Grifters

The Grifters (1990), US
Laufzeit 110 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Kinostart 18.04.1991

6.0 Kritiker
10 Bewertungen
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6.8 Community
118 Bewertungen
5 Kommentare
Grifters - Bild 28647
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mit John Cusack und Stephen Tobolowsky

Lilly steht auf der Lohnliste des mafiösen Buchmachers Bobo Justus, sie besucht für ihn die großen Pferderennen des Landes, um durch geschickt platzierte Einsätze die Wettquoten zugunsten ihres Auftraggebers zu manipulieren. Lillys erwachsener Sohn Roy arbeitet ganz erfolgreich mit präparierten Würfeln und gezinkten Karten. Das Geschäft läuft so gut, dass Roy ein hübsches Sümmchen zur Seite legen konnte. Als Lilly ihn nach vielen Jahren erstmals besucht, kommt sie gerade rechtzeitig, um ihn nach einem heftigen “Betriebsunfall” ins Krankenhaus einliefern zu lassen. Dort trifft sie auf Roys Geliebte Myra, die ihre Skrupellosigkeit hinter einer naiven, mädchenhaften Fassade verbirgt. So findet Myra im Handumdrehen heraus, dass Lillys Kofferraum voller Dollarnoten ist, die sie von ihrem Boss ergaunert hat. Doch der Versuch, Lilly das Geld abzujagen, endet für Myra tödlich. Dummerweise hat Bobo Wind von der Sache bekommen. Um den Killern des Mafioso zu entgehen, nutzt Lilly ihre große Ähnlichkeit mit Myra und lässt sich an ihrer statt für tot erklären. Als dabei ihre komplette Altersversorgung in die Hände der Polizei fällt, stattet Lilly ihrem Sohn erneut einen Besuch ab. Ein tödliches Spiel um falsche Mutterliebe und echtes Geld beginnt.


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Grifters

alviesinger: bummelkino

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3.5Schwach

The Dark Side Of A Con Life – Frears filmisches Gegenstück zu Genre-Klassikern wie “The Sting” oder “Maverick” mit einem überaus schlechten Cast, der überhaupt nicht harmonieren will. Eigentlich verwunderlich, da Juliet Taylor ansonsten ein Garant für stimmige Ensembles ist. Aber die Huston, der milchgesichtige Cusack, der mit seiner Rolle nur gegen sein Type-Casting als trübseliger Teenager ankämpfen wollte, und die Bening als totaler Early Nineties Meg Ryan-Klon spielen ständig gegeneinander an: krampfhaft, überdreht theatralisch und ohne jedes Gespür von Zusammenarbeit, dafür unerträglich selbst verliebt. Zudem ist auch die Story (Novel) von Thompson nicht stimmig, das Skript, welches sich stark am Buch orientiert, versandet somit zusehends in einer Ziellosigkeit, die aufgrund der begrenzten Aussage – Gier und Überlebenswille gehen über jegliche Moralvorstellung – äußerst schmal ist und dementsprechend ermüdend daherkommt. Frears hat für den Stoff keinerlei Gespür, die Coen-Brüder hätten vielleicht mehr herausgeholt.

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Kommentare (4) — Film: Grifters

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hoffman587

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

The Grifters

"The Grifters" ist ein dramatisches, spannendes, elegantes, stimmiges und stilvolles Krimidrama mit bitterer und gleichzeitig böser Ironie, die man fast als unterkühlt bezeichnen kann, von Stephen Frears aus dem Jahre 1990, der auf dem gleichnamigen Roman von Jim Thompson ("Getaway") beruht, übrigens wurde der Streifen von Martin Scorsese produziert. Das Vorbild des Krimidramas ist der Film noir der 1940er Jahre.

Die Handlung wurde perfekt ausgefeilt beziehungsweise ausgeklügelt: Die Beziehung zwischen den drei Trickbetrügern Roy Dillon, dessen attraktiver Mutter Lilly und seiner jungen Geliebten Myra entwickelt sich mehr und mehr zu einem tödlichen Eifersuchtsdrama. Denn drei sind mindestens einer zu viel...

Die Besetzung wurde sorgfältig gewählt mit einem großartigen John Cusack als Roy Dillon, einer herausragenden Anjelica Huston als Roys Mutter Lilly und einer exzellenten Annette Bening als verführerische Myra, die gerne erotische Täuschungsmanöver verwendet. Neben diesem Dreiergespann können noch Pat Hingle und J.T.Walsh in Nebenrollen glänzen.

Der Film wurde mit einer technisch trickreichen Umsetzung versehen. Zuerst ist die Regiearbeit raffiniert und vorzüglich, die die Geschichte am Anfang etwas zu langsam und vielleicht etwas zu zäh erzählt, aber dann spätestens in der Zweiten von drei Hälfte deutlich an Fahrt aufnimmt und so auch der Spannungsbogen in die Höhe schießt. Die Kamera kann man als exakt und detailliert betiteln, sie gibt dem Ganzen, auf der einen Seite starke Bilder und auf der anderen Seite eine perfekte Stimmung beziehungsweise Atmosphäre.

Weiterhin sind die Dialoge gelungen, wie auch clever und die Charaktere wurden undurchsichtig gestaltet, sodass man nie weiß, was sie im Schilde führen und so ein gewisser Reiz an ihnen entsteht. Sie werden so inszeniert, dass die Ängste und Träume der gierigen und egoistischen Protagonisten fesselnd gezeigt werden.
Außerdem möchte ich den ausgezeichneten Score von Elmer Bernstein loben, der passend und sich einfach mit viel Stil, in die Szenen des Werkes einfügt, jede Szene wird fließend und stets elegant untermalt, der an einigen Stellen sogar etwas unheilvoll wirkt.
Doch gibt es hier auch ab und zu einige kleine Längen.

Zusammenfassend kann also sagen, dass "The Grifters" ein intelligentes und gemeines Werk der Extraklasse ist, voller Raffinesse und Trickreichtum.

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hoffman587

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Than let us push the button...ich bin erfeut:D


stuforcedyou

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Tja, wahre Liebe gibt es halt nur zwischen Moviepiloten ;)


stuforcedyou

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mit welcher unaufdringlicher Coolness der Film seinen Story erzählt und die Figuren einführt und leitet ist einer der Gründe warum dieser stimmige Gauner-Film ein guter Zeitvertreib ist. Letztlich erzählt "Grifters" auch nur wieder das düstere Märchen über menschlichen Egoismus und unstillbare Gier, dies aber spannend, teilweise recht perfide und böse, eloquent sowie elegant und oft auch amüsant.

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hoffman587

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Mh, kennst du die anderen auch?;D
Hört sich schon mal gut an und immer hin hat Scorsese ihn produziert.


stuforcedyou

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nee, die anderen kenn ich nicht


sikkmeidack

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Bewertung7.5Sehenswert

"Er war sehr gut und von Bestand,- kaum einer weiß, weshalb, warum er dann verschwand."
Ein tricky script mit einer absolut großartigen Besetzung. Ein Kriminal-Thriller, der auch stilistisch wunderbar frisch daher kam/kommt. Der 3fache split-screen gefällt mir hier meilenweit besser als bei Brian de Palma´s Prods.
Ich kann mir die Umstände nicht erklären, warum dieser Film so unbeachtet blieb.

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McAlloon

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Exzellente Verfilmung eines Romans von Jim Thompson. Anjelica Huston spielt hier auf, als ginge es um ihr Leben. Ebenfalls nachhaltig in Erinnerung bleibt der verspielte Score von Elmer Bernstein.

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