BuzzG
BuzzG heißt Bastian G.. Er hat sich Fri, 25 Mar 2011 14:45:43 -0000 auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 591 Filme bewertet und legendäre 105 Kommentare geschrieben. Rezensieren, Filme Mehr
| Name | Bastian G. |
|---|---|
| Geschlecht | männlich |
| Schreibt sonst für | filmfutter.com, kino-zeit.de, MovieMaze, mannbeisstfilm.de, movieworlds.com |
| Über mich | Rezensieren, Filme |
"[...]„The Place Beyond The Pines“ ist ein Genrehybrid aus Crime-Thriller, Familiendrama und Coming of Age-Geschichte – allerdings nicht inhomogen verteilt, sondern absolut stimmig in seiner Form. Der Film bohrt sich stetig immer tiefer in seine Thematik hervor, bis er schließlich durch die Dunkelheit hindurch ein schwaches Licht erahnen lässt.[...]Derek Cianfrance ist eine weitere meisterhafte Leistung gelungen, getragen von intensiven Darstellerperformances und einer bedachten Inszenierung. Wie bereits „Blue Valentine“ lässt dieser Stoff eine persönliche Dringlichkeit erkennen, die sich unmittelbar auf die Zuschauer überträgt. Zumindest auf mich: „The Place Beyond The Pines“ ist der beste Film, den ich bisher in diesem Jahr gesehen habe."
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"[...]In anderen Händen hätte aus der offensichtlichen Hitchcock-Hommage ebenso ein austauschbarer Mysteryschinken ohne eigene Duftmarke werden können. Doch Park verbeißt sich in den sinistren Figuren und dem verträumten Setting und kreiert daraus seinen individuellen Coming of Age-Stoff. Während sich viele internationale Regisseure für ihren Eintritt in die Traumfabrik glattbügeln und zurechtbiegen lassen, widersteht er der Versuchung des schnellen Geldes für ein halbherziges Cash In-Projekt.[...]"
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"[...]„Side Effects“, der nach eigener Ankündigung letzte Kinofilm des Oscar-Preisträgers Steven Soderbergh („Traffic – Die Macht des Kartells“), führt dem Publikum auch die Gefahren einer exzessiven, medikamentösen Therapie vor Augen. Aber Vorsicht: Hinter dem komplexen und äußerst scharfsinnigen Werk steckt deutlich mehr, als der Titel zunächst vermuten lässt. Bereits bei der ersten Einstellung,…
"[...]„Side Effects“, der nach eigener Ankündigung letzte Kinofilm des Oscar-Preisträgers Steven Soderbergh („Traffic – Die Macht des Kartells“), führt dem Publikum auch die Gefahren einer exzessiven, medikamentösen Therapie vor Augen. Aber Vorsicht: Hinter dem komplexen und äußerst scharfsinnigen Werk steckt deutlich mehr, als der Titel zunächst vermuten lässt. Bereits bei der ersten Einstellung, einer schicken Fassade eines New Yorker Apartmentkomplexes, wird der Zuschauer getäuscht, denn wenn die Kamera die unscheinbare Oberfläche eines anonymen Fensters durchdrungen hat, tut sich im Inneren der Wohnung nicht etwa traute Idylle, sondern der Anblick eines grässlichen Blutbades auf.[...]Der Film dreht und windet sich, dehnt sich in anfangs ungeahnte Räume aus, aber vergisst am Ende dennoch nicht seinen Fixpunkt im Thrillergenre. Man mag hier den Geist eines De Palma, Pakula oder Polanski wahrnehmen – und keiner dieser Namen wäre wohl als Vorbild grundsätzlich falsch geschätzt, denn Soderberghs Arbeit erinnert mit seinem gesellschaftskritischen Überbau in der Tat stark an das Kino der sogenannten New Hollywood-Ära, zwischen dem Ende der vergangenen Sechziger und Siebziger Jahre. Zum Teil funktioniert „Side Effects“ auch als pure Satire auf den Medikationswahn, der vor allem in den USA ein Thema ist.[...]Die Schuldfrage steht im Mittelpunkt, und wie schwer diese in einem solch komplizierten Geflecht zu beantworten ist, demonstriert „Side Effects“ auf eindrucksvolle Weise. Da die Handlung so authentisch in der Realität verwurzelt und das Dilemma der Charaktere so nachvollziehbar gezeichnet ist, fühlt sich das Werk trotz einiger Genrekonventionen frisch und unverbraucht an. Dies ist ein Psychothriller mit hervorragenden Darstellerleistungen, inszenatorischem Gusto und inhaltlicher Brisanz, dessen Weg zur Auflösung bereits wie ein Ziel anmutet. Sollte Steven Soderbergh an seiner Ansage tatsächlich festhalten und nach „Side Effects“ dem Kino den Rücken kehren, so tritt er zumindest auf der Höhe seines Schaffens ab."
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"[...]Ja, diese Angelegenheit ist schwierig. Fast fühlt es sich so an, als würde man im hier bemerkenswert oft thematisierten Klo nach Perlen tauchen: Während einige Beiträge als kleine audiovisuelle Bonbons voll überzeugen können (D is for Dogfight, O is for Orgasm), sind andere wiederum spürbar lustlos inszeniert (A is for Apocalypse, I is for Ingrown) oder fallen äußerst negativ durch ihren unnötig geschmacklosen, bemüht provokanten Inhalt auf (L is for Libido, M is for Miscarriage).[...]„The ABCs Of Death“ ist ein zwiespältiges Vergnügen mit zweifelsohne guten Ansätzen, die man sich aber besser mal vom Verband gelöst zu Gemüte führt."
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"[...]So viel Spaß man nämlich anfangs mit all den menschlichen wie unmenschlichen Charakteren (am meisten werden neben dem charismatischen Oz sicherlich der von „Scrubs“-Star Zach Braff gesprochene, fliegende Affe Finley und die lebendige Porzellanpuppe China Girl im Gedächtnis haften bleiben), der aufwändigen 3D-Gestaltung und dem klassischen Märchenrahmen hat, so sehr leidet der Film im…
"[...]So viel Spaß man nämlich anfangs mit all den menschlichen wie unmenschlichen Charakteren (am meisten werden neben dem charismatischen Oz sicherlich der von „Scrubs“-Star Zach Braff gesprochene, fliegende Affe Finley und die lebendige Porzellanpuppe China Girl im Gedächtnis haften bleiben), der aufwändigen 3D-Gestaltung und dem klassischen Märchenrahmen hat, so sehr leidet der Film im Mittelteil spürbar an erzählerischem wie innovativem Leerlauf. Sam Raimi ist stets dann voll in seinem Element, wenn er bei diesem Stoff over the top schießen darf und das manchmal etwas enge Hollywood-Korsett, das er spätestens seit seinen drei „Spider-Man“-Filmen kennt, genüßlich auszudehnen vermag. Konventionen, wie ein Auge auf das Zielpublikum und eine möglichst niedrige Altersfreigabe, standen ihm möglicherweise im Weg, um eine ganz persönliche Vision jener populären Fantasiewelt umzusetzen.
„Die fantastische Welt von Oz“ ist dabei sicherlich kein solch halbherziges Projekt wie etwa Tim Burtons phänomenal erfolgreiche Verfilmung von Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“ (2010), aber auch hier hätte ein wenig mehr Mut zum Ausbruch aus altbekannten Strukturen nicht geschadet. Sicherlich, formal ist das alles sauber, doch der letzte Kick zum ganz großen Kinohighlight fehlt irgendwie.[...]"
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"[...]„Die Jagd“ [...] krankt vor allem daran, dass er etwas Abstraktes – die Hexenjagd auf ein unschuldiges Individuum durch den blinden, tobenden Mob – durch viele konkrete, in sich komplexe Faktoren auszudrücken versucht. Der Mob, das sind Personen, die wir mit Namen vorgestellt bekommen, die mit dem Protagonisten lachen und scherzen und eigene Geschichten besitzen. Eine Lüge wird in die…
"[...]„Die Jagd“ [...] krankt vor allem daran, dass er etwas Abstraktes – die Hexenjagd auf ein unschuldiges Individuum durch den blinden, tobenden Mob – durch viele konkrete, in sich komplexe Faktoren auszudrücken versucht. Der Mob, das sind Personen, die wir mit Namen vorgestellt bekommen, die mit dem Protagonisten lachen und scherzen und eigene Geschichten besitzen. Eine Lüge wird in die Welt gesetzt, und was dann passiert, ist folgendes: Lucas wird über Nacht wie die Beulenpest gemieden. Seine ehemalige Vorgesetzte entflieht der verbalen Konfrontation gar, wie dem Angriff eines tollwütigen Hundes und auch andere Personen verhalten sich fast so eigenartig, als hätte eine „Invasion der Körperfresser“ stattgefunden.[...]
Die interessanteste Figur in diesem leider frustrierend-zähen und fragmentierten Werk ist übrigens die von der jungen Annika Wedderkopp gespielte Klara. Das kleine Mädchen ist sich seiner Lüge zwar bewusst, dem Ausmaß dieser aber keineswegs. Es war eine kindliche Träumerei. Klara verirrt sich stets auf ihren Fußwegen, sie benötigt eine klare Linie, die sie führt. Das ist ein durchaus schönes Bild für die Verwirrung in ihrem Kopf – und dieses veranschaulicht obendrein auch, was Vinterbergs Film letztlich fehlt. An engagierten schauspielerischen Leistungen mangelt es nämlich nicht.[...]
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"[...]Für Fans der schnellen Gänsehaut und Schocks gibt es ohne Zweifel bedrohlich umgesetzte Szenen zu begutachten, die aber am Ende auch nicht darüber hinwegtäuschen können, dass „Citadel“ letztlich nichts anderes als ein handwerklich gut gemachter Reißer ohne Langzeit- oder Tiefenwirkung ist.[...]"
Da die Linkfunktion aus irgendwelchen Gründen momentan nicht funktioniert - hier geht's zur Vollkritik: http://www.filmfutter.com/citadel/
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"Es ist die pure Freude an dem Brechen von Körpern und der Zerstörung von Leben, ein Zelebrieren von Gewalt, das an die extatische Darstellung von Sex in Pornos erinnert. Ein waschechter Gewaltporno. Wer genau das sucht, kann diesen Text aus seinem Gedächtnis streichen und direkt zur Tat der Sichtung schreiten. Kein wahrer Nervenkitzel, keine dichte Stimmung, keine Tragik im Inneren der Geschichte,…
"Es ist die pure Freude an dem Brechen von Körpern und der Zerstörung von Leben, ein Zelebrieren von Gewalt, das an die extatische Darstellung von Sex in Pornos erinnert. Ein waschechter Gewaltporno. Wer genau das sucht, kann diesen Text aus seinem Gedächtnis streichen und direkt zur Tat der Sichtung schreiten. Kein wahrer Nervenkitzel, keine dichte Stimmung, keine Tragik im Inneren der Geschichte, keine Mythologie hinter dem Grauen, keine ironische Brechung erwarten einen hier – nur Gewalt in ihrer zynischten Ausprägung; gepaart mit Adrenalin, bedingt durch Lautstärke und halsbrecherisches Tempo.[...]
„The Collection“ sollte wohl einfach auf niedrigstem Niveau unterhalten. Auf der Strecke bleiben dabei solche Zuschauer, die zumindest etwas mehr als diese sadistische Schlachtfabrik beansprucht haben, und der solide Vorgänger."
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"[...]Zemeckis serviert uns keinen leichtverdaulichen Kinospaß, sondern lässt uns an einer kraftvollen Charakterstudie teilhaben – so häufig bekommt man in der heutigen Filmlandschaft keinen solch ambivalenten Protagonisten geboten, der eine ganze Bandbreite an Emotionen auf uns abfeuert und mit dem man bis zum Schluss um seine Erlösung kämpft. „Flight“ verfügt über klare Stärken, aber auch über vor allem eine definitive Schwäche: Seine nahezu epische Laufzeit von 138 Minuten, die sich leider inhaltlich nicht vollständig begründen lässt und zum Teil überflüssigem Ballast geschuldet ist – wie etwa John Goodmans Figur, die Whip mit Drogen und anderen „notwendigen“ Dingen versorgt.[...]
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"Krieg ist geil! – zumindest in Dan Bradleys peinlichem Remake des ’84er Actioners Red Dawn spricht nichts gegen einen zünftigen Kampf gegen die bösen Nordkoreaner, die mal eben am hellichten Tag die USA besetzt haben. Das Militär und die Erwachsenen sind offensichtlich machtlos und/oder blöd, also müssen Chris Hemsworth und der Nachwuchs ein wenig mit dicken Wummen herumspielen – und die Kids beweisen durchaus Talent für’s blutleere Töten. Wäre die Botschaft des Werkes nicht so überaus grenzwertig, könnte man fast schon laut über diesen ranzigen Filmkäse lachen. Wie gesagt: Fast."
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"Mit einem bescheidenen Budget von etwa 1,8 Millionen US-Dollar, einer 16mm-Kamera und Laiendarstellern gelingt dem Newcomer Benh Zeitlin ein kleines Wunderwerk: Sein Beasts Of The Southern Wild strotzt vor Energie und Einfallsreichtum, entführt einen in seine eigentümliche Welt und nimmt einen mit auf eine abenteuerliche Reise. Im Zentrum steht die Sechsjährige Hushpuppy, die nach der Erkrankung…
"Mit einem bescheidenen Budget von etwa 1,8 Millionen US-Dollar, einer 16mm-Kamera und Laiendarstellern gelingt dem Newcomer Benh Zeitlin ein kleines Wunderwerk: Sein Beasts Of The Southern Wild strotzt vor Energie und Einfallsreichtum, entführt einen in seine eigentümliche Welt und nimmt einen mit auf eine abenteuerliche Reise. Im Zentrum steht die Sechsjährige Hushpuppy, die nach der Erkrankung ihres Vaters und der Überflutung ihrer Heimat furchterregenden Monstern in die Augen blicken muss. Wer nun ein Fantasyepos oder einen Horrorschocker erwartet, liegt damit falsch: Dieser Film handelt davon, seinen Ängsten zu widerstehen und Verantwortung zu übernehmen. Wie Zeitlin hier seine Botschaft vermittelt, ist schlicht wunderschön und inspirierend. Auf seine Folgearbeit darf man bereits gespannt sein. Eine absolute Entdeckung ist übrigens die junge Hauptdarstellerin Quvenzhané Wallis."
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"Es soll eine Geschichte sein, die einen an die Existenz Gottes glauben lässt: In Ang Lees Romanadaption erzählt der Inder Pi diese einem erstaunten Zuhörer. Nur soll sie sich am Ende wirklich als wahr herausstellen? Im Kern geht es vielleicht um das, was wir Menschen selbst aus unseren Erfahrungen machen – wie wir Geschichten erschaffen, durch die wir unsere Seele retten. Es ist auch ein fantastisches Abenteuer, ja, aber selbst in der atemberaubenden 3D-Gestaltung steckt mehr als bloße Trickserei um ihrer selbst willen. Wir bekommen ein Gefühl für den Raum, in dem sich das mitreißende wie wundersame Drama zuträgt – auf einer Ebene zwischen einer schwarzen, undurchdringlichen Tiefe und der Unfassbarkeit des Himmels."
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arues Sat, 05 Jan 2013 04:06:44 -0000
Antwort löschenWenn ich auf den Link zu deiner "Kritik im Original" klicke und dort auf deine Bewertung schaue, muss ich feststellen, dass du 3,5/5 Punkten vergibst. Wie kommt es, dass ich hier stattdessen eine 9.0 lese?
BuzzG Sat, 05 Jan 2013 21:04:22 -0000
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die Erklärung ist ganz einfach: Die Langkritik zu dem Film wurde von meinem Kollegen geschrieben, der ihn halt nicht ganz so sehr gemocht hat. Der Link führt hier zu meiner persönlichen Kurzkritik. Von mir hätte er also 4,5/5 erhalten.
"Ein Herz für Zombiehunde: Tim Burtons Stop Motion-Kinoadaption seines eigenen Kurzfilms von 1984 entpuppt sich als teils spaßiges, teils rührendes Abenteuer, das sich aber nicht unbedingt für die gesamte Familie eignet. Denn tatsächlich gibt es hier neben mannigfaltigen Genreanspielungen kleine – aber echte! – Horroreinlagen zu entdecken, die für die wirklich jungen Zuschauer bereits zu viel des Guten sein könnten. Das morbide Trickfest hat sich zumindest bei mir gegen harte Animationskonkurrenten wie Merida – Legende der Highlands und Ralph reicht’s durchgesetzt."
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"In Steven Spielbergs Historiendrama wird der größte Kampf nicht mit Gewehren auf dem Schlachtfeld ausgetragen, sondern findet in den Hinterzimmern des Weißen Hauses statt, in welchen der 16. Präsident der Vereinigten Staaten mit vollem Einsatz gegen die Sklaverei antritt. Der zweifache Oscar-Preisträger Daniel Day-Lewis geht in der Titelrolle völlig auf, während das insgesamt starke Ensemble aus u.a. Sally Field, David Strathairn, Joseph Gordon-Levitt und Tommy Lee Jones dem Werk den letzten Schliff verpasst. Nein, hier zählt nicht das Spektakel, sondern das Thema – ein packend erzählter und wichtiger Blick zurück in die Geschichte."
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"Die Kunst des Zitierens hat Q&T noch immer nicht verloren – doch das ist nicht alles, was seinen Frontalangriff auf den Italowestern so unwiderstehlich macht: Im Mittelpunkt stehen natürlich wieder die Schauspieler, die der Kultregisseur mit seinen knackigen Dialogen erneut zum Äußersten treibt. Christoph Waltz ist herausragend wie eh und je, Foxx findet zu alter Stärke zurück und Leonardo…
"Die Kunst des Zitierens hat Q&T noch immer nicht verloren – doch das ist nicht alles, was seinen Frontalangriff auf den Italowestern so unwiderstehlich macht: Im Mittelpunkt stehen natürlich wieder die Schauspieler, die der Kultregisseur mit seinen knackigen Dialogen erneut zum Äußersten treibt. Christoph Waltz ist herausragend wie eh und je, Foxx findet zu alter Stärke zurück und Leonardo diCaprio glänzt in seiner ungewöhnlichen Rolle als fieser Sklaventreiber. Für Anhänger der früheren Genrewerke gibt es einen markanten Gastauftritt von Original-”Django” Franco Nero und Klänge von u.a. Riz Ortolani und Ennio Morricone. Was aber noch viel wichtiger ist: Im Gegensatz zum streckenweise arg zähen Inglourious Basterds macht dieser “Tarantino” einfach wieder verdammt viel Spaß!"
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"[...]„The Sessions“ bietet trotz seiner episodenhaften Erzählweise genug Stoff, von dem man sich auffangen und inspirieren lassen kann. Es ist ein teils melancholischer, teils schöner, teils trauriger und in erster Linie rührender Film, der ein Stück eines kraftvollen Menschen durch kraftvolle Performances wieder zum Leben erweckt. So etwas sieht man gern.[...]"
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"[...]Handwerklich ist Bayona ein durchaus begabter Regisseur, der zumindest noch in dem Vorgänger das Drama gut mit der klassischen Geisterstory verweben konnte. Hier wusste er offenbar nicht viel mit dem Stoff anzufangen. Letztlich lebt das Werk von seiner beklemmenden Tsunamisequenz, der durchweg starken Naomi Watts-Performance und einigen bewegenden Spitzen (ein Telefonanruf McGregors nach der Katastrophe etwa). Dazwischen gibt es viel Standardprozedere, aber nichts, was einem nachhaltig zu Herzen geht. Und vor allem das ist schade."
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"[...]„Zero Dark Thirty“ ist nicht „The Hurt Locker Teil 2“. Bigelow und Boal versprechen uns zwar keine Dokumentation, aber die permanente Spannung in dem brisanten Thriller basiert nicht auf lautem Gewehrfeuer oder fatalen Sprengsätzen, sondern auf der geschickten Mischung aus Fakten und Fiktion. Wir kennen den Beginn der Geschichte, ihr Ende in Abbottabad am 2. Mai 2011 und möglicherweise…
"[...]„Zero Dark Thirty“ ist nicht „The Hurt Locker Teil 2“. Bigelow und Boal versprechen uns zwar keine Dokumentation, aber die permanente Spannung in dem brisanten Thriller basiert nicht auf lautem Gewehrfeuer oder fatalen Sprengsätzen, sondern auf der geschickten Mischung aus Fakten und Fiktion. Wir kennen den Beginn der Geschichte, ihr Ende in Abbottabad am 2. Mai 2011 und möglicherweise einige Zwischenstationen. Wie jedoch die Operation ihren Lauf nahm und zu ihrem Resultat führte, das bringt uns das Werk auf fesselnde Weise nahe.[...]Wer sich nur Action erhofft hat, den wird die komplexe Arbeit bis zur letzten halben Stunde bitter enttäuschen. Oscar-Preisträgerin Bigelow lässt uns auch den Frust ihrer Protagonistin spüren, wenn diese auf der Stelle tritt und das Ende nur von einem schnöden Ok abhängt. Zum Schluss verlassen wir Maya, schauen ihr zu, wie sie erwartungsvoll zwei Navy SEAL-Teams zu ihrem großen Einsatz aufbrechen lässt. Wer sich nicht schon zuvor mit seinen Händen im Kinositz festgekrallt hat, wird das spätestens dann nachholen. Der brodelnde Soundtrack von Alexandre Desplat („Argo“) begleitet Greig Frasers flexible Kamera, die direkt an den Männern zu kleben scheint. Man wird bis zur letzten Minute nicht aufatmen, auch wenn der Ausgang schon feststeht.[...]"
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"[...]Khalfouns Arbeit ist ein raues und stilistisch ansprechendes Werk, erzählt in einer interessanten Form. Ähnlich wie zuletzt Gaspar Noés innovatives Opus magnum „Enter The Void“ (2009) verknüpft „Maniac“ geschickt Handlungen seines Charakters mit dessen Erinnerungen oder morbiden Visionen.[...]„Maniac“ ist in der heutigen Kinolandschaft sicherlich ein außergewöhnlich verstörender und kompromissloser Brocken mit Sogwirkung. Wer sich also beim Kinodate mit der Freundin eigentlich nur angenehm gruseln wollte, sollte unbedingt Karten für eine andere Vorstellung lösen – so viel als ausdrückliche Warnung vor diesem eiskalten wie faszinierenden Leinwandtrip!"
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Bastian G. schreibt als Kritiker für filmfutter.com, kino-zeit.de, MovieMaze, mannbeisstfilm.de, movieworlds.com.




















"[...]Dank ihrer edlen Verpackung und straffen Inszenierung funktioniert die 120 Millionen Dollar schwere Produktion trotz der bekannten Versatzstücke dennoch bestens. Man darf „Oblivion“ gerne in die Kategorie Style over Substance einordnen, doch bevor man vorschnell die Nase rümpft, sollte man sich besser selbst ein Bild davon machen, mit welcher Kraft dieser Style der zusammengeborgten Geschichte…