Mr. Nobody
Mr. Nobody (2009), CA/DE/FR/BE Laufzeit 139 Minuten, FSK 0, Drama, Fantasyfilm, Kinostart 08.07.2010
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von Jaco van Dormael, mit Jared Leto und Diane Kruger
Ein Junge steht auf einem Bahnsteig. Gleich wird der Zug losfahren. Die Mutter ist in den Zug eingestiegen, der Vater bleibt am Bahnhof zurück. Eine Trennung. Der Junge steht dazwischen. Für wen soll er sich entscheiden, bei wem will er lieber bleiben? Eine endlose Zahl verschiedener Möglichkeiten ergibt sich aus dieser Entscheidung. Aber so lange er sich nicht entschließt, kann ihm nichts passieren, so lange kann er noch nachdenken, wie seine Zukunft aussehen könnte. Drei Mädchen haben den Jungen bisher begleitet, alle drei interessieren ihn. Welche wäre die Richtige? Schon beginnen drei Liebesgeschichten, jede zeigt ein ganzes Leben voll glücklicher und trauriger Ereignisse: Anna ist die Ruhige, mit der ihn eine Liebe verbinden wird, die so heftig und wunderbar ist, dass er sie nie mehr vergisst. Die beiden werden getrennt, finden wieder zusammen und verlieren sich erneut, sein Leben lang sucht er nach ihr. Elise ist die immer irgendwie unglückliche, mit der er drei Kinder haben wird, trotz ihrer Unzufriedenheit. Sie gibt ihm den Auftrag, nach ihrem Tod ihre Asche auf dem Mars zu verstreuen, also tritt er die lange Reise ins Weltall an, ein Marstourist im Gefrierschlaf. Jeanne ist die Perfekte, mit der er Ehrgeiz und Langeweile teilen wird. Das Leben mit ihr ist luxuriös, eine Villa mit Pool, zwei Söhne, nur sein Herz ist nicht ganz dabei. Drei Varianten der Liebe werden das Leben des Jungen bestimmen – als alter Mann blickt er darauf zurück. Er weiß: Jedes einzelne dieser Leben verdiente es, gelebt zu werden.
Handlung: Ein Junge steht auf einem Bahnsteig. Gleich wird der Zug losfahren. Die Mutter ist in den Zug eingestiegen, der Vater bleibt am Bahnhof zurück. Eine Trennung. Der Junge steht dazwischen. Für wen soll er sich entscheiden, bei wem will er lieber bleiben? Eine endlose Zahl verschiedener Möglichkeiten ergibt sich aus dieser Entscheidung. Aber so lange er sich nicht entschließt, kann ihm nichts passieren, so lange kann er noch nachdenken, wie seine Zukunft aussehen könnte. Drei Mädchen haben den Jungen bisher begleitet, alle drei interessieren ihn.
Welche wäre die Richtige? Schon beginnen drei Liebesgeschichten, jede zeigt ein ganzes Leben voll glücklicher und trauriger Ereignisse: Anna ist die Ruhige, mit der ihn eine Liebe verbinden wird, die so heftig und wunderbar ist, dass er sie nie mehr vergisst. Die beiden werden getrennt, finden wieder zusammen und verlieren sich erneut, sein Leben lang sucht er nach ihr. Elise ist die immer irgendwie unglückliche, mit der er drei Kinder haben wird, trotz ihrer Unzufriedenheit. Sie gibt ihm den Auftrag, nach ihrem Tod ihre Asche auf dem Mars zu verstreuen, also tritt er die lange Reise ins Weltall an, ein Marstourist im Gefrierschlaf. Jeanne ist die Perfekte, mit der er Ehrgeiz und Langeweile teilen wird. Das Leben mit ihr ist luxuriös, eine Villa mit Pool, zwei Söhne, nur sein Herz ist nicht ganz dabei.
Drei Varianten der Liebe werden das Leben des Jungen bestimmen, als alter Mann blickt er darauf zurück. Er weiß: Jedes einzelne dieser Leben verdiente es, gelebt zu werden.
- DVD
Cast & Crew
-
Jaco van Dormael
-
Jared Leto
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Nemo Nobody
-
Diane Kruger
-
Linh Dan Pham
-
Sarah Polley
-
Toby Regbo
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Nemo (16)
-
Juno Temple
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Anna (15)
Regie
Schauspieler
-
Clare Stone
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Elise (15)
-
Thomas Byrne
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Nemo (9)
-
Audrey Giacomini
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jean (15)
-
Laura Brumagne
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Anna (9)
-
Daniel Mays
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Journalist
-
Michael Riley
-
Christophe Beaucarne
-
Jaco van Dormael
- Genre
- Romanze, Gegenwartsfantasy, Drama
- Zeit
- Gegenwart, Zukunft, Zukunft und Vergangenheit
- Ort
- Phantasien
- Handlung
- Alter Mann, Entscheidung, Entschuldigung, Erinnerung, Erste Liebe, Große Liebe, Jugendliebe, Kindheitserinnerung, Lebensplanung, Liebe, Mann-Frau-Beziehung, Marsmission, Partnerschaft, Rückblick, Sinn des Lebens, Sterblichkeit, Traumfrau, Unglückliche Liebe, Vorsehung, Vorstellungskraft, Wahre Liebe, Zeitsprung, Zuneigung
- Stimmung
- Geistreich, Verstörend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Mr. Nobody
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- Mr. Nobody: film-zeit.de
- Mr. Nobody: critic.de
- Mr. Nobody: cineclic.de














Kritiken (13) — Film: Mr. Nobody
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenIn seinem schwelgerischen Drama erzählt der belgische Regisseur und Drehbuchautor Jaco Van Dormael («Le huitième jour») von der Kraft des Zufalls, durch die sich der Pfad des Lebens dauernd im Bewegung befindet. Virtuos und leidenschaftlich beschreibt Van Dormael die unterschiedlichen Entwürfe, die durch diese unendlichen Möglichkeiten entstehen.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen„Mr. Nobody“ ist der existenzialistische Overkill, kräftige Rundumpenetration und gleichzeitig Massage für das Gehirn, die Königin aller „Was wäre wenn?“-Fragen, fast mehr eine spirituelle Erfahrung als ein Film. Ein großes Puzzle, dessen Ausmaß man sich erst nach und nach bewusst wird, das sich dann allmählich zusammensetzt, um schließlich doch wieder auf ewig in Einzelteilen herum zu schweben. Die abartige Mühe, mit der die vor Einfällen nur so sprühende Inszenierung komponiert wurde, zwingt einen in die Knie. Kein Grund, sich dagegen zu wehren; das ist die große Freiheit der Filmkunst, voll ausgekostet. Das Publikum hat das Bedürfnis, den Kreis sich schließen zu sehen, doch „Mr. Nobody“ muss das nicht und ist trotzdem ein Meisterwerk, denn so ist das Leben, so ist Philosophie. [...]
Kritik im Original 19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten
alanger 2011/01/22 00:55:54
Antwort löschenobwohl da auch irgendwas nicht so recht stimmt.
No.Name 2011/01/28 21:36:14
Antwort löschenIch gebe dir Recht alanger! Dieser Film lechzt danach dem Zuschauer den "Schluss des Kreises" förmlich in den Kopf zu kleben. Anfang und Ende passen einfach nicht und passen auch nicht zusammen. Je länger ich darüber nachdenke, desto schrecklicher finde ich diesen klebrigen, matschigen Film.
Moviefan21 2011/02/24 22:30:45
Antwort löschenwas ich nicht verstehe ist, warum so ein toller und tiefsinniger Film damals nicht für den Oscar nomminiert wurde.
Flibbo 2011/02/28 20:41:24
Antwort löschenDas sind leider reine Marketinggründe fürchte ich...
alanger 2011/02/28 20:56:12
Antwort löschen"Marketinggründe" für was?
nicht für den film.
Flibbo 2011/02/28 23:18:17
Antwort löschenHm? Ich antworte Moviefan21, dass „Mr. Nobody“ vermutlich einzig wegen einer fehlenden Marketingkampagne inklusive halbwegs günstiger Kinoauswertung bei den Oscars gänzlich ungeachtet blieb. Ich sehe gerade: Scheinbar kam er in den USA nie ins Kino, damit war er dann automatisch raus.
Alle 8 Antworten zeigen
alanger 2011/02/28 23:23:56
Antwort löschenuups sorry, wollte mich da nicht reindrängen.
LaVitaBellaAnna 2011/04/05 00:12:28
Antwort löschenKommentar von ganz oben: Du hast Recht Philipp. Gerade gesehen, herausragend. ;)
H.-U. Pönack: Deutschlandradio H.-U. Pönack: Deutschlandradio
Kommentar löschen"Das Leben ist voller Löcher, voll sinnloser Szenen und zufälliger Entscheidungen, und es bewegt sich unausweichlich auf den Tod zu. Das macht es so schön", erläutert Jaco van Dormael im Presseheft. Und hinterlässt einen rätselhaften, ironischen, angenehm intelligenten wie geistreich-surrealen Sinn- und Such-Film. Mit viel atmosphärischem Zeit- und intensivem farblichem Personen-Symbol-Geschmack wie Rot-Blau-Gelb-Weiß als virtuose visuelle Identitätsbeschreibung. (...) [Jared Leto] bietet eine grandiose Verwandlungsfähigkeit und packende Charaktertiefe. Eine vorzügliche Darstellung. In einem wunderbaren Erlebnis-Movie: "Mr. Nobody", das sind wir alle. Jeder von uns, wo und wie immer auch tickend.
Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Blade-Maiden 2010/09/13 12:43:05
Antwort löschenKlingt nach einem Film, den ich unbedingt sehen muss. Und das wird gleich erledigt :)
Khitos: Kälte Reich
Kommentar löschenWas soll man noch zu diesem Film sagen. Eine schier unglaubliche, verwirrende, komplizierte Geschichte wird erzählt, die am Ende eine umso einfachere Erklärung besitzt. Als störend empfand ich lediglich, dass es vielleicht sogar etwas zu lang geraten ist, wobei ich vollkommen verstehen kann, warum das so ist. Es wird einfach viel erzählt und es hätte bei weitem mehr erzählt werden können.
Mr. Nobody ist originell, erfrischend, je nach Sichtweise zu kurz oder zu lang geraten und auf jeden Fall interessant. Es regt zum Nachdenken über das eigene Leben an, besitzt die Kraft so viele identifizierbare Aspekte zu finden und dabei so weltfremd zu sein. Es erzählt vom Leben und spiegelt es auch gekonnt wider, in visueller, auditiver und erzählerischer Sicht. Wenn man die erste Hälfte des Films – oder darüber hinaus – nicht versteht, dann macht das auch nichts. Mr. Nobody unterhält auch so durch Witz, Charme und Ulk. Eines sollte jedenfalls sicher feststehen: Die Entscheidung diesen Film zu sehen.
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Maren Keller: spiegel-online Maren Keller: spiegel-online
Kommentar löschenRegisseur Jaco Van Dormael versucht gar nicht erst, einzelne Episoden als Erinnerungen oder Flash Forwards oder Gedankenspiele zu kennzeichnen. Alle stehen gleichberechtigt nebeneinander: als Möglichkeiten eines Lebens, die es alle verdient hätten, gelebt zu werden. Wahnsinn und Widersprüche fügen sich zu einer grandiosen Illustration des Gefühls innerer Zerrissenheit. [...] Sieben Jahre, sagt Van Dormael, habe er an dem Drehbuch geschrieben, jeden Tag von zehn Uhr morgens bis nachmittags um halb vier. In einem anderen möglichen Leben hätte er in diesen sieben Jahren vielleicht zwei oder drei oder mehr Filme aus dem Stoff gemacht. Das wäre gut gewesen, weil weniger anstrengend. Und weil er mehr Gedanken und Geschichten hätte auserzählen können. Andererseits wäre es auch schade gewesen. Denn Van Dormaels Werk ist zwar eine Zumutung, aber eine kluge und faszinierende Zumutung.
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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de
Kommentar löschenUnzählige imaginäre und reale Situationen sind gegeben, kunstvoll miteinander verschachtelt, ebenso faszinierend wie verwirrend. Eine Spielerei, aber auf beachtlichem Niveau. Dem Regisseur ist hier ein Kino-Opus-Magnum gelungen mit verblüffenden Schnittfolgen und Darstellern jeden Alters (Jared Leto, Diane Krüger, Rhys Ifans, Juno Temple, Toby Regbo – letzterer besonders gut), die ihre Sache bestens machen.
Was für ein filmischer Gegensatz zu zahllosen simplen und flachen TV-Spielchen!
Für echte Kinofans ein Genuss.
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G. H. Jekubzik: programmkino.de G. H. Jekubzik: programmkino.de
Kommentar löschen„Mr. Nobody“ berauscht, ja: überflutet mit der Bildgewalt seiner Welt und seiner Erzählraffinesse. Diese Welt erinnert mal an „12 Monkeys“, zitiert „2001“, verirrt sich scheinbar unwiderruflich in Parallelleben wie in Alejandro Amenábar „Abre los ojos“. Doch van Dormaels neuestes Meisterwerk begeistert nicht nur durch die Dichte der Idee und Bilder, durch einen eindrucksvollen Cast oder den ebenso leichten, wie treffenden Pop-Soundtrack. Nicht nur wegen seiner grandiosen Ausstattungsdetails wie den immer wechselnde Familien-Fotos und den technischen Spielereien wie der tatsächlich „fliegenden“ Kamera. „Mr. Nobody“ erzählt eine ganz große, bis zum letzten Moment mehr und mehr mitreißende Liebesgeschichte.
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Cristina Moles Kaupp: fluter Cristina Moles Kaupp: fluter
Kommentar löschenLeider giert hier jede Idee rastlos nach neuen Assoziation und Bildwerdung. Manche sind zweifellos so bestechend, dass man aus dem Staunen kaum herausfindet. Zunächst. Denn je länger Mr. Nobody in seinen Erinnerungen kramt, desto kruder wird der Film. Die Episoden verfransen und der intelligente Anspruch, mit dem Jaco Van Dormael sein Publikum zu packen versucht, entpuppt sich rasch als Effekthascherei. Vom spannenden Ansatz, über Zufälligkeiten im Leben und die Richtigkeit von Entscheidungen zu sinnieren, bleibt wenig haften. Allenfalls die Erinnerung an die eine oder andere fantastische Bildidee und ein gekonnt inszeniertes Surfen über alle Filmgenres.
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J4KOB 2012/01/14 22:44:59
Antwort löschenautsch
Karl Hafner: Der Tagesspiegel Karl Hafner: Der Tagesspiegel
Kommentar löschenVisuell ist Mr. Nobody extrem beeindruckend. Beinahe ein Wunder ist es jedoch, dass der Zuschauer bei all diesen Fragmenten, Verweisen, Assoziationen und Wendungen den Überblick behält, wobei das konkrete Verstehen gar nicht so wichtig ist. Der Film ist traurig und lustig, melancholisch und kitschig, enervierend und unterhaltend, nichts oder alles.
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P. Bühler: Berliner Zeitung P. Bühler: Berliner Zeitung
Kommentar löschenJedes Bild des Films glänzt als ästhetisches Wunderwerk; jeder Schnitt, jede musikalische Überleitung sitzt perfekt. Dass sich aus dem gedanklichen Chaos kein kohärentes Ganzes herausschält, wäre der falscheste Vorwurf. [...] Was diesem Film fehlt, ist nicht der Sinn, sondern eine Haltung. Pathetisch gesprochen fehlt ihm die Seele. "Mr. Nobody" bebildert ein todernstes Gedankenspiel um alles und nichts. Dass Nemo nie wirklich Mensch wird und bloße Abstraktion bleibt, taugt nicht mal als kalte Analyse. Und so hält man sich an die kleinen Glücksmomente, von denen es in diesem visuell so prachtvollen Film immerhin genügend gibt.
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Gebhard Hölzl : br-online Gebhard Hölzl : br-online
Kommentar löschen"Mr. Nobody" ist ein Film wie ein Abenteuerspielplatz, ein Imaginarium, wie es sich Terry Gilliam oder die Monty Pythons nicht verrückter hätten erträumen können. Genau da liegt aber auch die einzige Schwäche der Arbeit: Van Dormael will zu viel. Es fehlt trotz des hervorragend aufspielenden Jared Leto als Nemo das emotionale Zentrum, der Punkt, an dem der Zuschauer sich ausruhen und zur Besinnung kommen kann. Aber eins ist sicher: Langweilen wird sich hier niemand.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenFilme dreht Jaco van Dormael nur sporadisch, wenn er grade einmal nicht am Theater inszeniert. Doch wenn dann mal wieder ein filmisches Werk entsteht, heimst der belgische Regisseur damit regelmäßig in ganz Europa Preise ein. Nach „Toto, der Held“ und „Der achte Tag“ in den 1990ern kommt mit „Mr. Nobody“ nun erst van Dormaels dritter Film in die Kinos.
Seinem guten Ruf als ambitionierter Filmemacher, den er mit seinem neuen Werk einmal mehr eindrucksvoll untermauert, ist wohl auch die hochkarätige Besetzung zu verdanken, die er vor der Kamera versammelt hat. Neben dem US-Amerikaner Jared Leto („Alexander“) in der Hauptrolle, sind die Kanadierin Sarah Polley („Splice“), der Brite Rhys Ifans („Notting Hill“) sowie die Deutsche Diane Kruger zu sehen. Dass ihm all diese Talente zur Verfügung standen, dürfte auch dem Drehbuch zu verdanken sein, das van Dormael selbst verfasst hat. Darin beschäftigt er sich mit der Frage, ob unser Leben vom Zufall abhängt oder ob der Mensch selbst es planen kann?
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenIn „Mr. Nobody“ sind Wirklichkeit und Fantasie kaum zu trennen Dies wird besonders deutlich in der Mars-Episode, bei der Nemo als Weltraumtourist eine Reise zum Mars unternimmt, um dort die Asche seiner Frau aus einer Urne zu verstreuen, wie er es ihr in seiner Jugend versprochen hatte. Oder ist dies lediglich Teil eines Science-Fiction-Romans, den der 16-jährige Nemo auf einer alten Schreibmaschine tippt? Vielleicht war doch die in drei unterschiedlichen Varianten erzählte Lebensgeschichte lediglich die Fantasiewelt eines Neunjährigen, so der Greise selbst, der sich bei der Trennung seiner Eltern nicht für den einen oder den anderen entscheiden kann, und die unmögliche Wahl für die beiden Elternteile trifft.
Trotz der allzu deutlichen Zitate, die insbesondere in der Mars-Episode irritierend wirken, weil Jaco van Dormael eine mit Wong Kar-wais „2046“ verwandte Geschichte in ähnlichen Bildern erzählt und mit genau derselben Musik („Casta Diva“ aus Vincenzo Bellinis „Norma“) unterlegt, trotz eines überfrachteten Drehbuchs, das mühelos Stoff für gleich mehrere Spielfilme geliefert hätte, überzeugt „Mr. Nobody“ nicht nur durch seine betörenden Bilder und seine bestechende Kameraführung, seine hervorragende Ausstattung und eine immer adäquate Filmmusik, sondern auch durch seine Grundaussage von der entscheidenden Wirkung kleiner Entscheidungen im Laufe eines Lebens.
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Kommentare (145) — Film: Mr. Nobody
Kommentar schreibenhirnie 2012/02/03 16:36:06
Kommentar löschenDie Grundidee ist wirklich aller Achtung wert. Allerdings driftet mir der Film zu sehr ins Sci-Fi ab und besitzt auch deutlich wahrnehmabre Längen. Ich denke ohne die Szenen mit dem 118 Jahre alten Nemo und rund 1 h weniger Spielzeit hätte ich dem Film mindestens eine 8,5 zukommen lassen.
Die schauspielerische Leistung von Jared Leto hat mir über weite Strecken sehr gefallen und die philosphischen Einflüsse (Chaostheorie, Schmertterlingseffekt) ebenfalls.
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Kairesma 2012/01/31 13:18:09
Kommentar löschenMeine erste Begegnung mit Mr. Nobody war im Alter von 18 Jahren und schon damals zog der Film mich von Beginn an in seinen Bann.
Nicht nur Jared Leto’s Wandelbarkeit, die Genialität der eigentlichen Idee, die verschiedenen dargestellten philosophischen Aspekte, nein auch dieser wunderschöne und unaufhaltsame Sog, in den der Film einen zu ziehen vermag raubten mir den Atem.
Wie gern wäre ich als Kind Nemo Nobody gewesen, der allwissende Junge, der jede Konsequenz seiner Entscheidungen erst einmal leben kann und dann die scheinbar richtige Entscheidung treffen kann.
„Before he was unable to make a choice because he didn’t know what would happen. Now that he knows what will happen, he is unable to make a choice“
Vielleicht, weil ich die schwerwiegende und folgenschwere Entscheidung die Nemo am Bahnhof zu treffen hatte ebenfalls treffen musste und es oberflächlich mir damals so erschienen wäre, dass es doch zwingend ein Vorteil sei, zu wissen was mich je nachdem wie ich mich entscheide erwartet, hat der Film für mich eine ganz persönliche Bedeutung und hat meine Sicht auf das Leben grundlegend verändert.
Gibt es eine wirklich „richtige“ Entscheidung, ist es nicht entgegen der menschlichen Natur die Zukunft zu kennen oder regiert letztlich der Zufall oder das Schicksal das Leben?
Wie auch dem kleinen Jungen am Bahnhof klar wurde, dass es nicht so einfach ist ein vorbestimmtes Leben zu wählen, so dämmerte es auch mir, dass diese Macht ein Segen aber auch ein Fluch sein kann.
„Do not go where the path may lead, go instead where there is no path and leave a trail“ – Ralph Waldo Emerson
Damals hätte ich wahrscheinlich wie aus der Pistole geschossen diese Gabe angenommen, aber heute würde ich mich, nach reiflicher Überlegung, auch letzten Endes für einen unerschlossenen und unbekannten Weg entscheiden.
Mit kommenden Höhen und Tiefen und jeder Überraschung die das Leben zu bieten hat.
Die Art und Weise, wie diese großen und komplexen Fragen der Philosophie dargestellt werden ist meiner Meinung nach unvergleichlich.
Was ist schon Galileo oder ähnliche Formate gegen Jared Leto, als „Moderator“ einer immer wieder kehrenden Dokumentation über die philosophische Fragen des Lebens, die teilweise mehrfach betrachtet werden müssen um den Inhalt wirklich verstehen und interpretieren zu können.
Die unendliche Vielfalt an Möglichkeiten aber auch genialen Bildern, Metaphern und Sprüngen, die Jaco van Dormael so todsicher verwendet, um die schiere Unendlichkeit der möglichen Verhaltensweisen und deren Konsequenzen darzustellen, sind einfach phänomenal.
„You have to make the right choice. As long as you don’t choose, everything remains possible“
Dass nach diesem Maßstab gleich 3 “Leben” behandelt wurden, es dabei aber nie langweilig wird und man dennoch zu jeder Zeit alles versteht ist mehr als außergewöhnlich.
Trotz der Komplexität, der fehlenden Chronologie oder der häufigen Wechsel der Lebensstränge kann man jede einzelne Szene im Gesamtkontext nachvollziehen.
Ob die “Chaostheorie” oder den “Schmetterlingseffekt” Van Dormael gelingt es jegliche Fragen anschaulich darzustellen und zu einer eigenen, individuellen Interpretation zu animieren.
„I’ve got nothing to say to you. I’m Mr.Nobody, a man who doesnt exist“
Trotz Dormael’s absoluten Liebe zum Detail schwebt der Film zu jeder Zeit auf beruhigender Art und Weise über den Dingen und wirkt zu keiner Zeit zu aufgesetzt oder gekünstelt.
Jedes Detail scheint dabei jedoch genau ausgewählt zu sein, allein der Name Nemo der rückwärts betrachtet zum Wort „Omen“ wird , also Vorzeichen eines zukünftigen Ereignisses, ist genau eingesetzt.
Genau wie der eigentliche Name Nemo Nobody nicht mehr oder weniger ist als ein Pleonasmus ist, weil Vor- und Nachname schier dasselbe bedeuten.
Der Name ist nur einer von vielen Faktoren die zur Irrealität des Ganzen beitragen, die Schwebe in der sich der Film bewegt und die dauernde Frage, die man sich stellen muss, was jetzt wirklich real ist und was nur Imagination des Jungen am Bahnhofs geben dem ganzen Film etwas Mgisches und Undurchdringbares.
They say if you slow your breathing, time slows down. The Hindus say so.
Unter oben stehender Prämisse werde ich mir auch demnächst wieder gern den Film anschauen, nur um am Ende feststellen zu müssen, dass, egal wie langsam ich auch atme, er auch diesmal wieder viel zu schnell vorbei sein wird.
Der Film bietet aufgrund seiner Komplexität unzählige Ansatzpunkte, die es wert wären, analysiert zu werden, aber am Ende muss man ihn erleben, um meine Liebe zu ihm nachzuvollziehen zu können.
Ich denke, Mr. Nobody ist ein Beispiel dafür, warum Filme gemacht werden, er unterhält, lässt dich lachen und im nächsten Moment weinen und weiß darüber hinaus Wissen zu vermitteln.
Allein diese Kriterien treffen nicht auf allzu viele Filme der heutigen Zeit zu und dass es Mr. Nobody obendrein versteht, den Zuschauer zu grundlegenden Überlegungen des Lebens zu animieren machen ihn zu meinem Lieblingsfilm.
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geheimer333 2012/01/24 18:51:41
Kommentar löschenMr. Nobody
Nach einer sehr verfrühten, aber unbedingt notwendigen Zweitsichtung dieses Filmes versuche ich mich nun erneut an einem Kommentar, auch wenn er diesem Werk niemals gerecht wird.
Sicherlich es gibt viele Gründe diesen Film nicht zu mögen, dies kann darauf zurückzuführen sein, dass man mit den philosophischen Theorien (Schmetterlingseffekt, Chaostheorie etc.) nicht übereinstimmt. Außerdem können Logiklücken und ein möglicherweise zu offenes Ende stören, so dass man den Film auch mit viel interpretieren nicht bis in das letzte Detail versteht. Diese Logiklücken sind aber sehr selten und mit ein bisschen Nachdenken, sollte man den Film (spätestens bei der zweiten Sichtung) verstehen.
Die Handlung ist sehr wirr unwahrscheinlich, jedoch umso besser druchdacht.
Nemo Nobody ist 118 Jahre alt und der letzte Sterbliche auf der Erde. In Interviews über seine Vergangenheit erzählt er widersprüchliche Geschichten, was aber nicht auf sein fortgeschrittenes Alter zurückzuführen ist, er ist sich dessen völlig bewusst.
Er erzählt verschiedene Versionen seines Lebens, die sich nach den Entscheidungen die er trifft ändert.
Die Schlüsselszene und Grundentscheidung ist die zwischen Mutter und Vater, worauf der ganze Film aufbaut, dies wird dementsprechend grandios inszeniert.
In den drei Versionen von Nemo's Leben gibt es je ein Mädchen, welches bestimmend ist. An diesen Mädchen kann sich der Zuschauer orientieren welches das richtige Leben ist. Doch gibt es ein richtiges Leben?
"Es gibt kein Zurück. Deshalb ist es so schwer sich zu entscheiden.
Man muss die richtige Entscheidung treffen. Solange man sich nicht entscheidet, bleiben alle Möglichkeiten offen."
Wenn man immer die richtigen Entscheidungen trifft, ist es dann möglich ein so ideales Leben zu führen? Ein Leben ohne Enttäuschungen und Schicksalsschläge? Wenn man also in die Zukunft sehen könnte, könnte man alles schlechte verhindern? Doch kann durch etwas schlechtes nicht auch etwas gutes passieren? Ist gut und schlecht voneinander abhängig?
Solche und ähnliche Fragen stellt sich Mr Nobody.
Das was dieser Film aber am besten beherrscht ist zu berühren. Es wird eine Stimmung aufgebaut, mit der jeder noch so winzige Fehler neutralisiert wird. Selten zeigte ich so starke Reaktionen auf einen Film. Ich hatte Gänsehaut, habe gezittert, ja teilweise vergaß ich sogar zu atmen.
Genau deshalb liebe ich diesen Film. Ich habe dieses gewisse etwas gefühlt, was man nur bei sehr wenigen Filmen fühlt. Dieses unbeschreibliche Gefühl, welches einen Film zu einem Lieblingsfilm macht.
15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
alex023 2012/01/24 19:09:44
Antwort löschenDie letzten drei Zeilen sind die perfekte Umschreibung eines Lieblingsfilms. :)
Alle 3 Antworten zeigen
geheimer333 2012/01/24 19:13:35
Antwort löschenWusste dir gefällt das ^^
geheimer333 2012/01/24 22:15:15
Antwort löschenhttp://www.youtube.com/watch?v=QZO6jyWzJkg
Oskarius 2012/01/21 19:56:35
Kommentar löschenBei der Bewertung dieses Filmes stehe ich vor einer so schwierigen Entscheidung, dass ich gezwungen bin zwei verschiedene Versionen des Films gedanklich zu kreieren: Einerseits erschaffe ich mir die Realität, in der dieser Film auf einem geradezu lächerlichen Drehbuch basiert, deren Charaktere so unglaubwürdig und idiotisch sind, dass ich sogar bezweifeln würde, dass mein Name Oskar ist, wenn sie es behaupteten.
Andererseits gibt es da ein zweites Konstrukt, in dem dieser Film eine Geschichte erzählt, die uns auf höchstem Niveau ein existenzialistisches Problem näherbringt oder uns ganz einfach umhaut!
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Diggler27 2012/01/17 22:56:34
Kommentar löschenEin wirklich toller Film mit verwirrenden Realitäts- und Zeitsprüngen, die aufgrund ihrer puzzleartigen Struktur eine ungeheure Faszination ausüben. Gerade optisch ist der Film zeitweise ein atemloses Sammelsurium großartiger Ideen, das berührt, fasziniert und zum Nachdenken anregt. Wunderschön, klug und von Jared Leto wirklich phänomenal gespielt (von Sarah Polley im übrigen auch); nicht zu Unrecht darf sich "Mr. Nobody" als einer meiner Lieblingsfilme bezeichnen.
Ein bischen Kritik gibt es trotzdem:
1. Warum engagiert irgendjemand Diane Kruger? Und warum muss sich diese, sagen wir mal euphemistisch "Schauspielerin" immer selbst synchronisieren?
2. Der Mittelteil mit seiner nicht enden wollenden Liebesgeschichte zieht sich doch arg, dafür werden die unzähligen schlauen Ideen viel zu schnell abgehandelt obwohl sie sich für viel tiefergehende Gedankenspiele anbieten würden (hier ein bischen Platon, da mal kurz die String-Theorie angerissen, noch ein bischen Molekularbiologie, gemixt mit Zeitreisetheorien...)
3. Das Ende finde ich an sich toll, aber die Art, wie die Geschichte um den 108-jährigen Nemo "aufgelöst" wird, fand ich doch sehr billig. Fällt aber zugegebenermaßen nicht wesentlich ins Gewicht und ist zumindest ganz nett bebildert.
Trotzdem ein schöner, streckenweiser hochinteressanter Film mit verwirrend-faszinierender Erzählweise, tollen Darstellern und origineller Inszenierung.
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Elpawo 2012/01/30 18:03:23
Antwort löschen118 ist der Zukunfts-Nemo
Diggler27 2012/01/30 18:18:15
Antwort löschen...das war natürlich nur ein Test; also gut aufgepasst! ;-)
Ichundso 2012/01/17 01:33:13
Kommentar löschen"Was ist das denn? Der gescheiterte Versuch eines talentfreien Werbefilmers, sich selbst einen zu blasen?"
- spanky
Mission: Mein zweiter Versuch, den größten Moviepilot-Hype seit Erfindung der Büroklammer nachzuvollziehen.
Ausrüstung: - "Mr. Nobody"
- Ungesundes Essen für 140 Minuten.
- Geduld. (Dachte ich.)
Forschungsobjekt: Ein Trailer. Ein Trailer für einen Film, den ich sehr gerne gesehen hätte. Aber der Unterschied ist, das man sich durchaus mal einen Film für 140 Minuten angucken kann, ein Trailer sollte aber spätestens nach drei oder vier Minuten vorbei sein. Nicht so Mr. Nobody. Dieser Trailer dauert 140 Minuten und will 139 Minuten lang nicht enden. Wir sehen und hören all die klassischen Trailerelemente: Eingängige Popmusik zu schnell geschnittenen Kamerafahrten und Slow Motion-Sequenzen. Jemand sagt: "Hast du schonmal vom Schmetterlingseffekt gehört?" und passenderweise sieht man währenddessen einen Schmetterling über eine Wiese fliegen. Klar, das werden sie so hingeschnitten haben, damit es passt, schließlich ist die Sache mit dem Schmetterlingseffekt als Aufhänger nicht gerade neu, aber im fertigen Film werden sie sich für die Szene sicher mehr Zeit genommen haben, auch mal für ein paar Minuten nur ein ruhiges Gespräch zu zeigen, damit man sich auf die Charaktere konzentrieren kann.
Insofern ist es auch nicht schlimm, dass Mr. Nobody nie zur Ruhe kommt, sich nie Zeit für etwas nimmt und diese ganzen vielen vielen Themen von groß angelegter Mediensatire und Zukunftsvision bis hin zu den gigantischen Fragen des Lebens und Sterbens, Entscheidungen und wie sie alles beeinflussen, sowie den Wunsch nach einer eigenen Identität irgendwie streift, aber am Ende doch nichts davon ist, sondern nur ein hübsch anzusehendes Nichts, ein Luftballon, der so stark aufgeblasen wurde, bis er platzte und nichts mehr übrig blieb bis auf einen großen Knall und ein gefärbtes verschrumpeltes Etwas, das man vor einem anderen Film im Kino sieht und denkt: "Hmm. Könnte ganz interessant sein. Nur musste das unbedingt für 140 Minuten gehen?
7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Elpawo 2012/01/30 18:06:49
Antwort löschenGanz eindeutig den Film nicht verstanden.
Z.B.: "Der Wunsch nach einer eigenen Ifentität". Du scheinst deinen Fokus auf den alten Nemo gelegt zu haben.
Vielleicht solltest du dir den Film ein weiteres Mal zu Gemüte führen, um ihn zu verstehen.
Ichundso 2012/01/30 21:51:04
Antwort löschenDas war schon das zweite Mal. Ein drittes Mal gibt es nur mit Bezahlung.
JayBe 2012/01/14 11:27:39
Kommentar löschenZuerst hatte ich keine großen Erwartungen an den Film. Ich dachte erst, es sei ein billiger Abklatsch von "Butterfly Effekt". Aber nein, er war sogar noch besser. Bei diesem Film muss man seine grauen Hirnzellen mal anstrengen um überhaupt den Sinn des Filmes zu verstehen. Also nichts für Leute die nicht gerne nachdenken.
Allerdings habe ich den Film beim ersten mal auch nicht so recht verstanden. Erst beim zweiten mal wurde mir alles klar.
*spoiler*
Seine Eltern trennten sich und er wog alle Entscheidungen ab die er hatte. So entstanden seine drei Leben. In Wahrheit hat er sie garnicht gelebt sondern es hat sich alles nur im Kopf des kleinen 9 Jährigen Jungen abgespielt und zum Schluss hat er dann einfach den ganz anderen Weg gewählt.
*spoiler ende*
Man macht sich oft Gedanken darüber, wie es hätte werden können, wenn man alles anders gemacht hätte. Aber im Film meint er ja auch, dass alle drei verschiedenen Perspektiven seines Lebens seine Höhen und Tiefen hatte, aber jedes der Leben hat sich gelohnt zu leben.
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alex023 2012/01/11 22:16:23
Kommentar löschen„Ich weiß nicht einmal mehr, ob ich überhaupt noch lebe.“
„Where is my mind?“ - das fragen „The Pixies“ mit ihrem schon aus „Fight Club“ bekannten Song an einer Stelle des Films. Ich habe mich das ebenfalls gefragt, während des Films, am Ende des Films und auch gerade in diesem Moment.
Was soll ich schon groß zu diesem Film sagen? Er ist unglaublich bildgewaltig, philosophisch und einfach großartig. Der Funke ist hier absolut übergesprungen und soweit ich den Film interpretiert habe, ist er für mich schlicht ein Meisterwerk. Eine unterschätzte Filmperle, die wohl nichts für jedermann ist. Man muss sich schon darauf einlassen können. Ich konnte es und wurde absolut umgehauen. „Geflasht“ nennt man das auf Neu-Deutsch. Und wie „geflasht“ ich war, nicht nur gegen Ende hin, sondern schon nach wenigen Minuten. Die ganzen verschiedenen Gedankengänge, das Gehirn ratterte, um endlich zu verstehen, was da auf dem Fernseher vor sich ging. Die Bilder waren zu gewaltig, um sie ganz erfassen zu können.
MR. NOBODY ist in seiner Gesamtheit viel zu groß, viel zu gewaltig, als dass man ihn komplett verstehen und erfassen könnte. Ich weiß nur, dass ich die ganze Zeit über still da saß und mich nicht gerührt habe. Ganze 139 Minuten lang. Hundertneununddreißig!
Insgesamt gesehen handelt „Mr. Nobody“ also von der Schwierigkeit, sich zu entscheiden - vor allem wenn man vermag, die Auswirkungen jeder Entscheidung vorrauszusehen. Doch er ist weitaus mehr, ein philosophisches Wunderwerk der Neuzeit und schlichtweg einer der besten Filme aller Zeiten!
„Es gibt kein Zurück. Deshalb ist es so schwer sich zu entscheiden. Man muss die richtige Entscheidung treffen. Solange man sich nicht entscheidet, bleiben alle Möglichkeiten offen.“
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geheimer333 2012/01/11 22:18:14
Antwort löschenOH YEAH!
hoffman587 2012/01/11 23:16:29
Antwort löschenDa hatte ich wohl mal wieder recht. War mir doch schon fast klar.^^
alex023 2012/01/12 06:52:54
Antwort löschenWo hast du das vorhergesagt? Gar nicht.
Broda 2012/01/12 13:58:24
Antwort löschenVöllig richtig, Alex. :)
alex023 2012/01/12 16:11:52
Antwort löschen@Broda: Danke. :)
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hoffman587 2012/01/12 19:24:09
Antwort löschenDass du den mögen wirst. ;-)
alex023 2012/01/12 22:38:22
Antwort löschenJaaaaa mögen, das geht von 7 Punkten an los, Kollege. Aber lieben? Das konntest nicht mal du vorraussagen.
donzel 2012/01/08 14:17:18
Kommentar löschenDer Film will Butterfly Effect für intelligente Menschen sein.
Das klappt zwar in weiten Teilen ganz gut, auf Dauer nerven diese ganzen
Melodramatischen Zeitlupensequenzen jedoch.
Der Film ist aber auf jedenfall ziemlich gut gemacht, hat tolle Bilder und besonders die Szenen aus der Wissenschaftssendung haben mir sehr gut gefallen.
Der Film hat mich jedoch nicht wirklich gepackt und auch der Hauptcharakter (gut gespielt von Jared Leto) konnte meine Sympathie nicht so richtig gewinnen.
Mit ein wenig mehr Story und einer etwas lineareren, strafferen Handlung hätte er mir deutlich besser gefallen.
Trotzdem hat er es geschafft mich zum nachdenken zu bringen, da mich die Thematik (Entscheidungen und ihre Auswirkungen auf die Zukunft) schon seit längerem beschäftigt.
Deshalb auf jedenfall ein sehenswerter Film.
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toffifee 2012/01/06 09:04:48
Kommentar löschen"Es gibt kein Zurück. Deshalb ist es so schwer sich zu entscheiden.
Man muss die richtige Entscheidung treffen. Solange man sich nicht entscheidet, bleiben alle Möglichkeiten offen."
Beim Schach heißt es Zugzwang, nicht zu wissen wie man sich entscheiden soll aber sich doch entscheiden zu müssen.
Der Film regt zum nachdenken an und macht deutlich, wie sehr die kleinsten Zufälle das Leben gravierend ändern können und es egal ist welche Entscheidungen man trifft, es kann gute sowie auch schlechte Zeiten geben. Es gibt keinen Menschen dem nur gutes bzw. schlechtes wiederfährt.
Trotzdem gibt es von mir nur eine "9" da man noch ein wenig mehr aus der Idee hätte rausholen können.
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milenabecker 2011/12/31 17:07:45
Kommentar löschenich verstehe bei dem film nicht ganz zu welchem möglichen leben der teil gehört wo nemo als erwachsener mann in einer 'karierten welt' durch die gegend läuft und sich das video von seinem alten ich anguckt.kann mir da jemand helfen? :)
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KonTaicho 2011/12/30 23:32:43
Kommentar löschenGenial.
Meiner Meinung nach deutlich besser und spannender als "The tree of life", bei dessen erster halben Stunde ich (ja, nennt mich Benause), fast eingeschlafen wäre, der sich aber natürlich auch zu einem wunderbaren Film entwickelte.
Es steckt so viel in "Mr. Nobody", dass der unaufmerksame oder uninteressierte Zuschauer leicht dazu geneigt scheint, ihn als diffus und langweilig abzustempeln. Er ist weder das eine, noch das andere.
Es ist so ein Film, den man erst einmal sacken lassen muss, noch einmal überdenken muss. Alles, vor allem der Schluss, ist mir jetzt direkt nach meiner ersten Sichtung, noch nicht klar, aber vielleicht wache ich heute nacht auf, und habe eine plötzliche Eingebung. Oder aber, vielleicht gehe ich heute gar nicht mehr schlafen. Vielleicht gehe ich noch auf ne Party und treffe die Frau meines Lebens; oder ich werde auf dem Weg dorthin von einem Laster überfahren. Vielleicht zue ich aber auch einfach nichts der gleichen und hoffe, dass mir jemand die Entscheidung abnimmt.
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mundafinga 2011/12/28 13:51:33
Kommentar löschenVerspielt, faszinierend, ein bisschen verrückt, verwirrend, romantisch...
Und alles dreht sich um das "Was wäre wenn...?".
Ich liebe solche Spielereien. Nur das Ende ist - wie schon mehrmals hier erwähnt - ein klein wenig enttäuschend. Trotzdem gibt's 8,5 von mir.
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arues 2011/12/25 06:29:23
Kommentar löschenMr. Nobody ist der letzte sterbliche Mensch auf Erden. In der Zukunft ist das Sterben nicht mehr notwendig für die Menschheit. Man hat ein Mittel dagegen gefunden. Natürlich weckt Mr. Nobody, als aussterbendes Exemplar, im wahrsten Sinne des Wortes, Begehrlichkeiten, was das öffentliche Interesse angeht. So versucht man die Lebensgeschichte, des letzten Sterblichen, festzuhalten. Das Problem: er kann sich nicht genau erinnern! Obwohl... das stimmt nicht so ganz! Er erinnert sich, nur erinnert er sich nicht an ein Leben, sondern an alle Möglichkeiten, die ein Leben so bieten kann, die guten und die schlechten.
Unser aller Leben, und als ultimatives Beispiel, das von Mr. Nobody, wird geprägt von Entscheidungen. Die Eltern trennen sich, für welchen Elternteil entscheidest du dich? Die Frauen in deinem Leben, welche nimmst du zu Deiner, etc...? All diese Entscheidungen und viele weitere kleinere sind prägend, und all diese wohnen in Mr. Nobodys Erinnerungen. Diese vielen Möglichkeiten, wie ein Leben sein kann, oder auch nicht. In seinen Erinnerungen scheint unser Protagonist über Zeit und Raum erhaben zu sein. Und das schon immer, als führte er ein multiples Leben, seit jeher.
Mr. Nobody ist ein tiefsinniger Film, der einem über das eigene Leben und seine Möglichkeiten, und die vielen kleinen Entscheidungen, die man tätigt, nachdenken lässt, und doch so viel mehr. Dimensionen vermischen sich. Zeit ist keine feste Größe. Was wäre wenn, was wäre, wenn nicht... Stell dir vor, du könntest mit dir selbst reden. Mit einer “Möglichkeit“ von dir, aus der Vergangenheit, um um dein Schicksal zu verhandeln. Wenn Zeit und Raum keine Rolle spielen, warum nicht... Kannst du dir vorstellen wie viele Gegebenheiten zutreffen mussten, damit du diesen Text lesen kannst? Das alles wird in diesem Film thematisiert.
Die Inszenierung ist, dem belgischen Regisseur Jaco Van Dormael, sehr gut gelungen. Nahezu perfekt, möchte ich sagen. Genauso, wie die musikalische Untermalung.
Allerdings merkt man zeitweise die Abstriche, die der Film macht, um den kommerziell orientierten Zuschauer bei Laune zu halten. Dies kommt vor allem in dem, in der Zukunft erzählten, Strang zum Tragen. Das vergisst man aber im weiteren Verlauf sehr schnell, da die Emotionen, die der Film einem bietet, echt wirken, wenn man sich darauf einlässt. Und trotz der Abstriche an den Kommerz, versprüht der Film mehr, als nur einen Hauch an Genialität!
Fazit: Mr. Nobody ist ein innovativer Film, der einen verzaubert. Melancholisch, magisch, allumfassend, voller Romantik und Genialität. Man fühlt sich an das eigene Leben erinnert, an die vielen kleinen Geschichten, die es schreibt, und auch an die Möglichkeiten, die es einem Geboten hat, ob man sie wahrgenommen hat, oder nicht... Und am Ende des Films gibt es einen knall und man muss sich überlegen, ob die wichtigen Entscheidungen nicht doch erst bevorstehen, denn... ach seht selbst!
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änna_banana 2012/01/10 20:23:20
Antwort löschenerstens: schöner kommentar. zweitens: du scheinst ja einen durchblick zu haben was den film angeht und ich hatte bis fast zum schluss das gefühl ich hätte ihn auch. ich habe aber nicht verstanden, warum sich zum schluss die zeit rückwärts gedreht hat und alle so fröhlich waren. weisst du warum?
Elpawo 2012/01/30 18:51:44
Antwort löschenFür mich drückt sich das darin aus, dass der alte weiss, dass er ein Konstrukt der Fantasie des Jungen ist und dieser nun seine Gedanken ordnet und alles revidiert (revidere = zurücksehen).
Daher auch die Freude, dass doch nicht alles so kommt, wie es der alte erlebt hätte, da sich der Junge ja für weder-noch am Bahnhof entscheidet.
Dies ist nur meine Interpretation. Andere mögen diese bestätigen oder kritisieren und sind dazu herzlich aufgerufen.
LynchFan1706 2011/12/23 14:56:12
Kommentar löschenFür mich hat dieser Film eine tröstliche Wirkung... Wie oft im Leben hat man sich schon gefragt, ob die Entscheidung, die man gerade getroffen hat, die richtige war oder man eine Entscheidung im Nachhinein bereut hat, weil es anscheinend die falsche war und wenn man anders entschieden hätte alles wahrscheinlich besser ausgegangen wäre?! Der Film zeigt mir, dass egal, welche Entscheidung man trifft, die Auswirkungen nie berechnet oder erfassst werden können... Mehrere Leben parallel gesehen und jede Wahl hatte Auswirkungen im späteren Leben, die man so nie erahnt hätte... Drei Varianten eines gelebten Lebens und alle drei hatten Höhen und Tiefen, aber alle drei waren das wahre, einzige Leben... Es gab keine bessere oder schlechtere Entscheidung, jede war auf ihre Art die richtige... Das Wichtigste ist, eine Entscheidung zu treffen hinter der man steht und die Konsequenzen zu tragen und dann das beste daraus zu machen... Einzig wenn man vor einer wichtigen Entscheidung steht, wenn man die Wahl hat, fühlt man dieses schwebende, erhabene Gefühl, sein Leben, sein Schicksal in der Hand zu haben... Eine schöne Quintessenz aus einem wunderschön gefilmten Werk, das mir mit seinen 140 min. auch nicht eine Minute zu lang erschien... Kürzer hätte es sicher auch funktioniert... nicht ganz so Hollywood poliert mit dieser aufgerüschten Zukunftsversion sicher auch... Über die vordergründige, manchmal aufdringliche Philosophie könnte man auch streiten, aber gestört hat es das Gesamtpaket für mich nicht...
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based_god 2011/12/22 16:56:44
Kommentar löschenOptisch eine Wucht und philosophisch sehr interessant.
Was als "Forrest Gump" beginnt, wird immer mehr zu einer komplexen Story mit verschiedenen Handlungssträngen und endet in Reizüberflutung. Je nach Interpretation wird man den Film verschieden gut finden. Für Action-Sci-Fi-Fans wird dieser Film eine Enttäuschung sein.
Von der Machart her ist der Film sehr gut. Die Schauspieler zeigen grossartige Leistungen und auch die Musik wirkt sehr schön gewählt.
Ein sehr guter Film! Muss man gesehen haben.
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J4KOB 2011/12/22 17:22:21
Antwort löschenMuss man wirklich gesehen haben. Wird allerdings oft missinterpretiert, unterschätzt und schlechtgeredet und ist deshalb auch leider in der Versenkung verschwunden.
_Garfield 2011/12/21 19:05:38
Kommentar löschenEs fällt schwer bei einem Film wie „Mr. Nobody“ auch objektive Aspekte in die Bewertung mit einzubeziehen. Zuviel hängt von der Interpretation des soeben Gesehenen ab, davon ob man einen roten Faden erkannt oder besondere Erkenntnisse gewonnen hat. Seit jeher haben es Filme schwer, die nicht über eine stringente Narrative verfügen, den Zuschauer nicht an die Hand nehmen und ihm möglichst viele Fixpunkte bieten, an denen er sich zu orientieren weiß. Auch Dormael verzichtet auf eine konventionelle Einleitung und überlässt den Zuschauer früh sich selbst und dem, was er soeben zu sehen glaubt. Problematisch ist dies in diesem Fall nicht, denn hat man erst einmal die ersten Minuten überstanden, erübrigt sich schnell jedwede Fragerei nach dem Inhalt, zu sehr ist man mit der bildgewaltigen Optik und der damit einhergehenden Reizüberflutung beschäftigt. Der Entwurf der Zukunft ist geprägt von kalter Unnahbarkeit und klinischer Sterilität. Zumeist sind die Räume weites gehend leer und in hellen Farben gehalten, während der Hintergrund eine ebenso distanzierte wie fortschrittliche Zivilisation präsentiert, deren akzentlose Fassaden den blauen Himmel widerspiegeln. Wissenschaftliche Erörterungen werden in Form kleiner Aufklärungs-Sequenzen durchgeführt und entsprechen auch in ihrer nicht vorhandenen Emphase in etwa der des ganzen Filmes. Denn wo „Mr. Nobody“ bei der wissenschaftlich-philosophischen Auf- und Bearbeitung alles richtig macht, scheitert er einmal mehr auf der emotionalen Ebene und schafft es selten tatsächlich zu berühren. Leto's Figur bleibt trotz der ausführlichen Erzählung der Lebensgeschichte eine Kunstfigur, eine Skizze, die selten bewegt oder Emotionen weckt. Denn wenn Dormael seine philosophischen Exkurse und Gedankenspiele mit Beispielen aus dem Alltag oder wissenschaftlichen Fakten belegt, wie beim Versuch das Gefühl des Verliebt-Seins mit chemischen Reaktionen zu erklären, dann beeindruckt das womöglich aufgrund der gründlichen Recherche, berührt aber nicht und lässt eine tiefer-gehende Bindung zu den Charakteren und somit zum Geschehen nicht zu. „Mr. Nobody“ ist ein Film im Dienste seiner ohne Frage berauschenden Ästhetik und immer passenden Bildsprache, der am Ende jedoch sehr unter jener Distanz zu leiden hat, die das gesamte Geschehen fortwährend begleitet, Emotionen bereits im Keim erstickt und akribischer Obduktion den Vorrang lässt vor Charakteren, die interessieren, berühren und einem über den Abspann hinaus begleiten. Schade ist das gerade im Anbetracht des eigentlich sehr begabten Jared Leto und dem durchaus interessanten Konzept, eine Thematik wie diese in solch wissenschaftlichem Maße zu sezieren und beispielhaft herzuleiten. Was bleibt ist ein optisch überzeugender, solide gespielter philosophischer Exkurs über das Leben einer uninteressanten Hauptfigur, der selten sein durchaus vorhandenes Potenzial auszuschöpfen weiß.
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Punsha 2011/12/21 19:12:35
Antwort löschenSehr beeindruckend geschrieben, gefällt mir. :)
Aber ich empfand besonders die emotionale Ebene als eine Stärke des Films. Naja, so verschieden kann man die Dinge aufnehmen... ;)
Jenny von T 2011/12/21 19:30:03
Antwort löschenAlso mich hat selten ein Film so berührt wie dieser - wie unterschiedlich doch Kunst auf Menschen wirken kann.
_Garfield 2011/12/22 18:27:03
Antwort löschenVielen Dank. Vielleicht ändert sich meine Meinung, wenn mein cineastisches Gespür etwas gereift ist, vielleicht aber auch nicht.
arues 2011/12/25 06:57:33
Antwort löschenIch muss ebenfalls zugeben, dass der Text sehr gut geschrieben ist! Das Niveau, dass du hier rhetorisch erreichst, ist, für eine User Kritik, genauso überragend, wie der Film es für mich ist.
Man kann den Film sezieren, und dann kommt diese Wertung heraus, aber... wenn man die Essenz des Films erkennt, und diese einen anspricht, auf philosophischer Ebene, Kann man ebenso eines der größten Kunststücke des Kinos unserer Zeit erleben.
_Garfield 2011/12/25 12:59:16
Antwort löschenErst einmal vielen Dank für das Lob! Ich denke jedoch nicht einmal, dass der Grund für meine vergleichsweise niedrige Wertung, der war, dass ich an den Film im besonderen Maße "kritisch" herangegangen bin. Er hat mich einfach nicht in seinen Bann gezogen oder mich in irgendeiner Weise emotional erreicht. Das ist nicht schlimm und ich spreche ihm gewisse Qualitäten auch gar nicht ab, aber letztendlich hat er bei mir nicht funktioniert...
_Garfield 2011/12/25 13:03:41
Antwort löschenNachtrag: Ich denke übrigens nicht, dass man, nur weil man bei MP als Kritiker geführt wird, rhetorisch den Usern überlegen ist, ich schätze sogar viele User-Meinungen in Form von Kritiken mehr als die von Kritikern verfassten Rezensionen.
alex023 2012/01/11 21:50:32
Antwort löschenWunderbar geschrieben! Auch wenn ich, wie andere, anderer Meinung bin.
_Garfield 2012/01/12 16:57:52
Antwort löschenDanke. Andere Meinungen lese ich sowieso immer gern.
arues 2012/01/12 17:03:07
Antwort löschenWenn man im besonderen Maße kritisch, wie du ja schreibst, an einen Film heran geht, fehlt einem manchmal die Unbedarftheit. Da muss man aufpassen, dass man sich nicht selbst was versaut. Ich finde es übrigens nicht schlimm, das Letos Figuren nicht wirklich greifbar sind, nur skizziert werden. So bleiben sie eher Beispiel Figuren, wie ein Leben verlaufen kann, als das sie die Aussage des Films in den Hintergrund rücken.
_Garfield 2012/01/12 19:59:53
Antwort löschenIch verstehe was du meinst und das ist in der Tat ein möglicher Interpretationsansatz bzw. Standpunkt den Film und die Figuren zu sehen. Ich denke übrigens nicht, dass ich mir irgendwas kaputt mache, wenn ich an Filme manchmal etwas kritischer herangehe, zumal es da sehr viel schlimmere Beispiele gibt (Ich gebe auch "Hitch" ohne schlechtes Gewissen 7 Punkte, einfach weil ich etwas mit diesem Film verbinde, fernab aller filmischer Unzulänglichkeiten.)
"Mr. Nobody" hat mir Spaß gemacht und ich verstehe was andere in diesem Film sehen, nur habe ich das nicht gesehen bzw. gefühlt.
alex023 2012/01/12 20:54:26
Antwort löschen@_garfield: dann kannste ja mal meinen kommentar durchstöbern, wenn du möchtest. :)
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_Garfield 2012/01/12 20:58:37
Antwort löschenHab' ich doch schon längst ;).
arues 2012/01/12 22:50:30
Antwort löschenWenn du Hitch höher bewertest, kann man Grundsätzlich über persönliche Faktoren zur Filmbewertung diskutieren. Aber gut, du hast in Mr. Nobody nicht das gesehen, was ich gesehen habe. Es wäre auch irgendwie komisch, wenn der Film jedem gefallen würde (was bei Drive, als Gegenbeispiel, anscheinend der Fall ist).
CJ1203 2011/12/10 18:16:15
Kommentar löschenUm es mit Goethe zu sagen:
"Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor"
Irgendwie ist es gut, nicht zu wissen, was die vermeintliche Zukunft bringt!
Aber leichter macht's die Entscheidung, welchen Weg man einschlagen soll, nicht ;)
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Andy Dufresne 2011/11/30 16:37:02
Kommentar löschenNenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind; wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat.
Marie von Ebner-Eschenbach
Ein unglaublich guter Film,wie eine explodierende Wundertüte,wie die Büchse der Pandora der Filmkunst in jeglicher Hinsicht.
In diesem Film stecken Geschichten,Perspektiven und Ideen für mindestens 10 Filme.
Dieser Film macht das ganz große Phantasiefass auf und ein riesiger Schwall aus Gedanken,Wünschen,Möglichkeiten,Träumen,Träumereien,Science-Fiction,Drama,absoluten Topschauspielern (sogar Diane Krüger nervt nicht,welch ein Film hat dies je geschafft?),mit dem besten Soundtrack aller Zeiten und einem Regisseur mit einem definitiven Ausnahmetalent ergießen sich bunt,nachdenklich,ja sogar philosophisch über den geneigten Zuschauer....
Und geneigt muss man sein, sonst kann man mit diesem Film wahrscheinlich garnichts anfangen.
Vom Thema, der Klasse und wohl auch von der Ambivalenz der Zuschauerreaktionen her steht der Film für mich in einer Reihe mit "The Tree of Life".
Etwas besseres KANN ich über einen Film nicht sagen...
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hoffman587 2011/11/30 18:05:49
Antwort löschenAch Andy wieso hat ich das schon geahnt, schöner Film eindeutig, dennoch konnte mich nicht ganz mitreißen. ;)^^
Andy Dufresne 2011/11/30 18:33:07
Antwort löschenDu hattest es wohl geahnt weil der Film unglaublich viel von den Dingen hat die ich am meisten liebe: Epische Breite und Tiefe,Phantasie,Drama,Philosophische Traumdeutungen,Parralelwelten/möglichkeiten,Unsterblichkeit,Schicksal,Freiheit,Bestimmung...Ach ich könnt ewig weiterschreiben :DDD
romaaan 2011/11/30 19:18:49
Antwort löschenHab den schon seit August in meinem Regal, und noch nicht gesehen.
Hast mir jetzt definitiv Lust drauf gemacht. ;)
Andy Dufresne 2011/11/30 19:26:28
Antwort löschenNa dann nix wie rein in den Player damit,wirst nicht entäuscht werden!
Jenny von T 2011/11/30 19:51:50
Antwort löschenKlasse Kommentar, sehr schönes Eingangszitat...
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phoenix409 2011/11/30 19:58:22
Antwort löschenSehr schön. Für mich zwar Welten oberhalb von "Tree of Life" anzusiedeln, aber wir meinen dasselbe ;)
Andy Dufresne 2011/12/05 20:27:12
Antwort löschenDanke Jenny,ein wirklich sehr schönes (sehr, sehr wahres) Zitat...
@Phoenix:Wir meinen das selbe,haben nur verschiedene Standpunkte in unserer Sichtweise.Gibt Schlimmeres ;D
tb_ 2011/11/28 20:45:13
Kommentar löschendas leben voller entscheidungen.....schöner film
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