Triumph des Willens ist ein Historienfilm aus dem Jahr 1935 von Leni Riefenstahl mit Max Amann, Martin Bormann und Walter Buch.

Im Propagandafilm Triumph des Willens inszeniert Leni Riefenstahl den Parteitag der NSDAP in Nürnberg als ästhetisches Spektakel der Massen.

Kompletter Inhalt & Hintergrundinfos zu Triumph des Willens

Die Wolken lichten sich und der Schatten eines Flugzeuges zeichnet sich auf dem sonnenbeschiedenen Boden ab. Zu den Klängen der Meistersinger von Nürnberg von Richard Wagner landet Hitler auf dem Flughafen von Nürnberg, wo ihn eine jubelnde Menge empfängt. Sein Autokorso bahnt sich einen Weg durch die begeisternd winkende Bevölkerung. Der Auftakt von Triumph des Willens mutet spektakulär an, ganz besonders im Kontext seiner Zeit.

Und die Spektakularitäten reißen nicht ab. Was der Theoretiker Siegfried Kracauer anschaulich als Ornament der Masse bezeichnete, lässt sich wohl in keinem anderen Film so treffend ablesen wie in dem Propagandawerk von Leni Riefenstahl. Unaufhörlich inszeniert die Regisseurin fackelbeschienene Paraden der SA, stramme Kundgebungen der Hitlerjugend und eine vor Euphorie förmlich flammende Menschenmenge in der Luitpoldhalle während Hitlers Abschlussrede. Der stählernde Körper der Masse schluckt das Individuum.

Hintergrund & Infos zu Triumph des Willens
Triumph des Willens von Leni Riefenstahl steht auf der Liste der Vorbehaltsfilme, die in Deutschland nur in wissenschaftlichem Kontext und mit Einführung und aufklärerischem Kommentar kundiger Experten gezeigt werden dürfen.

Es war Adolf Hitler persönlich, der die Schauspielerin und Regisseurin von Bergfilmen wie Das blaue Licht damit beauftragte, mit der Kamera die Feierlichkeiten um den Reichsparteitag der NSDAP im Jahre 1934 zu begleiten. Er hielt der künstlerisch durchaus sehr ambitionierten Riefenstahl das Propagandaministerium vom Hals und tauchte letztlich sogar als inoffiziell leitender Produzent im Abspann von Triumph des Willens auf. Dass aus diesem Projekt keine rein dem nüchternen Dokumentarismus verpflichtete Arbeit entstehen konnte, war wohl keine Überraschung.

Was für die meisten Historiker, Kritiker und Filmwissenschaftler bis heute als eines der bekanntesten Beispiele für Propagandafilme gilt, verteidigte Leni Riefenstahl bis zu ihrem Tod als ästhetischen Dokumentarfilm. „Triumph des Willens ist ein Dokumentarfilm von einem Parteitag, mehr nicht. Das hat nichts zu tun mit Politik. […] Ich habe versucht, die Atmosphäre, die da war, durch Bilder auszudrücken und nicht durch einen gesprochenen Kommentar. […] Die Bilder mussten das sagen können, was man sonst spricht. Aber deswegen ist es doch keine Propaganda.“

Dagegen hielt zum Beispiel die US-amerikanische Essayistin Susan Sontag, die jegliche Annahmen dieser Art als naiv verurteilte: „In Wirklichkeit hat die Riefenstahl, wie sie in dem schmalen Buch über die Entstehung von ‚Triumph des Willens‘ berichtet, bereits bei der Planung des Parteitags mitgewirkt – der von Anfang an als Kulisse für ein Filmspektakel angelegt war […]“, stellte sie in ihrem Text Faszinierender Faschismus 1974 fest.

Es ließen sich tatsächlich viele Filmemacher von Triumph des Willens beeinflussen, die man auf den ersten Blick nicht mit Hitlers Lieblingsregisseurin in Verbindung bringen würde. Massenszenen in den Filmen von Peter Jackson, George Lucas oder Ridley Scott weisen durchaus von Triumph des Willens geprägte Momente auf. Charlie Chaplin zog 1940 auf amüsante Art und Weise die Paraden in Der große Diktator durch den Kakao, und vergleichbare Einstellungen aus Uhrwerk Orange, Starship Troopers oder Gladiator haben sich im filmhistorischen Gedächtnis verewigt. Nicht einmal der Animationsfilm Der König der Löwen von Disney ist frei von entsprechenden Referenzen.

Einige Inspiration für Triumph des Willens hatte sich die Regisseurin von sowjetischen Revolutionsfilmen à la Panzerkreuzer Potemkin von Sergei M. Eisenstein geholt, der innovative Einsatz des Teleobjektivs für monumentale Luftaufnahmen, ihre raffinierte Montage und der wirkungsvolle Einsatz von Musik sprechen trotz allem für ein filmisches Zeitdokument mit historischem Wert. (Katrin Doerksen)

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