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Trance - Gefährliche Erinnerung

Trance (2013), GB Laufzeit 101 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Kriminalfilm, Kinostart 08.08.2013


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6.9
Kritiker
35 Bewertungen
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7.1
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2262 Bewertungen
160 Kommentare
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von Danny Boyle, mit James McAvoy und Rosario Dawson

In Danny Boyles neuem Thriller Trance – Gefährliche Erinnerung muss James McAvoy hypnotisiert werden, um den Drohungen einer kriminellen Bande zu entgehen.

Simon (James McAvoy) ist ein Auktionär von wertvollen Kunstwerken. Eines Tages wird die Versuchung für ihn zu groß und er schließt sich mit einer Bande mit krimineller Vergangenheit zusammen, um ein Gemälde im Wert von mehreren Millionen von Dollar zu stehlen. Während der Flucht erleidet Simon einen Kopfschuss und als er wieder zu sich kommt, hat er keinerlei Erinnerungen mehr daran, wo er das Bild versteckt hat. Franck (Vincent Cassel), der Anführer der Gang, versucht durch Drohungen und Folter an die Informationen zu kommen, doch ohne Erfolg. Er engagiert die Hypnotiseurin Elizabeth (Rosario Dawson), die durch die Kunst der Hypnose den Ort des versteckten Gemäldes herausfinden soll. Als sie immer tiefer in Simons ohnehin schon kaputtes Unterbewusstsein vordringt, vermischen sich für ihn immer mehr die Grenzen zwischen Realität und Illusion.

Hintergrund & Infos zu Trance – Gefährliche Erinnerung
Nachdem Danny Boyle zuletzt mit dem oscarprämierten Drama Slumdog Millionär und dem Biopic 127 Hours von sich reden machte, kommt 2013 sein Thriller Trance – Gefährliche Erinnerung in die Kinos, ein Remake des gleichnamigen Films aus dem Jahr 2001. Dabei erarbeitete er sich die Ideen zu Trance wieder gemeinsam mit dem Produzenten Christian Colson, mit dem er zuvor an seinen letzten beiden Filmen gearbeitet hatte. Das Drehbuch schrieb unter anderem John Hodge, der bereits die Handlung zu Trainspotting – Neue Helden und The Beach kreierte. Mit Trance – Gefährliche Erinnerung wollte Danny Boyle eine etwas andere Form des Thriller Noir erschaffen und entdeckte dabei die traditionelle ‘Femme Fatale’ neu.

Ursprünglich wurden sowohl Michael Fassbender als auch Colin Firth für die Rolle des Gangbosses Franck in Betracht gezogen, bevor Vincent Cassel (Die purpurnen Flüsse) gecastet wurde. Für den Part der Hypnotiseurin Elizabeth hatte Danny Boyle Scarlett Johansson, Mélanie Thierry, Eva Green und Zoe Saldana in der engeren Auswahl, gab allerdings Rosario Dawson (Sin City) den Zuschlag. (LM)

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Cast & Crew


Kritiken (32) — Film: Trance - Gefährliche Erinnerung

JackoXL: Die Drei Muscheln

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7.5Sehenswert

Kaum auszudenken, was "Trance" ohne seinen Regisseur wäre. In den Händen eines x-beliebigen Allesdrehers würde dieser grobe Unfug wohl gnadenlos untergehen. Danny Boyle macht aus dem haarsträubend konstruierten und hochgradig bekloppten Plot eine wilde Fahrt durchs Neo-Noir-Genre. Treibende Dynamik wie in seinen wilden Anfangszeiten. Flott, unterhaltsam, visuell großartig und in seiner Unglaubwürdigkeit so spannend und überraschend, eine erstaunliche Kombination. Zu pumpenden Techno-Beats schaukelt sich ein augenscheinliches Heist-Movie zum rasanten Hypnose-Hokuspokus hoch. Eine frisch rasierte Rosario Dawson lenkt und manipuliert als Femme Fatale männliche Gedanken und Schwänze, woraufhin verwirrt Ganoven sich in Erinnerungssalat verirren und den (halben) Kopf verlieren, als wenn David Cronenberg in der Mittagspause kurz mal übernommen hätte.

Abgeklärt und so raffiniert inszeniert, dass es bei DER Geschichte eigentlich ein kleines Wunder darstellt. Das WAS hat mal Auszeit, das WIE ist am Zug. Egal wie bananig das alles ist, Boyle bastelt daraus temporeiche Unterhaltung mit ambivalenten Figuren, deren Motive und Charakterzüge so undurchschaubar und wechselhaft sind, dass sich Spannung kaum vermeiden lässt. Diverse Unzulänglichkeiten werden erst elegant überblendet, bis sie in dem ausufernden Finale schließlich so bewusst auf die Spitze getrieben werden, dass es eine helle Freude ist. Spätestens jetzt frönt Boyle mit sichtlich Spaß an der Sache dem Edel-Trash. Absurd, böse, überspitzt. Das ist inhaltlich niemals ernst zu nehmen, handwerklich dafür um so mehr.

"Trance" stolpert nicht über die eigenen Schwächen, er zelebriert sie förmlich mit Genuss. Wenn schon, denn schon. Reines, formal hochwertiges Entertainment mit dem nötigen Schuss Selbsterkenntnis und Ironie, ohne dabei die Zügel zu sehr aus der Hand zu geben, um sich direkt in die Trash-Ecke einordnen zu lassen. Nur wird man den Gedanken nicht los, dass es nichts anderes ist. Das ist nicht wirklich clever, aber wahnsinnig clever gemacht. Respekt Mr. Boyle, daran wären viele gescheitert.

24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

zmpfl

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Wollte gerade meinen Kommentar schreiben, jetzt sehe ich: Nicht notwendig, dass hast du ja schon gemacht....;)

Also, Herr Boyle, zu ihnen:
Das nächste mal wieder 'n richtigen Film bitte und nicht nur eine sehr amüsante und beeindruckende Fingerübung um allen zu zeigen wer der Babo ist. Und der Rick Smith darf gerne wieder den Soundtrack liefern.


JackoXL

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Ich nehme dir doch gerne die Arbeit ab. ;) Dafür unterschreibe ich deine Bitte an Mr. Boyle.


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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8.0Ausgezeichnet

Stark bebilderter Humbug. Edeltrash vom feinsten und ein weiterer Grund für mich Danny Boyle zu verehren.

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Soraly: CEREALITY – Magazin für Fil...

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3.0Schwach

[...] Ertränkten die kleinbürgerlichen Abziehbilder „Trainspotting“ (1996) und „Lebe lieber ungewöhnlich“ (1997) die Trostlosigkeit in Drogeneskapaden und hoffnungsfroher Amoral, erweitert Danny Boyle das Schreckenskabinett des Ekels in „Trance“ mittels durchsiebter Genitalien und nicht nur im übertragenen Sinne kopfloser Mobster. Dabei hängt die Kamera unentwegt fürchterlich schräg, und das spitz zurückgeworfene Licht der Glasfronten flirrt der eigenen bedeutungslosen Symbolik entgegen, die Boyle mit schwangerer Melodramatik in den üblich rauschhaften Ästhetizismus überführt. Das Kalkül hinter dem anfänglichen Minimalismus ist simpel, wie ein Boyle häufiger ist, aber leider auch dümmlich dreist, wie ein Boyle zugegeben seltener ist. [...]

Kritik im Original 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

A. Sterneborg: epd film A. Sterneborg: epd film

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7.0Sehenswert

Zusammen mit seinem Kameramann Anthony Dod Mantle macht Boyle sogar den lethargischen Zustand der Hypnose zu einer energetischen Angelegenheit, zu einem wilden Trip, in dessen Verlauf Traum, Erinnerung und Rausch zu einem zugleich verwirrenden und faszinierenden Vexierspiel werden.

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Till Brockmann: Neue Züricher Zeitung Till Brockmann: Neue Züricher Zeitung

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8.0Ausgezeichnet

Trance lässt wahrhaftig nichts aus [...]. Und doch fügt sich schliesslich alles zu einem vergnüglichen, wenn auch beanspruchenden Filmpuzzle zusammen.

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kobbi88: Die Drei Muscheln

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8.5Ausgezeichnet

„Willst du dich erinnern? Oder willst du vergessen?“

Im Nachhinein weiß ich nicht genau, was ich gesehen habe. Aber ich glaube, dass ich keinen Film gesehen habe, der unbedingt eine Geschichte erzählen will, sondern einen Film, der eine Hypnosetherapie für den Zuschauer ist.

Anfangs wirkt es noch alles klar, Auch die Geschichte kommt mir einigermaßen einfach vor. Doch mit der Zeit fangen die Bilder an, anders zu werden. Erst sind sie mal einfach nur verschwommen, dann kommen Farben dazu, Licht und Dunkelheit im Kontrast. Ich merke, wie mich die Geschichte verwirrt, obwohl ich ihr immer noch gut folgen kann. Habe ich Aussetzer? Zwischendrin immer wieder mal eine actionlastige Sequenz, rasant, heftig aber dabei merkwürdig ruhig. Und dann tauchen wieder diese Bilder auf. Und vermehrt Spiegel. Schatten. Silhouetten. Schräge Kameraeinstellungen. Und eine unheimlich hypnotisierende Musik.

Hin und wieder werden die Bilder wieder von Boyles Geschichte unterbrochen. Aber Moment, ich bin mir sicher: die Geschichte hat sich verändert! Es ging doch um einen Mann, der bei einem Überfall ein Bild versteckt hat, sich nicht mehr erinnern kann, wo er es hingetan hat und nun durch Hypnose das Bild wieder finden soll. Dachte ich. Hm, anscheinend erinnere ich mich falsch. Aber da, wieder suchen sie ein Bild durch Hypnose, hab ich mich doch nicht getäuscht. Aah, wenn nur nicht immer diese Bilder wären. So kann ich einfach nicht mehr klar denken, erkenne nicht mehr, was in der Realität passiert, was überhaupt die Realität ist. So bunt und doch so düster. So klar und doch so verschwommen. So kalt und so… vielleicht hab ich auch einfach vergessen, was am Anfang passiert ist. Oder ich will mich einfach nicht erinnern. Zu sehr gefallen mir die Bilder. Oh, diese Bilder, schon wieder verliere ich mich in ihnen.

Die Geschichte ist schon beinahe egal. Realität und Einbildung verschwimmen zu einer homogenen Masse. Ich kann nicht mehr unterscheiden, was echt und was nur Einbildung ist. Bin ich im Hier und Jetzt? Oder bin ich in einem unterkühlten, einem harten und erwachsenen Traum gefangen? So als ob sich David Fincher und Christopher Nolan in meinen Kopf geschlichen hätten. Wieder diese Bilder, wieder verliere ich mich in ihnen, in der Musik. Und wieder wache ich daraus auf, denke ich bin in der Realität und wieder werde ich an der Nase herumgeführt. Ich kann nicht mehr selbst entscheiden, bin eine Marionette von Danny Boyle geworden. Und muss abwarten, ob er mich aus seiner Hypnose wieder freilässt. Ob diese Hypnosesitzung überhaupt ein Ende haben wird. Denn die Geschichte verändert sich so rasend schnell und immer wieder aufs neue, liefert dabei aber so wenig Hinweise, dass man als Patient... Zuschauer natürlich, dass man als Zuschauer Regisseur Danny Boyle komplett ausgeliefert ist.

Zusammenfassend bleibt für mich zu sagen, dass Danny Boyle hier ein Film gelungen ist, der das Prädikat „erwachsen“ verdient, was für mich eine der größten Ehrentitel ist, die ein Thriller erhalten kann. Ein Film, der kalt, erotisch und brutal zugleich ist. Ein Film, der die Grenzen zwischen Realität, Erinnerung und Einbildung sprengt. Das, die allesamt guten Darsteller, eine unglaubliche Spannung von Anfang bis Ende und besonders die fantastischen Bilder und die passende Musik lassen den Zuschauer seine eigene Hypnosesitzung miterleben - wenn er sich denn öffnen kann, wenn er sich fallen lassen kann. Denn nur dann wird er über die gewollt konstruiert wirkende Story hinwegsehen können. Wer das aber schafft, der wird an diesem Film seine wahre Freude haben.

35 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 19 Antworten

Sven - Friedrich Wiese

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kobbi hat geesten abent film gekukukt. film war von eine bande krimineler, die habten bild geklaut und man nicht mehr geinnert wo bild gebleibt ,also hipnose geholt und so weider.


Harvey Specter

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Prädikat "Erwachsen" trifft es so ziemlich. Ich habe deine Bewertung erst nach dem Film gelesen, aber das macht es mir noch einfacher eine Meinung nachzuvollziehen.

Solche Filme kann es ruhig öfter geben...!


Der Witte: CEREALITY, Die Drei Muschel...

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7.0Sehenswert

TRANCE ist recht wunderbar misslungen, da die audiovisuelle Gestaltung Boyle's eine ausserordentlich-artifizielle Beglückung hervorzaubern kann, obwohl die narrative Ebene unnötig verkompliziert, bemüht-logisch und letztendlich doch widersprüchlich entworfen ist.

Hinzu kommt, dass sich der Film zwar nur um reine Trickserei und Rollenspiele dreht, dann aber einige reißerische, "große Charakterentwicklungen" hineinzwängen will, die aufgrund der leidlich packenden (dennoch mit verschenktem Potenzial versehenen) Figuren aber häufiger im Sand verlaufen - was umso schader ist, da der Film im Verlauf deutlich Frauen-zentrierter erzählt wird.

Sinniger wäre gewesen, die vielen unnötigen Plottwists einfach rauszulassen oder auf ein Minimum zu reduzieren, da sie den Zuschauer doch eher von dem eigentlichen Genuss des Hypnose-Konzepts, zur Auffindung eines Gemäldes, ablenken.

Rollenspiele und suggerierte Fantasien (auch erotische), dank denen McAvoy in seinen Erinnerungen lockerer wird, wo sich die Gangster für seinen Komfort mal benehmen und ihm auch Schwäche vortäuschen müssen: das macht den eigentlichen Spaß des Films aus. Und passt zum schelmisch-bubenhaften Charakter McAvoy's, um dessen Erinnerungen gebuhlt wird.

Sein naiv-beschwingtes Bubentum spiegelt sich dann auch in Boyle's Inszenierung wieder, die auf wunderbar-verschrobene Kamerawinkel und einen sphärisch-treibenden, höchst-emotionalen Soundtrack setzt. Welcher in seiner teils schwebenden Ambient-Elegie besonders schön die Erlösung aus den Hypnosesitzungen akzentuiert. So entstehen einige wunderbar rauschhafte Sequenzen, die dann jedoch darauffolgend vom aufdringlichen, Mindfuck-versessenen Plot abgeknickt werden, die bezeichnenderweise McAvoy's Charakter vollkommen ins Perfide umkrempeln, Boyle somit auch ein Stück "kastrieren".

Die Intention hinter diesen Wendungen wird schnell ersichtlich, werden doch durch das phantastische Verwirrspiel verschrobener Gedächtnisdimensionen und die damit verbundenen, extremen Körperhorror-Schocks sowie bizarren Erotik-Wunscherfüllungen (Rosario Dawson: WOW!) Erinnerungen an das Kino David Cronenberg's hervorgerufen.

So kommen dann auch viele bekannte Elemente aus Werken wie CRASH, eXistenZ, NAKED LUNCH, EINE DUNKLE BEGIERDE und vorallem EASTERN PROMISES zusammen - dem Film, der das moderne London und dessen Doppelbödigkeit durch die Augen Cronenberg's zeigte, ebenfalls mit Vincent Cassel als Gangster mit Herz. Doch Boyle's Hommagen an PROMISES (allen voran dessen Thriller-Elemente) in diesem, SEINEN London-Film, arbeiten leider eher gegen die eigentliche Schönheit von TRANCE - welche zwar dennoch sehr oft und schön zum Vorschein kommt und begeistert, aber durch frustrierende narrative Zwischenstopps und Sackgassen geschmälert wird. Wunderbar misslungen eben.

5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

Der Witte

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Wie gesagt: ich hätte eine gradlinigere Variante begrüßt, sodass man einfach mehr fühlen und eintauchen kann (was ja doch absichtlich der stärkste Faktor des Films war), als gezwungenermaßen dechiffrieren zu müssen, in welchem Bezug manche parareel-geschnittenen, aber eigentlich unabhängigen Szenen stehen. Kann diesen Reiz aber durchaus nachvollziehen :)


lieber_tee

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Ja, unter dem Wirbelwind der Twists leiden die Figuren.


José Garcia: Textezumfilm

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5.0Geht so

Mit „Trance – Gefährliche Erinnerung“ unterzieht Regisseur Boyle klassische Film-Noir-Elemente wie Verrat, moralische Verwerfung aus den dunklen Instinkten des Menschen einer Aktualisierung. So erscheint die „femme fatale“ in der Figur der Elizabeth Lamb zwar als Hypnotherapeutin in einem modernen Gewand. Ihre Funktion als Strippenzieherin hinter den Machtspielen der Männer erfüllt sie jedoch genauso. Diese genretypischen Aspekte geraten allerdings in den Hintergrund. Denn Boyles Film entwickelt sich immer mehr zu einem psychologischen Thriller. Dazu führt Drehbuchautor John Hodge aus: „Wir wollten, dass sich die Charaktere in ständiger Ungewissheit über die Wahrheit befinden. Um herauszufinden, was eigentlich los ist, müssen sich die drei Protagonisten fast ausschließlich darauf verlassen, was die anderen sagen oder tun. Und natürlich ist so ziemlich alles, was die anderen sagen oder tun, entweder eine Lüge, eine Manipulation oder in irgendeiner Weise unzuverlässig. Sie sitzen in der Falle eines Puzzles, das sie selbst zusammensetzen müssen.“ Um dieses Verwirrspiel zu steigern, zeigt Boyle Szenen, die sich lediglich in Simons Erinnerung, nicht aber in der Wirklichkeit abgespielt haben. Für den Zuschauer wird immer weniger erkennbar, was sich ausschließlich im Kopf der drei Hauptfiguren abspielt.

Eine weitere Frage, die „Trance – Gefährliche Erinnerung“ stellt, wenn auch lediglich in Andeutungen, hat mit der menschlichen Freiheit zu tun. An einer Stelle des Films heißt es, fünf Prozent der Menschen seien für hypnotische Suggestionen extrem empfänglich. Sie seien bereit, den eigenen Willen gegen den Befehl eines anderen auszutauschen – was allerdings nicht als Zwang angesehen werde. Aber auch solch eine Fragestellung geht im verworrenen Drehbuch neben den allzu expliziten Gewalt- und Sexszenen unter. Mit der Wahrnehmung der Figuren und des Zuschauers spielende Filme erfordern entweder eine stimmige Auflösung, so etwa in Marc Forsters „Stay“, oder irgendeine stille Vereinbarung mit dem Zuschauer wie in Nolans „Inception“, damit dieser bereit ist, sich auf ein solches Verwirrspiel einzulassen. Dadurch, dass sich Danny Boyles „Trance – Gefährliche Erinnerung“ über diese Vereinbarung hinwegsetzt, verliert der Zuschauer jedoch das Interesse an der Auflösung des Films.

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P. Bühler: Berliner Zeitung, fluter P. Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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8.0Ausgezeichnet

Wenn einer Plotungereimtheiten mit stilistischen Exzessen zukleistern kann, dann Danny Boyle. Dass der Brite dafür im Finale ein untypisches Maß an Gewalt benötigt, ist wiederum schade.

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Dirk Henninger: Echo Online Dirk Henninger: Echo Online

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5.5Geht so

Auch wenn die zum Ende hin immer komplexer und undurchschaubarer werdende Handlung noch einige raffinierte Wendungen und interessante Überraschungen aufbietet, wirkt das Ganze reichlich konstruiert und wenig überzeugend.

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Christoph Schelb : Outnow.ch Christoph Schelb : Outnow.ch

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7.5Sehenswert

Trance ist einer jener Filme, über die man im Vorfeld so wenig wie nur möglich in Erfahrung bringen sollte. Gewiss wird dieses Verwirrspiel nicht allen gefallen [...]. Doch wer einfach wieder einmal 100 Minuten in einem Film versinken möchte, für den gibt es in diesem Kinojahr 2013 kaum einen besseren als Trance.

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H.-U. Pönack: Deutschlandradio H.-U. Pönack: Deutschlandradio

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6.5Ganz gut

[Trance] ist fein-wild, frech, irrwitzig, aber wenig plausibel.

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Ulrike Frick: BR Ulrike Frick: BR

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9.5Herausragend

Eleganter, spannender Psychothriller mit großartiger Besetzung und jeder Menge überraschender Wendungen.

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Mr.Film: City of Cinema

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7.5Sehenswert

"Trance" hatten und haben die meisten unter uns wohl nicht auf ihrer Watchlist für das Jahr 2013. Doch eigentlich hätte Danny Boyle, nachdem er mit "Slumdog Millionair" und "127 Hours" immerhin oscarprä- und nominierte Filme abgelegt hat, eine gewisse Aufmerksamkeit mit seinem neuesten Werk verdient. Auch ansonsten hat der Mann bisher nur geglänzt, "28 Days Later", "Trainspotting", "The Beach". Beinahe seine komplette Filmographie dient als Beispiel seines unglaublichen Talentes. Doch sehenswerte Filme wie "Sunshine" (mit Cillian Murphy) und "Lebe lieber ungewöhnlich" (mit Ewan McGregor) sind ebenfalls unter dem Medienrummel verloren gegangen. Ich hoffe das ändert sich nach "Trance" etwas, denn was er hier abgeliefert hat, ist nicht mehr und nicht weniger als einer der besten Thriller der letzten Jahre.

Die Story ist eigentlich so simpel wie genial: James McAvoy spielt als Simon einen Auktionär der immer wieder mit millionenschweren Gemälden zu tun hat. Er erzählt am Anfang des Filmes, wie man gegen Überfälle, und die kommen auf jeden Fall, die Frage ist nur wann, vorgeht. Die Vorgehensweise ist einfach und als es zum Ernstfall kommt, behält er einen kühlen Kopf und steht kurz vor der Einwurfklappe, die das 25 000 000 Pfund schwere Kunststück vor den Dieben bewahren soll. Doch kurz davor wird er von Gangster Vincent Cassel überrascht und von ihm niedergestreckt. Als er aufwacht beginnt jedoch der eigentliche Alptraum.

"Kein Gemälde ist ein Menschenleben wert."

Bei "Trance" ist es sehr schwer, nicht zu spoilern, da bereits nach wenigen Minuten das ausgetüftelte Drehbuch zum Einsatz kommt. Es beginnt eine Reise in den Geist von Simon - aber nicht auf dem konventionellem Wege, es wird verschachtelt und hinters Licht geführt, enthüllt und wieder verworfen, auf einen Trip geschickt, der mit der unglaublichen musikalischen Untermalung von Rick Smith zu einem fantastischem Erlebnis wird. Den Score möchte ich besonders hervorheben, er wurde majestätisch an den genau richtigen Stellen zum Erklingen gebracht und hat dort, wo die Dialoge den wichtigen Part übernehmen, schön die Füße still gehalten. In der Hinsicht war ich hellauf begeistert, so etwas erlebt man selten.

Vor allem hilft die Musik aber sich in diesem verwirrendem Spektakel wohl zu fühlen, sich weiter zu fragen, was denn hier nun vor sich geht, mit einem Lächeln auf den Lippen mitverfolgt, wie es teils surreale Züge annimmt und immer berauschender wird. Danny Boyle meldet sich mit einer Regieleistung zurück, die man heutzutage nur zu gerne präsentiert bekommt. Er wagt sich etwas, lässt einen gewöhnlichen Thriller zu einem Noir-Komplex heranwachsen, welcher mit seiner inceptiösen Herangehensweise fasziniert.

Verlass sollte auf Danny Boyle aber nicht nur wegen seinem inszenatorischem Können sein, vielmehr besitzt er noch das Talent, perfekt zu casten. So stellt er hier Vincent Cassel, Rosario Dawson und das vielversprechende Schauspielsternchen James McAvoy, welcher zuletzt in "X-Men: First Class" positive Stimmen im großen Publikum erklingen lassen konnte, als ideales Dreiergespann auf. Alternativen gab es aber genug, es war zum Beispiel Colin Firth anstelle für Cassel im Gespräch, da denkt man natürlich, dass das auch gehen würde, doch im Endeffekt ist das Ergebnis mehr als vorzeigbar.

"Was können Sie ihm suggerieren?"
-"Alles."

Boyle ist ein Film gelungen, der mehreres zeigt: Er stellt dem Zuschauer sein weitgefächertes Können vor, immerhin ist er einer der Regisseure, die versuchen jede Möglichkeit in ihrer Karriere abzugrasen und legt dazu ein Werk ab, welches wunderbar zeigt, wie tief und detailreich man mit den Köpfen und deren Unterbewusstsein von Charakteren spielen kann. Er zaubert ein Szenario, das die zwischenmenschlichen Beziehungen und Probleme in ihrer Komplexität auf eine vollkommen neue Weise beleuchtet und interessant macht, verknüpft mit den gut eingesetzten Actionparts eine bestimmt nicht verkehrte Kombination. Ein einladender Knall bringt einen der zu unrecht verdrängtesten Regisseure zurück - welcher in den kommenden Jahren hoffentlich weiterhin solche Außnahmefilme des Blockbusterkinos dreht.

Kritik im Original 20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Hypocrisy

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Ich war gestern spontan drin - überragend. Danke für die Empfehlung :)


Mr.Film

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Perfekt :)


ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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7.0Sehenswert

[...]Wilde Bilder, pushende Scores, ein hyperrealer Styleexzess mit Substanz – Willkommen zur alle paar Jahre verabreichten Dosis Danny Boyle. Der „widewide wie es ihm gefällt“-Regisseur kehrt nach den Award-Abräumern „Slumdog Millionaire“ und „127 Hours“ mit dem Heist-Thriller „Trance“ zurück und schnitzt eine weitere Kerbe in sein Vielfältigkeitsschaffen, bringt mal wieder ein elektrisierendes und flashlightendes Unikum auf die Leinwand, dem seine Genrebezeichnung nur grobgeletterte Überschrift ist. Was beschwingten Schrittes und mit James McAvoys begleitendem und direkt ans Publikum gerichteten Kommentar wie ein leichtgängiges Gaunerstück im Kunstauktionsrahmen daher kommt, zerrt und spannt Boyle auf die Gestelle eines farbstrotzenden Psychotrips, einer erotischen Malereimetapher, einer doppel- bis dreifachbödigen Beziehungspsychedelik, die ihren explorativen Kern gleich mehrfach verschiebt, oder anders gesagt: ihn wild herum schubst, bis der Film selbst zum rasend durchtaumelten Zustand wird, den sein Titel beschreibt.[...]

[...]Einige Szenen würzt Boyle mit fast schon Noir-schwüler Erotik, andere mit brachialer und direkt eingefangener Brutalität, abgetrennte Fingernägel, eine „South Park“-Referenz (ob gewollt oder nicht) mit einem halb weggepusteten Schädel, der frontale Abschuss eines Pullermannes, und dann eine weniger comichaft übersteigerte, sondern umso verstörendere intime Gewalt während der Auflösung. Dazu werden rauschende Bilder mit dem Chanson D’amour, Tracks von Emeli Sandé oder Moby und der Score-Kunst von Elektroniker Rick Smith unterlegt… Ja, doch, „Trance“ ist, einfach zusammengefasst, ein echter Boyle.[...]

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Michael Ranze: film-dienst, Spiegel Michael Ranze: film-dienst, Spiegel

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6.0Ganz gut

Dramaturgisch zieht Boyle ganz langsam die Schraube an: eine Enthüllung hier, eine Enthüllung dort. Dennoch sind die trickreichen Wendungen, Überraschungen und Kurven eher Beirat denn Inhalt. Am Schluss hat man das Gefühl, viel gesehen und erlebt zu haben – und trotzdem mit leeren Händen dazustehen.

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Sabine Metzger: Radio Köln Sabine Metzger: Radio Köln

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7.5Sehenswert

Auch wenn also das Ende reichlich abstrus erscheint: Bis dahin gönnt Boyle dem Zuschauer einen wilden Ritt mit einer faszinierenden Ménage à trois.

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Mr.Vengeance: Lost In Imagination

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7.0Sehenswert

"Doch sobald die Hatz losgeht, gibt es kein Halten mehr. Mit zunehmender Laufzeit verschwimmen die Grenzen zwischen Traum und Realität sowohl narrativ als auch visuell: Was anfänglich noch sehr strikt durch unscharfe Bilder und Filter getrennt ist, verschmilzt zunehmend mehr zu einer neuen Wahrheit. Sowohl die Hauptfiguren als auch der Zuschauer können der Charade ab einem gewissen Punkt nicht mehr so recht folgen und sind gezwungen, diese kleine Twilightzone anzuerkennen. Und hier geht es Boyle weniger um den ständigen Erklärbaren und AHA-Twist, wie es beispielsweise Christopher Nolan in INCEPTION perfektioniert hat, sondern das Spiel mit den verschiedenen Erzählebenen wird mehr oder weniger zum zentralen Dreh- und Angelpunkt von TRANCE. Der Mechanismus dient keinem hören Ziel - sondern ist dies selbst. So kann man sich auch sehr gut vom Gezeigten hypnotisieren lassen. Die Pointe bleibt mehr oder weniger Farce - Der Weg ist das Ziel. TRANCE ist in bester Danny Boyle Manier wieder überaus schnittig und erwartet rough angelegt. Besonders den Schnitt muss man hier loben. Er erzählt viel zwischen den Frames, was wiederum der Kurzweiligkeit des Films zu Gute kommt."

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Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de

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7.5Sehenswert

Trance ist nicht immer plausibel und mitunter bis nah an manch eine Grenze gehend, aber auf jeden Fall ein sehenswertes Psychospektakel.

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SoulReaver: CinemaForever, D3M

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6.5Ganz gut

[...] „Trance – Gefährliche Erinnerung“ taucht ebenso in die verschachtelten und unergründlichen Irrgärten in der Gedankenwelt seiner Charaktere ein und lässt ab einem bestimmten Punkt die repetitiven Erinnerungswurzeln in einen elliptischen Wirbelsturm aus Schein und Sein strömen, in dem man sich am Ende immer weiter von der Wahrheit entfernt, je besessener man sie ergreifen möchte. In der modifizierten Kombination aus den Stilblüten eines modernen Neo-Noir und der standardisierten Handhabung herkömmlicher Heist-Thriller, entwirft Boyle einen unhaltbaren Ritt durch das nebulöse wie ambivalente Reich der Lügen, des Wahnsinns und der konträren Abhängigkeit altertümlicher Kunst und fortgeschrittener Technologie. Nicht umsonst darf ein iPad letztlich über alles entscheiden, während zwischenmenschliche Beziehungen bloße Behauptungen sind und ein rasierter Intimbereich zum einzigen Anhaltspunkt zweier Individuen wird. [...]

Kritik im Original 26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

dustyOn3

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Gefällt.


SoulReaver

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Na guck.


Alle Kritiken (32)


Kommentare (127) — Film: Trance - Gefährliche Erinnerung


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NewSTARs

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Bewertung9.0Herausragend

Bei den bisherigen Filmen von Danny Boyle wurde ich noch nie enttäuscht. Bei "Trance – Gefährliche Erinnerung" war ich sogar sehr positiv überrascht. Wie immer schafft es Boyle das Optische überragend darzustellen. Passend zum Thema wurde der Film mit knalligen Neon-Farben verzehrt, welche einen in das ideale Feeling des Psycho-Mindfuck-Thrillers bringen. Noch mehr herausgestoßen ist für mich auch die schauspielerische Leistung von James McAvoy. Der Typ überzeugt mich von Film zu Film immer mehr in seinen Rollen! Auch das Drehbuch ist sehr klasse. Zwar gab es die ein oder andere kleine Lücke, die aber vielleicht auch noch beim zweiten Schauen gefüllt werden kann.

Alles in allem ein Danny Boyle-Film, wie er wirklich nur von ihm sein könnte: Fetziger Style, wahnsinnig toller Soundtrack, beeindruckende Story (welche mich anfangs des Films nicht so mitgerissen, dennoch im Laufe sehr gefesselt hat) und ein klasse Cast. Tolles Filmerlebnis!

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horro

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Bewertung7.5Sehenswert

Hypnose ist, wenn sie denn wirklich funktioniert, sicher eine schöne Sache. Eingeknüpft in ein vertricktes Gangster-Komplott war dies bestimmt schwierig umzusetzen aber gut gelungen. Danny Boyle hats halt einfach drauf, immer schon, immer noch und immer wieder. Was hier an Stimmungen, Spannungen und Wendungen abgeht ist atemberaubend. Anspruch, Härte und Fantasie halten sich perfekt die Waage und die guten Darsteller leisten auch den entsprechenden Beitrag. Dieser Film macht gar nichts falsch und wirkt äusserst überzeugend.

bedenklich? 29 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

lieber_tee

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Ja, das was nice schreibt stimmt!


horro

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hach ... dann hab ich wohl ab sofort ein neues Idol ;)


spanky

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Bewertung7.0Sehenswert

Bildsprache und Tempo sind so Boyle, dass es eine Freude ist, vielleicht manchmal ein wenig zu Hochglanz. Nach hinten raus entgleitet ihm die Story leider ein wenig und driftet ins Esoterische bis Wirre. Unterhaltsam anyway...

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jorg.hoffmann.9849

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Kunst-Auktionator Simon (James McAvoy) bekommt von Sammler Franck (Vincent Cassel) den Auftrag, bei einer Auktion ein wertvolles Goya-Gemälde zu stehlen. Doch Simon hält sich nicht an die vereinbarten Regeln und alles endet in einem Desaster: Er wird bewusstlos geschlagen und als er erwacht, kann er sich an nichts mehr erinnern. Simon weiß nicht, was passiert ist und wo der wertvolle Schatz abgeblieben ist. Franck will das Bild jedoch unbedingt haben und engagiert die Psychologin Elizabeth (Rosario Dawson), die Simons Gedächtnis auf die Sprünge helfen soll. Mithilfe von vielen Gesprächen und Hypnose versucht sie die Ereignisse zu rekonstruieren. Dabei rutscht Simon immer mehr in eine Welt jenseits seines Bewusstseins ab und kann bald nicht mehr zwischen Realität und Fiktion unterscheiden.

Danny Boyle hat wieder einen rausgehaun im wahrsten Sinne des Worte. In Trance ist nichts so wie es scheint und man sollte vor allem voll konzentriert sein in diesem hippen Thriller, der so manches Schnippchen schlägt und des öfteren auch Schwindelgefühle verursacht. Logik ist in diesem Film nicht viel vorhanden und die Grenzen zwische Realität und Traum verschwimmen zunehmend. Man braucht auch viel Aufmerksamkeit, wenn man diese hat, bekommt man einen rasanten Augenschmaus vorgesetzt und man wird bis zum Ende in die Irre geführt. Bei Danny Boyle weiß man nie was man bekommt, aber dafür ist man am Ende immer zufrieden mit dem Gebotenen. Top auch das Trio Infernale Dawson/McAvoy und Cassel. 7/10 für diesen Geheimtipp.

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Niho

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Trance - Gefährliche Erinnerung" ist ein toller Mindfuckfilm, der erfrischend anders daherkommt. Kamera und Schauspieler stachen meiner Meinung nach (zusammen mit dem fesselnden Plot) besonders hervor. Ich glaube die Mängel des Films liegen einzig und allein in den kleineren Details. Zum Beispiel wird am Ende zwar das meiste aufgeklärt, aber so manche Szene blieb mir dann immer noch unaufgelöst im Gedächtnis. Von den kleineren Mängel sollte man auch den miserablen Soundtrack hervorheben, der an einigen Stellen fehl am Platz wirkte. Aber das ist im Großen und Ganzen nicht das Wichtigste.

Und deswegen ist und bleibt Trance ein spannender Thriller mit Twists, die den Film immer mal wieder gekonnt auf den Kopf stellen.

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lukas.stracke

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Hat mir echt sehr gut gefallen. Ich fand die Story auch irgendwie gar nicht so verwirrend, wie hier viele schreiben, am Ende wurde ja alles nachvollziehbar aufgelöst. Das Finale hat mich schon ganz schön geflasht. Fällt wieder unter die Katogorie der Twist-Enden, die ich sehr mag. Ansonsten gute Schauspieler (vor allem McAvoy seh ich immer gern), tolle Bilder, ein pumpender, stellenweise richtig epischer Electro-Score und stilvoll geschnitten. Ein sehenswerter Psycho-Thriller mit konstant hohem Tempo und geradezu hypnotischem Fluss.

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Sonnenverehrer67

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Bewertung7.0Sehenswert

macht Laune. Nicht die schwere Arthouse-Kost die ich erwartet hatte, aber auch kein dümmliches Mainstreamgeflecht. Diesen Film könnte man als leicht inceptionesk bezeichnen. Macht einfach Spaß, und die guten Darsteller lassen einen über die nicht 100% perfekten Auflösung hinweg sehen.

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LauraMi

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Bewertung7.5Sehenswert

Vorsicht Spoiler!
Trance ist mal wieder ein Film, den man nur einmal richtig anschauen kann, wenn man die Auflösung der Story noch nicht kennt. Nach ein paar Startschwierigkeiten flashte mich der Film am Ende total. James McAvoy, der seit Filth ganz oben auf meiner Lieblingsschauspielerliste steht, hat mal wieder Großartiges geleistet, ebenso wie die anderen Darsteller überzeugend waren. Dabei passiert es selten, dass der Held des Films gegen Ende zum Bösen und immer unsympathischer wird während der zunächst geglaubte Bösewicht sich plötzlich zum mitleiderregenden Guten wandelt.

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meinalterego

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Danny Boyle springt seit Jahren gekonnt wie kaum ein zweiter in den unterschiedlichsten Genres hin und her. Nun TRANCE ein Thriller / Film noir, der mit einem Kunstraub beginnt, und sich im weiteren Verlauf zu einem verwirrenden Puzzlespiel aus verdrängten Erinnerungen, Spiegelungen und doppelten Boden wird. TRANCE ist in erster Linie visuell berauschend, die Stilmittel schlicht hervorragend. Bei dem ganzen visuellen Budenzauber kann man fast verschmerzen, dass der Plot selbst gehörig hinterherhinkt. Also lieber nicht lange über die Geschichte nachdenken und sich am Bilderfest sattsehen. Die Besetzung mit James McAvoy, Vincent Cassel und vor allem Rosario Dawson spielt super auf.

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inceptionfan

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Bewertung7.5Sehenswert

"Trance" zählt für mich zu den besten Thrillern des Jahres. Was hier für eine komplizierte Story gesponnen wird, bei der es einem schwerfällt zu folgen, gegen Ende immer verworrener wird und mit großartigen Wendungen aufwartet, lässt sich für mich am ehesten mit "Inception" vergleichen, der ebenfalls auf so vielen verschiedenen Ebenen gleichzeitig spielt und man irgendwann der Handlung nur noch schwer folgen kann. Auch wenn die Auflösung am Ende nicht hundertprozentig zu überzeugen weiß, ist sie dennoch gelungen und verblüfft. Soundtrack und Schauspieler waren ebenfalls hervorragend. Leider ist dies aber auch wieder so ein Film, den man sich eigentlich kein 2. Mal anschauen muss/will, wenn man einmal die Auflösung kennt.
Fazit: "Trance" ist ein sehr anstrengender und verworrener, auch ziemlich brutaler und skuriller Film, den man jedem Fan von Filmen wie "Inception" oder "Memento" empfehlen kann, aber auch keine überragende Nummer ist, die einem groß im Gedächtnis bleiben wird.

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BJRN

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Bewertung3.0Schwach

Hätte gut werden können. Aber die Geschichte bekommt ein völlig bescheuerte Wendung. Inszenierung und die schauspielerischen Leistungen machen das Ganze zu einem belanglosen Streifen. Nicht zum empfehlen.

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Monkey_Business

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Bewertung7.0Sehenswert

Trance - darf's ein Twist mehr sein?!

Trance ist ein Film der als Kriminalfilm beginnt doch von diesem Thema zunehmend abweicht und immer mehr abdriftet in psycholigische Tiefen bei denen der Augangspunkt des Films verblasst. Dabei folgt ein Plot-Twist dem Nächsten und die Geschichte wird im Stile von Inception immer verworrener.
Was den Film jedoch auffängt sind für mich die schauspielerischen Leistungen sowie die Tatsache, dass es Danny Boyle gelingt den Film eigentlich durchgehend spannend zu halten. Ist man also gewillt sich auf die Story einzulassen und über Logiklöcher hinwegzu sehen, dann kann einen der Film richtig gut unterhalten. So ging es mir als ich ihn damals im Kino sah.
Der Titel ist in meinen Augen hier Programm. Der Film will einen in einen Trancezustand versetzen, bei dem zum Schluss nicht mehr klar ist, was real und was nicht real ist. Das macht den Film letztendlich sehenswert. Lässt man sich jedoch nicht auf dieses Spiel ein, so kann ich gut nachvollziehen, wenn sich manche hier an den Logikfehlern stören. Dann verliert der Film vollends seine Wirkung.
Somit beschreitet der Film einen schmalen Grat zwischen Zuschauergunst und Missgunst.

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gunslinger

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Bewertung7.0Sehenswert

Also wer dem Handlungsstrang ohne Probleme folgen kann, Hut ab.
Trotzdem sehr sehenswert. Mcavoy wie immer top.

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Schlopsi

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Bewertung6.5Ganz gut

Alter, was war das denn für ein Trip am Ende?!
Die Bilder sind spitze.
Der Soundtrack ist überragend.
Die Darsteller sind super.
Aber dieses Verwirrspiel ums Verwirren verwirrt letztlich nur sich selbst. Nach spätestens 40 Minuten weiß man wie der Hase läuft, und egal wie sehr hier auf Verwirrung gesetzt wird, man beißt sich an dieser einen Lösung fest und am Ende sieht man ja was draus wird.
An sich ein netter Thrill, der aber leider an sich selbst und seinen vielen Leerphasen im Mittelteil zugrunde geht.

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Lydia Huxley

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Aber 'ne 6,5 ist ja immer noch ganz gut :)


Schlopsi

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Wie gesagt, handwerklich ist er absolut top, aber der Twist wird so lange breitgetreten dass es mitunter sehr ermüdend wird.
Angucken ist aber trotzdem drin!


stetson79

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Bewertung7.0Sehenswert

Ja, es gibt ihn wirklich, den Danny-Boyle-Bonus. Vielleicht auch nur bei mir, hat mich der Regisseur doch nie wirklich enttäuscht. Mit seinem Neuling Trance vllt. doch ein wenig, ein ganz klein wenig. Dieser Film wäre keine 7 Punkte wert, hätte nicht der Brite aus einem überkonstruierten Möchtegern-Mega-Twist-Thriller mit zu viel Ambition einen stylischen Edeltrash mit guter Schauspielerführung, skurriler Over-the-Top-Violence und denkwürdigen Full-Front-Nude-Scenes von Rosario Dawson gezaubert. Berechnend? Billig? Egal, danke Danny! Den Film bitte nur so ernst nehmen, wie diesen Kommentar dazu.

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vanilla

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein, im wahrsten Sinne des Wortes, hypnotisierender Film, der vor allem durch seine klasse Geschichte und die tollen Darsteller mehr als nur sehenswert ist.
Man wird schon zu Beginn, ohne große Ausschweifungen, in die Handlung reingeworfen und die Spannung bleibt bis zum wendungsreichen Schluß erhalten.
Auch nach dem Abspann versucht man das Gesehene schnell zu verarbeiten, doch das benötigt seine Zeit. Bei mir waren das einige Tage und eine beinahe, komplette Zweitsichtung.
Das kommt auch sehr selten vor, dass ich einen Film direkt ein zweites Mal sehen möchte und spricht für die klasse dieses Streifens.
Danny Boyle ist einer meiner absoluten Lieblinge und das hat auch seinen Grund.
Die Musik ist wieder genial gewählt und passt in jede einzelne Sequenz.
Die Bilder haben eine hypnotische Wirkung und verschleiern dem Zuschauer ein ums andere Mal die Augen.
Ist es jetzt real???
Spielt sich das jetzt in der Hypnosephase ab???
Ist das geschehene wirklich passiert???
Das sind meistens die Fragen, die man sich während dem Film stellt.
Somit bleibt die Story immer interessant und spannend, was für einen Thriller unumgänglich ist.
James McAvoy, der mir bereits in "Abbitte" und "X-Men" so gut gefallen hat, überzeugt hier in seiner bisher besten Performance.
Auch Rosario Dawson überzeugt nicht nur mit nackten Tatsachen, sondern mit eindrucksvollem Schauspiel.
Vincent Cassel ist eh immer überragend und lässt sich auch hier nicht lumpen.
Zu einer noch höheren Bewertung hat mir dann doch etwas gefehlt und leider weiß ich nicht mehr was es war. Liegt es am hypnotischen Film???
Vielleicht.
Möchte ich das wissen, wahrscheinlich.
Doch wie auch Vincent Cassel, habe ich so meine Entscheidungsschwierigkeiten.

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Fuzzyh3ad

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Bewertung6.0Ganz gut

Ein Film bei dem man bis zum Ende hin kaum durchblickt. Fand ich super. Jedes mal wenn man dachte "jetz hab ich es gecheckt" kam die nächste unvorhersehbare Wendung. Allerdings fand ich das Ende dann doch sehr an den Haaren herbeigezogen. Irgendwie hat mir die Szene im Auto wo alles erklärt wird garnicht gefallen, sonst wären mehr Punkte drin gewesen!

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Zombo

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Bewertung9.0Herausragend

Es ist ein virtuelles Labyrinth, in das der Betrachter entführt wird und in dem er oft orientierungslos herumirrt – man kennt das von Nolans „Inception“ (2010) und von Gilliams „Brazil“ (1985). Es ist eine hohe Kunst, den Betrachter rechtzeitig und überhaupt von seiner Orientierungslosigkeit zu befreien (in der Postmoderne spricht man von labyrinthischer Klarheit), bevor der Frust das Vergnügen tötet und das Werk sinnentleert zurückbleibt. Boyle beherrscht diese Kunst, weshalb „Trance“ ein großartiger Film geworden ist.

Ausführlich:

http://dienachtderlebendentexte.wordpress.com/2013/08/07/trance/

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Okuro

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Bewertung3.5Schwach

Story schrott. Schauspieler schrott. Setting schrott.
Der Zuschauer wird bis zum Ende im Unklaren gelassen.
Eine klare Nicht-Empfehlung :D

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Germosch Studer

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Bewertung3.5Schwach

ziemliches nolan-gebite und bei dem wars schon overdun. unabhängig von der mangelhaften darstellung der möglichkeiten von hypnose. alles käse.

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