Anna Karenina

Anna Karenina (2012), FR/GB Laufzeit 130 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 06.12.2012

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7.0
Kritiker
34 Bewertungen
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6.9
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91 Kommentare
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von Joe Wright, mit Keira Knightley und Matthew Macfadyen

Keira Knightley ist als Anna Karenina hin- und hergerissen zwischen Ehe und Moral.

Anna Karenina (Keira Knightley), eine Frau im Russland des 19. Jahrhunderts, durchlebt eine lieblose Ehe mit ihrem Mann, dem Staatsbeamten Alexei Karenin (Jude Law). Eines Tages lernt sie den attraktiven Grafen Vronsky (Aaron Taylor-Johnson) kennen, in den sie sich unsterblich verliebt.

Hintergrund & Infos zu Anna Karenina
Der von Joe Wright (Wer ist Hanna?) inszenierte Film ist bereits die dreizehnte Filmversion des gleichnamigen literarischen Meisterwerks von Leo Tolstoy. Der Roman entstand in der Epoche des russischen Realismus und erschien 1877. Die Titelrolle in dieser Verfilmung von Anna Karenina übernahm Keira Knightley, die mit dem Regisseur zuvor schon in zwei Filmen (Stolz und Vorurteil, Abbitte) zusammenarbeitete.

Vor Keira Knightley spielten schon so namhafte Leinwandgrößen wie Greta Garbo oder Vivien Leigh die verzweifelte Russin. Neben der hochkarätigen Besetzung (inklusive Jude Law und Aaron Taylor-Johnson) besticht die Neuverfilmung vor allem auch durch den für die Adaption des Romans verantwortlichen Drehbuchautor: Der Oscar-Preisträger Tom Stoppard ist neben seiner Tätigkeit als Drehbuchautor (Shakespeare in Love) einer der bedeutendsten lebenden Theaterautoren und erhielt für sein Bühnenstück The Real Thing 1984 einen Tony Award.

Bei den Oscars 2013 gewann Anna Karenina den Oscar für Bestes Kostümdesign. (AP)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (29) — Film: Anna Karenina

ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/

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8.0Ausgezeichnet

[...]Wrights dritter großer Historienstoff nach „Pride & Prejudice“ und „Atonement“ erfüllt Kostüm- und Ausstattungsfreunden jeden Herzenswunsch, lässt die Figuren aber auch gelegentlich auf einem kargen Bühnenbild ganz mit ihren Emotionen allein. Deren Nachfühlbarkeit beschränkt sich natürlich durch Wrights so künstlerisch wertvollen wie künstlichen Ansatz, „Anna Karenina“ ist eh schon nicht das ewige Plädoyer für die Liebe gegen alle Widerstände, Wright sucht die Distanz zum nahesten aller Gefühle, formuliert die Liebe als Abbildung eines einschränkenden und reglementierenden gesellschaftlichen Habitats – oder eben: als eine Aufführung. Im pompösen Theater der Sinnestäuschung. Formal ist das bisweilen brilliant, in einzelnen Szenen bildgestalterisch erschlagend kreativ und waghalsig oder einfach nur wunderschön, wenn Wright das Theaterkonstukt aufbricht und man sich plötzlich in weiten verschneiten und später sonnenüberfluteten Feldern wiederfindet. Diese dienen der parallelen Liebesgeschichte um den anfangs verschmähten Kostja Ljewin und seiner Angebeten Kitty als ländlich-naturalistisches Gegenstück zur abstrakten und artifiziellen Bühnenkonstruktion des russischen Hochadels und seiner Entlarvung.[...]

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SoulReaver: CinemaForever

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5.0Geht so

[...] Der hinderliche Abstand ist der ausschlaggebende Punkt, der den Zuschauer nicht nur zum Beobachter macht, sondern auch zum Forscher. Wir wollen in die reichhaltige Erzählung eintauchen, wollen die Charakter-Tiefe ausloten, die Ambivalenz erfahren, doch wir stoßen nur auf den unsichtbaren Widerstand, der sich auch in Keira Knightleys manierierter Anstrengung reflektiert, die weder Identifikationsfläche bietet noch den Zuschauer um den Finger wickeln kann. Es fehlt ihr schlichtweg an Ausstrahlung, an Leinwandpräsenz und ihre weibisch-aufmüpfige Performance ist entsetzlich kontraproduktiv. Der Abspann rollt, die Gedanken versuchen sich sammeln, doch es gibt letztlich nichts, was nachdenklich stimmen könnte. Äußerlich ansprechend angerichtet, innen maximal lauwarm. [...]

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SoulReaver

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Danke, Schnucki.
Die 5 Punkte kommen so ziemlich nur wegen diesen ÜBERRAGENDEN Aspekten zusammen und die machen für mich letzten Endes noch keinen guten Film aus. Jude Law war halt auch fantastisch und die informalen Ansätze passen auch. Mehr isses einfach nicht.
Immerhin gab's ein Happy End für uns in Sachen Knightley, wa? :)


Le Samourai

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Der Zug der Erlösung.


SchnabelPower: filmosophie.com

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9.0Herausragend

Es bleibt hier nur noch eine Empfehlung für den Film auszusprechen, auch wenn Fans traditioneller Literaturverfilmungen sich in der theatralischen Welt von Joe Wright vermutlich nicht zu Hause fühlen werden. Joe Wright hat die Regeln des Genres ebenso durchbrochen wie seine Hauptfigur die ihrer Gesellschaft. Das Ergebnis ist dasselbe: Wer offen für Neues ist, wird begeistert sein.

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Melanie Dorda: fluter Melanie Dorda: fluter

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9.5Herausragend

Joe Wright ist mit seiner Anna Karenina-Verfilmung etwas Besonderes gelungen: Er liefert damit nicht nur eine intelligente Interpretation des Romanepos', sondern auch ein ebenso eigenwilliges wie opulentes Kunstwerk voller Symbole und Anspielungen, das nachwirkt.

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Lars Tuncay: Filmtabs, Intro Lars Tuncay: Filmtabs, Intro

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9.0Herausragend

ine eigenwillige Adaption mit einem großartigen Ensemble, in dem Keira Knightley in der dritten Zusammenarbeit mit Wright zu Höchstleistungen aufläuft.

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Benjamin Schieler: Moviemaze Benjamin Schieler: Moviemaze

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Trotz aller Tragik, die Tolstois Geschichte innehält, haucht Wright dem Film viel Leben und Humor ein. Ein großer Spaß wird er allein durch die zahlreichen Einfälle und Spielereien in Verbindung mit der Theaterbühne.

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V. Robrahn: Filmszene.de V. Robrahn: Filmszene.de

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8.5Ausgezeichnet

[...] Daher stellt sich dann auch gar nicht ernsthaft die Frage nach der Existenzberechtigung, denn diese neue Anna Karenina ist ein echtes Fest für die Sinne.

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Michael Sennhauser: Sennhausers Filmblog Michael Sennhauser: Sennhausers Filmblog

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7.5Sehenswert

Jede Generation kriegt mindestens eine Kino-Karenina. Keira Karenina ist unsere.

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H.-U. Pönack: Deutschlandradio H.-U. Pönack: Deutschlandradio

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7.5Sehenswert

Regisseur Joe Wright verbleibt im atmosphärischen Unterhaltungskino-Rennen.

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Dirk Knipphals: taz Dirk Knipphals: taz

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7.5Sehenswert

In den Nebenfiguren betont Joe Wright zwar zu sehr die Klischees. [...] Aber dafür gewinnt Anna Karenina unglaublich viel Freiheit und Ausgestaltungsmöglichkeiten für das Liebeswallen im Zentrum der Handlung

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Walli Müller: br-online, NDR Walli Müller: br-online, NDR

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9.0Herausragend

Regisseur Joe Wright stellt in seiner Version die verschiedenen Auffassungen von Liebe gegenüber und betont die Sogwirkung der verbotenen Leidenschaft. Toll, wenn die Verfilmung eines so bekannten Klassikers noch auf ganzer Linie überrascht!

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José Garcia: Textezumfilm

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7.0Sehenswert

Auffällig an Joe Whrigts Verfilmung ist der Verfremdungseffekt, den der Regisseur anwendet: Sein Film beginnt als Theateraufführung, die in einen Film übergeht. Dennoch kehrt die Bühne immer wieder zurück, Kulissen werden hin- und hergeschoben. Andererseits ist Joe Wrights „Anna Karenina“ kein gefilmtes Theater. Trotz des meisterhaften Schnitts von Melanie Ann Oliver, der fließende Übergänge schafft, trotz einer hervorragenden Kameraführung (Seamus McGarvey), die das Tableauhafte mit einer dynamischen Kamera etwa bei der Ballszene kombiniert, schafft die Vermischung der beiden Kunstformen für den Zuschauer eine gewisse Irritation. So etwa, wenn auf einer Bühne eine ganze Pferderennbahn Platz findet oder sich auf dem Dachboden des Theaters eine Schiffsszene abspielt, oder auch wenn sich eine Tür beziehungsweise ein Vorhang öffnet und hinter dem Theaterraum eine weite verschneite Landschaft oder eine Blumenwiese erscheint. Über die opulenten Kostüme und die großzügige Ausstattung hinaus…

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Filmering: Filmering.at

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4.0Uninteressant

Anna Karenina ist ein eiskaltes, formal gewagtes Experiment, bei dem man den Eindruck hat, dass es Joe Wright vor allem darum ging sich selbst zu profilieren. Durch die Entscheidung wesentliche Teile des Films als Theaterstück zu zeigen, und dabei die Künstlichkeit ins Schaufenster zu stellen, erzeugt der Film einen ganz eigenen Stil, der aber leider nicht wirklich funktioniert. Anna Karenina ist ein unterkühltes, selbstverliebtes und berechnenedes Werk, dass die eigenen formalen Spielereien weit über die Geschichte und die Figuren stellt und dabei noch nicht einmal konsistent vorgeht. Für den Zuseher ist dies anstrengend und verwirrend, vielleicht sogar ärgerlich, vor allem da die Intention von Joe Wright nie so ganz klar wird.

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Oceanic6: CinemaForever

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8.5Ausgezeichnet

[...] Seine Vision von „Anna Karenina“ ist eine gleichsam verspielte wie emotionslose Abrechnung mit der Liebe und anderen sozialen Beziehungen. Gekonnt zieht Wright dabei die Fäden zwischen Theater, Kino und Wirklichkeit, zwischen Tradition und Moderne, zwischen gesellschaftlichem Zwang und freiem Entscheidungswillen. [...]

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Oceanic6

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Ja. :) Schön, dass er dir auch so gut gefallen hat!


gibtsnet

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Seh es leider nicht so wie du. Was Wright zeigen wollte ist mir klar, nur kam es emotional nicht bei mir an. Wie gesagt, schade!


Luitgard Koch: programmkino.de Luitgard Koch: programmkino.de

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8.0Ausgezeichnet

Es ist nicht zuletzt die intensive Präsenz und Brillanz der hochkarätigen Hauptdarsteller, die diese kühne Adaption zu einer wahrhaft gelungenen Variante des Stoffes werden lässt und einen spannungsgeladenen Sog erzeugt.

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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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[...] Formal herausragende Tolstoi-Adaption, die eine strenge Stilisierung echten Gefühlen vorzieht. Ein Film, irgendwo zwischen großartig und verdammt schwierig. [...]

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der cineast

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Ist verdammt schwierig, im Sinne von *regt zur interessanten Auseinandersetzung an* nicht großartig?


Le Samourai

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Formal herausragend auf alle Fälle, echte Gefühle nicht vorhanden, Knightley wie erwartet hoffnungslos verloren und fehlbesetzt.


Lisa Schwarzbaum: Entertainment Weekly Lisa Schwarzbaum: Entertainment Weekly

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6.5Ganz gut

Anna Karenina ist symbolisch inszeniert und sehr kraftvoll, trotzdem kein atemberaubender Tolstoi.

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Peter Travers: Rolling Stone Peter Travers: Rolling Stone

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9.0Herausragend

Das hätte auch schwere Kost werden können. Aber dank Joe Wright hebt Anna Karenina ab und entführt uns in die wilde Welt der Imagination. Der Stoff wurde schon oft verfilmt, aber niemals auf so erotisch aufgeladene Weise.

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A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times

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6.5Ganz gut

Der Film, so stürmisch und emotional er auch sein mag, geht nicht wirklich in die Tiefe. Am Ende ist man aufgefühlt aber man fühlt sich auch, als wäre man von einem Zug überrollt worden.

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Betsy Sharkey: Los Angeles Times Betsy Sharkey: Los Angeles Times

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6.0Ganz gut

Letztendlich enttäuscht 'Anna Karenina' - visuell umwerfend, emotional überlastet, wunderbar geschauspielert aber trotzdem nicht ganz das Wahre.

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Alle Kritiken (29)


Kommentare (62) — Film: Anna Karenina


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Limone103

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Bewertung7.0Sehenswert

Mir gefiel in den ersten Minuten des Film,dass man jedes Geschehen auf einer großen Bühne sah.Auch die Übergänge zu den jeweiligen Szenen waren super.Leider nimmt dieses "Bühnenstück" im Laufe des Filmes immer mehr ab und somit verschwindet der gewisse Zauber des Filmes.
Dennoch würde ich ihn empfehlen,weil die Geschichte,die Schauspieler und natürlich die wunderschönen Kostüme (insbesondere der blaue Mantel von Herrn Vronsky) den Film sehenswert machen.

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CoactaSum

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Nur ein Wort: "episch".

Wunderbare Ausstattung, wunderbare Schauspieler. Die Theatermetapher passt perfekt zum Film, gegen Ende wird der Zuschauer selbst in Annas Situation versetzt: Abseits von allem Pomp fließt das Leben träge dahin- außerhalb des Theaters hat das Märchen keine Chance.

Das der Film den Nebelplot um Kitty und Lewin größtenteils auslässt, ist in meinen Augen kein Makel- ein guter Film setzt eben Akzente.

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Pihaddi

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Bewertung9.5Herausragend

Für ein episches Werk wie "Anna Karenina" ist diese Verfilmung durchaus angemessen. Das Leitmotiv des Zuges wird in Szene gesetzt, das Rahmenmotiv löst den Konflikt indirekt aus und beendet ihn auch wieder. Das ständige Bewusstsein einer Inszenierung, hervorgerufen durch die theaterhafte Kulisse und die wunderschönen Szenenübergänge in derselben, macht es nicht einfach, sich in den Film einzufinden aber es bleibt nicht unmöglich. Nebenhandlungen rücken doch sehr in den Hintergrund und erblassen enorm, ebenso die Liebe Annas zu ihrem Sohn. Aber alles ist wohl auch nicht in einem kurzen Film unterzubringen.
Emotional, dramatisch und theatralisch kommt der Film daher - genau passend eben. Epische Szenen, die durchaus Gänsehaut-Charakter haben, muss man ebenfalls nicht missen. Auch das Schauspiel, vor allem einmal mehr von Aaron Taylor-Johnson, ist Weltklasse. Vor allem für Literaturwissenschaftler und solche, die es einmal werden wollen ist dieser Film ein Muss.

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HimmelHoch

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Hier ist alles Trug, alles Traum, alles nicht das, was es scheint."

Mutige Verfilmung eines Epochs.
Dramatisch, theatralisch, bunt, oppulent, bildgewaltig; ein perfekt choreographierter Tanz durch die russische Gesellschaft, voller Musik, Leidenschaft und Hingabe, Tragik und Humor.

"Why do they call it love? " - "Because it's love."

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HimmelHoch

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Oh, es hätte wohl ein 'Epos' sein sollen. :D


moviereporter

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;)


bugie

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Bewertung4.5Uninteressant

Tolle Kostüme, interessante Idee mit der Theaterwelt, die Musik mag passen oder auch nicht. Aber insgesamt fand ich ihn anstrengend und über weite Strecken langweilig.

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elmnope

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Keine Frage, die komplette Ausstattung des Films ist pompös, beeindruckend- optisch schlichtweg eine Wucht. Untermalt wird das alles zudem mit einem wunderbaren Score (die tolle Musik findet man ebenfalls in Wrights Stolz und Vorurteil, wie Abbitte).
Die Idee mit der Theaterinszenierung erweist sich als genau richtig, steht sie doch nicht nur sinnbildlich für das gesellschaftliche Treiben, das ein einziges großes (und falsches) Schauspiel ist, sondern bringt auch frischen Wind in die Inszenierung und Dynamik in die einzelnen Szenen. So wirkt Anna Karenina immer auch ein wenig wie ein Musical, das keines ist.
Besonders schön ist hierbei der Kontrast zwischen gewollt Bühnenhaftem und den wenigen Aufnahmen in freier Natur- Wright spielt mit den Bildern, mit der Atmosphäre der einzelnen Szenerien, welche die Gefühle und Situationen der Figuren widerspiegeln und weiß allein hierdurch einen guten Teil seiner Geschichte zu erzählen.
Hierbei geraten die beeindruckenden Bilder aber auch ein wenig zum Stolperstein; der Zuschauer wird davon so vereinnahmt (und scheinbar wurde dies auch der Regisseur selbst), dass die Handlung nie die Kraft entfalten kann, die man oftmals erahnt.
Keira Knightley passt auch in dieser Zusammenarbeit mit Joe Wright gut in ihre Rolle, Aaron Johnson dagegen war eine kleine Enttäuschung.
Das wahre Highlight war für mich aber sowieso Jude Law, den ich eigentlich gar nicht so gerne mag, den ich in seiner Rolle als betrogener Ehemann abseits des Klischees aber mehr als überzeugend fand.
Anna Karenina ist ein Fest für die Sinne, ein kleiner Fall von Style over Substance, aber dennoch insgesamt eine tolle Verfilmung eines Literaturklassikers.

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Elyra

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich war sprachlos.
Ich habe ja schon viele (Kostüm-)Filme mit Keira Knightley gesehen, allen voraus "Stolz und Vorurteil", "Abbitte", "Die Herzogin", etc. aber der hat mich echt umgehauen.
Aber fangen wir mal von vorne an: Ich gehe ahnungslos durch die Stadt und sehe plötzlich beim Karstadt "Anna Karenina"; ich bin reingestürmt und innerhalb von zwei Minuten war es meine DVD ;) Als ich sie dann am gleichen Abend angesehen hab war ich erst ein bisschen skeptisch. Der Einstieg ist dann doch etwas verwirrend gewesen vor allem mit den Theaterszenen. Aber nach längerem Schauen hab ich mich dran gewöhnt und nach längerem Nachdenken ist die Idee Moskau als Theater darzustellen und die Moskauer Gesellschaft als kritisierendes Publikum einfach ein Geniestreich!! Nach der ersten halben Stunde konnte ich nicht mehr genug von diesem Film kriegen.
Anna , die zwischen der Liebe zu Graf Vronskij und ihrem Sohn hin und hergerissen ist, von der Moskauer und St. Petersburger Gesellschaft für den Seitensprung geächtet wird (Männern wird sowas ja immer leichter verziehen als Frauen) und nichts hat "außer der Liebe zu Graf Vronskij", und natürlich - ACHTUNG SPOILER - ihr Selbstmord am Schluss.

Die Kostüme waren grandios und echt. Die Wahl der Schauspieler einfach top. Kulisse und Kameraführung clever eingesetzt.
Meiner Meinung nach ist der Film einer DER Filme 2012.
simply epic!

P.S.: Für alle, die den Soundtrack vom Trailer suchen (den ich auch so lange gesucht habe): "Two steps from hell - Nero"

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Kamell

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Bewertung9.0Herausragend

"Das Erstaunlichste an der Leidenschaft der Liebe ist der erste Schritt, ist die Extravaganz des Umschwunges, der sich im Kopf eines Menschen vollzieht. Die vornehme Gesellschaft mit ihren glänzenden Festen dient der Liebe, indem sie diesen ersten Schritt begünstigt." (Stendhal, 'Über die Liebe', 13. Kapitel)

Und in einer höfischen Welt, die jedes Gefühl dem Reglement der Gesellschaft unterjocht, führt die Liebe aus Leidenschaft unzweifelhaft zu einem Desaster für diejenige, für die deren moralisch verbrämten Regeln auf Leben und Tod gelten - die Frau. Der soziale Tod auf der Bühne des Gesellschaft bedeutet für die Dame von Welt den realen Tod - die Marionette tanzt im Takt oder ihre Fäden werden gekappt. Das ist tragisch, gerade wenn die ungelenkten Kräfte der romantischen Liebe die einzig mögliche Form der Auflehnung eines Individuums gegen die Konventionen ausmachen.

In einem unfassbar schönen symbolischen Rahmen, schön im ästhetischen und im kühl-logischen Sinn, der die formalen Voraussetzungen der Liebesgeschichte im 19. Jahrhundert gerade am Anfang mühelos in tänzerische und maschinelle Formationen übersetzt, zeigt sich die zerstörerische "Extravaganz" entfesselter Leidenschaft. Mir ist schleierhaft, wie man sich dem Zauber der in Anna Karenina vorgeführten Liebesdramen entziehen kann. Sowohl die tragische als auch die glückliche Liebesgeschichte, die kontrapunktisch gegeneinander gesetzt sind, sind außerordentlich überzeugend entwickelt, sorgfältig inszeniert, atemberaubend gespielt, fotografiert und symbolisch untermauert. Und das, obwohl es so viel schwieriger ist, eine positive Entwicklung fesselnd zu erzählen als den Niedergang einer großen Leidenschaft (ich denke da etwa an "Wer hat Angst vor Virginia Woolf", der mir tatsächlich als negatives Äquivalent in der Konsequenz und Intensität in den Sinn kam).

Vielleicht bin ich befangen durch gelungene Projektionen, weil ich ins Kino (OmU und dann auch noch ein 400 Jahre alter Saal mit Holzdecke und bequemen Sesseln) gehen konnte im Gefühl der Leidenschaft und jede Szene zwischen der glühenden Keira Knightley und dem beständig an Format gewinnenden Aaron Taylor-Johnson getragen wurde von eigenem Empfinden.
Ich weiß es nicht, ich werde den Film erneut ansehen, bevor ich überlege, einen Lieblingsfilm daraus zu machen. Aber wer einmal romantische Leidenschaft durchleiden und erleben durfte, ohne die Freuden und Qualen zu verdrängen, sollte Joe Wrights Interpretation dieses russischen Meisterwerkes vielleicht nicht genießen, aber mit angehaltenem Atem bewundern können.

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moviereporter

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Bewertung3.5Schwach

Was habe ich mich auf diesen Film gefreut. Doch was wurde ich herbe enttäuscht. Der Ansatz im Theater, die Kulissen, die Schauspieler - alles hätte Potenzial für ein Meisterwerk gehabt.

Leider übertreibt es Joe Wright (besonders am Anfang) mit seiner Überspitzung des Schauspiels der Akteure. Dieses herumgetänzel wirkt unfreiwillig komisch und findet seinen lächerlichen Höhepunkt in der wirklich albern gemachten Ballszene - wer auch immer sich diesen grotesken Tanz ausgedacht hat gehört erdolcht!

Zudem ist das Drehbuch bzw. dessen Umsetzung gegenüber dem Roman eine einzige Katastrophe. Am Anfang von völlig wirrer Erzählstruktur, mit fortlaufender Spielzeit werden dann stakatohaft die wichtigsten Passagen des Buches abgespult, ein wenig Ruhe oder Stimmung stellt sich nur selten ein (und wenn nur in der Geschichte um Lewin). Gleichzeitig schafft es Herr Wright nicht einen ordentlichen Spannungsbogen zu erzeugen. Er hält sich teilweise zu sehr an unwesentlichem auf (den subpolt um Nikolai Lewin hätte man getrost streichen können, da er nicht richtig erläutert wird, somit im unklaren verebbt und damit nur aufhält). Gegen Ende hin wird Annas ‚Wahnsinn’ regelrecht runtergerasselt und es bleibt für den Zuschauer unklar, warum sie sich nun aufs Gleis wirft.

Der Stimmungskiller schlechthin ist aber die (oscarnominierte!) Musik Marianellis. Sein ‚humtata’ Walzer kommt in jeder denkbaren und undenkbaren Situation zum Einsatz. Dazu gesellt sich ein hoffnungslos langweiliges und unmelodisches Hauptthema. Sehr schade.

Die Optik ist zweifelsohne überwältigend und die Schauspieler (insbesondere Keira Knightly - aber auch Aaron Johnson ) machen Ihre Sache wirklich sehr gut. Der Rest des Films hat mir ganz und gar nicht gefallen.

Fazit: Ein Satz mit X..... Einer der enttäuschendsten Filme der letzten Zeit, welcher doch eigentlich soviel Potential gehabt hätte. Mit ein wenig ausgeglichener Regie, einem übersichtlicherem Drehbuch und schönem Soundtrack wäre ‚Anna Karenina’ durchaus was geworden.....

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moviereporter

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Bin ich froh das ich da nicht der einzige bin.... ich dachte schon ich leide an Geschmacksverwirrung, bei solch einem hochgelobten Film ;)


*frenzy_punk<3

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Nein. Und weist du was das Beste daran ist?
Wir beide haben uns wie blöd auf diesen Film gefreut -.-

http://media.animexx.onlinewelten.com/himitsu/mitglieder/bilder/3/0/7179903.jpg?st=dp09w6DXL_NKlJ36qann8w&e=1368313200

Das ist doch nicht fair :P


movie.max

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Bewertung7.0Sehenswert

Mit jedem Film verliebe ich mich mehr in Joe Wright.
Filme, wie seine Vision von 'Anna Karenina' wird es wenn überhaupt nur selten wieder geben. Eine visuell opulente und großartige Umsetzung mit zahlreichen Ideen und abermals komplexen Plansequenzen. Eine Inszenierung, bei der Raum und Zeit fließen. Übergänge und Sprünge in der Inszenierung bestimmen den Erzählstil. Natürlich ordnet Wright dabei die Geschichte seinem Stil unter. Damit wird aus 'Anna Karenina' zwar etwas ganz besonderes herausgeholt, die Handlung interessiert mich jedoch dementsprechend weniger.

Bei all der Schönheit bin ich schließlich kein Vertreter des 'Style over Substance'-Prinzips. Und wenn ich bei einem Drama wie diesem emotional nicht mitgerissen werde, gibt es nun einmal Abzüge zu machen.

Zur theatralen Inszenierung passt auch das theatrale Schauspiel, welches man nicht voreilig als mieses Overacting abtun sollte. Nichts desto trotz ist so ziemlich jede vordergründigere Rolle fehlbesetzt. Knightley gibt nicht die starke Frau, die sie sein sollte und Aaron Taylor Johnson mit Schnurrbart geht überhaupt nicht.

Was jedoch feststeht ist eine tolle Vision eines tollen Regisseurs und ein Plan, der voll aufgeht. Die Figuren konnten mich nicht interessieren und der Mittelteil war viel zu träge, aber insgesamt kann ich behaupten, dass jeder diesen Film gesehen haben muss. Punkt.

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pischti

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Macht Knightley wieder ihre typische Fratzenschneiderei? Dann passt sie ja bei der theatralen Darbietung ganz gut rein :)


movie.max

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Naja ich bin kein Hater oder so, aber hier passt sie nun wirklich nicht rein!


Laserdance

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Bewertung1.5Ärgerlich

Die Darstellung als Theather Stück sagte mir gar nicht zu.

Ich emfpand den Film als sehr Emotionslos. Ja schlicht langweilig. Ein Film besteht ja nicht nur aus Optik. Und wenn die dann auch nicht zusagt und sonst nix ist, dann bleibt eben nix.

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Oskar86

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Bewertung7.5Sehenswert

Domhnall Gleeson spielte hier imo alle an die Wand.

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movie.max

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..., was auch nicht so schwierig sein sollte.


Nachtblume80

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Bewertung3.0Schwach

Absolut nicht mein Fall dieses theatralische Getue...die Story und die Buchvorlage mögen ja gut sein,aber die Art und Weise der Umsetzung finde ich einfach zuviel des Guten...man hätte es durchaus mal modern verfilmen können.

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Tachitalili

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein wunderbarer Film, aller Kritik hier zum Trotz.
Ich kannte das Buch sehr vage, hatte auch keine besonderen Erwartungen.
Der Film hatte es geschafft, dass ich mir danach alle früheren Verfilmungen angesehen habe und mir das Buch beschafft habe.
Diese Verfilmung gefällt mir jedoch am allerbesten. Was sie schafft, ist Emotionen auszulösen, den Zuschauer fühlen zu lassen, was die Figuren des Romans fühlen mussten. Besonders der Tanz ist faszienierend, ein Beispiel wie man mit optischen Besonderheiten eine Stimmung darstellen kann.
Fazit: sehenswert.

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AgentGuhl86

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Bewertung7.0Sehenswert

Joe Wright und Keira Knightley. Die beiden können mittlerweile nicht mehr ohneeinander, aber irgendwie passt Mrs. Knightley auch immer in die Rollen ganz gut rein. Auch als "Anna Karenina" macht sie eine großartige Figur und bringt die im späteren Verlauf etwas seelisch angeschlagene Liebende gut zur Geltung.
Wie immer beeindruckend ist Wright's Auge für die schönen Szenenbilder, die hier dynamisch in Form von wechselnden Bühnenbildern an uns vorbeirauschen und den Film im wahrsten Sinne des Wortes immer in Bewegung halten.
Leider hatte ich über den gesamten Verlauf des Films nie wirklich das Gefühl, dass es ein gutes Erzähltempo gab. Ich kann es nicht beschreiben, aber die neue Version hat das nicht geschafft, was der russischen 67er Version sehr wohl gelungen ist.
Zu guter Letzt ein mehr als positives Wörtchen über die Besetzung von Jude Law. Er füllt diese Rolle wunderbar aus und obwohl man den Leuten ja oft ihre Nationalität ansieht, geht er als Russe meiner Meinung nach voll durch.
In Summe gibt es dafür erstmal 7 Punkte - erstmal unter Vorbehalt, bis ich ihn mir nochmal angeschaut habe.

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StefanSangrero

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Literaturverfilmer Wright macht sich mal wieder an seinen Lieblingsstoff: Das Spannungsfeld zwischen Ehre und sozialem Code auf der einen Seite und freiem Wille und wahrer Liebe auf der anderen. Die russische Gesellschaft, die in Tolstois berühmtesten Buch geschildert wird, ließ letztere nicht zu. Mit verspielten, metaphorischen und metafiktionalen Bildern und Szenen demonstriert Wright auf atemberaubende Weise, wie wichtig Ansehen und öffentliche Meinung in der High Society waren, und erzählt dabei die typische Geschichte Anna Kareninas, einer verheirateten Frau, die eine Affäre mit einem Liebhaber eingeht. Die schauspielerischen Leistungen sind durchweg gut. Dem Thema der Emanzipation wider die gesellschaftlichen Regeln konnte jedoch nicht viel Neues abgewonnen werden. Auch weil es zu wenig kritisch und viel zu "schön" umgesetzt wird.

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graveyardstory

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Bewertung7.0Sehenswert

Die Besetzung hält was sie verspricht und Inszenierung und besonders Kostüme können sich durchaus sehen lassen. Für mich persönlich ist der ganze Film mit 2h Dauer dann aber doch etwas zu sehr in die Länge gezogen, was leider bisweilen für Langeweile sorgte. Ansonsten aber sehr ansprechend.

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Denizx29

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Bewertung3.0Schwach

Einfach nur grausam. was da herausgekommen ist. Hier hatte man den Eindruck, als hätte der Regisseur auf Teufel komm raus was originelles Produzieren wollen. Für den Stil bietet sich die Story einfach nicht an.

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gertgebert

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Bewertung4.5Uninteressant

Optisch sehr ergiebig in der Ausstattung.... ein grossartiger Roman dazu verwendet um einen "Kunstfilm" zu versuchen der für nicht kunstverständiges Publikum mundgerecht aufbereitet werden sollte... wäre es ein weniger berühmter Roman, man hätte nicht so das Missbrauchsgefühl......

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*frenzy_punk<3

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Bewertung3.5Schwach

„Anna Karenina“, ermüdendes Bühnenstück, das so emotional wirkt wie ein toter Baumstumpf.

„Anna Karenina“ aus dem Jahre 2012 ist nun schon ungefähr die 13te Verfilmung des gleichnamigen Romanklassikers von Lew Tolstoi. Das Buch beschreibt das Eheleben und die Moral in der adligen, russischen Gesellschaft des 19ten Jahrhunderts.
Wieder einmal schafft es Joe Wright nicht, mich für seine Arbeit zu begeistern. Nach „Pride and Prejudice“ und „Atonement“ nimmt er sich nun Tolstois Meisterwerk „Anna Karenina“ an und ist auch diesmal wieder ganz groß darin, sein Publikum zu überanstrengen.
Zu Beginn befindet sich der Zuschauer quasi in einer Art Theateraufführung, das Bühnenbild wechselt häufig, die Darsteller hetzen aufgeweckt hin und her. Zum Teil wird dieser Stil beibehalten, verliert sich aber, vor allem in der Mitte oft oder verschwindet ganz.
Was gut aussehen wollte strengte auf Dauer zu sehr an. Die Idee, den Film wie ein Bühnenstück zu gestalten schien originell, geht aber nach den ersten 15 Minuten schon auf die Nerven.
Leider verhindert dieser Stil auch, dass sich die Handlung nicht voll und ganz entfalten kann und so treten die Darsteller oft auf der Stelle, scheinen fast selbst beim Spiel einzuschlafen. Vor allem Aaron Taylor-Johnson („Nowhere Boy“) wirkt deplatziert, sieht er neben Keira Knightley („Pirates of the Carribean“) doch mehr wie ein unreifer Bubi aus, selbst wenn er sich dem gleichen Alter bemächtigte. Keira selbst bringt auch wieder nicht die Leistung, die man einmal von ihr sehen will und so starrt sie sich durch 130 Minuten Laufzeit und scheint auf ein Wunder zu hoffen.
Einzig und allein Jude Law („The Talented Mr. Ripley“) konnte beinahe brillieren, doch ließ ihm Wright einfach keine Freiheiten. Starr und steif mogelt sich der Cast durch „Anna Karenina“. Erst zum Ende hin ist es ihnen erlaubt, sich emotional etwas zu entfalten und selbst dann, kommt kein Funken beim Zuschauer an.
Die Musik scheint genauso trostlos wie die ganze Aufmachung. Die Kostüme können da nicht alles retten, dennoch aber begeistern.
„Anna Karenina“ schafft nicht viel, vor allem aber dem Zuschauer das Gefühl zu geben, den Saal verlassen zu müssen, schnellstmöglich nach einem Notausgang zu suchen.

„Anna Karenina“, anstrengend, ermüdend, emotionslos.

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Trimalchio

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"Zum Teil wird dieser Stil beibehalten, verliert sich aber, vor allem in der Mitte oft oder verschwindet ganz." Das ist schlicht falsch, Wright hat seinen Stil konsequent realisiert, die Auflösung der Theaterstrukturen zeichnet sich von Anfang bis Ende durch den Film.
"Die Musik scheint genauso trostlos wie die ganze Aufmachung."
Was? Als kleine Beispiele: http://youtu.be/cAucNhKizfQ ---http://youtu.be/hgIc3fj9iuU --- http://youtu.be/SNHuymk4EKQ --- http://youtu.be/SNHuymk4EKQ
Das ist ganz große Komponistenkunst, Marianelli ist einer der wenigen, die es verstehen, eine gewisse Epoche musikalisch zu beleben.



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