Mother

Madeo (2009), KR
Laufzeit 129 Minuten, FSK 0, Thriller, Kriminalfilm, Drama, Kinostart 05.08.2010

7.9 Kritiker
25 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.3 Community
426 Bewertungen
38 Kommentare
Mother - Bild 4299643
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von Joon-ho Bong, mit Hye-ja Kim und Bin Won

Die alleinerziehende Mother (Hye-ja Kim) lebt mit ihrem geistig leicht zurückgebliebenen Sohn Do-joon (Bin Won) in einer Kleinstadt, wo sie sich mit Akupunktur und dem Verkauf von Getreide das nötige Geld zum Leben verdienen. Als Do-joon eines Tages des Mordes an einem Mädchen bezichtigt wird und von der Polizei gedrängt wird, ein Geständnis zu unterschreiben, ruft das seine Mutter auf den Plan. Diese glaubt an die Unschuld ihres Sohnes und macht sich auf eigene Faust auf die Suche nach dem wahren Mörder.

Das düstere Drama von Joon-ho Bong wurde von Südkorea für die 82. OSCAR-Verleihung ins Rennen geschickt, gelangte jedoch nicht unter die fünf nominierten Wettbewerbsbeiträge. Jedoch wurde Mother 2009 in der Reihe Un Certain Regard im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes gezeigt. Überaus erfolgreich war Mother (Originaltitel: Madeo) in Asien, wo er mit einer Vielzahl von Preisen geehrt wurde, unter anderem gewann Hauptdarstellerin Hye-ja Kim den Asian Film Award, den Asia Pacific Screen Award sowie den LAFCA Award als beste Darstellerin. 2010 wurde Mother zudem auf dem Filmfest München als bester ausländischer Film ausgezeichnet. (GP)

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Kritiken (14) — Film: Mother

Fricki76: Asianfilmweb.de

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8.5Ausgezeichnet

Bong lieferte 2006 mit dem Monsterfilm-Genremix „The Host“ einen international beachteten Überraschungshit ab. Sein neuester Film „Mother“ erinnert jedoch sowohl inhaltlich als auch formal sehr viel stärker an seinen zweiten Film „Memories of Murder“ – auch dort geht es um die Vorverurteilung eines behinderten Jungen als Mordverdächtigen. Doch während das frühere Werk seinen Schwerpunkt auf die verhängnisvolle Dynamik aus Sicht der ermittelnden Polizisten legt, hält sich „Mother“ an seinen Filmtitel. Die Mutter bzw. die psychologischen Aspekte für das vereinnahmende Verhältnis der Mutter zu ihrem erwachsenen Sohn bildet das Fundament für die Geschichte. Doch das im Hintergrund schlummernde Familiendrama hält Bong nicht davon ab, Elemente des Psychothrillers und der Groteske mit in die Zutatenliste des Films zu packen. So gesehen spielt der Regisseur hier wieder seine große Stärke aus, gekonnt Genres zu vermischen. Ich finde zwar den auf dem DVD-Cover prangenden Vergleich eines Mixes aus Hitchcock und Lynch nicht ganz treffend, Fakt ist jedoch dass Bong nicht nur mit klassischen Stilmitteln des Psychothrillers und etwas „angestaubter“ Krimis spielt, sondern auch immer wieder interessante Zeit- und Perspektivsprünge einstreut und so mit relativ konventionellen Stilmitteln eine geradezu erdrückende Spannung aufbaut. Gemeinsam mit mehreren unerwarteten Twists, düster-ausdrucksstarken Kameraeinstellungen und dem bestechenden Spiel vor allem der Hauptdarstellerin Kim, aber auch ihrem Film-Sohn Won ergibt das einen dunklen, spannenden und innovativen Thriller-Drama-Mix, der gefällt. Das Ende verweigert sich den üblichen Konventionen eines Thrillers – und unterstreicht stattdessen zum Schluss nochmals eindrucksvoll, dass „Mother“ sich selbst eher als ein Psychodrama versteht.

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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6.0Ganz gut

Wie weit kann Mutterliebe gehen? Wozu ist eine Mutter fähig, wenn man ihr den einzigen, über alles geliebten Jungen nimmt und ins Zuchthaus sperrt? Der spannende Psycho-Krimi MOTHER vom Regie-Shootingstar Joon-ho Bong ("The Host") zeigt den Extremfall. In Südkorea, dem Land mit der zur Zeit kreativsten und vitalsten Filmszene in Fernost, sorgte MOTHER für erregte Diskussionen, wurde von Fachleuten in die Top Ten der besten koreanischen Filme der vergangenen Dekade gewählt und als offizieller Beitrag Südkoreas für die Oscar-Verleihung 2010 nominiert...

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Detlef Kuhlbrodt: Die Zeit Detlef Kuhlbrodt: Die Zeit

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8.0Ausgezeichnet

Kim Hye-ja, eine Art Inge Meysel Südkoreas, die zuvor nur in »positiven« Rollen zu sehen war, beeindruckt als durchgedrehte Mutter, die über Leichen gehen wird, um ihren Sohn aus dem Gefängnis zu holen. [...] Bong Joon-ho ist nicht nur ein Psychodrama über ein extremes Mutter-Sohn-Verhältnis gelungen, er ist auch ein Meister des Suspense.

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Jessica Düster: Kölner Stadtanzeiger Jessica Düster: Kölner Stadtanzeiger

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9.0Herausragend

Als Psychothriller wird dieser Film annonciert; das stimmt zwar teilweise, aber er pendelt auch auf verwirrende Weise zwischen den Genres Drama, Groteske und Krimi. Dieser Wechsel macht das Geschehen noch spannender, weil ziemlich unvorhersehbar.
Absolut fesselnd ist auch die Leistung der Titeldarstellerin Kim Hye-ja, eine Art südkoreanischer Inge Meysel, die als Mutter der Nation gilt und hier ganz neue Facetten zeigen darf. Zu bemängeln ist allenfalls die Lauflänge - gerade am Anfang der über zweistündigen Geschichte braucht es etwas Geduld. Die wird jedoch belohnt mit großartig fotografiertem Kino und einer Dramaturgie jenseits vertrauter Erzählpfade.

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Philipp Kohl: Die Welt Philipp Kohl: Die Welt

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8.5Ausgezeichnet

[...] Zur tragischen Heldin wird die Mutter, weil in ihrer Gegenfiktion ein Fehler steckt. Sie fühlt so gut und denkt so schlecht, dass man als Zuschauer nicht rauskann aus der Mitleidsschleife, und zwar bis zum Ende, als das Drehbuch noch eine Wendung liefert. Bong schöpft bei diesem Thriller aus viel Genrewissen von Hitchcock bis Lynch, lässt sich mit gut zwei Stunden viel Zeit – und das geht auf.

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E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film

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8.5Ausgezeichnet

In abrupten Wendungen und verblüffenden Wechseln der Tonlage wird erzählt. Anderes würde man von Bong Joon-ho nicht erwarten. [...] Auch "Mother" ist, wenngleich weniger offenkundig, ein Genrehybrid. Ein Psychodrama als Verschiebebahnhof: Mal wird das Ganze ins Krimigenre bewegt, mal ist es splatterhaft-blutig, dann bizarr und schlicht komisch. Einzelne Motive wandern außerdem durch den Körper des Films. Wenn ganz am Schluss eine Akupunkturnadel an eine bestimmte Stelle gesetzt wird, wird das zwar verblüffend sein, aber man ist doch bestens vorbereitet darauf.
"Mother" ist nicht zuletzt ein Film über das Verschieben von Objekten, Ereignissen und Beziehungen an die richtige Stelle. Ein Film über unmögliche Nähe noch im geteilten Bett und ein Film über die Hoffnung auf eine Tabula rasa. Ein Film auch darüber, dass das Erinnern falsch und das Vergessen richtig sein kann und dass die richtige am Ende vielleicht doch wieder die falsche Stelle gewesen sein wird. Ein Kriminalfall findet eine Lösung, entscheidender aber ist, wer was wann wohin schiebt (schlägt, wirft, piekst), und dass möglicherweise alles nichts hilft. Eine Mutter kämpft wie eine Löwin für ihren Sohn und macht sich doch Illusionen. Größer ist ihre Freiheit und die des Films nie als im Tanz zu Beginn. Am Ende hat alles seinen Ort in dieser Geschichte, aber klar ist eigentlich nur, dass sie gut und sehr traurig zugleich ausgeht.

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Rupert Koppold: Stuttgarter Zeitung Rupert Koppold: Stuttgarter Zeitung

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8.5Ausgezeichnet

Er habe einen Film drehen wollen, in dem einem die vertraute Figur der Mutter plötzlich fremd wird, hat Bong Joon-ho erklärt. Aber wie schon in seinen vorigen Filmen "Memories of Murder" und "The Host" geht es auch in "Mother" - der noch mit einer bösen Volte überraschen wird - um mehr, um ein Porträt der koreanischen Gesellschaft, die bis in die neunziger Jahre hinein von einer Militärdiktatur beherrscht wurde. Diese Gesellschaft, wird hier suggeriert, will sich lieber nicht mit ihrer Vergangenheit beschäftigen, weil der Blick zurück in Abgründe führen könnte.

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G. Midding: Berliner Zeitung G. Midding: Berliner Zeitung

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9.0Herausragend

Das Unbehagen des Regisseurs an den Gereimtheiten des Genres ist überaus ertragreich. Bei jeder Gelegenheit wendet er den Thriller in eine Slapstick-Komödie voller grimmiger Gags. Aber er tut dies voller Respekt. Wie groß seine Meisterschaft der Variation ist, demonstriert eine Szene, in der man mit der Mutter fiebert, die sich in der Wohnung eines Verdächtigen versteckt hat. Als sie sich hinausschleichen will, stößt sie eine Wasserflasche um und muss fürchten, dass das auslaufende Wasser die Fingerspitzen des Schlafenden erreicht. Dieser paradox gelassene Suspense ist vielleicht der lyrischste der Filmgeschichte.

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Zoran Gojic : br-online Zoran Gojic : br-online

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9.5Herausragend

Wie ihre Figur von rasender Mutterliebe getrieben durch den Film hetzt und trotz einer Vielzahl unsympathischer Charakterzüge den Zuschauer fast unmerklich auf ihre Seite zieht, ist schon bemerkenswert. Wie nebenbei, aber keineswegs zufällig, zeichnet Joon-ho Bong auch noch ein Sittengemälde seiner Heimat, das mehr über Korea offenbart, als viele Geschichtsseminare. Das muss man als Regisseur auch erst einmal hinbekommen. "Mother" ist ein visuell und erzählerisch außergewöhnliches Filmjuwel, das einem im düsteren Finale den Boden unter den Füßen wegzieht.

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Jörg Böckem: Spiegel Online Jörg Böckem: Spiegel Online

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8.5Ausgezeichnet

Der südkoreanische Regisseur Bong Joon-ho, der mit dem gesellschaftskritischen Monsterfilm "The Host" vor einigen Jahren den teuersten und erfolgreichsten Film seines Landes vorlegte, hat mit "Mother" einen einzigartigen Psychothriller mit düster-poetischen Bildern inszeniert, der alle Genregrenzen sprengt. [...]
"Mother", laut Aussage des Regisseurs unter anderem inspiriert von Hitchcocks "Psycho", erzählt vor allem von einer zerstörerischen Mutter-Sohn Beziehung mit inzestuösen Zügen, von Schuld und dem Ringen um Macht und Kontrolle. "Koreanische Mütter sind bekannt für ihre enge und oft obsessive Beziehung zu ihren Söhnen, ich habe diese Beziehung nur auf die Spitze getrieben," sagt der Regisseur. Es sei ihm darum gegangen, die Mutter als dunkle und destruktive Figur darzustellen. Trotzdem sollten die Zuschauer sich mit ihr identifizieren können. Das ihm das gelungen ist, liegt nicht zuletzt auch an der beeindruckenden Hauptdarstellerin Kim Hye-ja.

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the gaffer: the-gaffer.de

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8.0Ausgezeichnet

Ein intimes Psychodrama ist ihm so gelungen, das nicht ganz an die innovative Größe von MEMORIES OF MURDER heranreicht. Doch soll das kein Wermutstropfen eines astreinen Filmerlebnisses sein, denn an in ihrer Einfachheit äußerst intensiven Momenten fehlt es dem Film sicher nicht. MOTHER liefert hinreichend Beweise, dass sich ein Regisseur treu bleiben kann, ohne haltlos in die Egomanie abzustürzen.

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Werner Busch

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7.0Sehenswert

Der Film ist oft zum Brüllen komisch. Doch das will sich mit der düsteren Krimigeschichte, insbesondere in der zweiten Filmhälfte, nicht zusammenfügen. Der Film zerfällt in seine Teile. [...] Das ist umso bedauerlicher, da die einzelnen Elemente für sich genommen wirklich großartig sind und man sie nicht missen möchte. [...] Ein sehr guter Film, der keiner ist? Ja, das gibt es.

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Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de

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8.0Ausgezeichnet

So einfach die Geschichte von „Mother“ zu beginnen schien, so verwickelt wird sie mit zunehmender Dauer. [...] Einfache Lösungen gibt es in den Filmen Bongs nicht, und nicht zuletzt diese Haltung macht auch „Mother“ einmal mehr zu einem so faszinierenden Film.

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Ciprian David: NEGATIV

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7.5Sehenswert

...Mother führt nicht nur die Gesellschaftskritik aus The Host fort, durch subtile Ironie den Staat als Präger von politischen Ideen einer ideologielosen Bevölkerung gegenüberstellend, sondern geht weiter und untersucht die Entstehung der gesellschaftlichen Wirklichkeit in diesem Zusammenspiel. Symptomatisch in dieser Hinsicht sind Doon-jos Gedächtnisprobleme, die mehr oder weniger in den Einstellungen und dem Schweigen aller Charakteren wiederspiegelt werden, so dass der Weg der Mutter zur Befreiung ihres Sohnes zu einer Detektivgeschichte wird. Die Gestaltung der Suche nach dem wahren Mörder wird so geschickt dramaturgisch inszeniert, dass der Zuschauer auf der Metaebene in diesem Spiel der verformbaren Realität miteinbezogen wird. Und während Indizien nach und nach verschiedene Charaktere des Films als vermeintliche Täter erscheinen lassen, webt der koreanische Regisseur um Mutter und Sohn ein feines Netz, das ihre Zugehörigkeit zueinander und die Gerechtigkeit ihrer Bemühungen gegen den Gesellschaftsapparat immer mehr zur Angelegenheit des Kinobesuchers selber werden lässt....

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Kommentare (24) — Film: Mother

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hollygolightly1

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Bewertung9.0Herausragend

Ein ziemlich starker und gewaltiger Film mit besonderen Bildern. Da hierzulande koreanische Filme ja kaum bekannt sind, wollte ich mir diesen Film nicht entgehen lassen. Und das war auch die richtige Entscheidung!
Dieser Film ist auf irgendeine Weise eher ruhig, schlicht und doch raffiniert. Besonders berührt hat mich die Entschlossenheit und der starke Wille der alleinerziehenden Mutter, alles zu tun, um die Unschuld ihres geistig-behinderten Sohnes zu beweisen. Die Hauptdarstellerin Kim Hye-ja spielt grandios! Der ganze Film lebt im Prinzip von ihr. Am besten gefallen haben mir die Anfangs- und Endszene. Einfach wunderschön.

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Hooded Justice

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Bong Joon-hos nächster Versuch, Drama mit Spannung und Unterhaltungskino zu vereinen, gelang ihm mit MOTHER nach THE HOST doch um bedeutendes besser. Während THE HOST durch seine einerseits zwar vielfältige Innovation, andererseits aber um Haaresbreite belanglosen Story immer so zwischen durchschnittlich und hinreißend kreativ schwanke, führt MOTHER das Ding künstlerisch sowie ernstzunehmender in die nächste Partie. MOTHER setzt seiner eher bedrückenden Grundgeschichte eine teilweise doch fast schon etwas gelöstere Atmosphäre auf, teils aufgeheitert, teils hoffnungsvoller, teils aber geradezu deprimierend - ähnlich wie THE HOST, aber um einiges ausgereifter. In allem geht es um Mutterliebe, ihre Grenzen und weitaus mehr als ihre Überschreitung. [Achtung Spoiler] Mama (übrigens überragend gespielt von Kim Hye-ja ) überschreitet ihre Barrieren und steht letztendlich selbst mit blutigen Händen da. Es entsteht ein verzwicktes Spiel aus Schuld, Unschuld, Gutgläubigkeit und Herzensliebe; regt zum Nachdenken an, zumal sie doch gerade nur das Beste wollte. [Spoiler Ende]
Überdies sei es nun drum, ob das Land und seine Kultur nahezu nur wunderschöne Drehorte besitzt, oder ob die Belichtung und das komplett durchdachte Bilddesign – um nur ein winziges, aber beachtliches Beispiel zu nennen: die auffälligen Farben der Kleidung von Mutter, im Hintergrund die trist gehaltene Zimmerwand –; seine bildliche Schönheit ist einer seiner größten Stärken.
MOTHER ist asiatische Filmkunst in einer seiner besten Formen. Einzigartig wie kein anderer.

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Keky

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Großartiger Film!
Ich habe einen traurigen Film in langsamen Bildern erwartet. Wurde aber super positiv mit einem Kriminalfilm fernost überrascht. Koreanische Filme zählen sicher nicht zum mainstream-Kino hierzulande. Aber eine Entdeckung lohnt sich. ;)
Ein Film mit schlichten Bildern, und einer grandiosen Hauptdarstellerin und jede Menge Intensität sind die absoluten Markenzeichen eines erstklassigen Dramas, das den Zuschauer hauptsächlich durch seine authentische Wirkung in seinen Bann zieht.
Ein perfektes Kriminal-Drama, das den verzweifelten Kampf einer Mutter aufzeigt, die wirklich alles tun würde, um ihr einziges Kind zu beschützen. Kommt auf jeden Fall an Hollywood ran, aber anders! ;)

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hoffman587

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Madeo

Nun wieder was aus der Rubrik: Hoffman entdeckt den großen Filmplaneten Asien für sich und seine Perlen, die meiner Meinung nach in erstaunlich hoher Anzahl dort zu finden sind. Die scheinen anscheinend ein Händchen für so was zu haben. Ich war jedenfalls bei mir kleinen Entdeckungsreise immer mehr als zufrieden. So ist die Frage natürlich gestattet: Was gabs den dieses Mal im Hause Hoffman aus Asien oder um dann noch etwas präziser zu werden aus Korea? Nun es wurde serviert: "Mother" von Bong Joon-ho aus dem Jahre 2009, und ich betone nochmal aus Südkorea, denn wie ich bemerkt habe gibt es anscheinend viel zu viele Filme mit ähnlichem oder sogar fast identischen Titel.

So wieder einmal zu der Story, recht interessant gemacht, insofern eigentlich ein echter Mix aus einem Thriller, einem Drama und eben bzw. um noch genauer zu werden eines Familiendramas, also durchaus hintergründiger als auf den ersten Blick gedacht und die "Helden"-Wahl ist auch mal wieder was besonderes, auch wenn es der Titel irgendwie schon andeutet, somit doch irgendwie packend und durchaus ergreifend, die Geschichte nimmt einen wirklich mit, erging mir jedenfalls so: Im Mittelpunkt eine Mutter: Irgendwie lieben wir ja alle unsere Mutter, aber egal. Hier um eine überfürsorgliche, aber trotzdem sehr liebevolle Mutter, die sich gut um ihren geistig etwas behinderten Sohn Do-jun kümmert. Als der plötzlich beschuldigt wird einen Mord an einer 28-Jährigen Schülerin begangen haben, er aber unschuldig ist, läuft sie zur Höchstform auf (das hört sich unheimlich reißerisch an, ich weiß, dem ist aber nicht so) und versucht um jeden Preis die Unschuld ihres Sohnes zu beweisen und dabei ist ihr jedes Mittel recht.

Und auch hier wird der Film, besonders von der titelgebenden Figur angetrieben, wer hätte das vermutet? Ich, aber das ist Egoismus, denn Hye-ja Kim macht ihre Sache als überfürsorgliche Mutter wirklich famos, deren Liebe zu ihrem Sohn fast schon einer echter Obsession gleicht, tragisch und gleichzeitig doch mehr als berührend, dies mag Hye-ja Kim grandios in ihrer Rolle der verzweifelten Witwe vermitteln, sodass es mich jedenfalls sehr ergriff. Die Frau lebt förmlich für die Rolle und das spürt man wirklich in jeder Sekunde. Sehr beeindruckend. Aber auch der Rest der Besetzung weiß zu überzeugen.

Dazu noch eine exzellente Regie, sehr einfühlsam und meiner Meinung nach teilweise relativ ruhig erzählt, überraschend sensibel, tragisch und eben auch fein bzw. detailliert, dabei konzentriert sich Bong Joon-ho besonders auf seinen Charakter der Mutter, die wie bereits alles für ihnen Sohn tut und ja so entwickelt es sich eine durchaus interessante Charakterstudie, wirklich sehr fesselnd inszeniert und auch mit einem Hauch Humor verziert, auch wenn ich zugeben muss, dass für mich auch einige kleine Längen auftraten bei einer Laufzeit von ca. 2 Stunden, trotzdem überzeugt das Werk im Ganzen und das nicht nur wegen der spannenden Erzählweise, nein, des weiteren leistet auch die Kamera eine vorzügliche Arbeit, denn insgesamt wirklich sehr sauber gefilmt und zudem sind die Bilder stark, in der Hinsicht, dass sie einige von ihnen eine unglaubliche Energie ausstrahlen in manch einer Sequenz.

Zudem eben noch gut gezeichnete Charaktere, vielschichtig angelegt mit hintergründigen Aspekten angelegt und wie gesagt von den Darstellern toll verkörpert. Ich empfand das hier schon größtenteils als schlau gehandhabt und durchaus faszinierend.

Zum Schluss möchte ich dann nur noch sagen, dass ich wieder einmal überrascht wurde, hatte wieder wenig erwartet und erwartungsgemäß viel bekommen, denn "Mother" ist für mich eine echte Perle aus Südkorea, nun mal ausgezeichnet.

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JohnnyKee

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Gute "Mutter"! ^^


hoffman587

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Ja, das ist sie:D


VisitorQ

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Bewertung7.5Sehenswert

Und wenn alle Länder nur noch Mist produzieren, in korea we trust.
3,5/5

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Roolfer

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3,5 von 5 sind bei einer Skala von 10 nicht 7,5 sondern 7 ;)


VisitorQ

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Das ist mein Beitrag zum Untergang der Gesellschaft. Aber gut aufgepasst. ;-)


Avantgarde83

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Bewertung7.0Sehenswert

das mehrfach angepriesene Meistwerk wird durch die grottige deutsche Synchro leider zerstört...was haben die da nur wieder verbrochen?
Ansonsten spannende Story mit guten Turns, intensive und atemberaubende Bilder und Kameraeinstellungen. Den guck ich mir lieber mal im O-Ton an mit Untertitel!

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JimiHendrix

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Bewertung7.5Sehenswert

Überdurchschnittlich guter Slowfood-Thriller aus Südkorea.

Der Regisseur Bong Joon-ho ist schon längst kein unbearbeitetes Stück Filmrolle, spätestens seit "Memories of Murder" kann auch der internationale Zuschauer etwas mit seinem Namen anfangen. Mit "The Host" beschritt er auch mal genreübergreifende Wege und das brachte ihm sogar den finanziellen Erfolg.

Mit "Mother" kehrte er nun wieder zum Thriller-Drama-Genre zurück und liefert ein sowohl inhaltlich, wie auch inszenierungstechnisch interessantes Werk ab, was Stärke und Schwächen aufweißt.

Die Stärken dieses Films liegen, meines Erachtens nach, in den schauspielerischen Leistungen und der tragikbehafteten Story. Es gibt ein paar wirklich überraschend wirksame Momente, in denen ich kurz schlucken musste und die mich etwas aus der Fassung brachten. Diese Momente waren nicht physischer Gewalt geschuldet, sondern spielten sich auf einer Gewissensebene ab und ich kam mir vor,
wie hinterrücks erdolcht.
Als negativen Punkt empfand ich lediglich die stilistisch bedingten Längen, welche dieses Werk an manchen Stellen mit sich brachte und die ruhige Atmosphäre, die aber natürlich auch zur handwerklichen Ausarbeitung des Films notwenig war.

Die überfürsorgliche und leidenschaftlich, ja fast besessen, um ihren Sohn kämpfende Mutter wurde schauspielerisch von Kim Hye-ja außerordentlich überzeugend dargestellt. Sie eroberte mit ihrer Leistung schnell meine Gunst.

Beim südkoreanischen Film, kann man sich eigentlich immer auf innovative Ideen und Geschichten verlassen, sowie auf die gefühlvolle Inszenierung, wie auch diesmal.

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Mr. Pink

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Bewertung7.5Sehenswert

Mit "Mother" erzählt Bong Joon-ho eine rührende Geschichte über tiefgreifende Mutterliebe verpackt in einen ungewöhnlichen, spannenden Thriller. Dabei schafft es der Film, dessen bedächtig erzählte Geschichte mit einigen gelungenen Wendungen zu überraschen weiß, seine Zuschauer voll und ganz zu fesseln, was vor allem der herausragenden Inszenierung zu verdanken ist. Der Streifen trumpft hier mit sagenhaften Drehorten, einer großartigen Kameraführung, sowie einem melodischen, einfühlsamen Score, der die Atmosphäre perfekt unterstützt. Aber auch die interessanten, außergewöhnlichen und gut gespielten Figuren tragen ihren Teil dazu bei.

Trotz der Dramatik und der durchgängigen Traurigkeit des Erzählten, sowie des Streifens selbst, kommt "Mother" locker, leicht und fröhlich beschwingt daher und verzichtet keineswegs auf humoristische Elemente. Diese drängen sich jedoch zu keiner Zeit in den Vordergrund, sodass man den Film trotzdem noch ernst nehmen kann und mit "Mother" einen fabelhaften, bizarr schönen, einprägsamen Krimi geliefert bekommt, welcher einmal mehr bestätigt, dass die Koreaner im Filmemachen momentan ganz weit vorne mit dabei sind.

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JimSommer

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Bewertung6.0Ganz gut

TOTAL ÜBERBEWERTET:

Ich hab mich extrem auf den Film gefreut, toller Trailer und ne flotte 8,5er Vorhersage.
In der nüchterne Realität dann endlosen Längen, keinerlei emotionale Ergriffenheit. Der Sohn hat extrem genervt und die Mutter versprüht nicht die erhoffte Faszination, Sie war sogar vergleichsweise unspektakulär einschläfernd.

6 Punkte für das Image der Killer-Mam, mehr bleibt leider nicht von Film übrig. :/

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dbeutner

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Bewertung7.0Sehenswert

Mother startet sehr stark und hält das Niveau auch lange - ruhige Spannung, sehr excellente Bilder, unglaubliche Schauplätze (die einen sofort nach Korea fliegen lassen wollen), eine Kamera, die ihre Fahrten regelrecht zaubert, lakonischer Humor... Die Geschichte wird ruhig erzählt, aber so wohldosiert, wie man es auch schon etwa aus "Memories of Murder" kennt - Bong Joon-ho schafft es immer wieder, spezifisch koreanische Filme zu machen, die aber für "Kulturfremde" nicht zu schwer zu schaffen sind, sehr angenehme "Kulturappetizer".

Jetzt kommt allerdings ein Aber, was den Film einen kompletten Punkt gekostet hat: Wenn hier andere von mehreren Twists / Wendungen sprechen, und diese auch noch als etwas Positives empfanden, so halte ich dagegen: Einen wirklichen Twist gibt es eigentlich nur rel. spät, und für diesen würde ich Bong Joon-ho recht gerne ohrfeigen. Weil er sooo billig gemacht ist, dass ich das als Beleidigung meines Interesses an seinem Film empfinde. Wer die ZuschauerInnen auf schlichteste Weise manipuliert, darf nicht ernsthaft darauf hoffen, dass die Zerstörung der Manipulation am Ende gefeiert wird. Das sind Taschenspielertricks, für die man normalerweise auf dem Markt mit Eiern beworfen wird - aber was soll's: Die Leute jubeln ja tatsächlich hier. Ich nicht. Ich war genervt, und leider hat das dem Film seine Besonderheit ein gutes Stück geraubt.

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mikkean

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Liebe Mutti, dafür war auf der diesjährigen Muttertags-Grußkarte kein Platz mehr:

Danke für deine aufopfernde, manchmal ein Quentchen zu beengende -vielleicht nach psychologischer Analyse als schon manisch einzustufende - Liebe. All das fürsorgliche Rügen, das umsorgende Ermahnen, dein Verständnis und die Unterstützung, mit der du selbst meinen weniger glücklichen Entscheidungen begegnest. Du bewegst doch Himmel und Hölle, bringst große Opfer und auch viele kleine. Meinst es immer gut mit mir, fällst keine voreiligen Urteile. Ja, das alles macht dich schon zu einer Heiligen.

Aber bitte: Nimm dir kein Beispiel an die Hauptfigur dieses Films "Mother". Und sollte ich selbst des Mordes beschuldigt werden. Schlepp keine widerwärtigen Winkel-Advokaten an. Verschwende nicht dein mühsam erarbeitetes Geld für skrupellose Schläger, die aus benommenen dümmlichen Stecher-Schülern Aussagen raus prügeln. Verwandele keine Trauer-Gesellschaft fast in eine Massen-Keilerei wie in "Drunken Master II" und bitte, verfalle keinem Wahn, bei dem am Ende ein armer Obdachloser sterben muss. Überlass das lieber so glaubwürdige Film-Figuren wie die von Hye-ja Kim so vortrefflich gespielte Mutter. Du hast auch einen wesentlich stilsicheren Kleiderschrank.

So, das musste einfach raus. Und jetzt brüte ich weiter an der Frage, welch Kreativ-Gen Südkoreaner bloß ins sich tragen oder mit der Luft, dem Essen bloß zu sich nehmen. Mann, war dieser "Mother" beängstigend klasse.

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stuforcedyou

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Ja, das war er.


Avantgarde83

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wäre nicht die schreckliche Synchro...


BellaS.

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Bewertung7.5Sehenswert

Wie eine Glucke umsorgt sie ihren erwachsenen, geistig zurückgebliebenen Sohn Do-Joon und versucht ihn vor schädlichen Einflüssen zu schützen. Als Do-Joon verdächtigt wird, ein junges Mädchen umgebracht zu haben, zwingen ihn die Polizisten, ein Geständnis zu unterschreiben. Da seiner Mutter das Geld für einen Anwalt fehlt, begibt sie sich selbst auf die Suche nach dem wahren Mörder....
Selbst am Schluss hat das Drehbuch noch eine Überraschung parat, mit der es die Hauptfigur in ein moralisches Dilemma bringt....

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ash-williams

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Bewertung6.0Ganz gut

Ein Thriller mit wenig Thrill, dafür aber mit guten Darstellern und guter Story. Das Erzähltempo ist gemächlich, an einige Stellen leider zu gemächlich, das strengt an. Insgesamt strapaziert die komplette erste Hälfte die Geduld der Zuschauer, jedoch ist die zweite Hälfte deutlich spannender und hat noch einen sehr guten Schluss zu bieten. So wird aus Mother doch noch ein sehenswerter Film, in gut gefilmten Bildern.

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stuforcedyou

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Mother" ist ein leises, unaufgeregtes Thriller-Drama das mit seinem langsamen Erzählfluss und seiner eher schwerfälligen Struktur Konzentration vom Zuschauer verlangt. Dafür entfacht der Film vom Regisseur von "The Host" und "Memories of Murder", Bong Jong-ho, eine fesselnde Geschichte die teilweise mit Suspense und dann, meist unerwartet, mit Komik aufwarten kann. Jong-ho gelingt es außerdem die Zwischenräume von "Mother" zu füllen. Zu füllen mit Fragen, die jeder Zuschauer für sich selbst beantworten muss. Die tristen aber dennoch schön komponierten Bilder machen das Mosaik aus Drama, Krimi, Unbekanntem und Komödie komplett.

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veseria

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Bewertung7.0Sehenswert

Wirklich ein cooler Film!
Die Eröffnungssequenz ist wirklich extrem Lynch like. Die Protagonisten sind auch allesamt cool. Was mich an dem FIlm stört bzw ich mag sowas meistens einfach nicht ist, die Mischung aus Ernsthaftigkeit und offensichtlichem Humor.
Die Wendung(en) ist/sind aber wirklich cool und generell kommt stark die asiatische Regie zum Vorschein was ich gut finde.

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B2M

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Bewertung7.0Sehenswert

Kein schlechter Film, allerdings gefiel mir sein letztes Werk doch besser.
Und auch im BEreich solcher Filme gibt es bessere Vertreter, wie z.B. die Vengeance Trilogie oder ähnliches aus Korea.
Trotzdem nette unterhaltung mit einigen Twists.

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CarrionFairy

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

ich hab mir unter dem titel und cover einen ganz anderen film vorgestellt, als ich letztendlich bekommen habe - einen wunderbaren, in seiner tragik irgendwie komischen und leichtlebigen, aber typisch untypischen asiatischen film, dessen ende mich einfach nur überraschend warm umweht hat. für mich bringt der film tatsächlich die substanz, und nicht nur die floskelhafte bedeutung des wortes "mutter" auf eine skurrile und irgendwie märchenhafte art und weise genau ins herz. ich bin begeistert.

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ihre-herrlichkeit

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*am Kopf kratz* Äh...online-Streams gucken ist doch legal? Hochladen ist illegal, aber davon war doch nicht die Rede.


iconoclasm

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Entschuldigung, war mein Fehler. Dachte es wäre illegal. Nehme alles zurück.


luckypierre

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Muss ich unbedingt gucken.

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spanky

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Bewertung6.0Ganz gut

Aaaaaaaaaaaaaanstrengend langatmig, jedoch brillant in der Wahl seiner Bilder und eingestreuten surrealen Elementen. Die hätte man aber auch auf 60 Minuten eindampfen können. Außerdem verstehe ich die südkoreanische Variante von Dramaturgie wohl nie so ganz...

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Bauglir

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Bewertung7.5Sehenswert

In ihren stärksten Szenen eine nachgerade kontemplative Elegie auf eine Frau, die sich am Ende ihres Traumes von Fürsorge und Geborgenheit beraubt.

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