Ich sehe den Mann deiner Träume

You Will Meet a Tall Dark Stranger (2010), ES/US Laufzeit 99 Minuten, FSK 0, Komödie, Drama, Kinostart 02.12.2010


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6.0
Kritiker
40 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.3
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1181 Bewertungen
75 Kommentare
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von Woody Allen, mit Antonio Banderas und Josh Brolin

In Woody Allens Liebeskomödie Ich sehe den Mann deiner Träume werden zwei Paare begleitet, deren Leben sich schlagartig verändert, als sie sich neu verlieben.

Im Mittelpunkt von Woody Allens Film Ich sehe den Mann deiner Träume stehen zwei verheiratete Paare: Alfie (Anthony Hopkins) und Helena (Gemma Jones) sowie deren Tochter Sally (Naomi Watts) und ihr Ehemann Roy (Josh Brolin). Nach vielen Jahren der Ehe verlässt Alfie plötzlich seine Frau und lässt sich mit dem Callgirl Charmaine (Lucy Punch) ein, um seine verlorene Jugend nachzuholen. Die verlassene Helena stürzt daraufhin in eine tiefe Krise, die sie dazu veranlasst, ihr Leben entgegen aller Vernunft in die Hände einer durchtriebenen Wahrsagerin zu geben.
Auch ihre Tochter Sally hat genug von ihrem Ehemann, dem gescheiterten Schriftsteller Roy. Sie fängt einen Job in einer Galerie an und hat schon wenig später die Augen auf ihren gutaussehenden Chef Greg (Antonio Banderas) geworfen. Und während Roy in “Ich sehe den Mann deiner Träume” immer noch nervös auf eine Antwort zu seinem letzten Manuskript wartet, lässt er sich von seiner heißblütigen Nachbarin Dia (Freida Pinto) den Kopf verdrehen.

Hintergrund & Infos zu Ich sehe den Mann deiner Träume
Mit Ich sehe den Mann deiner Träume (OT: You Will Meet a Tall Dark Stranger) entführt uns Woody Allen einmal mehr in die Irrungen und Wirrungen zwischenmenschlicher Beziehungen und zeigt uns Figuren, die eher Illusionen hinterher jagen, als sich der Wirklichkeit zu stellen.

Nachdem der Regisseur und Autor von Ich sehe den Mann deiner Träume sein Leben lang nur in New York gelebt und gearbeitet hatte, ging er 2005 mit Match Point, der in London spielt und auch komplett dort produziert wurde, erstmals andere Wege. Seitdem ist der Altmeister Europa erstaunlich treu geblieben, die einzige Ausnahme bildet Whatever Works – Liebe sich wer kann, den Allen mit Larry David (Lass es, Larry!) in der Hauptrolle 2009 in New York drehte. Ich sehe den Mann deiner Träume reiht sich somit ein in die britische Phase seines Schaffens (nach Match Point spielten dort auch Scoop – Der Knüller (2006) und Cassandras Traum (2007)).
Für die Rolle des Callgirls Charmaine war ursprünglich Nicole Kidman vorgesehen, diese musste jedoch wegen Terminproblemen absagen, sodass schließlich Lucy Punch (Dinner für Spinner) bei Ich sehe den Mann deiner Träume einstieg und ihre Rolle übernahm.™

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Ich sehe den Mann deiner Träume
Genre
Komödie, Melodram, Romantische Komödie
Zeit
2000er Jahre
Ort
London
Handlung
Dreiecksbeziehung, Ehekrise, Familienfest, Flirt, Galerie, Geliebte, Geschwister, Identitätskrise, Lebenskrise, Mann-Frau-Beziehung, Mutter-Tochter-Beziehung, Neurose, Panik, Schriftsteller, Seher, Verlassen Werden, Verlieben, Wahrsager
Stimmung
Romantisch, Witzig
Verleiher
Concorde Filmverleih GmbH
Produktionsfirma
Antena 3 Films, Antena 3 Televisión, Dippermouth, Gravier Productions, Mediapro, Versátil Cinema

Kommentare (46) — Film: Ich sehe den Mann deiner Träume


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dannydiaz

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich mag den Film immer mehr. Beim ersten Mal ausgemacht, beim zweiten Mal war er ganz nett und mittlerweile hatte ich Lust auf ein drittes Mal. Ich find ihn auch sehr lustig und und er wird immer lustiger.
Auch vom Stil her großartig. Wesentlich zeitloser als die Blue Jasmin Dauerreklame. Frieda Pinto als die "Dame in rot". Der Regen als Symbol für Neuanfang. Traumcast in einem herlichen Woody Allen Best-off MashUp.

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Markbln

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Bewertung4.0Uninteressant

Wieder einer der schlimmen Aussetzer von Woody Allen, in denen er zeigt, dass zwar alle mit ihm spielen wollen. Die Story tut auch eigentlich nicht weh und man könnte sich bequem und saturiert zurücklehnen und bei ICH SEHE DEN MANN MEINER TRÄUME 2-3 mal schmunzeln über reanimierte Gags und aufgewärmte allensche Figuren. Warum sich aber die Frauen um Rollen mit derart doofen Nuttenklischees, hysterischen Galeristinnen oder esoverwirrte abgelegte Gatinnen reißen, die es bei Allen schon dutzendmal witziger zu sehen gab, deutet nicht auf besonders großes Emanzipationspotenzial beim weiblichen Personal. Aber die Männer sind nicht viel besser dran. Die Sorgen und Probleme aller Protagonisten werden völlig trivialisiert, die ständige Klarinettendudelei bagatellisiert alles zu einem fröhlichen So-ist-das-Leben-Trallala. Selten habe ich aber derart doofe Frauengestalten im amerikanischen Autorenkino der 2000er gesehen wie in diesem laschen Altherrenwichs von Woody Allen.

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Nemoflow

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Bewertung6.0Ganz gut

Sehr durchschnittliches Werk von Allen...das dennoch eine atemberaubende magische Szene enthält (Banderas und N. Watts im Auto, kurz vorm Kuss) und mit Lucy Punch als Charmaine, die positive Überraschung des Films ist.

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brainchild

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Bewertung7.0Sehenswert

Lange Takes, tolle Performances, bittersüße Pointen — manchmal braucht ein guter Woody gar nicht mehr :)

"Sometimes the illusions work better than the medicine."

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mattxl

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Bewertung7.0Sehenswert

Stravinsky hat einmal über Vivaldi gelästert, dieser habe nur ein einziges Konzert komponiert - aber dieses eine 500 mal.

Ich denke, das lässt sich auch - ohne jede Lästerei! - auf Woody Allen übertragen. Eigentlich macht er serielle Kunst - und liefert alljährlich Variationen des Immergleichen ab. Viele Instrumente stehen ihm dabei nicht zur Verfügung: Das Personal der Filme lässt sich auf 4-5 Grundtypen reduzieren. Die Themen (Vergänglichkeit des Lebens/der Liebe, Sinnsuche durch Religion oder Esoterik, die Zufälligkeiten des Glücks, Sexualität und Alter, das Distinktionsgehabe von High Society und Kunstwelt) sind zwar allumfassend - aber eben doch auch sehr wiederkennbar reduziert.

Ein Erzähler ist Allen für mich definitiv nicht. Dazu verschwindet die eigentliche Story zu sehr im unendlichen Geplapper der Protagonisten. Dazu muss er zuoft auf die Stimme aus dem Off zurückgreifen - für mich immer ein Zeichen, das jetzt etwas ganz schnell berichtet werden muss, weil die Zeit sonst knapp wird: Da werden Ehen dann schon mal im Sekundentakt geschieden oder neu geschlossen.

Die wenigen Instrumente, die er beherrscht, beherrscht er allerdings virtuos. Ich sehe es nach wie vor - fast immer - wieder gern, dieses Immergleiche. Der Allensche Kosmos ist mir irgendwie vertraut, man fühlt sich "heimisch". (Allen-Fans sind allerdings, glaube ich, stimmungsanfällig: Manchmal nervt dieses ständige Vernissagen-Galeristen-Gequatsche, diese Tolstoi-Sartre-Kierkegaard-Bildungshuberei allerdings auch kollossal. Vielleicht erklärt diese Stimmungsanfälligkeit auch, warum die Fans sich so uneins sind bei der Bewertung der Filme ...)

Alle Allen-typischen Themen finden sich auch in "Ich sehe den Mann ..." wieder. In meiner persönlichen Allen-Skala würde er irgendwo im Mittelfeld landen. Vielleicht fehlen die großen "Kracher" ein wenig - wobei ich Gemma Jones und Lucy Punch schon sehr lustig fand. Leichtfüßiges Unterhaltungskino, das es schafft, an sich unendlich Tragisches amüsant zurechtzubiegen. Das muss man erst einmal - jedes Jahr aufs Neue! - hinbekommen.

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brainchild

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Sehr, sehr akkurate Beschreibung, seh ich exakt genau so :)


Aldo_Valletti

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Bewertung2.0Ärgerlich

Der schlechteste Allen Film den ich bisher gesehen habe, soger schlechter als Scoop. Hatte kürzlich wieder Sleeper gesehen, der mich in meinem Urteile bestätigte. Leider schwankt die Qualität der Allen Filme seit Ende der Neunziger extrem.

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Deepflight

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Film enthält eine einfache Message, die sich auch so ähnlich in anderen Woody A. Filmen wiederfindet. Der Traummann/Die Traumfrau bleibt so lange begehrenswert wie wir ihn dort belassen. Diesen Gedankengang finde ich filmisch gut umgesetzt. Natürlich sind die Charaktere maßlos überzeichnet, was mir aber sehr gut gefällt und witzig rüberkommt. Der FIlm mag vielleicht schlechter für die meisten Woody A. Fans sein, bei mir hat er gut funktioniert

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jacker

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Bewertung6.0Ganz gut

Woody dreht in Europa und das gefällt mir meistens: Schöne Kulisse, oft interessante Schauspielvertreter und eben ein besonderer Flair (Woody-Flair gibts nicht nur in NY)!

"You will meet a tall dark stranger", der Film mit dem leicht eingängigen Titel, weißt auch genau diese Charakteristiken auf - er ist durch seine sonnendurchfluteten Londoner Straßen einfach schön anzusehen, Josh Brolin und Naomi Watts spielen stark (der Rest auch) und Woody-Feeling kommt natürlich aufgrund der Dialog-lastigen, viel in den eigenen 4 Wänden angesiedelten Inszenierung ebenfalls auf.

Aber der Biss fehlt.
Wo sonst durch die Oberfläche (die hier trotz Ehekrise des Paares und mentaler Instabilität der Mutter ziemlich glatt ist) beißender Zynismus/Sarkasmus durchscheint, wartet man hier vergeblich auf den 'krassen' Moment, das Lachen was einem plötzlich im Halse stecken bleibt und auf ein bisschen extremere Lenkung der gefühlsmäßigen Rezeption durch den Herren mit der dicken schwarzen Brille.

Macht trotzdem überwiegend Spaß (ich tippe aber eher für Allen-Fans) zuzuschauen, aber Allen schien wohl ziemlich mit sich im Reinen als er dieses Skript verfasst hat.

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Punsha

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Bewertung4.0Uninteressant

Auch wenn mich dieses leise Gefühl bereits in seinen Vorgängern beschlich, wirkt "You Will Meet a Tall Dark Stranger" lediglich wie eine Übergangsarbeit, einzig und allein aus dem Grund geschafffen, weil es für Woody Allen seit nunmehr dreißig Jahren fast schon Tradition ist, in jedem Jahr einen Film abzuliefern. Aber wo beispielsweise "Scoop" mit Herz & Humor, "Cassandras Dream" hingegen mit großer Tragik punkten konnte, ist Allens drittletzter Film der Gipfel der Belanglosigkeit und stellt trotz des wie immer prominenten und gut aufgelegten Casts erneut weder stilistisch noch inhaltlich eine Bereicherung Allens Œuvre dar.
Kurzum: Was für ne Schlaftablette...

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Punsha

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@Mark: Absolut nachvollziehbar die beiden nicht zu mögen. Der Woody macht heutzutage sowieso nur noch leichte Nachmittagskost zu Kaffee und Kuchen über die man nicht weiter nachdenken muss. Aber ich mag nun mal Kaffee und Kuchen.


Markbln

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Ich muss dir nun voll und ganz zustimmen, Punsha. und auch ich mag lieber K&K bzw. doch einen first flush Darjeeling.


Donnos

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Bewertung5.5Geht so

Im Gegensatz zu meinem Vorredner ist bei fast gleicher Bewertung doch ein großer Unterschied bei mir zu finden:
Ich fand Midnight in Paris herrlich leichtfüßig, interessant und unterhaltsam, auch wenn mich das Ende ("Ach ich lass mich kurz scheiden und beginne ein neues Leben") und die total simple Moral des Films "denken, dass es früher besser war, ist verklärende Wahrnehmung" - ÜBERRASCHUNG- damals schwer genervt hat. Da war viel mehr drin - trotzdem ein guter Streifen.
Aber dieser Film hat mich am Ende echt wütend gemacht. Ein von einem ca. 20jährigen, unmotivierten Erzähler geschilderter Episodenfilm ohne jegliche Handlungsrichtung, der einfach so vor sich hinplätschert und die zahlreichen Verbindungen zwischen den einzelnen Charakteren völlig außer Acht lässt, je nach Szene. Den Eltern von Sally ist (SPOILER!) zB. die Scheidung scheinbar völlig egal, auch den sich Scheidenen selbst sind Flirtaktivitäten außerhalb der Beziehung von sich selbst oder auch ihrem Partner ganz egal. Josh Brolins Charakter ist zudem ja mal völlig widerlich, wird aber konsequent als grundsätzlich sympathische Figur aufrecht erhalten. Am Ende weiß man dann quasi nicht mehr als vorher, alle Fragen bleiben offen, nichts wird mal unter den Figuren geklärt (außer der völlig unpassende Wutausbruch Sallys gegenüber ihrer Mutter) und dann ist einfach Schluss. Hallo?

Einfach mal drauflosschreiben und schnell verfilmen, damit man ja in seinem Rhythmus bleibt mit einem Film pro Jahr - sowas kommt wohl dabei raus. Wie schon bei Midnight in Paris also wieder einmal viel Potenzial einfach so hergeschenkt. Schade. Manche Dialoge waren echt gelungen.

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Moe

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Bewertung5.0Geht so

Woody Allen war bis Midnight in Paris für mich abseits meiner Wahrnehmung. Ja, sowas ist schon heftig, ich verstehe es selber nicht. Gänzlich unbekannt war er für mich nicht, ich wohne ja nicht hinter dem Mond.
Aber nachdem ich Midnight in Paris gesehen habe, habe ich mir den hier angeschaut.
Positiv für Allen, er hat sich gesteigert. Negativ für mich, ich hatte mit mehr gerechnet.
Der Cast ist gut, keine Frage, aber irgendwie berührte mich das Ganze nicht sonderlich.
Hier und da kam was Gutes zum Vorschein, die Mutter mit dem ganzen Hokus Pokus, die lockerte schon ordentlich auf.
Doch insgesamt blieb der Film einfach blass.

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Joeyjoejoe17

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Bewertung6.0Ganz gut

Ein schöner Film mit tollem Drehbuch, dem es aber an Witz und Herz fehlt, sodass die namhaften Schauspieler für nicht mehr als nur nette und größtenteils kurzweilge Unterhaltung sorgen können. Einer der schwächeren jüngeren Filme von Woody Allen, ganz klar, aber dank des wunderbaren Scores und der schönen Geschichte eine ganz gute Liebeskomödie mit etlichen Verwirrungen.

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Sigmund

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Dass die Mehrheit seiner Zuschauer YOU'LL MEET... für einen der schwächeren Allen-Filme hält, ist wohl eine Tatsache. Aber bekanntlich treibt die Mehrheit oft seltsame Blüten!
Ich steh total auf den Film.


Joeyjoejoe17

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Diesmal geh ich d'accord mit der Masse, aber 6 Punkte bedeuten ja keinen schlechten Film.
Mir hat halt das gewisse etwas und der Biss in der Inszenierung gefehlt, unterhalten hat er mich aber.


cannibal83

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

London scheint ein guter Ort für Woody Allen zu sein. Sein letztes Meisterwerk "Match Point" spielte schon in der europäischen Metropole, und mit "Ich sehe den Mann deiner Träume" liefert der Altmeister mal wieder einen ausgezeichneten Streifen ab.

Nein, Allen macht auch hier nichts anders als in vielen seiner letzten Filme. Seine Charaktere trinken Rotwein, rennen in die Oper, erleben Männer-Phantasien und werden mal zum Schlechten - und mal zum Guten vom Schicksal berührt.

Dennoch fühlt sich in "Ich sehe den Mann deiner Träume" alles homogener und runder an als man es aus einigen der Woody Allen - Werke ab 2000 kennt. Allen gelingt es hier seine Figuren besser zu zeichnen als zuletzt, der Film wirkt realistischer, was auch daran liegt das überirdische Themen, wie z.B. aus "Im Bann des Jade Skorpions" oder "Scoop" bekannt, diesmal nur eine untergeordnete Rolle spielen. Der harmonische Cast um Banderas, Brolin, Pinto und Watts tut sein übrigens.

Somit finde ich das erneut ein neuerer Allen-Film etwas unterbewertet wird. Natürlich muss man sich den Vorwurf gefallen lassen, das hier mal wieder nur alter Wein in neuen Schläuchen präsentiert wird. Doch nur weil dieser Film in dem Kosmos Allen's betrachtet keine Innovationen bietet, so bleibt er in der gesamten Film-Welt dennoch einzigartig. Lockere - jedoch trotzdem zu gewissen Grad tiefsinnige, Komödien mit immer überzeugenden Dialogen und 1a Darstellern, gibt's halt nur von Woody Allen. Und das lässt seine Filme, zumindest in meinen Augen, immer wieder vergleichsweise frisch wirken.

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Le Samourai

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Signed! Genau so gings mir auch, absolut unterbewertet! Vor allem wenn man sieht, was sonst so an modernen Beziehungskomödien vorhanden ist...


Sigmund

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Absolut, da unterschreibe ich euch gleich beide. Unfassbar, wie schlecht diese filmische Perle hier großteils wegkommt.


Benjamin Barker

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Bewertung7.0Sehenswert

"Do you see how ironic and wonderful life is?"

Jeder Regisseur hat Gewohnheiten, daran gibt es nichts zu leugnen. Aber warum sollte man das auch? Natürlich, "You Will Meet a Tall Dark Stranger" unterscheidet sich nicht radikal von Allens anderen Werken. Aber da man das ja bereits von ihm kennt, darf niemand sagen, er wäre böswillig getäuscht worden.

Ich persönlich finde es eher bemerkenswert, wie er immer wieder aufs neue den quasi gleichen Film dreht, ohne dabei auch nur Ansätze von Abnutzungserscheinungen aufkommen zu lassen. Seine Figuren sind immer wieder erfrischend, ihre Verwicklungen immer wieder interessant zu beobachten. Man braucht hier bei der Fülle der Figuren zwar ein bischen Zeit, um 100%ig reinzufinden, doch dann verfolgt man das bunte Treiben mit wachsendem Interesse.

Und hinter der luftig-leichten Inszenierung verbirgt sich, wie immer bei Allen, ein bitterböser Kern, der hier gerade im letzten Drittel nach und nach zum Vorschein kommt. In diesem Teil werden alle Figuren für ihr Verhalten zur Rechenschaft gezogen, mit meistens nicht immer ganz positivem Ausgang. Dort gipfelt dann auch der pointierte Dialog-Humor, der den Film durchgehend ausmacht, in mehreren Höhepunkten. Gerade Naomi Watts, die mich hier positiv überrascht hat, darf noch 2 Mal ganz groß aufspielen, zum einen im Abschlussgespräch mit ihrem Boss (in welchem beide königlich aneinander vorbeireden) und zum anderen beim Wutausbruch bei ihrer Mutter. Dort scheint wieder der typische Allen-Humor durch und brachte mich wiederholt zu herzhaftem Lachen.

Wenn Woody ruft, kommen sie alle. Das war schon immer so und auch hier vereint er wieder ein beispielloses Staraufgebot. Banderas, Brolin, Hopkins, Jones, Pinto und Watts. Ein Cast zum "Mit der Zunge schnalzen", die alle in ihren Rollen glänzen. Abgesehen von Lucy Punch, die mir so sehr auf den Geist gegangen ist, wie lange kein Filmcharakter (oder auch echter Mensch) mehr. Natürlich gehört das zu ihrer Rolle, doch ich befürchte, dass sie eher wirklich so ist, als so eine gute Schauspielerin.

Lansam aber sicher werde ich wohl Woody-Allen-Fanboy. Jedenfalls freue ich mich auf seine weiteren Werke - auch wenn ich weiß, dass sie das Rad wohl nicht neu erfinden werden. But...

"..sometimes the illusions work better than the medicine."

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veseria

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Bewertung5.0Geht so

Leider sehr durchschnittlich. Nichts neues, keine Höhepunkte, hauptsächlich langweilige, flache Charaktere. Ledigliche einige Male scheinen lustige, unterhaltsame Wehrmutsstropfen aus den Charakteren und Situationen hervor die allerdings den Film nicht retten können. Schade bei dem Cast.

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Sonse

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Bewertung5.0Geht so

Woodys Vorletzter ist ihm etwas unvollkommen und lustlos vom Fließband gefallen. Jedem anderen würde man den leider recht langweiligen "You Will Greet a Small Shark Danger" um die Ohren hauen, aber hey, selbst ein misslungener Allen kann meist noch sehenswert sein und zumindest ich bin froh, dass er in seinem Alter noch fleißig weiter dreht.

Diesmal fehlt es mächtig an Witz, nur Gemma Jones' "He left me for another woman… a deceased one. They're often the stiffest competition" rang mir als Echo alter Allen-Wisecracks als einziges einen Lacher ab. Der Rest ist ein Sammelsurium gewohnter Themen vom Beziehungsringelpiez (mehrheitlich ohne Anfassen), über Altherrenfantastereien hin zur Bedeutungslosigkeit des Lebens.

Die in Macbeth-Bezügen verpackte ironische, fatalistische Botschaft des Films ist sowohl hoch moralisch als auch deprimierend. Nur so und in Verbindung zu Allens Gesamtwerk, kann man "You Will Meet A Tall Dark Stranger" etwas abgewinnen, sonst regiert ein Gefühl der Belanglosigkeit.

Ich gestehe, mir den Film vor allem aufgrund seiner Old Vic-Connection angesehen zu haben. Das Theater muss hier kurz als "Oper" herhalten und kürzlich habe ich Gemma Jones' als Queen Margaret in "Richard III" auf eben jener Bühne gesehen. In Woodys Film ist sie diejenige, die mir aus dem Ensemble positiv in Erinnerung bleiben wird.

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Le Samourai

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein für mich unverständlicherweise etwas unterbewerteter Woody. Gewohnt bissig und subtil zynisch zeichnet er einmal mehr das Bild der neurotischen, unzufriedenen, leicht pessimistischen Großstädter. Auf seiner Europaexkursion ist zum bereits vierten Mal London Schauplatz seines ironischen Ensemblestückes. Gewohnt souverän führt Woody seine Schäfchen - u.a. Naomi Watts, Anthony Hopkins, Antonio Banderas, John Brolin - durch die Irrungen und Wirrungen des zwischenmenschlichen Zusammenlebens.
Klar, auch in seinem bereits 41. Film erfindet Woody das Rad nicht neu und seine Themen bleiben die alten, jedoch liefert er auch hier wieder überdurchschnittlich intelligente, auf jeden Fall sehenswerte Komödienkost ab.

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Dachsman

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Bewertung6.0Ganz gut

Alles sehr fluffig, recht amüsant. Gute gespielt, keine Frage. Locker-leichte Unterhaltung.
Das kann aber auch nur bedingt verschleiern, dass sich Woody Allen (in meiner Wahrnehmung) seit jetzt bald 6 Jahren vollkommen um die eigene Achse dreht. Britische Mittel- oder Oberschicht, intellektuell, jung gut aussehend und deren Probleme. Die bewährte Rezeptur funktioniert mal mehr (Match Point) mal weniger (Vicky Cristina Barcelona) gut und den Vorwurf der "verfilmten Altherrenphantasie" muss sich Herr Allen einfach gefallen lassen.
So ist auch "You'll meet a tall dark stranger" gelungen, aber irgendwie auch herzlich egal. Kurz gekaut, schnell verdaut und [für immer] vergessen (um mal die Berliner Schnauze zu Wort kommen zu lassen). Die titelgebende Vorhersage, die Wahrsagerin und Gemma Jones ist dabei Comedy, dafür aber auch recht lustig, auch wenn das ganze eher Sitcom-Charme versprüht, wobei man hier wohl davon ausgehen kann, dass der Charakter als Comic-Relief angelegt ist. Was man von der Posse, in die sich Anthony Hopkins reinstürzen muss (leider!) nicht behaupten kann. Das hätte, wenn überhaupt, wirklich höchstens als reine Karrikatur funktioniert. Der Rest ist recht egal, wie oben geschrieben, Dienst nach Vorschrift. Das ist nicht schlecht, aber eben auch nicht sonderlich aufregend.
Schließen wir diese kleine Review mit einem heiteren Spaß:
Tja, Herr Allen, da sind sie momentan wohl nur der zweitbeste Woody im Filmgeschäft. Ha, ha, ha...

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Der Franzose

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Bewertung4.0Uninteressant

Ich sehe den ersten Flop nach dem grandiösen Match Point !

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Mr. Pink

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Bewertung6.5Ganz gut

Anthony Hopkins als Alfie Shebritch hat mir sehr gut gefallen und macht den Film ziemlich sehenswert. Ansonsten ganz nett, aber auch nichts für die Ewigkeit...

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