23 - Nichts ist so wie es scheint

23 - Nichts ist so wie es scheint

DE · 1998 · Laufzeit 99 Minuten · FSK 12 · Drama, Thriller · Kinostart

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von Hans-Christian Schmid, mit August Diehl und Fabian Busch

In dem Thriller von Hans-Christian Schmid, 23 – Nichts ist so wie es scheint, spielt August Diehl einen Hacker, der immer weiter in seinen Zahlen- und Verschwörungswahn abdriftet.

Handlung von 23 – Nichts ist so wie es scheint
Die Bundesrepublik Deutschland in den 1980ern: Der Kalte Krieg wütet der globalen Friedensbewegung zum Trotz, die Welt befindet sich im Taumel der Furcht vor einer atomaren Bedrohung und der 19-jährige Karl Koch (August Diehl) ist ob dieses Status quo zutiefst verunsichert. Halt findet er ausgerechnet in der Verehrung der fiktiven Figur des Hagbard Celine aus Robert Sheas und Robert Anton Wilsons Illuminatus!-Trilogie. Über die eingehende Beschäftigung mit der Illuminaten-Theorie meint Karl Zeichen auszumachen, die auf eine weltweite Verschwörung wirtschaftlicher und politischer Kräfte hindeuten, kulminierend in der alles dominierenden Zahl 23.

Auf einer Tagung des Chaos Computer Clubs, auf der ausgerechnet auch Illuminatus-Autor Robert Anton Wilson zugegen ist, macht Karl die Bekanntschaft des aufgeweckten Schülers David (Fabian Busch). Gemeinsam gelingt es den beiden, sich mit primitiven Mitteln ins gerade entstehende globale Datennetz einzuhacken. Im irrigen Glauben, den Weltfrieden voranzutreiben, heuern sie beim KGB an. Doch der Druck, dem sie fortan unterstehen, fordert seinen Tribut: An dem exzessiven Kokainkonsum Karls zur Leistungssteigerung zerbricht nicht nur seine Freundschaft zu David, sondern auch seine Psyche: Karl sieht sich zunehmend verfolgt. Daran ändert auch die Zusammenarbeit mit zwei Reportern nichts, die die Sicherheitslücken in der deutschen Kernkraft aufdecken wollen. Nun ist neben dem KGB auch noch das BKA auf Karls Fersen. Die Abwärtsspirale dreht sich weiter und Karl sucht verzweifelt den Ausstieg …

Zeitsprung: Ausgerechnet der 23. Mai 1989 wird für den nun 23-jährigen ein besonders schicksalsträchtiges Datum werden.

Hintergrund & Infos zu 23 – Nichts ist so wie es scheint
23 – Nichts ist so wie es scheint, inszeniert von Hans-Christian Schmid (Nach Fünf im Urwald) und auf wahren Begebenheiten beruhend, feierte 1998 auf dem Filmfest München seine Premiere, von wo aus er über Locarno (wo Schmid gleich zwei Preise erhielt) bis nach Toronto kam. August Diehl (Inglourious Basterds) erhielt für seine darstellerische Leistung sowohl den Deutschen Filmpreis in Gold als auch den Bayerischen Filmpreis.

In der filmischen Vergangenheit bedeutete die Leidenschaft für Zahlen des Öfteren zwangsläufig die Etablierung einer ausgeprägten Paranoia, sei es im Namensvetter zu 23 – Nichts ist so wie es scheint, Number 23 mit einem 23-obsessiven Jim Carrey, oder im Oscarpreisträger A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn mit Russell Crowe in der Rolle des brillanten Mathematikers John Nash, der an paranoider Schizophrenie litt.

Nachnotiz: Der Verfasser obiger Zeilen wurde an einem 23. geboren; sein Jahrgang ergibt in Quersumme welche Zahl? Richtig: 23. Zufall? (EM)

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