Trance - Gefährliche Erinnerung

Trance (2013), GB Laufzeit 101 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Kriminalfilm, Kinostart 08.08.2013


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6.9
Kritiker
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7.1
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159 Kommentare
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von Danny Boyle, mit James McAvoy und Rosario Dawson

In Danny Boyles neuem Thriller Trance – Gefährliche Erinnerung muss James McAvoy hypnotisiert werden, um den Drohungen einer kriminellen Bande zu entgehen.

Simon (James McAvoy) ist ein Auktionär von wertvollen Kunstwerken. Eines Tages wird die Versuchung für ihn zu groß und er schließt sich mit einer Bande mit krimineller Vergangenheit zusammen, um ein Gemälde im Wert von mehreren Millionen von Dollar zu stehlen. Während der Flucht erleidet Simon einen Schlag auf den Kopf und als er wieder zu sich kommt, hat er keinerlei Erinnerungen mehr daran, wo er das Bild versteckt hat. Franck (Vincent Cassel), der Anführer der Gang, versucht durch Drohungen und Folter an die Informationen zu kommen, doch ohne Erfolg. Er engagiert die Hypnotiseurin Elizabeth (Rosario Dawson), die durch die Kunst der Hypnose den Ort des versteckten Gemäldes herausfinden soll. Als sie immer tiefer in Simons ohnehin schon kaputtes Unterbewusstsein vordringt, vermischen sich für ihn immer mehr die Grenzen zwischen Realität und Illusion.

Hintergrund & Infos zu Trance – Gefährliche Erinnerung
Nachdem Danny Boyle zuletzt mit dem oscarprämierten Drama Slumdog Millionär und dem Biopic 127 Hours von sich reden machte, kommt 2013 sein Thriller Trance – Gefährliche Erinnerung in die Kinos, ein Remake des gleichnamigen Films aus dem Jahr 2001. Dabei erarbeitete er sich die Ideen zu Trance wieder gemeinsam mit dem Produzenten Christian Colson, mit dem er zuvor an seinen letzten beiden Filmen gearbeitet hatte. Das Drehbuch schrieb unter anderem John Hodge, der bereits die Handlung zu Trainspotting – Neue Helden und The Beach kreierte. Mit Trance – Gefährliche Erinnerung wollte Danny Boyle eine etwas andere Form des Thriller Noir erschaffen und entdeckte dabei die traditionelle ‘Femme Fatale’ neu.

Ursprünglich wurden sowohl Michael Fassbender als auch Colin Firth für die Rolle des Gangbosses Franck in Betracht gezogen, bevor Vincent Cassel (Die purpurnen Flüsse) gecastet wurde. Für den Part der Hypnotiseurin Elizabeth hatte Danny Boyle Scarlett Johansson, Mélanie Thierry, Eva Green und Zoe Saldana in der engeren Auswahl, gab allerdings Rosario Dawson (Sin City) den Zuschlag. (LM)

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Kommentare (150) — Film: Trance - Gefährliche Erinnerung


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arzutomta

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Bewertung5.0Geht so

Von Danny Boyle und den Hauptdarstellern etwas mehr erwartet. Cast (! Punkte), Grundidee(1Punkt), ein bisschen gutes Drehbuch (1.5 Punkte), Kamera (1.5 Punkte)

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arzutomta

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Oh. 2 Punkte. Danke für den Hinweis. Kobbi88chen


kobbi88

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:)


ProfessorAbronsius

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Bewertung5.5Geht so

Eigentlich mag ich die Filme von Danny Boyle ja und auch hier startete alles recht vielversprechend.
Interessante Story, gute Darsteller und vor allem ein sehr interessanter visueller Stil.
Irgendwann gegen Ende wurden mir persönlich jedoch ein paar Schrauben zuviel überdreht und die Geschichte dreht und wendet sich in alle erdenklichen Richtungen, sodass es irgendwie auch immer unglaubwürdiger wird.
Ging mir hier zumindest so.
Für einen netten Abend vor der Glotze taugt TRANCE natürlich trotzdem was, da hier kamerateschnisch echt feine Arbeit abgeliefert wurde.
Ich hätte mir allerdings noch ein bisschen mehr erhofft...

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ProfessorAbronsius

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Der unterhält schon... keine Frage.
Hat bei der Zweitsichtung dann aber irgendwie nicht mehr so überzeugt. Komische Sache...


BenAffenleck

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Oha, das kann natürlich so kommen. Habe den ja erst einmal gesehen. Gibt aber viele Filme, die bei der Zweit-oder Drittsichtung auf einmal derbe Federn lassen müssen...


EreBos_85

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Bewertung9.0Herausragend

Anfangs dachte Ich "Ok .. der Film ist wohl doch vorhersehbar! Gleich passiert dies .. dann geschieht das und ...!" ... FALSCH .. Trance hat eine so verstrickte aber dennoch im nachhinein logisch und perfekt inszenierte Handlung, dass man sich schon fast selbst Hypnotisiert fühlt. Die Spannung wird hier stets auf dem Maximum gehalten und flacht zu keiner Sekunde auch nur im geringsten ab. Man versucht sich die Szenarien selbst zu formen und muss jedesmal feststellen, dass es doch anders kommt. Grandioser Thriller vom Erfolgsregisseur Danny Boyle !! *daumenhoch*

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Splashy

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Bewertung6.0Ganz gut

Erstsichtung: 19.09.2014
Vorhersage 6,5 --> Bewertung 6

Trance ist ein totaler Mindfuck-Film, à la <Your world isn't real>.
Außerdem enthält er jede Menge Twists die den eigentlichen Reiz des Films ausmachen.

Leider ist der Mittelteil, stellenweise etwas arg zäh und der Film gewinnt erst zum Schluss wieder an Dynamik.

FAZIT: Unterhaltsam aufgezogenes Verwirr- & Gedankenspiel rund um ein gestohlenes Gemälde.

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Codebreaker

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Von Danny Boyle kannte ich bisher bereits THE BEACH, 127 HOURS und 28 DAYS LATER, allesamt Filme die mir recht gut gefallen haben, ohne, dass sie mich jetzt besonders umgehauen haben. Was nun TRANCE anging, so waren meine Erwartungen nicht all zu hoch, wenn ich hier und da auch wirklich Gutes gehört habe. Ich wusste nicht so recht, was genau ich denn vom Film erwarten sollte. Was mir dann geliefert wurde, war wiederum unglaublich und sehr beeindruckend.

Denn TRANCE ist ein Film, bei dem man zu keiner Zeit wirklich sicher ist, was man nun glauben darf. Nie weiß man woran man ist, stets muss man fürchten, dass wieder irgendwas passiert, womit man nicht gerechnet hätte. Dabei beginnt TRANCE ganz einfach, wirkt schon fast wie ein relativ gewöhnlicher Gangsterfilm. Immer mehr wird dann jedoch klar, dass es genau das NICHT ist. Es folgen überraschende Wendungen nacheinander, der Zuschauer wird wieder und wieder vor den Kopf gestoßen, man weiß nicht, wo man hier bei TRANCE ist, man fühlt sich fast selbst in Trance...
Man wird ständig an der Nase herum geführt, der Film spielt nahezu mit einem und das ist ein Punkt, der mir hier sehr gefallen hat. Stets bleibt es spannend und intensiv. Der Film zieht den Zuschauer so richtig in seinen Bann und lässt ihn erst so richtig mit dem Abspann wieder los. Ja stellenweise kamen mir diverse Erscheinungen in der Geschichte etwas arg gestellt und konstruiert vor, nur um von der nächsten Überraschung wieder logisch erklärt zu werden. Dabei wirkt der Film auch die gesamte Zeit über fesselnd, ja fast schon hypnotisch: das liegt zum einen natürlich an dieser Geschichte, die gar nicht langweilig werden KANN, weil eben immer etwas entscheidendes passiert, aber andererseits liegt es auch an den Bildern, die farbenfroh und magisch erscheinen und die musikalische Untermalung, die den Zuschauer ebenfalls hypnotisiert und bannt. Ja, wenn man sich einmal auf TRANCE eingelassen hat, dann ist man in Trance, dann bekommt man erst einmal eine intelligente Geschichte geboten, die sich stets wieder ändert, die stets in eine andere Richtung schlägt. Auch wenn ich nicht viel erwartet habe, aufgeschnappt, dass man wohl mit einem Twist rechnen kann, habe ich schon, dass man dann aber einen so wendungsreichen Film geliefert bekommt, bei dem man sich fast nie sicher sein kann, was denn nun genau Realität oder Fantasie ist, das hätte ich nicht erwartet.

Ein weiterer großer Pluspunkt ist hier vor allem das großartige Dreiergespann bestehend aus James McAvoy, Rosario Dawson und Vincent Cassel. Alle drei funktionieren zusammen wunderbar, es fühlt sich an, als ob sie alle auf einem Niveau wären, alle sind auf ihre Art, immer und überall, präsent und auch hier weiß man nie, wer genau denn nun Täter und wer Opfer ist. James McAvoy spielt den, immer verzweifelter werdenden, fast schon wahnsinnigen und dennoch irgendwo sympathischen Simon ziemlich beeindruckend und dann haben wir da auch noch Vincent Cassel, ausdrucksstark, charismatisch und allgegenwärtig, als ob er alles unter Kontrolle hat und dennoch ebenfalls mit Problemen zu kämpfen hat. Und dann haben wir da auch noch Rosario Dawson, die ebenfalls so toll spielt. Stark, erotisch, sexy und dennoch unscheinbar, klug und beeindruckend. Zudem wird man nicht schlau aus ihr, aber so kann man den Film als Ganzes auch beschreiben.

Was bleibt also abschließend zu sagen? TRANCE ist ein starker Film, der eine starke Wirkung hat und den Zuschauer schnell in seinen Bann zieht und dann mit ihm macht, was er will. Man wird immer wieder vor den Kopf gestoßen und überrascht, die Schauspieler sind brillant und auch der Sound und die Bilder stimmt. Wie gesagt, hier und da wirkt das vielleicht etwas unglaubwürdig und konstruiert, hier und da kann man bei genauerer Überlegung bestimmt aufstoßen, aber so sehr habe ich mich daran jetzt nicht gestört. Toller Film, durchaus eine Empfehlung, sollte man mal gesehen haben. Für mich persönlich auch eine kleine Überraschung.

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BenAffenleck

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Fand den auch seeehr gut, konstruiert hin oder her.


Codebreaker

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Genau so ist es!


bonjovi84

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

spannender hypnosethriller mit unkonventioneller, partiell gewollt verwirrender erzählweise und interessanter wendung zum schluss.

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Moviegod

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Bewertung7.0Sehenswert

"Trance" ist ein sehr verwirrender Film. Obwohl die Story gar nicht allzu komplex wirkt, sorgt Danny Boyle durch verschiedenste Mittel dafür, dass man dem Ganzen oft nicht mehr richtig folgen kann. So spielt er in vielen Szenen mit Lichtern, Farben und Bildern. Außerdem werden Trance, Rückblicke und das "Hier und Jetzt" so oft durcheinander geschnitten gezeigt, dass auch hier oft absolute Verwirrung herrscht. Die Auflösung am Ende ist zwar schlüssig und bietet einen guten Twist, aber ich frage mich, ob man dies nicht auch hätte einfacher zeigen können. Trotzdem ist "Trance" kein langweiliger Film. Er erzählt seine Geschichte ruhig und bleibt bis zum Finale trotzdem recht spannend.

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BenAffenleck

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Huch. War ich in TRANCE? Habe ich geträumt? Habe ich den Traum richtig verstanden? Jedes kleine Detail? Mit Sicherheit nicht! Alles verschwimmt Stunden später schon wieder. Vielleicht liegt es daran, aus so einem intensiven Erlebnis mit einer Watsche geweckt worden zu sein. Oder der Traum war für eine Nacht zu groß, um ihn in seiner Gesamtheit zu erfassen? Wie auch immer. Es war ein schöner Traum. Oder war ich doch in Trance?

TRANCE ist ein Verwirrspiel allererster Güte. Hier beweist Danny Boyle mal wieder, dass er einer der interessantesten Filmemacher ist und bleibt. Kein Genre ist vor ihm sicher, und was er da auch abliefert, alles hat seinen Stempel der immer für gute bis sehr gute Qualität bürgt. Ich hoffe das bleibt so.

Nur das nächste Mal bitte ohne Vincent Cassel. Der ist mir immer sowas von unsympatisch und hat fiese, kalte Augen.

Fazit: Könnte man sich mit Leichtigkeit schlecht reden lassen. Muss aber nicht sein. Ich fand die Auflösung dieses visuellen Bilderrausches ausgesprochen stark und auch überraschend.

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ProfessorAbronsius

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Is'n echter Kracher, da stimm ich dir zu. :)
Der Cassel is ne coole Sau, da gibt's nix.
Schon mal EASTERN PROMISES gesehen? Da spielt er überragend!


BenAffenleck

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EP habe ich schon gesehen. Fand ich im Gegensatz zu A HISTORY OF VIOLENCE nicht ganz so gelungen...wusste gar nicht mehr das CasselAssel in EP auch mitspielt.


waschoi

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Bewertung7.0Sehenswert

Wir haben uns gerade köstlich amüsiert. Auf der Blueray gibt es wohl eine Zensur:
http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=e50207-1407792558.png ... passt nicht so richtig zur Handlung, da sie sich rasiert. Im Netz findet man hingegen diese Version: http://3.bp.blogspot.com/-mg8iX8b4u8s/UtUhOYdIgbI/AAAAAAAAvZg/ZzTMbCIouOY/s1600/Trance+cinemelodic+dawson+desnudo.jpg
Bei Schnittbrerichte ist nichts zu finden. Jemand eine Idee?

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BenAffenleck

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Komisch. Habe gerade den Film gesehen, und auf meiner Leih-BluRay war sie rasiert. Ist ja auch Sommer ;-)


Martin Oberndorf

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Bewertung9.5Herausragend

Normalerweise entdecke ich bei jedem Regisseur ein Markenzeichen. Etwas, dass ihn unverkennbar macht. Und sei es nur der Lichteinfall.
Ich würde jederzeit einen Tarantino, einen Kubrick, einen Hitchcock, einen Miyazaki, einen Shyamalan oder einen Burton erkennen.
In der Regel reichen drei gesehene Filme aus, um ein Gespür für den Stil, die Atmosphäre, die Schwerpunkte eines Regisseurs zu entwickeln.
Nun stellt mich dieser eine britische Filmemacher Danny Boyle vor ein Rätsel.
Mein mittlerweile vierter Film von diesem Mann, und auch der konnte kein Licht in die Sache bringen.
Nach 'Trainspotting', 'Slumdog Millionär' und '127 Hours' konnte mir auch "Trance" in der Hinsicht nicht weiterhelfen.
Ich erkenne nichts, aber auch GARNICHTS, was diese Filme gemeinsam haben. Weder inhaltlich, noch optisch, noch atmosphärisch. Hätte man mir erzählt, vier unterschiedliche Leute hätten am Regiestuhl Platz genommen, hätte ich das noch eher geglaubt.
Wenn ich mir anschaue, welche Filme mir von dem Mann noch bevorstehen, wird dieser Eindruck noch verstärkt.
Man kann es drehen und wenden wie man will, ich bin zu dem Schluss gekommen, den unverwechselbaren Boyle-Style gibt es schlichtweg nicht.
Naja, nun aber zum eigentlichen Film, "Trance".

...

Ein Kunstraub bei einer Auktion.
Ein wertvolles Gemälde soll gestohlen werden.
Es kommt zum Streit zwischen dem Insider, Simon, und dem Anführer der diebischen Bande, Franck.
Als dieser den Koffer mit der vermeintlichen Beute öffnet, findet er jedoch nur einen leeren Bilderrahmen.
Wo ist das Bild?
Schwer zu sagen, denn der offensichtliche Täter, Simon, hat sein Gedächtnis verloren.
Als letzten Ausweg erachtet Franck, Simon zu einer Hypnotiseurin, Liz, zu schicken...

Oh. Mein. Gott.
Ich dachte ja, dass der Film gut ist, aber derartig?
Auf der einen Seite wirkt "Trance" mal gut 15 Jahre älter, als er ist, auf der anderen Seite modern und frisch.
Die Vermischung von Krimi und einen Blick in die Tiefe der Psyche hat eigentlich der Regisseur Christopher Nolan zu seinem Markenzeichen gemacht.
Nicht selten ist Dreh- und Angelpunkt ein furchtbares Geheimnis um einen einen
zunächst alltäglichen Plot.
Auch Boyle beweist, dass er nach diesem Rezept Gourmetküche kochen kann.
Nur, dass er es mit einigen eigens abgeschmeckten Gewürzen verfeinert, beziehungsweise verfremdet.
Das Ergebnis schmeckt genauso köstlich.

Nein, ich will nicht sagen, "Trance" sei lediglich ein Abklatsch von Christopher Nolan, das ist er nämlich nicht.
Doch er besiedelt ein ähnliches Genre und weist Parallelen auf.

Boyle geht in seinem Verwirrspiel um Einiges weiter.
Sein Ausflug in die Psyche ist härter, chaotischer, hypnotischer.
Immer dann, wenn man meint, die Handlung würde einen gleich verlieren, kramt Boyle in der Überraschungskiste, und bringt etwas Neues, Interessantes auf den Bildschirm.
Letzten Endes vergessen wir das Drumherum, wir erfreuen uns an dem, was wir zu Gesicht bekommen. Eine gewisse Surrealität lässt sich nicht abstreiten, der Film malt ästhetische, künstlerische Bilder - er wird selbst zu einem Gemälde, einem sich bewegenden, pulsierenden Gemälde.
Es sind Momente, deren Bedeutung zunächst nebensächlich erscheint, und die dann letztlich doch einen scharfen, leidenschaftlichen und teils grausamen Sinn haben.

Letzten Endes ist die Heistgeschichte dann doch uninteressant.
"Trance" benutzt seine nolansche Ader nur, um den Zuschauer zu ködern.
Das ist letztlich doch kein Film, der nur darauf aus ist, mitzuschwimmen.
Wir tätigen eine Reise ins Unterbewusstsein einer Person, und können nicht davon ausgehen, nur zu erfahren, was wir wollen.
Die Frage, wo denn das Gemälde steckt, gerät mit andauernder Laufzeit in Vergessenheit.
Stattdessen entführt uns Meister Boyle in seine eigene kleine Kunstgalerie, deren Werke für sich genommen wunderschön sind, aber erst im Ganzen gesehen eine unfassbare und atemberaubende Geschichte ergeben.

Zu Beginn meinte ich, der Film wirke gut 15 Jahre älter, als er ist.
Zu diesem Zeitpunkt herrschte in meinen Augen der Höhepunkt filmlischer Kreativität.
Man hat alles anders gemacht, reichlich neue Ideen mitgebracht und einen frischen Wind in der Filmlandschaft aufwehen lassen.
Und dort hätte "Trance" mehr als gut hingepasst.

Also...
...wollt ihr auch eine Eintrittskarte in die emotional wie visuell mitreißendste Kunstgalerie, die ihr auf dem Markt finden könnt?
Dann seid ihr bei "Trance" genau richtig, für den Bilderrausch eures Lebens...

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The Freewheelin Fonda

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Der hier und "96 Hours" sind doch mal wieder richtige "Martintexte" sehr schön geschrieben und ich hätte mir schon Sorgen gemacht, wenn du weiterhin unter 8 Punkten gewertet hättest :D


Martin Oberndorf

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Danke sehr!

Ich frage mich, ob es daran liegt, dass ich schlechtere Filme sehe oder strenger geworden bin...

Dieses Jahr sind meine 10-Punkte-Bewertungen sogar noch im einstelligen Bereich.
Find ich eigentlich schade.


Dr.Hasenbein

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Bewertung7.5Sehenswert

Wenn es darum geht scheinbar normale bis unspektakulär anmutende Stoffe hervorragend, speziell, spannend und unterhaltsam in Szene zu setzen, macht Regisseur Danny Boyle niemand etwas vor.
Egal welches Genre er anpackt, heraus kommt immer ein guter bis sehr guter Film.
Und das ist auch bei "Trance" nicht anders.
Was anfangs noch wie ein normales Heist Movie daher kommt entpuppt sich ziemlich schnell zu einem wendungsreichen Thriller mit doppelten und sogar dreifachen Boden in dem nichts so ist wie es anfangs scheint.
Alles andere wäre Boyle wohl auch zu wenig gewesen.
Um den Spaß nicht zu verderben sollte man so wenig wie möglich wissen und am besten nicht nach recherchieren und wenn möglich auch keine Trailer gucken.
Denn das würde komplett die Spannung aus dem Film nehmen.
Ich weiß garnicht ob sich der Film überhaupt lohnen würde wenn man einzelne Plotteile kennen würde.
Das macht "Trance" zwar beim ersten mal zu einem recht spannenden Film, trübt aber komplett den Drang das ganze noch einmal zu sehen.
Insgesamt ist das hier auch leider etwas schwächer als andere Filme des Regisseurs. Denn alles baut eben nur auf dem Thema "es ist nichts wie es scheint" auf und hängt im Mittelteil bevor es zum spektakulären, aufklärenden und unerwartenden Ende kommt leider etwas durch.
Das ist aber meckern auf hohem Niveau, denn spannend ist das alles hier schon und kann mit drei wirklich guten Hauptdarstellern punkten.
Trotzdem weiß ich eben nicht ob der Film beim zweiten oder dritten mal noch so viel Spaß machen würde!

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Graf Krolock

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die Bezeichnungen Psychotrip und Thriller treffen vor allem auf das letzte Drittel zu. Bis dahin ist der Streifen ein spannendes Kuriosum, der einem ab und zu sogar ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert. Ich habe nicht selten den Kopf im positiven Sinne geschüttelt, weil mich die Handlung immer wieder fasziniert hat. Was mag da wohl kommen, fragt man sich. Zu keiner Sekunde langweilig, hält einem die Story bei der Stange. Ist das jetzt gerade real oder doch Hypnose? Da steckt doch noch etwas ganz anderes dahinter. Und schließlich steuert das ganze auf dieses überraschende Finale zu - ohne den Zuschauer vorher zu lange mit Verwirrspielen genervt zu haben. Den Soundtrack finde ich übrigens klasse, ebenso wie Bilder und Kameraführung.

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Cunicool

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Von anfang bis ende super Film. Muss man gesehen haben. Bloß aufpassen von wem ihr euch hypnotisieren lässt.

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Hueftgold

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Bewertung9.0Herausragend

Danny Boyle ist mit Trance ein absolut starkes Verwirrspiel gelungen, bei dem der Zuschauer am Anfang einer Tabula Rasa gleicht. Erst im Verlaufe des Filmes gelangt man zur Erkenntnis, wenn Boyle stetig mit optischen Spielerein und Twists protzt. Auch wenn man sich zum Schluss viel zu sehr auf die twists und Mindfucks fokussiert und dadurch eine Übereizung einleitet, ist Trance geradliniges, brutales, komplexes und spannendes Thrillerkino, welches man wohl erst nach unzähligen Malen komplett erschließen kann! Ein starkes Stück oder um es umgangsprachlich zu sagen, eine saugeiles Erlebnis!

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Hueftgold

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Mach das Bubo :)


BenAffenleck

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Danny Boyle und James McAvoy? Da heb ich aber schon von Haus aus ne 8,0er Erwartung. Ist auch ganz oben auf meiner "ToDoDatGucken-Liste".
@VV: deine Abneigung gegen INCEPTION finde ich ja sensationell. Das ist doch äußerst gelungenes Blockbuster-Kino mit guten Schauspielern, gelungenem Score, geiler Optik und einer fantastischen Stimmung. Mmmmhhh...vielleicht ein Opfer der zu hohen Erwartungen?


*frenzy_punk<3

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Bewertung9.0Herausragend

Danny Boyle: Guten Tag, wie kann ich Ihnen helfen?
Ich: Ich möchte mal wieder so richtig geflasht werden.
Danny Boyle: Glücklicherweise kann ich das einrichten, nehmen Sie doch platz.
Ich: <setze mich>
Danny Boyle: Lehnen Sei sich zurück, entspannen Sie sich und schließen Sie die Augen. Sie begegnen einem Kunstauktionär, den die Versuchung packt. Er schließt sich mit einer Bande zusammen und klaut ein Bild. Leider bekommt er bei dem Überfall jedoch einen Schlag auf den Kopf und erinnert sich nicht mehr daran, wo er das Bild versteckt hat. Sie begleiten ihn auf eine Reise, eine Reise in sein Unterbewusstsein und versuchen gemeinsam mit ihm das Bild zu finden.
Er lässt sich von einer Therapeutin in Trance versetzen und Sie sehen dabei zu, wie er Stück für Stück versucht sich zu erinnern. Ihr Herz beginnt jedes Mal wenn er kurz vorm Ziel zu sein scheint beinahe vor Spannung zu zerspringen, sie atmen flach bis Sie die Luft anhalten, warten darauf am Ziel anzukommen, doch wieder und wieder baut sich eine Barrikade auf. Die Spannung in Ihnen löst sich jedoch nicht, sie verfallen in eine Art Rausch, wollen mehr und bekommen mehr.
Sie taumeln hinein in eine Welt voller Verwirrung, irren umher in einem Stück der Kunst, verfallen der Extase der Hochspannung und können nicht genug bekommen.
Die Musik, die das Schauspiel untermalt kurbelt ihre Lust noch weiter an, presst ihnen die Luft aus den Lungen und lässt ihnen am Ende die Kinnlade runterklappen.
Sie befinden sich in einem Kabarett mit fantastischen Darstellern, in der Hauptrolle kein geringerer als James McAvoy (Filth), neben ihm Vincent Cassel (Black Swan) und als Sahnehäubchen noch Rosario Dawson (Death Proof), die sogar alle Hüllen fallen lässt.
Am Ende sind Sie beinahe am Ersticken, doch der seichte Abgang und die huldvolle Stimmung des Endes hohlen Sie zurück.

Sie erwachen wie aus einem Traum, atmen mehrmals tief durch und fühlen sich doch noch Stunden später wie auf einem Speedtrip.

"Trance", der Flash ihres Lebens, von Danny Boyle.

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*frenzy_punk<3

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Geil ne?

Na also die Rosario .. ich muss ja zugeben, dass ich die unsexy finde. Und .. ich bin eine Frau xD

Hauptsache du warst glücklich und zufrieden^^


Chris12zero

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Jupp, auch visuell sehr beeindruckend und McAvoy war auch mal wieder große klasse!! ;)
Nun jaaa, ich mag Rosario seeeeeehr^^ ...öheemm und war total geflasht und hab mit Sicherheit in dieser einen Szene genauso geschaut wie McAvoy^^ Also ja, ich war seeehr zufrieden^^ :D


Robbejr

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mindfuck hoch 3!
Klasse Story
Gute Schauspieler
James McAvoy ! <3
Von den Bildern gewohnt stylisch schön
Danny Boyle
Gibt zwar bessere Filme von ihm, dennoch ein überdurchschnittlich schmeckendes Menü aus Thriller, Drama und Psychothriller.
Ich kann mich nicht entsinnen, je etwas vergleichbares in dieser Art gesehen zu haben!

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Moe Szyslak

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Bewertung7.0Sehenswert

Bei weitem nicht Boyle's bester Film, aber dennoch natürlich immer noch ein guter. Spannende Geschichte, die etliche unvorhergesehene Haken schlägt und im Laufe der Zeit so verwirrend wird, so dass man nicht mehr weiß, was nun eigentlich wahr ist und was nicht, was sich nur in Hypnose abspielt und was nicht, ob sich das alle nur im Kopf abspielt und wenn ja von wem und wen oder was man überhaupt noch glauben darf und soll. Alles natürlich versehen und umgesetzt mit einer Bilderflut in grellen Neonfarben, absurden Kameraperspektiven, pulsierender Sound, so das einem regelrecht schwindelig werden konnte. Das Boyle'sche Erlebnis eben. In all dem (positiven) Wirrwarr versuchen neben dem Zuschauer James McAvoy, Vincent Cassel und Rosario Dawson den Durchblick zu behalten und machen dabei eine sehr gute schauspielerische Figur dabei.

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*frenzy_punk<3

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ich habe gar nichts vorhergesehen. Am Ende war ich total platt :)


Aurea

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Bewertung10.0Herausragend

Meine Flasche Wein und ich, wir haben jetzt lange überlegt, wie wir diesen Film bewerten wollen. Am Ende bleibt ja doch nichts übrig als ne 10. Jetzt mal unter uns hier, Danny Boyle könnte vermutlich alles verfilmen und es wäre einfach nicht von dieser Welt, weil es einfach zu genial wäre.

Ich find ja Hypnose eine feine Sache. Hab mich der ganzen Angelegenheit schon erfolgreich mehrmals unterzogen und bin vom Ergebnis immer wieder angetan. Danny Boyle geht auch immer, und James McAvoy ist einer meiner absoluten Lieblingsmenschen auf dem Planeten. Die Grundlagen für Trance hätten also schonmal kaum besser sein können. Mit jedem anderen Regisseur wäre Trance aber vermutlich ganz großer Mist geworden. Wirre Story, wirre Bilder, noch ein Twist weil man es einfach kann. Nee, in den meisten Fällen ist sowas nach 40 Minuten doof. Hier funktioniert das aber wirklich klasse. Am Anfang ist noch alles deutlich, die Bilder sind klar. Je weiter wir als Zuschauer in diesen Kaninchenbau vordringen, desto verdrehter wird die Geschichte, die Bilder werden unklar, überall reflektieren sich Sachen. Das unendliche Chaos wird angetrieben durch einen pumpenden Electro-Soundtrack. Obendrauf gibt es noch ein bisschen Sex, ein bisschen Gewalt, alles schön angepasst an das sowieso herrschende Chaos.

Ein Film, der bei jedem anderen Regisseur zum Totalausfall geworden wäre. Hier funktioniert aber alles einwandfrei, ist perfekt inszeniert, schauspielerisch in der A-Liga angesiedelt und mit der passenden Musik untermalt. Hat sich auf direktem Weg in mein Herz und Hirn geschlichen, meine Umwelt darf sich darauf gefasst machen, zu diesem Film gezwungen zu werden.

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Aurea

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Es geht doch nichts über einen guten Tropfen Wein :D


DoubleH

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Dürfen auch ruhig mal mehr Tropfen sein :) Das fesselt dann immer so schön ans Sofa. Wenn es denn der Richtige ist


Kurono

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Bewertung6.5Ganz gut

Ob Drama, Thriller oder Science-Fiction, Danny Boyles Filme sehen einfach verdammt gut aus. „Trance“ ist da keine Ausnahme und überzeugt optisch voll und ganz.
Zum Inhalt: Anfangs ein Gängsterfilm, entfaltet sich „Trance“ schon bald zu einen verworrenen Thriller. Lügen, Selbstbetrug und ein bisschen Liebe. Wer betrügt hier wen?
Der Film hält den Zuschauer dabei ganz gut bei der Stange, da er Aha-Erlebnisse verspricht und diese auch liefert.
Wie üblich bei solchen Verwirrspielen, wirkt das natürlich unglaublich konstruiert. Da die Hypnose, wie sie hier dargestellt wird aber sowieso total unglaubwürdig ist, spielt das aber eigentlich auch keine Rolle. Entweder man lässt sich darauf ein oder eben nicht.
Schade das die namensgeben Trance mehr ein Plotdevice ist, um die Handlung so hinzubiegen wie man sie braucht und weniger dazu genutzt wird, um abgedrehte Traumsequenzen zu zeigen. Da hatte ich mir irgendwie mehr versprochen.

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Bewertung9.0Herausragend

Für mich, verglichen z.B. zum vergleichsweise komplexen "Inception" die deutlich anspruchslosere Kost der "Your World Is Not Real"-Serie.
Die extremen Twists, die ungeschönte Brutalität, sogar die überdeutliche Sexualität - so intensiv ist kaum ein Film! Selbst die etwas kitschige Abrundung schadet indes nicht, und wer gejagt wird bleibt bis kurz ans Ende offen und der immer mehr verwirrte Zuschauer fühlt sich am Ende zwar erleuchtet, aber auch so sehr eingeladen, den Film gleich nochmal zu schauen - atemberaubend; grandios!

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Kaskodil

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Inwiefern Rache? Das nennt man Plagiat! Doktor Titel aberkennen!


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Hahaha :D



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