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James Bond 007 - Im Angesicht des Todes
A View to a Kill (1985), GB/US Laufzeit 126 Minuten, FSK 12, Abenteuerfilm, Actionfilm, Thriller, Kinostart 08.08.1985
5.6
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von John Glen, mit Roger Moore und Christopher Walken
Den Sowjets ist ein Chip in die Hände gefallen, der einer Nuklearexplosion standhalten soll. James Bond nimmt die Ermittlungen auf.
In Sibirien ist James Bond (Roger Moore) auf der Suche nach der Leiche eines ermordeten Kollegen, der einen wertvollen Mikrochip bei sich trug. Wieder zurück, stellt sich heraus, daß eben dieser Chip bereits in großen Mengen produziert wird. Der Verdacht fällt auf den Industriellen Max Zorin (Christopher Walken). Zusammen mit Pferdekenner Sir Godfrey Tibbett (Patrick Macnee) schleicht sich 007 bei einer Feier im Hause Zorin ein…
Mehr Bilder (6) und Videos (3) zu James Bond 007 - Im Angesicht des Todes
Cast & Crew
Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails James Bond 007 - Im Angesicht des Todes
- Genre
- Abenteuerfilm, Agentenfilm, Thriller, Actionfilm
- Zeit
- 1980er Jahre
- Ort
- Ascot, Eiffelturm, England, Frankreich, Golden Gate Bridge, London, Paris, San Francisco, Silicon Valley
- Handlung
- Arzt, Bergwerk, Blockbuster, Doping, Drogen, Drogenmissbrauch, Erdbeben, Erzbösewicht, Explosion, Feuer, Feuerwehr, Feuerwehrauto, Geheime Identität, Helikopter, Mikrochip, Mörder, Pferderennen, Pipeline, Rennpferd, Secret Service, Skifahren, Snowboarding, Terrorist, Verfolgungsjagd, Zeppelin, Überflutung
- Stimmung
- Gutgelaunt, Hart, Sexy, Spannend
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Kritiken (4) — Film: James Bond 007 - Im Angesicht des Todes
Timo K.: Blockbuster Entertainment
Kommentar löschenFeuer speit Roger Moores poppiges Alterswerk, es bedeutet, dass er noch einmal alles geben will, bevor er sich auf dem Liegestuhl in der Karibik zur Ruhe legt. Duran Duran und die (gecoverten) Beach Boys treiben ihn mit pochenden Beats in der Eiswüste voran, das Eis schmilzt, die Kälte vergeht, Moore springt, schlittert, dreht sich, Moore ist Bond, am eindrücklichsten in der vielleicht besten Eröffnungsszene der Ära Roger Moore. Rückblick: Wurden Connerys Augenbrauen buschiger und das Haar zunehmend weißer, wachsen Moore zunehmend tiefere Falten. Dazu stakst er holpriger durch eine Mordsgeschichte, deren Herausforderungen er sich aber nach wie vor wie ein gelassener Greis erwehren kann, auch wenn der Faustschlag inzwischen wehtut. Den Tenor des aufkeimenden Internetzeitalters per Mikrochip propagierend, gilt es, einen schizoiden Psychopathen aufzuhalten (gönnerhaft: Christopher Walken), der seiner Vorliebe für gedopten Reitsport, improvisierte Problemlösung und übermütige Konkurrenzvernichtung nachgeht. Ihm zur Seite steht eine der befremdlichsten Nebenfiguren der Serie (muskelbepackt: Grace Jones), die kämpferische Stoßkräfte gegenüber Autoritärmenschen androgyn übersteigert und für die Riege der bösen Typen steht, die den Freund und den Feind in sich vereint. Aufgrund reihenweise schwindelerregender Luftstunts und der "Indiana Jones"-Mine ist das ein kleiner wehmütiger, amerikanischer Lebewohl-Bond, dem es jedoch misslingt, die (auch weibliche) Hauptattraktion aufzuführen.
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Xander8112: Xanders Blog
Kommentar löschenNaja. Vielleicht nutzt sich das Konzept ab, wenn man 11 Bond Filme auf wenige Tage verteilt nacheinander guckt. Vielleicht liegt es aber auch an dem Film, dass er gar nicht so gut ist, an Roger Moore, dass er irgendwie zu alt ist und an Duran Duran, dass das Titellied scheiße ist.
Aber irgendwie ist “Im Angesicht des Todes” nicht so wirklich gut, aber auch nicht schlecht. Er ist einer der “normalen” Bond-Filme, die wahrscheinlich eher seltener erwähnt werden, weil sie nur solide Kost bieten und keine herausragenden Bond-Momente.
“Im Angesicht des Todes” präsentiert einen Bösewicht, der zwar schauspielerisch nicht schlecht ist, dafür aber nicht ganz so größenwahnsinnig und verrückt wie seine Vorgänger. Hier werden Geschäfte gemacht und keine Welt erobert. Keine Raumschiffe entführt, Atombomben auf Großstädte gerichtet oder Fort Knox mit Nervengas überfallen. Zorin will einfach nur ein Monopol im Computerchip-Markt. Das holt Bond zwar auf den Boden der Tatsachen zurück, macht ihn aber dafür auch etwas langatmig.
Also: Kein expliziter Guckbefehl, aber auch kein Abraten.
http://xander81.wordpress.com/2008/10/29/kritik-james-bond-007-im-angesicht-des-todes
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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...
Kommentar löschenTrotz fortgeschrittenen Alters schultert Roger Moore seinen letzten Bond mit souveräner Leichtigkeit. Nach der enttäuschenden Pre-Title-Sequenz entwickelt John Glen eine nahezu konkurrenzlose Dynamik, die selbst in den vergleichsweise ruhigen, dafür jedoch clever austarierten Pferderennszenen aufrechterhalten wird. Die Besetzung mit Patrick Macnee und Christopher Walken ist zudem ein wahrer Coup, der auch die guten, aber offensichtlicher denn je gedoubelten Actionszenen ausgleicht.
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der cineast Fri, 05 Oct 2012 22:36:30 -0000
Antwort löschenKonkurrenzlose Dynamik? WTF.
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschender letzte Moore-Bond, was für ein Abschied!
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Kommentare (33) — Film: James Bond 007 - Im Angesicht des Todes
Wall Tue, 14 May 2013 20:21:09 -0000
Kommentar löschenSchon zwei Filme zuvor war ich der Meinung, dass Roger Moore bereits hätte abgelöst werden sollen. Zu ausgelutscht war seine humoristische Playboy-Tour, zu häufig wiederholten sich die Gags und zu alt war er mittlerweile. Dadurch wirkte er einfach ein wenig unbeholfen und hölzern in den Action- und unglaubwürdig in den Liebesszenen. Und auch in "Im Angesicht des Todes", seinem endlich letztem Bond-Film, hat sich daran nicht viel geändert - zu dieser Zeit war er mit 57 Jahren sogar fast schon im Rentenalter...und das sah man ihm auch an!
Dennoch empfinde ich "A View to a Kill" ansonsten nicht als schlechten Bond-Film, trotz der eher mäßigen Kritiken. Besonders gefiel mir die Story, welche interessant und zeitgemäß, wenn aber auch nicht wirklich spannend war. Dafür fehlten die (Action-)Höhepunkte in der Mitte des Films. Und auch das Finale ist dann mehr oder weniger actionmäßig enttäuschend, weil auch recht kurz. So hätte man den Film durchaus etwas kürzer halten können und mit ein paar mehr Action-Szenen wäre es eine runde Sache gewesen. Ansonsten ist die Action nämlich recht gut gemacht, bzw. zumindest sind die Stunts für die damalige Zeit sehr aufwändig - wie z.B. der Sprung vom Eiffelturm, die Feuerwehrwagen-Verfolgungsjagd oder die Golden-Gate-Bridge-Szene zum Schluss. Auch gefiel mir Christopher Walken in der Rolle des Bösewichts äußerst gut. Er gibt eine starke Performance ab und bleibt mir als einer der besten Bond-Bösewichte im Kopf.
Insgesamt also ein durchschnittlicher Bond, der das Kapitel Roger Moore endlich beendet - ohne seinen Fans jetzt zu nahe zu treten. Seine Zeit als Bond war ja anfangs wirklich erfrischend und auch unterhaltsam, da er mit seiner charmanten und humorvollen Art das Image des Franchises vom kühlen Geheimdienst-Thriller zur lockeren Agenten-Komödie prägte. Doch irgendwann hat man auch davon genug und generell soll man ja eigentlich aufhören, wenn es am schönsten ist...auch wenn der Zeitpunkt schon längst überschritten wurde. ;)
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the assassin 666 Fri, 05 Apr 2013 19:25:00 -0000
Kommentar löschenSehr gutes, klassisches 007 Abenteuer. Roger Moore ist zwar schon ein bisschen in die Jahre gekommen aber das augenzwinkernde das er der Figur James Bond verliehen hat ist immer noch allgegenwärtig. Er macht sich immer noch gut als (Frauen)held
als Bsp ("trägt seinen Schützling die Feuerwehrleiter hinuter *find ich klasse*) Allgemein ist die Besetzung ein Gewinn für den Film Christopher Walken glänzt als psychopatischer Gegenspieler und mit Grace Jones alias May Day hat Bond einmal einen sehr starken weiblichen Gegenspieler. Und dann ich da noch Patrick McNee als Bond Chaffeur.
Die Story ist Bondtypisch gelungen, die Action ansehnlich und das Finale auf der Golden Gate Bridge merkt man sich auch.
Ich mag diesen Bond ganz gerne und er findet sich ebenfalls in meiner Sammlung wieder. :)
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uncut123 Sun, 10 Mar 2013 01:29:46 -0000
Kommentar löschenda hab ich nun endlich meil ein bond teil aus den 80er jahre gesehen und hab echt mehr erwartet...schade
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MrDepad Wed, 06 Mar 2013 20:08:59 -0000
Kommentar löschenBond 50: Die Jubiläums-Collection [Blu-ray] -14/22- "Im Angesicht des Todes"
Mit diesem Teil verabschiedet sich Roger Moore, leider ist es für mich kein gänzlich gelungener Abschied geworden.
Der Einstieg beginnt mit einer Skiverfolgungsjagd, von denen man allerdings mittlerweile genug gesehen hat, so dass diese ganz nett ist, mehr nicht. Nach dem Opening geht es zunächst wirklich sehr gut los. Nach einer kleinen Einführung in den neuen Auftrag von 007 gibt es gleich eine wirklich tolle Verfolgungsjagd, in der Bond erst zu Fuß, dann im Fahrzeug der Gefährtin von Max Zorin, dem Bösewicht, hinterher jagt. Zorin wird hier von Christopher Walken gespielt, leider fand ich seine Performance nur mäßig. Anfangs kommt er zwar recht fies rüber, später macht er jedoch eine übertriebene Wandlung durch, die mir nicht wirklich gefallen hat. Seine Gefährtin MayDay ist da schon interessanter, die wird nämlich von Grace Jones gespielt, welche durch ein brachiales, physisches Erscheinungsbild Eindruck macht. Leider wird auch bei ihrer Figur ordentlich Potential verschenkt und sie geht ein wenig unter. Nach dem wie erwähnt tollen Einstieg geht dem Film nach ca. 45 Minuten bereits merklich die Luft aus und Langeweile hat sich bei mir breit gemacht. Keine Szene kann wirklich sonderlich beeindrucken und alles läuft ein wenig unspektakulär vor sich hin. Dazu kommt, dass das Bond-Girl, gespielt von Tanya Roberts, ziemlich schwach ist und man keinerlei Interesse für sie entwickelt.
Roger Moore gibt sich sichtlich Mühe, doch gegen das mäßige Drehbuch kommt er eben auch nicht wirklich an und so bleibt ein Abschied, der aufgrund von viel verschenktem Potential nicht wirklich schwer fällt. Trotzdem Danke an ihn für meiner Meinung nach 4 richtig fantastische Bond-Filme (Leben und Sterben lassen, Der Spion, der mich liebte, Moonraker, Octopussy).
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Oliver0403 Mon, 18 Feb 2013 02:41:06 -0000
Kommentar löschenSo damit wäre dann auch der letzte Auftritt von Roger Moore als 007 gesehen und bewertet. Für meinen Geschmack sind die Filme alle fast identisch. Und in keinem seiner Filme schafft es Roger Moore an Connery's Klasse heranzukommen. Jeder hat eben seine eigene Art und Weise an sich. Nur gefällt mir Connery eben besser.
Was diesen hier angeht, so hinterlässt besonders Christopher Walken mit seinem spitzbübischen Lächeln einen bleibenden Eindruck. Allerdings wirkt Grace Jones als May Day auf mich eher wie ein Mannsweib.
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Pyro 91 Fri, 15 Feb 2013 01:19:14 -0000
Kommentar löschenDer Film startet und wir befinden uns wieder mal in einem Skigebiet, wo Bond vor bewaffneten Gegner flüchten muss. Ich hab eigentlich noch nie darüber nachgedacht, aber innerhalb der Bond-Reihe wird wirklich viel recycelt. Ich weiß gar nicht, wie oft wir schon eine Actionsszene zu Gesicht bekommen haben, die sich im Schnee abspielte. Der einzig neue "Twist" ist hier, dass Bond zu "California Girls" snowboardet, ein Song der mir gleich ein Lachen entlockte, weil es auf die epische Modifkation des "On her Majesty´s Secret Service"-Theme folgte. An sich haben wir hier eine actionreiche Eröffnungsszene, die keinerlei Wünsche öffen lässt.
Darauf folgte der unheimliche geile Duran Duran-Song "A View to a kill", der einfach ohrwurmig ist und von Maurice Binder mit surrealen, verführerischen Bildern präsentiert wird. Einfach cool!
Es geht weiter mit der Briefing-Sequenz, in der wie üblich der Plot gestartet wird. Moneypenny, Q und M sind da und es ist mal wieder höchst amüsant. Man muss einfach nur auf Roger Morres Gesichtsausdruck, speziell seine Augenbrauen achten und hat genug Stoff um sich schief zu lachen.
Bond, M, Moneypenny und Q begeben sich dann zu einer Pferderennbahn, wo sie Bösewicht Zorin ausspionieren wollen.
Ich finde es einfach köstlich, dass der britische Geheimdienst offenbar keine anderen Angestellten für diese Aufgabe hat und Bond deswegen die drei mitnehmen muss.
Roger Moore ist inzwischen richtig alt geworden. Auffällig ist, dass er in Actionsszenen sehr oft gedoubelt wird und man kaum noch Nahaufnahmen von ihm sieht, wenn er sich ins Getümmelt wirft. Er besitzt immer noch seinen unabgänglichen Charme und doch sieht man ihm in vielen Dialogszenen seine Falten an und denkt sich, ja, eigentlich ist der Mann zu alt für den Scheiss. Doch wie beim Vorgänger hat es einen gewissen Unterhaltungsfaktor, wenn Bond-typische Dinge von einem alten Mann getan werden.
Der Bösewicht Christopher Walken, gespielt von Christopher Walken , ist erinnerungswürdig und wohl einer der kaltschnäuzigsten Bond-Gegner.
Dass mit ihm etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist, merkt man spätestens, wenn er einen Spion in eine zerheckselnde Hochgeschwindigkeitsturbine wirft.
Besonders hassenswert wird er allerdings erst am Ende, als er die hart arbeitenden Männer im Bergwerk von den Fluten mitreißen lässt und einige davon mit psychopathischer Freude mit dem Maschinengewehr abknallt.
Er ist intelligent, brutal und Walken gibt ihm eine kindliche Naiviät, die unangenehm und fast schon abstoßend ist.
Seine Handlangerin May Day macht Bond zunächst ganz schön zu schaffen, doch nachdem diese auch von Zorin enttäuscht worden ist, opfert sie sich zum Wohle seines Untergangs. Eine nette Wendung, die passend und nachvollziehbar ist.
Es gibt auch großartige Actionsszenen zu verzeichnen. Allein schon die Eröffnungsszene ist rasant und verspricht Großes. Dann folgte eine coole
Verfolgungsjagd auf dem Eiffelturm, in der Mayday mit dem Fallschirm abspringt und Bond ganz schön staunen lässt. Das Highlight dieser Verfolgungsjagd ist Bonds Diebstahl eines Autos, das er über eine Sprungschanze fährt, was für eine Landung auf einem Bus sorgt. Danach verliert er sein Dach durch eine Schranke und wird schließlich vehikelmäßig halbiert, weil er von einem anderen Auto gerammt wird. Doch er kann damit immer noch weiterfahren! Einfach herrlich albern!
Man könnte diesen Film auch "Bond gegen die vier Elemente nennen", denn Zorin versucht ihm mit allen möglichen Mitteln zu schlagen. Zunächst will er Bond in einem getürkten Pferderennen besiegen, dann will er ihn in einem Auto versenken und durch eine Turbine vierteilen, ein wenig später in einem Aufzug verbrennen lassen und schließlich in einem schwindelerregenden Faustkampf auf der Golden Gate Bridge schlagen. Jaja, hier geht es heiß her und Bond muss hart kämpfen um Herr über die Elemente zu werden. xD
Vor allem letztere Szene ist die bisher spannendeste Bösewichtskonfrontation. Die Bergsteigaktion in "In tödlicher Mission" war schon aufregend, aber wenn Zorin hier auf Bond mit seinem Hackebeil losgeht und die beiden auf dem höchsten Punkt der Golden Gate Bridge miteinander ringen, dann wird es einen ganz schön flau im Magen. Erschwerend kommt noch hinzu, dass Bond sich um Stacey ("Ich weiß nicht was explosiver ist.") auch noch kümmern muss.
Mit diesem spektakulären Showdown endet Roger Morres Bond-Karriere wirklich auf den bestmöglichen Höhepunkt und er hätte sich kein ehrenwerteres Exit wünschen können. Mal abgesehen von obligatorischen "Bond mit Frau unter der Dusche"-Ende, das ihm noch die Gelegenheit gibt "einiges zu bereinigen". Sehr witzig dabei auch der erregte Q, der Bond mit seiner Freundin unter der Dusche per Videoroboter filmt und enttäuscht ist, als Bond ein Handtuch auf die Kamera wirft. Q FTW!
Bond-Girl Stacey, gespielt von Tanya Robert, ist unheimlich scharf und meistert ihre Rolle als smarte Frau, die in außergewöhnliche und gefährliche Umstände verwickelt wird, ziemlich gut.
Der beste Teil des Films - mal vom Finale abgesehen - ist für mich der Aufenthalt von Bond in Staceys Haus.
Zunächst wehrt er ihre Angreifer ab und verteidigt sie (dabei gibt es einen herrlichen Gag mit einer antiken Vase ), backt ihr einen Kuchen (?) und deckt sie zu, als sie ins Bett geht. James Bond entdeckt Vatergefühle! So hat man ihn auch noch nicht gesehen. Schon interessant, wie in den letzten Filmen mit Bonds Frauenwahl umgegangen wurde. Wie bei Melinda in "In tödlicher Mission" lässt Bond sich hier Zeit und wartet bis zum Ende der Mission um loszulegen.
Sonstiges:
- Tibbett war ein cooler Agent und hatte eine wunderbare, eingespielte Chemie mit Bond. Die Herr und Diener-Dynamik der beiden war köstlich und es war schade, dass er umgebracht wurde.
- Ich finde es gut, dass wir hier nicht so viele Locations besuchen und mehr Zeit haben, um uns an das Ambiente zu gewöhnen. So geht fast eine Stunde auf Zorins Anwesen drauf, gute zehn Minuten in Stacey Wohnung und auch der erste Showdown spielt sich nur in Zorins Mine ab.
- Der Polizisten-Nebenplot war mal wieder total daneben und pointless. Als ob der Film noch zehn Minuten zu kurz gewesen wäre und man darauf noch etwas lockeren Humor einfügen wollte. Es scheint so, als wollte man die nächste Konfrontation mit Zorin noch etwas verschieben und deswegen musste die halbwegs amüsante Verfolgungsjagd durch die Polzei noch als Puffer dienen.
- Starke Szene zwischen Bond und Zorin, als ihn dieser in seinem Büro empfängt. Bond spielt seine falsche Rolle und redet über Pferdehaltung, während Zorin auf seinem Computerbildschirm - den Bond nicht sehen kann- seine wahre Identität erfährt. Chris Walken reagiert darauf mit anerkennenden, kindlichen Grinsen, als ob er sich über diese neue Konfrontation mit einem würdigen Gegner freut. Toll gespielt von beiden!
"Im Angesicht des Todes" erweist sich als perfekter Abgang für Roger Moore und überzeugt durch einen starken Bösewicht, herrlich alberne und spektakuläre Actionsszenen, sehr ausgewogenes Pacing, einen sorgsam konstruierten Plot, ein scharfes Bond-Girl und einen wunderbaren Score plus Titelsong.
----
Und so geht eine Ära zu Ende. Sieben Moore-Bonds, sieben komödiantische Highlights. xD Ich muss sagen, der nächste Bond-Darsteller wird es schwer bei mir haben. Gut, Dalton hat nur in zweien mitgespielt, da kann man sich eh kaum an den Darsteller gewöhnen. Die Brosnan-Bonds kenne ich zum Teil schon und war nicht allzu sehr begeistert. Und die Craig-Bonds...naja. Ich muss sagen, dass mein Herz inzwischen doch hauptsächlich für die albernen Bonds wie "Man lebt nur zweimal" und "Moonraker" schlägt.
Ich hab das Gefühl, dass ich nun nach "Im Angesicht des Todes" vielleicht schon das spaßigste hinter mir habe. Die Dalton-Bonds sollen ja eher brutal sein und die zwei Brosnan-Bonds, die ich kenne waren eher lahm ("Die another day", "World is not enough"). Die 70er und 80er waren natürlich auch eine andere Zeit, was Filme anbelangt, aber mir gefiel vor allem bei den Moore-Bonds wie "urig" und skurril sich die Filme angefühlt haben. Klar, da wurde auch schon einkalkuliert, was ein Bond-Film haben muss, aber gleichzeitig gab es so viele seltsame Dinge in diesen Filmen, die im Gegensatz zu heutigen Standard-Actionmurks wenigstens orginell und kreativ waren.
Auf jeden Fall war es bisher eine interessante, spannende und höchst amüsante Reise.
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Freidenker Sun, 13 Jan 2013 17:12:28 -0000
Kommentar löschenNach 7 zwar nicht immer herausragenden doch auf jeden Fall unterhaltsame Bond-Filme liefert Roger Moore eine doch sehr gelungene Abschiedsvorstellung ab.
Im Gegensatz zu seinem Vorgänger "Octopussy" ist dieser Film wieder viel ernsthafter und erinnert somit wieder an "Im Angesicht des Todes" wobei er im Vergleich dazu doch viel spektakulärer ist.
Die Handlung erinnert insgesamt stark an den großen Klassiker "Goldfinger",so will der Großindustrieller und Pferdeliebhaber Max Zorin eine Bombe an einer brüchigen Stelle des San-Andreas-Grabens zünden und damit ein Erdbeben und eine Springflut auszulösen,die das Silicon Valley überfluten soll,wodurch Zorin wiederum den Weltmarkt mit seinen Mikrochip überfluten kann.
Bonds-Wiedersacher Max Zorin wird dabei wirklich großartig von Christopher Walken gespielt und ist Bond ein wirklich ebenbürtiger Gegner und zählt für mich mit zu den besten Bond-Bösewichten überhaupt.
Alleine schon die Idee das Zorin das Resultat von einen Menschenversuch von einem deutschen Wissenschaftler ist,hat irgendwas,dazu gibt es mit Grace Jones als May Day auch eine wirklich hervorragende Handlangerin.
Auf der anderen Seite gibt es mit Tanya Roberts jedoch leider eins der blassesten Bond-Grils überhaupt.
Aber dafür gib es jedoch mal wieder tolle Settings,großartige Actionszenen und ein wirklich hervorragenden Showdown.
Auch die Titelmusik von Duran Duran finde ich einfach genial,auch wen sie sich deutlich von den sonst eher balladenhaften Songs der Vorgänger abhebt.
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el_presidente87 Thu, 03 Jan 2013 13:18:03 -0000
Kommentar löschenFür mich ist es auf jeden Fall der schwächste Moore-Bond, was auch an dem bereits sichtlich gealterten Roger Moore liegt, der Bond nicht mehr glaubhaft verköpern kann. Christopher Walken als Bösewicht finde ich durchaus passend. Grace Jones nervt mich ehrlich gesagt in dem Film. Tanya Roberts bleibt mir zu blass. Für die netten Einfälle zur Story, die gut gewählten Schauplätze, angemessene und nicht überdrehten Actionszenen und vor allem Patrick Macnee als Bonds Chafeur gibt es dennoch viele Pluspunkte.
Trotz einiger toller Bond-Momente und Schauplätze, auf die Bond-Fans lange warten mussten, ist der Film für die Ansprüche der Reihe doch etwas unterdurchschnittlich.
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cinram Tue, 20 Nov 2012 14:25:49 -0000
Kommentar löschen"From A View to A Kill" ist wieder eine Kurzgeschichte Ian Flemings, der bei der Veröffentlichung in Deutschland "Tod im Rückspiegel" hieß und Teil eines Sammelbandes war! Der Original- Titel lehnt sich an den dritten Vers eines Jagd- Liedes von 1820 an und hat außer diesem, nur den Handlungsort Paris mit dem Film gemeinsam!
Erstmal ein Kompliment an Roger Moore, der damals mit 57 Jahren -ob mit, oder ohne Makeup- noch wirklich gut aussah und den Agenten wie gewohnt charmant, smart, ironisch und symphatisch (er "kocht" diesmal sogar für eine Frau- find ich cool) in seiner Performance rüberbringt!
Allerdings fällt es diesmal bei aller Fantasie und Bond- Enthusiasmus schwer, ihm die unzähligen Stunts und andere haarsträubende Akrobatik abzunehmen, dazu sieht man ihn ZU oft vor einer Leinwand agieren! Es fehlt trotz seiner immer noch stattlichen Erscheinung einfach die Relation!
Übrigens übernahmen ganze 18 Doubles diesmal die gefährlichen, sportlichen Betätigungen von 007!
Roger selbst sah das vermutlich genauso und gab nach seinem siebten Einsatz seine Lizenz weiter, an den nächsten!
Der Film selbst ist in Ordnung und für mich etwas besser als sein Vorgänger! In "A View To A Kill" gibt es endlich wieder einen herrlich durchgeknallten Widerling namens Max Zorin, der wunderbar von Christopher Walken verkörpert wird!
Zorins rechte Hand, sein Bodyguard und zugleich Killerin, May Day, wird von der gebürtigen
Jamaikanerin Grace Jones gespielt! Exzentrisch und maskulin, ist die Amazone hier als eine sehr ungewöhnliche, originelle Figur zu sehen und macht ihre Arbeit ganz anständig!
Beeindruckend ist ihr letzter Gesichtsaudruck über die Erkenntnis, daß Zorin, den sie liebt, sie nicht nur verraten, sondern sie ihm nie etwas bedeutet hat!
Das hiesige Bond- Girl Tanya Roberts mimt eine Geologin, namens Stacey Sutton, die sich lt. Broccoli die Haare Blond färben mußte und die außer Attraktivität, noch den schärfsten Popo der gesamten Reihe zu bieten hat!
Auf einer Kiste mit Sprengstoff hockend, sagt sie zu Bond: "Sehen Sie mal, worauf ich sitze!" (Großaufnahme) Bond: "Da fragt man sich, was explosiver ist!"
Darauf beschränkt sich leider der Part von Miss Roberts! Nicht Doof, aber wenig Persönlichkeit mit wenig Erinnerungswert, schade!
Die riesige Halle auf dem "Pinewood- Studios" Gelände, die eigens für "The Spy Who Loved Me" erbaut worden war, brannte Mitte 1984 fast vollständig aus! Während der Neuerrichtung wurden die meisten Außenaufnahmen in Paris und San Francisco gedreht und im Januar 1985 war die Halle wieder "befilmbar", mit der riesigen Dekoration der Mine von Zorin!
Die Eröffnugssequenz von "A View To A Kill" spielt in Sibirien, wurde aber am größten Gletscher Islands und an der schweizerisch- italienischen Grenze gedreht! Der Bond- bewährte Willy Bogner wurde mit der Regie betraut und lieferte wieder, wie gewohnt, spektakuläre Aufnahmen ab!
Ähnlich wie bei dem Spiralsprung in "The Man With The Golden Gun", verwurstete die Nachbearbeitung mit der Unterlegung eines "Beach Boys"- Songs eine Verfolgungsjagd- Szene in der eindrucksvollen, eisigen Kulisse, die auch als eine Speiseeis- Werbung hätte durchgehen können und unterbrach dadurch brutal die Spannung, um für ein paar (geneigte) Lacher zu sorgen!
Der Film bietet aber noch einiges an Action, die dann zum Glück nicht mehr lächerlich gemacht wird, z.B. der Sprung vom Eifelturm, für den sich die Weltmeister des U.S.- Fallschirmteams verantwortlich zeichnen, die Autojagd quer durch Paris mit einem Renault 12, der dabei in zwei Teile bricht und mittels speziell eingebautem Vorderradantrieb dennoch weiterfahren kann (Renault verwendete später die Szene für eine Anzeigenkampagne), oder die Flucht von Bond und Stacey mit einem Feuerwehrwagen durch San Francisco (die damalige Bürgermeisterin, Dianne Feinstein sagte der Produktion vollste Unterstützung zu und Broccoli bedankte sich, indem er die Weltpremiere am 24.Mai 1985 in dieser Stadt stattfinden ließ) und so weiter...!
Der Titelsong von "Duran Duran" erschien Broccoli erst zu rockig, aber nach anfänglichem Zögern sagte er zu! Bei uns in Deutschland war die Höchstplatzierung dieses Hits die Nr. Neun, dafür hielt er sich aber 21 Wochen in den Charts und kam weltweit gut an (sogar 1.Platz in den U.S.A.)!
155 Mio.$ spielte "A View To A Kill" an den Kinokassen ein, also das fünf bis sechsfache seiner Herstellungskosten, aber nun war "Eon Productions" ernsthaft gezwungen, sich nach einem Ersatz für Roger Moore umzusehen!
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RoosterCogburn Tue, 20 Nov 2012 15:30:42 -0000
Antwort löschenDas "Like It" gibt es für den schönen und vor allem informativen Kommentar (auch wenn mir als Bond-Fan das meiste davon bekannt ist). Allerdings finde ich diesen Bond schon grenzwertig. Das liegt an Roger Moore. Er ist viel zu alt für die Rolle und unglaubwürdig.
cinram Tue, 20 Nov 2012 22:57:37 -0000
Antwort löschenDanke Dir, Rooster!
Wie bereits angedeutet, ist das wohl auch der Grund, warum Roger Moore 1985 z.T. spöttisch 0070 betitelt wurde, aber wie gesagt, er zog seine Konsequenzen (bzw., es ist schwer zu glauben, daß Broccoli, Moore mit 59 nocheinmal als Bond vor die Kamera gezerrt hätte- trotz dessen Beliebtheit)!
the assassin 666 Wed, 21 Nov 2012 23:24:41 -0000
Antwort löschenToller Kommentar, ich fand Moore auch zu alt für die Rolle aber Walken als sein Gegenspieler und May Day waren klasse...
Für mich der Lieblingsbond mit Roger Moore als 007. :)
cinram Thu, 22 Nov 2012 07:38:05 -0000
Antwort löschenBond: "Ich werde Ihnen jetzt die Warheit sagen! Mein Name ist Bond!- James Bond!"
Stacey: "Tatsächlich?"
Bond: "Ja!"
Police- Officer: "Wenn Sie James Bond sind, dann bin ich Donald Duck und der verhaftet Sie jetzt!"
Filmkenner77 Thu, 22 Nov 2012 17:03:08 -0000
Antwort löschenIch muss zugeben, dass der zu alte Moore für mich den Film ein wenig kaputt gemacht hat.
cinram Thu, 22 Nov 2012 17:35:27 -0000
Antwort löschenIch nehme an, daß Du wie ich auch, über ALLE Abenteuer unseres Lieblings- Agenten verfügst und auch stets versuchst, daß BESTE aus ihnen herauszufiltern! Einen, oder mehrere schwächere Vertreter der 007- Serie aus unserer Sammlung zu verbannen, ist für uns undenkbar, auch wenn wir um deren Schwächen wissen, so wollen wir sie dennoch in unserem Reportoire haben, sonst hätte ich z.B. "Die Another Day" längst verschenkt!
Alle 8 Antworten zeigen
Filmkenner77 Fri, 23 Nov 2012 16:08:20 -0000
Antwort löschenDa hast du vollkommen recht. Selbst der schwächste Bond bekommt bei mir noch eine 6.0. Wäre es kein Bondfilm, dann hätte dieser vermutlich 1 bis 2 Punkte weniger von mir bekommen.
RoosterCogburn Sat, 24 Nov 2012 12:28:10 -0000
Antwort löschenDen Vergleich könnte ich gar nicht ziehen. Ich habe noch immer nicht auch nur einen Bond hier bewertet (ich weiß gar nicht wieso?). Obwohl ich inzwischen alle gesehen habe.
Am besten ich widme mich nochmal komplett, dem Thema mitsamt Kommentaren.
Agent Smith93 Tue, 23 Oct 2012 02:46:48 -0000
Kommentar löschenEtwas endet etwas beginnt. In diesem Fall endet die Dienstzeit von Roger Moore als James Bond. Sieben Filme lang hat er uns mehr als nur gelungene Unterhaltung geboten. Dafür möchte ich mich hier nun bei ihm bedanken. Sie waren vielleicht nicht der beste James Bond Herr Moore, aber definitiv der spaßigste von allen. So oft lachen konnte ich bei keinem anderen Bond-Darsteller mehr. Nochmals vielen Dank! Und nun erstmal zum Film selbst. (Nach der Kritik zu diesem Film werde ich weiter unten genauso wie bei Connerys letztem Streifen auch ein Ranking der Moore-Bonds machen) Viel Spaß beim Lesen. Ich muss zugeben, dass ich nicht gerade mit den höchsten Erwartungen an diesen Film herangegangen bin, denn manche Seiten im Internet beschreiben diesen Film als den schwächsten von Roger Moore. Ich kann mich dem auf keinen Fall anschließen. Nach dem etwas zu slapstickartigen "Octopussy" kehrt mit "Im Angesicht des Todes" wieder eine gewisse Ernsthaftigkeit ein. Und das tut dem Film wirklich gut. Die Handlung ist spannend, die Gegner charismatisch und die Action wie immer spektakulär! Nun werde ich versuchen die Handlung grob wiederzugeben. Wie so oft fängt der Film mit einem Einsatz an, der nicht mit der Hauptgeschichte verwoben ist. James Bond scheint in der Antarktis zu sein, und muss dort nach einem erfolgreichen Einsatz einigen Gegnern (darunter auch einem Helikopter) entkommen. Natürlich gelingt es unserem Lieblingspion, und er entkommt in einem als Eisberg getarnten Unterseeboot. Seiner Gehilfin zeigt Bond daraufhin natürlich sehr schnell wie standhaft er noch sein kann:) Nach der Titelsong-Sequenz fängt der eigentliche Handlungsstrang an. Dem KGB ist ein Mikrochip in die Pfoten geraten. An sich wäre dies nichts besonderes, aber jener Chip ist gegen die elektromagnetische Strahlung einer nuklearen Explosion gänzlich immun. Das lässt dem Westen natürlich keine Ruhe, und 007 wird auf den blonden Schönling Max Zorin angesetzt. Dieser scheint ein großer Pferdenarr zu sein, und schafft es sogar mit den lahmsten Pferden zu gewinnen. James Bond schleicht sich in dessen Anwesen unter dem umständlichen Namen Sin-Dschin-Smeith ein. Begleitet wird er von seinem Kollegen Godfrey Tibbet, der sich als Chauffeur ausgibt. Nach einiger Zeit finden die beiden Agenten heraus, dass die Pferde allesamt durch fernsteuerbare Mikrochips manipuliert sind. Diese Chips machen das Nachweisen sämtlicher Steroide praktisch unmöglich. In Wahrheit ist Zorins Zuchtanlage für Pferde nur eine geschickte Tarnung. Zorin möchte den Weltmarkt kontrollieren, und seine Konkurrenten in der Silicon Valley vernichten. Wie es sich bald durch einen weiteren Verbündeten von Bond herausstellt hat der Zuchtberater von Max Zorin Dr. Mortner nicht nur Tiere mit jenen Steroiden manipuliert, sondern auch Menschen. Hier möchte ich nun eine Kleinigkeit erwähnen. Ich konnte in Erfahrung bringen, dass es einen kleinen Unterschied zwischen der deutschen und der englischen Fassung gibt. In der deutschen Version heißt es das Mortner für den KGB Experimente an Embryonen durchgeführt hat. In der englischen Originalfassung arbeitete Mortner jedoch einst für die Nationalsozialisten. Warum diese Änderung vonnöten war, kann ich leider auch nicht sagen. Scheinbar wollte man die Menschen von damals das ganze Nazizeug endlich vergessen lassen. Aber am Ende macht es ja ohnehin keinen Unterschied für die Haupthandlung welche Version man sich anschaut. Jedenfalls wurden einige dieser Kinder tatsächlich geboren, und hatten einen überdurchschnittlichen IQ. Leider gab es auch eine beträchtliche Nebenwirkung. Fast alle dieser Kinder sind schwer schizophren und weisen auch noch andere psychische Störungen auf. Max Zorin ist zweifellos eine dieser "Ausgeburten". Inzwischen plant Zorin eine Bombe unter dem San Andreas Graben zu zünden. Da er vor einiger Zeit große Mengen an Wasser in die dort liegenden Öl-Pipelines eingeführt hat, würde die Explosion eine gewaltige Sintflut auslösen. Bond verbündet sich nun mit der wunderschönen Stacey Sutton und versucht (nachdem die Stadtverwaltung den beiden keinen Glauben geschenkt hat) auf eigene Faust die schreckliche Katastrophe zu verhindern. Nach einem weiteren Mordversuch von Zorin der Bond und Stacey lebendig in einem verschlossenen Aufzug grillen wollte, geht die Handlung mit einer super inszenierten Verfolgungsjagd weiter. Die Szene mit dem Feuerwehrauto war einfach wundervoll, und ich liebe den Moment wo der Polizeichef seinen Kollegen heruntermacht weil dieser seinen Dienstwagen zu Schrott gefahren hat. Währenddessen wird sein eigener Wagen ebenso geschrottet:) Nach der gelungenen Flucht mit dem Feuerwehrauto dringen Bond und seine bezaubernde Begleiterin in eine angeblich verlassene Mine ein. Da Zorin inzwischen wohl endgültig verrückt geworden ist, erschießt er fast alle seiner Untergebenen und lässt die besagte Bombe zünden. Seine ehemalige Geliebte May Day verrät Zorin in seinem Wahn ebenfalls, und lässt sie einfach kaltblütig zurück. Diese entschließt sich aus Verbitterung James Bond zu helfen. Aber wie. Die Bombe tickt bereits und es bleibt nicht mehr viel Zeit...
So und das Finale möchte ich wie immer nicht verderben. Ich kann nur sagen, dass es super spektakulär und ziemlich luftig ist. Nun kommt wie immer meine Rezension zu den Leistungen der Darsteller. Die größte Überraschung in diesem Film war für mich Roger Moore selbst. Ich hatte schon fast einen grauhaarigen Bond mit Krückstock erwartet, doch so schlimm war es dann gar nicht. Roger Moore ist im Vergleich mit dem direkten Vorgänger kaum gealtert. Natürlich ist er nun endgültig in seinen reifen Jahren angekommen, und einige Falten auf der Stirn lassen sich eben nicht mehr verbergen. Hier muss ich noch hier eine Sache loswerden. Bei Sean Connery war der Alterungsprozess deutlich auffälliger als bei Herr Moore. Seit "In tödlicher Mission" ist er kaum gealtert. Vielleicht wurden meine Augen ja durch einen Zauber getäuscht, aber was solls. Ich fand Roger Moore hier sogar noch etwas besser als in "Octopussy". Während Connery sich mit gelangweilter Miene durch seinen letzten Bond-Film schleppte, erweckt Roger Moore immer noch einen gut gelaunten Eindruck. Natürlich fehlt ihm inzwischen auch die Frische und der Esprit seiner ersten vier Filme, aber meiner Meinung nach hatte Roger Moore definitiv die bessere Abschiedsvorstellung als Sean Connery. Manche mögen mich für diese Aussage nun mit rohen Eiern bewerfen, aber ich stehe zu meiner Überzeugung. Das Bond-Girl Stacey Sutton wird von Tanya Roberts gespielt, und hat sofort mein Herz erobert. Ich fand sie und ihre Katze einfach süß. Vielleicht hat die Mieze von Bloefeld ja eine neue Besitzerin gefunden:) Weniger sympatisch fand ich hingegen Grace Jones als May Day. Bitte beachten sie: Das hier hat keine rassistischen Hintergründe! Ich bin kein Rassist! Aber diese Frau war einfach unfassbar abstoßend. Ihre grobe und fast schon maskuline Art und Weise ist meine Sache nicht. Wenigstens hatte sie am Ende eine sehr gute Tat begangen, die sie und ihre Taten stellenweise revidiert hat. Ein besonders großes Lob möchte ich für Christopher Walken als Max Zorin aussprechen. Nach zwei eher durchschnittlichen Antagonisten in den beiden Vorgängerfilmen kann Christopher Walken wieder so richtig überzeugen. Das herzenskalte und menschenverachtende Genie kauft man ihm sofort ab. Nicht umsonst ist dieser Mann ein Oscarpreisträger. Was die anderen Darsteller angeht bin ich ganz zufrieden. Robert Brown als M ist zwar immer noch nicht so toll wie Bernard Lee, aber dennoch ganz passabel. Lois Maxwell ist eine wunderbare Frau (möge sie in Frieden ruhen) aber in diesem Film wirkt sie schon eher wie Grandma Moneypenny. Es war aber ohnehin ihr letzter Auftritt in dieser Rolle. Im nächsten Bond-Film wurde sie durch die wunderschöne Büromaus Caroline Bliss ersetzt. Walter Gotell als General Gogol konnte ich noch in keinem Bond-Film besonders leiden, aber seine Screentime ist wenigstens nie besonders groß. Was die Actionszenen angeht ist alles wie immer auf dem allerhöchsten Niveau. Besonders die Szenen im brennenden Fahrstuhl die Verfolgungsjagd mit dem Feuerwehrwagen und das Finale (na na ich verrate es nicht) sind mehr als beeindruckend. Der Titelsong "A View To A Kill" ist ein rockiges Musikstück das von Duran Duran gesungen wurde. Ich fand es sehr gelungen. Vor allem die Melodie selbst ohne den Gesang war einfach Klasse. Das Lied übrigens war lange Zeit ziemlich weit Oben in den damaligen Hitlisten. Tja, was kann ich denn noch sagen. Ich fand den letzten Einsatz von Roger Moore überraschend gut. Der Unterhaltungswert war sehr hoch, und ich werde mir diesen Film sicher mehr als nur einmal anschauen. Merci Roger Moore. Merci!!!
Da ich nun alle Bond-Filme mit Sir Roger Moore gesehen habe, mache ich hier genauso wie bei jedem anderen Bond-Darsteller (einzige Ausnahme George Lazenby weil er nur einen Film hatte) ein abschließendes Ranking zu seinem Gesamtwerk.
Platz 1: Der Spion der mich liebte. Roger Moores dritter Einsatz ist trotz gewissen Parallelen zu "Man lebt nur zweimal" ein rundum gelungenes Machwerk. Der Film glänzt durch großartige Actionszenen einen super aufgelegten Hauptdarsteller und dem unvergesslichen Beißer! Und wenn Bond am Ende "die Beziehungen vertieft" kann man sich vor Lachen kaum noch einkriegen. Zweifellos einer der besten Bond-Filme überhaupt.
Platz 2: Im Angesicht des Todes. Die letzte Mission von Roger Moore ist meiner Meinung nach auch eine seiner besten. Trotz seines reifen Alters kann der Hauptdarsteller immer noch bestens unterhalten. Die Handlung ist etwas komplex aber super spannend. Und einen Bösewicht wie Max Zorin vergisst man nicht so schnell wieder!
Platz 3: Der Mann mit dem goldenen Colt. Von vielen kritisiert von mir geliebt! Der zweite Einsatz von Roger Moore kann vor allem mit seinem unendlich charismatischen Antagonisten Francesco Scaramanga punkten. Roger Moore beginnt nun ebenfalls in seiner Rolle zu überzeugen. Das bildhübsche Bond-Girl Mary Goodnight ist einfach eine Freude fürs (männliche) Auge, und der saucoole Sheriff J. W. Pepper bleibt einem für immer im Gedächtnis. Versprochen!
Platz 4: Moonraker. Zugegeben der elfte Einsatz von 007 entfernt sich schon sehr weit von der Realität. (Man denke nur an die peinlichen Laserpistolen) Trotzdem fand ich diesen Streifen sehr unterhaltsam. Hugo Drax ist ein wirklich fieser Bösewicht mit einem extrem weit hergeholten Plan. Da muss man am Ende wirklich um die Zukunft der Menschheit bangen. Der Beißer verkommt diesmal zwar mehr zum Pausenclown, doch mich hat das nicht sonderlich gestört. Der Film bietet immer noch einen großen Unterhaltungswert, und darauf kommt es beim Filmegucken ja auch letztendlich an. Realität hin oder her.
Platz 5: Octopussy. Roger Moores vorletzte Mission dreht im Gegensatz zum direkten Vorgänger "In tödlicher Mission" den Humor erneut ziemlich auf. Alles in einem ist auch Octopussy immer noch ein sehr unterhaltsamer Film, den man allerdings nicht immer ernst nehmen kann. Das Bond-Girl ist eher mittelmäßig, und der Bösewicht nicht interessant genug um im Gedächtnis zu verbleiben. Die Szenen in der DDR fand ich übrigens sehr gelungen. Andere Dinge wie Roger Moores Tarzan-Schrei oder die Sache mit dem Affenkostüm waren schlichtweg peinlich.
Platz 6: Leben und sterben lassen. Roger Moores Auftakt als James Bond hat mich eher enttäuscht. Der Hauptdarsteller wirkte bei seinem ersten Einsatz noch ziemlich unsicher, und die Bösewichter waren in meinen Augen einfach nur lächerlich. Zudem ist der leicht rassistische Unterton der dieses Bond-Abenteuer stets begleitet (vor allem) heutzutage nicht mehr angebracht. Nur wenige Sachen retten diesen Film vor dem letzten Platz in meinem persönlichen Ranking. Ein Bond-Film den man sich ansehen kann, aber nicht muss. Im Grunde verpasst man nämlich nicht viel.
Platz 7: In tödlicher Mission. Nicht nur der Name des zwölften Bond-Abenteuers klingt ziemlich einfallslos. Nein, der ganze Film ist viel zu routiniert gehalten. Die Handlung ist zwar nett, aber so richtig umhauen konnte sie mich leider nicht. Viele Actionszenen erinnern verdächtig an einige der Vorgängerfilme, und der Antagonist war fast so langweilig wie Domenic Greene aus "Ein Quantum Trost". Positiv ist das sehr gute Bond-Girl das wirklich einen Charakter zu bieten hat, und der traumhaft schöne, wenn nicht sogar göttliche Titelsong von Sheena Easton. Würde dieser Bond-Film etwas mehr Einfallsreichtum beweisen, würde er bei mir definitiv vor "Leben und Sterben lassen" und "Octopussy" stehen. Einen Blick sollte man dennoch riskieren, und sei es nur wegen dem Titelsong!
Abschließende Worte zu Roger Moore als James Bond.
Er ist definitiv der Dienstälteste aller Bond-Darsteller. Ist er dann auch der Beste? Nicht ganz. Sir Roger Moore ist ein guter Schauspieler, aber die höchste Perfektion wie Sean Connery hat er in seiner Rolle nie ganz erreicht. Roger Moore grenzte sich deutlich von seinen beiden Vorgängern ab, und das brachte ihm ein unverkennbares Profil ein. Moore legte Bond viel ironischer an, und setzte auf pure Unterhaltung. Dies ist ihm in den meisten Fällen auch wirklich sehr gut gelungen. Ich habe ihn während seiner sieben Filme wirklich lieb gewonnen, obwohl ich mich (das muss ich schon zugeben) erst in seinem dritten Film vollends an ihn gewöhnt habe. Vom optischen her ist Roger Moore weniger elegant und "attraktiv" als Connery oder Brosnan. (Soweit ich das als heterosexueller Mann beurteilen kann) Seine Gesichtszüge wirken weniger adelig. Vielleicht sogar ein klein wenig bäurisch, aber das ist nicht weiter schlimm, denn ein großes Charisma bringt Herr Moore dennoch mit. Bei ihm hat man stets das Gefühl, als ob er einen stets anlächeln würde. Und das sorgt für gute Laune. Was ich besonders an Roger Moore schätze ist, dass er im Gegensatz zu Sean Connery nie den Eindruck machte, dass er die Rolle nicht mehr sehen könne. Während seine Darstellung im ersten Film "Leben und sterben lassen" noch etwas schwach war verbesserte er sich im Nachfolger schon spürbar, und erreichte in "Der Spion der mich liebte" seine Glanzleistung. In den Nachfolgenden vier Filmen behielt Moore seine gute Darstellung bei, und ließ eigentlich nicht mehr nach. Welchen Rang Roger Moore in meinem Bond-Ranking endgültig einnehmen wird, werde ich erst dann entscheiden, wenn ich die beiden Filme von seinem direkten Nachfolger Timothy Dalton gesehen habe. (Müsste schon mindestens 5 Jahre her sein, dass ich "Der Hauch des Todes" und "Lizenz zum Töten" gesehen habe) Momentan steht Roger Moore bei mir zwischen Platz 3 und Platz 4. Es bleibt also spannend.
Nur zur Erinnerung: Platz 1: Pierce Brosnan. Platz 2: Sean Connery. Platz 3: ?
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Filmkenner77 Tue, 23 Oct 2012 09:03:58 -0000
Antwort löschenSehr schön. Meine Moore-Rangliste ist aber eine etwas andere:
1. Der Spion, der mich liebte
2. In tödlicher Mission
3. Leben und sterben lassen
4. Octopussy
5. Im Angesicht des Todes
6. Moonraker
7. Der Mann mit dem goldenen Colt (trotz Lee)
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Agent Smith93 Tue, 23 Oct 2012 16:30:46 -0000
Antwort löschenJa Filmkenner77, die Bond-Filme bleiben ein ewiges Diskussionsthema unter den Fans. Jeder hat seine eigenen Ansichten. Ich kenne fast keine Filmreihe wo so viele unterschiedliche Meinungen aufeinander treffen wie diese hier. Daher wundert es mich kaum, dass auch unser Ranking so unterschiedlich ist. Zumindest sind wir uns darin einige, dass der dritte Film mit Moore auch sein bester war. Übrigens ich finde es sehr lobenswert, dass deine Kritiken (genauso wie bei mir) sehr ausführlich und lang sind. Ich mag keine Filmkritiken wo man nur einen Satz schreibt wie: Voll geiler Film! Oder. Der größte Müll auf der Welt! Solche Kritiken muss man nicht mal aufschreiben, weil sie einem im Grunde nichts vermitteln. Es gibt keine Begründungen, gar nichts. Daher mach schön so weiter mit deinen ausführlichen Kritiken. Du hast da ebenfalls großes Talent finde ich. So einer kann sich wahrlich "Filmkenner" bezeichnen.
Filmkenner77 Tue, 23 Oct 2012 16:47:45 -0000
Antwort löschenDanke dir. Das Kompliment gebe ich gerne zurück. Mir fehlen noch einige Bondfilme, die ich noch ausführlicher besprechen muss. Mal sehen, wann ich mir die vornehme. Erst einmal werde ich mich in der Halloween-Woche den Horrorfilmen ein wenig widmen.
Spielberg_Fan Mon, 08 Oct 2012 13:18:44 -0000
Kommentar löschen„Goodbye Mr. Moore!“
Mit seinem siebten Einsatz verabschiedet sich Roger Moore von der Rolle seines Lebens. Seine Abschiedsvorstellung „Im Angesicht des Todes“ ist zwar jetzt nicht dass gelungenste Bond-Abenteuer, aber immerhin ein doch recht ordentliches.
Natürlich sieht man Moore sein damaliges Alter von 57 Jahren an, was - wie schon in „Octopussy“- stellenweise für Belustigung sorgt. Trotzdem schlägt sich Moore in seiner Paraderolle zum Schluss noch mal richtig gut und bringt seinen gewohnten Charme mit, mit dem er die Figur des James Bond über ein Jahrzehnt lang definierte. Mit Christopher Walken als Max Zorin hat der Film sogar einen recht interessanten Bösewicht im Gepäck, der aber nicht ganz sein Potenzial ausspielen darf. Gruselig ist hingegen Grace Jones in der Rolle der May Day. Die Frau wirkt einfach nur befremdlich.
In Sachen Action und Spannung bietet der Streifen jetzt nichts Außergewöhnliches und bedient sich bei den Standartvorgaben, die für jedes 007-Abenteuer gültig sind. Unter dem Strich reicht das auch, obwohl man sich für den letzten Moore-Bond schon etwas mehr Kreativität gewünscht hätte. Die Story ist nämlich auch nicht so besonders kreativ. Für die richtigen Töne sorgte einmal mehr John Barry, der wie gewohnt einen passenden und soliden Score vorlegt. Ganz so gut schaut es dann aber allerdings mit dem Bond-Girl Tanya Roberts nicht aus. Wieder einmal bleibt ein Bond-Girl nur blasses Beiwerk.
Sehenswert ist „Im Angesicht des Todes“ aber allemal und am Schluss sagt man auch zu Roger Moore leise danke.
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der cineast Fri, 05 Oct 2012 22:39:45 -0000
Kommentar löschenRoger Moore sagt tschüss. Und das mit einem leichtfüssigen Anfang, einer behäbigen, jedoch stimmigen Mitte und einem erinnerungswürdigen Super-Schluss. Schön.
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Thomas Hetzel Sat, 24 Mar 2012 20:54:10 -0000
Kommentar löschenViele dürfte es wundern, aber für mich ist "Im Angesicht des Todes" mein Lieblings-Bond von Roger Moore. Sicherlich fragen sich nun viele "wieso?". Ganz einfach: Wegen Christopher Walken. Der Mann ist einfach ein Schauspielgenie. Er zählt für mich zu einer der besten Bond-Schurken, gleich nach Gert Fröbe und Christopher Lee. Er spielt den Psychopathen Max Zorin mit so einer tollen Hingabe und schön durchgeknallt, wie ich es schon lange nicht mehr bei einem Bond-Schurken sah.
Noch dazu bittet dieser Bondstreifen mit Paris und Los Angeles zwei der besten Schauwerte in einem Bond-Film und die Verfolgungsjagd in der Bond Grace Jones verfolgt und dabei das Auto zu Schrott fährt, zählt für mich zu einer der besten und witzigsten Verfolgungsjagden der Filmgeschichte.
Und auch wenn Moore hier schon auf die 60 zuging sah man ihm sein Alter kaum an und er spielte den besten Agenten Ihrer Majestät trotz allem immer noch cool und selbstironisch. Sicher war es gut, dass er danach aufgehört hat(wer will schon einen Bond mit 60 sehen), aber er hat trotzdem einen guten Abgang gehabt.
Zugegeben der Film hat einige Längen und ist mit seinen fast 130 Minuten etwas zu lang, aber er macht trotz allen Spaß.
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Filmkenner77 Sun, 11 Mar 2012 14:00:22 -0000
Kommentar löschen„Im Angesicht des Todes“, der 14. Bond-Thriller und der siebte und letzte Auftritt von Roger Moore als Geheimagent ihrer Majestät, ist ein solide gemachtes Agenten-Abenteuer von Stamm-Regisseur John Glen, das jedoch keinerlei Innovationen bietet und ausgetretene Pfade von neuem beschreitet. Zudem weist „Im Angesicht des Todes“ einige unverkennbare Parallelen zum 007-Klassiker „Goldfinger“ auf, dessen Qualität er freilich in keiner Phase erreicht. Hier wie dort spielen Teile des Films auf einem Pferdegestüt. Auric Goldfinger plant die radioaktive Verseuchung der Goldreserven von Fort Knox, um den Wert seines eigenen Goldes zu vervielfachen. Max Zorins Vorhaben, durch eine unterirdische Explosion eine Kettenreaktion auszulösen und schließlich Silicon Valley zu überfluten, um den Weltmarkt für Mikrochips zu beherrschen, folgt einem ähnlichen Muster. Geschäftspartner, die sich den sinistren Plänen des Antagonisten in den Weg stellen, werden entweder durch Giftgas getötet bzw. erschossen („Goldfinger“) oder aus dem Zeppelin geworfen („Im Angesicht des Todes“). Am Ende kommt es zwischen Bond und seinen Widersachern schließlich zum Showdown in luftigen Höhen inklusive Freiflug für den Bösewicht.
Mit der Besetzung des Max Zorin, einem ostdeutschen Industriellen, gelang den Produzenten ein Besetzungs-Coup. Erstmalig wurde mit Christopher Walken ein Oscar-Preisträger ("Die durch die Hölle gehen") für die Rolle von Bonds Widersacher verpflichtet. Erste Wahl war ursprünglich David Bowie, zweite Wahl Sting. Christopher Walken wurde seinerzeit für seine Interpretation der Rolle von der Kritik gelobt und in der Tat liefert er eine gute Vorstellung ab, wenngleich er sein schauspielerisches Repertoire natürlich nur ansatzweise auszuschöpfen braucht. Roger Moore, und dies ist mein Hauptproblem mit dem Film, ist für die Rolle des 007 meiner Ansicht nach hier bereits zu alt. Ein Mann im Rentenalter, der mit 30 Jahre jüngeren Frauen ins Bett steigt und Actionszenen dreht, die man auch einem 10 Jahre jüngeren Bond-Darsteller nur mit Wohlwollen abnimmt, lassen das ganze Storygerüst und deren Glaubwürdigkeit, wenn man denn überhaupt im Zusammenhang mit James Bond davon sprechen mag, noch wackeliger erscheinen als in manch anderem Agentenfilm der Reihe. Zweifellos hatte Roger Moore den Zenit für diese Rolle überschritten und wusste dies wohl auch. In einem Rückblick sagte er einmal, dass er „Im Angesicht des Todes“ von all seinen sieben Bondfilmen am wenigsten möge, auch weil ihm der Gewaltanteil (hier beklagt er vor alle jene Szene, in der Walken mit einem Maschinengewehr wahllos in eine Menschenmenge schießt) zu hoch erschien. Vermutlich aber auch, weil er herausfand, dass die Mutter von Bondgirl Tanya Roberts jünger war als er.
Grace Jones als Handlangerin May Day (vermutlich eine Anspielung auf Dirty Harrys zynischen Spruch: „Make my Day“) kann überzeugen, wenngleich der Charakter am Ende ähnlich wie „Jaws“ in „Moonraker” eine kaum nachvollziehbare Wendung durchläuft und das Potenzial der Rolle dadurch ein wenig verschenkt wirkt. Tanya Roberts (Das Tarzan-Imitat „Sheena - Königin des Dschungels“ war neben dem Bondfilm ihre einzige nennenswerte Kinorolle) hinterlässt meines Erachtens nach neben der Optik keinen bleibenden Eindruck und ist eines der austauschbarsten und schwächsten Bondgirls der gesamten Reihe. Schauspielerisch im Grunde nahe am Totalausfall, erhielt sie eine Nominierung für die berühmt-berüchtigte „Goldene Himbeere“ als „Schlechteste Schauspielerin des Jahres“. Patrick McNee, vor allem bekannt aus dem TV-Klassiker „Mit Schirm, Charme und Melone“, ist als Sir Godfrey Tibbett in einer kleinen, selbstironischen Nebenrolle zu sehen. Leider scheidet er vorzeitig aus der Handlung aus. Die Irin Alison Doody, vier Jahre später in einer wesentlich größeren Rolle als Dr. Elsa Schneider in „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ zu sehen, hat als Jenny Flex (herrlich diese Frauennamen in den Bondfilmen) einen ihrer ersten Filmauftritte. Im Falle von Dolph Lundgren kann schon fast von einer Statistenrolle gesprochen werden. Grace Jones, seine damalige Freundin, verhalf ihm zu seinem ersten 10- Sekunden-Filmauftritt, ehe er im gleichen Jahr mit „Rocky IV“ durchstartete. Lois Maxwell spielt in „Im Angesicht des Todes “, ihrem 14. Bondfilm, zum letzten Male die Miss Moneypenny.
Der Titelsong „A View to a kill“ von Duran Duran war seinerzeit in den Charts ein großer Erfolg und der erste Bondtitel, der es in Amerika auf Platz 1 schaffte. Der Titel selbst fällt etwas aus dem Rahmen im Vergleich zu den eher balladenhaften Songs der vorangegangenen Bondfilme. Ich persönlich halte ihn für einen der schwächeren Titelsongs in der Reihe. Aber dies ist wie immer reine Geschmackssache. „Im Angesicht des Todes“ kostete mit 30 Millionen Dollar etwas mehr als der Vorgänger „Octopussy" und spielte weltweit an den Kinokassen knapp 152 Millionen Dollar ein. Damit ist er nach „Der Mann mit dem goldenen Colt“ der Moore-Bond mit dem geringsten Einspielergebnis. Alle seitdem gedrehten Bondfilme spielten mehr ein als dieses letzte 007-Abenteuer mit Roger Moore. Erfolgreichster Film des Jahres 1985 an den Kinokassen wurde somit auch nicht dieser 007-Thriller, sondern „Zurück in die Zukunft“ vor „Rambo 2“.
„Im Angesicht des Todes“ ist innerhalb der gesamten Reihe qualitativ eher im unteren Drittel anzusiedeln. Der Film ist mit dem 57jährigen Roger Moore in dieser „Altersrolle“ schlichtweg fehlbesetzt. Seit dem ebenfalls nicht herausragenden, zwei Jahre zuvor entstandenen, „Octopussy“ war Roger Moore sichtlich gealtert und wurde zeitweise von Christopher Walken an die Wand gespielt. .
Zudem macht „Im Angesicht des Todes“ den gleichen Fehler wie der Vorgänger „Octopussy“, nämlich neben vermeintlich ernsten, ja harten Szenen, fast slapstickartige Gegenpole zu setzen. Dies merkt man bereits deutlich in der Eröffnungssequenz. Statt eine spannende Skiverfolgungsjagd (hier Snowboardverfolgungsjagd - was für ein Name) im Stile des Vorspanns von „Der Spion, der mich liebte“ zu inszenieren, folgt eine Musikuntermalung mit einem Song der Beach Boys, die der gesamten Szene seiner Wirkung beraubt. Der Versuch, eine ironische Spitze zu setzen, misslingt leider auf ganzer Linie. Auch in anderen Szenen stimmt oftmals das Timing nicht und die Figurenzeichnung wirkt mitunter unausgereift und wenig plausibel. Roger Moore hätte man als 007 einen würdigeren Abschied mit einem besseren Film gewünscht. Zwei Jahre später folgte mit „Der Hauch des Todes“ der erste Bondfilm einer sehr kurzen Ära, der von Timothy Dalton.
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aberaber Wed, 07 Mar 2012 15:14:55 -0000
Kommentar löschen"Moderner" Bond mit großartigen Schurken.
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Suhamos Thu, 14 Apr 2011 12:30:42 -0000
Kommentar löschenEinzig Grace Jones & Christopher Walken machen den Film zu dem, was er ist. Ohne diese beiden würde die Bewertung erheblich schlechter ausfallen! Würdige Bond-Schurken!!
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doctorgonzo Thu, 14 Apr 2011 18:35:40 -0000
Antwort löschenUnd zudem einer der coolsten Bond Songs.
Filmfan95 Sat, 19 Feb 2011 15:05:07 -0000
Kommentar löschenRoger Moores letzter und auch gelungener Bondauftritt: Schöne Drehorte, ein herrlich böser Christopher Walken (Max Zorin) und gute Action. Aber leider ist der Hauptdarsteller schon etwas zu alt, dem man die Rolle als Superagent, der alle Frauen bekommt und die Welt rettet, nicht mehr so ganz abkauft.
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FordFairlane Sat, 19 Feb 2011 16:37:59 -0000
Antwort löschen80er Pur der Film geht mir neben Octopussy immer unter die Haut.
Filmfan95 Sat, 19 Feb 2011 16:41:19 -0000
Antwort löschenMeiner Meinung nach gehört der Film zu Rogers besten.
Georg Z. Mon, 17 Jan 2011 17:59:06 -0000
Kommentar löschenHaltet mich für irre, für einen hintergangenen Fanboy, der jetzt aus allen Rohren "Vergeltung!" schreit, aber - ich fand den schlecht. Ich bin dann mal weg...Zeugenschutzprogramm und so...
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Hobgoblin Tue, 09 Mar 2010 18:09:31 -0000
Kommentar löschenGuter 007 mit Showdown auf der Golden Gate Bridge und einem der besten Bond-Girls! Der Mini-Auftritt Lundgren´s ist zwar zu knapp ausgefallen, freute mich aber dennoch!
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ThaFabi Mon, 08 Mar 2010 21:59:41 -0000
Kommentar löschenSehr guter Streifen. hat mich sehr beeindruckt. Vor allem weil das Drehbuch nicht nur mit Geballer gefüllt ist, wie bei den neueren Bonds. Einer der besten Bonds die ich gesehen hab!
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