Trotz Abbruch: Grey's Anatomys Staffel 16-Finale ist eine erstaunlich runde Sache

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Grey's Anatomy - Staffel 16 beendet
17.04.2020 - 16:15 UhrVor 3 Monaten aktualisiert
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Grey's Anatomys 16. Staffel ist auf ProSieben noch nicht gestartet, aber in den USA bereits zu Ende gegangen. Trotz Drehstopp läuft in Episode 21 alles schlüssig zusammen.

Achtung, es folgen massive Spoiler zu Grey's Anatomys 16. Staffel: Grey's Anatomy hatte, wie viele andere Serien auch, mit einem Drehstopp wegen Corona zu kämpfen. In Deutschland müssen wir auf dem mittlerweile angekündigten Start bei ProSieben noch etwas warten. Doch in den USA ging die Ärzteserie nun ins Staffelfinale.

Während viele sich fragen, wie es mit ihren Lieblingsserien weitergeht, entschloss Grey's Anatomy sich dazu, die 16. Staffel frühzeitig zu beenden, nämlich nach 21 statt den geplanten 24 Episoden. Die Angst vor einer unfertig wirkenden Season erwies sich nun zum Glück aber als unbegründet, denn Staffel 16 hat tatsächlich einen würdigen Abschluss gefunden.

Grey's Anatomys Staffel 16-Finale: Wenn Erleichterung auf Cliffhanger trifft

Ein Staffelfinale ist schon ohne unerwarteten Drehabbruch keine leichte Angelegenheit. Den Fans muss hier ein zufriedenstellender Abschluss für die Beendigung einer ganzen Season gegeben werden, während zugleich schon auf die nächste Staffel geschielt wird, um keine Zuschauerabwanderung zu provozieren.

Grey's Anatomys Staffel 16-Finale: Meredith & Andrew

Um Staffel 17 von Grey's Anatomy musste zum Glück zu keinem Zeitpunkt gebangt werden, weil die nächsten Season schon mit der 16. zusammen letztes Jahr bestellt worden war. Die Sorge um einen abrupten Serienabbruch in der aktuellen Season, können wir nun auch wegstecken, denn der Episodentitel Put on a Happy Face ("Setze ein fröhliches Gesicht auf") ist in der finalen 21. Folge (größtenteils) Programm.

Nach dem dramatischen Auftakt von Staffel 16, in der noch das Staffel 15-Finale nachhallte, ist das eine erfreuliche Entwicklung, denn weitere Figurentode oder unzufriedenstellende Abschiede wie der von Alex Karev hätten unsere gute Laune in Zeiten wie diesen sicherlich unnötig strapaziert.

Grey's Anatomy: OP im Staffel 16-Finale mit Hayes, Avery und Jo

Der einzige jetzige Cliffhanger, der es in Grey's Anatomys 16. Staffelfinale geschafft hat, ist bei diesem generellen Gefühl von Erleichterung dabei gut zu verkraften. Fast fühlt es sich an, als sei das alles von Anfang an so geplant gewesen. Und das ist doch eigentlich mehr, als das, was wir uns bei einem so überstürzten Drehende jemals erhofft hätten.

Grey's Anatomy: So endet Staffel 16 im Staffelfinale

Auffällig ist dabei generell, dass Grey's Anatomy das Schicksal vieler Ärzte in Staffel 16 auf einer durchaus positiven Note enden lässt, die ihre betrüblicheren Momente mit wohldosierter Traurigkeit aufwiegt:

  • Meredith Grey (Ellen Pompeo) steuert auf eine glaubhafte, sich angenehm langsam anbahnende Liebesbeziehung mit Neuzugang und Witwer Dr. Cormac Hayes (Richard Flood) zu. Das bedeutet aber nicht, dass sie Andrew DeLuca (Giacomo Gianniotti) im Stich lässt, als dieser nach einem medizinischen Durchbruch trotz allem erkennt, dass er ein mental-gesundheitliches Problem hat.
  • Nach mehreren Folgen des Bangens um Richard Webber (James Pickens Jr.), der Alzheimer-Symptome aufzuweisen schien, löst sich mit der Diagnose einer Hüftgelenksvergiftung sein kritischer Zustand in Wohlgefallen auf. Auch wenn sich hier eine bittersüße Note einschleicht, denn mit zurückkehrender Erinnerung, weiß er auch wieder, dass er sich von Catherine Avery (Debbie Allen) getrennt hat.
  • Amelia und Link (Caterina Scorsone und Chris Carmack) setzen ihrer in Grey's Anatomy gerade alles an Romantik überstrahlenden Beziehung mit einem gesunden Baby derweil die Krone zu ihrem fast gescheiterten Familienglück auf.
Grey's Anatomy-Glück: Link & Amelia mit Baby
  • Maggie (Kelly McCreary) hat sich derweil auf einer Konferenz endlich mal jemanden angelacht, der sie wirklich verehrt, Miranda Bailey (Chandra Wilson) hält die Zügel wieder fest in der Hand und auch Jo (Camilla Luddington) blickt nach ihrem Ehemann-Verlust wieder nach vorn, während Jackson (Jesse Williams) versucht, das Alleinzurechtkommen zu erlernen.
  • Allein das andauernde Liebesdreieck zwischen Owen (Kevin McKidd), Teddy (Kim Raver) und Tom Koracick (Greg Germann) lässt uns als Cliffhanger ohne Auflösung zurück. Denn am angedachten Tag von Owens und Teddys Hochzeit erhält der leidgeprüfte Trauma-Chirurg eine versehentliche Voicemail, in der Teddy und Tom Sex haben. Er sagt die Eheschließung ab, schiebt als Grund aber eine OP und nicht seine geheime Entdeckung vor.

Grey's Anatomy quält nach Staffel 16 auch in Season 17 Owen, Teddy und Tom

Nur beim weiter in die Länge gezogenen Beziehungsgewirr zwischen Owen Hunt, Teddy Altman und Tom Koracick lässt sich erahnen, dass Grey's Anatomy für die Geschichte der drei ursprünglich wahrscheinlich ein anderes Staffelende angedacht hatte. Doch da schon Cristina Yang (Sandra Oh) am Ende von Staffel 3 am Altar stehengelassen wurde, hat das Ganze auch eine gewisse Vertrautheit an sich.

Nachdem Teddy zuvor die Angeschmierte war, weil Owen sich in Grey's Anatomy lange nicht zwischen ihr und Amelia entscheiden konnte, rückt nun die Ärztin ins Zentrum der zwei um sie buhlenden Männer. (Ist das ausgleichende Gerechtigkeit und doch eine unnötige Qual der Figuren?) Wobei diese Situation noch nicht alles ist, denn in einer Enthüllung in Episode 19 von Staffel 16 erfahren wir, dass Teddy einst in eine (mittlerweile verstorbene) Frau aus New York schwer verliebt war.

Grey's Anatomy: Owen Hunt erschüttert im 16. Staffelfinale

Was auf den ersten Blick nach reichlich Konfliktpotenzial aussieht, lässt Grey's Anatomy aber zumindest mit mehreren Anknüpfungspunkten für Staffel 17 zurück, die eines Staffelfinales würdig sind. Denn was wäre die Serie ohne eine reichliche Portion Drama?Langeweile kommt hier keine auf.

Insofern ist die gesichtsmuskellose Patientin, die von den Ärzten am Ende von Staffel 16 wieder zum Lächeln ermächtigt wird, eigentlich eine schöne abschließende Metapher: Grey's Anatomy mag frühzeitig beendet worden sein, doch der Ausblick auf die Zukunft ist spannend.

Statt Grey's Anatomy: Streaming-Tipps zur Ablenkung

In der Gute-Laune-Episode unseres Moviepilot-Podcasts Streamgestöber - auch bei Spotify  - geben wir massenhaft Tipps zur Ablenkung bei Netflix, Disney+, Amazon & Co.:

Andrea, Esther und Jenny reden darüber, von welchen Filmen und Serien bei Netflix, Disney+ & Co. sie sich in dieser aufwühlenden Zeit an die Hand nehmen lassen. Egal ob Comedy oder Zeichentrick, Fantasy oder Horror, hier ist für jeden die perfekte Ablenkung dabei.

Wie würde euer perfektes Seasonfinale für Grey's Anatomy abseits von Staffel 16 aussehen?

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