Stay

Stay (2005), US
Laufzeit 99 Minuten, FSK 12, Thriller, Drama, Kinostart 23.02.2006

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6.7 Kritiker
25 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.3 Community
2844 Bewertungen
103 Kommentare
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noch nicht bewertet

von Marc Forster, mit Ewan McGregor und Naomi Watts

Henry Letham (Ryan Gosling) kündigt gegenüber seinem Psychiater Sam Foster (Ewan McGregor) seinen baldigen Selbstmord an: In drei Tagen, am Samstag, um Mitternacht. Der Arzt setzt alles dran, seinen Patienten von seinem Plan abzubringen. Doch was immer er auch unternimmt, die Dinge scheinen zwanghaft ihren Lauf zu nehmen. Ein albtraumhafter Trip durch das nächtliche New York beginnt.

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Cast & Crew


Kritiken (4) — Film: Stay

Stefan_R.: Mann beisst Film

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7.5Sehenswert

Neben einer vielschichtigen Geschichte bietet der Film darüber hinaus den wohl gelungensten Schnitt der letzten Jahre, der gekonnt die Grenzen zwischen Realität und Fiktion durchschneidet. Unscheinbare Elemente blenden plötzlich über in den Mittelpunkt des Geschehens, führen dem Zuschauer in immer atemberaubender werdenden Bildkompositionen vor Augen, was wichtig ist, ohne allzu offensichtlich den Holzhammer zu bemühen, während im Hintergrund der unbeschreiblich gute, unvergleichlich hypnotische Score von „Asche & Spencer“ sein Übriges tut, um zur grandiosen Atmosphäre dieses düsteren Trips beizutragen.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Filmkenner77

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Den fand ich sehr enttäuschend und langatmig. Viel Bohei um eine nichtige Geschichte.


Stefan_R.

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Kann man durchaus so sehen, zweifellos. :) Ich hingegen war von der technischen Seite des Films sehr fasziniert, die meiner Meinung nach einige Story-Unzulänglichkeiten mehr als geschickt kaschiert hat.


SiameseAlex: SiameseMovies

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10.0Lieblingsfilm

[...]
Doch ‘Stay’ ist, wer hätte es gedacht, mehr als nur bloßer Inhalt. Die Form, die Art und Weise der Inszenierung steht in Einklang mit der Geschichte eines eigentlich ganz normalen, jungen Mannes, dessen selbst auferlegte Vorwürfe ihn in einem Zustand des Stillstandes aufzufressen drohen. Ohnmacht befällt ihn und Menschen umgeben ihn. Daraus entsteht seine eigene Geschichte, so wie jeder Mensch inmitten eines Selbstentwurf existiert und stets versucht mit seinen persönlichen Problemen klar zu kommen. Eben diese Geschichte konstruiert sich jeder Zuschauer in der mannigfachen Detailverliebtheit selbst, wobei Anfang und Ende des Films die Geschichte selbst umrahmen und der Zusammenhang schließlich durch das Zusammenwirken aller Eindrücke gebildet wird. Wie ein Kunstwerk.
[...]

Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

tantemilli

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schöne rezension.hättest du den film so gemacht wie du ihn beschrieben hast wär er möglicherweise gut geworden :).


Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

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5.5Geht so

Handwerklich ist Forsters Film ohne Makel: Kunstvolle Überblendungen, Traumsequenzen und Déjà-vus sind eindrucksvoll und stimmig inszeniert. Die große Form kann allerdings nicht verdecken, dass die Geschichte nur ein Vorwand ist. Sie bleibt bis zum Schluss ein wirres Konglomerat aus scheinbar beliebigen Eindrücken, das auch dadurch nicht interessanter wird, dass der Zuschauer nicht weiß, was wirklich passiert und was Einbildung ist.

Das hat man schon gehaltvoll gesehen - "Fight Club", "The Sixth Sense" und "Memento" lassen grüßen.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

kyote

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Danke nochmal für die Zusammenfassung. Das bestätigt mich in meiner Meinung, nichts (wichtiges) verpasst zu haben. Handwerklich kann ich dem Film definitiv eine 1 geben, sowohl was schauspielleistung als auch Kamera und Schnitt etc angeht. Das Problem ist nur: Er hat mir nicht viel gebracht.


kyote

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P.S.: Ich find nur diese Argument "Wenn du den Film nicht magst, bist du nur zu blöd um ihn verstanden zu haben" ziemlich dämlich


Synopsis: zeitgeist Print & Online

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2.0Ärgerlich

Nicht der in der Zusammenfassung genannte Trip, sondern der Plot ist ein Albtraum! Zum Glück hat der Regisseur mit "Schräger als Fiktion" gezeigt, dass er es viel besser kann.

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Kommentare (99) — Film: Stay

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bestseimon

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Bewertung9.0Herausragend

„ Die Welt ist eine Illusion.“

Stay ist von Beginn an ein visueller Hochgenuss. Stilistisch auf aller höchstem Niveau. Geschickt wird der Zuschauer hier in die Irre geführt. Man weiß bis zum Schluss nicht so recht, was vor sich geht. Und eigentlich weiß man es am Ende auch nicht. Man kann es sich höchstens denken, seine eigene Ansicht bilden. Aber man muss den Film gar nicht verstehen, sondern sich einfach von den einzigartigen Bildern und der großartigen Musik überwältigen lassen. Ich habe das jedenfalls getan.
Auch die Schauspieler liefern gute Arbeit ab. So kann Ryan Gosling in einen seiner frühen Rollen glänzen und auch Ewan McGregor und Naomi Watts, die leider etwas zu kurz kommt, können überzeugen.
Schade, dass der Film so unbekannt ist, denn er hätte durchaus mehr Ansehen verdient. Kaum zu glauben, dass dieser Regisseur später einen James Bond Film gedreht hat.
Stay ist in meinen Augen ein filmisches Kunstwerk, das hoffentlich noch einmal mehr Anerkennung bekommt.

bedenklich? 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

bestseimon

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Inland Empire klingt auch interessant, obwohl ich schon gehört habe, dass der die Meinungen sehr spaltet.
Ich wollte mir demnächst vielleicht mal ein Bild zu The Straight Story machen, auch wenn der wohl kein typischer Lynch ist ;)


Joeyjoejoe17

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The Straight Story ist toll!


Azazil

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Bewertung6.5Ganz gut

Spoiler!!!
Ich war gewissermaßen etwas enttäuscht von Stay. Die Grundidee des Films ist leider schon nach kurzer Zeit offensichtlich. Nach ca. 20 Minuten dachte ich: "Ich würde gerne einen Film sehen, in dem der Protagonist im Sterben liegt und versucht sich in den Halluzinationen Vergebung zu verschaffen." Wenig später wurde mir klar, dass es sich im Prinzip genau darum handelt. Dass nicht der "Protagonist" im Sterben liegt, wirkte auf mich als ein erzwungener "Mindfuck-Moment" und wenig kreativ. Der Film setzt außerdem leider Style über Substanz. Zwar haben mir die surrealistischen Momente sehr gefallen und auch der Cast, vor allem Ryan Gossling, konnte mich überzeugen, aber auch das kann nicht über einige Längen während des Films hinweg täuschen. Stay ist ein düsterer und optisch ansprechender Psychothriller, der aber unter seiner Inhaltsleere leidet.

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Weltenkind

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Zum Ende hin viel zu dramatisch um als reiner Psychothriller durchzugehen, präsentiert uns Marc Forster mit seinem Film "Stay" den bisher besten Film mit Ryan Gosling. Bevor der riesen Hype um seine Person begann, zeigt uns Gosling, dass er wirklich Talent hat.
Forster habe ich meinen absoluten Lieblingsfilm "Finding Neverland" zu verdanken und mit seinem wahrscheinlich, rein objektiv betrachtet, besten Film zeigt er, dass er auch eine durchaus schwierige Thematik glänzend verarbeiten kann. Zwischen Mindfuck und innerer Verzweiflung wechselt der Film ebenso zwischen Surrealismus und Realismus. "Stay" gibt einem nur portionsweise Aufschluss darüber, was eigentlich Sache ist und man wartet bis zum Ende, bis man den vollkommenen Überblick hat. Mit einem famosen Soundtrack und extrem geilen Bildern, die man ebenso in "Wenn Träume fliegen lernen" bestaunen kann, wirft uns Forster das ein oder andere mal ins kalte Wasser und schafft es immer noch nichts ins Absurde abzudriften. Durch die starke schauspielerischen Leistungen von McGregor, Watts und Gosling ergibt sich ein Film, für den man sich Zeit lassen sollte und auf keinen Fall zu prompt urteilen sollte.
Ist es Arroganz oder Zufall, dass der Protagonist fast denselben Nachnamen hat, wie der Regisseur?

"Kannst du dir vorstellen, dein Leben so zu hassen, dass du an eine Ersatzklinge denkst?"

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alex023

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Kann ich so unterschreiben.
"Bevor der riesen Hype um seine Person begann, zeigt uns Gosling, dass er wirklich Talent hat."

Was meinst du damit, dass er in Filmen wie "Drive"+"Blue Valentine"+"Crazy Stupid Love" nicht herausragend war?!


Weltenkind

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Drive war er herrausragend. In Blue Valentine hat er mich genervt und Crazy Stupid Love hab ich nicht gesehen. Aber nein, das meine ich nicht. Durch einen Hype wird eine Person immer extrem hochgepusht, und dessen Qualitäten oftmal übetrieben gelobt. In Goslings Fall zeigt sich, dass er wirklich was kann und nicht nur gehypte wurde.


The_Cube

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Nachdem ich diesen Film zum ersten Mal angesehen hatte, war ich sehr verwirrt. Ich grübelte sehr lange und hatte Diskussionen mit Anderen, was dieser Film aussagen könnte, oder was in diesem Film jetzt "real" und was "Illusion" war.
Nach dem zweiten Ansehen kam mir die Erleuchtung: Wenn jeder diesen Film anders sieht und etwas Anderes versteht, war genau vielleicht die Intention der Filmemacher?

Dieser Film ist ein Bild in einer Gallerie, darunter steht nur ein kleines Schild mit dem Titel. Keine Erklärung, kein Lehrer oder Kurator, der einem sagt, der Künstler hätte sich "dies und jenes" dabei gedacht. Es ist ein sehr abstraktes Bild und es gibt immer wieder Pärchen, die davor stehenbleiben und in Streit verfallen, was es bedeuten könnte. Dabei ist jede Interpretation richtig.
Nach dem fünften Besuch der Gallerie hat sich meine Meinung verfestigt: Es ist ein sehr schönes Bild. Es entspannt mich uns entführt mich für die Betrachtungszeit aus dem Alltag. Ich werde wohl wieder hierher kommen und es ansehen.

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Birdcage

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Bewertung9.0Herausragend

„Die Buddhisten hatten die ganze Zeit Recht. Die Welt ist eine Illusion.“

Mit diesem Thema der Illusion spielt Stay ununterbrochen. Was ist nun die Wirklichkeit, die Lösung, der Sinn? Was ist klar, was ist verschwommen? Wo ist oben, wo ist unten? Diese Fragen stellen sich nicht nur die Protagonisten, sondern auch der Zuschauer. Stay verwirrt im wahrsten Sinne des Wortes. Falls man sich den Film anschaut ohne vorher auch nur ansatzweise zu wissen, was auf einen zukommt, so durchlebt man kurz verschiedene Phasen.

Man weiß schon am Anfang. Es wird so Einiges passieren. Düstere Stimmung, traurige Musik. Der erste Gedanke, der aufkommt, ist der Film „The Sixth Sense“. Genauso wie Sam Foster(Ewan McGregor) ist auch Malcolm Crowe(Bruce Willis) Psychiater und versucht Menschen zu helfen. In Stay braucht Henry Letham gespielt von Ryan Gosling besonders Hilfe, der übrigens durchwegs allen anderen Co-Stars die Show stehlt. Man stellt sich auf eine spannungsreichen und gekonnt inszenierten Thriller ein. Was den Zuschauer auf Anhieb beeindruckt, sind diese kunstvollen Szenenübergange.
Gleich darauf denkt man an „Durchgeknallt“. Psychiatrische Anstalten mit logischerweise verrückten Leuten. Auch Selbstmord wird nicht ausgelassen. Doch es bleibt nicht nur bei solchen Themen: Selbstzweifel, Kunst(besonders subjektive Kunstauffassungen),... ach und dann kommt dieser Stoff: große Schuld und zerstörerisches Gewissen. Jetzt ist sogar die Thematik des Falschspielers von Prosper Merimee am Start. Filme greifen natürlich oft sehr viele Themen auf, was natürlich dann auch umso besser ist. Doch bei Stay wird der Zuschauer von einer Szene in die Nächste in eine buchstäblich andere Welt entführt. Immer etwas Anderes, immer etwas Neues. Es sind Puzzlestücke, die zu einem großen Ganzen führen sollten. So hofft zumindest der Zuschauer.
Aber nun wird es immer verwirrender, aber auch noch spannender. Wie vorhin erwähnt, ist nicht mehr klar, was Wirklichkeit oder Trugbild ist. Und dann kommt das Ende, das wahrscheinlich viele Zuschauer enttäuschen wird. Denn es bleibt alles offen. Doch wenn man dann über den Film noch einmal gründlich nachdenkt, so kommt man schon zu einer möglichen Lösung.

Insgesamt begibt man sich auf eine Reise der vielen Verirrungen und Verstrickungen in einer Art Kafkalabyrinth, die sehr viel Interpretationsspielraum lässt. Marc Forster bringt den Zuschauer in die Rolle eines Sherlock Holmes, der fieberhaft nach der Rätsellösung sucht und sie möglicherweise auch findet. Für Filmliebhaber, die vorzugsweise eher leichter Kost zugetan sind, wird Stay aber doch sehr anstrengend sein, da er sehr viel Konzentration abverlangt.

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Glücksritter

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Bestes Zitat. Schöner Kommentar zu einem wirklich grandiosen Film :)


r3sortiane

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Bewertung7.5Sehenswert

Für mich ist dieser Film ein zweischneidiges Schwert ...

GRUNDLAGE:
Ich habe mir "Stay" jetzt 1 x angesehen. Wer sich mit dem Film auseinandergesetzt hat, wird wissen, warum ich mit dieser merkwürdigen Information beginne. Ich fand ihn gut - nein, nicht ausgezeichnet. Mir fielen die cleveren und immer cleverer werdenden szenischen Übergänge auf, mich faszinierte das Thema und mir gefielen die Darsteller. Zu keiner Zeit jedoch, sah ich einen Spitzenfilm. Zuweilen erflaute die Spannung, zuweilen ärgerte ich mich über Nuancen der Therapeut-Patient-Beziehung und der abgebildeten Verletzungen der therapeutischen Abstinenz. Zuweilen stieß ich mich auch an kleineren Schwächen der schauspielerischen Leistung Ewen McGregors. Zu keiner Zeit aber, wurde ich so richtig schlau aus diesem Film. Was also tun bei erweckter Neugier, jeder Menge Rätsel und einem unbefriedigten Gefühl im Bauch ... recherchieren, genau.
Ich begann mir die hiesigen (kontroversen) Kommentare durchzulesen und meine Neugier steigerte sich. Ich las bei Wikipedia nach und meine Neugier wurde in Teilen befriedigt, vielmehr aber auch verlagert: Wo gibt es Hinweise im Film? Erschließen sich mir mit diesem neuen Wissen auch neue Verständnisse? Ist der Film ein anderer, wenn ich ihn mir mit diesem Wissen erneut anschaue? Ist er dann besser?

DISSONANZ:
Gleichzeitig ergab sich für mich aber auch ein gewisser Ärger ... Ärger darüber, mich gewissermaßen gezwungen zu fühlen, den Film ein zweites Mal zu schauen, wenn ich meiner Neugier Genugtuung leisten und nicht auf einen möglicherweise grandiosen Film-Genuss verzichten möchte. Eigentlich bin ich der Meinung, dass ein Film "für sich stehen" sollte. Er dürfte keiner Erklärung bedürfen ... er dürfte eine durchaus vorhandene Botschaft nicht einerseits verschleiern, gleichzeitig aber unter das Volk werfen. Er dürfte den Zuschauer nicht im Gefühl zurücklassen, nicht vollwertig genug für ein Verständnis gewesen zu sein.

PRO:
"Stay" schert sich nicht um dieses meinige Bedürfnis - er schert sich nicht um den Betrachter. Er fließt, stößt sich, vermischt dieses mit jenem, variiert Zeiten, Personen, Erfahrungen und Fakten. Er scheint irgendwie falsch, merkwürdig, verworren. Er labilisiert jeden Wunsch nach Aufklärung oder Vernunft. Das alles ... ist irgendwie anders. Es scheint nicht besonders clever, nicht besonders dumm. Es scheint auf irgendetwas hinauszulaufen und löst sich dennoch nicht richtig auf - jedenfalls scheint es nicht so. Überhaupt ist alles im Film ein einziger Anschein, ein Anschein von Handlung, der gleichsam wieder zerstört werden kann. "Stay" ist damit eine ganz eigene Erfahrung ... nicht unbedingt schön, nicht unbedingt spannend, nicht unbedingt klug, aber unbedingt eigen.

CONTRA:
Für den Betrachter ist "Stay" eine Herausforderung. Nicht wegen schockierender Elemente, nicht wegen einer anstrengenden Handlung. Auch nicht aufgrund irgendwelcher augenscheinlichen Defizite, sondern insbesondere aufgrund der Tatsache, dass er dem Betrachter ein erhöhtes Maß an Frustrationstoleranz abfordert. Er hinterlässt eine nicht zu verachtende Dissonanz, derer Bewältigung vom Betrachter unterschiedlich gelöst werden kann: Ignoranz und Resignation, Information und Aufklärung, Rationalisierung und Harmonie ... nur einige Ideen. Im Endeffekt verbleibt der Film nach dem einmaligen Sehen unvollständig - und somit für viele unbefriedigend.

FAZIT:
Ich fühle mich ein wenig als Opfer ... nicht direkt als Opfer des Films, denn ich hätte mich natürlich von ihm abwenden können. Mehr bin ich Opfer meiner eigenen Neugier, meines eigenen Anspruchs, den Film nicht abzuschreiben. So habe ich die Konsequenz dessen nun auch zu tragen und werde ihn wohl widerwillig ein weiteres Mal ansehen ... in der Hoffnung, dass sich meine zweifelhafte, weil nie vorher erfahrene, Erwartung bestätigt, dass "Stay" mir etwas preisgibt, was ich beim ersten Schauen nicht zu erfahren im Stande war. Hoffentlich erlöst mich diese Erfahrung des latenten, nichtsdestoweniger aber lästigen Gefühls des Ärgers ...

Ich bewerte "Stay" schweren Herzens und unter großer kognitiver Dissonanz mit einer 7,5 unter Vorbehalt. Beim zweiten Sehen werde ich ihn an dem messerscharfen Anspruch, der während meiner Recherche in mir entstanden ist, messen. Ob das fair ist ... ?!

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craax

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r3sortiane, ein paar Zeilen tiefer ( nach Kyote) stoße ich auf das, was du geschrieben hast, und kopiers noch mal her: PS Vorschlag : lies wenn du magst auch noch mal, was der zumeist treffliche Truman Carsten Baumgardt, der Schlaukopf, wegen der kurzen Hosen, in der Ewan McGregor den ganzen Film durch herumrennt, zu sagen hat...also :

kyote, falls du das ernst meinst: du hast aber schon gemerkt, das Henry, nach dem Unfall des von ihm gesteuerten Autos wegen eines geplatzten Reifens, bei dem sein Vater, seine Mutter, und seine Freundin (mit der er sich demnächst verloben wollte, es aber noch nicht getan hat) getötet wurden,- selbst im Sterben liegt? und dabei in der Agonie die zueilenden Menschen um sich herum, den Arzt Sam und die Krankenschwester Beth, die ihm erste (oder vielmehr letzte) Hilfe leisten,- mit seinen Erinnerungsinhalten zu einer letzten wirren Sinneswahrnehmungscollage verschmilzt, in der nebulöse Schuldgefühle (als Fahrer des Wagens), Sterbensbewußtsein und Furcht davor, Lebenswille (der langsam schwindet) in einem letzten Abschiednehmen aufflackern? - sorry wenn ich dich genervt habe, weil du es natürlich selbst bemerkt hast, was ich nicht bemerkt habe; aber ich weiß, wie es nervt, wenn man die verlegte Brille nicht findet, die auf der Nase sitzt. Vielleicht fandst Du den Film ja auch schlicht nichtssagend und uninteressant..? Dann mußt du aber zugeben, das er (vom Handwerklichen, Kameraführung, Licht, Effekte) (gerade schlußwärts!) verdammt gekonnt ist! - schönen Gruß Wijo


r3sortiane

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So recht verstehe ich diesen Kommentar leider nicht ... hmm.
Ich habe durchaus während meiner Recherche verstanden, was der Film aussagen will. Ich finde diese Idee auch gut - jedoch kritisiere ich, dass sich der rechte genuss des Films eigentlich erst im Nachhinein einstellt ... bzw. wenn mans genau nimmt, erst beim zweiten Schauen - denn man möchte ja prüfen, und das ist ja das eigentlich gute am Film, ob sich diese "Auflösung" tatsächlich so "genial" im Film andeutet - und man möchte die vielen kleinen Zeichen entdecken ... die "Sinnescollage" verstehen, weil man nun weiß, worauf es zu achten gilt ... all das funktioniert ja beim ersten schauen nicht ...


RaffyLa1988

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Bewertung9.0Herausragend

Ein unglaublich toller und faszinierender Film, der beim zweiten mal anschauen sogar NOCH besser wird! Man sieht und hört Dinge die einem beim ersten mal anschauen nicht aufgefallen sind. Ein mutiger Film mit top Schauspieler (Ryan Gosling natürlich!), Gänsehaut-Musik und ne Story die einem im Kopf bleibt! Bei mir jedenfalls :)

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lovenotwar

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Optisch hervorragend. Schnitt originell. Der Sinn bzw. das Thema des Films spannend und extrem interessant.

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sweetForgiveness

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Bewertung6.0Ganz gut

[RYAN GOSLING Werkschau Teil 4/12]

"Stay" wirft nicht nur die Frage auf, wie man sich als weiblicher Zuschauer mit Ewan McGregor und Ryan Gosling überhaupt noch auf die Handlung konzentrieren soll?, sondern auch einige andere.
Sam weiß nicht mehr weiter. Seine Rolle als Psychiater wird ihm im Moment immer mehr zur Last. Erst gerade als sein neuer Patient Henry ihm eröffnet, das er sich in drei Tagen umbringen will. Sam versucht daraufhin alles um den Jungen davon abzuhalten sich selbst etwas anzutun und merkt nach und nach, wie er immer mehr an seiner eigenen Psyche zu Zweifeln beginnt.
Ein kleines optisches Wunderwerk von Marc Forster, das vorallem durch seine fantastischen Szenenübergänge bestaunt. Eigentlich dachte ich im vorraus, dass ein Film in dem einer meiner Lieblingsschauspieler (McGregor) und Gosling mitspielen nicht schlecht werden kann, doch irgendwie hab ich mich etwas gettäuscht. Schauspielerisch ist wohl kaum etwas auszusetzen, auch wenn man in manchen Szenen von den Schauspielern enttäuscht wird. Das größte Problem ist allerdings das Drehbuch, dass eine große Spannungskurve aufbaut, es zum Climax treibt und dann die ganze Spannung verpuffen lässt ohne dem Zuschauer eine wirklich zufriedenstellende Auflösung zu bieten, diese verpufft nicht nur einfach, sondern ist auch nicht wirklich einfallsreich oder neu. Da hätte ich mir deutlich mehr erhofft. Trotzdem ist "Stay" durchaus sehenswert und sei es nur wegen den wirklich tollen Übergängen (von denen bin ich immer noch hin und weg).

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sweetForgiveness

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@Ichundso: Ich habe auch nie etwas gegen die Logik der Geschichte gesagt, ich habe nur gesagt das die ganze Geschichte über so ein Spannungsbogen aufgebaut wird und gerade durch die tollen Übergänge ein Effekt von "das ist wirklich etwas neues und individuelles" aufgebaut wird, dass die Auflösung des ganzen dann enttäuscht weil sich nicht neu und nicht innovativ ist. Da hatte ich mir vorallem wegen der oft herausragenden Kritiken hier VIEL MEHR erhofft. Wenn ich hinsichtlich dessen enttäuscht bin, kann der Rest des Filmes auch noch so gut sein.


Ichundso

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Hmm. Gut, das kann ich verstehen. Es ist aber trotzdem schade, denn wie gesagt geht es nicht wirklich um das Ende, auch wenn du den Eindruck hattest. Wie gesagt, gib dem Ding vielleicht irgendwann mal eine zweite Chance. ;)


cobst

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Bewertung7.5Sehenswert

Schöne Besetzung, interessante – wenn auch nicht neue – Idee (ohne spoilern zu wollen) und tolle Szenen, Schnitte und Motive.

Es fehlte in letzter Instanz jedoch leider doch etwas an Inhalt/Tiefe, aber durchaus sehenswert!

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tantemilli

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Bewertung3.0Schwach

irgendwer hier hat geschrieben :"David Lynch meets Inception."
und das ist gut?
also mein mind wird gefickt von der entscheidung wie ich jetzt bewerte während technick/stil cool - nicht überragend, schauspieler groß und storry gewollt und nicht gekonnt sind.help please!?

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Kurono

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Bewertung3.0Schwach

Pseudo-intellektueller Mist, der seine Inhaltsleere hinter schönen Bildern verstecken versucht.

Auszug Inhaltsangabe zu Stay auf Moviepilot: "Henry Letham (Ryan Gosling) kündigt gegenüber seinem Psychiater Sam Foster (Ewan McGregor) seinen baldigen Selbstmord an: In drei Tagen, am Samstag, um Mitternacht. Der Arzt setzt alles dran, seinen Patienten von seinem Plan abzubringen.[...]"

Diesen Film hätte ich gerne gesehen.
So bleibt das verschenkte Potential (vorallen bei dem Cast) alles was mich bei Stay zum weinen bringt.

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Robin923

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Vorallem bei dem Cast? Ryan Gosling spielt seine Rolle absolut überragend. Naomi Watts sowieso. Was gefällt dir denn nicht daran?


cobst

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Ich glaube der Satz sollte meinen, dass gerade bei diesem Cast ein Film echt Potential hat, was aber – nach Kuronos Meinung – verschenkt wurde.


tischo

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Bewertung7.5Sehenswert

Spoiler

Gerade erst gesehen. Mein erster Eindruck: Tolle Optik, originelle Schnitte und ziemlich fesselnd. Wenn aber am Ende alles nur die Fantasie eines sterbenden Hirns ist, warum dann all die mysteriösen Andeutungen? Die wiederholt auftretenden doppelten Personen? Die Hochwasserhosen des Psychiaters? Die Zeitsprünge?
Ich hoffe einfach mal, da steckt noch ein wenig mehr dahinter, als ich vermute.

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AddictedToIan

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Ach doch.. ohhh! :D sorry. Guuut.


tantemilli

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HOOOOCHWASSERHOSEN!(toll->freu)


kyote

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich habe mir mal wie in einer Rezension gewünscht die Wikipedia Inhaltsangabe durchgelesen und habe nichts gefunden, was mir beim erstmaligem Anschauen nicht selbst aufgefallen wäre. Es scheint als war ich intelligent genug um die Story zu verstehen. Wirklich gefallen hat mir der Film dennoch nicht.
Ich glaube auch nicht, dass ich mir den Film nochmal ansehen werde.

1.5 Bonuspunkte wegen Naomi Watts und dem gesamten Cast

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Benjamin Barker

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Meine Devise lautet schon seit längerem, im Vorfeld eines Filmes möglichst wenig über ihn zu erfahren. Nicht nur als Schutz vor möglichen Spoilern, sondern auch um einfach völlig unvoreingenommen an den Film ranzugehen und ihm so die größtmögliche Wirkung zu erlauben. Bei "Stay" hab ich es genau so gemacht. Zum Glück. Denn "Stay" macht wirklich was daraus.

Als Lynch-Jungfrau kann ich an diese Filme anders herangehen, als andere User hier. Doch ob das immer so vorteilhaft ist, weiß ich nicht. Denn für mich ist Lynch das große Mysterium, der Meister, der über allem schwebt. Das zieht Filme wie "Stay" nicht direkt runter, doch habe ich immer im Hinterkopf "Dieser Lynch, bei dem knallt das dann wohl richtig." Und schon wirkt "Stay" wie der kleine, nette Außenseiter, der nicht so richtig dazu gehört.

Aber schwamm drüber, "Stay" hat mir außerordentlich gut gefallen. Gut - was für ein mieses Wort, um diesen Film zu beschreiben. Was hat mir "gut" gefallen?

- Die Darsteller, klar. McGregor, Watts (die mich immer mehr überzeugt), Hoskins in einer Nebenrolle, alles top. Und natürlich Gosling - mittlerweile Sunnyboy, damals noch eher unbekannt, was seiner mysteriösen Figur aber optimal zu Gute kommt. Ihn kann man von Anfang an schwer einschätzen, was bei einem ebenso schwer einschätzbaren Darsteller natürlich authentischer gelingt. Doch er überzeugt auf ganzer Linie und beeindruckt mit seiner charismatischen Art.

- Der Stil, oh ja. Natürlich gewollt surreal, mit ungewohnten Farben, teilweise Unschärfen und nach und nach immer verschwommenerem Bild, doch auch das funktioniert, da es den Charakter der Geschichte blendend unterstützt. Gerade die Schnitte sind eine Meisterleistung. Ich möchte eigentlich keine Szene besonders hervorheben, doch die Stelle im Club ist zweifellos erinnerungswürdig. Beeindruckend.

- Die Story - und damit kommen wir zum Knackpunkt der ganzen Sache. Denn ein Film mag noch so begnadete Darsteller haben, darf noch so gut aussehen - er steht und fällt mit seiner Geschichte.

Mit "Stay" verhält es sich wie mit einem Puzzle. Man sucht zuerst die Ecken. Etwas, worauf man aufbauen kann. Wer spielt tragende Rollen? Wie hängen sie untereinander zusammen? Was weiß man über ihre Vergangenheit? Was machen sie jetzt gerade? Und so arbeitet man sich, so gut es geht, vorwärts. Das ist bei "Stay" nicht ganz einfach. Denn so stringent das alles scheint, das passende Teil zum Anlegen findet man oft nicht.

Und das sind dann immer die Stellen in diesen Filmen, an denen ich mich frage, warum ich mir sowas ansehe. Lasse ich mich gerne vorführen, mir von den Leuten verschmitzt ins Gesicht lächeln, weil sie wissen, das ich nichts weiß? Und wie soll ich jemals Lynch aushalten, wenn ich schon hier verzweifle? Liegt es an mir? Bin ich beschränkt?

Doch es mögen mir noch so viele Gedanken dieser Art durch den Kopf schießen, ich denke niemals daran, auszuschalten. Weil es mich fasziniert. Ich bin angefixt, will wissen; wissen was mit den Leuten passiert; wissen wie es passiert; wissen warum es passiert. Denn hier muss man aufpassen. Jedes Wort kann der Schlüssel sein. Jede Bewegung kann eine entscheidene Tür aufstoßen.

Also suche ich weiter, nach jedem Puzzleteil, werde hektischer, je näher wir dem Ende kommen, gleich muss es doch passieren! Das Bild lichtet sich, meine Sicht wird klarer, die Teile lächeln mich an, zeigen, wo sie hingehören. Ich folge, füge so schnell wie möglich alles zusammen.

Und dann lege ich das letzte Teil. Das Puzzle ist fertig. Doch statt einer Lösung ragt mir ein ausgestreckter Mittelfinger entgegen.

Das war zuviel für mich. Und während der ausgesprochen schöne Abspann mit ebenso toller Untermalung über den Bildschirm rollt, bleibe ich starr sitzen und ordne meine Gedanken. Mittlerweile, nachdem ich das Puzzle einige Male hin und her geschoben habe, zeigt es mir langsam sein wahres Gesicht. Und dieser Moment ist dann nochmal ein persönlicher Glücksmoment.

Sehr verwirrend, sehr vielschichtig, sehr atmosphärisch und vorallem sehr faszinierend. Eine tolle Leistung! Pass auf Lynch, bald bist du dran.

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Telebaum

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da verpasst du was


r3sortiane

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Die Empfindung und den Zustand des Zuschauers sehr schön und originell beschrieben - top!


spanky

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Bewertung7.5Sehenswert

Stimmungsvoll düsterer Brainfuck mit stylischer Bildkomposition, der für meinen Geschmack noch surrealer hätte sein können. Jedoch gelingt es ihm und vor allem seinem wunderbaren Cast einen in eine Abwärtsspirale voller Verstörung und Verzweiflung hinabzuziehen.

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RaZer

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Bewertung6.5Ganz gut

So ein wenig gepflegter Mindfuck ist doch was nettes. Allerdings ist es üblich dabei nur mit dem Zaunspfahl zu winken. Hier wird dem Zuschauer jedoch mit einem ganzen Zaunfeld eingeprügelt, dass etwas nicht stimmt. Da ist es mit der Subtilität natürlich früh dahin. Trotzdem ist dieser mehr und mehr in die Surrealität abdriftende Trip sehr fesselnd und - bei dem Cast eigentlich überflüssig zu erwähnen - top gespielt. Auch beim Schnitt und den optischen Spielereien lässt sich der Film nicht lumpen, das hat schon Stil. Schade ist nur, dass man sich so gar keine Mühe gegeben hat das Ganze ein wenig geschickter zu präsentieren. Zugegeben, das Ende war nicht in allen Einzelheiten vorhersehbar, doch eine mehr oder weniger grobe Vorstellung konnte man sich schon nach wenigen Minuten Laufzeit zusammenreimen (ein wenig Erfahrung im Genre vorrausgesetzt).
Keinesfalls ein schlechter Genre-Vertreter, jedoch hätte er gut daran getan seine durchaus interessanten Ideen etwas eleganter zu erzählen. Dann wäre mehr drin gewesen als ein annerkennendes "Ganz Gut".

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Weltensegler

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Bewertung3.5Schwach

Sehr selten hab ich einen Film gesehen, der so bitter an der für mich nicht vorhandenen Story scheiterte. „Nothing makes any sense.“ Joa, Darsteller würde sagen gut, aber nicht viel gefordert, der düstere Look hat mir gefallen, der Score, die sehenswerten Überblendungen, die den Film flüssig wirken ließen waren innovativ und stimmig. Die Thematik an sich war interessant, aber was man da jetzt großartiges für ein Kopfkino draus machen wollte hat sich mir nicht erschlossen, viel zu lange war es ein normaler Film, bis man da dann versuchte Mystery reinzuquetschen. Eine Stunde verging und dann schlichen auch die letzten 30 Minuten so dahin, Schulterzuck-Ende, keine Ahnung was ich hier an dem Film finden sollte. Immerhin „Cold Water“ by Damien Rice am Ende.

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Weltensegler

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Was? Das schockt mich gerade. Dann brauche ich mir ja nichts mehr durchlesen oder mich wundern, ich hab halt immer wieder meine recht einsam dastehende Meinung und das ist auch gut so. Natürlich ist es so, dass man immer das Argument "der hat nur XY bei YX" hernehmen kann um sich a) zu Rechtfertigen oder b) selbst zu loben. Virtueller Daumen rauf für VisitorQ. :D


Weltensegler

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Interessanter Comm von Ichundso, muss ich wohl mal wiki durchlesen, denn du schreibst das ja nicht rein. Trotz so einer Besetzung gefloppt, das ist wahrlich hart. Immerhin sind alle 3 Stars.


Emzed

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Bewertung6.0Ganz gut

Ewan McGregor kämpft als Psychiater Sam Foster darum, den Selbstmord seines Patienten Henry Letham zu verhindern, der von Ryan Gosling dargestellt wird. Die tolle Besetzung bekommt leider nicht genug Gelegenheiten, sich wirklich auszuzeichnen, spielt aber durchweg gut. Kameraführung und Schnitt sind richtig super, dafür hapert es an der Story, die allzu offensichtlich einen Mindfuck im Stile von Fight Club oder Shutter Island anstrebt, aber lange nicht zum Punkt kommt. Das Ende schafft es zwar zu überraschen, entschädigt aber nicht ausreichend für die zwischenzeitlichen Längen des Films.

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alex023

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"If this is a dream, the whole world is inside it."

Was ist real?

Nun, ich muss zugeben, dass ich den Film nicht wirklich komplett verstanden habe, sondern nur so eine leise Vorstellung habe, wie das sein könnte. Da folgt auf jeden Fall eine zweite Sichtung mit der Hoffnung auf Besserung. Doch das, was ich gesehen habe, ist phänomenal. Ewan McGregor, Naomi Watts und auch vor allem Ryan Gosling in Bestform, genauso wie Regisseur Marc Foster, der hier absolut glänzt. Passend dazu gibt es einen schönen Soundtrack, der die verwirrenden Bilder nur allzu gut unterstützt. Die Story ist originell und einfallsreich, ein Mindfuck der besonderen Sorte. Die Stimmung ist immer sehr düster gehalten und das ist auch gut so, denn es passt. Wenn man zunächst noch denkt, man hat alles im Griff, dreht sich sofort alles und man läuft komplett ins Leere. Wie schon gesagt, ich bin momentan noch sehr verwirrt, während ich diesen Kommentar schreibe und kann erst mal weiter nichts anderes sagen, als dass mich der Film sehr beeindruckt hat und eine zweite Sichtung auf jeden Fall in Planung ist.

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