Zu Listen hinzufügen

Männer, die auf Ziegen starren

The Men Who Stare at Goats (2009), GB/US Laufzeit 93 Minuten, FSK 12, Komödie, Drama, Kinostart 04.03.2010


Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
6.2
Kritiker
68 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.3
Community
22055 Bewertungen
269 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Grant Heslov, mit George Clooney und Ewan McGregor

George Clooney und seine Männer, die auf Ziegen starren sind Teil einer Armee-Einheit, die mit übernatürlichen Kräften für den Kampfeinsatz experimentieren.

In Männer die auf Ziegen starren stößt der Kleinstadt-Reporter Bob Wilton (Ewan McGregor) auf eine schier unfassbare Story: In der US-Armee existiert eine geheime Hippie-Spezialeinheit. Statt an Waffen trainieren die selbsternannten Jedi-Krieger übersinnliche Fähigkeiten. Auf ihrem Stundenplan stehen unter anderem Hellsehen, durch Wände gehen und Ziegen durch Anstarren töten.

Unter Anleitung ihres Ober-Gurus Bill Django (Jeff Bridges) experimentieren sie sogar mit bewusstseinserweiternden Drogen. Es kommt zur Neid in der sonderbaren Truppe, da Lyn Cassady (George Clooney) durch seine besonderen Fähigkeiten hervorsticht. Nach einer geschickt eingefädelten Intrige verschwindet Bill spurlos. Auf der Suche nach ihm begeben sich Lyn und Bob auf einen irrwitzigen Trip durch die Wüste.

Hintergrund & Infos zu Männer die auf Ziegen starren
Männer die auf Ziegen starren basiert auf dem Sachbuch-Bestseller “The Men Who Stare At Goats” von Guardian-Kolumnist Jon Ronson, der in Deutschland unter dem Titel “Durch die Wand” erschienen ist. Ronson beschreibt die teilweise absurden Versuche der US-Regierung, übersinnliche Phänomene für ihre Kriegszwecke zu nutzen. Dazu plante Lieutenant Colonel Jim Channon 1979 die Spezialeinheit First Earth Battalion, welche erforschen sollte, wie mit teils übernatürlichen New Age-Methoden Soldaten unsichtbar werden können, durch Wände gehen, oder Ziegen durch bloßes Anstarres zu töten. Soldaten sollten im Auftrag des Friedens zu kämpfenden Mönchen ausgebildet werden.

Regisseur Grant Heslov konnte für seine rabenschwarze Komödie ein Ensemble an hochkarätigen Schauspielern gewinnen: George Clooney spielt an der Seite von Ewan McGregor, Jeff Bridges und Kevin Spacey. In Venedig ist Heslov kein Neuling: 2005 gewann er gemeinsam mit Clooney die Osella für das beste Drehbuch für Good Night, and Good Luck. (ST)

  • 37795279001_1859520837001_th-50616558c7e7b0e4131672d8-767904723001
  • Männer, die auf Ziegen starren - Bild 6423321
  • Männer, die auf Ziegen starren - Bild 6423307
  • Männer, die auf Ziegen starren - Bild 3877135
  • Männer, die auf Ziegen starren - Bild 3877122

Mehr Bilder (36) und Videos (2) zu Männer, die auf Ziegen starren


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Männer, die auf Ziegen starren
Genre
Komödie, Kriegssatire, Kriegsfilm
Zeit
2. Irakkrieg, Kalter Krieg
Ort
Irak
Handlung
Abenteuer, Drogen, Erzählung, Gefängnisaufseher, Gefängnisdirektor, Geiselnahme, Hippie, Journalist, Krieg, Männerfreundschaft, Paranormal, Parapsychologie, Phantasie, Regierung, Reporter, Schicksal, Soldat, Spezialeinheit, Telepathie, Trennung, Verdrängte Vergangenheit, Verfolgungswahn, Vermisste Person, Veterane des Vietnamkrieges, Vorgesetzter, Wahrheit, Ziege, Zufall
Stimmung
Eigenwillig, Gutgelaunt, Witzig
Zielgruppe
Männerfilm
Tag
Sachbuch
Verleiher
Kinowelt
Produktionsfirma
BBC Films, Smoke House Productions, Westgate Film Services, Winchester Capital Partners

Kritiken (29) — Film: Männer, die auf Ziegen starren

JackoXL: Die Drei Muscheln

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

Schräger Film, bei dem die Mischung nicht ganz stimmt und dem leider gegen Ende deutlich die Puste ausgeht. Der Film pendelt zwischen Satire und Komödie, kann durch einige lustige Szenen und gut aufgelegte Darsteller punkten. Die aneinander gereihten Szenen können nur irgendwie nicht zu einer wirklich guten Geschichte vereint werden. Es macht Spaß sich das anzuschauen, lässt aber irgendwie unbefriedigt zurück. Besonders das letzte Drittel enttäuscht, der Film verliert den Biss und die vielen guten Ansätze verlaufen irgendwie in Belanglosigkeit.
Kein schlechter, zum Teil wirklich unterhaltsamer Film, dem der letzte Feinschliff leider zu offensichtlich fehlt.

5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Spideragent: http://darkagent.blogsit.net/

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Dieser Film basiert auf einem Buch des aus Wales stammenden Autors John Ronson aus dem Jahre 2004. Es ging um Nachforschungen der Armee, darüber wie man Konzepte der New Age Bewegung in Verbindung mit paranormalen Fähigkeiten nutzen kann, um so eine neue Art von Soldat zu erschaffen.

2009 enstand daraus dieser feine Film, der als lakonisch witzige Militärsatire mit Starbesetzung daherkommt. Es sind hier sogar gewisse Ähnlichkeiten zu Klassikern des Genres wie etwa Robert Altman´s "MASH" oder Mike Nichols "Catch-22" (beide aus dem Jahr 1970), zu erkennen.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

evants.com: eventsandtrends.com

Kommentar löschen
6.5Ganz gut

"Männer die auf Ziegen starren" ist ein Film, den man nur schwierig in ein passendes Genre einordnen kann. Es gibt satirische Anleihen, die aber nur selten in einer Kritik münden. Letztendlich bewegt sich der Film zwischen Parodie und Komödie, wobei der Humor teilweise sehr eigen ist. Die Handlung besteht lange Zeit eher aus einer Aneinanderreihung skurriler Szenen, weniger aus einer Geschichte, die auf eine Auflösung hinsteuert. So ist das Ende des Films auch nur bedingt befriedigend, da dem Film etwas die Luft ausgeht und es ziemlich harmlos wirkt. Ist der Schlussakt womöglich schnell wieder vergessen, bleiben die schauspielerischen Leistungen in Erinnerung: Clooney und Bridges spielen gekonnt auf wie in besten Coen-Zeiten ("O Brother where art thou", "The big Lebowski"), während McGregor eher nüchtern daherkommen muss. Allein Kevin Spaceys Rolle als Querulant kommt ein wenig zu kurz.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir 1 Antworten

theONEinsane

Antwort löschen

es ist eine satire und ein antikriegsfilm.thats it


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Männer die auf Ziegen starren“ ist spaßig und seine satirischen Töne gegen den Krieg und dumpfen Patriotismus besitzt die nötige Schärfe. Überhaupt macht der Film Laune, da Langatmigkeiten erst gar nicht aufkommen lässt und mit einem McGregor, Bridges, Clooney und Spacey gleich vier Top-Stars in Petto hat, die mit sichtbarer Lust am Spiel agieren. Doch Heslovs Film, so gut und unterhaltsam er auch ist, hat eine große Schwäche. Neben dem ganzen Augenzwinkern, dem humorvollen torpedieren militärsicher Konventionen versucht der Film auch dramatische und ernste Töne einzubauen. Kurz gesagt: Der moralische Zeigefinger wird vom Film einige Mal arg weit in die Höhe gestreckt, was zur Folge hat, dass er immer wieder in stocken gerät. Ein komödantisch-dramaturgisches Stop-Motion Verfahren. Witzig ist der Film dennoch.

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Mr.Vengeance: Lost In Imagination

Kommentar löschen
4.5Uninteressant

Fühlt sich wie eine militärische Variante von FANBOYS an. Ist auch nur unwesentlich lustiger als dieser. Viel zu nerdy, viel zu aufgesetzt schrill. Ich mochte den Flow, den der Film durch seine Musik und seinen Look bekommt. So richtig unterhaltsam fand ich THE MEN WHO STARE AT GOATS jedoch nie. Stellenweise eher nervig.

8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

«The Men Who Stare at Goats» ist eine köstliche Parodie über eine etwas eigenartige Armee.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Corsovilla: SchönerDenken

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Jeder der Beteiligten macht einfach, was er gut kann, und im Ergebnis kommt dabei ein runder, tiefenentspannter Film heraus, in dem Jeff Bridges der Welt ein weiteres Mal sein unnachahmliches Althippielächeln schenkt, George Clooney nach seinem sehr korrekt beschlipsten, pointierten Auftritt in Up in the Air sich einen Rotzfänger ins Gesicht kleben, sich im Sand wälzen und das Hemd aus der Hose hängen lassen darf, Kevin Spacey inszeniert mit gut plazierter Gestik und Mimik sehr präsent seinen üblichen Unberechenbaren, und der einzige, der sich noch ein wenig anstrengen muss, ist Ewan McGregor. (Hendrik für SchönerDenken / Mehr im Podcast)

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Fricki76: Asianfilmweb.de

Kommentar löschen
5.5Geht so

Der geniale Filmtitel hat mich neugierig gemacht, die Besetzung, das Filmplakat. Dann habe ich hier einige Kommentare gelesen und war einigermassen ernüchtert. Trotzdem habe ich mir den Film angesehen. Er hat seine tollen Seiten: Die Darsteller, vor allem Bridges und Clooney, der herrlich bizarre Einstieg. McGregor wurde vom Drehbuchautor Selbstironie in seinen Text geschrieben, nur Kevin "Keyser Soze" Spacey bleibt in der Darstellung seiner Nebenrolle sehr, sehr blass... Doch alles in allem bin ich recht enttäuscht: Die Handlung ist zu sehr weder Fleisch noch Fisch, um mich zu überzeugen! Für eine (bizarre) Militärsatire sind die Absurditäten nicht konsequent genug über die gesamte Dauer des Films durchgezogen, für eine "ernste" Satire oder Militärkritik wäre der Film zu schräg und gleichzeitig die Handlung nicht klar genug erkennbar. Schade, vor allem bei den vielversprechenden Ansätzen. Trotzdem: Wer skurille Komik und/oder Jeff Bridges mag, kann sich den Film zumindest am Kinotag oder auf DVD ansehen. Er hält auf jeden Fall etliche Schmunzler bereit...

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

ChristiansFoyer: Cellurizon.de

Kommentar löschen
6.5Ganz gut

[...]Aber, um mal nicht zu viel hineinzuinterpretieren, zurück zum Wesentlichen. Im Zehnminutentakt laufen in „The Men who stare at Goats“ die gerngesehenen Gesichter auf, Stephen Lang, Ewan McGregor, George Clooney, Jeff Bridges, Kevin Spacey, Robert Patrick, kurzum: ein gar fürstliches Aufgebot. In Sachen Spiellaune steht keiner dem anderen nach. Trotzdem verdünnt sich die Gag-Dichte im Laufe des Films durch die ernsten Zwischentöne und wenn es mit den Flashbacks vorbei und sich die dadurch geschaffene Handlungsebene mit der Rahmenhandlung zum Schlussakt verbindet, tritt auch eine gewisse Highlightarmut ein. Das drogengeschwängert-pazifistische „go out and tell’em the truth“-Ende kann daran auch nicht mehr viel ändern. Aber: als Gesamteindruck bleibt doch haften, dass man sich bei „The Men who stare at Goats“ meistens gut, teils sogar prächtig amüsiert hat.[...]

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

[...]Worin „Männer, die auf Ziegen starren“ wie erwartet reüssiert, ist der gut aufgelegte Cast, allen voran natürlich George Clooney und Jeff Bridges. Gerade Clooney hat in seiner Karriere immer wieder gezeigt, dass er auch in der Komödie zu Hause ist, und wenn er sich – so wie auch in diesem Film – ein Stück weit selbst auf die Schippe nimmt, dann bleibt für gewöhnlich kein Auge trocken. Während Clooney, mit Schnauzer und langer Mähne wild durch die Gegend tanzend, gerne auch mal seinen Wagen zielsicher gegen den einzigen Stein fährt, der sich weit und breit in der Wüste befindet, gefällt, setzt Kevin Spacey seine Rolle erstaunlicherweise gegen die Wand. Der sonst für gewöhnlich so überzeugend aufspielende Darsteller bleibt in seiner Rolle erstaunlich blass, und kann sich nur selten in Szene setzten. Während McGregor ohnehin nur ein besserer Sidekick für Clooney ist, stellt Jeff Bridges aus darstellerischer Sicht das zweite Highlight des des Films. Heimlicher Star der ganzen Angelegenheit ist jedoch Stephen Lang als Brigade General Dean Hopgood, der in seiner Rolle als durchgeknallter General zu brillieren weiß.[...]

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Flibbo: Wie ist der Film?

Kommentar löschen
6.5Ganz gut

Wieder ein Film, der allein schon durch seinen ausgefallenen Titel auf sich aufmerksam macht, wenn auch subtiler als „Lesbian Vampire Killers“. Auf den zweiten Blick lässt sich auch eine äußerst attraktive Besetzung ausmachen. Wer sich durch diese beiden Faktoren für eine unvoreingenommene Sichtung entscheidet, wird nicht enttäuscht und bekommt, was das Filmposter verspricht: Eine aberwitzige Komödie mit einer Starbesetzung, die vor Ironie nur so sprüht. Trotzdem kein Hit, von dem man noch lange sprechen wird. [...]

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Xander8112: Xanders Blog

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

[...]
So bleibt einem ein doch recht spaßiger Film im Gedächtnis, der leider nicht alles aus seinen Möglichkeiten macht. Wenn ich mich jetzt an den Film erinnere, denke ich zwar hauptsächlich an die richtig guten Szenen und richtig schlechte fallen mir dagegen weniger ein, aber im Endeffekt ist das dann doch nicht genug für einen sehr guten Film, eher für eine gute Komödie.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

M.Keuschnigg: Die Presse, die Tageszeitun... M.Keuschnigg: Die Presse, die Tageszeitun...

Kommentar löschen
5.0Geht so

Was also locker zur schmissigen Komödie über die Absurdität des Kriegs im Allgemeinen und die ideologischen Renovierungsversuche innerhalb der US-Armee im Besonderen reichen würde, bleibt aufgrund Heslovs schlampiger Dramaturgie und solider, aber beiläufiger Inszenierung eine lose Abfolge von humorigen Miniaturen.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

B.Spoerri: Neue Zürcher Zeitung B.Spoerri: Neue Zürcher Zeitung

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

Entstanden ist so eine unterhaltsame, humorvolle Farce, und die Schauspielerstars scheinen sich in den teilweise improvisierten Szenen sehr amüsiert zu haben. Doch der kritische Impetus wird mehr und mehr dem Klamauk geopfert, wodurch die Satire sich letztlich selbst ihrer Schärfe beraubt.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Ulrich Behrens

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Trotz all dieser, vorwiegend sehr witzig und von Clooney, McGregor, Bridges und Spacey fast schon optimal "vorgelebten" Szenenfolgen blieb mir am Schluss ein leicht bitterer Nachgeschmack. So richtig funken wollte diese satirische Kritik am US-Militär dann doch nicht. Irgendwie steht man am Ende des Films ein bisschen unbeholfen im Raum und denkt sich: Ok, war zum Schmunzeln, oft zum Lachen, aber der letzte Pfiff fehlte. Man kann es auch anders formulieren. Der letzte Pfiff fehlt vielleicht, weil solche Filme den letzten Schritt in Richtung Defaitismus nicht wagen und irgendwo doch noch auf Versöhnung, Verständnis oder dergleichen hinaus sind – oder einfach die anfangs geschilderten Schwierigkeiten einer solchen Kritik nicht bewältigen können. Wenn am Schluss mitten in der irakischen Wüste eine Herde Ziegen frei gelassen wird, wird man das Gefühl nicht los, es sei ja nicht so ernst gemeint mit der Kritik. Aber möglicherweise kann man dies den Filmemachern gar nicht vorwerfen.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

TheCorey: MovieMaze

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

Regisseur Grant Heslov verwebt nun in Anbetracht der Umstände beziehungsweise Vorlage die jeweiligen Geschichten zu einer relativ stringenten Einheit. Wobei das Eis, auf dem sich hier bewegt wird, äußerst dünn ist, betrachtet man allein die Ausgangsbasis für dass Unterfangen. Dass "The Men Who Stare at Goats" vor allem - ausschließlich? - von seinen absurden Momenten lebt, ist selbstverständlich.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

Kommentar löschen
6.5Ganz gut

Regisseur Heslov hat sich hier eine feine, fast wahre Story rausgesucht, deren Prämisse direkt aus dem Lande WTF zu stammen scheint. Und es gelingt ihm auch, das Ganze mit leichtfüßigem Humor, Slapstick und sympathischen Darstellern zu erzählen, die alle froh zu sein scheinen noch einmal das alte Woodstock-Feeling durchleben zu dürfen. Natürlich ist Clooney als relaxter Jedi-Warrior von entwaffnendem Charme und auch Bridges und Spacey balancieren ihre Figuren gekannt am Rande der Karikatur.

Ins Schlingern gerät der Film immer dann, wenn er versucht aktuelle Themen aufzugreifen und “wichtige Botschaften” zu vermitteln, denn dann packt er ungeniert den moralischen Zeigefinger aus. Wenn Nebenfiguren vom schweren Kriegsschicksal erzählen und dabei die unbeschwerte Farce plötzlich zur bleischweren Moralfabel mutiert. Das fällt umso unangenehmer auf, da der Film an sich eher eine lose Skizzensammlung ist, als tatsächliche Geschichte. Die Rahmenhandlung holpert ebenso wie die Autos mit denen McGregor und Clooney durch die Wüste fahren und die zum Teil sehr komischen Flashback-Epsioden können sich nie so ganz entscheiden, ob sie die Eso-Auswüchse nun parodieren oder doch als exzentrische Ausläufer der Hippie-Bewegung verklären wollen. Wäre es nicht schön, wenn alle Soldaten nur debil grinsend und leicht bekifft herumsäßen und sich einredeten sie könnten mit Geisteskraft die Umwelt beeinflussen?

Der Film konzentriert sich sehr auf diese naiven Fragen und vergisst dabei ein wenig den satirischen Fokus. Natürlich ist das im Einzelfall extrem komisch und das drogenfreudige Ende macht durchaus Spaß, aber letztlich fehlt der echte Biss, die klare Linie und die Aussage über allgemeine Hippie-Verklärung und WTF-Späße hinaus. Gerettet wird das Ganze durch die Chemie zwischen Clooney und McGregor, den oft trockenen Witz und die schiere, rehäugige Liebenswürdigkeit mit der diese Eso-Soldaten karikiert werden.

Das am Ende dann doch nur Fluff im Kopf zurückbleibt und es dem ganzen an der Bösartigkeit mangelt die zum Beispiel der Richard Gere Film “The Hunting Party” besaß, der ebenfalls auf einem wahren Fall beruht, ist dann allerdings doch etwas schade. Denn ein brillanter Film mit einem so großartigen Titel wäre noch besser gewesen, als ein lediglich unterhaltsamer.

Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

Kommentar löschen
6.5Ganz gut

Die überflüssige Rückblendenstruktur ist einer der Schwachpunkte der gelegentlich etwas selbstgenügsamen Komödie. Sie verschwendet viel Zeit, die man lieber mit Hippie Django und seinem Widersacher, dem psychologisch völlig untauglichen Uniformspießer Lary Hooper (Kevin Spacey) verbringen würde. Wann immer aber diese Männer auf Ziegen starren oder mit voller Wucht gegen Wände knallen, bietet der Film grandiose Komik.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ... alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ...

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

„Mehr hiervon ist wahr, als Sie glauben würden“, steht am Beginn von The Men Who Stare at Goats, Grant Heslovs wertvollem Beitrag zum sträflich vernachlässigten Genre der Militärsatire. Und in der Tat schüttelt man gleich bei der ersten Szene, in der Brigadegeneral Dean Hopgood sich beim Versuch, nach nebenan zu gehen, eine blutige Nase holt, den Kopf und möchte alles weitere ins Reich der wilden Fantasie eines Drehbuchautors verbannen. Doch wie so oft: So verrückt kann es gar nicht sein, dass es nicht auch wahr sein könnte.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

José Garcia: Textezumfilm

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Eine geschlossene Handlung sucht man in diesem „verrückten“ Film vergebens. Cassady (Clooney) und Wilton (McGregor) erleben vielmehr allerlei brenzlige Situationen, ja sie kommen vom Regen in die Traufe. Dank der bestens aufgelegten Schauspieler entgeht die beschwingte und humorvolle Inszenierung von Grant Heslov der Gefahr, zu einer Posse, zu reinem Militär-Ulk zu werden. Dennoch ist „Männer, die auf Ziegen starren“ eine Satire auf die törichte Kriegspolitik Buschs im Irak, auf einen Krieg, vor dem Johannes Paul II. Anfang 2003 mit den eindringlichen Worten warnte: „Der Krieg ist immer eine Niederlage für die Menschheit“.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Alle Kritiken (29)


Kommentare (239) — Film: Männer, die auf Ziegen starren


Sortierung

elias.beldzik

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Ganz netter Film. Er wurde zwar nicht meinen Erwartungen gerecht (Kevin Spacey, Jeff Bridges, Ewan McGregor UND George Clooney?), ist aber wirklich nicht schlecht, auch wenn ich mehr erwartet hätte. Guter Film für zwischendurch. Muss nicht, kann aber gesehen werden.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Chev-Chelios

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

Ich bin von dem Film recht enttäuscht. Nach all den positiven Kritiken und Berichten die ich im Vorfeld gelesen hatte, bin ich mit einer recht hohen Erwartungshaltung in diesen Film gegangen, die jedoch bei weitem nicht erfüllt wurde. Okay, wirklich schlecht war der Film nun auch nicht, aber ich habe ein wenig mehr erwartet als einen Jeff Bridges als Althippie und unter dem Einfluss von LSD tanzenden Soldaten. Sicher, es gab einige witzige Szenen und Dialoge, aber das Gagfeuerwerk das im Vorfeld assoziiert wurde, war es nun wirklich nicht. Diese Satire über das US-Militär wollte einfach nicht so recht funken und eine geschlossene Handlung sucht man in diesem Film auf jeden Fall vergebens. Kurz gesagt, es gibt sie nicht. Irgendwie steht man am Ende des Films ein bisschen unbeholfen im Raum und denkt sich, „Gut, war zum Schmunzeln, oft zum Lachen, aber der letzte Pfiff fehlte“. Nichts desto trotz liefern sowohl George Clooney und Jeff Bridges (Der als kiffender Gründer der New Army Earth sehr an den Dude aus The Big Lebowski erinnert) als auch Ewan McGregor recht ordentliche schauspielerische Leistungen ab. So richtig empfehlen kann ich diesen Film allerdings nicht.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

JanosV

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Herrlich skurril, mit viel Augenzwinkern und hintergründigem Witz. Leider manchmal etwas langatmig geraten, manche Rückblenden sind deutlich zu lang und stören den Erzählfluss. Insgesamt dennoch hochgradig unterhaltsam, die Dialoge sprühen nur so vor Charme und Intelligenz und die Schauspieler sind durch die Bank grandios. Perfekt geeignet für einen kurzweiligen Filmabend.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

juls.muller.3

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Ewan McGregor ist ein Jedi-Krieger...wo hab ich das schon mal gesehen..:D Das Duo Clooney McGregor ist sympathisch, vor allem Clooneys lächerliche Geschichten sind amüsant. Den Film kann man sich durchaus mal ansehen.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

The Freewheelin Fonda

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Ewan McGregor spielt einen Reporter, der auf der Suche nach der ganz großen Story ist und plötzlich auf eine Geschichte stößt, so voll mit abgefuckten Ideen, skurrilen Figuren und so vielen genial verrückten Einfällen, dass man denkt man habe es mit der neusten Kultkomödie der Coenbrothers zu tun.

"Heute, mehr den je, brauch' die Welt den Jedikrieger." "

Eine Jedieinheit die für die US-Army mit alternativen Kampfmethoden vom Dude unterrichtet wird.
Ein Kevin Spacey in Höchstform der ununterbrochen gegen die Jedis arbeitet und ein George Clooney, der hier so herrlich selbstüberzeugt totalen Mist labert, dass Lyn Cassady für mich seine beste Rolle seit "O Brother where art thou" war.

Super Grundidee, geniale Darsteller und teilweise herrliche Dialoge:

"Lt. Colonel Django hat Gelder aus dem Geheimfond abgezweigt um Prostituierte zu bezahlen!"
"Das ist eine Lüge!"
".. und um Rauschgift für sich und seine Männer zu beschaffen."
"Das ist...Also die Sache mit den Nutten ist definitiv eine Lüge."

Trotzdem habe ich selten bei einem Film ein dermaßen ungenutztes Potential gesehen, wo man doch hier einen Klassiker des abstrusen Humors hätte schaffen können!

Denn das Drehbuch lässt den Film doch irgendwann im Stich. Eine Laufzeit von 90 Minuten hätte man doch besser füllen können, denn die skurrilen Szenen reichten mir zur Unterhaltung irgendwann nicht mehr aus.
Irgendwann geht "Männer die auf Ziegen starren" die Ideen aus, die Handlung kommt nicht vorran und die Hauptcharaktere laufen nur noch in der Wüste rum.
Im Mittelteil hat der Film für mich nach einem starken Anfang ziemlich verloren und konnte meine anfänglichen Erwartungen nicht mehr erfüllen, bis das Tempo des Films zum Schluss wieder angezogen wird.

Schade um die tolle Idee denn ich hab selbst nicht unbedingt Lust den Film bald noch einmal zu sehen, viele positive Punkte sind enthalten aber einmal ansehen reicht hier wohl.

bedenklich? 20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 9 Antworten

lieber_tee

Antwort löschen

...Bemerkenswert...;)))


pischti

Antwort löschen

Mir gehts wie Dir Hfonda, da war leider mehr drin. Trotzdem waren manche Szenen wirklich lustig ^^


razorber

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein sehr weiser Film...

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Herbstweh

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Wer keine Ahnung hat, was Ironie, Sarkasmus oder Satire bedeuten, für den dürfte es schwer sein, überhaupt Zugang zu diesem Film zu finden oder ihn zu mögen. Außerdem darf man hierbei auch keine großen Action-, Slapsticksequenzen oder offensichtlichen Humor erwarten. Denn der liegt vor allem in den Wortspielen, zwischen den Zeilen und in der Mimik der Darsteller. Ich fand diesen Film einfach nur großartig und habe mich wunderbar unterhalten gefühlt. Außerdem kann ich jedem nur die englische Originalfassung ans Herz legen, einfach köstlich! Und ja, wenn man weiß, dass Ewan McGregor mal einen Jedi verkörpert hat, dann wird das Ganze nur noch witziger. Ich hätte mir so gern ein Gag-Reel auf der DVD gewünscht, aber leider gab es das nicht. Zudem ist es eine herrliche Parodie auf das us-amerikanische Militär und all die Geheimdienste und Elitetruppen! Aber für Leute, die eher leichte "Parodien" wie Scary Movie, Date Movie und Co. mögen, ist dieser Film wahrscheinlich nichts. ;D

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Moviegod

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Film, der mich jedesmal wieder unglaublich berührt. Sehr lustig, irre Charaktere, und das Ende zum Weinen schön. Für mich schon jetzt ein Kultfilm. Diese wahnsinnige Odyssee der beiden Hauptfiguren gemischt mit rückblicken IST ein Film, den es so schnell nicht wieder geben wird. Immer wieder ein Highlight

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Hayemaker

Kommentar löschen
Bewertung2.5Ärgerlich

Wie dieser Film auf eine solche Wertung kommt ist mir unbegreiflich. Finde den Film total hinrissig, und werde auch nach dem 3. mal anschauen nicht warm damit. Spannnung sucht man vergebens auch die Witze sind seeeehr flach und die Sprüche reißen einen auch nicht vom Hocker.
Da der Film eine recht ordentliche Besetzung hat, hatte ich mir einiges mehr erwartet. Doch bekommen habe ich einen Psycho-Doc mit Schnautzer der auf der Suche nach 'nem Coach von einer Hippie Spezialeinheit ist. Im Schlepptau hat er einen schlecht geschauspielernden Dorf-Journalist namens Bob.

Hat mir garnicht gefallen!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Xiox

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

ich haben mich schon seit langem nicht mehr so gefreut, während ich einen film gesehen habe und war sehr überrascht wie gut ich ihn finde, er hat mir einfach sehr viel spaß gemacht

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

pippivictualia

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Ich liebe diesen Film schon allein für Ewan McGregors "Was sind Jedi?"

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

ruven.graf

Kommentar löschen
Bewertung2.5Ärgerlich

Ich will 93 Minuten meines Lebens zurück :(

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

MrMo

Antwort löschen

hatte davon auch mehr erwartet.


unknown.stranger

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Kann US Militarismus eigentlich auch witzig sein?
Ja,kann er.Zumindest wenn man sieht wie eine Atommacht eine unter Drogen stehende New Age Hippie-Spezialeinheit aufstellt,weil man der Meinung ist der politische Gegner hätte auf diesem Gebiet einen Erfahrungsvorsprung.
Eine Frage die dieser Film leider offen lässt: Sind die Ziegen eigentlich sowjetisch-kommunistisch oder doch eher islamistisch-terroristisch motiviert?
Den Film kann ich empfehlen und das hier auch:http://www.youtube.com/watch?v=AdIkTNnnBFo
So,ich geh dann mal in einen anderen Raum...Aua..more than a feeling.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

icebo3rg

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Das Schweigen der Ziegen

So seltsam der Titel klingt, ist auch die gezeigte Ausbildung eines U.S.-Army Kampftrupps zu einem streng geheimen 'Orden von Kampfmönchen' tatsächlich. Die Idee dahinter ist an sich recht intelligent, jedoch ist der Film als ein lächelndes Durch-den-Kakao-Ziehen des amerikanischen "Way of War" zu verstehen.

Eingangs wird durch die Einblendung "In dieser Geschichte steckt mehr Wahrheit, als man eigentlich denkt" suggeriert, dass die dargestellten Vorkommnisse real belegt sind. Trotzdem stellen sogleich die ersten Szenen dar, dass man nicht alles davon zu ernst nehmen sollte, obwohl Gedankenexperimente an Soldaten unter Konditionierung des Verstandes, entsprungen aus den Gedanken der amerikanischen Regierung, in der Vergangenheit traurige Wirklichkeit geworden ist.

Genauso stellt sich das Ganze auch dar. Im Schatten des kalten Krieges ist es für "Uncle Sam" selbstverständlich, wenn auch absurd, "Mütterchen Russland" in Sachen psychologischer Kriegsführung in nichts nachzustehen. Da bietet es sich praktischerweise an, dem neuen Denkansatz eines alternativen Armygenerals den nötigen Raum zu geben. Dieser beschäftigt sich, offensichtlich auch unter Einfluss bewusstseinserweiternder Drogen, mit verschiedenen Praktiken der New-Age-Bewegung und konzipiert daraus die "Bibel" des überentwickelten Gedankenkämpfers. Seine Ansätze finden Anklang und er wird beauftragt eine Gruppe junger Soldaten zu seiner persönlichen "New-Earth-Army" auszubilden. Basierend auf Selbstsuggestion werden psychologische Spione herangezüchtet, die mittels Fernwahrnehmung und anderer fragwürdiger Techniken als übermächtige Einsatzkräfte agieren sollen - gesteuert durch den unermüdlichen, zum Reflex mutierten, Willen alle Geschehnisse in dieses parapsychologische Raster einzufügen. Sie nennen sich "Jedi" und auch wenn man nicht so sattelfest im Star-Wars-Universum ist, kann man doch die gekonnten Parallelen und Verweise auf die legendäre Filmreihe gut nachvollziehen. Im Ergebnis sind die Probanden des Project-Jedi in der Lage, die Ansicht zu verteidigen: "Phantasie und Vorstellungskraft sind die größte Macht!".

So überspitzt sich diese Fakten auch anhören, versteht es der Film auch diese Gedanken amüsant ad absurdum zu führen. Größen der Schauspielwelt (Kevin Spacey, George Clooney, Jeff Bridges, Ewan McGregor) übertreffen sich hier gegenseitig und haben sichtlich Spaß daran, ihren bizarren Figuren Seele zu verleihen. Dabei bleibt vor allem gen Ende auch die ernste Note nicht auf der Strecke und somit stellt sich für den Zuschauer neben einer Reihe ungewöhnlicher Begebenheiten auch die kritische Botschaft am Militarismus und dem unwürdigen Umgang mit menschlichem Leben dar.

Fazit:
Nicht immer ganz rund und abgeschlossen in seiner Gedankenführung ist "Männer die auf Ziegen starren" eine bittere Satire der anderen Art, welche zum Teil etwas über das Ziel hinausschießt. Für Anhänger mainstreamlastigen Popcornkinos gibt es hier wenig zu holen, aber für die Kritisierung des Amerikanismus im Allgemeinen lohnt es sich einen intensiven Blick zu riskieren. Intelligente Inszenierung, in der ein ganzer Haufen Körnchen Wahrheit steckt.

Für Ziegen aber wahrscheinlich eher ungeeignet. 7,5/10

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

8martin

Kommentar löschen
Bewertung2.0Ärgerlich

Der skurrile Titel ist Programm. Dabei wäre ja durchaus die Möglichkeit gegeben, dass es ein total durchgeknallter Streifen hätte werden können. Ist es aber nicht. Das Script zwängt die Superstars in eine Handlung, die ein bisschen New Age, Esoterik pur und ein Versuch in Richtung M.A.S.H. ist. Die Handlung wurde auch noch durch Phänomene des Irakkriegs und der Hippies angereichert. Die Helden irrlichtern durch ein konfuses Sammelsurium von Situationen, die durchaus eine reale Basis haben und die werden auch so präsentiert und uns als echtes Leben verkauft. Alles wirkt etwas aufgesetzt. Jeff Bridges versteht sich und die Welt nicht, Clooney versucht verzweifelt mit Blicken einen Lacher zu provozieren und McGregor staunt unbedarft mit den Zuschauern um die Wette. Kevin Spacey ist bemüht einen coolen Charakter darzustellen. Insgesamt sind die Dialoge keineswegs witzig, eher peinlich.
So entwickelt sich ein leerer Hohlbau, in dem eigentlich nichts Greifbares existiert. Im Innern nichts und außen geschmacklose Pappkameraden. Das ist keine Parodie, weil alles zu vage und zu konfus ist. Es fehlt vor allem an echter Komik. Nur Superstars gibt’s genug. Vielleicht hatten die ja wenigstens ihren Spaß beim Dreh?! K.V.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Ener

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Was für kranker Stoff, wie es der Titel schon vermuten lässt. Manchmal sieht man nur sprachlos zu und fragt sich ob das Kunst oder doch Sondermüll ist. Zumindest ist er ziemlich unterhaltsam, eine Message transportiert er aber (zum Glück) meiner Meinung nach nicht, auch wenn das vielleicht ein Ziel war.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

KubrickCollector007

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Hatte mir auch zuerst die mäßigen Kritiken angeguckt und war am Ende des Films wirklich überrascht. Der Film hatte für mich eine sehr lustige Grundstory und war auch teilweise wirklich witzig. Das Problem war, dass der Film sich nicht für ein Genre entscheiden konnte und dann zwischen Satire, Komödie und Drama sprang. Die Schauspieler (vorallem Jeff Bridges) haben einen guten Job gemacht.
Den Film kann man sich wirklich einmal angucken

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

CHF

Kommentar löschen
Bewertung1.5Ärgerlich

So, jetzt machen wir mal eine richtig gemeine Satire. Alle krigen was hinter die Löffel, das böse US-Militär, der böse Irak-Krieg, die unmenschlichen Foltermethoden und die fiesen Sicherheitsleute. Die haben ja überhaupt keinen Anstand! Waren die denn noch nie zu Ostern auf einer deutschen Autobahnraststätte? Na wartet, denen werde ich Manieren einpfeifen. Ich habe mir richtig gute Leute bestellt, den George, den Jeff, den Ewan und den Kevin. So sind ja alle da, dann können wir gleich anfangen. Moment, ich hol' noch schnell das....oh nein...Bello... du hast das Drehbuch gefressen, alle 5 Seiten! Das darf doch nicht wahr sein, ganze 20 Minuten meines Lebens habe ich diesem Meisterwerk geopfert. Und was ist mit der Story? Jetzt lass den Dackelblick sein, du weisst schon, gestern nach dem Frühstück, als es so gestunken hat in der Bude und man den Weg vom WC in den Wohnbereich nur noch mit einer Gasmaske überlebt hat. Ja, genau die zwei Blätter bekritzeltes Klopapier.....

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

Rasmussen

Antwort löschen

So, jetzt schreib ich mal einen richtig gemeinen Kommentar, damit alle Leser sofort begreifen, wie toll ich mich ausdrücken kann. Welchen Film nehm ich denn? Ah ja, da gibt's doch diesen schrägen Film mit dem Dude in der Wüste und der Ziege und diesen paranomalen Scheiss und überhaupt ... Ja, der muss dafür herhalten. Jetzt muss ich mir nur noch einen halbwegs passenden kritischen Gedanken aus dem Grosshirn rubbeln ... oh, das ist gar nicht so einfach. Ach was solls, ich schreib jetzt mal einfach irgendwas ...
Nichts für Ungut, es gibt sicher einiges zu bemängeln an dem Film, aber der hatte mehr Story als z. B. sämtliche Fast and the Furious Filme zusammen. Ich gebe zu, das ist nicht schwer, aber immerhin ....


CHF

Antwort löschen

Und wieso jetzt Fast and the Furious?


Cayopei

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Esoterische Armeekomödie mit sehr gut aufgelegtem Ensemble. Für meinen Geschmack hätte der Film noch etwas mehr der absurden Jeff Bridges New Earth Army-Trainingsmomente vertragen können. Insgesamt unterhaltsam aber doch kein richtig großer Wurf.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

smartyx

Kommentar löschen
Bewertung4.5Uninteressant

... oder "Das Schweigen der Ziegen"

Der Cast ist schon mal super. Nur leider ist beim Rest noch viel Luft nach oben. Sicher, dem Zuschauer wird durchaus bewusst, dass er das nicht alles ernst nehmen darf. Und dennoch bleibt die Unsicherheit, was denn das Gesehene nun eigentlich darstellen soll. Satire? Vielleicht. Farce? Sicher. Komödie? Nicht unbedingt. Kriegsfilm? Keinesfalls.

Was der Titel verspricht macht neugierig, aber die Idee als Inspiration bleibt hinter ihren Möglichkeiten zurück und hinterlässt ein gemischtes Gefühl zwischen Begeisterung und Enttäuschung.
Begeisterung auf der einen Seite, so wunderbare Seitenhiebe und Querverweise entdecken zu können.
Enttäuschung auf der anderen Seite durch, mehr und vielleicht auch etwas anderes erwartet zu haben.

Nichtsdestotrotz muss man dem Film aber lassen, dass er durchaus dazu anregt, mehr als nur 2 Minuten darüber zu sinnieren. Aber vielleicht ist das schon mehr, als eigentlich beabsichtigt ist.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten


Fans dieses Films mögen auch