The Ides of March - Tage des Verrats
The Ides of March (2011), US Laufzeit 101 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 22.12.2011
58 Bewertungen
Skala 0 bis 10
5170 Bewertungen
187 Kommentare
Keine
von George Clooney, mit Ryan Gosling und George Clooney
The Ides of March führt uns in den Strudel politischer Intrigen. Der junge Polit-Berater Stephen Meyers (Ryan Gosling) ist dabei Karriere im US-Wahlkampf zu machen. Er arbeitet voller Elan an der Seite des aufsteigenden Gouverneurs Mike Morris (George Clooney), den er für seine politischen Überzeugungen und seine Integrität bewundert. Gemeinsam mit seinem Vorgesetzten Paul Zara (Philip Seymour Hoffman) will er Morris zum Top-Kandidaten um die US-Präsidentschaft aufbauen.
Hierfür müssen sie zunächst aber die Vorwahlen in Ohio gewinnen. Alles scheint wie geplant zu funktionieren, da begeht Stephen Meyers einen folgenschweren Fehler, indem er sich auf ein Treffen mit dem gerissenen Wahlkampfleiter seines Kontrahenten einlässt. Er muss lernen, dass Politik ein schmutziges Geschäft ist, in der das Gerücht und die Lüge mitunter heller strahlen als die Wahrheit.
Hintergund & Infos zu The Ides of March
The Ides of March ist die vierte Regiearbeit von Hollywood-Star George Clooney. Bereits 2006 sicherte er sich die Rechte an dem Theaterstück Farragut North von Beau Willimon, auf dem der Film basiert. Als jedoch 2007 Barack Obama zum US-Präsidenten gewählt wurde, verschob Clooney den Drehbeginn zu The Ides of March, da ihm in jener Zeit des politischen Optimismus ein düsterer und zynischer Film über die Abgründe des Wahlkampfs fehl am Platz schien. Erst nach der Ernüchterung, die Clooney einige Zeit darauf im Bezug auf Obamas Politik bemerkte, holte er The Ides of March wieder aus der Schublade.
Für The Ides of March konnte George Clooney eine eindrucksvolle Riege an Schauspielkollegen besetzen. Neben dem aktuellen Shooting-Star Ryan Gosling (Crazy, Stupid, Love., Drive, Blue Valentine) und George Clooney selbst, spielen erstmals auch die beiden Charakterdarsteller Philip Seymour Hoffman (Synecdoche, New York) und Paul Giamatti (Win Win) gemeinsam in einem Film. Abgerundet wird das Ensemble von Marisa Tomei (The Wrestler) und Jeffrey Wright (Source Code). Ein Ensemble, das es kollektiv bisher auf drei Oscars, dreizehn Oscar-Nominierungen und sechs Golden Globes brachte. (ST)
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Cast & Crew
- Genre
- Drama, Gerechtigkeitsdrama, Politdrama
- Ort
- Vereinigte Staaten von Amerika
- Handlung
- Desillusionierung, Ideal, Idealismus, Ideologie, Internationale Politik, Kandidatur, Partei, Politik, Politiker, Präsident, Präsidentschaftswahl, U.S. Präsident, US-Regierung, Wahlkampf
- Stimmung
- Geistreich
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- The Ides Of March: film-zeit.de
- The Ides Of March: critic.de


Argo
Good Night, and Good Luck
Wall Street
Gone Baby Gone - Kein Kinderspiel
The Insider





















Kritiken (35) — Film: The Ides of March - Tage des Verrats
ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschen[...]Ein-Mann-Fantastic Four George Clooney bestätigt als Produzent, Autor, Regisseur und Darsteller alle seine Talente auf diesen Gebieten, an sein Meisterwerk „Good Night, and Good Luck“ reicht „The Ides of March“ aber in Kraft, Botschaft und Relevanz nicht heran. Angenehm zwar, dass der Film nicht hinter seinen Ambitionen zurück bleibt, schade aber, dass diese von zu selbsterklärender Natur sind.[...]
[...]Den Top Spot besetzt in „The Ides of March“ der Hot Spot Ryan Gosling, der getrost »Meins!« hinter das Filmjahr 2011 schreiben darf und der mit beeindruckender darstellerischer Vielfalt zwischen RomCom („Crazy, Stupid, Love.“), hartem Action-Thriller („Drive“) und eben Politdrama wechselte. Aber auch neben Gosling sehen die ersten Minuten der Adaption des Theaterstückes „Farragut North“ von Beau Willimon aus wie ein Clip mit Oscar-Nominees, wenn da nacheinander Philip Seymour Hoffman, Paul Giamatti, Marisa Tomei, Evan Rachel Wood und Clooney ihre ersten Szenen absolvieren…
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SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] 'The Ides of March' kann über die gut 100-minütige Laufzeit fesseln. Die Inszenierung ist temporeich und zu keinem Zeitpunkt langweilig oder gar langatmig. Clooney erzählt seine Geschichte konsequent und immer auf den Punkt, wobei er an gewissen Stellen einen leichten Hang zum Übertreiben hat. Das fällt aber weniger ins Gewicht. Was den Film dann eben doch nicht zum Meisterwerk macht ist, dass er einfach nichts Neues bietet. Das soll heißen, er stellt das System zwar zynisch und bitterböse in Frage und rechnet ordentlich damit ab, gesehen haben wir das aber schon oft und vor allem haben wir das auch schon besser und vielschichtiger gesehen. Das klingt jetzt härter als es eigentlich ist, aber zum modernen Klassiker wird es nicht reichen. Nichtsdestotrotz punktet der Film durch sein geradliniges Auftreten und braucht nicht lange um auf Hochtouren zu laufen. [...]
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Julio Sacchi: Das Manifest
Kommentar löschenVon filmhistorisch offenbar unbeleckten Claqueren zur Rückkehr des Politthrillers ausgerufen, erweist sich Clooneys Film stattdessen als gehobene Seifenoper mit stolz präsentiertem Moralkompaß. Der gute George liefert zwar in seiner Doppelfunktion eine ordentliche Leistung ab, buttert aber potenziell unendlich spannende Konflikte aufs grundsätzliche Emotionale und damit Triviale runter - zusätzlich aufdringlich verflacht vom dicklichen Score Alexandre Desplats. Was die großspurig betitelten Iden des März dann doch so ansehbar macht, ist ein herausragendes Ensemble; allen voran Philip Seymour Hoffman und Marisa Tomei, die wohl unmanieriertesten US-Schauspieler der Gegenwart.
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Corsovilla: SchönerDenken
Kommentar löschenDie Üblichen Verdächtigen sind begeistert von Clooneys Regiearbeit und Goslings Ausstrahlung. Ein Politthriller wie eine Schachpartie, unerwartete Winkelzüge, die Dame in Gefahr und lange ist nicht klar, wann wer (schach-)matt ist. Ein kluger Film, der es sich nicht leicht macht mit seinen Figuren, der zeigt, dass die, die Böses tun, nicht unbedingt “die Bösen” sind. Im Podcast wird über US-Präsidenten, Goslings Gesicht, Männer im Schatten und verlorene Illusionen geredet.
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Flibbo: Wie ist der Film?
Kommentar löschenPolitik ist ein Arschloch, zeigt uns diesmal George Clooney in seiner nunmehr vierten Regiearbeit, die als Eröffnungsfilm der 68. Filmfestspiele von Venedig reichlich Lorbeeren einheimste. Im Grunde ist die Theaterstückadaption einer dieser stilvollen, geschwätzigen, an wahre Begebenheiten aus Justiz und/oder Politik angelehnten Filme, die nach einigen Oscars schielen, aber fast nie wirklich abräumen („Die Queen“, „Michael Clayton“, „Frost/Nixon“, „The Social Network“) und sich für spannender verkaufen, als sie für ein breites Publikum wirklich sind. Nichtsdestotrotz darf man dabei geschliffenes Handwerk und Schauspiel auf hohem Niveau bewundern. [...]
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Flibbo Tue, 27 Dec 2011 22:29:49 -0000
Antwort löschenVerständlich. Er spielt halt immer weiter Variationen der Rolle, in die er perfekt passt. Noch lasse ich mir das gefallen, aber es wäre mal wieder ein Ausbruch fällig.
Punsha Tue, 27 Dec 2011 23:44:24 -0000
Antwort löschenExakt das, was ich mir von dem Film erwarte. Nicht mehr und nicht weniger. :)
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johnboy1979 Sun, 08 Jan 2012 18:30:34 -0000
Antwort löschenDie Kritik spiegelt genau das, was mir beim Film durch den Kopf ging. :)
Flibbo Sun, 08 Jan 2012 22:45:24 -0000
Antwort löschenFreut mich!
Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...
Kommentar löschenEin das eigene Sujet trivialisierendes Drama vor behaupteter Politkulisse, mit dem sich Regisseur, Hauptdarsteller und Co-Autor George Clooney erneut als großer Denker unter Hollywoods Schauspielequipe in Szene setzt. Im Zusammenhang mit dem historische Wendungen versprechenden US-Wahlkampf Obama/McCain 2008 hätte "The Ides of March" möglicherweise noch so etwas wie einen tagesaktuellen Reiz versprüht, hier und jetzt hingegen hängt er nur wie das schwere Pappende eines klebrigen Fliegenfängers im luftleeren Raum. Dass sich der Film hinter vordergründiger Scheinkomplexität zudem als bloßes Lobbyprodukt von und für Demokraten erweist, geeignet fürs kollektive Abnicken unter Gesinnungsgenossen, macht ihn selbstverständlich auch nicht relevanter. Denn um Politik, also Entscheidungsprozesse und deren Inhalte, geht es in "The Ides of March" keine Minute, das Drehbuch kreist einzig um eine melodramatische Sexaffäre, die dem Präsidentschaftskandidaten zum Verhängnis werden könnte, sowie die hiermit verknüpfte Gewissensprobe eines Wahlkampfhelfers. Damit legt Clooney eben nicht, wie man ihm so bequem andichten könnte, den politischen Machtapparat als moralischen Zirkus frei, sondern bestätigt unter Zuhilfenahme von Seifenopernklischees bestenfalls dessen Fragilität – und wie sehr man doch nach den Regeln der Korruption spielen müsse, um die eigenen Ideen sicher ins Ziel bringen zu können. Was für eine tiefsinnige politische Erkenntnis.
12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 30 Antworten
Le Samourai Mon, 26 Dec 2011 15:02:13 -0000
Antwort löschenOuch. Das gefällt mir überhaupt nicht und ist natürlich totaler Blödsinn.
Trotzdem Frohe Weihnachten, Mr. Vega! :)
Mr Vincent Vega Mon, 26 Dec 2011 15:05:37 -0000
Antwort löschenNee, Blödsinn ist es, Filme wegen solider Schauspielleistungen und behäbiger Regieroutine hochzujubeln. Trotzdem Ihnen auch ein Frohes Fest, Herr Samourai. :D
BigDi Mon, 26 Dec 2011 15:46:04 -0000
Antwort löschenErinnert beinahe an "Das Leben des David Gale" (auch ein Musterbeispiel, wie man seine gewünschte Aussage ins genaue Gegenteil verkehrt, weil man zu blöd ist, vernünftige Argumente zu finden), schade. Sowas habe ich schon beim Lesen der Vorschau befürchtet.
Ist er denn wenigstens für beinharte Ryan Cosling Fans sehenswert?
Mr Vincent Vega Mon, 26 Dec 2011 15:53:16 -0000
Antwort löschenSo schlimm wie DAVID GALE sind die IDES OF MARCH nicht (aber das ist auch nur schwer möglich), in die Sparte eindimensionalen Scheinpolitkinos mit Schulterklopfanspruch fallen aber beide. Gosling macht eine gute Figur (wie aktuell in den meisten Filmen, auch im schwachsinnigen DRIVE - :D), Giamatti und Hoffman sind aber noch besser. Clooney wiederum bleibt so blass wie seine Figur.
BigDi Mon, 26 Dec 2011 16:31:05 -0000
Antwort löschen"Drive" ist cool. ^^
Immerhin gute Darsteller, wird also noch im Auge behalten. Zumindetens weiß ich, was mich dabei erwarten wird...
Georg Z. Mon, 26 Dec 2011 16:38:45 -0000
Antwort löschenFilm von der Liste gestrichen.
Mr Vincent Vega Mon, 26 Dec 2011 16:42:00 -0000
Antwort löschen@BigDi:
DRIVE ist sicherlich kein schlechter Film, ich mochte ihn nur einfach überhaupt nicht. :)
Le Samourai Mon, 26 Dec 2011 17:54:05 -0000
Antwort löschen... Georg, oder einfach schauen und selbst urteilen? Des Vegas Meinung ist sicherlich nicht die einzig Wahre! :)
DRIVE ist unfassbar gut!
Georg Z. Mon, 26 Dec 2011 19:04:12 -0000
Antwort löschenDes Vegas Meinung ist aber oft die richtige!
Le Samourai Mon, 26 Dec 2011 19:29:24 -0000
Antwort löschenOch, recht oft ist es auch die meinige! :)
Und aus unseren 87% und deinem davon abgeleiteten Geschmack folgere ich einfach mal, dass dir der Film mit Sicherheit gefallen wird!
schalli Thu, 29 Dec 2011 11:32:23 -0000
Antwort löschenLobbyprodukt für wen oder was? Die Demokraten bekommen genauso ihr Fett weg wie die Republikaner. Ich fürchte, Du hast den Film nicht verstanden. Aus Trotz und falscher Voreingenommenheit. Und Dein unangekündigter Spoiler wird mich auch in Zukunft davor warnen, Deine Texte zu lesen. Denn das ist die mieseste Form der Filmkritik. Spoilern, weil man selbst eh mit dem Film abgeschlossen hat. Spoilern, weil man an sich statt an seine Leser denkt. THE IDES OF MARCH ist ein hervorragend gemachter, universeller Thriller, der weit über Politik (und offenbar auch Deinen Horizont) hinaus geht.
Achja, Georg: 87% :)
Mr Vincent Vega Thu, 29 Dec 2011 11:33:36 -0000
Antwort löschenrofl
Taddl Mon, 02 Jan 2012 05:03:50 -0000
Antwort löschenIch fühl' mich auch bestialisch gespoilert.
Du hast mir ein Filmerlebnis gestohlen. :(
Le Samourai Sat, 07 Jan 2012 00:23:26 -0000
Antwort löschenIhr spinnt doch! :)
Le Samourai Sat, 07 Jan 2012 01:20:31 -0000
Antwort löschen:) Also für mich zeigt der gute George regelmäßig Brain (Confessions, Good Night, Ides). Dazu sogar noch Style. Vielleicht bin ich aber auch einfach doofer als ihr!
Le Samourai Sat, 07 Jan 2012 01:46:51 -0000
Antwort löschenEin wunderbares Wort, das gefällt mir! :)
arues Wed, 18 Jan 2012 00:56:06 -0000
Antwort löschenIch musste lachen, als ich die Wertung las. Vega scheint es drauf zu haben, gute Filme zu verreißen. Nochmals laut lachen musste ich, als er Drive als schwachsinnig bezeichnete. Das passt ins Bild.
Le Samourai Wed, 18 Jan 2012 01:32:34 -0000
Antwort löschenAuch ein Vega ist nicht unfehlbar. :)
arues Wed, 18 Jan 2012 10:28:28 -0000
Antwort löschenIch wette, ich würde bei einer Anzahl von zehn von Vega bewerteten Filmen, die ich auswähle, eine Durchschnittsbewertung finden, die 3-4 Punkte unter der bei IMDb liegt. Manchmal nervt es, wenn jemand so offensichtlich anti sein möchte, um zu zeigen, dass er mal sowas von nicht Mainstream ist.
Stefan Ishii Thu, 26 Jan 2012 17:04:11 -0000
Antwort löschenIch empfand den Film ebenfalls als Enttäuschung. Zwar war er durchaus spannend und gut gemacht, aber die Aussage war mir dann doch zu fraglich. Allerdings fällt meine Bewertung weit weniger drastisch aus wie Mr. Vegas. Ich muss jedoch zugeben, dass "Ides of March" im Nachhinein doch einen faden Beigeschmack bei mir hinterlassen hat.
Ich hatte ebenfalls das Gefühl, dass da platte Demokratensprüche runtergeleiert wurden (auch wenn ich die Aussagen an sich als politisch gut und wünschenswerte erachte), nur um dann durch den Handlungsverlauf, eben diese Aussagen getrübt werden.
Roco De Long Thu, 08 Mar 2012 21:57:50 -0000
Antwort löschenAuch wenn ich deine zahlenmäßige Bewertung wie so oft für zu radikal und einseitig erachte - der Kommentar ist gut.
Le Samourai Thu, 08 Mar 2012 22:02:50 -0000
Antwort löschenNee, der Kommentar ist totale Banane. Der Film ist großartig.
Roco De Long Thu, 08 Mar 2012 22:11:02 -0000
Antwort löschenBanane ist das sicher nicht. Vega deckt die Schwächen (wie immer) gut auf. Er vergisst nur die Stärken :)
Le Samourai Thu, 08 Mar 2012 22:20:18 -0000
Antwort löschenDie vermeintlichen Schwächen sind für mich an den Haaren herbeigezogen. Und die ganzen Stärken vergisst er sowieso, das ist klar.
Taddl Fri, 09 Mar 2012 22:46:51 -0000
Antwort löschenVega ist eh voll blöd.
Le Samourai Sat, 10 Mar 2012 02:57:20 -0000
Antwort löschenAuf jeden Fall!
Julio Sacchi Wed, 14 Mar 2012 12:18:07 -0000
Antwort löschenVega ist in seinem Urteil vielleicht etwas harsch - aber er hat trotzdem recht.
Le Samourai Wed, 14 Mar 2012 13:53:15 -0000
Antwort löschenNaja, die "behauptete Politkulisse" find ich doch etwas frech. :)
Alle 30 Antworten zeigen
Anoirja Sun, 13 May 2012 15:10:11 -0000
Antwort löschenIch bin da auch eher bei Vega; weil ich aber in meinem Urteil auch nicht ganz so harsch bin, hat Hasko noch am meisten recht. :)
Le Samourai Sun, 13 May 2012 15:32:24 -0000
Antwort löschenIhr habt doch alle keine Ahnung.
Filmering: Filmering.at
Kommentar löschenThe Ides of March ist George Clooneys flammende Abrechnung mit den Misständen des politischen Systems. Natürlich kann man anmerken, dass der Film im Wesentlichen nur offene Türen einrennt und Clooney nichts radikal Neues sagt, aber trotz dieses Kritikpunkts ist The Ides of March ein äußerst gelungener Film, der aufzeigt wie aus flammenden Idealen müde Kompromisse werden und wie die größten Ambitionen in Hinterzimmerdeals verstümmelt werden. Dank der ausgezeichneten Schauspielerriege, dem tollen Drehbuch und der stilsicheren Inszenierung von George Clooney ist The Ides of March ein absolut gelungener Film, den man nicht verpassen sollte.
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R. Loch: FilmSzene.de R. Loch: FilmSzene.de
Kommentar löschenWie Clooney seine Charaktere gegeneinander ausspielt [...] hat ganz große Klasse und zeigt eindrucksvoll auf, warum Politik nun einmal so funktioniert, wie sie funktioniert. Oder eben nicht.
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Sabine Horst: epd-Film Sabine Horst: epd-Film
Kommentar löschenThe Ides of March funktioniert wie eine etwas kriminellere Version der Serie »The West Wing« – unterhaltend, informiert, mit einer feinen schauspielerischen Ensembleleistung und atmosphärischen Schauplätzen, aber ohne echte Sprengkraft.
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A. Eckhardt: Echo Online A. Eckhardt: Echo Online
Kommentar löschenDas Gesicht, das Ryan Gosling dabei seinem Charakter Meyers verleiht, ist oscarreif, denn es zeigt im Verlauf des Geschehens nicht weniger als den Verlust einer Seele.
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Walli Müller: br-online, NDR Walli Müller: br-online, NDR
Kommentar löschenEin dicht gesponnenes, souverän inszeniertes Polit-Drama.
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Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel
Kommentar löschenSein vierter Film als Regisseur ist sein bester: George Clooneys „The Ides of March" erzählt - unterhaltsam und schlau - vom Aufstieg eines Polit-Beraters im US-Wahlkampf.
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Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag
Kommentar löschenClooney aber will sich auf das sublime Spiel der Andeutungen nicht einlassen. Bei ihm klingt noch der offensichtlichste Drehbuchsatz wie eine in Stein gehauene Erkenntnis.
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Peter Uehling: Berliner Zeitung Peter Uehling: Berliner Zeitung
Kommentar löschenVon Szene zu Szene verschieben sich die Machtverhältnisse, so dass „The Ides of March“ erstaunliche Dynamik entwickelt.
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David Kleingers: Spiegel Online David Kleingers: Spiegel Online
Kommentar löschenGoslings Qualität als Schauspieler zeigt sich immer wieder in Momenten, in denen sein Gesicht die verborgenen Gedankengänge seiner Figuren erahnen lassen.
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Holger Römers: Film-Dienst.de Holger Römers: Film-Dienst.de
Kommentar löschen„The Ides of March“ funktioniert als Genrefilm ganz prima. Allerdings muss man einen Film von Hollywoods Vorzeige-Linksliberalen Clooney auch als politischen Debattenbeitrag verstehen. Und der weist einen zentralen Denkfehler auf.
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschen„The Ides of March – Tage des Verrats“ bietet hervorragende schauspielerische Leistungen, wobei sich Co-Produzent, Co-Drehbuchautor und Regisseur George Clooney als Schauspieler angenehm zurücknimmt und dezent im Hintergrund bleibt. Philip Seymour Hoffman und Paul Giamatti erstmals zusammen vor der Kamera zu sehen, macht bereits Clooneys viertes Regiewerk zu etwas Besonderem. Die Kamera von Phedon Papamichael wechselt elegant von bewegten Bildern des Wahlkampftrosses zu statischen Einstellungen etwa einer Krisensitzung des Kandidaten mit seinen Wahlkampfmanagern mitten in einem kargen Raum oder des symbolträchtigen Umrisses Stephens vor einer riesigen US-Fahne. Dramaturgisch leidet Clooneys Film jedoch einerseits durch die bereits im Filmtitel angelegte Vorhersehbarkeit. Zwar kann der Zuschauer von der Politik abstrahieren und die Story nach dem Statement des Regisseurs als eine universelle Geschichte ansehen: „‚The Ides of March – Tage des Verrats’ ist nicht bloß ein Film über Politik…
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GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...
Kommentar löschen"The Ides of March" macht lange Zeit vieles richtig, und man ist nicht nur ob des tollen Schauspielkinos angetan – bis das dunkle Geheimnis Morris' ans Licht kommt und Clooneys Film leider in gewöhnliche Bahnen abdriftet. Diese Richtung, die der Film dann einschlägt verschenkt zu viel von dem Potential, das er anfangs aufgebaut hat und kommt mit Wendungen um die Ecke, die weder spannend, noch überraschend sind. Den Anspruch, den Clooney für sich selbst erhebt, kann er leider nicht aufrecht erhalten. Das Politthrillerdrama, das nicht selten an ein Stück von Shakespeare erinnert (das ihm ja indirekt auch den Titel gegeben hat), bekommt nun eine Dramaturgie, die nur noch durchexerziert wird und nun nicht mehr an Shakespeare, sondern vielmehr an einen ZDF-Sonntagsfilm erinnert. Das ist angesichts dessen, was uns "The Ides of March" anfangs präsentiert natürlich umso bitterer. Dennoch bleibt ein hervorragend gespielter, politisch hochaktueller Film übrig, der bei den Oscars sicher nicht unbeachtet bleiben dürfte.
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alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenDas inoffizielle Ryan Gosling-Jahr 2011 schließt mit „The Ides of March“ hervorragend ab. George Clooneys charmante Tragödie erinnert anfangs an das wonnige „Primary Colors“, reißt den Zuschauer alsbald in die Abgründe der Realpolitik. Regisseur Clooney spielt hier einen Hoffnungsträger der Marke Obama 2009. Im Fokus des Films steht aber ein junger, ambitionierter Politlenker/Spin Doctor, der die Welt zum Guten verbessern möchte und aufgrund seines Talents schnell in die korrupten Mühlen des Tagesgeschäfts gerät. Basierend auf einem Stück von Beau Willimon lernt der Zuschauer einmal mehr, dass Macht korrumpiert und dass gesponnene Intrigen einen immensen Strudel auslösen können. Die Moralgeschichte wird von großartigen Dialogen gestützt. Der Film „The Ides of March“ glänzt besonders durch seinen Wow!-Cast: Neben Clooney und Gosling treten Philip Seymour Hoffman, Paul Giamatti, Marisa Tomei und Evan Rachel Wood in Erscheinung. Gerade Wood sticht aus dem Männer-Glanzquartett heraus. Sie zeigt eine herausragende Präsenz zwischen all den düsteren Dialogduellen. Und so ist es eine wahre Wonne die gegenwärtigen Schauspielgiganten bei ihren Geheimgesprächen in den dunkelsten Bar-Ecken, Hotelzimmern und Wahlkampfbüros zu beobachten. Das ist einfach nur großes und exzellent gespieltes Charakterkino. Und Clooney zeigt sich hier einmal mehr als versierter Regisseur. Er inszeniert so manche Szene meisterhaft. „The Ides of March“ ist tolles Erwachsenenkino, eine intelligente Gefühlsseifenoper für Männer, die trotz der aufgefahrenen Dramatik glaubwürdig bleibt. So ist eben Politik. Am Ende ist das Herzblut verschwunden, Desillusion und Leere machen sich breit. Und Clooney schickt uns mit einer finalen Einstellung für die Ewigkeit nach Hause.
Kritik im Original 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de
Kommentar löschenGewiss ein Spiel. Aber eines, das mit seinen Raffinessen, seinen Intrigen, seinem Übervorteilen, seinem Schmutz überall in der Politik – beileibe nicht nur in den USA - vielleicht nicht allzu sehr von der Realität entfernt ist.
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Alle Kritiken (35)
Kommentare (150) — Film: The Ides of March - Tage des Verrats
heikschn Wed, 24 Apr 2013 20:47:04 -0000
Kommentar löschenZeichnet ein schonungsloses Bild der Politik, speziell des amerikanischen Wahlkampfes. Politik als GeschäftHier ist alles ein großes Strategiespiel um Macht. Programme geben nicht die zukünftige Politik vor, sondern dienen nur der Profilbildung, sollen nur zusätzliche Wählerstimmen bringen. Bezeichnende Szene im Film, wenn der von Clooney dargestellte Kandidat sicher erinnert, wie viele seiner Prinzipien er bereits verraten hat, sich schwört, ein letztes nicht zu verraten, nur um es kurz darauf dann doch zu tun. Sicher nicht 1:1, aber von der Grundaussage auch auf die deutsche Politik zu übertragen. Ein wertvoller Film.
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kinogaengerin Sun, 07 Apr 2013 12:22:41 -0000
Kommentar löschenEr ist in aller Munde, von den einen wird er angehimmelt und als neuer Star in Hollywood angepriesen, von den anderen wird er spöttisch belächelt und als eintönig betitelt. Die Rede ist natürlich von Ryan Gosling. Er spielt hier einen jungen engagierten Mann im Wahlkampfteam von Senator Mike Morris. Anfangs locker leicht, muss er ziemlich schnell erkennen, dass die Politik sehr schmutzig sein kann und das auch die hellsten Idole ihre Leichen im Keller verbergen. Doch wie weit würde er selbst gehen, um erfolgreich zu sein? Es ist schwer, Gosling objektiv zu betrachten. Er spielt diese Rolle hier gut, nicht überragend, aber gut. Insgesamt scheint aber noch reichlich Luft nach oben zu sein. Im Gegensatz zu den recht kurzen, aber einprägsamen Auftritten von George Clooney, Paul Giamatti und vor allem von Philip Seymour Hoffman kann Gosling in diesem Film nur verlieren... 'The Ides of March' ist intrigant, verschworen, ruhig, bissig, am Ende richtig bitterböse und eben einfach gut.
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Velly Sun, 07 Apr 2013 12:39:49 -0000
Antwort löschenJop, wirklich keiner von Goslings richtig starken Auftritten, vor allem nicht, wenn man Filme wie "The Believer" oder "Lars und die Frauen" als Vergleich heranzieht.
Nichtsdestotrotz ein wirklich sehenswerter Film. Hat mir auch gut gefallen!
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alex023 Sun, 07 Apr 2013 14:23:15 -0000
Antwort löschenDass man nicht erkennt, was Goslings Figur gerade denkt, weil sein Minimalismus quasi wieder zur Hochform aufläuft, ist doch gerade hier das, was ihn über die anderen hebt. Naja, außer Hoffman vielleicht. Aber dennoch ist er in anderen Filmen noch stärker. "Half Nelson"!
Velly Sun, 07 Apr 2013 16:38:05 -0000
Antwort löschenOh ja.... in Half Nelson ist er sehr gut. Vor allem in der Szene, wo seine Schülerin in das Motel (junkie-Bude) kommt und er gerade aus dem Zimmer schaut und sie sich sehen. Der Moment wo beiden klar wird, was da los ist.
Da haut er mich jedesmal um....
Rob Stark Wed, 03 Apr 2013 20:50:56 -0000
Kommentar löschenIntellektuell, interessant und rational. Ohne dabei sich tief in die Politik zu vergreifen, wird einem eine sehr spannende Handlung geboten. "Tage des Verrats" ist der deutsche Untertitel, der viel Platz für Vermutungen lässt. Gute Wendung mit einem Ryan Gosling, der an einem gewissen Punkt, sein cooles Pokerface verliert. Das meine ich nicht negativ. Er hat seine Rolle toll gespielt und seine Kollegen konnten mich auch überzeugen. Ein wenig ernüchternd und unauffällig fand ich George Clooney, aber das tut dem Ganzen keinen Abbruch. Auch Philip Seymour Hoffman hält sich m.E. eher zurück. Das war in deren Rolle vllt. auch notwendig, um den Weg der Handlung beizubehalten.
"The Ides of March" sieht nach sehr viel Politik aus, was abschreckt. Mit Politik verbindet man oft Langeweile. Ich kann bestätigen, dass dies nicht der Fall ist. Ich wurde gut unterhalten und sehe den Film als sehenswert! Das Ende ist für meinen Geschmack etwas abgehackt, aber ich hätte auch keine Alternativlösung anzubieten. Kann mich damit also anfreunden, ohne dass dieser Punkt zu negativ auffällt.
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pischti Thu, 04 Apr 2013 09:03:14 -0000
Antwort löschenWill ich auch noch sehen, hab bisher nur Gutes gehört :)
Rob Stark Thu, 04 Apr 2013 09:20:25 -0000
Antwort löschenWar wirklich gut. Den konnte ich sehr günstig beim Restpostenverkauf ergattern. Dann lag er ein paar Tage hier rum und ich hab ihn einfach in den Player geschmissen ;-D
Martinmartin Wed, 27 Mar 2013 18:58:51 -0000
Kommentar löschenPolitik ist ein dreckiges Geschäft - Ides of March ist nicht der erste Film, der uns das lehrt. George Clooneys so gar nicht subtile Lobbyarbeit für die Demokratische Partei über den Abstieg eines in seinem Gewerbe einsamen Idealisten zum berechnenden Opportunisten glänzt aber mit einem durchdachten Drehbuch und seiner geradezu nüchternen Inszenierung; nahezu alles an diesem Film versprüht diesen gewissen Sorkin/Fincher Vibe. Wer den mag, wird Ides of March lieben. Die bis in die kleinste Nebenrolle brilliante Besetzung (mit Philip Seymour Hoffman und Paul Giamatti sind gleich zwei der besten Charakterdarsteller aller Zeiten dabei) tut ihr Übriges.
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LionelLuthor Fri, 15 Feb 2013 22:30:44 -0000
Kommentar löschenDieser Film zählt zu der Kategorie der Filme, die es einem nicht leicht machen.
Man muss sich auf den Film einlassen können.
Storytechnisch sollte man sich für Politik im allgemeinen und speziell für die amerikanische Politik interessieren. Interessiert einen Amerika so sehr, wie eine Journalisten irgendwelche Verbote interessieren, dann sollte man die Finger von dem Film lassen. Und selbst wenn man sich für das Thema interessiert, dann erfährt man in dieser Hinsicht nichts neues. Da liegt für mich auch eine gewisse Schwäche des Films.
Ich hatte da etwas mehr erwartet und für mich kam das Ende etwas überraschend.
Doch ich denke der Georgie wollte einfach noch mal auf das Thema aufmerksam machen. Mehr nicht.
Darüber hinaus wird aber viel geboten. Die Schauspieler/inen machen in meinen Augen alle , wirklich alle , einen guten Job. Jedoch wirbt Ryan Goslin quasi auch mit diesem Film dafür, dass man sich seine anderen Filme anguckt, da ich ihm stundenlang zu gucken könnte.
Wenn man dann auch noch weiß, dass der Film auf einem Theaterstück basiert,weiß man manche Kameraeinstellung und Bilder noch mehr zu schätzen.
Die Musik ist für den Stil des Films auch sehr gut gewählt.
Wer also auf ruhige Politthriller mit hervorragenden Schauspielern steht, sollte diesen Film nicht übergehen.
P.S. Memo an mich selbst: Nie wieder den großen Kontrast wählen: Erst Hirn-Ausschalt-Action a la "G.I.Joe" und dann solche Filme wie diesen gucken. Dann kann ich solche Filme auch besser genießen... ;)
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Simon Moon Sat, 16 Feb 2013 06:58:06 -0000
Antwort löschenEin gutes Dokumentar-Spiel. So oder noch schlimmer ist es in der ("hust") Politik. Und (lach) besser umgekehrt gucken, erst sowas, dann das andere.
mikkean Thu, 14 Feb 2013 14:10:29 -0000
Kommentar löschenPolitik - ein schmutziges Geschäft. Und immer wieder für einen interessanten Film gut. George Clooney legt mit "The Ides Of March" gleich einen überaus interessanten Film zum Polit-Rummel um die Wahl nach dem nächsten Präsidentschaftskandidaten vor. Kammer-Spielartig, es wurde einmal mehr ein Theaterstück adaptiert, und deswegen stark dialoglastig. Aber bitte nicht Dialoge mit zehntausend-stelligen Sprech-Passagen verwechseln. Hier zählt jedes Wort und eine Aussage wiegt mehr, als es eine unnötig gezeigte Geste oder Anschluss-Aktion hätte vermitteln können. "The Ides Of March" handelt von den entscheidenden Tagen der Kampagne für den demokratischen Gouverneur Mike Morris (Clooney). Aber zur Abwechslung geht es nicht vorrangig um die Schicksalswahl des Gesichts, sondern um die Leute dahinter. Ryan Gosling nämlich schlüpft in die Rolle des Junior-Wahlkampfleiters Stephen. Er ist loyal, nicht verblödet, wenn es um den Glanz seines Champions geht. Trotzdem hängt sich Stephen idealistisch in den Wahlkampf. Weiß er doch, dass die Stimmen des Volkes allein nie für einen Sieg reichen. Koalitionen sind das Zauberwort, weshalb wir auch miterleben dürfen, wie ein dringend benötigter Senator sich wie ein König umwerben lässt. Und sein eigenes Spiel spielt, weil er eben genügend Delegierte verfügt, die Morris den Sieg bringen werden. Aber ich schweife ab. Junior Stephen jedenfalls ist in seinem Metier der beste, auch wenn er noch unter seinem Mentor Paul (Philip Seymour Hoffman) steht. Und hier wird es noch interessanter. Denn Stephen gerät unvermittelt zwischen die Zahnräder des dreckigen Apparats und wird wie eine heiße Kartoffel fallengelassen. Das wie und warum, zeigt "The Ides Of March" als gar nicht mal so langweilen Exkurs ins Wesen moderner Politik. Wie heutige Könige gemacht werden und wie es um den Wert der fleißigen Ameisen im Hintergrund bestellt ist, wird hier ohne Glanz und erschreckend nüchtern beleuchtet. So ist der Film im Kern die Geschichte einer Entscheidung. Gibt Stephen das auf, was er kann und was ihm einfach so weggenommen werden soll? Oder lässt er von der Wertvorstellung ab, dass ein Wort ein Wort ist. Und Treue und guter Willen einen im Leben weit bringen werden? Deswegen muss ich auch klar sagen, dass George Clooney in seiner Funktion als Regisseur, oberflächlich betrachtet, nicht der, vermeintlich spannendste, Polit-Thriller der letzten Jahre gelungen. Nein, "The Ides Of March" packt einen genau darum, weil er sich auf jemanden fokussiert, der die Ränke überwacht und bisweilen auch selber schmiedet. Wie schon gesagt, der Superstar Clooney als Amtsanwärter Morris ist hier gar nicht mal der entscheidendste Dreh- und Angelpunkt. Wohlweislich eine von Clooney's besten Entscheidungen. Da es sich um einen Theater-Stoff handelt, ist auch klar, dass "The Ides Of March" großen Wert auf die zum Teil bewundernswerten Dialoge legt. Die sind nicht geschwollen, überphilosophierend - sondern extrem präzise. Und keine Angst, nur weil Spannung durch Wortwechsel aufkommen soll, bedeutet das nicht, dass hier jedes Gaffen in die Kamera zum Showdown stilisiert wird. "The Ides Of March" ist in dieser Hinsicht erfrischend unprätentiös. Er dämonisiert niemanden aus dem Polit-Geschäft. Die Dinge werden nur in die richtige Perspektive gerückt. Denn ganz gleich, um welches Lager es geht. Jeder will hier nur aufs nächste Feld vorrücken. Insofern war ein Film mit einer so klaren Sicht der Dinge mal richtig überfällig.
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angus_hampt Sun, 27 Jan 2013 22:26:55 -0000
Kommentar löschenWahnsinnig gut besetzter Moralstreifen. Es gab schon einige Wahlkampffilme, aber "The Ides of March" ist der beste, der mir begegnet ist. Solide Regie, klasse Drehbuch. Aber das wichtigste Moment des Films ist das Thema: Wofür entscheidest du dich? Für das Gewinnen oder die Wahrheit?
Ein Film ist gut, wenn er einen mit einem wichtigen, aufreibenden Gefühl entlässt. "The Ides of March" entließ mich mit jenem unguten und dennoch starken Gefühl, welches mittlerweile schon als idealistisch abgewohnt oder trivial belächelt wird: hinter den Kulissen geht es nicht mehr um die Sache!
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pischti Tue, 05 Feb 2013 22:36:23 -0000
Antwort löschenEin anderer Wahlfilm ist z.B. "Die Qual der Wahl" mit Zach Galifianakis, frag mal unseren Wilson ^^
"The Ides of March" möchte ich schon seit langem sehen, werde ich wohl mal demnächst nachholen nach Deiner sehr positiven Kritik.
movie.max Mon, 21 Jan 2013 08:40:38 -0000
Kommentar löschenTolles Politkino.
Dass man mir ein politisches Thema durch das Medium Film nochmal so spannend verkaufen kann, hätte ich nicht gedacht. Der Weg Goslings vom Überzeugungstäter zum verlogenen Politschwein ist glaubwürdig. Demnach ist das Drehbuch einfach mal gut. Die Überschneidungen von Politik, Presse und Privatem führen den ambitionierten Sprössling in eine Sackgasse. Gosling ist glaubhaft, Hoffman ist mal wieder super.
Ein recht anspruchsvolles und sehr unterhaltsames Filmchen, etwas zu glatt, aber charmant.
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AgentGuhl86 Thu, 17 Jan 2013 00:31:55 -0000
Kommentar löschenIch beginne mit dem großen Aber dieses ansonsten sehr gut umgesetzen Werks von George Clooney. Niemand wird überrascht! Ein halbwegs erfahrener Filmgucker wird zugeben müssen, dass ihm oder ihr die Geschichte in der einen oder anderen Form schon in diversen Filmen vor die Füße fiel. Politischer Wahlkampf, das ist ein Feldzug des Egoismus. Such dir die Leute, die dich am weitesten bringen, egal was sie können - Hauptsache ist es doch, man gewinnt. Immer dann wenn ein Film "Macht" bzw. den Kampf um Macht wählt, werden uns eine Konstellation von Menschen gezeigt, in welcher der ein oder andere auf der Strecke bleibt. Oft ist es ein Kampf um Spitzfindigkeiten, um kleine Informationsschnipsel, die den Ausschlag darüber geben, wer oben ankommt. All das ist nichts neues, trotzdem ist die Umsetzung gut gelungen. Die Besetzung glänzt mit Ryan Gosling, Phillipp Seymour Hoffmann, George Clooney und Paul Giamatti, die alle ihr Handwerk verstehen. Zwar wird der Film erst zur zweiten Hälfte wirklich spannend, aber er vermittelt schön früh ein ungutes Gefühl, das einem andeutet, dass niemandem zu trauen ist. Des Weiteren spricht "The Ides of March" eine gesellschaftliche Wahrheit aus, die man nur mit viel Naivität ein Geheimnis nennen würde. Die Mächtigen unserer Gesellschaft verlieren nie wirklich - entweder du kommst ins Weiße Haus oder in eine Consulting-Firma und verdienst 1 Million im Jahr.
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SamRamJam Thu, 10 Jan 2013 20:46:12 -0000
Kommentar löschenACHTUNG SPOILER !!
Heute habe ich einem Kollegen auf Arbeit das ungefähre Grundgerüst des Films erzählt, worauf dieser meinte, es biete ja schon allerhand für einen echt guten Film. Genau dass hatte ich auch zuerst gedacht als ich vom Film und dessen Inhalt hörte.
Meine Reaktion ist dann aber doch recht ernüchternd ausgefallen. Lohnt es sich einen Film über das amerikanische Wahlsystem zu werfen, und deren "Spielregeln" einmal zu hinterblicken? Auf jeden Fall! Allerdings hatte ich den ganzen Film über so ein Gefühl als wenn ich mehr in einem Theaterstück als in einem Film sitze, und siehe da, im Abspann: Es basiert tatsächlich auf einem Theaterstück. Dieses mag auf der Bühne funktionieren (oder auch nicht, was weiß ich) wo sowieso alles zwangsläufig künstlich wirkt, aber in einem Film, der zumindenst den Schein vorgaukelt real zu sein, fand ich die Geschichte um Lug und Betrug doch sehr Schema F lastig.
Kurz zusammengefasst: Ein junger politischer Idealist wird jeh von der Realität eingeholt um dann so zu werden wie dass was er eigentlich gehasst hat. Auf der anderen Seite gibt es noch einen Gouverneur der auf seinem Weg zur Präsidentenwahl ebenfalls ein paar unliebsame Kompromisse eingehen muss.... wow, ehrlich? Wow...
Also halten wir fest: Mutiges und starkes Thema in einer eher schwachen Umsetzung. I'm sorry, aber gefallen hat mir dieses müde vor sich hin plätschern nicht. Und nur weil mir das Thema eines Films gefällt, gibt es noch lange keine Extrapunkte. Da bin ich so knallhart wie ein Wahlhelfer.
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FilmFreeza Fri, 11 Jan 2013 15:55:19 -0000
Antwort löschenFand ihn top.
FilmFuzzi Sun, 03 Feb 2013 18:18:04 -0000
Antwort löschenSehe ich genau wie du. Sehr lustloser Film
andre.hottges.7 Wed, 02 Jan 2013 05:29:32 -0000
Kommentar löschenNicht viele Gewerbe sind so dreckig wie die Politik. In wie vielen anderen Branchen geht es darum Angehörige der eigenen Zunft zu desavouieren und im besten Falle zu vernichten (?) (im Wahlkampf angeleitet durch Wahlkampfmanager, die genau wissen was man wie zu sagen hat und wie das auf welche Personenkreise wirkt.) Das alles im Kampf um Macht, Einfluss, Geld und Mandate, die die eigene Partei (oder den eigenen Kandidaten, je nach Wahlsystem) stärken. Schafft man es in der Politik seinen Berufsgenossen zu vernichten, ist man ein Held, in einer anderen Zunft wäre man wohl bei der gleichen Nummer ein Kollegenschwein und geächtet. Kein Wunder also, dass Politiker nicht ganz oben auf der Beliebtheitsskala der Bevölkerung stehen, sie verbringen einfach zu viel Zeit damit, sich gegenseitig fertig zu machen, dann muss kein anderer mehr für den Schaden sorgen. Und dabei können sie noch nicht mal was dafür die Politiker, sie wollen doch einfach nur geliebt werden, möglichst von allen, aber im demokratischen System ist die Schlammschlacht nun mal angelegt, besonders extrem in Amerika, wo die politische Kultur noch um einiges härter ist als in Deutschland. Leider ist noch kein besseres System erfunden und keines, das bessere Ergebnisse hervorbringt als die Demokratie. Unfreie oder halbfreie Systeme können die Antwort nicht sein, das lehrt die Geschichte eindeutig. So müssen wir wohl mit dem kleineren Übel leben...
Eben diese Schattenseite der Politik, die besonders stark in Wahlkämpfen zutage tritt, wird in diesem Film dargestellt. Dabei bleibt der Film aber nicht nur auf der politischen Ebene hängen, sondern zeigt auch, dass die Personen, die den Wahlkampf leiten, auch Menschen sind. Sie machen Fehler und versuchen sie auszubügeln und ihren eigenen Hals (Job) zu retten. Sie verfolgen also durchaus mal Eigeninteressen und haben nicht nur das Ziel, den eigenen Kandidaten als Sieger übers Ziel zu bringen. Dabei ist schön zu sehen (oder eben nicht schön), wie dem Hauptcharakter durch das politische Geplänkel der letzte Rest Idealismus und Anstand aus den Knochen gesogen wird und am Ende nur eine desillusionierte, nicht begeisterte, leere Hülle zurückbleibt. Ans Ziel kommt er, aber bedeutet es ihm auch noch gefühlsmäßig etwas? Ohne Lügen geht es dabei offensichtlich nicht, wenn man die Mindgames weiterspielen möchte.
Getragen wird der Film eindeutig von Ryan Gosling, der es schafft, seinem Hauptcharakter die Intensität aus "Drive" zu erhalten. Er ist ähnlich kaltschnäuzig und hat wieder diese schwer zu erklärende Präsenz, wenn die Kamera auf ihn gerichtet ist. Der einzige Unterschied ist: er löst seine Probleme dieses Mal mit Köpfchen und nicht mit dem Hammer aus "Drive", respektive körperlicher Gewalt. Im Moment sehe ich keinen Schauspieler lieber als ihn.
George Clooney ist für den Film als Schauspieler nicht besonders wichtig, er ist eigentlich nur die Puppe seines Managements, die dem Publikum vorgesetzt wird. Als Regisseur mag das wohl anders sein. Doch zeigen sich in diesem Film auch wieder einmal die üblichen Clooney Marotten der letzten Jahre. (Up in the Air und The American und Konsorten halte ich ja für überbewertet). Es gibt keine echten Highlights, die den durchschnittlichen Zuseher aus dem Sitz reißen würden und insgesamt eher Spannungsarmut.
Der Film ist natürlich dialoglastig und man muss Lust haben, sich damit auseinanderzusetzen. Für mich reißt es Gosling vollkommen raus und auch meine Begeisterung für Politik (sonst hätte ich mein Studienfach auch falsch gewählt). Auch wenn von mir aus mehr politischer Prozess hätte drin stecken können und weniger persönliche Verwicklung (mit letzterem bekommt man den durchschnittlichen Filmseher natürlich eher rum), so steckt doch eine ganze Menge Wahrheit im Film, weshalb er eine sehr runde Sache ist und bleibt.
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Patrick Zecca Mon, 24 Dec 2012 14:19:09 -0000
Kommentar löschenThe Ides of March is ein sehr ansprechendes und kompliziertes Polit-Werk, das mich, nur die Geschichte betrachtend, trotz der Tatsache, dass es nicht auf einer wahren Geschichte beruht, etwas zornig zurücklässt.
Doch es ist ein guter Zorn. Ein Zorn der die Politiker trifft. Sie sprechen von Liebe und Loyalität, von Vertrauen und Überzeugung, doch hinter den Kulissen sind sie nichts mehr von dem was sie versprechen zu sein.
Viel mehr gefangene des Systems, die wie Marionetten, wie Schachspieler mehrere Schritte vorausdenken müssen, um zum Sieg zu gelangen. Moral kann man sich offenbar ebenso wenig leisten wie Fehler.
Doch ich will nicht zu sehr auf den Politikern herumtrampeln, immerhin sind wir die Basis des Systems, auch wenn wir uns selbst gerne als hilflose Opfer darstellen. Vielleicht ist es alles auch nicht so wie es in diesem Film scheint, vielleicht ist unsere Regierung nicht annähernd so verlogen wie hier dargestellt.
Alles bisher geschriebene zeigt vor allem eines: Der Film bringt zum Nachdenken oder vielmehr die Geschichte. Das ist lobenswert und absolut elementar für ein Polit-Drama, warum also nur 6,5?
Tja, mein Problem hat einen Namen: Ryan Gosling.
Leider der Protagonist um den sich alles dreht, der dafür verantwortlich ist nicht die Story, sondern die Emotionen an den Zuschauer zu bringen, er versagt gänzlich. Er scheint immerzu ein und die Selbe Rolle zu spielen, er spielt sie in "Drive", er spielt sie in "Das perfekte Verbrechen", den Kalten, den Unnahbaren. Die Bindung zum Film bleibt somit beinahe komplett auf der Strecke.
Wenn man einen Vergleich zu Frost/Nixon ziehen würde, wäre er das fehlende Puzzleteil, er ist schauspielerisch längst nicht auf dem Niveau von Frank Langella oder Michael Sheen. Folge: Das Charisma ist nicht existent. Schade um die gute Arbeit George Clooneys.
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angelmoonsoul Mon, 24 Dec 2012 11:05:45 -0000
Kommentar löschenHabe den Film nun endlich gesehen, und war begeistert!
Wahnsinnig spannender Politthriller mit einer guten Musik.
Ryan Gosling spielt perfekt, und sieht nebenbei auch noch total gut aus!
Der ganze Cast ist hervorragend besetzt. Evan Rachel Wood hat eine etwas kleinere Rolle, spielt diese jedoch auch prima!
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hurenkind Sun, 30 Dec 2012 18:47:36 -0000
Antwort löschentotal gut!
hundehaendla Sun, 25 Nov 2012 08:49:30 -0000
Kommentar löschenstückwerk, man hat den eindruck als wâre es die verfilmung einer drehbuchskizze. ein phânomen das man leider immer häufiger vorfindet.
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kobbi88 Mon, 12 Nov 2012 00:22:41 -0000
Kommentar löschenDie Titel gebenden „Iden des März“, an denen Caesar im Senat hinterrücks von seinen eigentlichen „Freunden“ ermordet wurde, werden hier auf die heutige Zeit, auf den Vorwahlkampf in den Vereinigten Staaten übertragen. Auch hier ist fast jeder nur auf eigenen Profit aus und arbeitet mit allen Tricks. Für den eigenen Erfolg würden sie alles tun. Auch gegen die eigenen Leute. Trickreich wird hier einer gegen den anderen ausgespielt.
Der Film bietet einen interessanten und, wie ich zumindest glaube, einen realistischen Blick hinter die Kulissen des amerikanischen Wahlkampfs. Der Cast ist bis in die Nebenrollen hervorragend besetzt. Allen voran Philip Seymour Hoffman, einer der besten Schauspieler unserer Zeit. Aber auch Marisa Tomei und Paul Giamatti können wie üblich überzeugen. Dazu Ryan Gosling, der seine Rolle sehr sympathisch und überzeugend spielt und Evan Rachel Wood, die in erster Linie mal richtig gut aussieht, aber auch einen sehr guten Job macht. Über all dem thront aber George Clooney, der als Gouverneur eine gute Rolle abgibt, aber hier vor allem als Regisseur besticht. Er inszeniert die Geschichte sehr ruhig, an manchen Stellen vielleicht etwas zu ruhig, räumt der Entwicklung von Goslings Charakter viel Platz ein und stellt die Schattenseiten des Wahlkampfs sehr gut und plausibel dar. Er schafft es außerdem, durch die Dialoge stets Spannung aufzubauen.
Insgesamt ein wirklich gutes Polit-Drama, bei dem am Ende leider das gewisse Etwas, der Aha-Moment fehlt, da man den Eindruck hat, alles schon einmal gesehen oder gehört zu haben und nichts wirklich neues erfährt.
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Steve Austin Sun, 04 Nov 2012 12:08:50 -0000
Kommentar löschenInteressanter Blick hinter die Kulissen im amerikanischen Wahlkampf. Manipulation und Erpressung sind da keine Seltenheit und Begriffe wie Moral, Loyalität und die eigene Überzeugung werden auf die Probe gestellt. Wobei nach außen hin natürlich immer die heile Welt dargestellt und propagiert wird. Die Darstellerriege rund um Gosling und Clooney macht einen klasse Job und gerade der gute George zeigt einmal mehr, dass er auch hinter der Kamera glänzen kann.
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Silv1 Sat, 20 Oct 2012 18:39:42 -0000
Kommentar löschenThe Ides of March glänzt mit einem cleveren Drehbuch sowie einer Top Besetzung. Er zeigt in sehr zynisches, distanziertes Bild vom Wahlkampf in den USA. Nebenbei ist der Film auch verdammt unterhaltsam.
George Clooney ist für mich einer der (leider) seltenen Fälle in Hollywood der eine positive Entwicklung hinter sich hat und wo man zurecht sagen kann: Ja, der Typ hat was auf dem Kasten. Er taucht letzter Zeit in wirklich tollen Filmen auf (Up in the Air, The Descendants) und versteht es auch hinter der Kamera zu agieren.
The Ides of March untermauert sein Talent eindrücklich. Well done George..
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Moe Sun, 14 Oct 2012 11:54:46 -0000
Kommentar löschenEs hat mir sehr gut gefallen, dass Clooney sich nicht als Hauptrolle reingedrückt hat, das hat völlig gepasst. Aber auch sonst hat er einen sehr guten Cast auf die Beine gestellt. Gosling (ja, ein gewisser Hype um ihn ist gerade da) spielt wirklich gut, PSH ist ja ein bekannt starker Schauspieler. Auch Tomei und Giamatti holen das Maximum aus ihren stets kurzen Auftritten raus.
Die Bildersprache in diesem Film passt perfekt. Silhouetten und die amerikanische Flagge bildschirmausfüllend dahinter. Einfach nur WOW!
Clooney ist ja auch privat politisch aktiv, und das merkte man auch, dass dieser Film eine Herzensangelegenheit von ihm war. Das Blatt für die Rolle von Gosling hat sich ja so schnell gedreht wie die Läufe einer Gatling, das hat mir, schlicht und einfach gesagt, gefallen.
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Hard_Way Sat, 08 Sep 2012 15:29:28 -0000
Kommentar löschen[...] Dass der metaphorische Sprachgebrauch der Iden des März, welcher Bezug auf die Verschwörung und anschließende Ermordung Julius Cäsars nimmt, hier die titelgebende Rolle einnimmt, ist dahingehend zu erklären, weil George Clooneys Theaterstück-Adaption von ähnlich verheerendem Chaos überrollt wird. Ersichtlich wird dies, betrachtet man diesen Polit-Thriller als eine Art großflächigen Spielraum politischer Initiativen. The Ides of March ist kein prägnantes Charakterportrait, sondern ein Portrait über die Sucht des profilierenden Erfolgs. Niemals beschränkt aufs Einzelne aber immer aufs Wesentliche. Der Trieb, der uns nach immer höheren und besser schmeckenden Früchten will greifen lassen, wird in diesem Film seiner ausstrahlenden Faszination beraubt, indem sämtliche Figuren daran zerbrechen, um schließlich mit aller Härte den Boden zu küssen. Konkret getragen von Ryan Goslings enorm guter Darstellung eines tüchtig, erfolgsverschriebenen Wahlkampleiters, ist es die ausgehende Kettenreaktion seines Handelns, die The Ides of March so lehrreich macht. [...]
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moritz_powers96 Sat, 08 Sep 2012 14:18:23 -0000
Kommentar löschenIch mag diesen Film, ich finde es war eine super schauspielerische Leistung von allen Beteiligten und auch eine richtig packende Story mit guten Bildern. Ich finde allein das Abschluss Motiv super oder die Einstellung wie er vor der Amerikanischen Flagge steht. Auch eine Super Filmmusik. Ich glaube, dass der Film gar nicht so unrealistisch ist und dass der Wahlkampf in den USA nicht ganz so sauber daher geht. Was sehr gut gelungen ist ist die Darstellung der Charakterlichen entwicklung des Stephen Meyers. In diesen Film stimmte einfach fast alles.
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