BobbyStankovic - Kommentare
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Alle Kommentare von BobbyStankovic
Das Original war ein Spin-Off einer ohnehin schon billigst gemachten Serie, die nur zur Vermarktung von Spielzeugfiguren da war.
Wäre also traurig, wenn die neue Serie nicht besser als das Original wäre.
Es sei denn man beachte den Trash-Faktor als Qualität, dann kommt natürlich insbesondere an He-Man nichts auf dieser ganzen Welt ran :)
Ein Film, dessen Lobhuldigungen sich im Großen und Ganzen auf das Abfeiern seiner Farbspiele reduzieren lassen.
Farbspielerisch ist er ganz toll, ja.
Mehr gibt's aber halt auch nicht zu sehen. Da halte ich es mit dem Lexikon des Internationalen Films:
"Dümmliche Mischung aus Horror und Okkultismus, die auf grobe Effekte setzt und die Atmosphäre völlig vernachlässigt."
Frauenverachtend sind sie nicht per se, aber an sich ist das schon eine erzählerische Mechanik, die sehr nah am Menschenverachtenden und Faschistischen liegt. Deswegen ist "Irreversibel", wie ihr ja richtig schreibt, auch so genial.
Wenn dieser bescheuerte Love-Interest-Subplot (stellvertretend für viele kleine ärgerliche Dramatisierungen) nicht wäre, könnte man dem Film immerhin noch etwas abgewinnen. Eine atmosphärische Wirkung hat der ja schon.
Zu wenig gesehen dieses Jahr.
Hervorragend und gleichzeitig Entdeckungen waren "Xiao Mei" und "Ash Is Purest White".
Irgendwie genau die Filme, die mich weniger interessieren :D
So richtig Vorfreude empfinde ich nur für Reygadas, der für mich jetzt schon Löwen-Favorit ist.
"Dass wir jemals den Persil-Fuchs zwischen zwei BoJack Horseman-Episoden die schlaue Art zu waschen anpreisen sehen werden, ist schwer vorstellbar."
Eigentlich ist es so schwer vorstellbar nicht. Was Netflix gerade macht, ist eine Grenze auszutesten. Wenn der" Schmerzensschrei der Verwöhnten" ausbleibt, ist der Persil-Waschbär nicht mehr weit.
Für Netflix' "Großzügigkeit" gibt es auch wirtschaftswissenschaftliche Fachbegriffe, die ich jetzt googeln könnte. Würde aber in Richtung "Dumping" oder "auf Pump" gehen. Erst baut man eine treue Kundschaft auf und verweist Konkurrenten in die Schranken bis man ein Monopol bzw. Dipol hat, dann traktiert man den Kunden, wie es einem beliebt. Der Verweis auf die roten Zahlen des Unternehmens macht das ganze nachvollziehbar und voraussehbar und zeigt, dass innerhalb des Kapitalismus Innovation eben nur kurzfristig in Form einer solchen Hopp-oder-Top-Strategie möglich ist.
Weißer-Mann-kriegt-Eingeborene in betont um Ausdruck und sprachloser Reinheit bemühter Filmsprache.
Ethnokitsch.
Es ist ziemlich klar, was "303" sein möchte. Ein Generationsporträt und warmherzige Liebesgeschichte, klassischerweise als Road-Movie, an Postkartenmotiven nicht arm.
Vieles beeindruckt auch durchaus. Die beiden Darsteller sind gut auf einander abgestimmt und spielen Weingartners Dialoge maximal authentisch, wobei wir aber bereits bei dem größten Schwachpunkt des Films wären.
Der Film besteht zu fast zwei Stunden (!) aus Dialogszenen über Gott und die Welt, wobei es eigentlich fast ausschließlich um Beziehungsmodelle und ein bisschen um Biologie und den Kapitalismus geht. Das wäre alles schön und gut, wenn es an die Originalität des offensichtlichen Vorbildes "Before Sunrise" herankäme. Die Dialoge sind aber sträflichst banal und jeder Mittzwanziger mit einem etwas geweiteten intellektuellen Horizont hat genau dieselben Dialoge schon tausendmal (besser) geführt. Das setzt sich bei den Figuren fort, die zu glatt und standardisiert wirken, zu sehr als Projektionsflächen einer Generation und zu wenig als wirkliche Figuren gedacht sind (die dann ironischerweise viel eher Projektionsfläche gewesen wären).
Ich als Mittzwanziger darf das mal behaupten, behaupte ich mal.
Dazu gesellen sich einige dramaturgische Holprigkeiten wie schlecht getimte und offensichtliche Setups ("Glückshormone bei zärtlicher Berührung") und eine angesichts der Spiellänge ab einem bestimmten Zeitpunkt auch ärgerliche Überraschungslosigkeit. Wie der Film ausgeht, ist eigentlich nach ca. 15-20 Minuten klar und beim permanenten Fremdgeh-Priming der männlichen Hauptfigur, die auf das Mädchen stundenlang pseudo-subtil einredet, dass Monogamie Schwachsinn ist, wäre es nur realistisch gewesen, wenn das Mädchen mal gesagt hätte: Alter, hör mal auf, mich hier auf Sex zu primen, ich durchschaue dich, du Mistkerl!
Sie hätte das ja trotzdem lachend sagen und schließlich doch mit ihm schlafen können. Es wäre schöner gewesen.
Wow.
Also ich meine: Wow.
Das ist schon eine geradewegs selbstkarikarische Form kapitalistischer Selbstdemontage.
Kürzen sollte man die Show, aber man kann doch a) nicht einfach bestimmte Kategorie die Wichtigkeit absprechen, gezeigt zu werden (was ist das für ein Kulturelitarismus und gleichzeitig hinsichtlich der Filmbranche ein unkollegiales, despektierliches Verhalten) und b) dann noch eine neue Kategorie einzuführen, die keine klare Trennlinie von den anderen Kategorien hat und die unfassbar eindeutig, einzig und allein aus lobbyistischen Gründen existiert. Einfach damit große Filmstudios nochmal von dem Werbe-Topf der Oscar-Verleihung abgreifen können. Schändlich.
Lol, Mogli sieht im Vorschaubild genauso aus wie Lina Leandersson in "Let The Right One In"
https://www.google.com/search?q=Lina+Leandersson+in+%22Let+The+Right+One+In%22&safe=off&client=firefox-b&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwjTkPHrg8DcAhVH2KQKHSJwC4UQ_AUICigB&biw=1745&bih=966
:-D
(sorry, dass der Smiley 'ne Nase hat, man muss mehr als zwei Zeichen eingeben)
Verstehe immer noch nicht, warum der Film diesen Hype rechtfertigen soll. Und immer wenn ich was drüber lese, geht's im Großen und Ganzen um Anleihen an den deutschen Expressionismus (so what) und die Ikonizität von Robert Mitchums Rolle.
Poster hängt über meinem Bett.
"After The Storm" ist glaube ich der einzige Film, den du niedriger bewertet hast als ich :D
Tolle Liste. Will mich mal in die japanische Zeitgeschichte einlesen, weil ich die frühen Oshima-Werke sonst immer nicht verstehe und dann wage ich auf jeden Fall nochmal einen Großangriff auf das japanische Kino.
Lieber MP-Praktikant, was ist ein "Dokumentations-Biopic"? Leto ist es jedenfalls nicht.
Meine Filmgeschmacksevolution fing ebenfalls mit Clockwork Orange an.
Also, noch größer als das Ausbleiben von Malick, De Palma, Sorrentino und Denis (welche eh nie im Wettbewerb lief) ist sicherlich die Sensation, dass Carlos Reygadas, Joachim Trier und (!) Nuri Bilge Ceylan fehlen.
Das Programm ist extrem mysteriös. Es liest sich fast so, als gäbe es einen neuen Festivaldirektor oder als wollte man einen Generationswechsel einleiten. Mit Labaki, Hamaguchi und Shawky gleich drei absolute No Names, von denen jetzt so ein Son-Of-Saul-Effekt erwartet wird.
Aber auch eine Sensationsstufe darunter überrascht der Wettbewerb immer noch mit einer großen Anzahl an Filmemachern, die man zwar durchaus in der Nähe zum Wettbewerb wähnte, aber dessen bloße Masse an Einzüglern am Ende doch verwundert.
Rohrwacher war 2014 schon dabei. Pawlikowski scheint nach dem Auslandsoscar nur konsequent. David Robert Mitchell scheint man nach "It Follows" wohl zu einem Auteur des Genre-Kinos pushen zu wollen. Serebrennikov ist politisch im Gespräch. Husson, gut, das ist nicht zu verstehen; ihr letzter Film war hundsmiserabel. Aber alles in allem eint diese Filmemacher, dass sie wohl ein bisschen den Next-Generation-Effekt haben sollen, obwohl ihre filmische Relevanz dazu zumindest fragwürdig ist. Den Effekt hätte man nämlich auch von Joachim Trier, Myroslav Slaboshpitskyi, Markus Schleinzer oder Laszlo Nemes behaupten können, die es wohmöglich mehr verdient hätten.
Brizé und Honoré sind irgendwo etablierte Repräsentanten französischer Filmkunst. Von Audiard oder Kechiche unterscheiden sie sich aber in ihrer niedrigeren Relevanz als Autorenfilmer. Eine Palme wäre eine Überraschung.
Farhadi, Koreeda, Godard, Zhang-Ke, Garrone und mit Abstrichen Panahi sind Namen, die man auch zu erwarten hatte. Je nachdem, ob einer von ihnen ein Meisterwerk im Koffer dabei hat, sollte im Normalfall die Palme dann an einen dieser alten Bekannten gehen. Aber in diesem Jahr erscheint in der Tat alles möglich.
Sensationell sind die Nominierungen für Spike Lee (der das hoffentlich auch mit einem guten Film zurückzahlt) und Chang Dong-Lee, auf dessen Film man sich wohl nur freuen kann und der sicher der Geheimfavorit auf die Palme ist.
Ein Wort zu den Frauen noch, die hier im Artikel so akzentuiert wurden: in den letzten zwei Jahren waren es auch schon genau drei Frauen. Gleichzeitig waren es erheblich bekanntere Filmemacherinnen als dieses Jahr. Also den ganz großen Frauenjahrgang hätte ich wenn überhaupt letztes Jahr gesehen.
Auffällig ist für mich eher die starke Präsenz asiatischer Filme. Japan ist zweimal vertreten, dazu China und Südkorea, sowie gleich zwei Filme iranischer Regisseure.
Insgesamt überwiegt bei mir Neugier über die Enttäuschung. Cannes hat dieses Jahr mit extrem exzentrischen Entscheidungen überrascht. Jetzt muss die filmische Qualität auch liefern.
Ein toller Film, auch wenn ich "Oslo, 31. August" nochmal 'ne Ecke stärker finde.
Oh, sehe gerade erst, dass Alex Garland das Buch gar nicht selbst geschrieben hat, obwohl er sogar selbst u.A. Romanautor ist.
Irgendwie schmälert das die Vorfreude einen weiteren großen Autorenfilm (nach "Ex Machina") von ihm zu sehen ein klein wenig.
Das Investitionsargument liegt auf der Hand, das nur die Eh-Schon-Fans am Ende zum Bewerten übrigbleiben, leuchtet ein.
Dann gibt's aber noch eine andere psychologische Nuance, die ebenso etwas mit Investition zu tun hat.
Nämlich, dass sich Menschen bewusst oder unterbewusst ihre Erfahrungen retrospektiv ins Positivere verklären, wenn sie einen sehr großen Teil ihres Lebens damit zugebracht haben. Das gilt auch für Jobs, soziale Bindungen usw. Und natürlich im Kleineren auch für Serien.
Übrigens auch für Filme. Daher werden Filme, die 3 oder mehr Stunden gehen, auch tendenziell häufiger überbewertet.
Wenn man das aber irgendwie versucht auszublenden und eine Serie, ebenso wie Filme, als eine narrative, wie auch motivische Gesamtkomposition betrachtet (bzw. zumindest die einzelnen Staffeln), dann sind die meisten Serien auf einmal nicht mehr so viel potenter als ihre Filmpedants, eher im Gegenteil.
Ich musste z.B. für mein Studium mal die erste Staffel von "Bates Motel" schauen und heraus kam dann eine wie hier besprochen eher ungewöhnliche Wertung von 2/10 Punkten.
Wenn man die Serie/Staffel mal nüchtern betrachtet und quasi imaginär auf Spielfilmlänge herunterrechnet, ist das alles ganz schön ernüchternd. Motivisch unausgegoren, klischeehaft und erzählerisch lächerlich zerfasert.
http://meinungsimperialismus.de/bates-motel-season-1/
Ich hab' das Gefühl, man bewertet bei Serien die oft zitierte Charaktertiefe über, die in Wahrheit meistens mit dem Gewöhnungseffekt an die Figuren einhergeht. Also ungefähr so wie bei einem alten zwangsverheirateten Ehepaar, das sich irgendwann liebt, weil man sich an einander gewöhnt hat (etwas überspitzt formuliert).
Während man eine motivische Bewertung wiederum vernachlässigt und Serien als intellektuellen Ausdruck (was sie natürlich genauso sein können wie Filme) unterbewertet, da das Rezeptionsbewusstsein zu sehr auf dem "Erleben" einer Geschichte basiert.
Daughter of Mine war ziemlich schwach, da war sich auch eigentlich jeder einig.
Sonst scheint die Liste ganz in Ordnung zu sein, haben aber sehr unterschiedliche Filme gesehen.
Meine Top 10:
10. An Elephant Sitting Still
09. Theater Of War
08. Boys Cry
07. Season Of the Devils
06. Lemonade
05. Last Child
04. In den Gängen
03. Shock Waves - Diary Of My Mind
02. Familienleben
01. Xiao Mei
Allerdings alles nah bei einander. Kein Film, der wirklich krass nach oben ausgeschert wäre. Dafür traditionell viel Mist.
In Venedig einen silbernen Bären zu kriegen, wäre schon eine Kunst für sich ;)
"Season Of The Devil" ist der bislang (mir bekanntest) unzugänglichste Film von Lav Diaz. Es ist auch jener, der am stärksten in seiner Form gefangen ist. Musik als Form, um über sein zentrales Thema, Ideologie, zu erzählen? Nicht unsinnig. Es ist ja Pathos, mitreißender Rhythmus, Hingabe und Liebe, was Musik mit Ideologie verbindet. Auch bildet sie die Dialektik politischer Ideologie genial ab, denn Rebellen und Autoritäre singen hier zusammen, dieselben Rhythmen. Links und Rechts bedienen sich derselben Rhetorik (auch wenn eine davon vielleicht weniger geheuchelt sein mag) und Widerstand ist innerhalb eines Machtfeldes nur mit denselben Mitteln wie jenen des Herrschenden möglich (frei nach Foucault).
Klug.
Aber das Musikalische sorgt hier auch dafür, dass "Season Of The Devil" allzu repetitiv, passiv und (im dramatischen Sinne) bewegungslos ist. Was ihn auch gleichzeitg nur halb so komplex wie andere seiner Filme macht. Diaz' "nur" Fastvierstünder will nicht viel mehr sein als eine permanente elegische Beschallung, von der Diaz dann behaupten kann, neben Regie, Buch, Kamera, Produktion und Schnitt habe er jetzt auch noch die Songs selber geschrieben.
Ja aber. Herr Diaz. Schönere Bilder, vielgestaltigere Handlungsstränge, weniger Verrührung des Altbekannten wären (noch) besser gewesen.
Jetzt bloß nicht anfangen, eitel zu werden.
https://www.moviepilot.de/liste/top-10-kinojahr-bobbystankovic
1. Western
2. Good Time
3. Blade Runner 2049
4. mother!
5. Die beste aller Welten
6. The Happiest Day In The Life Of Olli Mäki
7. A Ghost Story
8. The Death Of Louis XIV
9. The Distinguished Citizen
10. Get Out
Hier die ganze Liste ohne Kinostartberücksichtungung:
http://meinungsimperialismus.de/das-filmjahr-2017/