Ekel
edit edit group membershipsRepulsion, GB 1965
Kinostart: 07.07.1965, Laufzeit 105 Minuten.
Die Maniküre Carol lebt mit ihrer etwas älteren Schwester Helen in einer kleinen Londoner Vorstadtwohnung. Während die lebenshungrige Helen die meiste Zeit mit dem verheirateten Michael verbringt, lebt die sensible Carol zurückgezogen. Vorgänge auf dem Weg zum Arbeitsplatz, Erlebnisse mit den Kundinnen, Begegnungen mit dem jungen Colin – das alles bestätigt Carols Abscheu vor Menschen und Dingen ihrer … — Mehr
Die Maniküre Carol lebt mit ihrer etwas älteren Schwester Helen in einer kleinen Londoner Vorstadtwohnung. Während die lebenshungrige Helen die meiste Zeit mit dem verheirateten Michael verbringt, lebt die sensible Carol zurückgezogen. Vorgänge auf dem Weg zum Arbeitsplatz, Erlebnisse mit den Kundinnen, Begegnungen mit dem jungen Colin – das alles bestätigt Carols Abscheu vor Menschen und Dingen ihrer Umgebung. Als Helen und Michael verreisen und Carol mit dem Auftrag allein lassen, die schuldige Miete dem Hauswirt zu übergeben, befällt das Mädchen eine unheilvolle Angst. Apathisch versieht Carol den Dienst, schneidet dabei einer alten Dame in die Finger und wird von der Chefin nach Hause geschickt. Sie verriegelt Tür und Fenster. Als Colin zu Besuch kommt und beunruhigt die Tür gewaltsam öffnet, erschlägt ihn Carol mit einem Kerzenleuchter. Sie wirft die Leiche in die Badewanne, nagelt die Tür notdürftig zu und glaubt, die akute Gefahr sei gebannt. Noch einmal wird die Tür aufgebrochen. Diesmal ist es der Hauswirt, der das Geld nun selbst kassieren will. Nachdem er sein Geld bekommen und gemerkt hat, dass Carol allein ist, macht er einen Annäherungsversuch. Rasend vor Ekel und Abscheu zückt Carol ein Rasiermesser und bringt den Eindringling um. Als Helen und Michael nach Tagen zurückkehren, finden sie das Mädchen bewusstlos und völlig entkräftet unter dem Bett. Die zusammengelaufenen Hausbewohner sind fassungslos und entsetzt, dass sich solche Dinge unbemerkt in ihrer Nähe zutragen konnten.
- Cast
- Catherine Deneuve, Ian Hendry, John Fraser, Yvonne Furneaux, Patrick Wymark, Renee Houston — Mehr
- Regisseur
- Roman Polanski
- Autoren
- Roman Polanski, Gérard Brach
- Genre
- Thriller, Horrorfilm, Drama
- Ort
- London
- Handlung
- Einsamkeit, Miete, Mord
- Mitmachen
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Kommentare — Sehenswert 7.4
moep0r 2010/02/03 22:02:03
Kommentar löschenSehr intensiv, sehr boese und sehr gut.
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sikkmeidack 2009/09/18 02:17:10
Kommentar löschenEiner der wohl besten Polanskis. Als ich ihn das erste Mal so!h, war die Nacht nur noch eine durchzustehende Phase des Tages. An Schlaf war nicht zu denken. Eindringlich-verstörend mit brillianter Dichte.
Post-raping Schizophrenia is taking me home - she´s lost control. Es gibt Kaninchen,... jeden Tag.
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Trailer
Bilder: Ekel
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Ekel wird von der moviepilot community mit 7 von 10 Punkten auf Grundlage von 256 Bewertungen und 8 Nutzerkritiken bewertet.

The Killing - Die Rechnung ging nicht auf
Die Wolfsmutter des Psychothrillers hat in der Zwischenzeit ein wenig an Biss verloren, dennoch gibt es ein paar solide Schockmomente.
Polanskis zweiter Ausflug in dieses Genre überzeugte mich als jungen und vorbelasteten Zuschauer leider nicht mehr so, wie ich es mir erhofft hatte. Zu viele moderne zweitklassige Thriller habe ich schon über mich ergehen lassen, das stumpft ab.
Ich versuche mich immer in die Zeit hinein zu versetzen und wie gewisse Effekte wohl auf die noch unschuldigen Zuschaueraugen des Jahres 1965 gewirkt haben müssen. Daran gemessen war der Streifen bestimmt eine Innovation in seiner Brutälität und Morbidität. Die Ausstrahlung des Films erinnerte mich teilweise an "Eraserhead" oder "Der Mieter" , welche auch durch ihre stille Bedrohlichkeit und Zerrissenheit eine düstere und trostlose Atmosphäre schaffen.
Catherine Deneuve wurde durch diese Rolle bekannt, was sich auch durchaus anerkennen läßt, da sie die introvertierte und scheue Carole glaubhaft schauspielt.
Den schwarz-weiß bebilderten Szenen wurden nur selten Musik oder Dialoge beigesteuert und so blieb Carole allein mit sich und der Wohnung. Nach und nach ließ man die Außenwelt immer weniger in Erscheinung treten und wenn diese sich gewaltvoll ins Bild zu drängen versuchte wurde ihr als Bedrohung der Garr ausgemacht.
Dennoch fehlte mir hier phasenweise der Spannungsbogen und auch die Überraschungsmomente waren zu rar gesäht, sodass man der langsam verrückt werdenden Hauptdarstellerin alles zutraute.
Sicherlich ein guter zeitfestgelegter Beitrag zur Thematik des charakterbedingen wahnsinnig werdens, an dem man gut feststellen kann, wie sich typische Horrorelemente aus solchen Klassikern heraus entwickelt haben.
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