Der Pianist

The Pianist, PL, FR, GB, DE 2002

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8.0

Ausgezeichnet

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Kritiker: 7.6

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Genre
Sozialdrama, Kriegsfilm, Familiendrama
Inhalt

Warschau 1939: Mit dem Einmarsch der Deutschen in Polen beginnt auch für den gefeierten polnisch-jüdischen Pianisten Wladyslaw Szpilman (Adrien Brody) die Zeit des Leids. Nachdem er der Todesfalle des Warschauer Ghettos nur mit viel Glück und dank der Hilfe des polnischen Untergrunds entkommen konnte, geistert er allein und voller Angst durch die entvölkerte Metropole. Schließlich rettet ihm ausgerechnet ein deutscher NS-Offizier (Thomas Kretschmann) das Leben.

Cast
Adrien Brody, Thomas Kretschmann, Frank Finlay, Emilia Fox, Ed Stoppard, Julia Rayner, Michal Zebrowski Mehr
Regisseure
Roman Polanski
Autoren
Ronald Harwood, Wladyslaw Szpilman
Laufzeit
148 Minuten

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Kritiker — Sehenswert 7.6

Der Film Der Pianist wurde von 31 Kritikern bewertet.

HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

9.5Herausragend

[Der Film] zeugt von jener Direktheit, die so lange vorhält, bis Reflexion einsetzt; ist von jener Nüchternheit, die dominiert, bis sie von Schmerz und Trauer verdrängt wird. Es ist ein Film, wie man ihn sich 1946 hätte vorstellen können, unmittelbar danach, einem Jahr noch der Ungläubigkeit und der Betäubung. ... Man hat, je länger der "Pianist" dauert, desto mehr das Gefühl, nicht einem Stück Unterhaltung beizuwohnen, sondern der Errichtung eines Denkmals.

5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

*frenzy_punk<3

das sagt genau das aus, was ich gefühlt hab!



Kommentare — Ausgezeichnet 8.0

Der Film Der Pianist wurde von 3290 Mitgliedern bewertet.

regiseurin

Vorhersage?

Ich kann nicht leugnen das dieser Film der wunderbarste aller anderen NS- Filmen ist, nicht das NS- Filme wunderbar wären aber dieser hat mir ja doch sehr sehr gut gefallen.
Die Klavierspiele waren das schönste, einfach die augen zu und mithören.
Auf jeden Fall zum weiterempfehlen für diejenigen die gute Musik schätzen und nicht so leicht einschlafen wenn es ein wenig langatmig wird.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

BigDi

Bewertung8.5Herausragend

Grandios die Beobachterposition bei der Darstellung der Gewalt: Aus einem Fenster beobachtet die Familie (und später auch der Protagonist alleine), wie Gewalt an den Juden getan wird - aus relativer Sicherheit, zunächst, doch nicht weit ist der Augenblick, wenn die Grausamkeit auch die eigene Wohnung erreicht. Zuerst ist es ein Gerücht, welchen man lieber nicht ernst nehmen möchte, dann ist es sozialer Terror, dem man noch mit Sarkasmus gegenüberzutreten versucht - doch irgendwann endet man im Dreck und darf zusehen, wie Menschen sich für einen Krümel Essen nahezu umbringen und von Boden essen, aus Hunger und Verzweiflung. Nichts wird hier beschönigt, vor keinem potenziellen Opfer Halt gemacht, ob nun Kind oder Greis, jedem kann das Schlimmste passieren. Du musst auch nichts falsch machen, man kann dich auch einfach zur Abschreckung erschießen. Selten bin ich so bei Schüssen in einem Film zusammengezuckt.

Doch der Film beschränkt sich nicht nur darauf: Gegen Ende wird die Stimmung nahezu post-apokalyptisch: Trümmer, Staub und Blut sind das, was die Hauptfigur zu sehen bekommt und die einzigen Menschen in der Nähe sind die Deutschen, die durch die Straßen ziehen und ab und zu ein paar Flammen durch die zerbröckelten Wände schießen. Auch wenn hier aufgrund der Länge meine Aufmerksamkeit etwas gelitten hat, so bleiben diese Szenen noch lange im Gedächtnis - eine Art Survival-Horror in echt, die Angst und Gehetztheit, die man gerne in Spielen erlebt, stellt sich hier als eine einst dagewesene Wahrheit heraus, die nichts mit einem Spiel zu tun hatte (abgesehen davon, dass sie auch heute hier und da auftreten kann). Und so bietet Film ein äußerst intensives und wunderbar subjektives Erlebnis der Judenverfolgung, kein Blick auf das Geschehen, sondern ein Blick aus der Mitte des Geschehens heraus, ein wilder, verzweifelter Blick. Zwar stellt der Film im Grunde genommen nur eine Perspektive des Krieges dar - aber diese auf hervorragende Art und Weise. Als hätte ich mich eben selbst in einer Wohung versteckt, mit der blanken Angst davor, ein verräterisches Geräusch zu machen. *erschauder*

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König Leonidas

Bewertung8.0Herausragend

Packend sowie schonungslos erzähltes Drama mit einem überragenden Adrian Brody...

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

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