Mitternacht im Garten von Gut und Böse

Midnight in the Garden of Good and Evil (1997), US
Laufzeit 155 Minuten, FSK 12, Thriller, Kriminalfilm, Drama, Kinostart 12.03.1998

6.0 Kritiker
6 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.4 Community
273 Bewertungen
9 Kommentare
Mitternacht im Garten von Gut und Böse - Bild 6506830
  • DVD
  • VoD
Online-Videothek
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von Clint Eastwood, mit John Cusack und Kevin Spacey

Der Journalist John Kelso reist nach Savannah, um über die dekadente High-Society der Stadt zu berichten. Doch ein mysteriöser Mordfall bietet Stoff für eine weitaus spannendere Story. Die exotische Kulisse mit ihren schrillen Exzentrikern, mit Voodoo-Kult und ausschweifenden Festen zieht Kelso mehr und mehr in ihren Bann. Aber hinter der schillernden Fassade stößt er auf die dunklen Geheimnisse einer Gesellschaft ohne Gewissen und Moral.

  • Mitternacht im Garten von Gut und Böse - Bild 44102
  • Mitternacht im Garten von Gut und Böse - Bild 44103
  • Mitternacht im Garten von Gut und Böse - Bild 44104
  • Mitternacht im Garten von Gut und Böse - Bild 44105

Mehr Bilder und Videos zu Mitternacht im Garten von Gut und Böse


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Mitternacht im Garten von Gut und Böse

Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Wie fast immer bei Eastwood geht es auch hier wieder darum, die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen zu lassen. "Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters" – so lautet analog zu zeitgenössischen ästhetischen Theorien die Message, die der Zuschauer mit nach Hause nehmen darf. Das ist in unübersichtlichen Zeiten wie den unseren gewiß prinzipiell ein nützliches Doggy-Bag (und nebenbei gemerkt der Grund, warum Eastwoods Film intelligenter ist, als die meisten Grisham-Verfilmungen, bei denen man als Zuschauer immer schon ein Besserwisser ist). Nur, wenn intelligente Ideen dann so lahmarschig und vorhersehbar verfilmt werden, wie eine eine Jack Daniels Reklame, dann rutscht man halt früher oder später im Kino unruhig hin und her.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (8) — Film: Mitternacht im Garten von Gut und Böse

Kommentar schreiben
Sortierung

et7

Kommentar löschen
Bewertung0.0Hassfilm

Selten habe ich einen so lahmen, schlechten und spannungslosen Film gesehen. Höhepunkt der Peinlichkeit ist die Szene in der John Cusack so tun muss, als ob er überrascht sei, dass der Transsexuelle mit dem Ringerkreutz und dem überdimensionalen Adamsapfel ein Mann ist. Unterirdisch, auch wenn die Besetzung anderes erwarten lässt.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

lyogen

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Gute, wenn auch durchschaubare Geschichte, aber mir war er zu langatmig.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

8martin

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Man merkt lange nicht, dass es sich hier um einen Film handelt, in dessen Mittelpunkt ein Strafprozess steht, der einen Todesfall aufklären soll. Zunächst hat Regisseur Clint Eastwood die volle Südstaaten Atmo eingefangen und zeigt ein sehr komplexes soziales Gebilde. Im Mittelpunkt stehen der neureiche, supercoole Kevin Spacey, der schwul ist und der Journalist John-Everybodysdarling-Cusack. Das außergewöhnliche an dem Film ist die Auflösung des Rätsels. Eastwood bietet drei Varianten an und sagt dazu „Die Wahrheit wie die Kunst liegen im Auge des Betrachters.“ Ich kann mir das verschmitzte Grinsen von Eastwood durchaus vorstellen, wenn er, während der Abspann läuft, dem Zuschauer quasi mit einem Auge zuzwinkert. Gut gemachte Unterhaltung mit tollen Musikbeispielen angereichert.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

christof.s

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Etwas unausgeglichen geratener Film, der sich zwischen Südstaaten-Atmosphäre (Voodoo, Südstaaten-Akzent, Dekor) und Gerichtsfilm nicht so recht entscheiden kann. Auch Cusack fand ich überzeugender als Spacey. Ausgezeichnet dafür die Filmmusik, überwiegend geschrieben von Jonny Mercer, "Savannah's own", wie Kevin Spacey's Figur sagt, als es um das im Film vorkommende, nach Mercer benannte Gebäude geht...

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Blonder

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Clint Eastwood zeigt mal wieder, dass er auch ein herausragender Regisseur ist, der sein Handwerk einfach versteht.
In der ersten Hälfte des Films werden fast nur die verschiedenen Charaktere vorgestellt und erläutert. Erst in der zweiten Hälfte entwickelt sich die fesselende Kriminalstory. Aber etwas übertrieben halte ich den Woodoozauber, besonders am Schluß ist er total fehl am Platz.
Kevin Spacey gelingt es seine Rolle geheimnisvoll und auch irgendwie verschlagen rüber zu bringen. Der Zuschauer merkt schnell, dass er ein dunkles Geheimnis zu verbergen hat. Auf der anderen Seite spielt John Cusack einen Reporter, der den reichen Mann erst bewundert, aber dann mit Abscheu erfüllt wird. Leider ist es ihm nicht gelungen mehr aus der Rolle raus zu holen. Erwähnenswert wäre noch Jude Law der den Callboy auch sehr gut verkörpert.

Kurz gesagt eine sehenswerte Mischung aus Südstaatendrama und Krimi. Eastwood ist gelungen, dass die Atmosphäre des Südens auf einen übergreift.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Liam Quinn

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Mitternacht im Garten von Gut und Böse ist ein Krimidrama vom Altmeister Clint Eastwood und dies ist wiederum eine Verfilmung des gleichnamigen Bestseller von John Berendt. In Savannah ( Georgia ) ist alles etwas anders, dies muss auch der New Yorker Journalist John Kelso ( John Cusack ) feststellen. In einem Magazin soll der Journalist über die Weihnachtsparty von James Williams ( Kevin Spacey ) berichten. Williams ist ein wohlhabender Kunstsammler und Antiquitätenhändler. Nach der Party passiert ein tragischer Mord. Aus eventueller Notwehr erschießt Williams seinen Liebhaber Billy Carl Hanson ( Jude Law ). Als Kelso über den Mord erfährt, beschließt er ein Buch darüber zu schreiben. Er will mehr über den Unfall in Erfahrung bringen. So recherchiert er in Savannah herrum und erlebt einige Kuriositäten. Bis es zum besagten Mord kommt vergehen so einige Minuten. Eastwood lässt sich Zeit, erzählt detailliert und ruhig seine Geschichte. Lässte die Charakter vielschichtig beginnen und später auch enden. Eastwoods größte Schwächen lassen sich auch hier nicht verbergen. Seiner Thematik ist recht schwerfällig und nimmt sich oft viel zu wichtig. Doch glücklicherweise hält er es diesesmal in Grenzen. Dies ist allein John Cusacks Darstellung als John Kelso zu verdanken. Diese Figur gibt es übrigens nicht im Buch. Die Handlung geht recht Zähflüssig vonstatten. Unnötige Nebenhandlungen wie zum Beispiel eine uninteressante Liebesgeschichte oder unnötige Voodoozauberei machen einiges kaputt. Er hätte es sicherlich einfacher haben können und sich mehr aufs wesentliche konzentrieren sollen. Neben Atmosphäre und Charakterisierung ist Eastwood auch die untransparente Erschaffung von Gut und Böse gelungen. Er vermischt Schwarz mit Weis, lässt den Zuschauer im Ungewissen. Der letzte Akt spielt fast ausschließlich im Gerichtsgebäude, wo nun alles aufgeklärt werden soll. Prostitution, drogenmissbrauch, Homosexualität, hier ist für jeden was dabei. Ist Williams nun ein Mörde oder war alles nur ein Unfall? Leider ist die Verhandlung rech unspektakulär und umständlich. Zum Schluss lässt sich sagen, wenn Cusack nicht dabei gewesen wäre, der gleichzeitig einer meiner Lieblingschauspieler ist, wäre mein Urteil über diesen Film weitaus schlechte ausgefallen.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

namow

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Ich finde den Film ehrlich toll. Ich war total überrascht und habe mir den Film dann nochmal mit Originalton angeguckt, dann fand ich ihn noch besser. Ich fand auch das in diesem Film Jude Law mal seine perfekte Bestzung hatte. Callboy mit Drogenproblem und starker Gewaltausprägung der in der ersten Hälfte des Films sein Ende findet und so nicht anfangen kann zu nerven.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Sonse

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wenn man mit dem Zen von Eastwoods Regiestil klarkommt ist das ein kurioses kleines Juwel.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kommentar schreiben

Fans dieses Films gefiel auch