Die Eleganz der Madame Michel

Le hérisson (2009), FR/IT Laufzeit 100 Minuten, FSK 12, Komödie, Drama, Kinostart 06.05.2010

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Kritiker
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von Mona Achache und Mona Achache, mit Josiane Balasko und Garance Le Guillermic

Madame Michel ist Concierge in einem eleganten Pariser Wohnhaus. Auf den ersten Blick bringt sie alle typischen Attribute mit sich: Sie ist mürrisch, ungepflegt und unscheinbar. Um ihre Ruhe vor den herablassenden reichen Bewohnern des Hauses zu haben, versteckt sie ihre Leidenschaft für Bücher sorgfältig und schlüpft in die Rolle der kratzbürstigen Concierge. Auch die hochbegabte elfjährige Paloma, ebenfalls Bewohnerin des Hauses, lebt in ihrer eigenen Welt. Längst hat sie durchschaut, wie ärmlich ein Leben im Luxus sein kann und beschließt, sich am Tag ihres 12. Geburtstags das Leben zu nehmen, sollte sie nicht etwas entdecken, was das Leben lebenswert macht. Beider Schicksal wandelt sich jedoch mit dem Einzug des geheimnisvollen Japaners Kakuro Ozu. Schon bald bahnt sich eine zarte Liebesgeschichte an. Denn Monsieur Ozu ahnt, dass sich hinter Madame Michels mürrischer Fassade ein liebenswertes Geheimnis verbirgt und lockt, sanft wie beharrlich, die barsche Concierge aus ihrem Winterschlaf.

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  • Madame Michel (JOSIANE BALASKO) und der Japaner Kakuro Ozu (TOGO IGAWA) beim gemeinsamen Abendessen
  • Die Regisseurin MONA ACHACHE am Set von „Die Eleganz der Madame Michel“
  • Paloma Josse (GARANCELLE LE GUILLERMIC) zu Besuch bei ihrem Nachbarn Kakuro Ozu (TOGO IGAWA)
  • Madame Michel (JOSIANE BALASKO), ihre Katze Leo (benannt nach Leo Tolstoi) und Goldfisch

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Cast & Crew


Kritiken (8) — Film: Die Eleganz der Madame Michel

Filmering: Filmering.at

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7.0Sehenswert

Die Eleganz der Madame Michel ist ein märchenhaft überhöhter Film mit hohem Wohlfühlfaktor, der es versteht eine warme Atmosphäre heraufzubeschwören und den geneigten Zuseher um den Finger zu wickeln. Negativ ist nur, dass sich das alles reichlich konservativ präsentiert und letztendlich an eine intellektuelle, gutbürgerliche Versuchsanordnung erinnert, die allzu klassisch auf seine Zielgruppe schielt. Sympathisch und charmant bleibt der Film dennoch.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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6.0Ganz gut

Der Regisseurin ist es gelungen, die literarische Qualität des Buches und die Poesie der Sprache von Muriel Barbery mit stimmungsvollen Bildern und mit melancholischen Klavierklängen brillant in diesen Kinofilm zu übertragen. Das Ergebnis ist ein Film, der schmunzeln lässt, der nachdenklich macht und der vor allem durch die vielen eindrücklichen kleinen und großen Gesten und Eigenarten der Protagonistinnen zu berühren vermag.

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Thilo Wydra : br-online Thilo Wydra : br-online

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7.5Sehenswert

"Die Eleganz der Madame Michel" ist ein liebevoller Film darüber, wie ein nicht mehr ganz junger Mensch und ein ganz junger Mensch allmählich zu sich selbst finden. [...] Die junge Debüt-Regisseurin Mona Achache hat den populären Bestseller von Muriel Barbery adäquat umgesetzt: subtil und sensibel, hoch sentimental und dabei ganz unaufdringlich. Ein wunderbarer Film über das Leben mit all seinen schönen Höhen und seinen schmerzlichen Tiefen, der noch lange nachwirkt.

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José Garcia: Textezumfilm

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8.5Ausgezeichnet

Eindrücklich und dennoch nicht sentimental verknüpft „Die Eleganz der Madame Michel“ Schmerzhaftes mit Liebenswertem – der nicht zu knapp geratene, scharfsinnige Humor hilft über mögliche Rührseligkeiten hinweg. Die Kamera von Patrick Blossier bewegt sich meistens in geschlossenen Räumen. Sie entlockt ihnen aber poetische Einstellungen, die von der zurückhaltenden Filmmusik Gabriel Yareds perfekt unterstützt werden. Besonders gelungen ist Regisseurin Mona Achache jedoch die Schauspielerführung. Josiane Balasko macht die langsame Verwandlung der Madame Michel vollkommen glaubwürdig. Der jungen Garance Le Guillermic gelingt insbesondere die schwierige Gratwanderung zwischen Naivität und altklugem Gleichmut vollkommen. Trotz eines durch und durch literarischen Sujets und der damit einhergehenden anspruchsvollen Dialoge wirken die Darstellungen der zwei Protagonisten vorbehaltlos natürlich. So entdeckt Paloma in der Freundschaft mit Madame Michel und Herrn Ozu Dinge, die das Leben lebenswert machen, und sie von ihrem Vorhaben abbringen können. „Die Eleganz der Madame Michel“ ist eine Hommage an die Freundschaft, an die Schönheit und an das Leben.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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8.0Ausgezeichnet

Die elfjährige Paloma (Garance Le Guillermic) hat es sich ganz fest vorgenommen: Am Tag ihres 12. Geburtstags wird sie sich das Leben nehmen! Obwohl sie in einer wohlhabenden Familie aufwächst, ist sie nicht glücklich und sieht auch keine Chance, dass sich dieser betrübliche Zustand irgendwann zum Besseren verändern wird: Denn die Welt der Erwachsenen ist kleingeistig, verlogen und oberflächlich und somit eine Zumutung. Ihre Mutter redet mit ihren Pflanzen lieber als mit ihrer jüngsten Tochter, der Vater arbeitet als Minister fast rund um die Uhr und ihre zickige Schwester gibt die strebsame Studentin. Da beschäftigt sich das clevere bis neunmalkluge Mädchen lieber mit seiner Videokamera, mit der es jeden und alles filmt, was ihm vor die Linse gerät.
Darunter beispielsweise auch Madame Michel (Josiane Balasko), die Concierge des eleganten Mietshauses, in dem Paloma bei ihren Eltern wohnt. Wobei das mit Madame Michel so eine Sache ist, denn sie ist extrem scheu und darüber hinaus…

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Rochus Wolff: freier Journalist

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7.0Sehenswert

Mona Achaches Verfilmung eines französischen Erfolgsromans erzählt von der Trostlosigkeit in einer großbürgerlichen Pariser Familie und vom kleinen Glück, Geschwister im Geiste zu finden.

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Alexandra Wach: film-dienst.de Alexandra Wach: film-dienst.de

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7.5Sehenswert

Aber immer dann, wenn es zu haken scheint, kommt ein dramaturgischer Kniff ins Spiel oder entschlüpft eine gut abgehangene Lebensweisheit Balaskos verkniffenen Lippen, weshalb der Erziehung der Gefühle nichts mehr im Wege steht. Dass man dieses zart-vergnügliche Kinodebüt trotz des Fehlens künstlerischer Ambitionen sogleich annimmt, liegt auch an den hintergründigen Dialogen und der subtil humorvollen Erzählweise, mit der sich Regisseurin Mona Achache dem Universum Treppenhaus nähert. Im angenehm entschleunigten Tempo steigert sie ihr Drama der Lieblosigkeit zur Komödie menschlicher Unzulänglichkeiten, plädiert für ein humanes Miteinander und lässt ihre angeschlagenen Helden nach bestandenem Aufwärmprogramm auf der Gewinnerseite zurück.

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David Siems: programmkino.de, epd Film David Siems: programmkino.de, epd Film

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6.0Ganz gut

Den Zauber und die Fantasie, die Begegnungen zwischen extrem unterschiedlichen Charakteren und Generationen haben können, formulierte Muriel Barbery in ihrer Buchvorlage galant wie treffend. Jenen Eindruck lässt die Verfilmung auch deshalb vermissen, weil Regisseurin Mona Achache keine klare Haltung zu ihren drei Figuren einnimmt, die eher wie Geister zwischen den Etagen schweben. Dennoch bleibt der Film sehenswert, der auf dramaturgischer Ebene vielleicht enttäuschen mag, aber von seinen kleinen und detailreichen Beobachtungen lebt. Besonders die Fähigkeit, die Welt aus den Kinderaugen der 11-jährigen Paloma einzufangen, ist bemerkenswert.

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Kommentare (21) — Film: Die Eleganz der Madame Michel


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Leila57

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Das Buch ist wirklich sehr schön geschrieben.

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Mary Pickford

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wow, was für ein Kleinod ist mir denn da in die Hände gefallen? Der Film ist komplett an mir vorbeigegangen, bis ich vor kurzen einen Trailer dazu auf einer meiner Blurays entdeckte.
Eine melancholische 11-jährige mit Todessehnsucht, ein französiches Wohnhaus voller Katzen und Literaturliebhaber. Genau nach meinem Geschmack :)
Gesehen habe ich einen wunderbar ruhigen Film, der sich Zeit nimmt für seine Figuren (die ich sofort in mein Herz geschlossen habe) und dabei trotz aller Skurrilität irgendwie doch lebensnah wirkt.
Er hat hat einiges von "Amélie" (was nicht das schlechteste ist, wenn man sich meine Lieblinsgfilme ansieht) ist dabei aber weniger verspielt sondern vielmehr realistischer und konsequenter, auch wenn es wehtut. Kurzum: Toller, sehenswerter Film!
Abzüge gibt es lediglich für die Darstellerin der Paloma und dafür, dass ich gerne noch etwas mehr über die Mutter erfahren hätte. Und ja, ich hätte auch nichts gegen ein "schöneres" Ende gehabt, aber so wie es ist, passt es zum Film.

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Dimatrius

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Der Film basiert auf dem Bestseller "Die Eleganz des Igels" von Muriel Barbery.
Das Buch hab ich selbst nicht gelesen aber vielleicht geht das Buch ja mehr auf die Mutter ein.


danseuse de rêve

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Bewertung9.5Herausragend

„Aber was wäre würde die Möglichkeit bestehen.. das zu werden was man noch nicht ist?"
Ein Film der uns zeigt dass es nie zu spät ist den Alltag und die Sicht auf sich selbst zu durchbrechen.Dass es niemals zu spät sein kann etwas zu ändern und es nicht primär relevant ist wie lange dieses Leben andauert sondern wie wir es verbracht haben.

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Kloina1893

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Oha. Ne Vorhersage von satten 10 Punkten. Das ist mir auch noch nie passiert. :o :D

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Aerox96

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Bewertung6.5Ganz gut

Ein Stimmungsvoller Film mit Gefühl, aber es fehlt an der endgültigen Überzeugung. Es wird nur schwerlich Spannung aufgebaut, jedoch überzeugen die Schauspieler. Ich bin hin und her gerissen - mir fällt es schwer den Film einzuordnen oder ihn zu bewerten. 6,5 ist denke ich mal eine noch gute Bewertung, die vor allem dank der guten schauspielerischen Leistung zustande kommt. Empfehlen würde ich den Film dennoch nicht, da er einschläfernd wirken kann und Film ist nunmal auch Entertainment!

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Magnolia.odora

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Bewertung9.0Herausragend

Ein anrührender, nachdenklicher Film über Irrungen des Schicksals, das Leben und die Liebe.
Mona Achache gelingt es, ihren Figuren Konturen zu verleihen, auch wenn Paloma in ihrer Rolle als suizidale Präpubertierende wenig glaubwürdig ist.
Die schrullige Madame Michel nimmt man Josiane Balasko ohne weiteres ab, und fühlt sich ein, in diese zurückgezogene Hinterzimmerwelt.
Die kleinen gezeichneten Animationen geben dem Film etwas sehr liebenswertes, genauso wie der zurückhaltende Soundtrack.
Das Ende, obwohl ich kein Happy-End erwartet hatte, kam dann doch überraschend und lässt den Kinobesucher sehr bedrückt mit dem Abspann allein, darüber tröstet auch die späte Einsicht der Paloma nicht mehr hinweg.
Trotzdem verlässt man den Film mit einem warmen Gefühl irgendwo in der Herzregion und dem guten Gewissen, mal wieder Geld in einen wirklich bewegenden Film investiert zu haben.

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Movieboehmy

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Woah – ich bin hier nicht grad der große Schreiber, aber nun muss ich doch mal ein paar Sätze loswerden.
Seit dem Jahr 2000 (für „The Sixth Sense“) hab ich keinen Film mehr mit 10/10 bewertet. Nun ist es doch mal wieder passiert.

Die Geschichte spielt in einem vornehmen Wohnhaus in Paris.
Die Concierge Renée (Josiane Balasko) nimmt nur noch am Rande am gesellschaftlichen Leben teil, die 11jährige Paloma (Garance Le Guillermic) versteht den Sinn ihres Daseins nicht, und plant, an ihrem 12. Geburtstag, sich das Leben nehmen. Der neue Nachbar Kakuro aus Japan (Togo Igawa) verändert, durch seinen Einzug ihn das Wohnhaus, jedoch alles und reißt die beiden aus ihrer Isolation.

Die drei Hauptdarsteller legen allesamt eine mehr als beindruckende und vor allem aber glaubwürdige darstellerische Leistung ab.

Die sensibel und gefühlvoll inszenirte Geschichte wirkt wie ein Wechselbad der Gefühle. Das volle Paket: ich musste nachdenken, lachen, schmuzeln und weinen – und das alles in einem Film.
Wenn das keine 10 Punkte wert ist...

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Avantgarde83

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

„Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise unglücklich.“

genialer film.

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Ms Cupcake

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Bewertung6.5Ganz gut

Oh wie schade, wie schade! Was wäre das für ein toller Film gewesen, WENN man diese Göre weggelassen hätte. Absolut unnötig und langweilig. Habe diese unerträglichen Monologe einfach übersprungen. Aber was für ein Vergnügen die Madame Michele zu beobachten. Ein wunderbar gezeichneter Charakter mit vielen süßen Datails (die Schokoladentafeln im Kühlschrank :D :D :D) und eine wirklich schöne "Liebes"geschichte.

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reveal

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich wusste, worum es in diesem Film gehen wird und dennoch waren die ersten Sätze des Films, so still und ruhig gesprochen, wie ein Knall. Einen besseren Einstieg hätte man nicht liefern können und so schwebt dieser Knall die ganze Zeit im Hinterkopf rum, lässt einen gefesselt an der dahinschleichenden Handlung teilnehmen.

"Alle glücklichen Familien gleichen sich. Alle unglücklichen Familien sind auf ihre eigene Art unglücklich." Man bekommt nach und nach das Bild vor Augen geführt, welches sich den Hauptcharakteren täglich bietet. Eine Darstellung ihrer Sicht auf die Welt und damit die Erklärung, warum sie sich vor eben dieser Welt verstecken wollen.

Es war besonders interessant zu sehen, wie ähnlich Paloma und René sich sind, obwohl sie unterschiedlicherer Herkunft nicht sein könnten. Ein trauriger Gesang, dass auch intelligente/reiche/starke/... Menschen am Leben scheitern können, wenn ihnen ihr Umfeld keinen Sinn vermittelt, keine Wahrnehmung entgegenbringt. Beide werden sie nicht beachtet, als seltsam und anderes abgestempelt - aus unterschiedlichen Gründen zwar, doch das Gefühl bleibt gleich. Man sieht dem Trauerspiel zu, das seinen Höhepunkt in den Familienbildern von Paloma findet. Es ist erschreckend, wenn eine 11-Jährige den Vater darüber aufklären muss, dass die Mutter sich kaputt aufführt. Noch erschreckender ist es, wenn der Vater es dann mit einem Scherz abtut und ignoriert. Am erschreckendsten ist es, wenn Geschwister und Eltern das Kind als "seltsam" und schlimmeres betiteln, ihm den Mund verbieten und es damit Schritt für Schritt brechen.
Die Hoffnung auf einen Lichblick in dieser Welt findet sich in einem Menschen, der sich auch endlich wie ein Mensch aufführt. - Herrn Ozu, der sowohl für René als auch für Paloma einen Chance auf Erlösong darstellt. Nach seinem Auftauchen dämpft der Knall ein wenig in den Hintergrund ab und dann und wann bekommt man ein kleines Lächeln aufs Gesicht gezaubert, durch das wunderbar mit anzusehende Erwachen von Madame Michele.

Beim Ende bin ich zwiegespalten. Der Anfang des Schlusses hat mich ehrlich positiv überrascht, sowohl der Verlauf als auch die Darstellung. Man könnte auch sagen, ich wurde von der Ehrlichkeit positiv überrascht. Doch bei dem folgenden Teil hätte ich mir ein wenig mehr Länge gewünscht. Es hat mich ein wenig enttäuscht, dass der Film, der sich bis dahin für alles ausreichend bis viel Zeit genommen hatte, auf einmal oberflächlich wirkt und dadurch Intensität vermissen lässt. Nichtsdestotrotz wird das Ende gelungen abgerundet und der Bogen zum Anfang geschlagen.

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adamma

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Bewertung4.5Uninteressant

wie realistisch ist es eigentlich, dass eine 12jährige so geschwollen daherredet?
teilweise ganz gut, meistens nur kitsch.

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adamma

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ja, kann sein, vielleicht war sie mir einfach nur unsympathisch.
vielleicht war ich ja nur neidisch. bin schließlcih nicht mehr 12 und trotzdem nicht so schlau.


reveal

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Hm ok. Der Aspekt, dass sie dennoch im Film nicht über- oder unmenschlich rüberkommt, war mir sympathisch.


tingeltangelman

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Bewertung0.5Schmerzhaft

diesen Film zu sehen war eine Kollesare geld verschwendung

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Anastasius

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Film, der auf stille und unspektakuläre und ebenso tragische Art und Weise die Bedeutung des Lebens portraitiert.

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ellen_ripley

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Bewertung5.0Geht so

Seichte Unterhaltung. Schrecklich wie die Musik immer einsetzt und uns mitteilt: Achtung traurig... bähhh

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Sanylein

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Bewertung6.0Ganz gut

In der ersten halben Stunde war ich noch total begeistert und hätte gedacht ich geb dem Film mindenstens 8,0 Punkte. Nach und nach wurde der Film aber immer uninteressanter für mich. Mal ne Abwecgslung zu anderen Filmen, aber nichts was man unbedingt sehen muss.

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stalker

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Bewertung3.0Schwach

Zu zweit im Kino. Wie ärgerlich, aus Anstandsgründen nicht einfach gehen zu können, raus aus diesem langweiligen, klugschwätzenden und arg konstruierten Seelenratgeber, schablonenhafte Charaktere, öde Musik, meine Begleitung fands toll, hat geweint. Frag ich mich, wo meine Sensibilität geblieben ist, schließlich heule ich doch auch bei RTL2-Reportagen.

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Der_Phil

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Ist das wieder mal das "Love Exposure Phänomen" ?
... ich hab ne Vorhersage von glatt 10 Punkten für diesen Film.

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asscobra

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vorgemerkt

eine 10er vorhersage? kann doch gar nicht seinn ich steh doch nur auf geballere und titten

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philopee

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Uhh da freu ich mich schon ;)


Fizzy

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ich hab auch ne glatte 10.verstehen muss man das nicht


nurleben

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mann ist der schwer zu bewerten ...

Ein äußerst subtiler Film, der die Annäherung dreier Persönlichkeiten, mindestens zwei von ihnen ziemlich einzelgängerisch, beobachtet. Wunderbare Kameraführung, schöne kleine Blicke die einem da gegeben werden, humorvoll und sehr wohlwollend seinen Protagonisten gegenüber. Schade Sache, dass wir nicht noch mehr über die drei erfahren haben, dass manche Momente unter ihnen blieben, fern den Augen der Filmzuschauer, deren Fantasie überlassen ...

GROßE SPOILER AB HIER!

Und seltsamerweise hat mich der Tod einer Figur am Ende nicht sauwütend auf den Erzähler gemacht, wie sonst doch so oft. Es passierte einfach. Und wir kriegen auch keine melodramatische O-Gott-die-Figur-ist-tot!-Montage, der Film drückt nicht auf die Tränendrüse. Ich weiß noch nicht recht, was ich von diesem Ende halten soll, aber Palomas Schlusswort mag ich auf jeden Fall :). Ich hoffe sie und Herr Ozu kommen gut miteinander aus :).

Mir wär es wahrscheinlich lieber gewesen, wenn mal keiner aus heiterem Himmel stirbt, aber das zerstört nicht die Freude, die mir der Film bereitet hat in den vielen schönen Szenen des kennenlernenes und der annäherung, des abblickens, abfilmens, verstohlen beobachtens und aufeinanderzugehens. Und des lächelns :).

SPOILER ZUENDE.

Wer wunderschön subtiles, humorvoll-melancholisches europäisches Kino mag, dem dürfte dieser Film gefallen :). Er hat mich aufjedenfall berührt, und ich weiß noch gar nicht so recht wo und wie überall, aber irgendwie hat er mir gefallen :D :).

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Tyler

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Tolle Kritik von dir, muss ich sehen :)


nurleben

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danke danke ^^ :)


Ronon_Dex

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vorgemerkt

oha bei mir steht als vorhersage 10.0! das war bisher noch bei keinem film so...und da die vorhersagen oft stimmen werd ich ihn mir mal ansehn^^

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