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Die Zukunft des Superheldenkinos: Teil 1 - DC

17.10.2020 - 11:00 UhrVor 3 Monaten aktualisiert
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Die Zukunft des Superheldenkinos: Teil 1 - DC
© Warner Bros.
Die Zukunft des Superheldenkinos: Teil 1 - DC
Superheldenfilme haben die letzten 10 Jahre dominiert wie kein anderes Genre. Andere Filmreihen hatten es da schwer. Doch wie sieht die Zukunft unserer Lieblingshelden aus? Wird es so erfolgreich weiter gehen wie bisher? Oder steht in naher Zukunft vielleicht eine Wachablösung an? Das ziemlich leergefegte Filmjahr 2020 eignet sich perfekt dazu um mal eine Pause einzulegen und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Los geht's!

Damit es nicht zu viel auf einmal wird, werde ich den Artikel zweiteilen, sprich, es geht los mit Projekten von DC und in einem zweiten Teil werde ich mich um Marvel kümmern.


DC/Warner

Trotz des Comic Booms der letzten 10 Jahre lief es für die DC nicht richtig rund. Nach dem Ende der gefeierten Batman Trilogie von Christopher Nolan versuchte man vieles, aber nur wenig funktionierte. Dabei hatte man mit Man of Steel im Jahr 2013 eigentlich ganz gut begonnen. Supermans erster Film nach dem wenig überzeugenden Superman Returns (2006) war eigentlich gar nicht so schlecht. Man of Steel mit Henry Cavill als Superman sollte der Beginn einer neuen Filmreihe und eines neuen Universe werden, doch am Ende verzettelte man sich. Ich denke oft, dass es für DC um einiges besser hätte laufen können, wenn man damals erstmal in Ruhe Man of Steel 2 gemacht hätte, anstatt die Fortsetzung überhastet zu Batman v Superman: Dawn of Justice umzufunktionieren. Auch andere Projekte mit viel Potenzial blieben meist hinter den Erwartungen zurück. Sei es Suicide Squad oder Justice League, am Ende waren Fans und Kritiker gleichermaßen enttäuscht. DC/Warner wollte zu schnell zu viel und versuchte in kürzester Zeit zu Marvels MCU aufzuschließen, was so aber nicht funktionierte. Das DC Extended Universe, welches ursprünglich mit Man of Steel begann, gibt es so mittlerweile nicht mehr oder es ist zumindest in der Schwebe.

Aber es gab auch Lichtblicke für DC in den letzten Jahren. Mit Wonder Woman (2017) und Aquaman (2018) gelangen DC gute Filme, die zeigten, wie viel eigentlich möglich ist. Und dann wäre da natürlich noch Joker (2019), der Kritiker und Publikum gleichermaßen überzeugen konnte und ganz nebenbei noch ein Milliardenhit wurde. Auch im Fernsehbereich, sei es mit Arrow, The Flash oder Supergirl, war DC erfolgreich. Interessanterweise gelang DC im Serienbereich das, was man im Kino eher erfolglos versuchte: den Aufbau eines Universe, des sogenannten Arrowverse. Bei Warner Bros. Television scheint man ein besseres Händchen für Organistion zu haben.

Aber zurück zur Zukunft. Was plant DC in den nächsten Jahren? Hat man aus früheren Fehlern gelernt? Interessante Projekte gibt es allemal.


The Batman

Da wäre als erstes The Batman mit Robert Pattinson als Dunkler Ritter. Kaum ein DC Film dürfte so sehr unter Beobachtung stehen wie The Batman, der aller Voraussicht nach 2022 in die Kinos kommen soll. Der erst kürzlich erschiene Trailer macht definitiv Lust auf mehr. Stimmige Bilder, eine düstere Atmosphäre, dazu "Something In The Way" von Nirvana - dieser Trailer hat etwas. Einerseits passen die Bilder zum düsteren Gotham, andererseits sieht vieles nicht nach einem typischen Superheldenfilm aus. Auch gut, man kopiert nicht einfach frühere Batman Filme sondern versucht etwas Neues. Meine einzige Sorge bleiben die vielen Bösewichte, die mittlerweile für den Film bestätigt wurden. Mit dem Riddler, Carmine Falcone und dem Pinguin wird es schon ziemlich voll. Catwoman soll auch noch mit von der Partie sein. Ich hoffe, dass man sich hier nicht zu viel vorgenommen hat. Immerhin hat man einen ziemlich guten Cast zusammengestellt, unter ihnen auch Paul Dano als Riddler und Colin Farrell als Pinguin. Es wäre schade, wenn sie nicht genug Screentime bekämen.

Fazit: The Batman muss sitzen. Gelingt dieser Film, hätte DC die Möglichkeit eine Filmreihe zu starten, auch eine TV Serie mit HBO Max ist bereits geplant. Batman ist neben Superman DCs Aushängeschild Nr.1. Einen Flop kann man sich da eigentlich nicht erlauben, schon gar nicht, wenn es der Startschuss für eine neue Filmreihe sein soll. Aber bisher bin ich optimistisch. Was ich bisher von The Batman gesehen habe, sah auf jeden Fall vielversprechend aus.

Erinnert ihr euch noch an Suicide Squad aus dem Jahr 2016? Was eigentlich ganz vielversprechend klingt (ein Team aus Bösewichten findet sich zusammen um mal außnahmsweise die Welt zu retten), wurde am Ende zu einem enttäuschenden Film, der weder die Fans noch das Studio zufriedenstellte. Offenbar hatte Regisseur David Ayer ursprünglich einen viel düsteren Film geplant, wurde vom Studio aber dazu gedrängt, mehr Comedy einzubauen.

Kann es das Reboot The Suicide Squad, der für nächstes Jahr angekündigt ist, besser machen? Schwer zu sagen. Der kürzlich erschienene kurze Trailer stellte lediglich den Cast vor, richtiges Bildmaterial gibt es noch nicht. Immerhin ist Margot Robbie wieder als Harley Quinn dabei (vielleicht das Highlight des ersten Sucide Squad Films) und auch der restliche Cast sieht ganz vielversprechend aus. Regisseur James Gunn kennt man vor allem von den Guardians of the Galaxy Filmen, die zwar nicht gerade für eine besonders düstere Atmosphäre bekannt sind, aber doch ihren eigenen Stil haben. Musikalisch gesehen sollte The Suicide Squad auf jeden Fall ein Erfolg werden - James Gunn hat bei den Guardians Filmen bisher immer ein gutes Händchen gehabt, wenn es um die passende Musikauswahl ging.

Die Frage ist, wie weit er sich bei The Suicide Squad wird austoben dürfen. Wird man ihn machen lassen oder wird Warner sich einmischen? Ich sehe ein wenig die Gefahr, dass The Suicide Squad eine Art Guardians Film im DC Universum werden könnte. Ich traue James Gunn zwar zu, dass er aus der Vorlage einen guten Film machen kann, aber die Gefahr einen DC Film im Guardians of the Galaxy Kostüm zu bekommen, besteht durchaus. Auch ist ein Reboot nach so kurzer Zeit (Suicide Squad kam schließlich erst 2016 in die Kinos) riskant, da die Gefahr der Wiederholung besteht. Auch wenn man viele neue Schauspieler engagiert hat, die Geschichte bleibt erstmal die gleiche. Ein paar Jahre Abstand wären hier vielleicht die bessere Option gewesen.

Wie bei The Batman, ist auch schon von The Suicide Squad eine Serie bei HBO Max in Planung. James Gunn soll als Drehbuchautor und Produzent beteiligt sein, offenbar scheint Warner von seiner Arbeit bisher überzeugt zu sein. Die Idee, Film und TV miteinander zu verknüpfen ist nicht schlecht, aber Warner geht hier ein hohes Risiko ein, da der neue Suicide Squad Film noch gar nicht veröffentlicht wurde. Floppt der Film (und wie man seit Birds of Prey weiß, ist die Beteiligung von Margot Robbie als Harley Quinn kein Erfolgsgarant), wird es auch die Serie ganz schwer haben.

Grundsätzlich hat The Suicide Squad natürlich Potenzial. Die Frage ist, inwieweit es dem Film gelingen wird seinen eigenen Stil zu finden. Eine Guardians of the Galaxy Kopie oder zu viel Wiederholung werden wohl kaum Erfolg haben. Nach einem neuen Trailer mit mehr Bildmaterial wissen wir hoffentlich mehr.

Ach, Justice League. Kaum ein Film steht so sinnbildlich für Alles, was in den letzten Jahren bei DC schief gelaufen ist. Nach Marvels Erfolg mit den Avengers wollte man bei Warner/DC so schnell wie möglich nachziehen, doch genau hier lag das Problem. Auf Batman v Superman: Dawn of Justice, folgte bereits ein Jahr später Justice League. Aber solche Ensemble Filme kann man nicht einfach mal so aus dem Boden stampfen. Justice League wirkte gehetzt und unvollendet. Zu den Charakteren hatte man keinen wirklichen Bezug, da außer Superman keiner von ihnen zuvor einen eigenen Solofilm bekommen hatte.

Dazu kam eine chaotische Produktionsgeschichte. Das Drehbuch wurde mehrfach umgeschrieben, Joss Whedon wurde an Bord geholt, Zack Snyder trat aus familiären Gründen als Regisseur zurück, worauf Whedon übernahm. Das Ergebnis war ein chaotisches CGI Gewitter, das bei Fans und Kritikern nicht gut ankam.

Kann es der neue Justice League Cut von Zack Snyder besser machen? Ich bin mir sicher, Zack Synder Fans werden auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen. Zack Snyder scheint bisher freie Hand zu haben, ansonsten würde Warner wohl kaum noch einmal Nachdrehs in diesem Oktober genehmigen. Auch die Laufzeit (insgesamt soll der Film vier Stunden dauern), hat Seltensheitswert und würde normalerweise wohl kaum von einem Studio bewilligt werden. Aber Warner muss seinen neuen Streamingdienst HBO Max mit interessanten Inhalten füllen, um Abonennten zu locken und der vielfach geforderte Justice League Cut scheint wie gemacht dafür.


Zack Snyder's Justice League

HBO Max als Plattform ermöglicht es zudem, den Film als vierteilige Miniserie zu veröffentlichen, eine Folge mit jeweils einer Stunde Laufzeit. Wem vier Stunden am Stück zu lang sind, wird dieses Format besser gefallen. Durch die lange Laufzeit kann der Justice League Cut auch hoffentlich all den Figuren mehr Screentime geben, vor allem denen, die neu dazugekommen sind. Der Kinofilm von 2017 hatte für einen Ensemble Film eine recht kurze Laufzeit von 120 Minuten und wirkte dementsprechend oft gehetzt. Das kann der Snyder Cut hoffentlich besser machen. Ein weiterer Vorteil des neuen Justice League Cut ist, dass Zack Snyder diesmal allein für das Projekt verantwortlich ist. Zu viele Köche verderben bekanntlich den Brei, und während Warner 2017 Joss Whedon ins Boot holte, der erst mit und dann ohne Zack Synder Justice League fertig drehte, ist diesmal nur ein Koch, nämlich Snyder am Werk.

Es wird interessant sein, zu sehen, wie sehr sich der neue Justice League Cut vom ursprünglichen Film von 2017 unterscheiden wird. Besser wird der neue Justice League Cut ganz bestimmt. Schlechter als der Film, der 2017 im Kino gelaufen ist, kann es schließlich nicht werden. Die Frage ist allerdings, inwieweit der neue Justice League Film auch bei Nicht-Snyder Fans landen kann. Wer mal einen Film von Zack Snyder gesehen hat weiß, dass dieser einen sehr eigenen, visuell geprägten Stil hat, der nicht jedermanns Geschmack ist. Der neue Justice League Cut sollte auf jeden Fall mehr als ein reines CGI Gewitter werden.

Wenn der neue Justice League Cut bei HBO Max erscheint, wird in gewissem Maße natürlich auch wieder das zwischenzeitlich beendete DCEU wiederauferstehen. Bei Warner kann man sich offenbar noch nicht so recht entscheiden, ob man es gänzlich aufgeben soll oder nicht.

Das bringt mich direkt zum nächsten DC Film, dem für 2022 geplanten The Flash. Auch dieser Film wurde schon unzählige Male verschoben. Zudem kamen und gingen verschiedene Regisseure und Drehbuchautoren, das Skript wurde mehrfach umgeschrieben, bis man am Ende bei Andy Muschietti als Regisseur hängen blieb. Ich hoffe, dass es dabei bleibt und Muschietti sich bei dem Projekt so richtig austoben kann. Mit Es konnte Muschietti mich definitiv überzeugen.

Obwohl das DCEU eigentlich beendet ist, hält Warner an dem Projekt fest. Das ist einerseits gut, da mir Ezra Miller als Flash eigentlich ganz gut gefallen hat, andererseits fährt Warner so weiterhin eine Art Doppelstrategie was zukünftige Filme betrifft. Dieses Problem verstärkt sich, wenn die gleiche Figur von verschiedenen Schauspielern gleichzeitig verkörpert wird, weil man sich bei Warner offenbar noch nicht entscheiden kann, wo man hin will. Ihr wisst bestimmt schon, wen ich meine, nämlich Ben Afflecks geplanter Auftritt als Batman in The Flash. Viele waren doch ziemlich überrascht, da Afflecks ursprünglich geplanter Solofilm als Batman gestrichen wurde. Stattdessen entschied man sich bei Warner, Matt Reeves' Batman Film neu auszurichten und ihn nicht im DCEU spielen zu lassen. Robert Pattinson wurde als neuer Batman gecastet und Afflecks Karriere als Fledermaus schien beendet, bis die Nachricht zu seiner Beteiligung an The Flash bekannt wurde.

Inhaltlich macht es natürlich Sinn, Afflecks Batman in The Flash zu beteiligen, da er Barry Allen in Justice League rekrutiert hat. Das DCEU wird so praktisch doch wiederbelebt, obwohl Warner/DC ein richtiger Neustart meiner Meinung nach besser täte. Mit dem neuen Batman Film versucht man das offenbar ja auch, aber wenn man gleichzeitig Affleck als Batman zurückholt, rudert man gleichzeitig auch wieder zurück. Zwei Batman Darsteller gleichzeitig zu haben finde ich eher kontraproduktiv, da ständige Vergleiche die Folge sein werden. Warner sollte sich für Pattinson oder Affleck entscheiden.

Davon abgesehen ist geplant, im The Flash Film Elemente der Flashpoint Comics einzubauen. Das ist erstmal eine gute Idee und könnte ziemlich interessant werden. Wer Flashpoint kennt weiß, dass Zeitreisen und alternative Realitäten eine große Rolle spielen. Die Flashpoint Comic Reihe endet damit, dass die letzten zehn Jahre nie passiert sind und somit praktisch ein neues DC Universe entstanden ist. Warner/DC könnte mit The Flash also auf elegante Art und Weise die letzten 10 Jahre praktisch für ungültig erklären und ein neues Filmuniversum starten. Vorausgesetzt natürlich, man setzt die Flashpoint Comics komplett um.

Die Idee ist eigentlich ganz cool und das Ganze hat definitiv Potenzial. Ich finde jedoch, dass eine komplexe Geschichte wie Flashpoint, bei der viele Superhelden eine Rolle spielen, eigentlich zu einem späteren Zeitpunkt kommen sollte. In Flashs ersten Solofilm damit zu beginnen, halte ich für verfrüht. Auch bin ich etwas besorgt, dass Warner/DC sich hier mit unterschiedlichen Universen und mehreren Batman Darstellern verzetteln könnte. Bisher war Warner/DC ja nicht für eine besonders gute Organisation bekannt.

Mit Wonder Woman feierte DC 2017 einen überraschenden Erfolg, daher gibt es natürlich eine Fortsetzung. Auch mir hat Wonder Woman gut gefallen, was ich nach Batman v Superman: Dawn of Justice und Suicide Squad nicht gedacht hätte. Die Fortsetzung von Wonder Woman, Wonder Woman 1984, sollte ursprünglich bereits 2019 in die Kinos kommen. Nach mehrfachen Verschiebungen, die letzten beiden aufgrund der Corona Pandemie, liegt der Starttermin mittlerweile im Dezember 2020.


Wonder Woman

Unabhängig davon, ob der Film nochmal verschoben wird oder nicht, ist das Wonder Woman Sequel ein wichtiger Baustein für Warner/DC. Wird die Fortsetzung so erfolgreich wie Teil 1, könnten weitere Filme mit Diana Prince folgen. Dank des Erfolgs des ersten Films hat Wonder Woman bereits eine Fangemeinde, sollte man beim Sequel also nicht alles falsch machen, ist Wonder Woman 1984 eigentlich ein sicherer Hit. Patty Jenkins soll erneut Regie führen, Hans Zimmer steuert den Soundtrack bei und beim Setting hat man sich diesmal für die in letzter Zeit so angesagten 80er entschieden.

Den Film in die 80er zu verlegen ist einerseits reizvoll, andererseits ist genau dieses Jahrzehnt zuletzt sehr oft in Filmen und Serien wiederbelebt worden. Stranger Things, Es und noch einige andere haben die 80er bereits erfolgreich wiederaufleben lassen. So gerne ich in 80er Nostalgie versinke, die Frage ist, ob man sich das Ganze vielleicht nicht schon wieder etwas übergesehen hat. Wenn es dem Film aber gelingt, die 80er authentisch in Szene zu setzen anstatt nur die typischen Klischees abzufrühstücken, könnte dieses Setting dem Film das besondere Etwas geben. Hans Zimmer als Komponist zu engagieren ist eigentlich nie verkehrt, ich muss aber zugeben, dass er mich in den letzten Jahren nicht immer überzeugen konnte. Seine letzten beiden Ausflüge ins Superheldengenre (X-Men: Dark Phoenix und Batman v Superman: Dawn of Justice) haben bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ich hoffe, dass Hans Zimmer für Wonder Woman 1984 mal wieder einen starken Soundtrack ala The Dark Knight oder Inception abliefern kann.

Da auch Aquamans Solofilm ziemlich erfolgreich war, bekommt auch dieser Film eine Fortsetzung. Erneut soll James Wan Regie führen, den die meisten von uns wahrscheinlich als Regisseur von Saw kennen. Angeblich plant er, Aquaman 2 etwas düsterer und ernster zu gestalten und mehr Horror Elemente einzubauen. Das würde ich sehr begrüßen. Wie schon bei Wonder Woman macht es für Warner/DC natürlich Sinn, ein Aquaman Sequel zu machen.

Allerdings wird auch hier somit das eigentlich beendete DCEU fortgeführt. Das ist an sich nichts Schlechtes, allerdings sollte sich DC irgendwann für eine Richtung entscheiden. Ich denke nicht, dass man auf Dauer die Doppelstrategie "unabhängige Filme auf der einen und Universe Filme auf der anderen Seite" fahren kann. Bisher scheint man bei DC noch unsicher zu sein, wie man sich in Zukunft aufstellen soll, weshalb man alles was erfolgreich war erst mal fortführt (Wonder Woman, Aquaman usw.) und weniger erfolgreiche Projekte komplett auf Eis legt (neue Superman Filme) oder rebootet (The Batman). Langfristig wird diese Strategie aber nicht funktionieren. Ich befürchte erneut das bei DC so bekannte Chaos.

Angenommen The Batman mit Robert Pattinson wird ein Erfolg, wäre es dann nicht cool, wenn er in späteren Filmen auf andere Superhelden treffen könnte? Solange sich diese Figuren aber im "alten" DCEU befinden, das in einer völlig anderen Zeit spielt, wird das kaum möglich sein. Ich persönlich fände ein düsteres Filmuniversum im Stil vom The Batman Trailer schon ziemlich interessant. Es müsste ja nicht so eng zusammenhängen wie am Ende das MCU von Marvel. Aber ein DC Universe, das seinen eigenen Stil hat, wäre ganz sicher keine schlechte Idee. Auch wird Batman irgendwann auf den Joker treffen müssen. Denn wie schon Heath Ledgers Joker sagte, macht Batman ihn erst vollkommen. Aber momentan wäre das schwierig. Joaquin Phoenix hat bereits abgelehnt in anderen DC Filmen aufzutreten. Jared Leto, der den Joker im Suicide Squad Film von 2016 spielte, ist auch keine Option, da Suicide Squad ein Reboot erhält und Letos Joker dem alten DCEU angehört, das eigentlich beendet ist. Also bräuchte man wieder einen neuen Joker. Wer sollte ihn spielen? Und gegen welchen Batman sollte er antreten? Ben Affleck oder Robert Pattinson?

Ich denke, das Problem ist deutlich geworden. Warner/DC sollte sich für eine Strategie entscheiden und dann auch mal daran festhalten. Zu viele angefangene Projekte, die dann wieder verworfen werden - das gibt einfach zu viel Chaos.

Aber ich sehe eine Menge Potenzial bei DC. Trailer wie der für The Batman machen Hoffnung, das man aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat. Mit etwas mehr Organisation und mehr Mut, könnte Warner/DC zu den Gewinnern der nächsten Jahre zählen.

Puh, das war erstmal Teil 1. Ist doch länger geworden, als ich gedacht hatte. Nächste Woche (oder übernächste, je nachdem wie viel Zeit ich habe ;) geht's weiter mit Marvels Plänen für die Zukunft und der Frage, wen von beiden ich in den nächsten Jahren vorne sehe.


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