Mr. Nobody

Mr. Nobody (2009), BE/CA/DE/FR Laufzeit 139 Minuten, FSK 12, Drama, Fantasyfilm, Science Fiction-Film, Kinostart 08.07.2010


Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
7.1
Kritiker
30 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.7
Community
6910 Bewertungen
241 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Jaco van Dormael, mit Jared Leto und Diane Kruger

Was wäre wenn? – Jared Leto spielt in Mr. Nobody drei verschiedene Varianten seines Lebens durch, von denen ihn nur eine zum Glück führt.

Ein Junge steht auf einem Bahnsteig. Gleich wird der Zug losfahren. Die Mutter ist in den Zug eingestiegen, der Vater bleibt am Bahnhof zurück. Eine Trennung. Der Junge steht dazwischen. Für wen soll er sich entscheiden, bei wem will er lieber bleiben? Eine endlose Zahl verschiedener Möglichkeiten ergibt sich aus dieser Entscheidung. Aber so lange er sich nicht entschließt, kann ihm nichts passieren, so lange kann er noch nachdenken, wie seine Zukunft aussehen könnte. Drei Mädchen haben den Jungen bisher begleitet, alle drei interessieren ihn. Welche wäre die Richtige? Schon beginnen drei Liebesgeschichten, jede zeigt ein ganzes Leben voll glücklicher und trauriger Ereignisse: Anna ist die Ruhige, mit der ihn eine Liebe verbinden wird, die so heftig und wunderbar ist, dass er sie nie mehr vergisst. Die beiden werden getrennt, finden wieder zusammen und verlieren sich erneut, sein Leben lang sucht er nach ihr. Elise ist die immer irgendwie unglückliche, mit der er drei Kinder haben wird, trotz ihrer Unzufriedenheit. Sie gibt ihm den Auftrag, nach ihrem Tod ihre Asche auf dem Mars zu verstreuen, also tritt er die lange Reise ins Weltall an, ein Marstourist im Gefrierschlaf. Jeanne ist die Perfekte, mit der er Ehrgeiz und Langeweile teilen wird. Das Leben mit ihr ist luxuriös, eine Villa mit Pool, zwei Söhne, nur sein Herz ist nicht ganz dabei. Drei Varianten der Liebe werden das Leben des Jungen bestimmen – als alter Mann blickt er darauf zurück. Er weiß: Jedes einzelne dieser Leben verdiente es, gelebt zu werden.

Hintergrund & Infos zu Mr. Nobody
Jared Leto spielt in Mr. Nobody von Jaco van Dormael die Hauptrolle. Vielen dürfte er als Frontsänger, Gitarrist und Songschreiber der Band 30 Seconds To Mars besser bekannt sein. In einer Zeit, in der viele Stars aus der Musikbranche einen Ausflug nach Hollywood wagen, ist er einer der wenigen, die sowohl schauspielerisch als auch musikalisch große Erfolge feiern. Er sammelte erste Erfahrungen in der Serie Willkommen im Leben und gründete einige Jahre später mit seinem Bruder 30 Seconds To Mars. Am bekanntesten ist er aus Filmen wie Requiem for a Dream und Fight Club.

  • 37795279001_1860753392001_th-5061d530c7e7b0e4fd3273d8-767904722001
  • Mr. Nobody - Bild 6406241
  • Mr. Nobody - Bild 4377852
  • Mr. Nobody - Bild 4377839
  • Mr. Nobody - Bild 4377826

Mehr Bilder (27) und Videos (2) zu Mr. Nobody


Cast & Crew


Kommentare (226) — Film: Mr. Nobody


Sortierung

benjamin.zahnd

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mir hat der Film gefallen, er war etwas speziell, aber interessant. Jared Leto hat mir in seiner Rolle gefallen. Der Soundtrack ist mir positiv aufgefallen.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Fenrisúlfr

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Hab mir den Film wegen Diane Kruger und Jared Leto angesehen. Sehr krasse Überraschung.

Der Soundtrack ist traumhaft schön und die eingespielten Lieder sind stets genial und passend.

Der Film im Allgemeinen ist bis zum Ende wirklich kompliziert, insbesondere wegen den vielen schnellen "Fäden-Sprüngen", aber schließlich versteht man doch alles und wird sehr sehr berührt zurückgelassen. :-) Sollte auf jeden Fall von jedem gesehen werden!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

DerTaubendetektiv

Kommentar löschen

Es gibt so manche Tage, an denen ich nicht weiß, was ich schreiben soll. Der Großteil davon begegnet mir in meinem Schulalltag - wie eine gehirnamputierte Körperhülle sitze ich vor dem weißen Blatt, das nur von der blauen Tinte meines Namens an der oberen Ecke rechts in irgendeiner Art und Weise verziert wird. Heute ist wieder so ein Tag. Ich sitze vor meinem Computer und weiß nicht, wie ich es schreiben soll. Aber diesmal ist es etwas anders: Ich weiß nicht, WAS ich schreiben KANN, meine Gedanken, die zu diesem Film aufkommen, sind mehr als unbeschreiblich, fast schon kryptisch. Ich bevorzuge es auch daher, "Mr. Nobody" nicht zu bewerten.
Tja, jetzt sollte wohl der Inhalt des Filmes folgen, den ich jetzt noch einmal kurz Zusammenfasst und mit einem perfekten Übergang zu meinen Gedanken und Gefühlen wiedergeben sollte. Da man den Inhalt des Ganzen jedoch auch bequem oben lesen kann, überspringe ich diesen Part geflissentlich.
"Was wäre, wenn..." kann man wohl im Groben als die Leitidee des Filmes bezeichnen. Nemo Nobody stellt sich Fragen, die mir ständig im Schädel herumschwirren, die mich rätselhaft dastehen lassen, verwirrt, verlassen. Schön und gut, wenn man sich dann im Film wiedererkennt ("Der Protagonist denkti n manchen Ebenen genau wie ich!")- doch eine Antwort bekommt man trotzdem nicht. Die Geschichte verändert sich, neue Weg werden freigelegt und unbekannte Türen zu anderen Gegenden geöffnet, aus denen man nicht gerade selten wieder entfliehen möchte. Jaja, ich habe es selbst schon oft durchgespielt und weiß es auch nach dem vierten Mal Zurückspulen der möglichen Ausgänge im Leben des Mr. Nobodys ganz genau. Aber was ist mit den anderen Fragen? Die Zeit soll sich zurückdrehen? Warum geht der Zigarettenrauch denn nun nicht wieder zurück in die Zigarette? Wieso, weshalb? Am Ende des Films weiß ich nicht viel mehr. Ich habe noch mehr verwirrte Gedanken als vorher, die mich wahrscheinlich noch die nächste Zeit begleiten werden. Da frage ich mich doch, was der Sinn des Film eigentlich war. Sollte er den Zuschauer zum Hinterfragen anregen, ohne dass er jemals Antworten darauf erhalten würde? Hatten die Macher einfach zu viel Ideen auf einmal und haben diese einfach wirr in einen Film zusammengeschmissen, doch im Nachhinein ein wenig geordnet, um es dann als philosophisches Meisterwerk preiszugeben? Oder war es gar nicht ihre Intension? Um ehrlich gesagt, verursacht mir die Frage genauso viel Kopfschmerzen wie die anderen.

A là "Mr. Nobody"-Schnittsalat noch weitere Gedanken zum Film:
1. Im Durchschnitt hat Mr. Nobody in seiner Phantasie ca.. alle zwei Sekunden ein Mädchen geküsst , was ich... a) auf Dauer fast lästig empfand und b) als Vorstellung eines neunjährigen Junge eher für unwahrscheinlich halte.
2. Der Soundtrack war überaus treffend und - glücklicherweise ;-) - auch meinem Geschmack entsprechend gewählt.
3. Die Schauspieler lieferten eine ganz solide Verkörperung ihrer jeweiligen Rollen ab, wenn auch für die meisten Charaktere (Elise ausgenommen) keine Perfektion oder übermäßiges Talent gefördert war. Viele Akteure konnten in anderen Filmen (ohne Beispiele zu nennen) eher beweisen, was sie auf dem Kasten hatten.
4. Teilweise erschienen mir ein paar Szenen recht wahllos hineingesetzt. Interessante Art der Wiederverwertung ungebrauchter Videomateriale, würde ich sagen.
Wenn es jemand geschafft hat meinen Worten bis zu diesem Punkt zu folgen, dann darf er sich ruhig stolz auf die Schulter klopfen.
Zweifellos ist "Mr. Nobody" interessant, doch ob er dann der Audienz in Bezug auf Story und Gedankengänge gefallen will, ist eine andere Sache. Bis heute bin ich mir nicht einmal sicher, ob man dieses Werk überhaupt als "Film" bezeichnen kann...
Fragen über Fragen.
Und keine Antwort.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

bexxx

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Mitten in der Nacht auf dem öffentlich Rechtlichen und fasziniert die im Nu rumgehenden guten 2 Stunden beäugt. Scheint in Mode zu kommen, dass man gehäuft philosophische Fragen mithilfe des Sci-Fi Genres porträtiert. Story lass ich direkt weg. Es wird in der Zeit rumgesprungen, ohne dass man irgendwie den Faden verliert. Man sitzt fasziniert im Sessel von immer wieder starken Ideen und Wendungen und freut sich sogar zwischendurch wenn man den Leipziger Bahnhof erkennen darf. Und allein der Soundtrack zwischen amerikanischen 50s Sound (Pat Ballard, Buddy Holly, Abdrews Sisters) und 80s (Pixies, Nena, Eurythmics) macht einfach Spass. Ein großer europäischer Film für mich.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

hedgehoque

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Abgefahren. Wenn ein Film eine gute Idee hat, ist man ja schon zufrieden. Dieser hat etwa 200 davon. Ein Feuerwerk an intelligenten Ideen, originellen Überraschungsmomenten, Effekten und vor allem: Handlungssträngen. Ein Puzzle, von dem ich hinterher die meisten, aber noch nicht alle zuordnen kann. Von 140 Minuten ist keine einzige zu lang.
Die Was-wäre-wenn Grundsituation mit der Entscheidung Vater/Mutter und anschließend den drei Frauen hätte ja schon für eine gute Geschichte gereicht. Aber hier verästeln sich die Stränge möglicher Lebensvarianten weiter und weiter. Und drumherum laufen dann auch noch mehrere Science-Fiction-Rahmenhandlungen, die eine Art Best-Of bereits verfilmter philisophisch-surrealer Wirklichkeiten nochmal schön, mit großen Bildern in Szene setzen. Große Bilder ganz verschiedener Stilrichtungen: Marsreise, UK in den 80ern, New York, Krankenhaus. Truman Show, 2001 und etliche weitere Scifi-Klassiker lassen grüßen. Das muss aufwendig gewesen sein. Krass. Das ist gewagt, frech und erfrischend.

Dadurch dass Nemo in einer seiner Lebensvarianten diese Ideen als Fernsehmoderator seiner eigenen populärwissenschaftlichen Show präsentiert, relaviert glücklicherweise diese durchgeknallten Ansätze. Das Geheimnis des Lebens rasant hinterfragt im Turbo-Modus.
Beeindruckender Film also. Er muss die eigene Weltsicht ja nicht gleich ändern. Aber jeder denkt doch über Was-wäre-wenns im Leben nach. Über Liebe, Partnerwahl, Ziele, Schicksal, Vorherbestimmung. Und nach dem Film wird einem einmal mehr klar, wie phantastisch vielfältig das Leben sein kann.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mirabilis

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Dieser Film ist von jetzt auf gleich das Beste geworden, das ich in dieser Form je gesehen habe. Ich kann nicht anfangen seine ganze Bandbreite zu beschreiben, ohne mich hier völlig zu verlieren. :) Deshalb beschreibe ich jetzt einmal nur, was mir direkt nach dem ersten Anschauen durch den Kopf gegangen ist. Der Film bewegte sich für mich damals auf der Skala "Wie schräg kann ein Film sein, bevor er zu schräg wird?" zwischen zwei Punkten: dem Punkt, an dem ein Film zwar schon abgedreht und fantastisch ist, ein Sinn aber noch erkennbar ist (in etwa so, wie mich "Butterfly Effekt" berührt hat), und dem Punkt, wo der Sinn, sagen wir mal, nicht mehr so wichtig ist, und ich als Zuschauer mir bald denke "wtf" (mein Hauptgedanke beim Anschauen von "Being John Malkowitsch"). Mir persönlich gefällt ersteres besser. Zum Glück machte dies auch den Großteil von Mr. Nobody aus. Das war der Teil, welcher vom Leben des jungen Nemo handelt, während ein weitaus kleinerer Teil des Films von dem inzwischen 118 Jahre alten Nemo handeln, der sich in ferner Zukunft daran zurückerinnert. Das war mir persönlich beim ersten Ansehen etwas zu albern (der Doktor, der Showmoderator und sein Schwein), zum Glück wird das Ganze jedoch am Ende aufgeklärt, weshalb ich beim erneuten Anschauen auch diesen Teil habe einordnen können, sodass er nicht mehr ganz so gestört hat. Dennoch habe ich mich immer wieder viel lieber von Nemos "Erinnerungskaleidoskop" berieseln lassen, das Steinchen für Steinchen aufgebaut und immer wieder zu was Neuem, Schönen zurechtgerüttelt wird. Diese liebevoll gestalteten Rückblenden, die Nemo in verschiedenen Altersabschnitten bis 34 Jahren zeigen, haben mich wirklich aus den Socken gehauen. Es gibt tausend kleine Details, Hinweise für Insider und Augenschmankerl (neben den schönen Darstellern). Alle Orte, Objekte und Menschen sind so aufeinander abgestimmt, dass jede Einstellung wie ein Foto mit eigener Aussage wirkt. Ein weiterer Aspekt, auch wenn er sicherlich nicht der wichtigste ist, hat mich vor allem durch die Authentizität begeistert: die Art, wie Verliebtsein und Sex im Film gezeigt werden, wie sie sonst selten im Film zu sehen sind. Es wirkt echt, eben das ganze Paket, vom ersten Liebesabenteuer des pubertierenden Jungen bis zur versteckten Liebesbeziehung der vermeintlich egoistischen Mutter, die den Vater betrügt und schließlich verlässt. Diese Dinge zeigen sich im Film in ihren verschiedenen kleinen Bestandteilen - schöne, hässliche und ganz banale - die das Ganze richtig menschlich macht. So teilt man bald die Erinnerungen des Nemo, da es nicht schwer fällt, in dieser breiten Palette von Eindrücken etwas für sich zu entdecken, mit dem man sich identifizieren kann. Die Erzählweise und die Reihenfolge, in welcher dieses Patchwork präsentiert wird, ist zwar verwirrend, vermittelt aber gut den Eindruck des Sich-Erinnerns, da die Szenen nicht in chronologischer Reihenfolge, sondern in einer Art Gedankenstrom präsentiert werden, stellenweise auch als Argumentationskette des im Hintergrund erläuternden Nemos. Das ist sehr gut gelungen und macht das stellenweise etwas mühsame Anschauen allemal wieder wett. Ein wunderschöner Film mit einer starken, perfekt verpackten Message!

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

FreddyRock

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

gut: schauspieler super; idee und story super
nicht so gut: hier und da etwas langatmig; das hin und her springen zwischen den Handlungssträngen ist mir etwas zu willkürlich und verwirrend.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

bazzd

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

" Ich bin Mr. Nobody. Ein Mann, der nicht existiert" .. eine einzigartigkeit die nicht exisitert.

.. eine im Kern nicht existierende Philosophische Tiefe die anmutig wie ein perfektes Geschenk so sehr fasziniert, das man regelrecht wie hypnotisiert davon überzeugt ist auf etwas Wunderbares zu blicken. Eingenommen von einer sich nicht zu entziehenden äußeren Schönheit rückt der eigentliche Inhalt immer mehr ins Vergessen.

Was passiert wenn man dieses einzigartige Meisterwerk auspackt. Es entfaltet, voller Vorfreude auf einen von Bedeutung überhäuften Inhalt blicken möchte von deren Anblick man im Vorfeld schon vollkommen überzeugt is das es dieses einzigartige Gefühl nur weiter verstärken kann ..

.. getrieben von dem Wunsch nach "noch mehr" Bedeutung und Einzigartigkeit zerstören wir das Meisterwerk. Wir zerreißen das Geschenk und mit Ihm alles was uns beeindruckt und sind zu tiefst geschockt von unserem Handeln.

Die Wahrheit ist, LEER. Eine Leere Hülle umhüllt von purer Schönheit.

Eine zu tiefst idealisierte und äußerst beeindruckende Mogelpackung die einen auf die Probe stellt. Einmal geöffnet, einmal zertört, und der Zauber einer Legende ist verflogen.

Getrieben durch (Neu)Gier und dem Drang nach "Mehr" zerstörte ich mir selber eine bis dahin vollkommen unerreichte Tiefe aufgrund eines nie dagewesenen ersten Eindrucks.

Erst bei dem Versuch diese Einzigartigkeit zu durchleuten, den Kern zu fassen und seine Tiefe zu realisieren, habe ich das perfekte Gesamtbild für immer unumkehrbar zerstört.

Mein selbst geschaffenes Irreversible - ohne Rückfahrkarte !

Keine 2. Chance für den ersten Eindruck:
--------------------------------------------------

Der Film öffnette mir die Augen über, die täglichen, teils auch ungetroffenen, komplexen Entscheidung meines Lebens und die damit verbundenen Ausswirkungen, die uns in der Essenz einzigartig machen/würden.
Mr. Nobody, der Niemand von Allem, motivierte mich dazu über mein "wahres ich" nachzudenken, den Sinn des Lebens zu hinterfragen, viele unbewusste Kleinigkeiten nicht als selbstverständlich hinzunehmen und ganz gezielt die trivialen Dinge des Alltags bewusst in Frage zu stellen!

Er hatte die Freiheit, alles wonach ich unbewusst suchte, in irgendeiner persönlichen Form für mich auszudrücken und ohne eine trifftige Antwort zu hinterlassen, doch irgendwie Fragen zu beantworten. ---

Er war ein Teil einer geblendeten "Wunschvorstellung" und ich bin dankbar für diese Erfahrung.

Mit Abschlussworten die passender nicht sein könnten:

"Es gibt kein Zurück. Deshalb ist es so schwer sich zu entscheiden.
Man muss die richtige Entscheidung treffen. Solange man sich nicht entscheidet, bleiben alle Möglichkeiten offen"

R.I.P. Mr. Nobody - in Gedenken an eine falsche Entscheidung

(10.0 -> 6.5)

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

aldebaran1

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Eingebettet in eine recht banale überschaubare Rahmenhandlung zündet Jaco Van Dormael sein filmisches Opus Magnum Mr. Nobody. Dabei will der Film viel mehr als nur eine Lebensgeschichte in Rückblenden erzählen. Mr. Nobody hat nichts Geringeres zum Thema als den Sinn des Lebens, das Wesen von Liebe und Tod und die kosmokreatorischen Prinzipien.
Und so faszinierend das Allegorische des Zusammenspiels verschiedener Facetten von Realität und Imagination sein mag, entzieht sich der Film am Ende einer thematischen Zuordnung zugunsten allobwaltender relativierender Effekte.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Andy Dufresne

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

"Mr. Nobody" die Zweite oder wie Andi über 3 Jahre lang verliebt war (in einen Film) und beim Wiedersehen schmerzhaft erkennen musste das er sich damals blenden ließ.

Das hier war mein alter Text, über 3 Jahre stand er nun hier auf mp, darüber prangte die 10 mit Herz:

------------------------------------------------------------------------

"Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind; wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat."

- Marie von Ebner-Eschenbach -

Ein unglaublich guter Film, wie eine explodierende Wundertüte, wie die Büchse der Pandora der Filmkunst in jeglicher Hinsicht.

In diesem Film stecken Geschichten, Perspektiven und Ideen für mindestens 10 Filme.
Dieser Film macht das ganz große Phantasiefass auf und ein riesiger Schwall aus Gedanken, Wünschen, Möglichkeiten, Träumen, Träumereien, Science-Fiction, Drama, absoluten Topschauspielern (sogar Diane Krüger nervt nicht, welch ein Film hat dies je geschafft?), einer der besten Soundtracks aller Zeiten und einem Regisseur mit einem definitiven Ausnahmetalent, ergießen sich bunt, nachdenklich, ja sogar philosophisch über den geneigten Zuschauer.
Und geneigt muss man sein, sonst kann man mit diesem Film wahrscheinlich überhaupt nichts anfangen.

Vom Thema, der Klasse und wohl auch von der Ambivalenz der Zuschauerreaktionen her, steht der Film für mich in einer Reihe mit "The Tree of Life".
Etwas Besseres KANN ich über einen Film nicht sagen...

------------------------------------------------------------------------

Und letzte Woche sah ich „Mr. Nobody“ zum zweiten Mal.
Und hätte fast geheult.

Beim ersten Mal hatte dieser Film mich umgehauen, mich mitgenommen, mich verzaubert, mich strahlen lassen!
Obiger Text, der ja mehr Hymne als Text ist, folgte und wenn ich mir diese Zeilen Heute durchlese, denke ich:
Hey, echt ein begeisterter Text, aber leider gibt es keinen Film zu dem diese Worte passen :)

Denn leider hat mich „Mr. Nobody“ überhaupt nicht mehr umhauen, mitnehmen, verzaubern können und gestrahlt habe ich danach auch nicht.
Eher zerknirscht geguckt habe ich, missmutig schon fast.

Ja er hat tatsächlich viele Ideen, ja er ist zum Teil großartig bebildert, ja er hat starke Szenen, ja es ist wahrlich kein schlechter Film.
Aber Darunter, Dahinter, im Inneren: Da ist nichts.
Da ist keine (echte) Liebe, da ist kein Gefühl, da ist an sich nicht mal eine Geschichte.
Eigentlich ist da nicht mal ein Film.
Denn im Endeffekt ist das alles eine (zugegeben sehr beeindruckende) Groß-Ejakulation eines Werbeclip-Regisseurs in Filmlänge, garniert mit viel Bling-Bling, einigem an Pseudo-Philosophie und absolut keinem tieferen Sinn.
Das der Film genau dies aber vorgaukelt (tieferen Sinn vor allem), macht es dann erst so richtig ärgerlich.
Wie eine knallbunte Wundertüte, in der nichts als (aufwendig präsentierte) Luft versteckt ist.

Mir kam der Gedanke:
Aus diesem Film könnte man einen halbstündigen Trailer zusammenschneiden (so unglaublich viel verschiedenstes Material hat er zu bieten), der jeden Filmfan komplett verzücken würde, denn der Trailer würde suggerieren das hier DER FilmFilmFilm angepriesen würde, „The Movie to end all Movies“, sozusagen.

"Mr. Nobody“ ist der, im wahrsten Sinne des Wortes, PERFEKTE Blender.

Was bleibt:
Enorme Schauwerte, ein Jared Leto mit genau einem Gesichtsausdruck, vorgetäuschter Tiefgang und keine Geschichte.
Und ein sehr enttäuschter Liebhaber (Ich), der sich über Jahre hinweg in ein Luftschloß verguckt hatte.

So kann man sich täuschen, so kann man sich blenden lassen…

bedenklich? 33 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 53 Antworten

Alex.de.Large

Antwort löschen

Habe den Film nicht gesehen, musste aber bei dem Wundertüten-Vergleich schmunzeln.
Was hat man sich als Kind über Wundertüten gefreut. So viele bunte, interessante Sachen.
Und bei genauerer Betrachtung war´s dann schrottiges Spielzeug, unbrauchbare Glanzbilder und Sticker, bei denen die Klebeschicht nicht mehr klebte ;D


Andy Dufresne

Antwort löschen

@Alex: Genau so war es :) In der Phantasie war ein Miniroboter drin oder ein echtes Tier oder eine Uhr die schießen kann (die gab es ja wenigstens mal im YPS Heft :D), wirklich drin war dann ne Murmel oder ein Plastikkreisel oder so :D


christian.gerlach.351

Kommentar löschen

Der Film entzieht sich meiner Meinung nach jeglicher Klassifikation und eine Punktbewertung kann und will ich irgendwie auch nicht abgeben. Man kann schon sagen dass Mr. Nobody mich durch die Komplexität seiner Themen zum nachdenken angeregt und an manchen Stellen sogar sehr beeindruckt hat, phasenweise lief es mir eiskalt den Rücken runter. Andererseits kann ich auch nicht sagen, dass ich den Film gut (im Sinne von 8 Punkten) fand und nochmal schauen werd ich ihn wohl auch nicht. Irgendwie echt krasser "Scheiss"... Bitte selber anschauen und eigenes Urteil bilden.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

cpt. chaos

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

"Mr. Nobody" nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise durch Raum und Zeit. Ständig treffen wir Entscheidungen; Entscheidungen, die unser Leben richtungsweisend beeinflussen, womöglich gravierend verändern.

"Es gibt kein zurück. Deshalb ist es so schwer, sich zu entscheiden. Man muss die richtige Wahl treffen. So lange man sich nicht entscheidet, bleiben alle Möglichkeiten offen!"

Atemberaubende Bilder und eine grundsätzlich äußerst interessante Geschichte, die "Mr. Nobody" präsentiert, trotz des Mitwirkens einer Diane Kruger, die sich in anderen Filmen stets als Störfaktor ausmachen lässt, hier aber gar nicht weiter negativ in Erscheinung tritt - ganz im Gegenteil! Eigentlich muss man korrekterweise von mehreren Geschichten sprechen, die sich letztendlich zu einem verworrenen Ganzen fügen, denn schließlich und letztendlich fehlt es trotz einer ästhetischen Bilderflut an entscheidender Aussagekraft. Unabhängig davon halte ich diesen Scifi/Fantasy-Mix selbst nach wiederholter Sichtung für absolut sehenswert, wobei sich dies jedoch weniger auf die philosophischen Ansätze bezieht, da ich eher der Typ bin, der nach logischen oder halbwegs verständlichen Erklärungen lechzt.

bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten

BenAffenleck

Antwort löschen

Wer das Gegenteil behauptet, der lügt!


AddictedToIan

Antwort löschen

naja


Dady

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Wie fange ich am besten an?
Erst mal wollte ich sagen das der Film ziemlich schwer zu bewerten ist. Viele werden bestimmt denken...Hä das ist nichts für mich. Andere werden den Film einfach lieben. Bei mir ist es sozusagen die Mitte. Ich bin ja auch immer schon voreingenommen weil ich ein Fan von Jared Leto bin. Da er in meinen Augen ein kleines Genie ist und ich eigentlich alles toll finde was er so in die Welt setzt. Aber bevor ich hier jetzt ganz abschweife wollte ich ja noch ein paar Sätze zu diesem Film schreiben.
Also Mr.Nobody ist ein sehr spezielles Werk und ziemlich anspruchsvoll. Das liegt an der besonderen Story die sich in verschiedenen Zeitebenen abspielt. Es geht um das Leben, die Familie und über Entscheidungen die man trifft solange man noch Jung ist. Wenn ich ehrlich bin hat mich die Geschichte schon ziemlich umgehauen. So etwas hab ich vorher glaub ich auch noch nicht gesehen. Einzig der Teil der sich in der Zukunft abspielt war mich für mich ein wenig zu viel. Wer dafür umso besser war ist natürlich Jared Leto. Er hat es geschafft in jeder Situation mich zu überzeugen. Ok der restliche Cast war eher Durchschnitt worüber ich aber hinweg sehen kann. Was dies Werk auch ausmacht ist seine Optik. Die tollen Bilder dazu die passende Musik...Wow.
Also mich hat Mr. Nobody nicht zu 100% überzeugt was aber nicht weiter schlimm ist. Da ich ihm mit Sicherheit noch eine 2. Chance geben werde.

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

RoboMaus

Antwort löschen

Schon vorgemerkt. Das muss ja ein starkes Werk sein - Vorhersage: 8 bei mir. Weisst Du noch was Deine war?


Dady

Antwort löschen

Ja der Film hat was er ist auf seine Art schon etwas besonderes. 8.0 glaube ich :)


Viedeoverleihtante83

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Dieser Film ist nicht für jeden Geschmack, schon mal vorweg. Menschen, die "Cloud Atlas" oder "Donnie Darko" oder aber auch "The Fountain" für spannungslos und verwirrend halten, werden hier eines "guten" Filmes nicht fündig.

Jeder, der Zeitsprünge liebt und viele Geschichten in einer, die sich überkreuzen und überschneiden und zusammen ein unglaubliches Abenteuer in Zeit und Raum formen, der wird diesen Film lieben! Es steckt jede Menge philosophisches Material im Film, der Zuschauer wird mittels eines Moderator (Protagonist) mit der Materie vertraut gemacht.

Es ist ein Fantasyabenteuer mit der wohl für viele Menschen wichtigen Frage: "Was wäre wenn ich mich anders entschieden hätte?" Der Film setzt den Spruch: "Du bist nur so viel wert, wie deine letzte Entscheidung" matt und zeigt auf, dass jede Entscheidung die richtige und gleichzeitig auch die falsche wäre.

Sowohl der Filmschnitt als auch die Kameraperspektiven sind gut durchdacht. Die Schnitte im Film sind so gesetzt, dass man immer wieder in eine andere Geschichte geworfen wird, ohne jedoch die alte aus den Augen zu verlieren. Bei den Kameraperspektiven setzt der Regisseur auf Detailreichtum um dem Zuschauer die Welt des Protagonisten näher zu bringen. Man fühlt sich selbst oft wie ein Teil davon.

Ich persönlich gebe dem Film eine 10, da ich lange nach etwas vergleichbarem gesucht habe. Ich fand immer schon, dass man aus dem Film "Butterflyeffekt" etwas erschaffen könnte, dass nicht der Massenerwartung entspricht. Diesem Film ist es gelungen und er hat meine Erwartungen weitaus übertroffen.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mac_C_Tiro

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Hm... ein komisches Ding ist dieser Film. Ich denke "Mr. Nobody" muß, ähnlich seiner obskuren Handlung, aus unterschiedlicher Sicht und bei wechselnder Basis bewertet werden.

Mr. Nobody, der Künstler: Ein allegorischer Bilderreigen voller perfekt strukturierter Symbolik mit einer sorgsam abgestimmten Kameraführung und umrahmt durch einen erfrischend abwechslungsreichen Soundtrack. 9 Punkte

Mr. Nobody, der Philosoph bzw. der Botschafter: Versatzstücke verschiedener philosophischer Schulen, erkenntnistheoretischer Modelle und Science- Fiction-Elemente, vermischt mit absurden Einflüssen aus Esotherik und völlig ohne jede Spur von Logik. Der Film sagt im Grunde überhaupt nichts aus da er ein Gedankenexperiment ohne reale Folgen suggeriert. 2 Punkte

Mr. Nobody, der Unterhalter: Solider Cast der sich, ganz besonders im Falle Leto, wirklich bemüht ein glaubwürdiges Spiel zu liefern, all zu oft aber leider an der Banalität und der Emotionslosigkeit des Drehbuchs bzw. an den arg kitschigen Dialogen scheitern. 3 Punkte

9+2+3= 14/3= 4

Mich persönlich hat der Film enttäuscht, aber ich wußte mit "Tree of Life" welcher ähnliche philosophische Banalitäten präsentiert ja auch nichts anzufangen.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

sachsenkrieger

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Mag es sein, wie es sein mag. Ob es nun um das Kleinfeld´sche Paradoxon, den Maulwurfs-Effekt oder die Stringtanga-Theorie geht. Wunderschöne Bildern, sensationelle Kamera, geniale Ideen, tolle Musik und philosophische Ansätze zu allem, was sich zwischen Geburt und Tod abspielt ..... oder auch nicht ..... oder vielleicht ..... wenn ich es jetzt tue ..... oder nicht tue.

Nichts für Leute, die gerne oder weil sie nichts besseres kennen oder wollen, in der Welt leben, für die Nemo (fantastisch, Jared Leto!) sich glücklicherweise letztendlich nicht entscheidet.

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

TheCineast

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Film über Fragen, über Entscheidungen, bei der jede mögliche Antwort ein anderes Ziel und gar eine andere filmtechnische Darstellung hat. Einmal ist die Kamera losgelöst, einmal zeigt sie nichts scharf, außer den Entscheider, einmal ist sie im Geschehen. Einmal ist alles rötlich, dann wieder klar. Alles ist unglaublich aufwendig aus den verschiedensten Perspektiven und Einstellungen gefilmt und zusammengesetzt. Es gibt unglaublich geniale Szenen –vor allem jene ohne nachträglich Effekte– á la "Eternal Sunshine", die einfach onset mit genialen Ideen aufgenommen wurden (wie die Spiegelszene). Auch der Schnitt hat eine eigene Schönheit, die irgendwie sehr speziell ist (positiv). Alles scheint wichtig.
Inhaltlich bekommt man eigentlich 3 verschiedene Liebesgeschichten vorgesetzt. Innerhalb welcher es wiederum verschiedene mögliche Ereignisse gibt. Es geht also hauptsächlich um den butterfly effect und möglich(st)e Konsequenzen.
Und dennoch: Was stört ist die (wieder einmal) -wenn doch, im Vergleich zu anderen Filmen, intensiver präsentiere- immer noch zu sehr an-(oder ab)geschnittene Philosophie, explizit: die des Existentialismus. Wohl bedingt durch die gewünschte Zuschauerzahl oder den Horizont des Filmemachers. Noch mehr stört allerdings der Erklärbär-Faktor der zwischenzeitlich immer wieder eintritt erhält und spricht: "Hier du Depp, das ist soundso, weil soundso." oder nur durch Schnitte/Sequenzen, etc. aufzeigt: "Das gehört dazu und das wäre soundso, wenn dasunddas". Wäre einiges offener gehalten, hätte der Film noch mehr Sympathiepunkte bei mir sammeln können. Und auch wenn die stilistischen Unterschiede der diversen Entscheidungen in einer klaren Linie unterschiedlich sind, übertreibt der Film es an einigen Stellen. Was Abrams die Lens Flares und das Rot und Blau, scheint van Dormael die Unschärfe oder das Tilft Shift- Objektiv.
Aber alles in allem bleibt es erzählerisch, filmtechnisch und visuell ein extrem guter Film mit mehr philosophischen Gedankengängen als man es von erfolgreichen Filmen erwarten kann!

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

moep0r

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Sehr intelligenter und interessanter Film ueber Entscheidungen. Oder wie man diese eben nicht trifft.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Revolvermann

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Wow, ich bin gerade noch ein wenig "brainfucked" oder so. Fest steht jetzt schon, dass ich den Film, noch(ein)mal sehen werden muss, da ich glaube dass ich erst dann viele Aspekte besser verstehen/entdecken werde.

Als ich den Film zu schauen begann, war ich zunächst noch skeptisch. Die Handlung fand ich zunächst recht absurd und mir kam es so vor, als ob der Film sich unnötig in die Länge ziehen würde. Das mag daran liegen, dass er sich die Zeit nimmt in bildgewaltiger Sprache sehr viel Information zuvermitteln. Im nachhinein macht das auf jeden Fall Sinn, da man (ich) bei einem höheren Erzähltempo gar nichts mehr rallen würde. Dass der Film gefühlt mindesten 3 1/2 h statt der 2 h lief bleibt dennoch, allerdings ohne negativen Beigeschmack.

Mr. Nobody wird mir wohl noch etwas Stoff zum Nachdenken geben. Wer kennt nicht diese Momente, in denen man sich selbst vorstellt, was alles anders hätte kommen können. In Sekunden sieht man ein ganzes Leben vorbei ziehen (zwar nicht so detailliert wie im Film, vielleicht eher so wie Nemos Aufzählung auf dem Moped) oder über das eigene Revue passieren lässt, sich fragt was hätte man anders machen können. Vielleicht wünscht man sich auch, mit einem Fingerschippen an einen Zeitpunkt seiner Wahl zurück gebracht zu werden, um ein kleines Hebelchen auf die andere Seite zu legen. Ähnlich wie auch schon im "Butterflyeffekt" (der hier ja auch Erwähung findet), wobei der bei weitem nicht so berühren kann wie "Mr. Nobody".

Wie auch immer. Toller Film!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Heimacker

Kommentar löschen
Bewertung1.5Ärgerlich

Über Kunst lässt sich nicht streiten. Dieser Film ist zweifellos Kunst. Ich habe ihn im ausgeschlafenen Zustand gesehen, ohne Alkohol und auch nichts geraucht! Wenn ich es recht verstanden habe, geht es um Entscheidungen und die Konsequenzen daraus. Über mehr als zwei Sunden lang!!! Wie ein Fußballspiel mit Verlängerung. Aber ohne Elfmeterschießen - dafür war die Zeit zu kurz. Erst dachte ich: Oh, Little Big Man oder The Green Mile als Remakes. Dort fabulieren auch Methusalems in der Rahmenhandlung. Falsch gedacht. Einem Nonsens-Vortrag in Theoretischer Physik, der später wiederholt wurde, folgten Erste-Liebe-Schmonzetten auf Nora-Roberts-Niveau. Dann hat der Regisseur in Gleichnissen künstlerisch geschwelgt und Bilder erschaffen, da wird selbst die Bibel blass. Kurz und gut: Arnold Schönbergs Zwölf-Ton-Musik, Picassos Malerei und Konwitschnys Regietheater sind - nur, um ein paar Beispiele zu nennen - inklusive dieses Filmes Kunst. Aber mir erschließt sich diese nicht. Für mich ist es gequirlte Zeitverschwendung. Wäre ich bloß in die Kneipe gegangen, hätte Alkohol getrunken und dann noch was geraucht. Ich könnte wenigstens gut schlafen!

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

der.osterhase

Antwort löschen

Nicht nur das. Dann hätten Sie - vielleicht - nicht auf das Elfmeterschießen gewartet und festgestellt, dass das Spiel selbst - wenn man sich dafür entscheiden kann - der interessanteste Teil ist. Aber genau darum geht es ja: erkennen, was [r/w]ichtig ist, das darf und kann man selbst entscheiden.


Heimacker

Antwort löschen

Aber wer weiß das vorher schon?! Und vor alledem: Wer will das vorher schon wissen? Und, wem nützt es? Fragen über Fragen!



Fans dieses Films mögen auch