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Der Pianist

The Pianist (2002), DE/FR/GB/PL Laufzeit 148 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 24.10.2002


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7.8
Kritiker
56 Bewertungen
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7.9
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15713 Bewertungen
147 Kommentare
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von Roman Polanski, mit Adrien Brody und Thomas Kretschmann

Warschau 1939: Mit dem Einmarsch der Deutschen in Polen beginnt auch für den gefeierten polnisch-jüdischen Pianisten Wladyslaw Szpilman die Zeit des Leids. Tagtäglich wird er Zeuge unerträglicher Demütigung und Brutalität. Nur mit viel Glück und dank der Hilfe des polnischen Untergrunds konnte er der Todesfalle des Warschauer Ghettos entkommen. Voller Angst irrt er allein durch die Stadt, die sich inzwischen in eine leblose, erschütternde Ruinenlandschaft verwandelt hat. Eines Tages entdeckt ihn ein Offizier der deutschen Wehrmacht, der sein Schicksal verändern wird.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (4) — Film: Der Pianist

Mr.Film: City of Cinema

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9.0Herausragend

Ein einsamer, polnisch-jüdischer Pianist der seinem Werk in einer verlassenen Ruine nachgeht und die Ballade Nr. 1 von Chopin spielt, er sieht krank aus, ausgehungert, sein Gesicht ist von der Angst die ihn ereilt gezeichnet. Etwas weiter weg sitzt ein deutscher Offizier auf einem Stuhl und ist sichtlich berührt. Dies passiert zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Keine Szene die man im normalen Geschichtsunterricht vorgelegt bekommt, keine Szene die in der Welt verbreitet wird. Es war schon immer so dass die deutschen die bösen waren, wieso sollte man das auch anders erzählen, sie sind schuld an dem Krieg. Waren sie. Doch es gibt immer Ausnahmen. So wie hier. Roman Polanski zeigt dies, zeigt das es auch deutsche gab die nicht dem typischen Nazi entsprachen, zeigt das auch nicht alle Juden die Opfer waren. Er fügt sehr viel seiner eigenen Geschichte ein, versucht das was er zu dieser Zeit erlebt hat zu verarbeiten, das merkt man der von Leidenschaft und Hass erfüllten Geschichte an, die Verfilmung der Biographie des Władysław Szpilman geht unter die Haut, durch die Blutgefäße, ins Herz. Die Symbiose aus Leid und Genuss, verpackt in eben solche Bilder die faszinierend, und doch erschreckend sind. Und das ist es doch. Die Zeit eines Weltkrieges, bzw. hier des zweiten Weltkrieges, ist eine die man interessant in Büchern und Filmen zu verstehen versucht, die man versucht emotional nachzustellen – doch wird man es nie schaffen, denn was dort passiert ist kann man einfach nicht nachstellen. Man kann es zwar auf perfekte Weise in filmischer Form präsentieren, so wie es eben früher war, authentisch und ausdrucksstark, doch kommen die Gefühle die man während dem schauen empfindet, niemals denen nahe, die die damals lebenden Verfolgten empfanden.

In eiskalten Bildern, unterstrichen von wunderschön melancholischer Pianomusik, geht man Episodenhaft mit Władysław Szpilman sein Leben in der Kriegszeit durch, doch ist es keine Geschichte über einen Juden der in ein KZ gesteckt wird, es ist eine Geschichte über einen Juden der diesem grausamen Weg entkommen konnte um nur noch einen anderen Pfad des Schmerzes entlang zu schreiten. Auf der Flucht im zerbombten und verlassenen Warschau wird er von der Todesangst vor den deutschen und der quälenden Macht des Hungers verfolgt. Ich könnte mir wirklich keinen anderen als Adrien Brody für diese Rolle vorstellen, er war die perfekte Wahl, er hat sich vollkommen auf die Rolle eingelassen und war für die Drehzeiten nicht länger Brody, sondern Szpilman. Doch ist er nicht der einzige mit dem man mitfühlt, als der deutsche Offizier Wilm Hosenfeld unerwartet vor Szpilman steht fragt man sich wer dieses Mann ist. Warum tötet er diesen Juden nicht? Wieso redet er normal und geduldsam mit ihm? Das darf er nicht! Das ist ein deutscher! Sogar ein deutscher Offizier! Wenn das meine Geschichtslehrerin wüsste.
Dieser Mann. Dieser Mann hat meinen größten Respekt. Er hilft Juden, er hilft den "Feinden" des deutschen Vaterlandes, versorgte sie mit Nahrung und das mit der bewussten Gefahr das er erwischt werden könnte. Wilm Hosenfeld ist ein Held dieser Zeit. Zwar wird im Film nur gezeigt dass er Szpilman geholfen hat, doch waren es viel mehr. So wie dargestellt wird das es gute Deutsche gibt, wird auch gezeigt das schlechte Juden gibt. In Form eines jüdischen Ordnungsdienstes werden die Juden auch von eigenen Leuten gefangen und geschlagen.

Zwar erzählen auch andere Filme über diese Zeit die Wahrheit, doch werden dort eben solche Infos meist zurückgehalten. Polanski offenbart diese schmerzvolle Phase mit all seinen Facetten.

"Nicht schießen! Ich bin Pole!"

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SoulReaver: CinemaForever, D3M

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9.0Herausragend

[...] Er lässt uns fast 150 Minuten leiden und zeigt uns eine Welt, die so niemand verdient hat. Polanski setzt auf Nähe. Sowohl zu seiner Hauptfigur, die nie aus den Augen gelassen wird, also auch zum Zuschauer selbst. Wir gehen diesen furchtbaren Gang mit Szpilman zusammen. Wir sind keine Beobachter, wir gehen gemeinsam durch eine unvorstellbare Hölle. Immer mittendrin. Polanski macht aus 'Der Pianist', wie gewohnt, einen Film fernab jeglicher Hollywood-Moral oder Glorifizierung. Er zeigt uns beide Seiten, die der Juden natürlich ausführlicher, aber dennoch realistisch und in ihrem vollen Grauen. Völlig verdient konnte Roman Polanski 2004 den Oscar und die goldene Palme von Cannes für seine mehr als exzellente Regiearbeit entgegennehmen. [...]

Kritik im Original 34 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 20 Antworten

myrieous

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@SoulReaver: Sorry fürs Off-Topic.
Im Übrigen fand ich deinen Kommentar sehr gut und treffend.


SoulReaver

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@myrieous Ach, Danke noch :)


Dietmar Kesten: Filmmag.de

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9.5Herausragend

[...] Polanski bemüht sich vehement, Klischees und Stereotypen zu vermeiden. Seine großartige, beklemmende Inszenierung geht einem nicht aus dem Kopf. Die Bilder vom Leiden der Polen und der Juden, der Holocaust, der Terror der wütenden Faschistenbanden, sind ein Lehrstück, das besondere Beachtung verdient.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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9.5Herausragend

[Der Film] zeugt von jener Direktheit, die so lange vorhält, bis Reflexion einsetzt; ist von jener Nüchternheit, die dominiert, bis sie von Schmerz und Trauer verdrängt wird. Es ist ein Film, wie man ihn sich 1946 hätte vorstellen können, unmittelbar danach, einem Jahr noch der Ungläubigkeit und der Betäubung. ... Man hat, je länger der "Pianist" dauert, desto mehr das Gefühl, nicht einem Stück Unterhaltung beizuwohnen, sondern der Errichtung eines Denkmals.

Kritik im Original 19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

amandi

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ich stimme auch voll und ganz zu!


night

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ebenso



Kommentare (143) — Film: Der Pianist


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MaceWindu1998

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mann ist das ein krasser Film!
Ich war selten bei einem Film so geschockt wie hier!
Der Film hat mich zum Teil echt verstört (Mann im Rollstuhl/Frau, die fragt wo sie hingebracht werden), solche krassen Bilder bei denen man selbst wie gelähmt ist.
Normalerweise halte ich nichts von Adrien Brody, doch in "Der Pianist" hat er mich umgehauen! Unglaubliche Leistung, und den Oscar hat er sich allemal verdient!
Auch Thomas Kretschmann spielt den sympathischen Deutschen hier sehr gut!
Immer wenn ich daran denke, das alles nach einer wahren Begebenheit passierte, muss ich immer wieder über den Film nachdenken, und das zeigt schon, wie sehr sich die Bilder eingebrannt haben!
Ein sehr wichtiger und zutiefst berührender Film!
Ein Meisterwerk!

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(VINCENTVEGA)

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Bewertung10.0Herausragend

Der Pianist lässt uns miterleben, uns spüren welches Grauen Krieg, mit all seinen widerwärtigen Facetten, ist. Roman Polanski verschönert nichts, mit harten und schonungslosen Bildern trifft er einem direkt in die Magengrube.
Noch nie habe ich einen Film gesehen der Krieg, Mord und Zerstörung in einer solchen Intensität, aber trotzdem mit einer melancholischen Schönheit darstellt.
Adrien Brodys Darstellung des Pianisten, ist beeindruckend. Er steigert sich mit jeder Minute, bis zur Klavierszene mit Thomas Kretschmann. Polanski ist hier ein Meisterwerk gelungen, in allen Bereichen.

Sprachlos.
Ja, wirklich sprachlos war ich.

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razzo

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Du sagst es. Dieser Film macht einfach sprachlos. Einer der intensivsten Filme, die ich kenne.


Agentin Erdbeere

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich habe lange über diese Bewertung nachgedacht. Insgesamt finde ich, dass der Film mehr Potenzial gehabt hätte. Die Memoiren Spzilmans sind bestimmt sehr interessant und hätten emotional mitreißend inszeniert sein können: Und genau an diesem Punkt versagt der Film für mich. Er war statisch in Szene gesetzt - es wirkte wie Theater.
Das setzt nicht die wirklich herausragende Schauspielleistung Adrien Brodys herab oder auch die sehr gute von Thomas Kretschmann (obwohl letzterer insgesamt nur ungefähr 10 Minuten zu sehen ist).
Fazit: Die guten Ansätze waren vorhanden, war aber leider nicht durchgehend auf einem hohen Niveau.

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Audreyfan

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

» If you prick us, do we not bleed? It you tickle us, we we not laugh? If you poison us, do we not die? And if you wrong us, shall we not revenge? «

Klaviermusik hallt durch ausgebombte, mit Schutt übersäte, grauen Straßen und plötzlich nach Stunden, Jahren des Grauens flattert wieder die lebendige Hoffnung durch diese grässlich gewordene Welt. Und obwohl man den Gedanken hat, dass jetzt alles gut wird, hat man doch Angst und sitzt angespannt da und schaut den Film. Filme sollten eigentlich fiktiv sein, aber dieser Film ist mehr real als fiktiv und manchmal wünsche ich mir beim Schauen, dass diese Geschichte komplett erfunden wäre. Und dann passiert das, was Hollywood-Oscardarling-Filme jedes Mal verzweifelt bei mir versuchen: Ich leide mit und ich mache mir Gedanken, die von Entsetzen über Was-wäre-wenn? bis hin zur Bewunderung für diesen Lebenswillen, diesem Lebensmut von Wladyslaw Szpilman schwanken. Und das Gezeigte Grauen erschüttert mich, macht mich traurig, natürlich das soll es ja auch, alles andere wäre irgendwie merkwürdig. Aber gleichzeitig erweckt dieser Kontrast von lebendiger Musik zum Chaos und Unheil abseits von ihr auch die Lebensfreude in mir und dann bin ich glücklich, dass ich diese Welt nur aus Filmen kenne und nicht miterleben musste und hoffentlich auch niemals werde. Kurzum: "The Pianist" lässt mich in ein Gefühlsbad stürzen.
Ich glaube, alles was der Film beim Zuschauer erreichen wollte, hat er bei mir erreicht und deshalb ist er für mich auch rundum gelungen. Die wunderschöne Klaviermusik zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Film. Mal läutet sie das Grauen ein, mal unterstreicht sie es, mal erstickt sie es. Und selbst wenn der Film vollkommen fiktiv wäre, er würde mich trotzdem noch umhauen, denn ich habe selten einen Charakter gesehen mit solch einem Lebenswillen. Natürlich hat er irgendwo auch das Glück an seiner Seite, aber er hatte alles verloren und kann am Ende trotzdem noch lächeln und sich zu einem Sonnenuntergang entspannen. Sein Glaube an die Menschheit müsste komplett zerstört sein und trotzdem vertraut er seinem Feind und sein Feind vertraut ihm. Die Klaviermusik rettet ihm immer wieder das Leben, aber sie könnte auch ersetzt werden durch jede andere lebendige Kunst, die uns im Herzen erwärmt. Und auch wenn er sich den größten Teil des Films über alleine und einsam durch die Welt schlägt, bekommt man doch nie das Gefühl er wäre ein egoistischer Einzelgänger, dazu waren die Szenen des Abschieds anfangs zu schmerzhaft und er hatte zu viele Gewissensbisse nach seiner Flucht und in seinen Verstecken. Und auch wenn der Zuschauer anhand der eingeblendeten Daten weiß, wann es zu Ende sein wird, Wladyslaw selber weiß es nie. Er irrt im nie enden Grauen dieser Welt herum und verliert doch nie seinen Mut, seine Hoffnung, selbst als er krank im Bett liegt, hat man nicht den Eindruck, als ob er je aufgeben würde. "The Pianist" kommt zudem abgesehen von den eingeblendeten Daten und den Zusatzinformationen am Ende vollkommen ohne belehrende Off-Stimmen und konstruierten Erklärdialogen aus, was ich sehr schätze, auch wenn es nicht gerade die fairste Methode ist, Filme zu vergleichen.
"The Pianst" ist ein großer Film, der richtig dosiert, nicht klischeehaft zeichnet und mich so bis ins Tiefste meines Herzens auf verschiedenen Gefühlsebenen sehr stark berührt und deshalb wohl hoffentlich nicht so schnell vergessen wird.

http://planetofpictures.blogspot.de/2014/03/the-pianist-d-fr-gb-p-2002-roman.html

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jacker

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Sehr schön kommentiert. Vielleicht der Anti-Kriegsfilm, der bei mir am allertiefsten in die Seele vorgestoßen ist. Ganz, ganz großes Kino!


Moviegod

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Bewertung9.5Herausragend

Eine solche Wirkung wie "Der Pianist" auf mich hatte, konnte bisher nur "Schindlers Liste" entfalten. Ein kleines Meisterwerk.

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Kevkev151012

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Bewertung4.5Uninteressant

Furchtbar langweiliger Film, der eigentlich nur aus Szenen besteht die man schon 100-mal gesehen hat und Szenen die den Film noch weiter verlängern.

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JonnyvsSherlock

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Bewertung9.0Herausragend

Unfassbar berührendes und gnadenloses Drama, mit grandiosem Schauspiel!

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filmfuzzy

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Roman Polanski hat lange nach einem neuen Filmstoff gesucht. Mit der Lebensgeschichte des polnischen Pianisten Wladyslaw Szpilman und seinem Überleben im Warschauer Ghetto, hat er ihn gefunden und wurde dafür zu Recht mit der Goldenen Palme von Cannes 2002 ausgezeichnet. In eindrucksvollen und sehr ruhigen Bildern beschreibt Polanski das Leben des Chopininterpreten und seiner Familie von Beginn des Warschauer Ghettos. Wie es ihm und den Seinen gelingt trotz massiver Demütigung immer wieder Mut zu schöpfen und die Hoffnung aufrechtzuerhalten das dieser Wahnsinn bald ein Ende hat. Seine Eltern und Geschwistern werden nach Treblinka ins Konzertrationslager gebracht und sterben dort. Ihm jedoch gelingt es mit Hilfe des polnischen Widerstandes sich vor den Nazischergen zu verstecken. Zum Schluss wird er in einem verfallenen Haus doch noch von einem Offizier der deutschen Wehrmacht entdeckt. Doch dieser zeigt sehr viel Menschlichkeit und verrät ihn nicht, sondern versorgt ihn noch mit Lebensmittel.
Fast dokumentarisch erzählt Polanski die Geschichte seines Landsmannes. Und nach Steven Spielbergs „Schindler Liste“ einer der überzeugendsten Filme zum Thema Holocaust.

Mit Adrien Brody, Thomas Kretschmann, Frank Finlay und Emilia Fox.

148 Minuten abseits der Meanstreamware und unbedingt ansehen.

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timmoe

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Authentisch und schonungslos erzählt, und Brody ist hervorragend.

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CrazyWizard

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Bewertung9.5Herausragend

Ein ganz großer Film, der größtenteils authentisch darstellt, unter was für unwürdigen Bedingungen Menschen im dritten Reich leben mussten. Ja, natürlich sind die Bilder verstörend, was Menschen anderen Menschen antun können - aber gerade deswegen ist der Film so sehenswert und eigentlich ein Muss für jede Schulklasse, nur um einmal visuell wahrzunehmen, wie es vor nicht einmal 100 Jahren in unserem Land zugegangen ist.
Erschreckende Bilder, grandios inszeniert!

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BergerKing

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein Film der ein sehr ungutes Gefühl in der Magengrube hinterlässt.

Polanski teilt die Welt hier nicht in Gut und Böse-es ist einfach so, willkürliches Demütigen und Erschießen sind einfach so, die Bestie Mensch ist einfach so-und deshalb kauft man den Film auch (fast) jede Szene ab und ist umso mehr trauig und verstört über das Gesehene.

Einer der ganz großen Filme der letzten zehn Jahre. Ohne Frage.

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Centipede

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Schöner Kommentar nur frage ich mich warum dann 7.5 bei deiner Aussage " Einer der ganz großen Filme der letzten 10 Jahre. Ohne Frage"? ^^


BergerKing

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Das Einstellen des Bewertungsbalken hat mich wohl überfordert^^


Onefourty

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Bewertung9.0Herausragend

Überragende Darstellung der geschichtlichen Geschehnisse in Warschau um das Leben des Spielmanns. Unglaublich gut inszeniert. Ein sich selbst übertreffender Brody in der Rolle seines Lebens! Brody verkörpert sehr realistisch einen um sein Überleben kämpfenden Spielmann, der Warschau nicht verlassen will und dabei alles verliert und seine Freiheit sowie seine Passion, die Musik, zurückgewinnt.
Der Film steigert sich kontinuierlich in seiner tragik und dramaturgie. Am beeindruckendsten ist die Szene in der er von Hunger getrieben, zu Tode erschöpft, krank und verletzt, mit einer Dose Gurken im Arm zum Klavierspielen gezwungen wird. Spätestens hier war für mich klar, dass diese Polanski Inszenierung zu den Filmen gehört die jeder gesehen haben muss!

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marvel_master

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Bewertung7.5Sehenswert

Das ist auf jeden Fall ein Film der realistisch aufzeigt, wozu der Mensch in der Lage ist. Jedenfalls kein seichtes Popcorn Kino inkl Gehirn abschalten. Will man entspannen dann ist man hier definitiv falsch. Ist halt ein Film auf Realismus und Authentizität.
Alles ist so klar und detailiert dargestellt, dass man echt nur hoffen kann, dass sich so etwas nicht wiederholt. Ok, ich weiss, ist utopisch. Irgendwann wird auch in Europa wieder ein Schlachthaus sein. Der Mensch ist einfach eine Killerrasse. In Ländern wie Afrika/Nordkorea/etc. werden ja auch im Jahre 2013 noch Leute geschlachtet und zu Schweinefutter verarbeitet. Die Nationalsozialisten waren allerdings sehr viel gründlicher und präziser als es unterentwickelte Länder wie Afrika oder Nordkorea je könnten. Die haben einfach nicht die Gründlichkeit von Nationen wie Deutschland oder anderen westlichen Ländern. Vom Material mal ganz abgesehen.

Wenn man also kein Problem mit echten Gräultaten hat, dann kann man sich den Film gut anschauen. Ist halt mal was anderes als das was immer aus Hollywood kommt (Ausser Schindlers Liste). Einfacher Stoff ist es jedenfalls nicht.

VG
Marvel

PS: Falls sich einige Fragen sollten, wie Menschen überhaupt zu solchen Taten in der Lage sind. Das ist ganz einfach. Durch Erziehung. Man kann jeden Menschen zu einem Schlächter und Killer umerziehen. Auch die freundliche Hausfrau von nebenan. Die Staatspropaganda von 1933 bis 1945 war halt sehr effektiv. Sollte 2020 eine Einheitspartei in Schweden so wie die Nationalsozialisten existieren, dann kann man auch die Schweden alle umerziehen und die werden das selbe machen wie die Deutschen bis 1945. Das liegt in der Natur des Menschen.

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Nebelung

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Meisterhaft gespieltes Drama und moderner Klassiker, der leider aufgrund kleinerer klischeehafter Szenen nicht perfekt ist. Sehr gute musikalische Begleitung. Intensive Erfahrung.

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hrxuuuu

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Pianist ist ein gut gemachter Biographiestreifen über den 2. Weltkrieg, der einen fast schon zu todesangst rührt.

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Kurono

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sobibor, Treblinka, Majdanek, Bezeichnungen von drei Vernichtungslagern.
Das sind jedoch nur Namen, sie vermitteln keinen Eindruck über die Gräuel. Selbst das Wort „Vernichtungslager“ vermag das nicht, auch wenn es noch so hässlich klingt. Ja selbst die Zahl 900.000 gibt das ungeheure Unrecht nicht wieder. 900.000, die geschätzte Anzahl der Opfer von Treblinka, viele davon aus dem Warschauer Ghetto. 900.000 Tote, das sagt sich so dahin. Die Grausamkeit wird aber nur durch Einzelschicksale wirklich greifbar und ansatzweise nachvollziehbar.
Wie das Schicksal von Wladyslaw Szpilman. Aus seiner Perspektive wird der Holocaust grausame Realität und man erkennt die Unmenschlichkeit.

„Der Tod eines einzelnen Mannes ist eine Tragödie, aber der Tod von Millionen nur eine Statistik“ – Josef Stalin, verantwortlich für den Tod von Millionen

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CHF

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Bewertung10.0Herausragend

Roman Polanski bittet zu Tisch und vertraut auf die Standfestigkeit seiner Zuschauer.

Ein Kriegsdrama, das die Grenzen der Zumutbarkeit überschreitet und mit seiner ungeschönten Darstellung von realer Gewalt und Missachtung der menschlichen Würde selbst abgestumpften Naturen noch ein Kopfschüttlen abringt.

Warum zwei SS-Offiziere einen alten Mann samt Rollstuhl wie Müll aus dem 3.Stock in den Tod werfen, kann ich leider nicht beantworten.
Um ehrlich zu sein, habe ich mir bei dem reichhaltigen Angebot von Grausamkeiten auch nicht mehr die Frage nach dem Grund gestellt.

Was mich aber bis jetzt noch nicht loslässt, ist der Gedanke, wie man Menschen zu einer solchen Gleichgültigkeit erziehen kann, dass diese unvorstellbare Greueltaten mit einer Selbstverständlichkeit ausführen, als ob sie noch nie was anderes gemacht hätten.

Schmerz, Wut, Scham, Trauer - Roman Polanski dreht den Gefühls-Regler immer weiter auf und lässt den Zuschauer gewollt abstumpfen.

Er liefert keine Antworten, er will nichts erklären, er will nur visualisieren, was die meisten aus Geschichtsbüchern erlernt und vielleicht nur im Form von Zahlen zur Kenntnis genommen haben.

Hier bekommen die Zahlen ein Gesicht, ein Schicksal, einen grauenhaften Tod in unwürdigen und unmenschlichen Verhältnissen zugeordnet.

1940 errichten die Nazis auf 2,4% der Warschauer Stadtfläche ein zugemauertes Lager, in dem 500.000 Menschen zusammengepfercht wurden. Wer in diesem Sammelbecken nicht verhungert, oder an Seuchen zu Grunde gegangen ist, der fand sein Schicksal via Treblinka in der Endlösung.

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uncut123

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Bewertung10.0Herausragend

der beste polanski und einer der besten die dieses thema behandeln

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Lori007101

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein guter und nachdenklicher Film, über die damalige, schlimme Zeit. Die Oscars für Polanski und Brody sind verdient! Gute Musik und Kameraführung! Erinnert aber auch an Schindlers Liste.

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Rubi27

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Bewertung10.0Herausragend

Der Film ist sowas von traurig und schlimm... Mir sind gleich 3 Mal die Tränen gekullert... Sehr guter Film!

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