Rammbock

Rammbock (2010), DE
Laufzeit 63 Minuten, FSK 0, Horrorfilm, Kinostart 09.09.2010

7.0 Kritiker
17 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.6 Community
499 Bewertungen
68 Kommentare
Rammbock
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noch nicht bewertet

von Marvin Kren, mit Michael Fuith und Theo Trebs

Der aus Wien stammende Michael kommt in Rammbock eigentlich nur nach Berlin, um seiner Ex-Freundin die Wohnungsschlüssel zurückzugeben. Bei ihr zu Hause trifft er auf zwei ruhig vor sich hin arbeitende Handwerker, doch schon kurz darauf beginnt einer der beiden völlig durchzudrehen und über seinen Kollegen herzufallen. Nur mit Mühe gelingt es Michael, dem Klempner Harper zu helfen und den wild gewordenen Kollegen aus der Wohnung zu werfen. Als schließlich auch im Innenhof Chaos ausbricht und Leute aufeinander losgehen und sich beißen, erhärtet sich immer mehr der Verdacht: Eine Epidemie ist ausgebrochen und verwandelt die Menschen in Rammbock nacheinander in Zombies.

Der augenzwinkernde Zombiefilm Rammbock von Marvin Kren gewann nicht nur beim achtung Berlin – Festival den Preis als bester Spielfilm, sondern erhielt außerdem den Max Ophüls Preis für den besten mittellangen Spielfilm. Das Aufeinandertreffen von Zombiethematik, Berliner Lokalkolorit und Wiener Schmäh machen aus Rammbock eine eigenwillige und gelungene Variante des in Deutschland eher seltenem Genre Zombiefilm. (TM)

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Kritiken (14) — Film: Rammbock

goodspeed: KultHit.de / O L O s B L O G

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7.0Sehenswert

Die deutschsprachige Filmlandschaft war bislang vor allem für ihre filmische Vergangenheitsbewältigung bekannt. Doch auch im Horrorfach kamen einige vielversprechende Ansätze hervor, dennoch reichte es nie aus, um sich einen eigenen Namen zu machen. Zumindest nicht wie es beispielsweise Frankreich oder Spanien geschafft hatten. Dies könnte sich in naher Zukunft ändern, denn mit „The Last Exorcism“ und „Rammbock“ kommen im September gleich zwei Horrorfilme in die Kinos, die aus deutscher Feder stammen und eine beachtlichen Resonanz bei den einschlägigen Festivals auf der ganzen Welt für sich verbuchen konnten.

„Rammbock“ stellt das Spielfilmdebüt des Österreichers Marvin Kren dar, der zuvor an der Hamburger Media School studierte und 2008 abschloss. Der Film kann bestenfalls als Low-Budget Produktion beschrieben werden, was man dem Film jedoch in keiner Minute anmerkt. Auch wenn der Film nie dazu gedacht war, im Kino ausgewertet zu werden, seine kurze Filmdauer…

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Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...

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7.5Sehenswert

RAMMBOCK überrascht. Weniger weil es ein deutsches Filmteam ist, welches sich da mitten in Berlin in ein fremdes und unwirtliches Terrain vorwagt, sondern eher deshalb, weil es der erste ernstzunehmende Infiziertenfilm seit einer halben Ewigkeit ist, der die subversive politische Attitüde der Urgesteine des Genres erkennt und aufgreift, sie aber nicht zur ostentativ ausgestellten Zeitgeistkritik ausbuchstabiert.

Krens Themen sind universeller Natur; die Anonymität und der Egoismus innerhalb seines Mikrokosmos eines der meist behandelten Topoi innerhalb der Auseinandersetzung mit dem Wesen einer Großstadt - ein Punkt, an dem RAMMBOCK letztendlich auch inhaltlich scheitern muss, denn neue Aspekte diskutiert er zu keiner Zeit wirklich.

Man möchte ihm diesen Malus großzügig verzeihen, denn das „Wie“ der Erzählung weiß stets zu beeindrucken: Die Tristesse der spärlich ausgeleuchteten Settings überträgt die Trostlosigkeit der Situation und die Ausweglosigkeit…

Kritik im Original 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 38 Antworten

duffy

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Höy, ich hab nen Garten...:/


J0J0

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Und ich bin kein Spießer!!!! Beweis: Che-Guevara-Shirt aus Jugendzeiten.


Corsovilla: SchönerDenken

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8.5Ausgezeichnet

Sehenswerter deutscher Horror mit Augenzwinkern - mit wenig Aufwand aber viel Ideen und spannenden Charakteren dem ausgelutschten Zombie-Genre neue Seiten abgewonnen. Großes Lob an die jungen Regisseure! (Mehr im Podcast)

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SiameseAlex: SiameseMovies

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5.5Geht so

Lobenswerte deutsche Produktion angesichts waghalsigem Unterfangen 'Zombie-Genrekino' hin, geringes Budget inklusive geringer Erwartungen bzgl. schauspielerischer Leistung her - Rammbock ist nicht der ersehnte Pionier spannend inszenierter Klaustrophobie innerhalb der schon oftmals angedeuteten Intensität einer katastrophalen Epidemie. Und das hat auch offensichtliche Gründe, da nun mal gewisse Erwartungen auch an eine Independentproduktion gestellt werden dürfen.
[...]
- auf den Punkt gebracht fehlt in 'Rammbock' eher das in seinem Minimalpaarpendant 'Lammbock' hoch frequentierte, ganz einfache SPRECHEN über die real existente, soeben beobachtete, unglaubliche Situation. Ohne Flachs: Menschen beißen sich tollwütig gegenseitig in den Hals - und das auf MEINEM Hinterhof? Ich beobachte IN ALLER SEELENRUHE mit den Nachbarn am Fenster mit aufgelehnten Armen auf der Fensterbank das Spektakel und ... spreche schlichtweg nicht darüber? (Und wenn, dann nur dummes, der Situation bei weitem nicht angemessenes, Zeug) Wie kann ein Film (sicherlich auch viele andere Vertreter dieses Genrekinos) es wagen Zombiepanik totzuschweigen und sich dumm zu stellen, nur um ein weniger chaotisches, mit düsterer Stimmung behaftetes Endzeitszenario zu skizzieren?
[...]
So schlecht das alles klingt, so schlecht ist es dann auch wieder nicht. Auch wenn mir viele Handlungsweisen hier vorm heimischen, wohl behüteten Laptop aus unverständlich sind, so mochte ich doch das sofortige Drängen auf die grundlegende Bedürfnisbefriedigung. Das Verhältnis von blindem Aktionismus und schockierter Lähmung wurde gut herausgearbeitet und auch die Entwicklung eines Nebendarstellers von einem verzweifelten Gabelspitzen-Ninjastern-Bastler zu einem zielgerichteten, dem Feind ins Auge blickenden Helden wusste zu überzeugen. Außerdem ist diesem jungen Mann zu guter letzt absolut zu Gute zu halten, dass er Michael nicht eigenhändig den Hals umgedreht hat.

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The_Comedian

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Witzig geschrieben, treffend formuliert!
WIR sind vorbereitet, lediglich der Plan müsste überarbeitet werden;-) (Volcomania und der Waffen-M***el:-D...)


Flibbo: wieistderfilm.de

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5.5Geht so

[...] Somit hat Deutschland alles in allem einen schnörkellosen, schauspielerisch ausreichenden Virus-Thriller hingelegt und sich dabei nicht an zu hohen Ansprüchen verschluckt. Wenn man sich Letzteres auch als Zuschauer zu eigen macht, ist alles in Ordnung. Ob seiner Pionierleistung wird „Rammbock“ gerne viel Honig um den Bart geschmiert, weil er eben nichts wirklich falsch macht und obendrein auch noch aus Deutschland kommt. Die nackte Wahrheit sieht so aus: Anständiger Zombie-Horror für zwischendurch.

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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...

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7.0Sehenswert

[...] Zuletzt ließ Regisseur Bruce LaBruce den untoten Titelhelden seines "Otto; or, Up with Dead People" durch Berlin schwelgen, "Rammbock" aber fügt sich den Konventionen des Genres wesentlich deutlicher, was seine Klischeebrüche und Modifizierungen am sonstigen Horrorkino umso erfrischender erscheinen lässt. Einen waschechten und ernsthaften Zombiefilm aus deutschen Landen hat es ja nun auch dringend einmal gebraucht, insbesondere nachdem die lebenden Toten hier bisher ausschließlich ein trauriges Dasein im Amateurquatsch der Schnaas- und Rose-Fanzirkel fristen mussten. Da ist es nur konsequent, dass Kren seine Geschichte nicht ironisiert: Die Helden können keine Zombiefilmalphabete aufsagen und müssen auch nicht knöcheltief im Blut waten. Einen so puren Zombiefilm gab es schon lange nicht mehr. Wirklich schade, dass er nur etwas über eine Stunde läuft.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.0Sehenswert

Zunächst mal darf natürlich Respekt gezollt werden, wenn in Deutschland überhaupt ernsthaft der Versuch unternommen wird einen Zombiefilm zu drehen. Und insgesamt macht Rammbock, der wie viele ungewöhnliche Projekte im Rahmen des kleinen Fernsehspiels realisiert wurde, vieles richtig. Die plötzliche Bedrohungssituation, das Feststungszenario mit seinen Ein und Ausbrüchen, die üblichen zwischenmenschlichen Konfikte. Er orientiert sich dabei eher am Infizierten-Film a la 28 Days Later als am klassischen Romero, was wie immer ein wenig auf die Spannung schlägt und insgesamt etwas neue Ideen vermissen lässt. Das die schauspielerischen Leistungen (besonders der junge Azubi grinst sich etwas zu cool durch Film) eher durchwachsen sind, darf genremässig entschuldigt werden - schwerer wiegt da schon, das er trotz gerade mal 60min Laufzeit doch einige Längen hat hat und insgesamt etwas zu zahm und unblutig daherkommt.

Die Kammerspielartige Inszenierung die nur in einer Szene das Ausmaß der Katastophe erahnen lässt dürfte hingegen dem Budget geschuldet sein und soll dem Film nicht zum Nachteil gereichen.

Ein guter Anfang, aus dem sich aber gerne noch etwas mehr entwickeln darf.

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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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7.5Sehenswert

Rammbock hält sich nie sonderlich ausführlich mit Blut- und Beuschelszenen auf, der Film richtet sein Augenmerk lieber auf Spannungsmanöver und existenzielle Miniaturen, die eine Viruskatastrophe dieses Ausmaßes mit sich bringt. Die Auflösungen sind - und das ist bei nicht unbegrenzten Möglichkeiten eine besondere Leistung - stets originell.

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Thorsten Dörting: Spiegel Online Thorsten Dörting: Spiegel Online

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7.0Sehenswert

Für Genre-Kenner bietet "Rammbock" [...] nichts Neues. Der Film überzeugt denn auch eher als behutsam eingedeutschte Nachahmung internationaler Vorbilder.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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7.5Sehenswert

Die Fähigkeit des Regisseurs, den Zuschauer auf emotionale Achterbahnfahrten zu schicken, seine Aufmerksamkeit auf immer neue Punkte zu konzentrieren, ihn auf Neues einzustellen, ist bewundernswert. [...]
Der Film funktioniert blendend und unterhält gut.

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Sascha Eggers

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7.5Sehenswert

Alles in allem ist Marvin Krens Film ein tolles Exemplar des Genres. Zwar bietet er keine wirklichen Innovationen, ist aber auch keine plumbe Kopie der in anderen Filmen zu Genüge zitierten Klassiker. Und dies schafft er trotz geringem Budget und unbekannter Schauspieler. Im deutschsprachigen Raum sucht man einen vergleichbaren Film sowieso vergebens.

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J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, ray, ...

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7.0Sehenswert

Was vom „Kleinen Fernsehspiel“ des ZDF sicher als gewagter Vorstoß in vom öffentlich rechtlichen Fernsehen noch unerforschte Horrorfilmgefilde gemeint war, ist popkulturell natürlich längst Schneematsch von Vorgestern. Das meist uninspirierte Überangebot an Zombie-Kost hat zur Folge, dass der von George A. Romero vor mehr als 40 Jahren unterschwellig mit bissiger Sozialkritik unterfütterte Zombiefilm heute fast so hirn- und untot ist wie seine Protagonisten. Dennoch ist RAMMBOCK eine kurzweilige Berliner Zombieapokalypse, der es gelingt, das derzeit überstrapazierte Zombie-Genre in die Realität und Banalität des deutschen Alltags einbrechen zu lassen.

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Rochus Wolff: freier Journalist

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7.5Sehenswert

Mit seinen 59 Minuten ist der Film weise genug, seine Möglichkeiten und Inhalte nicht ins Unendliche auszudehnen, sondern bleibt kompakt, kurzweilig und interessant: Er beschränkt sich auf eine kleine Gruppe von Figuren und räumlich auf das Haus rund um einen Berliner Hinterhof; die Konzentration in Form und Inhalt verzichtet auf allen unnötigen Ballast.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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8.0Ausgezeichnet

Durch die Konzentration auf hauptsächlich zwei Figuren in einem Mietshaus gelingt es Marvin Kren und Benjamin Heussler eine höchst eindrückliche klaustrophobische Wirkung zu erzeugen.

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Kommentare (54) — Film: Rammbock

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VisitorQ

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Bewertung6.5Ganz gut

Eine kleine aber durchaus feine Produktion aus Deutschland, die vor allem durch eine recht dichte Atmosphäre punkten kann. Ein wenig mehr Gewalt hätte dem Ganzen nicht geschadet aber ansonsten bin ich wirklich angetan.

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Üffes Müffes

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein gelungenes Ding für eine low-budget-Produktion. Grad weil es vor standard-zombiefilmen wimmelt, aber die eher realitätsbezogenen Filme mit der Thematik rar gesäät sind. Ich würde mir mehr davon wünschen, vielleicht etwas in die Richtung "Tagebuch der Apokalypse"welches ich für absolut grandios halte.
Ich denke aber dieser Film ist ausschliesslich etwas für richtige Zombiefans. Der Ottonormalfilmfan wird dem Streifen wahrscheinlich nicht viel abgewinnen können.

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natural born zombie

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Bewertung9.0Herausragend

Seeeehr schöööön!
Kann mit Mini-Budget und unbekannten Schauspielern absolut mit den einschlägigen Hollywood- Filmen mithalten, ist sogar "realistischer", teils witzig, teils beklemmend, und man fühlt mit den Protagonosten wirklich mit, statt sich wie sonst oft nur über die Zombie-Attacken zu freuen.
Also wirklich sehr gelungen: ansehen!!!

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Tizilla

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mein Schwester betitelte diesen Film als den "realistischsten Zombie Film", den sie bisher gesehen hat und so geht es mir auch. Keine überstylte "Kampfmaschienenartige Helden". Menschen wie man sie jeden Tag auf der Strasse sieht. Das ganze lässt einen sich so richtig in die Situationen reinversetzten. Es gibt kein Gemetzel oder Action an jeder möglichen Stelle und dennoch weiß der Film sehr gut zu unterhalten. Hier wird gezeigt das man auch mit wenig Mitteln einen guten Film machen kann. Für einen deutschen Film halte ich ihn sowieos für sehr gelungen.
Den Dialekt finde ich persöhnlich störend. Mir gefällt, genauso das man nicht alle Antworten bekommt auf die ein oder andere Frage die im laufe des Films aufkommt. Man muss nicht alles auf einem Silbertablett serviert bekommen.

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torsam

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Endlich mal wieder ein guter und ernster Zombiefilm! Man fiebert bis zum Ende hin mit, wie es denn nun für die Protagonisten ausgeht. Der Film ist allerdings keinesfalls gruselig oder brutal, kann man sich also auch alleine ansehen. ;)

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HxC_Moe

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Ein keinesfalls brutaler Zombiefilm? Sowas gibt es? :D


torsam

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Ja, ich empfand ihn als ziemlich harmlos. ^^ Das ist aber keinesfalls schlecht, Spannung kommt ja auch ohne viel Blut auf.


ElMagico

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Da mich Husten, Schnupfen, Kopfweh und Schwindel gerade etwas Zombiemässig fühlen lassen, dacht ich mir, es wäre vielleicht mal an der Zeit, zu prüfen ob der gute Eindruck den "Rammbock" bei mir hinterließ, auch den Test der Zeit stand hält. Denn ich muss doch zugeben, der Film hatte einfach von vornherein ein Stein im Brett bei mir. Ein ernsthafter deutscher Zombiefilm. Yes! Und wer meine Dinger hier bisschen liest, der weiss ja das Zombies so ein bisschen meine Freunde sind.
Und wie steht "Rammbock" nun ein halbes Jahr später da? Um es kurz zu machen: Besser als damals! Und ich bin selbst überrascht darüber. Noch überraschter bin ich, wenn ein Satz wie folgender aus meinem Mund kommt: "Rammbock" ist im positiven Sinne ein durch und durch deutscher Film.
Und genau das war es auch, was mir den Film gerade noch etwas näher brachte. Diese andere Herangehensweise an das Zombie-Thema, das verrücken des Fokuses und auch das einbeziehen einer durchaus typischen deutschen Dramatik, die sehr nüchtern daherkommt. Das alles gibt dem Film ein ganz eigenes Feeling und es gibt tatsächlich wenig Genre-Beiträge, die mit solch einer Ernsthaftigkeit an dieses Thema herangehen.
Vielen mag das etwas zu bieder erscheinen, da nicht an allen Ecken und Enden eine Action-Szene wartet und so etwas wie wahrer Held sowieso im ganzen Film nicht zu finden ist. Aber das macht den inhaltlichen Reiz von "Rammbock" aus: Niemand wird innerhalb von 30 Minuten zur Kampfmaschine. Jeder tut das, was er vermeintlich am besten kann. Und vorallem: Die Liebe die mich vor 10 Minuten obsessiv beschäftigt hat, sie ist immernoch da, diese Gedanken gehen nicht so einfach weg, selbst wenn dies das Ende Welt ist. Und dies sind nur Teilaspekte, die "Rammbock" für mich zu einem ganz besonderen Zombiefilm machen.
Auch visuell bewegt er sich auf der Höhe der Zeit, schafft es aber auch hier durchaus eine eigene Note einfliessen zu lassen. Es gibt sogar Momente im Film, und ich weiss das ich mich da jetzt weit aus dem Fenster lehne, die an alte deutsche Stummfilm-Klassiker erinnern. Vorallem das Spiel mit Schatten und die Gabe, mit diesen Grauen zu erzeugen, erinnerte mich doch eins ums andere mal daran. Das mag teilweise auch finanzielle Gründe haben, funktioniert aber, besonders in der Enge des Hinterhofs, ganz hervorragend. Prinzipiell ist der Schauplatz des Films auch sehr klug und effektiv ausgewählt.
Da es immer wieder Wendungen gibt, ob es nun die Zombie- oder die Liebesthematik ist, der Film aber auch ab und zu mit Schock- und Actionszenen aufwartet, kommt sowas wie Langeweile nicht auf. Also kann ich auch hier "Rammbock" kaum etwas negatives zur Last legen. Wenn ich mich denn beschweren wollte, dann nur darüber, dass ich doch gern etwas mehr Blut und Gore gehabt hätte. Aber der Rest des Films ist so einzigartig, dass ich darüber mal hinwegsehe.
Toller deutscher Genre-Beitrag, von dem ich sogar denke, dass ihn auch Menschen etwas abgewinnen können, die sonst nichts mit Zombiefilmen anfangen können. Aber schon alleine um den Mut zu honorieren, ein solches Projekt in diesem Lande umzusetzen, sollte man dem Film mal eine Chance geben.
Halben Punkt rauf auf die 8.

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SiameseAlex

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Ok, so kann man es auch ausdrücken - "aus dem Leben gegriffen". Weil das schließt gnadenlos unangemessene Entscheidungen nicht aus, weshalb ich mal ernsthaft daran interessiert wäre eine Filmepidemie mit einigermaßen aufgeklärten, mitdenkenden Menschen zu sehen. Glaube das hat mich auch so sehr an dem Film gestört.


ElMagico

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hmmm...aber liegt es nicht in unserer Natur bei sowas auch mal falsch zu reagieren? Gib ihn mal noch ne Chance...ich glaub er zeigt echt recht gut, was in den ersten 2,3 Stunden so in einem abgeht. Sicherlich nicht 100%ig...aber es zeigt einen guten Ansatz.


Azazil

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Bewertung6.5Ganz gut

Nicht mal schlecht der Film. Doch wie einige Vorredner schon bemerkt haben, nervt der Akzent dann schon etwas. Schlimmer finde ich es allerdings dass der Hauptcharakter die ersten 20 Minuten praktisch nichts anderes als 'Gabi hier und Gabi da' zu sagen hat. Die Schauspieler sind jetzt nicht gerade der Hammer aber letzten Endes doch ganz passabel. Rammbock macht einiges aus seinem (vermutlich arg beschränktem) Budget. Schade ist es dass der Film nur so kurz dauert. An manchen Stellen hätte man noch etwas Atmosphäre heraus holen können, beispielsweise bei der Kommunikation über den Hof. Die Charaktere selbst kommen da natürlich auch etwas zu kurz. Nebenbei stellen die sich im Umgang mit Zombies doch etwas ungeschickt und zurückhaltend an.
Kann mir keiner erzählen dass da jemand ohne irgendeine Form von Knüppel herum rennen würde. Trotz genannter Schwächen schafft es Rammbock durch unkonventionelle Ideen und einer soliden Story einen schönen kleinen Film auf die Beine zu stellen. Ansehen lohnt sich wenn man sich darauf einlässt. Achja, der Tanz am Ende hätte wirklich nicht sein müssen :)

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lieber_tee

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Bewertung7.5Sehenswert

Berliner Altbau - Horrorfilm, der die klassischen Motive des Zombiefilms selbstironisch nutzt um ein hohes Maß an Authentizität und Bedrohung zu generieren.

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*ulma*

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Bewertung7.5Sehenswert

Erfindet das Rad nicht neu, dreht es aber recht ordentlich!

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CommanderWilli

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Bewertung6.0Ganz gut

Ja freilich ist des a guter Infiziertenhorrorschinke!
Des Budget wurd' gut eingsetzt u das Setting is' erfrischnd anders für a deutsche Film.
Nun sags manche, das des a ernstzunehmender Film is, gel! Die Geschicht is zwar nett, meins Meinung na is des Problem de unglaubich komisch Akzent de Protagoniste.
Die rede imma so...ka I net sagn, I glaub des soll a östereicherisch Akzent si.
Nimmt viel von de gute Atmosphäre weg, aber a interessant Film bleibt dann do übri.
Doch wer hia a harte Film erwart, also e Party wo de Würstle nur so fliegr, der is fehl a Platz.

P.S. : Sorry für die nervige Schreibweise, kann selbst keinen Akzent nachsprechen, geschweige denn schreiben, aber es hat doch echt während des Films gestört.
Die Ernsthaftigkeit des Genres wurde nur gegen Ende des Films bemerkbar, was bei einer Gesamtlaufzeit von ca. 63 Minuten dann doch etwas zu spät ist.
Trotz des in media res-Anfanges musste man sich dann doch erst mit den Charakteren auseinandersetzen, allen voran mit ihren Akzenten. Habe dann nachher auch noch die Untertitel eingeschaltet, weil ich nicht jedes Wort verstanden hatte, da einiges durch das Chaos im Film unterging.
Im Endeffekt kann man aber stolz darauf sein, dass einem hier nicht der immergleiche Einheitsmüll aus Deutschland gezeigt wird, sondern Mut zur Lücke bewiesen wurde!

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AmabaX

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Überzeugender deutscher Zombie-Film. Aus dem geringen Budget wurde das beste raus geholt. Es gibt überzeugende Charaktere gute Story einfälle und viele echt gelungene Ideen. Allerdings finde ich den Hauptdarsteller falsch besetzt. Aber naja mit sicherheit einer der besten deutschen Filme in der Horror Richtung.

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Alienwee

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Bewertung7.0Sehenswert

wirklich überraschend guter Zombiefilm aus Deutschland!
Der Film nimmt sich teilweise nicht so ernst(es darf auch mal gelacht werden),trotz recht kurzer Laufzeit und der Zombiehorde bekommt der Zuschauer immerhin einen kleinen Einblick in das Seelenleben der noch lebenden Charaktere.Das tut der Story gut und die Protagonisten wirken nicht wie irgendwelche Quoten-Toten.
Natürlich wurde gut von anderen Filmen abgekupfert,aber warum das "Rad" neu erfinden(und schlechtestenfalls komplett "Baden gehen"),wenn man sein Handwerk einigermaßen beherrscht?
Unterhaltsamer Film!

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Dr.Greenpop

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Bewertung6.5Ganz gut

Netter Film. Macht Spass zu sehen. Allerdings auf die derben Akzente und den "Tanz" am Schluss hätte man auch verzichten können ;).

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Jade

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Bewertung6.5Ganz gut

Letztendlich läuft doch jeder Zombie-Film nach einem "Schema X" ab. Daran kann auch Rammbock nichts ändern. Trotzdem schafft es der Film (auch dank des Wiener Schmäh des Hauptdarstellers) die Untoten Puppen in Berlin noch einmal so richtig tanzen zu lassen. Solide.

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Jade

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WIR beide waren ja noch nie einer Meinung :)


Tytus

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" die Untoten Puppen in Berlin noch einmal so richtig tanzen zu lassen."

wusste gar nicht das der Film im Bundestag spielt?!?!?


alanger

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Bewertung6.5Ganz gut

ein ambitionierter filmhochschulabschlußfilm, auch noch ganz mutig ...huuh... ein genrefilm.
berlin, szene, hinterhof, zombis (sowieso)...
für die mühe gibts doch glatt 4 punkte.
den rest für den rest.

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Hitmanski

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Miesepeter :)


alanger

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na gut, hab ihn mir nochmal angetan, 6,5 isser wert. vielleicht wirds beim nächsten mal noch mehr. ;)


J0J0

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Bewertung7.5Sehenswert

Wegen des dreckigen Berliner Hinterhofsettings und der schnodderigen Deutschigkeit von Mache, Dialogen, Figuren usw. ein sehr, sehr realistisch wirkender Infektionszombiefilm. Kein big picture, wenig gegenseitige Hilfe, keine Waffen zuhause, dafür Hasenfutter. So wird das hierzulande wohl ablaufen.

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alanger

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ich fürchte auch.


gassi99

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gut gemachter zombifilm! kommt mit wenig haschenden effeckte aus!
einige lustige meldungen! durch und durch gelungen!


Bierbutcher

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Das ist er also nun, die erste deutsche Horrorproduktion in Sachen Zombies!
Der Film hat mich gleich zu Beginn schon überzeugen können. Die Farben haben mich besonders überzeugt, denn man hatte, für eine ZDF Produktion, nicht das Gefühl, dass man auf dem Traumschiff um die Welt segelt, sondern, dass da von Anfang an etwas in diesem Haus nicht stimmt. Das Haus, nächstes Stichwort, mir ist selten ein Film unter die Fittiche geraten, wo die komplette Haupthandlung und die komplette Spannung in einer einzigen Location so überzeugend rübergekommen ist, wie in Rammbock.
Fazit: Ein Film, der wahrlich mit Hollywood-Zombie-Ritualen der Neuzeit mithalten kann. Die deutsche Filmindustrie kann stolz sein, sowas geschaffen zu haben. Der einzige Minuspunkt ist für mich, das zu kurze Ende, welches aber, klingt verwirrend, doch zu langatmig ist, was sich aber daraus herauskristallisiert, dass der Film allgemein zu kurz ist, eine halbe Stunde mehr hätte dem Film absolut nicht geschadet!

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Der Franzose

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zombies in Berlin , ich fands gut. Weniger blutig dafür schöne düstere Atmosphäre.

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Fernschreiber

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Bewertung7.5Sehenswert

Mal was anderes. Da der Film ja nur knapp 60 Minuten lang ist, schaue ich ihn etappenweise und schreibe mir alle zehn Minuten auf, was ich denke – natürlich spoilerfrei.
Nach 10 Minuten: An sich nicht ganz typisch Deutsch, dieser Film. Man weiß weder, was die Zombies erschaffen hat, noch wer, warum usw. Bisher haben wir einen Österreicher, der wohl unser Hauptdarsteller ist und einen Jungen, der sehr mundfaul zu sein scheint. Wir hatten auch schon einige Zombiefilmklischees – das verlorene Handy, die Warnung der Behörden und das Verbarrikadieren in einem Zimmer. Frage mich, wo Gabi ist.
Nach knapp 20 Minuten: Gabi? Gabi? Gabi? Und dann noch die Gabeln! Dialoge teilweise sehr unglaubwürdig. Unser Jugendlicher kann inzwischen sprechen. Man weiß mehr über die Hintergründe. Auf jeden Fall spannend und sehenswert inszeniert. Weiteres Klischee: der Held.
Nach knapp 30 Minuten: Die Figuren werden sympathischer, haben aber immer wieder sehr merkwürdige Momente. Dafür muss ich sagen, dass mir das Setting, die Enge, in dem der Film spielt, sehr gut gefällt. Und er hatte sogar schon einen echten Lacher und einige gute Ideen. Keine weiteren Klischees, keine weitere Gabi.
Nach knapp 40 Minuten: Ein kurzer Rückgedanke an den Anfang des Films. Warum sieht es bei Gabi so aus, als wäre sie grad erst eingezogen, lebt aber scheinbar schon länger da? Warum die Sache mit dem Schlüssel? Naja, egal, war nur so ein Gedanke. Mehr gibt es nicht zu sagen. No Gabi, no cry?!
Nach knapp 50 Minuten: Die Zombies sehen ganz ordentlich aus, nicht zu übertrieben. Dazu passt auch, dass es keine wirklichen Splatterszenen gibt. Doch die Blutleere passt recht gut ins Gesamtbild. Wenn ich überlege, ob ich mich freue, dass der Film in 10 Minuten zu Ende ist, oder ob ich gern noch weiterschauen würde, ich würde Letzteres wählen. Obwohl ich mich wirklich frage, warum in Berlin keiner was zu essen hat und alle schon nach zwei Tagen hungern. Weiteres Klischee: der Stromausfall.
Am Ende: Das Positive überwiegt. Ein spannender, gut inszenierter Zombiefilm, der nicht wie eine billige Kopie von diesem oder jenem anderen Streifen wirkt. Auch wenn das Ende für meine Verhältnisse sehr schwach ist, hätte ich gern noch mehr gesehen. Aber vielleicht war die kurze Spielzeit auch gerade der Grund dafür, dass es nicht langweilig wurde. Ich könnte mir vorstellen, dass sich das Setting für weitere Filme eignet. Ähnlich einer Miniserie könnte man weitere Schicksale präsentieren, weitere Hintergründe liefern und Geschichten kreuzen. Ich weiß nicht, ob so etwas geplant ist, wünschenswert ist es allemal. Denn Rammbock bietet trotz einiger Schwächen doch gute Filmkost. Und das aus deutschem Lande. Aber was ist jetzt eigentlich mit Gabi?

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kid charlemagne

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Ich kann mir nicht vorstellen, mir einen guten Film freiwillig in kleinen Häppchen reinzuziehen. Das kann doch nur den Genuss schmälern, aber nicht das Verständnis vertiefen. Ich glaube auch, dass eine gelungene Erzählung, ähnlich wie ein guter Song, genau in dem Moment endet, wo sie enden muss.


kid charlemagne

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Aber der Kaiser ist doch nackt !
In einem Interview mit Filmgazette stellt der Regisseur Marvin Kren Gore-Szenen als quasi uramerikanisch dar, als etwas was nur schwerlich in europäischen Filmen funktioniert. Was er da verbreitet ist schon mal hahnebüchen, aber erklärt einiges. An anderer Stelle aber äußert er sich dahingehend, dass er weitgehend auf Gore-Szenen verzichtet hat, weil diese ihm zu mühsam waren. Gore-Szenen gehören zum Zombie-Genre wie die Sahne zur Torte. Ich meine nicht die Extra-Portion obendrauf, man kann es ja auch übertreiben, sondern die Sahne die schon in die Torte eingearbeitet ist. Gore-Szenen sind lecker! RAMMBOCK ist erst einmal eine Torte für Laktose-intolerante, diabetische Veganer.
Was mich über Rammbock nachdenken liess, war weniger der Film selbst als vielmehr die erstaunlich positiven Kommentare, die bei MOVIEPILOT und auch überall sonst vorherrschten. Sodass ich mich fragte : ist mir da irgendwas entgangen oder habe ich irgendetwas nicht begriffen? Also strapazierte ich nochmals mein Gedächnis, denn mir den Film ein zweites Mal anzuschauen brachte ich nicht übers Herz.
Mir geht es bei Horror-Filmen ja nicht um möglichst viel Blutspritzereien, aber ich erwarte schon einen gewissen Schrecken oder Grusel. Dieser kann natürlich auch auf stille, subtile Art, also durch Atmosphäre und verstörende Bilder erzeugt werden. RAMMBOCK aber hatte nichts dergleichen für mich zu bieten. Dazu fand ich das Ganze zu sehr aus den Fingern gesogen, bemüht, durchschaubar und lahm.
Auf der Pressekonferenz sagte Kren : "Wir wollten keine Exploitation. Wir bedienten uns nur der Mittel des Sub-Genres, um.....", bla bla bla. Das ist doch absolut billig, sich verbal von dem Genre in dem man sich bewegt zu distanzieren, nur um sich nicht an dessen Ansprüchen messen lassen zu müssen. Natürlich ist RAMMBOCK reinste Exploitation, nur lausig gemacht. RAMMBOCK hat nichts, was es nicht so ähnlich schon in anderen Zombie-Streifen gab. Die Idee, dass die Krankheit im Organismus der Infizierten erst durch einen Adrenalinschub zum Ausbruch kommt, war allerdings neu und fand ich gar nicht schlecht. Aber die Einzigen die bei RAMMBOCK einen Adrenalinschub zu haben scheinen sind die Zombies. Der Rest der Figuren schlurft gemütlich durchs Gebäude. Nicht mal dem Hauptdarsteller Michael Fuith wird es gegönnt, mal einen anständigen Wutanfall oder eine Panikattacke hinzulegen. Aber vielleicht kann er das auch gar nicht. Überhaupt ist die Performance dieses Bauer-sucht-Frau-Typen mit seinem österreichischem Idiom entsetzlich deppert. Aber wahrscheinlich sollte das mal wieder ein subtiler Gag sein. Mir war das alles viel zu lieb und nett. Spätestens bei der Inszenierung des Hoppel-Kaninchens wurde mir klar, dass Kren und Hessler (Drehbuch) sich lediglich ins Horror-Genre verirrt haben, und eigentlich nicht wissen wovon sie reden. Jeder passionierte Horror-Autor hätte es als Herausforderung empfunden, dieses possierliche Tierchen mit subtiler Bedrohlichkeit aufzuladen, wie auch immer. In sowas offenbart sich ja gerade die Kunst des Horrors. Kren und Hessler aber verspielen solche Vorlagen. Ein Kaninchen ist bei ihnen eben nur zum Kuscheln da.
Wenn RAMMBOCK nun die üblichen Erwartungen an Horror-Filme durchkreuzt oder verfehlt, macht das aus ihm aber noch keinen innovativen, geschweige denn guten Film.
Die Düsternis, die der Film angeblich haben soll, wurde nur mit simplen phototechnischen Mitteln erreicht, alles sehr dunkel gehalten, starker Kontrast und blau-graue Farbtönung. Tut mir leid, aber so einfach bin ich nicht mehr zu beeindrucken.
Die Charaktere waren absolut oberflächlich und einfallslos gezeichnet, und wurden auch dementsprechend eingeführt oder fallen gelassen. Der Bodybuilder steht stolz und stumm am fenster, das nächste Mal hat er sich aufgehängt. Soll wohl so viel heißen wie: Bodybuilder machen viel Show sind aber eigentlich schwach. Welch ein profundes Psychogramm und so originell !
RAMMBOCK bewegt sich auf dem Niveau von Daily Soaps, und vermutlich ist er auch an deren Publikum gerichtet. Der mutmaßliche Humor ist furchtbar platt und brav. Vielleicht hätte man da ja an einigen Stellen Gelächter vom Band einblenden können.
Fazit : Mit Horror hat dieser Film nichts zu tun. Das einzige Genre dem er gerecht wird ist das des Hochschulabschlussfilms. RAMMBOCK und seine Rezeption in den Medien, wo der Film zum Teil auf Begeisterung zumindest aber auf Wohlwollen stieß, macht klar, warum die deutsche Filmbranche in Sachen Horror nichts zu melden hat.

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