Blick" sichergehend prüfen. Wenn ja, war es erfolgreich. "The Perks of being a Wallflower" ist ab sofort meine persönliche Definition eines Lieblingsfilms, gerade in Abgrenzung zu einem "Besten Film aller Zeiten". Rational und objektiv betrachtet mag er nicht perfekt sein, auch wenn mir, ganz ehrlich, keine Schwächen aufgefallen sind. Aber das interessiert mich ohnehin nicht, hier zählt für mich wirklich nur das Gefühl. Dieser Film ist etwas Besonderes für mich, es ist ein Film, von dem ich mich endlich mal wieder verstanden fühle, der mich anspricht. Es ist wirklich schwer, etwas in Worte zu kleiden, was einen so sehr berührt und einem so viel bedeutet. Mittlerweile kann ich die Hälfte des Filmes mitsprechen und ich hätte gerne rund ein Dutzend Szenen als Poster an meiner Wand, nur unterbrochen von den hinreißenden, und so wenig gestellt wirkenden, Zitaten. Es gibt so viele magische Momente in diesem Film, bei denen ich jedes Mal aufs neue leichtes Herzklopfen bekomme, dann wieder diese Momente absoluten Bestürzt-Seins. Intensität, Aufregung, Melancholie, Freude, Gänsehaut, die ganze Bandbreite der Gefühle. Beim 3. Sehen nun fallen mir selbst handwerkliche Aspekte positiv ins Auge. Die Kamera liefert einige wirklich gelungenen Umschnitte und manche visuelle Metaphern, wie der Schneeengel, ließen meinen Atem kurz stocken. Selbst nach 2 Sichtungen unterschätzte ich wohl die Klasse des Films. Von den darstellerischen Leistungen ganz zu schweigen. Ich bin froh, Ezra Miller bereits in "We need to talk about Kevin" gesehen zu haben, denn 2 gegensätzlichere Pole kann man wohl kaum verkörpern. Der Glaube an die nächste Schauspieler-Generation wurde wieder hergestellt. Mein erster richtiger, neuer Lieblingsfilm seit über einem Jahr und er gab mir das Vertrauen in das zurück, wofür ich bei Filmen auf der Suche bin: Gefühl. Soundtrack bestellt, Buch gekauft. Meine einzige Sorge ist, dass mein scharfer Blick für die Realität durch dieses Werk nachhaltig gestört werden könnte.

"I just want to make sure, that the first person who kisses you, loves you."

PS: Ich hätte gerne "The Perks of Being a Wallflower" anstatt "Vielleicht lieber morgen" in meiner Lieblingsfilmliste stehen, ließe sich das einrichten? Danke.

"Why didn't you ever asked me out?"
"I just didn't think that you wanted that."
"Well, what did you want?"
"I just wanted you to be happy."

bedenklich? 43 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten

freelucid

Antwort löschen

toller kommentar und vorbildlich auf englisch geguckt!
ich hab gehört, dass es immer noch leute gibt, die filme auf deutsch gucken.. ;)


Benjamin Barker

Antwort löschen

Keine Angst, diese Phase hab ich schon seit gut 2 Jahren hinter mir. :)


Jenniifeeeer

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Absolut sagenhaft!!!! Der Film ist einfach wundervoll!! Ich kriege Gänsehaut, wenn ich nur an ihn denke :) Die Besetzung ist einfach Top! Logan Lerman und Emma Watson, auch Nina Dobrev und Kate Walsh sind dort klasse :) Was ich besonders an dem FIlm mag ist, dass egal wie schlecht es den Protagonisten gerade ging oder egal wie furchbar die Geschichte nun war, die sich heruastsellte, der Film macht einen einfach glücklich! Der Film macht einen wirklich total glücklich. Ich habe gelacht und geweint bei diesem Film. Aber auch als ich geweint habe, war ich einfach glücklich, Man hat ein Dauer-Lächeln auf den Lippen, das man nicht mehr losbekommt. Ich habe das Buch nicht gelesen, aber werde es bald nachholen. Ich weiß deswegen nicht ob es nah am roman liegt oder nicht, aber der Film an sich ist einfach toll!!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

*goldfischglas

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Mysterious Skin ist eindeutig ergreifender!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

*goldfischglas

Antwort löschen

Meiner Meinung nach resultieren viele seiner Handlungen und Ängste aus dem Missbrauch durch seine Tante,wodurch ich gedanklich automatisch bei Myterious Skin gelandet bin.
Aber natürlich steht dies nicht im Fokus des Films.


kliensche

Antwort löschen

Wahrscheinlich weil es in beiden um Missbrauch geht. Obwohl mir dieser Vergleich trotzdem nicht einfallen würde...


eisbaerdios

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Ich versuche diesen Film seit 2 Tagen zu gucken. Schaff immer so 5 Minuten, in denen mir dann mindestens 3 mal Brechreiz kommt.
Ich werde ihn zu Ende schauen. Da muss ja noch irgendetwas kommen, da es wirklich niemanden zu geben scheint, der diesen Film hasst.

Im übrigen liebe ich Coming-of-Age Filme. Submarine war mein Film 2012.

Ein paar Tage später:

Habe es endlich geschafft. Auch wenn der Film gegen Ende eine emotionale Kraft bekommt, die dann auch endlich mich gepackt hat überwiegen in diesem Film einfach zu sehr die Schwächen. Schlicht die gesamte erste Stunde des Films ist eine überlange Exposition.
Die Dialoge, gerade zwischen den Dreien sind eigentlich durchgehend peinlich und sind den Darstellern dermaßen in den Mund gelegt, dass ich kaum einen Satz in diesem Film geglaubt habe.
Ständig wird alles ausgesprochen und die Figuren handeln ständig gegen eine gewisse Logik.
Die Stimmung in der letzten halben Stunde hätte ich gern über den gesamten Film gehabt und dafür die sinnlosen Peinlichkeiten (das erste Mal kiffen...tut mir Leid, aber Drogen wurden in diesem Film dermaßen weit weg von der Realität dargestellt, dass höchstens ein 10 Jähriger das glauben kann) und unnötigen Nebenplots (zB mit Mary Elizabeth) gestrichen.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

eisbaerdios

Antwort löschen

Hab ihn endlich geschafft und zugegebener Maßen beginnt der Film erst in der letzten halben Stunde.


Stammfunktion

Antwort löschen

Ne, nicht alle finden ihn super, durchwühl mal die Kommentare.
Ich finde den Film leer, blendend, mit einer tollen Optik.
Viele Leute können sich in dem Protagonisten wiedererkennen und so triggert halt der Film Emotionen.


Tachitalili

Kommentar löschen
Bewertung0.5Schmerzhaft

Warnung: Vorsicht, fremde Meinung im Anmarsch.

Balangloser, inhaltsleerer, zu keiner Zeit unterhaltsamer Film. 90 Minuten habe ich "Teenies" zugesehen, die über Belanglosigkeiten reden und öde Dinge tun.
Habe es nicht ertragen, noch weitere Lebenszeit damit zu verschwenden und bei Wiki das Ende gelesen. Ich sage, wie es ist: die Auflösung würde die gähnende Leere davor nicht wettmachen.
Die blassen Charaktere haben mich zu keiner Zeit überzeugt.
Fazit: Ich weiß nicht was alle dran finden. 0,5 Punkte, weil zu belanglos für einen Hass-Film.

bedenklich? 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Filmpilotin1959

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Vielleicht, weil es nicht unbedingt eine Art von Film ist, die ich sonst freiwillig gucke; vielleicht, weil ich das Ende für komplett in der falschen Reihenfolge halte; vielleicht weil ich nicht verstehe, warum Kids die die Smiths kennen einen ganzen Film gebraucht haben, um den Titel von David Bowies "Heroes" herauszufinden... ach, ich weiß nicht, warum mich der Film nicht ganz so super finde wie die meisten.
Andererseits fand ich die Schauspieler super, die Musik war sehr passend, und die Thematik des Films war auch nicht uninteressant.

Eine Freundin hat mir den Film empfohlen, und hat ihn als absolut klasse beschrieben. Ob ich ihn klasse finde ist eine andere Sache, aber sehenswert ist er auf jeden Fall. Es ist vom Text her nicht so Anspruchsvoll wie manch ein anderer Film aber die Monologe (Ich sage nur: We are infinite. Gänsehaut) die Logan Lerman als Form von Briefen vorträgt, sind wirklich schön. Ich glaube, dass Personen jeder Altersgruppe sich an dem Film erfreuen können.

Alles in allem ein empfehlenswerter und guter, vielleicht sogar sehr guter, Film. Ich gebe "Vielleicht Lieber Morgen" (Was den Titel betrifft: er ist total bescheuert. Wenigstens macht der Englische Titel Sinn.) eine leib-gemeinte 7.5.
:-)
~Filmpilotin1959

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kujasan

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Um das offensichtliche noch einmal auszusprechen: An Ezra Miller wird die ganze große Zukunft nicht einfach vorüberhuschen können. Wow.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

kismet

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Für mich die absolute Entdeckung des Kinojahres 2012!
Der gesamte Maincast liefert hier eine absolut glaubwürdige schauspielerische Leistung ab, Ezra Miller begeistert mich sogar ein Stückchen mehr als alle anderen, auch als Emma Watson die mit diesem Film eindeutig beweist, dass sie mehr kann als Harry Potter-Filme. Ich freu mich darüber, dass ihr erster richtiger Kinofilm außer Harry Potter so ein Nieschenfilm geworden ist, das lässt darauf hoffen, dass sie trotz dem unfassbaren Erfolg durch Harry Potter nicht zu einer Blockbusterdiva verkommt.
Vielleicht lieber morgen(ich bevorzuge den Originaltitel "The Perks of being a Wallflower") ist ein Film der es schafft, einen emotional aus der Kurve zu tragen. Es werden einfach so unglaublich gut die verschiedenen Stimmungen rübergebracht. In vielen(nicht allen) Fällen hinterlässt das einen sehr bedrückenden Nachgeschmack. Eine rundum gelungene Mischung aus Drama und Romance.
Dieser Film schafft es zu berühren und das komplett ohne irgendwie ins kitschige abzudriften!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

benjamin.zahnd

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

ich bin ohne vorkenntnise ins kino gegangen. ich war sehr überrascht. der film kommt als tenne-komödie daher, doch er ist viel mehr als das...

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mr. Pink

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Ich habe eine Menge zu meckern und sehr viel auszusetzen an diesem Film. Ich könnte mit meiner Verwunderung beginnen, dass der Titel des Films keinen Sinn ergibt und der deutsche Titel erst recht bescheuert ist. Ich könnte anmerken, dass ich es merkwürdig finde, dass nicht ganz klar wird, an wen Charlie seine Briefe schreibt. Ich könnte mich darüber aufregen, dass eine ganze Gruppe hipper Kids, die Nick Drake kennen und The Smiths zu ihren Lieblingsbands zählen noch nie etwas von David Bowie gehört haben und den ganzen Film brauchen, um den Titel eines seiner bekanntesten Lieder rauszubekommen. Ich könnte mich echauffieren, dass Emma Watson öfter als es gut für sie wäre in ihren englischen Akzent abrutscht. Ich konnte mich stundenlang darüber ärgern, dass die Geschichte stellenweise ungenügend ausgearbeitet ist und speziell der ganze Storyabschnitt mit Melanie Lynskey äußerst unnötig daherkommt. Ich könnte erregt meiner Wut freien Lauf lassen, weil Introversion dadurch als etwas schlechtes und unnormales dargestellt wird und der Film zudem suggeriert, dass diese in erster Linie auf einem Trauma beruht.

Oder ich bin zufrieden, dass Melanie überhaupt im Film ist. Oder ich freue mich, dass Emma mich mal nicht zu Tode langweilt. Oder ich finde Gefallen daran, dass die Musik wirklich toll und ausgezeichnet eingesetzt ist, egal wer den Interpreten nun kennt oder nicht. Oder ich mache mir meine eigenen Gedanken über die Briefe. Oder ich denke an Shakespeare und vergesse den Titel einfach. Oder ich lächle entzückt über Mae Whitman und das Wiedersehen mit Sex Machine Tom Savini. Oder ich genieße das großartige Schauspiel der sehr talentierten, jungen Darsteller und lasse mich von der Natürlichkeit, mit der Emma Watson, Logan Lerman und vor allem Ezra Miller ihre Rollen so echt, rein und lebensnah verkörpern, verzaubern.

Ein relativ unbekannter Schauspieler, einigen vielleicht als Antagonist der "Spider-Man"-Filme, als einarmiger Extremsportler, als Strand-Rapper mit krassem Scheiß oder von seiner legendären Oscarmoderation in Erinnerung, sagt dazu: "When Logan Lerman’s character falls into a relationship with a girl he doesn’t even like [played by Mae Whitman] I want to say, “I know that! I’ve experienced that!” When Emma Watson’s character turns out to be the school slut, I want to instantly befriend her. And Ezra Miller, well he makes me want to be gay, his character is so full of vitality."

Und genau so ist es! Wenn der Abspann läuft und David Bowie singt, starre ich vor mich hin, werde von Trauer erfüllt, weil ich eben nicht Sams bester Freund oder mit Patrick schwul werden kann. Weil es vorbei ist. Weil sie eben wieder nur Ezra, Emma und Logan sind. Aber die eineinhalb Stunden davor sind sie meine besten und engsten Freunde. Eineinhalb Stunden lang sprüht die Magie und ruft profunde, ehrliche Gefühle und auch Erinnerungen an die eigene Schulzeit wach. Sachen, die ich selbst erlebt habe. Dinge, die ich nicht erlebt habe. Situationen, die ich lieber nicht erlebt hätte. Begegnungen, die ich gerne noch einmal erleben würde. Zustände, die ich nie wieder erleben will. Gegebenheiten, die ich nie erleben werde.

Der kleine Prinz sagt: "On ne voit bien qu'avec le cœur. L'essentiel est invisible pour les yeux."

Dem stimme ich zu. Und was ich hier sehe, ist einfach wunder-wunderschön, auch wenn es mich danach in ein tiefes Loch deprimierender, wenn auch wohliger Melancholie fallen lässt.

"The Perks of being a Wallflower" ist kein perfekter Film, genau genommen ist er sogar sehr weit davon entfernt, perfekt zu sein. Ich könnte es mir einfach machen. Ich könnte den Film hassen. Oder ich lehne mich zurück, genieße die unvollkommene Schönheit, die er mir gibt und bin mir sicher, etwas Besonderes gesehen zu haben.

bedenklich? 19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 15 Antworten

RoosterCogburn

Antwort löschen

Mit Verständnis hat das nichts zu tun. Nur der Kontext ist hanebüchen und blödsinng, was ihn unfreiwillig komisch macht. Ich meine, wer setzt sich denn mit Buch in der Hand, ins Kino um einen Film zu geniessen? Oder, anders ausgedrückt, verlangt man neuerdings von jedem Filmkonsumenten, die Literaturvorlage zu lesen um ein besseres Verständis für den Inhalt zu erreichen? - Sowohl Vorlage als auch Adaption sollte immer für sich funktionieren und für sich selbst unabhängig stehen. Wenn sie das nicht können, haben sie in ihrer Funktion versagt!


xsite

Antwort löschen

Das sind jetzt alles schön polarisierende Übertreibungen die du da aufzählst, aber letztenendes ist dein Fazit eine bloße Behauptung.
Es bleibt natürlich jedem Autor selbst überlassen, wie er seinen Film aufbaut, wie viele Referenzen er anspricht und welche "Vorbildung" er voraussetzt.

Mal ganz Abgesehen davon wurde nie behauptet, dass der Film eigenständig nicht funktionieren würde, nur das er dann nicht das volle Potential entfaltet. Das meine ich nach wie vor.

Unterm Strich zwingt dich niemand einen Film zu gucken, der deiner Meinung nach "in seiner Funktion versagt", aber dann unterlasse doch bitte auch derartige Kommentare, bei Leuten die es anders sehen. Danke.


HimmelHoch

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Achtung, mein Liebesbrief an Charlie ist voller SPOILER!!

Lieber Charlie,
zuerst einmal möchte ich Dir sagen, dass ich deine Briefe bekommen habe. Vielen Dank dafür! Danke, dass du glaubst, dass ich nicht die Person bin, die auf der Party mit diesem einen Typen schläft, nur weil sie könnte. Ich danke Dir für dein Vertrauen in mich, deine tiefsten Gedanken und Gefühle mit mir zu teilen. Da hast du wohl mehr Vertrauen in mich, als ich selber! Und das freut mich sehr, denn was für ein großartiger Geschichtenerzähler Du bist!

Durch deine Briefe sah ich Dir zu, wie du dich entwickelt hast, sah dich Freundschaften schließen. Und was für großartige Freunde Du gefunden hast! Auch hier möchte ich mich noch einmal bedanken, dass du mir Sam und Patrick vorgestellt hast. Was für wunderbare Menschen die beiden doch sind! Ich finde es fast schon traurig, dass ich die beiden wohl nie persönlich kennenlernen werde, hast du doch so liebevoll von den beiden erzählt.

Und auch deine erste Beziehung hast Du mit mir geteilt. Ich könnte Dich jetzt tadeln, hast du doch Mary-Elizabeth nicht wirklich gut behandelt. Aber ich konnte verstehen, warum Du so gehandelt hast, wie du gehandelt hast und Du hast deinen Fehler eingesehen, deswegen lasse ich das Thema fallen.

So viele wunderbare und wichtige Dinge hast du mit mir geteilt; deine erste Party, deine ersten Berührungen mit illegalen Substanzen (Du hast mir einen ganz schönen schrecken eingejagt, mein lieber Freund!) deinen ersten Kuss, deine erste Beziehung, dein erstes Mixtape..was für einen tollen Musikgeschmack Du entwickelt hast! Tolle Bücher hast Du empfohlen.

So sehr tat es mir weh, von deiner geliebten Tante Helen zu erfahren. Wie gerne hätte ich Dich in den Arm genommen und Dir gesagt, dass alles gut werden wird. Aber es hat mir geholfen, zu wissen, dass du eine großartige Familie um dich hast, Dir dir neben deinen Freunden helfen wird!

Ich durfte Dir in einem sehr wichtigem Jahr in deinem Leben zu Seite stehen und war doch immer sehr traurig, dass ich nie "in Echt" an deiner Seite war, war aber froh, Dir wenigstens Trost spenden zu können, wenn Du dir alles noch einmal hast durch den Kopf gehen lassen. Ich werde deine Briefe sehr vermissen, auch wenn ich mich natürlich sehr für dich freue, dass du es jetzt endlich alleine draußen in der großen Welt versuchen wirst.

Vielen Dank für alles.
Und vergesse nie den Moment, in dem Du unendlich warst.
In Liebe,
H.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Sophie Reddy

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Gute Musik, tolle Schauspieler & eine Geschichte zum Mitfühlen... was will man mehr? Genau, jetzt noch das Buch lesen! Definitiv einer der Filme, die einem einen dieser wunderbaren melancholischen Flashs verpasst, nach dem man auf der Stelle sein ganzes Leben umkrempeln möchte... einfach wunderbar!

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Hanno Jones

Antwort löschen

öhhh Emma Watson!
direkt mal vorgemerkt *-*


horro

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Dead Poets Society" ist mittlerweile in den Neunzigern angelangt ... und ich liebe es!

bedenklich? 19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

lieber_tee

Antwort löschen

...und wenn ich mich dadurch jung fühle ist das ja auch schön...;)


horro

Antwort löschen

... musst du jede Gelegenheit dafür am Schwanz packen ;o)


david.riedel

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Wunderbarer coming-of-Age Film. Ich würde ja sagen "ansehen", aber ich glaub das war die letzte Möglichkeit im Kino. Geheimtipp auf DVD für alle die "adventureland", "middle of nowhere" oder "igby" mochten. Tolle Autobiographie!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Benni-THE-KING

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

bei Filmen wie diesen ist es entscheidend das man den Hauptcharakter sympathisch findet und sich auch irgendwie in ihn reinversetzen kann. Das war hier leider nur bedingt der Fall. Aber am Ende versteht mans dann auch irgendwie. Außerdem waren die Nebencharaktere insbesondere Patrick top und die letzte Szene hätte nicht besser sein können.
Wobei es schon etwas seltsam ist das die da The Smiths und so ein Kram hören aber Heroes nicht kennen. wtf?

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

steffeck

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Und du hörst diesen Song, bist unterwegs mit Menschen die du mehr liebst als alles auf der Welt. Und in diesem Augenblick, ich schwöre es...sind wir unendlich."

Dieser Film ist so verdammt schön. <3
Und es ist weitaus mehr als "nur ein High-School-Streifen". Er hebt sich positiv von ihnen ab, geht viel tiefer. Mit viel Feingefühl wird hier von der ersten Liebe, Drogen, Homosexualität und anderen, noch persönlicheren Dingen erzählt. Chbosky schildert es mit soviel Optimismus, dass ist einfach unglaublich.
Doch durch die blitzartigen und seltsam beunruhigenden Rückblenden lößt Chbosky Unbehagen beim Zuschauer aus. Was hat es damit auf sich? Wer war Helen? Was ist mit ihr geschehen? Diese Montagen sind kleine dramaturgische Höhepunkte, die sich immer weiter aufbauen.
Keine Minute des Films ist verschwendet, nie wirkt er langatmig. Chbosky nutzte die Zeit wirklich optimal um die Geschichte und auch die großartigen Schauspieler in Szene zu setzen. Alle, sowohl Watson, Lerman als auch Miller spielen wahnsinnig glaubwürdig und überzeugend.
Diese ideale Besetzung, eine clevere Erzählweise, tolle Musik sowie beeindruckende Bilder lassen den Zuschauer bis zum Schluss gespannt im Sessel sitzen, lachen, bangen und glücklich das Kino verlassen.

bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

zaphodis

Antwort löschen

Glücklich ist genau das richtige Wort für das Gefühl, das dieser Film hinterlässt. Und das ist neben der Inszenierung vor allem der Verdienst der großartigen Darsteller mit einer daraus noch herausragenden Emma Watson sowie einer fantastischen Musikauswahl. Selten hat mich ein Film so positiv überrascht und begeistert!


steffeck

Antwort löschen

Ganz deiner Meinung! (:



Fans dieses Films mögen auch