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8.9Ausgezeichnet 6873 Bewertungen
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Sherlock ist eine britische Serie um den berühmtesten Detektiv aller Zeiten. Drei Geschichten wurden dafür pro Staffel ins heutige London verlegt und jeweils auf Spielfilmlänge gebracht. Die Schöpfer der Serie sind Mark Gatiss und Steven Moffat. In der Hauptrolle ist Benedict Cumberbatch als Consulting Detective Sherlock Holmes zu sehen. Unterstützt wird er von seinem Assistenten Martin Freeman alias Dr. John Watson.

edit trailer admin admin Moviemaster:Series

Handlung von Sherlock

Die BBC-Serie Sherlock handelt von den Abenteuern ihrer titelgebenden Hauptfigur Sherlock Holmes, die von Benedict Cumberbatch verkörpert wird. Gemeinsam mit Martin Freeman als sein loyaler Assistent und bester Freund Dr. John Watson geht der brillante Kopf jeglichen Ungereimtheiten der Geschehnisse in London auf die Spur – selbst wenn es sich dabei für das ungeübte Auge eines durchschnittlichen Polizeibeamten der britischen Metropole um pure Zeitverschwendung handelt. Bei seinen (oftmals inoffiziellen) Ermittlungen stößt er bei den hohen Tieren im New Scotland Yard selten auf Gegenliebe. Doch das unschlagbare Duo hält so schnell niemand auf. Nicht einmal Sherlocks Erzfeind und ewiger Gegenspieler Jim Moriaty (verkörpert von Andrew Scott) weiß den Meisterdetektiv mit seinem hinterlistigen Masterplan in die Bredouille treiben. Im weiteren Verlauf der Serie treten weitere altbekannte Figuren aus dem Sherlock Holmes -Universum aus. Showrunner Steven Moffat verlagert die klassischen Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle in ein London der Gegenwart.

Hauptcharaktere von Sherlock

Sherlock Holmes (Benedict Cumberbatch) ist ein beratender Detektiv, der seinen Gegenspielern und Mitmenschen stets drei Schritte voraus ist. Dank seiner ungeheuren Beobachtungs-, Auffassung- und Schlussfolgerungsgabe ist er der Londoner Polizei in London weit überlegen, was ihm durchaus arrogante wie neurotische Züge verleiht. Des Weiteren zeichnen ihn vor allem seine exzentrischen Vorlieben für die unterschiedlichsten Dinge sowie sein entschlossener und bestimmender Umgangston aus.

Dr. John Watson (Martin Freeman) fungiert als Sherlocks cleverer Assistent, der seinem Kollegen besonders in puncto zwischenmenschlicher Kontakte einige Schritte voraus ist. Ansonsten ist er ebenso selbstständig und erfahren. Nicht zuletzt diente er sogar als Militärarzt im Zweiten Anglo-Afghanischen Krieg. John bloggt darüber hinaus über die Fälle, die Sherlock und er im Lauf der Serie lösen.

Mrs. Hudson (Una Stubbs) tritt als Besitzerin und Vermieterin der Londoner Wohnung in 221 b Baker Street auf, in der sich Sherlock und John eingemietet haben. In Gegenwart der beiden Protagonisten hat sie schon einiges erlebt. Doch von diesen mitunter gefährlichen Ereignissen und Bekanntschaften lässt sich die toughe Frau trotz ihres hohen Alters nicht unterkriegen.

Myrcroft Holmes (Mark Gatiss) ist Sherlocks Bruder und verkehrt in den höchsten Kreisen der britischen Regierung. Die Beziehung zwischen ihm und Sherlock basiert auf gegenseitigem Respekt und einer unverständlichen Hassliebe. Wenn es darauf ankommt, kann sich Sherlock jedoch auf Mycroft verlassen – wenngleich wenn er sich nie sicher sein kann, welchen Schachzug Mycroft als nächstes vorbereitet.

Jim Moriaty (Andrew Scott) ist das kriminelle Mastermind in Sherlock. Er agiert als Erzfeind und Nemesis des titelgebenden Detektivs und liebt es, mit selbigem seine Spielchen zu trieben. Moriaty sieht in Sherlock den einzigen Menschen auf der ganzen Welt, der seiner Brillanz gewachsen ist und genießt gemeinsame Konfrontationen mit seinem Spielgesellen regelrecht.

Irene Adler (Lara Pulver) tritt im unscheinbaren Outfit einer Domina auf. Tatsächlich verbirgt sich hinter dem schwarzen Leder jedoch eine gewiefelte Dame, die darüber hinaus zu Sherlocks ganz persönlichem Kryptonit avanciert. Beide Figuren verbindet eine eigenartige Beziehung, deren Fronten nie gänzlich geklärt werden.

Hintergrundinfos zu Sherlock

Im Gegensatz zu anderen zeitgenössischen Adaptionen des Meisterdetektivs aus der Feder von Arthur Conan Doyle (wie beispielsweise Sherlock Holmes und Sherlock Holmes 2: Spiel im Schatten von Guy Ritchie und mit Robert Downey Jr. sowie Jude Law) spielt die BBC-Serie Sherlock nicht im viktorianischen London. Stattdessen konzipierten Showrunner Steven Moffat und Creator Mark Gatiss das Format als Krimiserie, die im London des 21. Jahrhunderts angesiedelt ist. Dementsprechend finden Social Media-Dienste sowie anderweitige Errungenschaften Verwendung und werden sogar zweckdienlich in die Handlung integriert. Darüber hinaus folgt der Aufbau jeder Staffel stets ein strukturierter. Jede Staffel besteht jeweils aus drei Episoden in einer moderaten Spielfilmlänge von 90 Minuten und orientieren sich zudem grob an die Ursprünglichen Abenteuer von Sherlock Holmes. Folglich finden sich sowohl Zitate als auch Verweise auf frühere Verfilmungen in den bisherigen Folgen wieder. Steven Moffat und sein Autorenteam gönnen sich allerdings ebenso kreativen Freiraum zur zeitgemäßen Gestaltung und adäquaten Interpretation der einzelnen Charaktere. (MH)


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Kommentare

über Sherlock

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8.5Ausgezeichnet

Nach Staffel 2 mein absoluter Favorit: 10 Punkte + Herz. Und dann kam Staffel 3. Herrjeh... da haben sich die Macher dermaßen an die Fans rangeschmissen, dass der Charme und Esprit aus den ersten zwei Staffeln für mich fast komplett verschwunden war. Gut, der Fall um Augustus Magnussen war fast wieder gut, was Hoffnungen für die nächste Staffel aufkommen lässt. Bis dahin gibt es dennoch 1,5 Punkte Abzug + Herz weg ;-)

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Agent Smith93

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9.5Herausragend

Nein, seien Sie bitte still! Ich muss nachdenken.
Und solange jemand mit seinen destruktiven Gedanken dazwischenfunkt funktioniert es einfach nicht.

Was wollte ich denn nun eigentlich schreiben...
Ach ja, zuerst einmal (und da werden mir gewiss so einige hier beipflichten) ich war ein Trottel!
Vielleicht bin ich auch immer noch einer. So genau lässt sich das eh nicht bei mir definieren.
Ach, sie verstehen schon was ich meine. Oder etwa nicht?

Egal, ich bin da eh ein wenig wie Sherlock Holmes. Keiner versteht was ich wirklich meine:)
Und vielleicht ist das auch der Grund, warum ich mich dieser wunderbaren (leider fiktiven) Figur so nah fühle.

So, und nun schreibe ich hier in meinem kleinen "Agent Smith-Blog" meine Meinung zu einer Serie die genauso genial ist, wie der legendäre Detektiv aus der "Baker Street" 221b" selbst!

Ihr denkt wieder nach, so kann ich mich nicht konzentrieren, also Hirn auf Durchzug und lesen. Das ist ein Befehl:)

Sherlock Holmes in der heutigen Zeit. Ja, ihr hättet damals meine Reaktion sehen müssen, als ich davon gehört habe. Ich glaube es war ein lautes Lachen, welches letztendlich in einem Hustenanfall endete. So in etwa war es.
Als Fan der Bücher konnte ich mir einfach nicht vorstellen, dass man den alten Pfeifenraucher aus dem viktorianischen England in die heutige Zeit transportieren könnte, ohne dabei seine von Sir Arthur Conan Doyle eingehauchte Seele zu zerstören.

Mir erschien das Ganze einfach absurd und irgendwie aufgesetzt.
Und da ich ohnehin kein großer Serienschauer bin, wollte ich nach den beiden sehr guten Guy Ritchie-Filmen mit Robert Downey Junior diese TV-Produktion einfach auslassen. Was soll ich schon groß verpassen?

Das ist wieder nur so ein doofer Hype genau wie damals mit "Lost" der allen gefiel außer mir. Ich hatte diese Serie also bereits abgeschrieben, und das ist auch der Grund, warum ich so lange keine Kritiken dazu getippt habe.
Ich konnte schlicht nichts dazu sagen! Doch es kam alles anders. Als ich im Internet mal wieder nach etwas musikalischer Ablenkung suchte, und eigentlich den genialen Soundtrack von Hans Zimmers "Sherlock Holmes" hören wollte, klickte ich zufällig auf die Titel-Theme der Serie.
Ich war wirklich überrascht wie gut mir der Soundtrack gefiel, und dann wurde ich doch irgendwie neugierig auf das Ganze.
Doch ich möchte euch hier nicht damit langweilen, wie ich letztendlich doch noch meine dummen Vorsätze über Bord warf, und mir beide Staffeln auf Blu-Ray besorgte.

Denn wichtiger ist die Frage. Was genau macht die Serie "Sherlock" so einzigartig?

Ich werde nun in mehreren Abschnitten versuchen dies zu erklären. Und da ich ein Fan der Bücher bin, und jedes gelesen habe, können sie sich auf meine Meinung verlassen!

Was ist das Wichtigste an einer filmischen Buchumsetzung?
Die Darsteller? Nicht ganz.

Es ist der Geist der Vorlage der am Wichtigsten ist. Eine Buchverfilmung kann noch so glänzend besetzt sein (Eragon, Der goldene Kompass) doch wenn diese es einfach nicht schafft das Tiefere vom Autor in die Geschichte eingebrachte zu vermitteln wird es zu einem Desaster.
Da helfen weder Millionen-Budgets noch Computereffekte von "Weta Digital".

Nein, ein solcher Film ist Müll! Und dazu noch respektlos gegenüber dem Erfinder. Genau dieser Fehler hätte dieser Serie durchaus unterlaufen können, doch die Macher waren clever genug um ebendies zu verhindern.

Auf den ersten Blick könnte sich die Serie nicht mehr von der Buchvorlage unterscheiden. Holmes ist kein Gentleman um die 40, der ständig an seiner Pfeife saugt, und in besorgniserregenden Mengen Kokain konsumiert. Auch ist Watson kein leicht trottliger Bursche mit einem Schnauzbart mehr, sondern überaus smart und clever.

Auch die Meisten anderen Figuren unterscheiden sich in ihrem Aussehen, und sogar ihrem Beruf stark von denen aus dem Buch.

Und trotzdem haben die Macher genau jenen Spagat aus Innovation und Buchtreue perfekt eingehalten. Sämtliche Folgen basieren auf einer Geschichte von Conan Doyle, wenn auch meist nur noch der Name etwas mit ihr gemeinsam hat.

Doch hier ging es auch nie um sklavisches Kopieren. Hier ging es darum den Geist des Buches einzufangen, und diesen neu aufzuwickeln.
Was mich besonders froh macht ist, dass im Gegensatz zu den Ritchie-Filmen wir es hier nicht mit einem Action-Streifen zu tun haben. Nein, hier sind die grauen Zellen weitaus mehr gefordert.
Überhaupt ist die Serie weitaus komplexer und scharfsinniger als die Version mit Downey Junior, welche ich trotzdem genauso hoch schätze. (Wenn auch aus anderen Gründen)

Die Serie selbst besteht inzwischen aus drei Staffeln, von denen ich die aktuellste aber noch nicht gesehen habe. Daher stützt sich meine Wertung, und auch diese Kritik auf die ersten beiden Staffeln und ihre sechs Folgen.

Ich würde "Sherlock" als eine Mini-Serie bezeichnen, da jede Staffel "nur" aus drei Folgen besteht, allerdings sind diese mit rund 90-100 Minuten fast auf Spielfilmlänge. Daher steckt mehr dahinter als man zuerst denkt.

Fangen wir einmal mit der Umsetzung an.
Da der Film in der heutigen Zeit spielt, handelt ein Großteil der Serie im London unserer Zeit. Sprich, viele Autos, bunte Lichter und eine Menge Regen. Naja, zumindest letzteres hat sich innerhalb von 100 Jahren nicht sonderlich verändert:)

Die Macher setzen auf einen erfreulich realistischen und überhaupt nicht künstlichen Look. Während man bei Guy Ritchies Version deutlich erkennt, dass der halbe Film vor dem Bluescreen entstanden ist, und sich dadurch ein etwas computerspielartiger Stil einschleicht, haben wir es hier mit einem sehr kalten und dreckigen Stil zu tun. Und genau das tut der Serie äußerst gut.
Sie wirkt einfach absolute real! Man erliegt förmlich der Illusion, dass die beiden Freunde gerade jetzt in der Baker Street wohnen, und dort Fälle lösen.

Die Stärke der Serie liegt meiner Meinung nach neben den brillanten Darstellern zu denen ich weiter unten komme darin, dass sie sich nicht auf pompöse Effekte und Daueraction spezialisiert hat.

Genau wie auch bei Doyle stehen die Figuren, und natürlich die Kriminalfälle stets im Mittelpunkt. Die Action verkommt nie zum Selbstzweck, sondern findet wirklich nur dann statt, wenn es gar nicht mehr anders geht.

Schließlich haben wir es hier mit einem Detektiv zu tun. Und nicht mit 007.

Die Fälle selbst sind allesamt sehr unterschiedlich gestaltet, und bieten jedes Mal etwas Neues.
Im Grunde gliedere ich die Serie so. In jeder Staffel gibt es zwei "Hauptfälle" und einen "Nebenfall".

Die Hauptfälle sind: "Ein Fall von Pink", "Das große Spiel", "Ein Skandal in Belgravia" und "Der Reichenbachfall".

Die Nebenfälle sind: "Der blinde Bankier" und "Die Hunde von Baskerville".

Um es mal gleich klarzustellen. Alle Fälle sind genial, doch stechen die "Hauptfälle" die "Nebenfälle" eindeutig aus.

Da die Serie noch nicht so alt ist, werde ich Spoiler sorgsam verhindern. Also keine Angst beim Lesen:)

Die erste Folge "Ein Fall von Pink" basiert auf der Geschichte "Eine Studie in Scharlachrot" und berichtet hauptsächlich davon wie sich Holmes und Watson kennenlernen, ihren ersten Fall durchmachen und nach und nach Freundschaft schließen.

Schon der erste Fall ist hochinteressant, und fesselt einen bis zum Schluss. Außerdem bietet die Serie eine Menge Überraschungen. So dachte ich Anfangs bei dem Mann welcher Watson zu sich ins Quartier holt, und sich "Als sein größter Feind" bezeichnet zuerst an eine ganz andere Person, bis ich schließlich am Ende herausfinden musste, dass "Feind" in diesem Fall eine ganz besondere Bedeutung hat.

Überhaupt macht es eine Menge Spaß sich auszumalen, wie die Figuren auf diese und jene Situation reagieren werden.

Sherlock Holmes wird in dieser Serie als weltfremder Exzentriker dargestellt, welcher er (wenn man das Buch genauer liest) auch ist. Er lebt in seiner ganz eigenen Welt, und es fällt ihm sehr schwer sich in andere Menschen hinein zu fühlen. Man erliegt fast der Versuchung in Holmes einen Autisten zu sehen, doch so weit würde ich dann doch nicht gehen.
Holmes ist auch kein Psychopath, sondern wie er selber so treffend sagt ein hochfunktioneller Soziopath.

Obwohl Holmes sehr schrullig und kurios dargestellt wird, rutschen die Macher NIE in irgendwelche stupiden Klischees oder dumme Gags ab.

Überhaupt ist der Humor insgesamt eher zynisch und bissig als albern und kindisch wie es hin und wieder in der Ritchie-Version der Fall ist.
Die Serie nimmt ihren Zuschauer ernst, serviert ihm aber nicht alles offen auf dem Teller. Nein, genau wie auch Moriarty spielt sie mit dem Zuschauer, und nicht selten sind die Wendungen mehr als überraschend.

Die zweite Folge der ersten Staffel heißt: Der blinde Bankier.
Diese Folge ist die Schwächste der ersten Staffel, und im Gesamtbild auch die Schwächste die ich bisher gesehen habe. Das heißt aber nicht, dass sie schlecht sei. Nur wird die Spannung der ersten und dritten Episode nicht ganz erreicht.

Eindeutig als Abwechslung zum Hauptstrang konzipiert, verfehlt aber auch diese Folge ihre Wirkung nicht, und am Ende wird es natürlich richtig schön aufregend. Und natürlich werden auch hier die Hauptfiguren erneut ausgebaut und vertieft.

Die finale Folge der ersten Staffel ist genauso genial wie die erste, und reißt einen von Anbeginn an mit. Selbstverständlich erwartet einen am Ende ein gnadenlos fieser Spoiler, der einem keine Ruhe lässt:)

Daher ist es auch kein Wunder, dass die erste Folge der zweiten Staffel (Ein Skandal in Belgravia) nahtlos an diese anschließt. Der Name an dieser Folge basiert übrigens auf der Geschichte "Ein Skandal in Böhmen" in welcher wohl die einzige Frau vorkommt für die sich Holmes wirklich interessiert. Na, klingelts?

Die zweite Staffel ist übrigens noch mal eine deutliche Steigerung zur ohnehin schon überragenden ersten Staffel, was eindeutig für die hohe Kunst der Macher und Drehbuchschreiber spricht.

"Der Skandal in Belgravia" ist auf demselben hohen Niveau der vorherigen Folge, und führt die Geschichte aufregend weiter.

Der nächste Fall heißt "Die Hunde von Baskerville" und ist natürlich an den berühmtesten Fall von Holmes angelehnt welcher fast genauso heißt.

Diese Geschichte rutscht ein winzig kleines bisschen mehr in den Fantasy-Bereich ab, als die anderen fünf Folgen ab, was aber nicht sonderlich schlimm ist, da letztendlich alles logisch erklärt und dargestellt wird. Diese Folge widmet sich besonders den Ängsten von Menschen, und wie diese auf einen wirken können.

Die letzte Folge die ich gesehen habe ist "Der Reichenbachfall" und selbst jene die die Bücher nicht kennen wissen worum es hier geht. Dennoch spoilere ich nichts, da diese Serie eindeutig von ihrer Spannung lebt, und diese Folge besonders viele wichtige Dinge enthält die einem Neuling das Erlebnis drastisch vermiesen könnten.

Auch diese Folge ist überragend und spannend von der ersten bis zur letzten Minute. Und am Ende gibt es schon einen kleinen Wink auf die dritte Staffel, welche ich mir bald auch besorgen werde/muss.

Alles in Allem sind sämtliche Folgen mit einer Ausnahme (Der blinde Bankier) als hervorragend zu bezeichnen. Hier ist wirklich höchste Qualität geboten, die den Zuschauer so richtig mitreißt, und erst dann loslässt wenn die Credits über den Bildschirm flimmern.

Kommen wir nun zu den Darstellern dieser Serie. Da es sehr viele Nebencharaktere gibt, beschränke ich mich nur auf die Hauptfiguren.

Sherlock höchstpersönlich wird von dem einzigartigen Charakterdarsteller Benedict Cumberbatch gespielt, welcher die Figur mit dermaßen viel Energie spielt, dass es eine reine Freude ist ihm zuzusehen.
Cumberbatch wirkt in seiner Darstellung nie irgendwie gekünstelt, oder gar Lächerlich, und schafft es auch geschickt Overacting zu vermeiden. Die vielen Gefühlsausbrüche und ungewöhnlichen Gestiken von Holmes sind eindeutig beabsichtigt, und machen die Figur nur noch mehrschichtiger.
Es ist unglaublich, wie intensiv das Spiel von Cumberbatch in vielen Momenten der Serie ist, und besonders die Szenen in welchen Holmes kombiniert sind schlicht wunderbar.

Rein optisch ist Cumberbatch ebenfalls eine sehr gute Wahl. Obwohl ich früher der Ansicht war, dass dieser Darsteller "nicht gut genug aussieht" um Holmes zu verkörpern, musste ich schließlich erkennen, dass genau das mein Denkfehler war. Holmes braucht kein Schönling ala Pierce Brosnan zu sein.
Auch Doyle beschreibt Holmes als hageren Mann mit hohen Wangenknochen und tiefliegenden Augen.
Wer braucht schon einen "schönen" Holmes. Hier geht es um Intellekt, und genau das bietet diese Serie einem!

Mein persönlicher Liebling in dieser Serie ist allerdings der wunderbare Martin Freeman
(Nein, ich bin nicht schwul)

Aber ich finde diesen Darsteller superduper-sympathisch, und schon als Bilbo Beutlin war er einfach herzergreifend. Und als Doktor Watson ist er kein bisschen schlechter.

Freeman spielt Watson als ruhigen und menschlichen Gegenpol zum exzentrischen und weltfremden Holmes.
Hier wird einem umso deutlicher wie sehr sich Gegensätze anziehen. Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen ist Watson hier jedoch ein smarter und intelligenter Mann, welcher Holmes intellektuell nicht nachsteht, was dieser jedoch nie eingestehen würde;)

Freeman ist im Grunde das Herz dieser Serie, und manchmal möchte man Holmes echt eine Watsche verpassen, weil er die Freundschaft mit Watson nicht immer so würdigt, wie er es eigentlich verdient hätte.

Auch hier haben die Macher eine exzellente Wahl getroffen. Besser hätte man Watson nicht besetzen können!

Inspektor Lestrade wird von Rupert Graves dargestellt, und dies ebenfalls ziemlich sympathisch. In den meisten anderen Filmen wird Lestrade als trottliger und ziemlich eitler Mistkerl gezeigt, während er sich hier weitaus humaner und verständnisvoller gegenüber Holmes benimmt.
Graves verleiht seiner Rolle eine angenehme Note, und obwohl er meist sehr ruhig spielt, geht er nie neben Cumberbatch und Freeman unter.

Auch hier eine sehr gute Wahl.

Die Vermieterin von Holmes Mrs. Hudson wird von der mit unbekannten Una Stubbs gespielt, und sorgt für einige humorvolle Momente.
Auch Stubbs macht ihre Sache ausgesprochen gut, und ich mag sie inzwischen richtig gerne.

Den Bruder von Holmes der den Namen Mycroft trägt habe ich mir persönlich zwar immer ganz anders vorgestellt, aber Mark Gatiss ist wahrlich keine schlechte Wahl für diese Rolle.
Durch seine etwas verschmitzte und zugleich geheimnisvolle Darstellung sorgt er immer wieder für Spannung und einige nette Überraschungen.

Irene Adler wird von Lara Pulver gespielt, und überzeugt als clevere Domina, welche in Holmes seltsame Gefühle weckt.

Etwas anderes hatte ich jedoch ursprünglich bei Moriarty erwartet. Ich muss gestehen, dass ich zuerst ein wenig enttäuscht von der Wahl des Darstellers war. Andrew Scott erschien mir etwas zu jung und "süßlich" für die Rolle dieser Kultfigur.
Doch mein Fehler war dabei ihn zu sehr auf den Moriarty aus dem Buch festzulegen. Dieser Moriarty hier ist ein Showman, welcher fast schon ein wenig an den Joker aus TDK erinnert, welcher alle seine Taten ebenfalls nicht wegen Geld oder Ruhm begeht.

Ich musste diese Neuinterpretation jener Figur erst einmal verstehen, um zu erkennen, wie gut Scott eigentlich für Moriarty geeignet ist. Besonders in "Der Reichenbachfall" zeigt er sein meisterhaftes Talent was die Darstellung eines Schurken angeht.

Wie sie sehen können sind die Darsteller wirklich gut ausgesucht, und auch die vielen Nebencharaktere sind passend gewählt, und einen Ausfall gibt es nicht zu verzeichnen.

Hier möchte ich übrigens noch ein weiteres Thema dieser Serie ansprechen die Recht interessant ist.
Und zwar die angebliche Homosexualität von Sherlock Holmes und Dr. Watson.

Immer wieder werden Holmes und sein Gefährte von ihren Mitmenschen etwas scheel angesehen, und gewisse Anspielungen fliegen den beiden immer mal wieder um die Ohren.

Zuerst fand ich diese Idee nicht so gut, doch inzwischen habe ich erkannt, dass es eine sehr kluge Kritik an der Männerfreundschaft ist. Ich kann auch nicht verstehen, warum alle gleich denken das man schwul ist, wenn man mit einem anderen Mann eine sehr gute Freundschaft hat.
Früher im Mittelalter (und auch noch früher) waren tiefe Freundschaften unter Männern völlig normal, und niemand redete davon, dass diese sich sogleich in schwulem Sex äußern werde. Die Serie weist hier geschickt darauf hin, wie sehr die wahre Freundschaft unter Männern in den letzten Jahren gelitten hat, und natürlich wie schwer es Schwule auch noch heute noch in unserer angeblich "aufgeklärten" Gesellschaft haben.

Ja, was bleibt jetzt noch zu sagen. Die Ausstattung der Serie ist sehr gut, und erweckt nie einen billigen Eindruck. Die Musik von David Arnold ist ebenfalls ein echter Ohrwurm, wenngleich eine leicht Ähnlichkeit zum Score von Hans Zimmer nicht abzusprechen ist.

Ob das Zufall ist, oder sogar beabsichtigt war kann ich nicht sagen.

Mein Fazit zu dieser Serie lautet: Sherlock ist wirklich seinem Hype gerecht geworden, und bietet beste Detektiv-Unterhaltung, ohne dabei in Klischees zu verfallen, oder altbekanntes aufzuwärmen.
Einer der besten Gags ist meiner nach übrigens der, dass Holmes in dieser Serie rein gar nichts mit dem berühmten "Deerstalker-Hut" anfangen kann. Dies ist eine lustige Anspielung darauf, dass Holmes in den Büchern eigentlich nie wirklich in einem solchen herumläuft.
Dennoch hat sich Holmes mit diesem Hut und dem Trenchcoat bereits in das Gedächtnis der Leute gebrannt, weil viele berühmte Illustratoren wie Sidney Paget ihn so zeichneten. Doyle hat das nie wirklich erwähnt.

Ich glaube Doyle würde mit dieser Serie sehr zufrieden sein, wenn er das moderne Konzept verstehen würde.

Ich jedenfalls bin sehr zufrieden mit "Sherlock" und kann diese Reihe mit bestem Gewissen weiterempfehlen.
Danke, dass ihr meine Kritik gelesen habt.

P.S. I´am Sherlocked!

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Troublemaker69

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Guter Kommi :)


Agent Smith93

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Danke Troublemaker :)


MyTheSir

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8.5Ausgezeichnet

Eine super Serie, welche mit interessanten Charakteren und einer spannenden Geschichte glänzt. Der Versuch Sherlock Holmes in die Gegenwart zu bringen ist mit bravour geglückt und macht nicht nur Krimi-Fans glücklich.

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paul.weest

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9.5Herausragend

Eine super Sendung! Trotz Dingen die eigentlich in der Realität total unlogisch wären ist die Sendung spannend und vor allem dazu noch lustig. Bei jedem Fall rät man mit und auch wenn ich Staffel 2 etwas verwirrend fand, eine der besten Serien der Zeit.

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robimg

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4.0Uninteressant

jedes mal wenn ich benedict cumberbatch sehe könnt ich kotzen

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DerTelefonfrosch

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...sagte Stalin :D


Sommergirl

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Musst ihn ja nicht ansehen....


Sylar81

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8.5Ausgezeichnet

Super 1 und 2. Staffel, 3. war so lala.

Was extrem nervt nur 3 folgen je 90min. Für mich nicht wirklich eine Serie sondern ein Film, art Columbo^^

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chrissley

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10.0Herausragend

Als ich die Serie das erste Mal gesehen habe, noch keine Ahnung davon hatte, was mich Erwarten wird, hat mich diese Serie schon vom Hocker gehauen. Der geniale Sherlock Holmes und sein Kollege John Watson ermitteln im 21 Jahrhundert in London. Dabei ist die Serie von BBC extrem spannend gestaltet und greift auf neue Methoden und Effekte zurück um den Film zu bereichern. Es macht Spaß mitzurätseln und mitzudenken, da man die ganze Zeit gefordert ist, die genialen Gedankengänge Sherlock Holmes zu verfolgen. Die Handlung ist ebenfalls sehr komplex und interessant gestaltet, wobei sie einen immer wieder überrascht und für Spannung sorgt. Fazit : Unbedingt ansehen. Die beste Serie, die es in meinen Augen gibt !

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Mr.Joshua

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9.0Herausragend

Sherlock erinnert mich sehr an Sheldon, einfach seine art. Ich finde es gut das die Serie zur heutigen Zeit spielt. Sehr leichte kost, bei gerade einmal 3 Folgen pro Staffel. Trotzdem sehr spannend.

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Sommergirl

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Watson meinte mal "Asperger" (Baskerville) :-)


TheBigDaddy

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Das mit dem "hochfunktionellen Soziopathen" find ich in diesem Zusammenhang leider oft etwas lächerlich


istanbul77

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Für "Herrausragend" fehlt so einiges,doch ist es eine echt gute Serie die ich bis zur letzten Folge genossen habe. Nur darf man nicht zu genau hinschauen sonst stechen die Logik-Fehler raus und nerven extrem.Aber die beiden unterhalten sehr gut und es macht Lust auf mehr ;)

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TheBigDaddy

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Ich hab keinen Logikfehler gefunden weiß aber icht ob ich dazu überhaupt fähig wäre ;)

Was hast du den gefunden?


j0deljunKy

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10.0Herausragend

Genial Genial Genial!
Meiner Meinung nach eine der besten Serien überhaupt.
Humor, Ironie, Genialität, etc...
Benedict Cumberbatch,Martin Freeman und Andrew Scott sind einfach nur Großartig in ihren Rollen!
Der Einzige "Kritikpunkt" ist : Staffel 4 kommt erst 2016

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten

Sommergirl

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Leider schwirren viel zu viele Daten herum! Einmal wurde Sommer 2014 für Dreharbeiten gesagt, dann wieder 2015... hat mit den vollen Kalendern von Ben und Martin zu tun...


Sommergirl

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Es ist offiziell!! Drehbeginn Special Januar 2015 und gleich darauf die 3 Folgen!!!!!


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Genre
Kriminalserie, Krimikomödie, Thriller, Whodunit
Zielgruppen
Pärchenfilm, Familienfilm
Zeit
2010er Jahre, Gegenwart
Produktionsfirma
BBC
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