Vinyan

Vinyan (2008), AU/BE/FR/GB
Laufzeit 92 Minuten, FSK 16, Thriller

7.6 Kritiker
6 Bewertungen
Skala 0 bis 10
5.6 Community
110 Bewertungen
14 Kommentare
Vinyan - Bild 1961363
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von Fabrice Du Welz, mit Rufus Sewell und Emmanuelle Béart

Sechs Monate, nachdem ihr einziges Kind während der Tsunami-Katastrophe in Thailand verschwand, glaubt Jeanne, den tot geglaubten Sohn in einem Video über obdachlose Kinder in Burma wieder zu erkennen. Gemeinsam mit ihrem Mann begibt sie sich auf eine Reise fernab der Zivilisation und landet inmitten eines heimtückischen Dschungels, der von verwilderten Kindern bewohnt wird, die keine Eindringlinge dulden. Denn wenn ein Mensch einen grausamen Tod stirbt, findet seine Seele keine Ruhe und wird böse. Das nennt man “Vinyan”.

  • DVD
Erscheinungstag: 16.10.09

Cast & Crew


Kritiken (2) — Film: Vinyan

Björn Lahrmann: Das Manifest

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7.5Sehenswert

Für seinen zweiten Film hatte CALVAIRE-Regisseur Fabrice Du Welz ursprünglich ein Remake des spanischen Klassikers EIN KIND ZU TÖTEN... geplant, entschied sich dann aber für einen eigenen Stoff, der das Kinderhorror-Motiv zwar aufgreift, stärker allerdings von den hypnotischen Qualitäten eines APOCALYPSE NOW oder AGUIRRE zehrt. Der Film folgt einem Ehepaar auf der Suche nach ihrem vermissten Sohn ins birmesischen Herz der Finsternis. Was nur allzu leicht in eitles Gewichse hätte abgleiten können, entwickelt dank Du Welz' Gespür für audiovisuelle Sinnlichkeit einen elementaren Sog, der bis zum Ende gefangen hält.

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J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, ray, ...

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9.0Herausragend

Ein Ehepaar (großartig: Emanuelle Béart und Rufus Sewell) hat sein Kind bei dem Tsunami in Thailand verloren. Jetzt suchen sie verzweifelt im Dschungel nach ihrem Kind und werden langsam aber sicher wahnsinnig. Und der Zuschauer mit ihnen. Toller Film. Schön anstrengend. Erinnert von seiner soghaften Intensität an Werner Herzogs "Aguirre - Der Zorn Gottes".

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Dirk Lüneberg

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Das war der Film, den ich bei unserem Gespräch am Dienstag meinte...



Kommentare (12) — Film: Vinyan

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ihre-herrlichkeit

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Bewertung5.0Geht so

Es besteht Spoilergefahr.
"Komm, wir suchen unseren verschollenen Sohn in Birma!"
- "Und wie wollen wir das anstellen? Gehen wir vielleicht zu der französischen oder belgischen Botschaft in Thailand und fragen, ob sie uns mit auf eine offizielle Exkursion nehmen? Mit seriösen Weggefährten und der Garantie des Gesetzesschutzes?"
- "Aber nicht doch, Dummerchen! Lass uns doch diesem Transvestiten in die hintersten Gassen von Thailands Schmuddelviertel folgen, damit er uns diesen zwielichtigen Frauenhändler vorstellt, der uns dann bis auf die Knochen finanziell ausnimmt und uns auf eine fragwürdige Reise mitnimmt!"
- "Hm...Ich bin ein wenig skeptisch...So ganz traue ich ihm nicht...aber egal, machen wir's! Schließlich haben wir einen Pixelhaufen auf einem Video gesehen, der den klaren Beweis für die Existenz unseres Sohnes liefert."
- "Oh nein! Unser Reiseführer wurde von korrupten Menschen einfach niedergeschlagen!"
- "Egal, schließen wir uns ihnen an. Sie scheinen seriös zu sein!"
Kann man sich das Ende denken? Und warum war der jetzt bitte ab 18? Wegen der kleinen Gedärmeszene am Ende?
Was hatte es mit dieser Geistergeschichte auf sich? Waren sie jetzt alle Geister, die verwirrt waren und ihren Weg zurück nicht fanden? Keine Ahnung, denn es wurde verdammt nochmal nicht aufgelöst.
Aber eine Personengruppe konnte dem Film bestimmt etwas Gutes abgewinnen: Die kleinen Kinder, die der Béart die Brüste mit Schlamm einreiben konnten. Möpse FTW!

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goddess.pain

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naja, ich denke mal, wenn man sein kind verloren hat, erreicht man vermutlich ganz andere stufen der verzweiflung, da kann sich das gehirn wahrscheinlich schonmal ausschalten XD
verstanden hab ich das ende aber auch nicht :( sehr unbefriedigend finde ich sowas immer.


ihre-herrlichkeit

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Ja, die Verzweiflung war auch spürbar, aber man muss ja nicht gleich mit Anlauf in die Klinge reinlaufen.
Das Ende hat mich regelrecht aufgeregt. Ich denke, es sollte auf diese Geistergeschichte hinauslaufen, da man anschließend nur noch so ein flackerndes Licht eingeblendet hat, die an diese fliegenden Kerzen erinnern sollten. Sicher bin ich natürlich nicht.


Bartel aka Faniel Dranz

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Bewertung9.5Herausragend

HORRORTOURISMUS FÜR LEBENSMÜDE:
URLAUB MIT DEM LEBENSGEFÄHRTEN
ANALYSE:
Fabrice du Welz die Zweite...
Als im Jahr 2008 ein großer Aufschrei erklang, der in Cannes seinen Ursprung nahm und dessen Echo bis in die hintersten Ecken des filmkritisierenden Feuilletons nachhallte, wußten alle debilen Dogmatiker, Godard-Geeks, Programmkino-Proleten und auch der ein oder andere
Michael-Bay-Bescheuerte, sofort Bescheid:
Lars von Trier (im Nachfolgenden nur noch salopp Arsch von Trier genannt...) hatte endlich seinen ANTICHRIST aus dem Sack springen lassen.
Das dieser Film ungemütlich werden würde war natürlich vorab bekannt und zu Genüge ausdiskutiert worden:
Von einem Forst-Porno, ähnlich der alten Almjodler-Filmchen, war die Rede und man hörte abartige Einzelheiten von saftigen Bluter-Penis-Strangulierungen oder dem runterladbaren Scherenschnitt von Charlotte Gainsbourgs frisch frisierter Klitoris! Auch hatte sich die Dame extra für dieses Werk durch ein monatelanges, schmerzvolles Trainieren ihrer Beckenmuskulatur einen Intimbizeps zugelegt, der sich offenbar gewaschen hatte!
In einer finalen Schlüssel(loch)szene würde der Zuschauer Zeuge werden, wie man einen solchen Geschlechtsauswuchs mit einem einfachen Griff zur Schere, effektiv eindämmen könnte.
Als ob das alles nicht schon genug gewesen wäre wurden während der Premiere, heimlich Nacktfotos des Regisseurs herumgereicht, was vielen der nudistisch unerfahrenen Kulturketzern den Rest gab.
Unzählige filmkritische Kleriker aber auch einschlägiges Besuchergesindel verloren das Bewusstsein und mußten nach der Vorstellung, von einer Armada besenschwingender Kinosesselkopfer, aus dem Saal gefegt werden!
Bei der Pressekonferenz stellte sich schließlich heraus das Lars von Trier die expliziten Fotos persönlich in Umlauf gebracht hatte um sich so von seinen schweren Depressionen abzulenken!
Der Skandal war perfekt und der Appetit auf der Aftershow-Party gründlich verdorben.
Wohin man auch blickte: Es herrschte Übelkeit an der Kôtz d’Azur. Das Ende der Geschichte? Die Gainsbourg brachte mit ihrer "schmerzhaft intensiven" Darstellung die Jury auf die Palme und die selbige in ihre Pranken. Dafoe machte sich davon und ward niemals wieder gesehen.
Zutiefst eingeschüchtert von den ausgefuchsten Fähigkeiten seines tierischen Schauspielkollegen (dieser war nicht nur der menschlichen Sprache mächtig sondern stahl Dafoe in nur einem einzigen geraunten Satz die komplette Show) entschied sich Willem dafür der fiesen Ratte in Wes Andersons FANTASTIC MR. FOX (Zufall?) seine Stimme zu schenken in der Hoffnung dies würde eine Brücke zwischen Tier und Human schlagen.
Warum ich das alles erzähle? Wir sprechen hier doch gerade von VINYAN, oder? Dem meisterhaften Nachfolger von Fabrice du Welz´ Glanzstück CALVAIRE, dem Film den ich meinen Namen verdanke? Der Wahnsinn einer verblichenen Liebe? Die totale Dekonstruktion der modernen Männerwohngemeinschaft? Der augenzwinkerndste Mindfuck der je die Synapsen verwöhnen durfte? Der unübertroffene, stets elegante...STOP JETZT!!!
Ich verliere mich in verliebten Schwärmereien, in der völligen Verbeugungsgeste! Was das nun wiederum mit ANTICHRIST zu tun hat?
Ich habe zwar keine Beweise vermute jedoch stark das sich Von Trier offensichtlich bei du Welz bedient hat (...selbst bei dessen Nachnamen!) denn beide Filme weisen einfach zu viele Parallelen auf, wobei VINYAN als stolzer Sieger vom Feld ziehen darf.
Filmliebhaber mit ausgeprägt peniblen Klugscheißercharakter mögen vielleicht anmerken, daß hier sowohl der Belgier als auch der Franzose beim Engländer Nicolas Roeg und dessen
WENN DIE GONDELN TRAUER TRAGEN kreatives Langfingering betrieben haben. Das mag vielleicht sein, aber trotzdem sollte die Schuld einzig und allein bei Lars von Trier gesucht werden. Ein Sündenbock zu sein scheint dem Mann ja Freude zu machen also laßen wir ihm doch den Spaß!
Als Van Triers Arthousesplatterfilm im Herbst 2009 in den Kinos anlief, war sich niemand der Tatsache bewusst, daß bereits ein Jahr zuvor Fabrice du Welz mit seiner ganz eigenen Vision eines klassischen F.F.F.-Films (Fieser-Frauen-Film) auf den allseits beliebten VENEDIGER Filmfestspielen an den Start ging. Seine kühne Version die er in unglaublich fiebrige Bilder tauchte, handelte von einem trauernden Ehepaar (gespielt von der bravourösen Emmanuelle Beart und dem verwirrten Ruffus Sewell) dessen Beziehung sich langsam und quälend aufzulösen beginnt.Der Grund hierfür ist der Tod ihres einzigen Sohnes der während der Tsunamikatastrophe von1999 angeblich ums Leben gekommen sein soll. Während das Männlein sich bereits an die seelischen Aufräumarbeiten gemacht hat um sich auf die nächsten wichtigen Karriereziele zu konzentrieren, leidet das Muttertier enorm unter dem Verlust ihres Lausbuben.
Einige Monate später während einer Wohltätigkeitsveranstaltung für die heimatlosen Waisenkinder des ganzen Naturterroranschlags, glaubt die Mama ihren Bengel in einigen der unscharfen Videoaufnahmen eines befreundeten Journalisten wiederzuerkennen.
Sofort brennt das Feuer des femanen Fanatismus in den Augen der traumatisierten Dame. Im festen Glauben daran das ihr kleiner Racker überlebt hat, entledigt sie sich ihrer Resignation und bricht , zwar ohne Kind dafür aber mit Kegel (ihrem ehemaligen Ehemann, jetzt überzeugter Skeptiker...) in die tiefsten Tiefen Thailands auf, ohne auch nur zu wissen wohin ihre Suche führen soll.
Während Arsch von Trier sein Protagonisten zum Zwecke der Paarberatung in die Dunkelheit teutonischer Wälder schickte, gibt sich Fabrice du Welz nicht mit einem kleinen Spaziergang zur örtlichen Waldhütte zufrieden.
Fabrice macht uns den Coppolla und scheucht sein verstörtes Mann-Frau-Gefüge auf die klassische Reise in das "fiese finstere Herz", somit also tiefer, immer tiefer in den thailändischen Dschungel und nicht zuletzt auch in die verwachsenen Verwitterungen der eigenen Psyche. Hier braucht es keinen Dr. Dafoe um den Wahnsinn aus dem Weibchen herauszuprovozieren, hier reicht es wenn der Ehemann ein kleinlautes Zweifeln bezüglich der Sinnlosigkeit ihrer Suche äußert.
Wenn Emmanuelle Beart als besorgte Obermama mit zerlumpten Kleidchen und imaginären Horizonten im Blick, feucht & furios durch die verwurzelte, irrgärtnerische Fieber-Flora stapft und dabei das letzte bisschen Urlaubsgeld (für einen Begleitschutz durch dubios-schlitzäugig dreinschauende "Touristen-an-der-Nase-Herum"-Führer) verprasst, gewinnt man als Zuschauer dem Begriff Abenteuertourismus völlig neue Facetten ab.
Hier also gehen Mutterliebe und Nervenzusammenbruch noch Hand in Hand!
DIAGNOSE:
Wo in CALVAIRE noch ein abstrakter Zeitverlust und das Empfinden von "kollektiver Einsamkeit", Grund für die Verbreitung von Wahnsinn waren, ist nun in VINYAN jegliches Zeitgefühl bedeutungslos geworden. Einzig und allein das ständige Vordringen in die Tiefe des Urwald bzw. -raums erscheint logisch, aber nur solange man sich noch an den Weg zurück erinnern kann. Diese zwei Sätze widme ich der Filmhochschule! Die hohe Luftfeuchtigkeit, zu wenig Sauerstoff und noch viel weniger miteinander gesprochene Wörter, in Verbindung mit allerlei unterdrückten Schuldgefühlen manifestieren sich bei den Eltern in Form von alptraumhaften Sehenswürdigkeiten die zwecks mangelnder Liquidität nach und nach mit Teilen des Verstands bezahlt werden müssen. Mit zunehmender Verwirrung wird zumindest eines klar:
Die Schuldzuweisung wird mal wieder dem armen Männlein in die Schuhe geschoben. Als ob dieser nicht schon genug bezahlt hätte. Man mag vom Film halten was man will, die drastische Message jedoch kann man ihm nicht absprechen: Wenn du deinen Partner loswerden willst, dann fahr mit ihm in den Urlaub!
Gaspar Noes liebster "Kamera"-de, Benoît Debie (Irreversible) liefert dabei die Bilder für den Trip und bei deren Anblick dürfte sogar Francis Ford Coppola zum Neider werden. Man gönnt sich ja sonst nichts und deswegen bekommt man den Visu-Knüppel gleich mitsamt den Opening-Credits über den Schädel gezogen!
Wer es damals aufgrund seiner hohen Termindichte nicht rechtzeitig zum Tsunami nach Thailand schaffen konnte, dem wird hier mehr als nur "ein" Gefühl dafür vermittelt wie es war dabei gewesen zu sein: Bei einem gemütlichen Tauchgang (3D!) kann man erst die Bläschen zählen (3D!) bevor man von einer brutalen Noise-Welle sowohl körperlich als auch akkustisch runtergespült wird (4D!). Danach ist das Höschen garantiert feucht!
Stimmungstechnisch ist das Ganze derartig dicht das einem die Luft wegbleibt, die drückende Hitze und die konstant beunruhigende Atmosphäre ist zwar schon spürbar aber dennoch setzt Fabrice du Welz noch einen drauf und lässt den französischen Score-Minimalisten François Eudes (High Tension, Inside) maximal in die Tasten hauen. Da dröhnen bedrohliche Gitarrenwände derartig laut das der Nachbar seine Kinder zum Spielen in den Wald schickt.
Satan sei mit euch! Ein böser, tiefschürfend düsterer Hit der in seinem fiesen, zynischen aber auch pädagogisch wertvollen Finale sogar mit unserer Lieblings-RTL-Serie
"ICH KOMM NICHT KLAR! HOLT MICH HIER RAUS" mithalten kann...Diesen Jungle-Boogie vergisst man so schnell nicht!

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ihre-herrlichkeit

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Obwohl ich bei dem Film nicht deiner Meinung bin, war es mir eine Wonne, dein Kommentar dazu zu lesen. Insbesondere die bösen Seitenhiebe auf Arsch von Trier und Noé haben mich entzückt!


Bartel aka Faniel Dranz

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Positive Resonazen gehören wohl zu den schönsten aller Herrlichkeiten die es in diesem tristen Leben gibt. Danke schön!


dbeutner

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Bewertung5.0Geht so

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll: Es beginnt mit Emanuelle Béart, die mit ihrer Botox-Verunstaltung durchs Bild läuft, und niemand fragt sie, von welcher Schlägerei sie diese üble Oberlippe hat... Wenn etwas gruselig an diesem Film ist, dann Emanuelle Béart. Und auch hier in den Kritiken spricht das niemand an - ist das irgendeine Art von (von mir nicht verstandener) PoliticalCorrectness, das man nicht sagen darf, dass SchauspielerInnen, die sich selbst mutiert haben, besser die Kamera scheuen sollten (oder noch besser: die Kamera / Regisseure sollte sich scheuen, solche Gesichter einzufangen)?! Es sei denn, natürlich, in einer warnenden Doku vor "Schönheitsoperationen", da könnte sie sicher verdient die Hauptrolle spielen. Meinetwegen auch in einem fiktiven Film über "Botox-Opfer", dann kann sie sogar noch schauspielern... Ich will ihrem Glück ja nicht im Wege stehen...

Weiter geht es mit dem von JuliusGrimm als "wahnsinniges Sounddesign" bezeichnetes Geschrammel, was aus den billigsten WannaBeAHorrorMovie-Filmen Anfang der 80er herrühren könnte. So etwas von unsubtil, dass es schlicht nervt.

Das vor allem: Die eingesetzten Stilmittel sind billig. Die Handkamera etwa (die ich ja grundsätzlich liebe) - ohne Sinn und Verstand und mit dem Drang, möglichst wackelig zu wirken. Ganz ganz schlimm.

Kurzum: Gewollt und nicht gekonnt. Und: Na klar hat das Setting Potential, und die erste Hälfte ist auch noch "in Ordnung" und rettet ein paar Punkte - wirkliche Tiefe erreicht der Film aber leider zu keinem einzigen Zeitpunkt.

Bei aller sogar in Teilen von mir geteilter Kritik an Antichrist: Auf jeden Fall der Film, der im Kontrast zu "Vinyan" zeigt, wie "innerer Horror" aussieht. Meilen besser, bzw: Antichrist ist ein Film mit Format; muss man nicht mögen, hat aber Wucht, perfekte Bilder und SchauspielerInnen am Rande der Genialität. All das hätte "Vinyan" gerne, und scheitert doch in allen Kategorien.

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Bandrix

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Bewertung7.0Sehenswert

„Vinyan“ hat so seine Qualitäten.
Allerdings bin ich wohl mit den falschen Erwartungen an den Film herangegangen. Ich dachte bei dem Cover(MP- Cover ist falsch) eher an einen reinen Horrorfilm.
Doch die Franzosen wären nicht die Franzosen wenn sie daraus nicht etwas ganz Eigenes machen würden. Das ist manchmal gut und manchmal eben weniger. „Vinyan“ ist so eher zwischendrin.
Die Story dreht sich um ein Ehepaar, dessen Sohn bei einem Tsunami verschwunden ist. Die Mutter glaubt ihn jedoch auf einem Amateurvideo, aufgenommen irgendwo in Burma, wiederzuerkennen. Sie überredet ihren Mann den Sohn gemeinsam zu suchen und so schippern sie auf einem alten Kahn durch das Land auf der Suche nach ihrem Kind.
Das die Reise nicht gerade einfach wird, ist wohl klar…
Der Regisseur Fabrice Du Welz setzt weniger auf Schockmomente als auf durchkomponierte Bilder. Er versucht so, eine hypnotische Wirkung zu erzielen und das gelingt phasenweise auch. Doch leider braucht der Film zu lange um in Fahrt zu kommen und wirkliche Sympathie für das Ehepaar entwickelt sich leider auch nicht. Das liegt nicht an den beiden Schauspielern, denn denen nimmt man ihr Schauspiel wirklich ab. Aber irgendwie will der Funke einfach nicht überspringen. Doch die letzte halbe Stunde zieht der Film dann noch einmal ordentlich an und die ersten Schockmomente kommen zur Geltung.
Ohne zu spoilern möchte ich sagen, dass das Ende noch einmal ziemlich krass ist und den Film endgültig auf ein sehenswert bringt. Die Franzosen machen eben keine Kompromisse.
Fazit: Trotz des lahmen Anfangs reißt der Film dann doch mit, was mit Sicherheit auch an der Bildgewalt des Streifens auszumachen ist.

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Nerwus

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Bewertung2.0Ärgerlich

Habe zu hohe Erwartung gesetzt... zieht sich sehr in die Länge, passiert nicht viel.

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Alucard.Crowley

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Bewertung7.5Sehenswert

Leider etwas wenig Spannung, der Film wird aber zum Ende hin immer besser!

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hulk 75

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Bewertung2.5Ärgerlich

Das vorhersehbaren Ende war ja ganz in Ordnung aber der Rest war leider Zeitverschwendung :(

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sikkmeidack

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Bewertung7.5Sehenswert

Eine intensiv-stimmungsvolle Atmo, die sukzessive surrealer wird. Alpträume geraten zu Tagträumen bis sich alles in einem grotesken Endszenario miteinander verquickt. Man weiß gar nicht mehr, ob man das tapfer kämpfende Mutterherz bewundern oder bemitleiden soll. Die Bilder sind bedrückend-schön,- die Aussage zweifelhaft, das Ende mannigfaltig interpretierbar. Eine Reise in ein völlig kontra-urbanes Land und in fremde Bereiche, auf der Suche nach der Wahrheit einer ungestillten Hoffnung. Love will tear us apart.

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Werderdonna

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Bewertung7.0Sehenswert

Genauso wirkte der Film auch: Eine Mischung aus Apocalypse Now und Antichrist, gepaart mit den Folgen der Tsunamikatastrophe in Thailand.
Der Tod des Sohnes durch den folgenschweren Tsunami in Thailand hat das Ehepaar nicht verkraftet. Während der Ehemann noch dem Unglück ins Auge sehen kann, vermag er die Zerrissenheit durch den Verlust nicht von seiner Frau fernzuhalten. Diese steigert sich zunehmend in den Glauben, der Sohn könne noch am Leben sein. Diese Trauer nimmt ihr sämtliche Gefühle und Ängste. So beginnt die Odyssee in das feuchtwarme Dschungelgebiet des diktatorischen Unrechtsstaats Burma, indem sie den Sohn vermutet. Die offensichtliche Romanvorlage des "Herz der Finsternis" ist dabei authentisch umgesetzt. Mit fortlaufender Handlung werden die Auswüchse der Charaktere immer exzentrischer. Der Mann versucht seine Frau davon abzubringen sich dem Glauben hinzugeben, der Sohn sei noch am leben, was diese dazu bringt immer weiter in das Gebiet des Dschungels einzudringen.
Zum Ende hin erreichen sie dann das Ziel. Die Frau findet das was sie auf der ganzen Fahrt gesucht hat: Die Zuneigung eines Kindes, hier von einigen Kindern, die sich eine autarke, kopflose Gesellschaft in einem verfallenen Tempel im Dschungel errichtet haben und händerringend nach einer Mutter bzw. nach einem Anführer suchen. Die Frau sieht ihre Chance sich dieser Rolle anzunehmen, bei der noch der Ehemann im Weg steht...
Eine gute Umsetzung des Herz der Finsternis!

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Nbgr

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein durchaus interessanter Film, der etwas anderen Art. Verstörend, beklemmend und verwirrend.
Die Bilder und audio- visuellen Effekte lassen den Film über stetig einen hohen Spannungsgrad tragen. Der aber leider zu letzt durch das ziemlich verwirrende Ende sofort abreist.

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annaberlin

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Einer der besten französischen Thriller der letzten Zeit. Regisseur Fabrice Du Welz beweist, dass er einen Psychothriller visuell stark und auf höchstem Niveau umsetzen kann, die Hauptdarsteller Rufus Sewell und Emmanuelle Beart sind die Idealbesetzung vor dieser tropischen, grausamen Kulisse. Absolut sehenswert und verstörrend!

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JuliusGrimm

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein sehr interessanter Film von Fabrice Du Welz. Der Begier erzählt hier eine Geschichte von einem Paar, welches ihre Tochter im Meer verloren hat.
Durch einen Film, welchen sie zufällig zu Gesicht bekommen, meint die Mutter ihren verloren geglaubten Sohn entdeckt zu haben. So macht sich das Paar auf die Suche im Dschungel...

Fabrice versucht nicht nur uns einen Film zu zeigen, er versucht ihn mit voller Wucht in uns reinzuhämmern.

Ein wahnsinniges Sounddesign, mit schrillen Tönen nagt über den Film hinweg an unserem Ohr. Dazu werden uns fabelhafte Bilder geliefert (mit einer unerklärlichen Kamerafahrt im letzten Drittel).

Kurz: Es ist ein experimenteller Psycho-/Horrorfilm der auf jeden Fall zu empfehlen ist.

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