MaxN91
MaxN91 ist 21 Jahre alt. Er hat sich Mon, 09 May 2011 15:31:58 -0000 auf moviepilot angemeldet und hat schon legendäre 378 Filme bewertet und legendäre 178 Kommentare geschrieben. LIKE A BOSS ! Wer mir eine Freundschaftsanfrage schicken möchte,darf gerne auch eine Nachricht oder einen Pw-Eintrag hinterlassen. Ich versuche so viel wie möglich Kommentare/kleine Krtiken über Filme zu schreiben . Über Feedback oder einen Like freue ich mich immer :) Mehr
| Alter | 21 |
|---|---|
| Stadt | |
| Geschlecht | männlich |
| Meine Lieblingsfilmfigur | |
| Meine Lieblingsschauspieler: | |
| Meine Lieblingsregisseure: | Quentin Tarantino, Christopher Nolan, Darren Aronofsky, Joel und Ethan Coen, David Fincher, Martin Scorsese, Clint Eastwood, Stanley Kubrick, Paul Thomas Anderson, Tim Burton, Sam Mendes, Alfred Hitchcock |
| Mein Lieblingsfilmzitat: | |
| Über mich | LIKE A BOSS ! Wer mir eine Freundschaftsanfrage schicken möchte,darf gerne auch eine Nachricht oder einen Pw-Eintrag hinterlassen. Ich versuche so viel wie möglich Kommentare/kleine Krtiken über Filme zu schreiben . Über Feedback oder einen Like freue ich mich immer :) |
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Hfonda15 Sun, 19 May 2013 15:19:33 -0000
Antwort löschenHatte Anfangs kein so großes Interesse an dem aber jetzt wo den fast jeder meiner Freunde mit 9 Punkten auszeichnet werd ich den mir auch mal ansehen. Schöner Kommentar :)
MaxN91 Sun, 19 May 2013 15:32:59 -0000
Antwort löschenDanke dir! Ich kann dir nicht versprechen, dass er dir auch so gut gefällt wie mir, aber wenn du auf Luhrmann stehst wird er dir sicher zusagen :)
janew94 Sun, 19 May 2013 16:10:34 -0000
Antwort löschenWow, eine Welle an lobenden Kommentaren. Wirklich schick is er ja... werd denn mir auf jeden Fall demnächst zu Gemüte führen.
Mit "Evil Dead" inszeniert Regisseur Fede Alvarez ein Remake des Splatterklassikers Tanz der Teufel. Visuell ist "Evil Dead" logischerweise eine ganz andere Hausnummer als das Original, verzichtet lobenswerterweise dabei aber größtenteils auf CGI. Alvarez wollte kein 1:1 Remake machen und bemüht sich so konsequenterweise seinen Figuren ein gewisses Maß an Tiefe zu verleihen…
Mit "Evil Dead" inszeniert Regisseur Fede Alvarez ein Remake des Splatterklassikers Tanz der Teufel. Visuell ist "Evil Dead" logischerweise eine ganz andere Hausnummer als das Original, verzichtet lobenswerterweise dabei aber größtenteils auf CGI. Alvarez wollte kein 1:1 Remake machen und bemüht sich so konsequenterweise seinen Figuren ein gewisses Maß an Tiefe zu verleihen. Auch die Story wurde, gegenüber dem Original, aus meiner Sicht positiv ausgearbeitet und gibt dem Zuschauer etwas mehr Hintergrundinformationen, um die Geschehnisse rund um die Waldhütte besser verstehen zu können. Das Bemühen der Macher von Evil Dead sowohl die alten Fans als auch das junge Publikum begeistern zu wollen, ist zu jeder Zeit spürbar. Die starken Kamerafahren von Raimi wurden zwar kopiert, an seine Klasse als Regisseur kommt Alvarez aber nicht heran- an Innovation hapert es gewaltig. Und hier sind wir auch schon bei einem der Grundprobleme von "Evil Dead": Im Gegensatz zu Tanz der Teufel, schafft es das Remake nur selten sich von gewöhnlichen Horrorkonventionen abzusetzen und den Zuschauer zu überraschen. Das aus meiner Sicht aber größte Problem dieser Neuauflage ist die Atmosphäre bzw. die Stimmung des Films. Viel zu selten hatte ich wirklich Angst vor dem was als nächstes passieren könnte, das nagelkauende, schweißtreibende Erlebnis blieb aus. Klar gibt es ab und an mal einen Erschrecker, aber ohne die richtige Grundstimmung zieht das eben nur halb so gut. Das ist natürlich eine ziemlich bittere Pille für das Horrorgenre per se, "Evil Dead" hat aber dafür auch hier die visuellen Pluspunkte auf seiner Seite und in Sachen Gewalt und Blutvergießen noch einiges in petto. Die Gore- und Splatterszenen sind wirklich explizit, d.h. es wird voll draufgehalten und das Blut spritzt literweise. Hier schockt Evil Dead zwar, wirklich in den Sitz drücken konnte mich aber nur die Endsequenz, die mit absoluter Härte und Kompromisslosigkeit überzeugt.
Fazit: "Evil Dead" düfte für Splatterfans eine wahre Freunde darstellen, als Horrorerlebnis bietet die Neuverfilmung von Sam Raimis Klassiker dagegen wenig Innovation und Spannung. Im direkten Vergleich schockt das Original von 1981 in meinen Augen deutlich mehr, obwohl visuell keine Vergleichsgrundlage mehr besteht.
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Ultra verstörende und trashige Splattergranate von Sam Raimi, deren Handlung man in 2 Sätzen zusammenfassen kann. Trotz äußerst geringem Budget und größtenteils komischen Schauspielleistungen hat "Tanz der Teufel" eine packende und extrem angsteinflößende Atmosphäre, die für mich besonders durch den krächzenden Score und die billigen (und gerade deswegen verstörenden) Splattereffekte entstand. Sam Raimi zeigt von Anfang an seine Klasse als Regisseur und bietet tolle Kamerafahrten und beklemmende Einstellungen. Eine Figurentiefe ist so gut wie gar nicht vorhanden, dafür wurde hier keinesfalls an Gewalt und Blut gespart. Obwohl ich nicht wirklich ein großer Splatterfan bin, konnte Raimi mich über 85 Minuten fesseln, schockieren und teilweise sogar zum Schmunzeln bringen.
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Britischer Humor, ein bisschen (Anti-)Romantik und eine mittelmäßige Storyline- ungefähr das sind die Zutaten für "Das hält kein Jahr...". Ich mag den britischen Humor, sehr sogar, d.h. ich kann auch damit leben durch die Bank Witze unter der Gürtellinie vorgesetzt zu bekommen. Und was soll ich sagen, der Film hält was er verspricht. Die Gagdichte könnte zwar deutlich höher sein, dafür…
Britischer Humor, ein bisschen (Anti-)Romantik und eine mittelmäßige Storyline- ungefähr das sind die Zutaten für "Das hält kein Jahr...". Ich mag den britischen Humor, sehr sogar, d.h. ich kann auch damit leben durch die Bank Witze unter der Gürtellinie vorgesetzt zu bekommen. Und was soll ich sagen, der Film hält was er verspricht. Die Gagdichte könnte zwar deutlich höher sein, dafür konnte ich mich an den richtigen Stellen wunderbar amüsieren. Da ich selber noch nie in den "Genuss" des Ehelebens gekommen bin, kann ich das zwar nur mutmaßen, aber hier wird wirklich kein Klischee über das Alltagsleben der Ehe ausgelassen. Die Story an sich ist wirklich ziemlich dünn und schmettert meine Erwartungen einmal mehr nieder, dass es endlich wieder eine saulustige Komödie mit richtig gutem Drehbuch gibt. Der Cast macht Spaß und ist wirklich witzig, hat aber leider das Problem, dass der Film nach ungefähr einer Stunde von einer zynischen Komödie in eine eher langweilige Romanze abdriftet. Am Ende steht die britsche, zynische Variante eines Happy Ends zu Buche und *Spoiler* meine Verwirrung darüber, wie man Anna Faris (mit schlechter Haut) der wunderbaren Rose Byrne vorziehen kann.
Fazit: Als Fan des britischen Humors hatte ich wirklich Spaß mit "Das hält kein Jahr", auch wenn ich etwas traurig darüber bin, dass der Film gegen Ende wieder in das altbekannte Schema abdriftet (wenn auch etwas britischer) und deswegen einiges an Potential verschenkt.
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Da ist er nun, der heiss erwartete dritte Spielfilm von Regisseur Derek Cianfrance und gleichzeitig seine zweite Zusammenarbeit mit Ryan Gosling. "The Place Beyond the Pines" heisst das Ganze und entführt den Zuschauer zuerst in die Welt von Stuntman Luke (Gosling), der erfährt, dass er einen Sohn hat und nun seiner Pflicht als Vater nachkommen will. Um seinem Sohn etwas bieten zu können…
Da ist er nun, der heiss erwartete dritte Spielfilm von Regisseur Derek Cianfrance und gleichzeitig seine zweite Zusammenarbeit mit Ryan Gosling. "The Place Beyond the Pines" heisst das Ganze und entführt den Zuschauer zuerst in die Welt von Stuntman Luke (Gosling), der erfährt, dass er einen Sohn hat und nun seiner Pflicht als Vater nachkommen will. Um seinem Sohn etwas bieten zu können raubt er Banken aus und wird dabei immer leichtsinniger. Wow, 50 Minuten fesselt mich "The Place Beyond the Pines" nun schon und ich bin wirklich schlichtweg begeistert. Die Charakterzeichnung, der Style, die Story und der Hauptdarsteller sind einfach schlichtweg perfekt. Doch ohne zu viel zu verraten, vollzieht das Drehbuch nun einen vollständigen Perspektivwechsel. Eine Wendung, die so nicht zu erwarten ist, ist für mich meistens ein großer Pluspunkt. Hier fiel es mir schwerer mich damit abzufinden, denn ich habe genrell ein Problem mit dem Wechseln von Protagonisten. Hier wird mir schlagartig klar, dass der Film nun eine komplett andere Richtung einschlägt. Das Tempo wird gezügelt, für meinen Geschmack zu stark, und der Film widmet sich dafür neuen Themen wie Schuld und Gerechtigkeit. Themen, die der Film wirklich toll anspricht und gut erzählt, auch wenn der Übergang doch etwas holprig erscheint. Im Fokus steht nun die Figur des Polizisten Avery (Bradley Cooper). Eine interessante Figur, komplett konträr zu der von Gosling. Als ich mich nun in diese neue Figur hineinversetzen konnte, ihre Fehler sowie ihre Stärken entdeckt habe, macht der Film einen erneuten Bruch. Diesmal vergehen ganze 15(!) Jahre Zeit innerhalb der Geschichte und erneut wird ein Perspektivwechsel vorgenommen, natürlich verbunden mit einem neuen Protagonisten (An dieser Stelle sei angemerkt, dass alle 3 Geschichten miteinander in Verbindung stehen!!!). Wieder beginnt das Charakterzeichen von vorne, wieder durchaus gelungen. Für mich beginnt hier nun dennoch die schlechteste Geschichte der Dreien, was besonders an der letzten Wendung des Films liegt. Dies beginnt mit einem wirklich stark konstruierten Zufall und einigen Handlungen der Charaktere, die schwer nachvollziehbar sind.
Fazit: Auch wenn ich hier eine Menge Kritik äußere ist "The Place Beyond the Pines" ein wirklich bemerkenswerter Film, der nicht davor zurückscheut große Themen anzusprechen und damit auch Erfolg hat. Leider begeht der Film aus meiner Sicht den Fehler zu viele Perspektivwechsel einzubauen, wobei die Qualität der Geschichten auch immer mehr abnimmt. Regisseur Derek Cianfrance hat großes Talent dafür Geschichten mit Tiefgang zu erzählen, verzettelt sich meiner Meinung nach aber damit seinen Film auf epische Länge zu strecken, obwohl der Spannungsbogen immer mehr abfällt.
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„Es gibt keine größere Einsamkeit als die eines Samurai, außer vielleicht die eines Tigers im Dschungel.“ - Bücher des Bushido
Mit diesem fiktiven Zitat von Regisseur Jean-Pierre Melville beginnt "Der eiskalte Engel - Le Samourai", ein Zitat so genial es könnte wirklich der asiatischen Kampfkunst als Vorbild dienen.
10 Minuten sind vergangen seit ich den Film gestartet habe,…
„Es gibt keine größere Einsamkeit als die eines Samurai, außer vielleicht die eines Tigers im Dschungel.“ - Bücher des Bushido
Mit diesem fiktiven Zitat von Regisseur Jean-Pierre Melville beginnt "Der eiskalte Engel - Le Samourai", ein Zitat so genial es könnte wirklich der asiatischen Kampfkunst als Vorbild dienen.
10 Minuten sind vergangen seit ich den Film gestartet habe, 10 Minuten in denen kein einziges Wort gesprochen wird. 10 Minuten in denen ich trotzdem so viel erfahren habe über den Protagonist und den Ort in dem er lebt. Die perfekte Atmosphäre. Steril und kühl ist das Zimmer in dem Jef Costello erwacht. Vom einzigen Lebenszeichen im Raum, einem kleinen Vogel, verabschiedet er sich nur durch das Reiben eines Geldscheins am Käfig. Fast mechanisch zieht er sich seinen Hut und Mantel an. Die Augen starr und leer, trotzdem fokussiert. Nur dunkle grau und schwarztöne umgeben Paris, ein Ort in dem alles Leben zu ersticken scheint. Sogar die Scheiben des Wagens sind trüb. Genau hier setzt das erste Mal der Score ein: Einprägsam, geheimnisvoll und irgendwie kalt. Er fährt in eine dunkle, abgelegene Garage. Sofort springt ein Mann heran, montiert Nummernschilder. Nur ein Schnipsen, kein Wort, reichen aus dass er Costello eine Waffe übergibt. Es wirkt wie Routine. Die Nacht bricht herein. Er schlecht in ein Hotel und klingelt. Eine Frau erhebt sich und der erste Dialog des Films beginnt. Es sind nun die besagten 10 Minuten vergangen und da wusste ich, dass ich sowas eindrucksvolles noch nie gesehen habe und dass es etwas besonderes wird.
Alain Delon spielt den Auftragskiller Costello mit einer Intensität und einer Gefühlskälte, wie ich es noch nie erlebt habe. Auch als dieser einen Fehler begeht, bleibt er wie eine Hülle ohne jegliche Emotionen. Was folgt sind fast 90 weitere Minuten voller Spannung, gepaart mit einer Hetzjagt durch Paris. Jean-Pierre Melville liefert dabei die warscheinlich grandlinigste Inszenierung aller Zeiten ab. Als diese dann ihren Höhepunkt findet, überrascht der Film mit einem Ende, dass einem die Kinnlade auf den Boden krachen lässt, obwohl es sich doch irgendwie andeutet. Mehr möchte ich dann doch nicht schreiben, denn es sollte sich jeder in die Situation begegen selbst einmal "den einsamen Samourai" Costello bei seiner Arbeit zu beobachten. Eine einmalige Erfahrung.
Jean-Pierre Melvilles "Le Samourai" ist schlichtweg einer der besten Filme, die ich jemals gesehen habe. Von seiner nahezu perfekten Inszenierung, über seinen wunderbaren Score, bis hin zum überragenden Hauptdarsteller, der für mich beste Vertreter des Film Noir und deswegen zurecht ein absoluter Klassiker.
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Nach meinem ersten Terrence Malick Film Tree of Life war ich innerlich überaus gespalten. Dass die Spaltung aber in seinem nächsten Film "To the Wonder" noch heftiger sein würde, hätte ich nicht erwartet.
Ähnlich wie in Tree of Life spielt die eigentliche Handlung des Films eine untergeordnete Rolle, hier steht eher eine bildliche Wegbegleitung des Leids und der Liebe im Fokus. Malick…
Nach meinem ersten Terrence Malick Film Tree of Life war ich innerlich überaus gespalten. Dass die Spaltung aber in seinem nächsten Film "To the Wonder" noch heftiger sein würde, hätte ich nicht erwartet.
Ähnlich wie in Tree of Life spielt die eigentliche Handlung des Films eine untergeordnete Rolle, hier steht eher eine bildliche Wegbegleitung des Leids und der Liebe im Fokus. Malick zaubert wieder mal so wunderschöne Bilder auf die Leinwand, wie man sie selten zu sehen bekommt. Das Thema Liebe steht hier besonders im Vordergrund, aber nicht nur die schöne, sondern auch die zerbrechliche, enttäuschende Seite der Liebe. Wie Liebe eigentlich nicht mit Worten zu beschreiben ist, so sind Malicks Figuren in "To the Wonder" die meiste Zeit stumm, einzig melancholische Voice-Overs bieten dem Zuschauer einen minimalen Einblick in Gedankenwelt der Figuren. Auf der einen Seite ist dieser Film einfach wunderschön nachdenklich und fängt Emotionen der Liebe fantastisch ein. Auf der anderen Seite ist der Film schwer zu etragen: Gerade die Abgründe, die Schattenseite der Liebe, verbunden mit Figuren, die man über den gesamten Film nicht aus den Augen verliert, sie aber dennoch niemals ganz genau kennenlernt, lassen den Zuschauer verzweifeln. Man wünscht sich sie einmal über ihre Gefühle reden zu hören, doch Malick gibt uns Bilder mit denen wir uns diese Antworten selbst erörtern müssen. Ein Grund warum ich Malicks Filmen trotz unbestrittener Schönheit einfach keine ganz hohe Bewertung geben kann. Dennoch konnte mich "To the Wonder" mit seinem Thema Liebe mehr berühren als Tree of Life, zumindest bis dieses Thema mit religiösen und spirituellen Gesichtspunkten verknüpft wurde. Hier verlor mich der Film zeitweise, obwohl auch hier der Alltag des Priesters in atemberaubenden Bildern geschildert wurde- die Verknüpfung beider Themen ging für mich dennoch nicht komplett Hand in Hand.
"To the Wonder" ist durch und durch ein Terrence Malick Film, der erneut unfassbar schwer zu fassen ist und die größten Teile seiner Zuschauerschaft spalten wird: Atemberaubend gute Bilder und Musik, stehen einer zeitweise schwer ertragbaren Handlung gegenüber- nicht weil sie langweilt, sondern den Zuschauer den tieferen Einblick in die Gedankenwerlt der Figuren verwehrt. Wer sich allerdings auf eine solche Art des Arthouse-Kinos einlassen kann, wird einen absolut sehenswerten Film erfahren.
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Mit "Bei Anruf: Mord" gelang Hitchcock in meinen Augen ein weiterer Volltreffer. In seinem fast komplett in einem Raum spielenden Krimi, beschäftigt sich der Regisseur erneut mit dem Thema: Der perfekte Mord. Die Zusammenstellung des Casts ist einmal mehr perfekt, denn nicht nur die wunderschöne und anmutige Grace Kelly auf der einen Seite, sondern auch der geniale und charismatische Bösewicht…
Mit "Bei Anruf: Mord" gelang Hitchcock in meinen Augen ein weiterer Volltreffer. In seinem fast komplett in einem Raum spielenden Krimi, beschäftigt sich der Regisseur erneut mit dem Thema: Der perfekte Mord. Die Zusammenstellung des Casts ist einmal mehr perfekt, denn nicht nur die wunderschöne und anmutige Grace Kelly auf der einen Seite, sondern auch der geniale und charismatische Bösewicht Ray Milland auf der Anderen können voll überzeugen. In den Nebenrollen glänzen besonders Anthony Dawson und John Williams. "Bei Anruf: Mord" ist Spannungskino vom allerfeinsten, obwohl sich (der Storyline geschuldet) die Geschichte in der Mitte des Films in eine andere Richtung dreht als angenommen und somit eher Wert auf die Auflösung des Kriminalfalls gelegt wird. Das Ende des Films wirkt teils etwas wirr, ansonsten bleibt dieser Krimi aber fehlerlos und ist eine große Empfehlung für alle Fans des Spannungskinos.
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"Der Fremde im Zug" ist einer der großen Klassiker Hitchcocks. Für mich ist der Cast wunderbar Zusammengestellt: Ich mag Farley Granger in der Rolle des vom Gewissen geplagten Saubermanns (wie schon in "Rope"), der gar nicht so Recht weiß wie er mit dem plötzlichen Strudel aus Mord und Gewalt zurechtkommen soll. Absolutes Highlight des Films ist der charismatische Killer/Psychopath…
"Der Fremde im Zug" ist einer der großen Klassiker Hitchcocks. Für mich ist der Cast wunderbar Zusammengestellt: Ich mag Farley Granger in der Rolle des vom Gewissen geplagten Saubermanns (wie schon in "Rope"), der gar nicht so Recht weiß wie er mit dem plötzlichen Strudel aus Mord und Gewalt zurechtkommen soll. Absolutes Highlight des Films ist der charismatische Killer/Psychopath Bruno (Robert Walker), der einem mit jedem seiner Auftritte Schauer über den Rücken laufen lässt. Der Fremde im Zug besticht durch spannungsgeladene Szenen (Tennismatch, Haus von Brunos Vater), die besonders durch den drönenden Score ins unermessliche getrieben werden. Hitchcock benutzt in diesem Film unglaublich viele Spannungselemente, die einem vielleicht erst beim zweiten Anschauen auffallen werden. Direkt in der ersten Szene wird dem Zuschauer das Treffen der beiden Hauptfiguren angedeutet, auch wenn wir nur ihre (komplett verschiedenen) Schuhe betrachten. Auch im Vergnügungspark setzt Hitchcock auf Symbolik, diesmal aber im sexuellen Sinne: Dort dient ein "Hau den Lukas" als Phallussymbol und ein plötzlicher Aufschrei zeugt mehr von Erregung als von Angst. Kameratechnisch setzt Hitch in dieser Zeit erneut Standarts, wenn z.B. der Zuschauer einen Mord durch die Spiegelung einer Brille miterleben darf- genial. Leider enthält dieser Film, wie hier in dem Kommentaren oft angedeutet, einige leichtfertige Logiklücken bzw. Szenen in denen es sich das sonst sehr starke Drehbuch etwas leicht macht, besonders die Endszene auf dem Karusell empfand ich als etwas überzogen. Hitch versteht es aber aufgrund seines Könnens, mich als Zuschauer diesen negativen Punkt schnell vergessen zu lassen: In der allerletzten Einstellung kann er es sicht nicht verkneifen seinen britischen Humor gekonnt in Szene zu setzen.
"Der Fremde im Zug" ist sicherlich nicht frei von Fehlern, und gehört damit nicht zu Hitchcocks allerbesten Filmen, versteht es aber gekonnt eine düstere, gar morbide Stimmung aufkommen zu lassen. Der drönende Score, gepaart mit Spannenden Szenen und einem fantastischem Bösewicht tun ihr übriges.
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"Side Effects" soll also Steven Soderberghs letzter Film sein, naja das bleibt abzuwarten. In meinen Augen wäre es ein würdiger Abgang, auch wenn Side Effects doch recht weit davon entfernt ist perfekt zu sein. Ich empfehle jedem sich nicht groß zu informieren, dann macht einem der Film sicherlich deutlich mehr Spaß. Kurz geprochen dreht sich die Geschichte um eine psychisch kranke Frau…
"Side Effects" soll also Steven Soderberghs letzter Film sein, naja das bleibt abzuwarten. In meinen Augen wäre es ein würdiger Abgang, auch wenn Side Effects doch recht weit davon entfernt ist perfekt zu sein. Ich empfehle jedem sich nicht groß zu informieren, dann macht einem der Film sicherlich deutlich mehr Spaß. Kurz geprochen dreht sich die Geschichte um eine psychisch kranke Frau und ihren behandelten Arzt. Zuerst scheint es die Intention von Side Effects zu sein, sich kritisch mit der Pharmaindustrie auseinanderzusetzten, schlägt dann allerdings die interessante Wendung zum Psychothriller. Der Cast macht dabei einen äußerst soliden Eindruck, wobei besonders Rooney Mara, Jude Law und Catherine Zeta-Jones zu überzeugen wissen. Side Effects ist stets gut inszeniert und bietet über seine gesamte Laufzeit visuell und spannungstechnisch gute Unterhaltung, ohne jedoch ganz große Highlights aufzufahren. Das Ende des Films fand ich persönlich dagegen etwas holprig und zu schnell abgewickelt, vor allem weil es für den Zuschauer recht offensichtlich wirkt.
"Side Effects" ist ein über seine komplette Laufzeit unterhaltsamer und sehenswerter Thriller, der jedoch das Genre keinesfalls revolutioniert. Der Cast bietet mit Rooney Mara eine wunderbar talentierte Jungschauspielerin, bei der es dem Zuschauer Spaß macht ihre dunkle Seite von Jude Law und Catherine Zeta-Jones durchforsten zu lassen. Da die Handlung einige Überraschungen bietet und ich nicht zu viel verraten möchte, fällt dieser Kommentar etwas kürzer aus.
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O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi Odyssee
MaxN91 8.5 "Ausgezeichnet" Sat, 20 Apr 2013 23:26:16 -0000
Meine ersten Erfahrungen mit dem belgischen Extremkino habe ich mit Koen Mortiers Werken Ex Drummer und 22. Mai gemacht, welche mich beide beeindruckt haben. Der Film, der als Vorreiter für diese Werke gelten darf ist die 1992 erschienene Mockumentary "Mann Beißt Hund".
Der psychopathische Serien- und Profikiller Ben wird von einem Kamerateam bei seiner Arbeit begleitet und kommentiert…
Meine ersten Erfahrungen mit dem belgischen Extremkino habe ich mit Koen Mortiers Werken Ex Drummer und 22. Mai gemacht, welche mich beide beeindruckt haben. Der Film, der als Vorreiter für diese Werke gelten darf ist die 1992 erschienene Mockumentary "Mann Beißt Hund".
Der psychopathische Serien- und Profikiller Ben wird von einem Kamerateam bei seiner Arbeit begleitet und kommentiert für die Zuschauer seine Taten. Jederzeit bleibt der Film dabei realistisch sowie dokumentarisch und fällt niemals aus dem Rahmen. Mit Beginn des Films, beginnt auch Ben ohne Zeit zu verlieren mit seinem ersten Mord. Anfangs konnte ich über Bens skurillen Vorgehensweisen und seine zynischen Kommentare aus ganzem Herzen lachen, im Laufe des Filmes fiel es mir immer schwerer, wurde zum Ende hin sogar gänzlich unmöglich. Aber warum konnte ich überhaupt über die eiskalten Morde Bens lachen oder zumindest schmunzeln? Tja, Ben strahlt trotz allem ein gewisse Symphatie, Gelassenheit und Souveränität aus. Ben ist ein echter Showman, der es genießt im Rampenlicht zu stehen und dabei seine Macht und seine "Weisheiten" an den Zuschauer zu vermitteln. Fast jeder kennt eine solche Person, deren Ansichten man abnickt, obwohl man sie selbst für Blödsinn hält. Ähnlich geht es dem Kamerateam, das immer mehr in die Morde integriert wird, einfangs noch aus Angst, später aus reiner Abstumpfung durch das "Berufsrisiko", zuletzt sogar aus eigenem Antrieb. Ein geniale Art von Medienkritik, die sich als präzise Vorhersage entpuppen sollte. Gerade in unseren Zeit, in der z.B. bei RTLs Super-Nanny niemand vom Kamerateam eingreift als eine Mutter ihr Kind aufs übelste schlägt- nein lieber wird die Kamera draufgehalten, denn das Bildmaterial erhält den Vorzug gegenüber der Menschlichkeit.
Dass "Mann Beißt Hund" so gut funktioniert, verdankt er der unglaublich genialen One-Man-Show von Benoît Poelvoorde. Seine oben bereits beschriebene Art, zwingt den Zuschauer ständig sich selbst zu hinterfragen, z.B. in den Szenen, in denen er rassistische Witze reißt. Getreu dem Motto: Macht mich das selbst zum Rassist, wenn ich mich beim Schmunzeln erwische? Mann beißt Hund bleibt stets realistisch, sowie unglaublich brutal und explizit in seiner Darstellung, teilweise hatte ich schwer zu schlucken.
Leider leidet meiner Meinung nach aber das Storytelling und die Handlung unter dem Mockumentary-Stil. Die harten Schnitte und die Kameraarbeit helfen einem nicht gerade dabei bei der Stange zu bleiben und so enstehen einige zähe Passagen. Es sind eher schwarzhumorige kleine Szenen, die diesem Film die richtige Note verleihen (z.B. Kamerateam trifft Kamerateam). Der Film wird konsequent zu Ende erzählt und arbeitet geschickt mit dem Stilmittel, dass alle Hauptpersonen im Film ihre echten Namen tragen. Zum Schluss haben sie also doch ihr Ziel erreicht und den Film über den Serienmörder dem Zuschauer präsentiert. Eine komische Situation, mit der man als Zuschauer selbst erst einmal fertig werden muss.
Fazit: "Mann beißt Hund" ist eine dreckige, zynische und schwarzhumorige Satire, die es dem Zuschauer alles andere als einfach macht. Die zähen Passagen trüben den Gesamteindruck etwas, arbeitet man allerdings die genialen Einzelszenen heraus, erkennt man seine Genialität. Wie alle belgischen Extremfilme, bietet dieser Film eine enorme Herausforderung an sich selbst und lässt den Zuschauer mit einem mulmigen Gefühl zurück.
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Gästebuch
Hfonda15 Fri, 29 Mar 2013 10:51:31 -0000
Sehr schöne Kommentare, vor allem zu den Hitchcok Filmen. Ich schreib selbst auch recht viel Kommentare zu Filmen und da würde ich mich freuen von dir in Zukunft auf dem Dashboard zu lesen :)
dantesque Sat, 16 Feb 2013 10:37:31 -0000
Für die ganzen tollen Hitchcock-Kritiken muss ich jetzt doch glatt mal eine Freundschaftsanfrage hierlassen :)
cj durden Thu, 07 Feb 2013 21:14:24 -0000
Hey :)
Hab ma einfach ne Anfrage geschickt ^^ . Hast einen super Filmgeschmack und deine Kommentare sind auch sehr gut geschrieben.
da konnte ich nicht anders. ;)
metal1bob Mon, 14 Jan 2013 00:46:52 -0000
Dein "Life Of Pi"-Kommentar hat mich auf dein Profil geführt und deine anderen gelesenen Kommentare gefallen mir ebenfalls und stimmen fast immer mit meiner Meinung überein. Dein Filmgeschmack tut es ebenfalls mit meinem, daher muss eine Anfrage daherkommen!
JackoXL Thu, 13 Sep 2012 20:13:52 -0000
Schöner "Shame" Kommentar und auch sonst passt das ziemlich gut, ich lasse mal eine Anfrage liegen.
LG Jacko.
SimaSu Wed, 29 Jun 2011 09:02:31 -0000
Hi
du hast den gleichen Avatar wie ich und auch noch einen coolen Filmgeschmack^^
Ich hab dich mal als Freund hinzugefügt!
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