Barbara
Barbara (2012), DE Laufzeit 108 Minuten, FSK 6, Drama, Kinostart 08.03.2012
24 Bewertungen
Skala 0 bis 10
582 Bewertungen
54 Kommentare
Keine
von Christian Petzold, mit Nina Hoss und Ronald Zehrfeld
In Christian Petzolds DDR-Drama Barbara wird Nina Hoss zur Strafe in die Provinz versetzt.
Barbara spielt im Sommer 1980 in der DDR. Die Ärztin Barbara (Nina Hoss) hat einen Ausreiseantrag gestellt und wird daraufhin von Berlin in ein kleines Provinzkrankenhaus versetzt. Während ihr westdeutscher Liebhaber an ihrem Fluchtplan feilt, bleibt Barbara nur das Warten. Doch während der Tag ihrer Flucht immer näher kommt, kann ihr neuer Chefarzt André (Ronald Zehrfeld) immer mehr die distanzierte Haltung Barbaras überwinden und deckt sogar Barbaras Hilfe für die flüchtige Stella. Doch was sind Andrés Motive? Kann sie ihm vertrauen?
Hintergrund & Infos zu Barbara
Barbara ist der neue Film von Christian Petzold, der spätestens seit seinen Filmen Yella und Jerichow zu den etabliertesten deutschen Regisseuren der sogenannten ‘Berliner Schule’ gehört. Auch diesmal arbeitet er wieder mit seiner Muse Nina Hoss zusammen, die bereits in vier seiner Filme die weibliche Hauptrolle übernahm.
Bei der Berlinale 2012 lief Barbara im offiziellen Wettbewerb. Christian Petzold gewann für seine Regie den Silbernen Bären.
Mehr Bilder (19) und Videos (1) zu Barbara
Cast & Crew
- Genre
- Drama
- Zeit
- 1980er Jahre, Epochen
- Ort
- Berlin, Berlin-Ost, Berliner Mauer, Deutsche Demokratische Republik, Ost-Berlin, Ostsee
- Handlung
- Abhören, Arzt, Berliner, Flucht, Fluchthelfer, Fluchtversuch, Frau, Frau zwischen zwei Männern, Landflucht, Liebe gegen alle Widerstände, Ostsee, Provinz, Sozialismus, Starke Frau, Stasi-Spion, Ungewollte Schwangerschaft, Verlieben, Zukunftspläne, Überwachung
- Stimmung
- Berührend, Eigenwillig, Geistreich, Romantisch
Fans dieses Films mögen auch
Alles über meine Mutter
ES/FR 1999
Liebe
AT/DE/FR 2012
Halt auf freier Strecke
DE 2011
Caché
AT/DE/FR/IT 2005
In the Mood for Love - Der Klang der Liebe
FR/HK/TH 2000




















Kritiken (15) — Film: Barbara
Movienerd: Movienerd.de Movienerd: Movienerd.de
Kommentar löschen[...] Petzold entschied sich bewusst gegen das neumodische Kriegs- und DDR-Grau, das sich in den Filmen der letzten Jahre eingebürgert hatte. Eine sehr kluge Wahl, denn so überträgt sich die Aura der Ungewissheit nicht nur in die stillen Momente zwischen den Figuren, sondern auch in die windige Ebene der DDR-Landschaft oder das Grün des dichten Laubwaldes. Das Drehbuch betont die leicht paranoide Ausgangslage von Barbara, ohne sie jemals zu überspitzen: Die Kritik an der DDR und ihrem System wird hier so beiläufig erzählt wie die einfühlsame Art, mit der Barbara ihren Patienten gegenübertritt. [...]
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
CINEMAN.ch
Kommentar löschenBarbara ist vielleicht Christian Petzolds zugänglichster Film, offen und gradlinig erzählt. Dennoch bleibt er seinem Anspruch treu: Gewohnt präzise zeichnet er seine Figuren, allen voran Barbara, ein Charakter zwischen Aufbruch und Aushalten. Das intensive Spiel von Nina Hoss verleiht der Figur eine dramatische Tiefe, von der ein unglaublicher Sog ausgeht. Eine wunderbar zurückgenommen erzählte und dennoch berührende Geschichte über eine Frau, die wieder die Kontrolle über ihr Leben erlangen möchte.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
dangro: Critic.de dangro: Critic.de
Kommentar löschenSchönes kino, das vor allem beim "emotional Erlebbar-Machen" der erzählten historischen Zeit sehr gut funktioniert. Gleichzeitig ist es aber auch erfrischend (und wichtig für mich als Mittzwanziger aus dem Westen), dass der Film auch ohne die DDR funktionieren würde.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenIm Berlinale-Palast ist es rappelvoll. Die Erwartungen liegen hoch beim ersten deutschen Wettbewerbsbeitrag „Barbara“. Regisseur Christian Petzold und seine Hauptdarstellerin Nina Hoss haben sich längst auch im internationalen Kino etabliert, für ihren dritten gemeinsamen Film „Yella“ erhielt Hoss 2007 einen Silbernen Bären.
Auch das jüngste Gemeinschaftswerk kommt bärenverdächtig daher, beeindruckt mit einem reduzierten, ökonomischen Erzählstil, bei dem keine Geste, kein Wort zuviel ist.
Hoss verkörpert eine Berliner Ärztin, die der DDR entkommen will. Weil sie einen Ausreiseantrag gestellt hat, wird „Barbara“ in eine Kinderklinik in der Provinz irgendwo an der Ostsee versetzt.
Einen einzigen Ausweg aus dem unmenschlichen System mag es noch zu geben: die Flucht, organisiert von ihrem Freund (Marc Waschke) aus dem Westen.
Doch dann bringt der neue Arbeitsplatz Irritationen mit sich, mit denen Barbara nicht gerechnet hat: Was nur führt ihr neuer Chef André (Ronald Zehrfeld) im Schilde? Verbirgt er hinter seinem Lächeln, dass er ihre Pläne durchschaut? Schickt er ihr unerwartet einen Klavierstimmer ins Haus, um sie auszuspionieren? Oder ist er in sie verliebt?
Der Reiz dieses sehr dichten, bedrückenden Films liegt wie bei allen Petzold-Filmen im Geheimnisvollen, in der Anlage vieler kleiner Spannungsbögen, die zusammen einen großen ergeben.
(RNZ)
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Jörn Hetebrügge: fluter Jörn Hetebrügge: fluter
Kommentar löschenSeine Kraft bezieht Barbara nicht zuletzt aus dem intensiven Spiel der Hauptdarstellerin Nina Hoss, die ihrer Figur eine enorme Härte und Unzugänglichkeit verleiht. Petzold braucht ihr keine bedeutungsschweren Sätze in den Mund zu legen. Ihre bloße Präsenz genügt, um Barbaras Leiden an der gesellschaftlichen Erstarrung, am Mangel an individueller Freiheit spürbar zu machen.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de
Kommentar löschenDen DDR-Zustand von Überwachung und Erniedrigung zu beobachten, ist so packend, dass man Barbara gar nicht unbedingt wünscht, sie könne dem Stasi-Regime entkommen. Die Sprache ist in diesem Sezieren der Verhältnisse extrem exakt.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
P. Wellinski: Filmszene.de P. Wellinski: Filmszene.de
Kommentar löschenWenn man dieses Jahr nur einen deutschen Film im Kino sehen möchte, dann kann man keine bessere Entscheidung treffen als Barbara zu sehen. Es ist kein Film, der einen auf Anhieb umhaut. Aber einer, der wirkt, der sich festsetzt und so neue Bilder zulässt. Bilder, die das deutsche Historien-Kino oft zu grob gemalt hat.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
M.Schwickert: epd Film M.Schwickert: epd Film
Kommentar löschenBarbara ist kein Film über die DDR. Die Handlung ist dort angesiedelt, aber Petzold unternimmt nicht den Versuch, die Vergangenheit aufzuarbeiten, einzuordnen und zu beurteilen. Die Verhältnisse sind, wie sie sind. Interessant ist, wie die Menschen mit ihnen umgehen. In seinen ausstatterischen Details ist der Film ebenso sparsam wie präzise.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Hannelore Heider: Deutschland Radio Hannelore Heider: Deutschland Radio
Kommentar löschenBarbara ist eine ganz andere Art DDR-Film als es "Sonnenallee" oder "Das Leben der anderen" noch waren - und ein Erlebnis für Zuschauer in Ost und West.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Katja Nicodemus: NDR Katja Nicodemus: NDR
Kommentar löschenBarbara zeigt, wie die Überwachung alle Beziehungen, auch die eines Menschen zu sich selbst durchdringt. Und wie daraus trotzdem wirkliches Kino, ein großes Melodram mit einer Liebesgeschichte entstehen kann.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenNeben den exquisiten Bildern von Kameramann Hans Fromm und dem authentischen Produktionsdesign von K.D. Gruber und Anette Guther besticht „Barbara“ durch seine klassische Dramaturgie, die sich im Vergleich zu früheren Filmen von Christian Petzold (etwa „Gespenster“, 2005 oder „Yella“, 2007) zugänglicher ausnimmt, vor allem aber durch die fein austarierte Figurenzeichnung. Wie bereits in Petzolds letztem Spielfilm „Jerichow“ (2008) steht eine – in den beiden Filmen von Nina Hoss dargestellte – Frau zwischen zwei Männern. Sowohl Drehbuchautor und Regisseur Christian Petzold als auch den Schauspielern gelingt es, dem Zuchauer diese Figuren plausibel zu machen, ohne jedoch ihre letzten Beweggründe bloßzulegen. So bleibt Andres Verhältnis zur Stasi bis zum Schluss unklar, genauso wie einige Charakterzüge Barbaras: Ist sie wirklich in Jörg verliebt, oder sieht sie in ihm lediglich die Chance zu ihrer „Republikflucht“? Zweideutig bleibt in dieser Beziehung etwa eine Szene, in der sie gemeinsam…
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
LuGr: MovieMaze / multimania u.a.
Kommentar löschenSelbst eine entsprechende Texteinblendung zu Beginn, zum Klären der zeitlichen Verortung, scheint schon zuviel Beiwerk, welches vom Kern der Geschichte um den Lebensausschnitt einer Delinquentin ablenken würde. Dieser nüchterne Stil ist etwas anstrengend, aber lohnend.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Jens Hinrichsen: Film-Dienst.de Jens Hinrichsen: Film-Dienst.de
Kommentar löschenBewundernswert ist Petzolds Choreografie der Blicke, die besonders im Verhältnis zwischen Barbara und André entfaltet wird. [...] Ein anderes Beispiel für Petzolds visuelle Fantasie sind die Farben. Die Klischee-DDR à la Das Leben der Anderen ist meistens in braun-, grün- und blaustichigen Tönen gehalten. Petzold, im Westen aufgewachsen, ignoriert diese Konvention und setzt leuchtende Primärfarben ein.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Dirk Knipphals: taz Dirk Knipphals: taz
Kommentar löschenRegisseur Christian Petzold hat, zudem überraschend gefühlig, die Herausforderungen blendend gemeistert. Der Film hätte ein großer Kitsch rund um richtige und falsche Gefühle, um Entsagung und wahre Erfüllung des Lebens durch Gebrauchtwerden werden können.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Daniel Sander: Spiegel Online Daniel Sander: Spiegel Online
Kommentar löschen"Barbara" ist Psychodrama, Systemkritik und gleichzeitig so etwas wie Christian Petzolds erster Liebesfilm - einer der nicht nur das Unglück sieht und sich immer auch ein Stück Hoffnung wahrt.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (38) — Film: Barbara
headmusic Sun, 07 Apr 2013 12:04:45 -0000
Kommentar löschenNur eine Anmerkung: NINA HOSS ist atemraubend!
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
werner-holt Sun, 03 Mar 2013 08:41:41 -0000
Kommentar löschenDer Film verspricht mehr als er dann am Ende halten kann. Es wird sehr schön ein Spannungsbogen aufgebaut, am Ende bleibt aber nichts über als die Liebesgeschichte (?).
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
based_god Sun, 03 Mar 2013 11:25:59 -0000
Antwort löschenMeiner Meinung nach einer der besten und nüchternsten DDR-Filme und ein Lehrstück über Liebe und Verantwortung...:)
werner-holt Mon, 04 Mar 2013 15:27:36 -0000
Antwort löschenHm, das Thema DDR fand ich jetzt sehr zurückhaltend dargestellt.
Ansonsten, mit einfachen Worten ausgedrückt.
*Spoiler*
Eine privilegierte Olle (Ärztin) wird auf Grund eines Ausreiseantrages an die schöne Ostseeküste versetzt wo aber nichts los ist. Trifft promt auf einen jungen idealistischen Chefarzt der sie wohl an sich selber früher erinnert. Sie plant weiterhin ihre Flucht. Vögelt die ganze Zeit mit nem Wessi rum, mehr scheint es nicht zu geben. Er erwähnt kurz das sie drüber nicht mehr arbeiten muss. Das gefällt ihr wohl nicht, da sie als emanzipierte Frau kein Heimchen am Herd sein möchte. Entscheidet sich dagegen und schickt an ihrer Statt eine rüber die es wirklich nötig hat, hat somit ihren Idealismus als Ärztin wieder gefunden. Geht zurück zu ihrem Chefarzt und der Zuschauer schaut auf Grund des Endes in die Röhre weil das Ende zu viele Fragen aufwirft.
Bleibt sie nun beim dem Chefarzt, wenn ja warum? Gibt sie ihre Fluchtgedanken doch nicht auf sondern verschiebt sie nur auf später?
Wer bringt ihr jetzt Westzigaretten und Seidenstrumpfhosen, ohne die sie ja wohl auch nicht leben kann....
Das wars, als Zuschauer fühlt man sich hinterher ein wenig veräppelt, hat doch die ruhige Erzählweise mit den eindrucksvollen Bildern und der dezenten Musik ein dramatischeres Ende angekündigt.
Lehrstück über Liebe, meiner Meinung nach, nein. Über Verantwortung, hm teilweise.
marcus-wagenknecht Tue, 26 Feb 2013 00:11:11 -0000
Kommentar löschenIch mag den Film.
"DDR" ist in diesem Film nur der Name des Spielfeldes, auf dem ein heutiges Spiel gespielt wird.
Das Spiel heißt: "Vertrauen & Misstrauen und die Möglichkeiten, die durch ein gesundes Misstrauen eröffnet werden können."
Durch die Augen von Barbara und André kann ich in ihre Welt einsteigen.
Barbaras Pedalarbeit gibt das richtige Tempo an.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
benutzerbenutzer Wed, 20 Feb 2013 12:18:12 -0000
Kommentar löschen"Barbara" ist ein Film, der trotz seiner betont nüchternen und unaufgeregten Erzählweise den Zuschauer vor allem durch die Beziehung zwischen Barbara und Andre zu fesseln vermag. Weder Zuschauer noch Protagonistin können sich sicher sein, wem sie vertrauen können. Das Petzold die Menschen, die Barbara auf mehr oder weniger subtile Weise das Leben an ihrem neuen Wohnort zur Hölle machen, nicht verurteilt, sondern Bilder und Erzählung für sich sprechen lässt, ist dem Regisseur hoch anzurechnen. Lediglich gegen Ende wird die Situation etwas überdramatisiert, was allerdings durch Hoss' exzellentes Spiel ohne weiteres aufgefangen wird.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Mac_C_Tiro Wed, 13 Feb 2013 06:37:43 -0000
Kommentar löschenSo nun hab ich fast alle 2012er gesehen und kann mich vor der erneuten Heraufbeschwörung der ehemaligen DDR nicht mehr drücken. Auf der Habenseite steht eine glaubwürdig und zu gleichen Teilen still/verzweifelt wie auch wütend spielende Nina Hoss, eine gut eingefangene Stimmung des damaligen Arbeiter und Bauern- Staates (speziell in seiner Bezugnahme zum Westen) und eine staubtrockene Atmosphäre die irgendwie ernüchternd wirkt. Negativ aufgefallen sind mir die, für meinen Geschmack zu langen Einzelaufnahmen und der restliche Cast, dem ich wirklich wenig positives wirken attestieren kann. Alles in allem nicht wirklich mein fall, aber wer die etwas dröge "Berliner Schule" in all iohren Nuancen kennt und schätzt wird sicher zufrieden sein mit Petzolds nüchterner Romaninterpretation.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Cayopei Fri, 08 Feb 2013 19:32:48 -0000
Kommentar löschenMan fühlt sich als Zuschauer selbst regelrecht beengt durch die im Zusammenspiel von Musik, Toneffekten und Bildern geschaffene DDR-Atmosphäre. Großes kleines Kino.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
arnd1964 Sat, 02 Feb 2013 14:56:10 -0000
Kommentar löschenGroßartiger Film!
Nachdem ich ihn im Kino verpasst hatte, habe ich ihn mir im Flugzeug von Indien nach Berlin angesehen. Trotz dem kleinen Bildschirm und obwohl ich sehr müde war, hat der Film mich total gefesselt!
Christian Petzold schafft es immer wieder, mich mit seinen ruhigen, athmosphärischen Bidlern und existentiellen Geschichten in den Bann zu ziehen. Manches bleibt ungeklärt und macht den Film umso spannender, man muss einfach mitdenken und seine Phantasie einschalten.
Klasse!
Ach ja, die Schauspieler auch diesmal wieder super gespielt!
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Thomas479 Mon, 07 Jan 2013 09:32:01 -0000
Kommentar löschen"Barbara" ist ein Film, auf den man sich einlassen muss. Der Spannungsbogen wird geschickt aufgebaut und gesteigert. Allerdings dauert es, bis man als Zuschauer überhaupt Fuß in diesem Film gefasst hat. Im Gegensatz zu "Wir wollten aufs Meer" wird hier weniger plakativ erzählt, die Charaktere bleiben auf Distanz, man erfährt längst nicht alles von ihnen.
Bei Regisseur Christian Petzold geschehen die Dinge mehr beiläufig. Der tägliche Wahnsinn der DDR-Diktatur wirkt dadurch noch beängstigender. Als aufmerksamer Betrachter, der nur Demokratie erlebt hat, stellt man sich gerade in der zweiten Hälfte des Film zwangsläufig die Frage, wie man selbst gelebt und reagiert hätte. Im Laufe des Films enstehen auch mehrere Spannungsbögen, es wird an mehreren Fronten gekämpft. Doch alles gehört zusammen und wird am Ende zu einem Ganzen zusammengeführt.
Selbst das Ende ist recht unspektakulär und trotzdem berührend. Das einige Fragen offen bleiben, ist nur selbstverständlich. Und trotzdem hätten wir uns mit unseren Sehgewohnheiten und unserem Gerechtigkeitssinn etwas mehr Klarheit gewünscht. Doch die verweigert der Regisseur Petzold. Und das ist letztendlich nur konsequent.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
SKURRIL Sun, 06 Jan 2013 14:11:31 -0000
Kommentar löschenEine Ode an die Öde,
Kompromisslos langweilig wird die ohnehin schon höhepunktarme Geschichte einer ostdeutschen Ärztin namens Barbara wiedergegeben, die nach einem Ausreiseantrag strafversetzt wird. Sie ist hin und her gerissen zwischen der möglichen Ausreise und ihrem/ihrer Verantwortungsbewusstsein/Empathie gegenüber ihren Patienten. Auch ihr Arztkollege, dessen ständige, schlechte Ranmachungsversuche übrigens extrem nerven, steigert diese innere Unsicherheit. Weder die Schauspieler überzeugen mich, noch berührt mich Irgendetwas in diesem kühlem, pseudointellektuellem Film.
bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Ichundso Sun, 23 Dec 2012 21:23:40 -0000
Kommentar löschenJetzt, nachdem ich Anatolia 9 Punkte gegeben habe, fühle ich mich einigermaßen berechtigt, folgendes zu schreiben:
Dieser Film ist stinkend langweilig.
Ja, ich weiß, dass das alles furchtbar subtil und unter der Oberfläche sein soll, aber wenn dieser Film so tiefgehend ist, dass man eine Woche lang mit einem Presslufthammer in ihm herumbohren muss, bis man ein bisschen von der Bedeutung und dem Wert der Geschichte findet, geht das wirklich zu weit.
Petzold behandelt seine Zuschauer wirklich schlecht. "Hier, seht, was ich geschaffen habe, kommt klar damit und wenn ihr's nicht kapiert, seid ihr halt zu doof."
Mag ich nicht. Schade.
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten
Joeyjoejoe17 Sun, 23 Dec 2012 21:57:20 -0000
Antwort löschenUnterschreibe ich so.
Punsha Sun, 23 Dec 2012 21:59:41 -0000
Antwort löschenKann man bei Petzold nicht grundlegend sagen. Okay, ich hab außer dem bisher auch nur "Wolfsburg" von ihm gesehen (Toter Mann, Gespenster und Yella sind aufgenommen und abspielbereit), aber zumindest den solltest du dir noch gönnen bevor du dir ein Urteil über ihn erlaubst. Ich find "Barbara" zwar klasse, aber muss auch sagen, dass seine anderen Werke (Wolsburg in jedem Fall) sicherlich zugänglicher sind.
Ichundso Sun, 23 Dec 2012 22:02:54 -0000
Antwort löschenYella mag ich sogar ein bisschen, auch wenn die Hälfte des Films aus Hin- und Herschneiden zwischen zwei Personen in einem Auto besteht.
Sonst kenne ich noch nichts von Petzold, ich bezog mich auch hauptsächlich auf Barbara. Grundsätzlich hat er ja ein bisschen was drauf, ich mag, wie er mit Schauspielern arbeitet. Nur hat es hier für mich überhaupt nicht funktioniert.
Schlegel Sun, 23 Dec 2012 23:32:54 -0000
Antwort löschenIch finde: Im Kino funktioniert er. Aufm Laptop eher nicht.
Alle 6 Antworten zeigen
Ichundso Sun, 23 Dec 2012 23:37:36 -0000
Antwort löschenOkay, das könnte wirklich ein Problem sein.
stalker Mon, 24 Dec 2012 01:58:13 -0000
Antwort löschenSchau mal "Die Flucht", der ist von 1977 mit Armin Müller-Stahl und fast die gleiche Geschichte, allerdings auch ein herausragender Film, einer der besten der DDR.
http://www.moviepilot.de/movies/die-flucht-3
Le Samourai Mon, 19 Nov 2012 17:03:35 -0000
Kommentar löschenMal wieder eine Klischee-DDR, mal wieder hölzern-dröge Berliner Schule, mal wieder habe ich es versucht. Naja, zumindest kein Totalausfall dank recht gelungener Bildsprache. Das war's aber auch schon.
Und das soll tatsächlich das Beste sein, was wir dieses Jahr zu den Oscars schicken? Irgendwie traurig.
bedenklich? 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 27 Antworten
Weltenkind Mon, 19 Nov 2012 17:08:46 -0000
Antwort löschenAndere Vorschläge?
Le Samourai Mon, 19 Nov 2012 17:11:35 -0000
Antwort löschenOhne ihn bis jetzt gesehen zu haben: THIS AIN'T CALIFORNIA.
Weltenkind Mon, 19 Nov 2012 17:17:10 -0000
Antwort löschenAlso keinen. Ok.
Le Samourai Mon, 19 Nov 2012 17:17:28 -0000
Antwort löschenOder natürlich Marschalls Giallo MASKS. :)
Aber ich glaube der ist von 2011.
Punsha Mon, 19 Nov 2012 17:18:53 -0000
Antwort löschenOder Barbara
DeDavid Mon, 19 Nov 2012 17:24:51 -0000
Antwort löschenDAS IST BARBARA, PUNSHA!!!
Weltenkind Mon, 19 Nov 2012 17:25:51 -0000
Antwort löschenWitzig.
Punsha Mon, 19 Nov 2012 17:27:22 -0000
Antwort löschenNie kann man es dir recht machen. :(
Roco De Long Mon, 19 Nov 2012 17:33:45 -0000
Antwort löschenAm besten Blutsbrüdaz! Diese große deutsche Filmkunst bekommt von dir ja zwei Punkte mehr!
Le Samourai Mon, 19 Nov 2012 17:37:03 -0000
Antwort löschenNa logo! Der ist auch (mindestens) zwei Punkte "besser".
Roco De Long Mon, 19 Nov 2012 17:52:53 -0000
Antwort löschenAuf jeden Fall.
Le Samourai Mon, 19 Nov 2012 18:04:47 -0000
Antwort löschenVor allem schauspielerisch! Sogar B-Tight ist authentischer als dieser geradezu lächerlich marionettenhafte, unglaublich austauschbare Wessi-Boyfriend.
Roco De Long Mon, 19 Nov 2012 18:12:43 -0000
Antwort löschenIrgendwie driftest du in ne komische Richtung ab. Es ist langsam an der Zeit für Domian.
Roco De Long Mon, 19 Nov 2012 18:13:15 -0000
Antwort löschenB-TIGHTS MUDDER! DIE IS AUTHENTISCH!!!
Le Samourai Mon, 19 Nov 2012 18:14:48 -0000
Antwort löschen:D
Du willst doch nicht allen ernstes behaupten, dieser Typ spiele gut/ überzeugend/ glaubhaft? Ok, er hat nicht soo viele Szenen. Aber wichtige (im Wald, im Hotel). Und gerade DIE Szenen sind die missratendsten im Film!
Le Samourai Mon, 19 Nov 2012 18:15:32 -0000
Antwort löschenNA LOGEN IS DIE AUTHENTISCH! Authentischer als Nina Ross.
Roco De Long Mon, 19 Nov 2012 18:22:55 -0000
Antwort löschenIch weiß gar nicht mehr, wie der Wessi-Freund überhaupt aussieht. Der ist ja auch nicht wirklich wichtig. Es geht in erster Linie um sie und Zehrfeld, und auch der spielt richtig gut. Nina Hoss ist mit ihren kühlen Distanz absolut großartig und eine der ganz wenigen deutschen Schauspieler/innen, HINTER deren Gesicht sich tatsächlich etwas abspielt. Dazu bedarf es natürlich eines geschulten Auges, Sensibilität und des besonderen Blicks für die besondere Frau. Wie sehr DU den hast, beweist du ja Wochenende für Wochenende :D
Deshalb bleib lieber bei B-Tights Mudder!
Le Samourai Mon, 19 Nov 2012 19:01:58 -0000
Antwort löschen@ Roco: Touché! Wobei, wenn ichs mir recht überlege. Nö. Besser als verzweifelt recht zweifelhaften Besserwisser-Quiz-Runden bei zu wohnen.
@ Max: Hm, ist lange her. Damals fand ich den ganz gut, deswegen stehn da noch 7 Punkte. Mühe, Gedeck und Tukur sind halt ne andere Hausnummer...
Roco De Long Mon, 19 Nov 2012 19:19:56 -0000
Antwort löschenHaha. Das war klar. Legit. Und der Punkt, an dem man besser aufhört. Ist ja nicht Whatsapp hier.
Le Samourai Mon, 19 Nov 2012 19:29:40 -0000
Antwort löschenDaumen hoch.
Le Samourai Mon, 19 Nov 2012 21:53:20 -0000
Antwort löschenDie Atmosphäre war in Ordnung. Trotzdem war das mal wieder eine reichlich klischeetriefende DDR. Höhepunkt der Trabifahrer (natürlich!) im Wald, der staunend den Benz bewundert.
Komme mit dieser Berliner Schule einfach nicht klar. Da wird verkrampft versucht an Vorbilder heranzukommen, was aber jedesmal kläglichst scheitert.
Danke für die Tipps, aber für weitere Petzolds ist mir meine Zeit zu schade. :) Da liegen noch geschätzte 500 wichtigere Filme in der Pipeline.
Le Samourai Mon, 19 Nov 2012 22:40:27 -0000
Antwort löschenUm Gottes Willen, so schlimm ist es auch nicht! Epigonal ist auf jeden Fall zu hart.
Naja besonders aufgefallen ist es mir in letzter Zeit bei "Im Schatten" (Melville, Bresson) und hier sehe ich doch Parallelen zur Mise-en-scène von beispielsweise Fassbinder (ok, auch nicht gerade einer meiner Lieblinge) und Antonioni (Il Deserto Rosso). Ich mecker' ja auch gar nicht über die Kamera, die war wirklich gelungen, sondern über die Gesamtwirkung. Bei Antonioni stimmen halt Form, Inhalt, Schauspiel und Wirkung, hier höchstens zwei dieser vier Komponenten. Ist ja alles total subjektiv, aber für mich persönlich sind diese neuen deutschen Filme irgendwie zu hölzern, brav, oberflächlich und nicht virtuos genug.
VisitorQ Mon, 19 Nov 2012 23:00:15 -0000
Antwort löschenWenn ich nen schicken Mercedes sehe gucke ich immer noch. Und ich komme aus Hamburg.
Le Samourai Mon, 19 Nov 2012 23:26:11 -0000
Antwort löschenJep, "Im Schatten" ist definitiv epigonal. Aber dein Aufschrei bezog sich ja nur auf diesen hier. :)
Böser Orson. Der war doch auch nicht besser. :D
Joeyjoejoe17 Tue, 20 Nov 2012 07:10:19 -0000
Antwort löschenIch werf einfach mal "Halt auf freier Strecke" in die Runde als würdigeren Vertreter für die Oscars :)
Alle 27 Antworten zeigen
Roco De Long Wed, 21 Nov 2012 12:27:49 -0000
Antwort löschenDer Max hat Ahnung.
Le Samourai Wed, 21 Nov 2012 15:38:33 -0000
Antwort löschenMeistens. :)
based_god Wed, 07 Nov 2012 17:12:51 -0000
Kommentar löschenEin deutsches Meisterwerk!
Dieser Film gehört definitiv zu den ganz heissen Kandidaten für den Ausland-Oscar-2012. Das Drehbuch ist (anders als in manchen MP-Kritiken) alles andere als ereignislos... Einzig der Grundtenor ist eher ruhig. Die Schicksale der Figuren vermögen aber zu faszinieren und diese Karte spielt der Regisseur grandios aus. Neben dem Schicksal der Hauptfiguren Barbara Wolff und André Reiser (gespielt von den grandios agierenden "Nina Hoss" und "Ronald Zehrfeld") werden auch diejenigen zweier Patienten, die in der Klinik der beiden Hauptfiguren eingewiesen, eingeführt. Und keines lässt einem kalt. Gegen Ende überschlagen sich dann die Ereignisse und auf dem Gesicht Zuschauer manifestiert sich eine Überraschung, die derjenigen der Andrés ähnelt.
"Barbara" versteht es, neben der Auferzählung eines Fluchtversuches, auf grandiose Art und Weise einen ungewohnten Einblick in die DDR zu geben. Obwohl die Hauptfigur das Land hasst, kann der Zuschauer eine gewisse Äthetik nicht verleugnen. "Petzolds" DDR hat Farbe und wirkt im Gegensatz zu vielen anderen Filmen sehr dreidimensional.
Was für eine positive Überraschung!
bedenklich? 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
stalker Fri, 02 Nov 2012 07:59:06 -0000
Kommentar löschenIch habs gewusst und nun sind zwei Euro im Arsch. Christian Petzold. Manchmal denke ich, der will uns ärgern mit seiner langweiligen Ernstness und eigentlich meide ich ihn wie die Pest, doch fühle ich mich fataler Weise auch immer geneigt, jeden neuen bundesdeutschen Wurzelstaatfilm zu schauen, ihn zu verdammen und zu hassen und DasIstDochAllesGarNichtWahr!!! zu schreien und so habe ich Petzolds neuen Langweiler gesehen und mich gelangweilt und alles vorher gewusst, weil eine ähnliche Geschichte doch schon erzählt, im Gegensatz zu "Barbara" herausragend, wahrhaftig und spannend erzählt, "Die Flucht" von Roland Gräf mit Armin Müller-Stahl und da frage ich mich, ob es uns nicht bedenklich stimmen sollte, wenn die authentischsten Filme über die DDR noch immer Filme aus der DDR sind.
bedenklich? 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Arakune Sun, 23 Dec 2012 21:28:15 -0000
Antwort löschenWo bezahlst'n lediglich zwei Euro für einen aktuellen Kino-Film?
stalker Mon, 24 Dec 2012 01:15:52 -0000
Antwort löschenNa so aktuell ist der ja auch nicht mehr und in den Videotheken schon seit über einem Monat, also zwei Euro für zwei Kalendertage in ner Videothek.
antaris Sat, 13 Oct 2012 16:59:09 -0000
Kommentar löschenIch bin etwas erstaunt über die so negativen Stimmen hier. Vielleicht sind sie gerade dem im Verborgenen schlummernden Ost/West-Konflikt geschuldet. Als Sowjetkind (was vielleicht mit DDR vergleichbar ist) habe ich diesen Film gar nicht so propagandistisch aufgefasst. Schon gar nicht habe ich mich persönlich angesprochen oder gar angegriffen gefühlt. Meiner Ansicht nach geht es hier um eine Studie über die grundsätzliche Atmosphäre des Misstrauens. Es geht aber auch um eine Entscheidung, wo der eigene Platz im Leben ist.
Mich hat überhaupt nicht gestört, dass konkrete Motivationen und Anlässe unbenannt bleiben. Man muss sich eben fragen: Warum ist das so? und nicht: Warum ist es nicht anders? Meine Antwort darauf wäre, dass diese persönlichen Gründen vollkommen egal sind, sie spielen keinerlei Rolle, sind austauschbar, können beliebig gewählt werden.
Auch die Geschichten über die Jugendlichen fand ich weder kitschig noch anti-sozialistisch. Ihre Probleme waren nicht abstrakt-politischer Natur, sondern ganz konkrete Sorgen und nur Stellas Schicksal war direkt mit der DDR verknüpft.
Dennoch hat der Film mich nicht vom Hocker gerissen, weder emotional noch ästhetisch. Trotz alledem handelt es sich hier um solides Kino mit einer wunderbaren Schauspielerleistung.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Zantje Tue, 02 Oct 2012 13:44:48 -0000
Kommentar löschenWas fuer eine unglaubliche Enttaeuschung: Aezte, die ihren Patienten ueber den Kopf streichen und ihnen vorlesen? Das kenne ich aus flauschig-netten Hollywoodfilmen. Da habe ich es auch nicht geglaubt. Den boesen sadistischen Stasimann doch noch mal als normalen Menschen zeigen, indem man kurzerhand eine krebskranke Ehefrau einbaut und ihn gramgebeugt zeigt, obwohl die Diagnose schon vor einem Jahr gestellt wurde? Laecherlich. Und dieser rehaeugige Gutmensch von einem Kollegen, der nie ein boeses Wort sagt, nie die Stimme erhebt, brav am WE noch Patienten besucht, wie ein treuer Hund auf Nina Hoss wartet und am Ende Pipi in den Augen hat? Zum Brechen. In einem Disneyfilm, vielleicht. Aber nicht in diesem gehypten, mit Filmfoerderungen ueberhaeuften, pseudointelektuellen Filmchen. Einen Punkt gibt es fuer Nina Hoss, deren gewohnt kuehle und distanzierte Ausstrahlung hier gut reinpasst. Keine Frage, dass Bespitzelung an der Tagesordnung war, Leute mit Versetzungen bestraft wurden, dass Misstrauen herrschte. Aber das sind ernste Themen, diese Zustaende veraenderten Leben. Aber gerade weil Misstrauen und Angst die eigentlichen Themen sind, braucht es keine grossen Wendungen in der Story und keine winkenden Zaunpfaehle. Feingefuehl und Subtilitaet waeren gefragt gewesen.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kalkwerker Mon, 01 Oct 2012 13:32:27 -0000
Kommentar löschenEin sehr enttäuschender Film mit oberflächlich und klischeehaft gehaltenen Figuren, in einem ehemals real existierenden Sozialismus, wo nie die Sonne schien und alle Zuträger waren, bis auf die wenigen Helden des Widerstands. Gähn...
Der Film rückt mehr in die Nähe von Sonnenallee als in die Nähe der für mich beeindruckenden "Die Stille nach dem Schuss", oder auch "Das Leben der Anderen", die das Thema etwas sensibler und auch tiefgründiger angegangen sind.
Nach dem vielen Lob der Presse eine große Ernüchterung für mich, aber vielleicht trifft er ja genau die Vorstellung, die man vom Osten hat und wird deshalb so gefeiert.
Diesen Film für den Auslands-Oscar als bester fremdsprachiger Film zu küren halte ich doch für sehr gewagt.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Punsha Mon, 09 Jul 2012 23:42:30 -0000
Kommentar löschenSchon oft ist es vorgekommen, dass Filme aus dem Westen über die DDR peinlich verhunzt wurden und obgleich man auch merkt, dass Petzold nicht im Osten der Republik aufwuchs, funktioniert BARBARA vortrefflich: Völlig nüchtern analysiert er die Beziehung zweier Menschen, geprägt von Interesse, Skepsis und Vorsicht, in einem totalitären Staat, der hier lediglich als Aufhänger für die Zerrissenheit und Melancholie seiner Protagonistin dient. Bewusst lässt Petzold Vieles unausgesprochen und regt durch bloße Andeutungen den Zuschauer zum bedingungslosen Nachdenken an. Genau wie das Publikum immer wieder zwischen Vertrauen und Misstrauen der Figuren schwankt, wechselt Barbara selbst ständig zwischen Annäherung und Distanz und lässt letztlich in dieser noch so kalt skizzierten Welt ein wenig Hoffnung aufkeimen. Ein in höchstem Maße interessanter und glaubhafter Film.
bedenklich? 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Markbln Tue, 10 Jul 2012 07:57:20 -0000
Antwort löschenIch liebe dich auch.
Janus Winter Sun, 03 Jun 2012 14:49:11 -0000
Kommentar löschenIch stelle mir BARBARA ohne Nina Hoss vor. Dann bleibt nicht mehr viel. Das ist bei vielen Filmen nicht tragisch, bei diesem hier entscheidend.
Zu vage bleibt das, was mich interessiert hätte. Etwa die Motivation für den Ausreiseantrag. Warum selbst ein Kind es nicht aushalten kann in diesem Land und ausdrücklich gegen dieses Land rebelliert (nicht gegen bestimmte Menschen oder Regeln, wie man es von einem Kind erwarten würde). Wo ich es doch als Kind sehr gut aushalten konnte. Ich kenne Kinder, die dieses System jetzt nicht aushalten können. Ich kenne niemanden, der als Kind in der DDR Schaden genommen hat.
Zu plakativ ist die moralische und politische Verurteilung. Das Wegwollen und Nichtwegdürfen. Ja, das ist schlimm. Für dieses aufgezwungene Urteil brauche ich keinen Film. Schon gar nicht, nachdem der ganz Spuk so lange schon vorbei ist und so oft schon so viel besser verfilmt wurde. Also was soll das? Im Angesicht der aktuellen Kapitalismus-Krise die denkbar fragwürdigste Reaktion, Denkverbote in ein Umfeld allgemeiner Ratlosigkeit zu streuen.
Bunnyfaktor: 3
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
Le Samourai Mon, 19 Nov 2012 17:09:18 -0000
Antwort löschenHuch! Mir gefällt was ich lese! :)
Was ist der Bunnyfaktor?
Alle 3 Antworten zeigen
Janus Winter Mon, 19 Nov 2012 17:19:37 -0000
Antwort löschenDie Sexyness der Darsteller. :p
Le Samourai Mon, 19 Nov 2012 17:34:04 -0000
Antwort löschen:)
davidpm Wed, 02 May 2012 23:23:09 -0000
Kommentar löschenDas war leider eine Enttäuschung. Obwohl ich mich dem hier herumwütenden Brentano auf keinen Fall anschließen möchte und den Film auch um Gottes Willen nicht für propagandistisch halte, war es mir atmosphärisch ein bisschen zu paranoid. Wahrscheinlich - so muss man wohl annehmen - wurde auch in der DDR im Alltag manchmal gelacht und wurde vielleicht sogar von jedem zehnten Menschen nicht ausspioniert, selbst wenn man einen Ausreiseantrag gestellt hat. Viel schwerwiegender aber war für mich, dass die Geschichte auf mich gestelzt und künstlich wirkte. Muse Nina Hoss als Ärztin, Märchentante, Retterin und Liebhaberin war einfach mal zehn Nummern zu besonders und es würde Petzolds Filmen gut tun, Nina Hoss das Abo für die Hauptrolle mal zu entziehen, es gibt noch andere SchauspielerInnen in diesem Land. Und das schreibe ich, obwohl ich sowohl Jerichow als auch Yella toll fand. Für mich hat es dieses Mal auch nicht funktioniert, fragmentarisch aus dem Leben der Protagonistin zu erfahren oder eben auch nicht. Was z.B. lässt gerade sie im Vergleich zu vielen anderen so mit dem System hadern? Warum will sie weg? Wo ist die Verbindung zum Leben vor der Versetzung? Einfach gekappt? Mit einer lapidaren Bemerkung vom Stasi-Offizier hierzu wird der Zuschauer abgespeist. Unglaubwürdig! Mich hätte das interessiert. Der Plot war plump und vorhersehbar, obwohl ich im Plot vorhersehen eine absolute Niete bin. Überhaupt nervt diese ganze Stella-Geschichte, die in meinen Augen nur haarscharf an sentimentalem Kitsch vorbeischrammte. Schade.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Brentano Mon, 30 Apr 2012 17:11:10 -0000
Kommentar löschenKaltes Propagandamaterial für höhere Schulen“?
Ahso, dieser Film, „Barbara“, der trotz erfreulich dynamischer Musik im Abspann kein gutes Gefühl hinterlassen dürfte.
Ein Streifen (mit durchgehendem Rotstich, erstaunlich. oder?) eher einzureihen in die Serie vergeblicher, gut aufgetragener, propagandistisch gefärbter Versuche, Geschichte passend zu machen und „zurecht“ zu deuten und in seiner festgelegten, unflexiblen wie statisch, vorherbestimmten Machart und der schier Erkenntnis-armen Einsichtslosigkeit die er transportiert, ebenso intendierten Produktionen des Ostens früherer Zeiten kaum nachzustehen mag. Vielleicht ist dieses Werk filmisch „jenen“ sogar etwas an Lebensfreude, Hoffnung und Pomp unterlegen, etwas schroffer abgedreht, in Timing und Duktus jedoch sicher ebenso eindeutig, um damit etwa Schulklassen jahrelang entsprechende Ängste einzujagen, die kein real existenter, verblichener, „Sozialismus“ in Deutschland-Ost mehr herzugeben mag.
Wie so üblich, bei dezidierten Fernsehproduktionen, ist der filmisch-spielerische Aspekt etwas auf der Strecke geblieben, abgesehen von der rein handwerklichen Basis (obwohl man da auch ansetzen könnte,..), die aber durchaus respektable, bei einem angesehenen Filmemacher vorhanden ist. Nur das Format, auf der Kinoleinwand etwas unpassend, ein wenig zu eng (aber eine sicher ebenso geplante, klar nuancierte Unzulänglichkeit, die das behandelte Thema blendend unterstreicht,...) das ganze scheint tatsächlich eher für den heimischen, auch Großmonitor konzipiert, gut deutsch und technisch adäquat wie fachlich kompetent umgesetzt, möchte man sagen.
Man fragt man sich natürlich alsbald gelangweilt, (oder auch bei Verlassen des Saals, ...) da die Story so ereignislos, nichtssagend vorhersehbar, wie sie dahinplätscherte, dabei eine ansehniche Zahl an Propagandamitteln subtil ausspielte, und darin kaum etwas an Zweifel an ihren Intentionen übrig lässt, wie und warum es zu einem derartigen Werk überhaupt kommen konnte? Immerhin schreiben wir das „aufgeklärte“ Jahr 2012, auch der Kapitalismus bröckelt wie Zuckerwürfel in der Teetasse an allen Seiten bedächtig vor sich hin. Was mag also die übrigen Initiatoren wie auch Ch. Petzold bewogen haben, dem (wenig?) geschätzten Publikum „so etwas“ vorzulegen?
Wie so oft sind sicher mehrere Faktoren dabei ausschlaggebend in Erscheinung getreten. Nehmen wir mal an, Nina Hoss tat Kund, (Lady's first:) einen „neuen“, "interessanten" Film, auch in Hinblick auf das Berliner Filmspektakel, drehen zu wollen und suchte nach entsprechendem Einsatzmöglichkeiten für ihre ehemals sinnlichere Weiblichkeit.
Ob sie nur für den Film abgenommen hatte oder von persönlichen Sorgen getragen, sich einer derartigen Abmagerungskur unterworfen hat, tut jetzt nichts zur Sache.
Auf der anderen Seite des vorbereitenden Geschehens wäre vielleicht die vehement und überzeugt auftretende, allseits Staats-schützende und zu allem Jubel über Grundgesetz und ähnliche erfreuliche, undemokratische Tatsachen bereite, verwegene Armada der öffentlich rechtlichen Sendeanstalten (ich nenne keine Namen) zu erwähnen, die wahrscheinlich händeringend nach adäquatem Stoff (Parteiübergreifend abgefedert) zur Umsetzung ihrer politischen "Mission" auf der Suche lag.
Da kam ihnen einer wie Petzold, müde von sinnentleerenden Erfolgen anderer Filme, in den Korridoren der Sendeanstalten bei einem zweiten geschäumten Capuccino abhängend, sicher recht und wie gerufen.
„Christian (man duzt sich in Medienkreisen und ist immer allseits befreundet, ..) du sag mal, hättest du Interesse, etwas für uns "zu machen“?
So oder ähnlich mag die Frage an ihn gelautet haben, und:
„Nina Hoss ist im Gespräch, wir überlassen ihr die Auswahl des Gegenparts“, (wofür ein „alter Bekannter“, Ronald Zehrfeld, sicher ebenso passend für eine Rolle in Gladiator VII, schnell gefunden war,...) der Stoff liegt in Skizzen bereits vor, (über die er nie hinauswachsen musste) und wir vertrauen dir, echt du, wie immer!“
So kam eins zum anderen, all zu viele Schauspieler mussten nicht engagiert werden, waren unnötig, um das Werk zu vollenden. Der Film enthält dafür gerade mal einen „echten“ Witz (von Nina Hoss gesprochen, ..) und eine mager Pointe gegen den Westen gerichtet: „Hat es sich denn gelohnt?“, (vom Fahrer des Benz ausgesprochen, ...) die unterschwellig kaum erlösend (wie nur der erfreulich Abspann mit unerwartet schmeichelhaft souliger Musikuntermalung,..) ähnlich dem „verhassten“ Meeresrauschen (auch schaurig abgefilmt) aus allen Fugen dieses prototypisch-propagandistischen Materials wabern.
Das wirklich grandios zutreffende und hoch traurige zugleich an diesem Film ist jedoch die Tatsachen, das er seiner mittelmässigen und bewusst (?) inszenierten Einfallslosigkeit und politisch korrekt intendierten Abwesenheit, auch von Musik Darin, allem trotzt, auch dem, was ihn hätte nostalgisch oder wehmütig klingen lassen. Jenes schnöde Ansinnen nicht nur vehement bis zur Karikatur vermeidet, sogar durch Weglassen von höheren filmischen Qualitäten, damit aber genau diesen, gewollten Duktus zielstrebig durchhält und be-fördert, den ihm viele Zuseher, unbegreiflicher Weise jedoch als "Ruhmesblatt" freudvoll erregt, (JA: so war es !) vorgehalten haben!?
Aber wer begibt sich schon gerne in den "politischen" Untergrund entsprechender Filmproduktionen? Und wer hat heute etwa noch Fassbinder gesehen, der ebenso politisch aktiv, aber von der radikaleren, unangepassten Seite her kommend, auch mal vordergründig hölzern agieren ließ, aber damit eher Qualitäten vom Kaliber der griechischen Tragödie bemühte, als dieser absichtsvoll, absichts- und tonlose Streifen, den hoffen wir es (die Produzenten werden uns danken und es als Aufruf zu neuen Un-Taten werten, ..) bald alle (außer den damit gemarterten Schülern) vergessen haben werden.
Schon bedenklich wie einseitg gefasste Voruteile, strategisch/politisch gezielt und korrekt geplant durch Filme wie diesen nicht nur bedient, sondern sogar betört werden, ?
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten
Schlegel Tue, 01 May 2012 20:28:16 -0000
Antwort löschenEin Argument, warum das Propaganda sein soll, bleibst du aber schuldig. Vielleicht mit etwas weniger Schaum, wenns geht.
Brentano Tue, 01 May 2012 21:44:46 -0000
Antwort löschenEin Argument, dieser Text ist voll davon!
Schade das man/frau/mensch bei den "durchschnittlichen" Lesern dieser Kolumnen nicht mehr ein entsprechendes Bildungsniveau (Schaum?) vorrausetzen darf, welches sicher dem Verständnis und der Lektüre und Rezeption krtischer Texte darin durchaus zuträglich sein könnte?
NUR ein paar Punkte klarer herausgestellt:
1. Die DDR Atmo in diesem Film erinnert stark an das Nachkriegsdeutschland um 1945:
Dieser Eindruck der kompletten Tristesse und ausweglosen Bedrücktheit, (nicht asphaltierte Straßen mit riesigen Pfützen überall etc.,) der hier vermittelt wird = absolut unrealistisch für "1980".
(vllt. mag es damals im hintersten Rumänien so ausgesehen haben?..)
2. Wenn west-deutsche Reinlichkeits und Ordnungsfanatiker heute in Belgien z.B. einmarschieren würden, um dort nach dem "rechten" zu sehen, würden sie wahrscheinlich ebenso empört 50% der dortigen Häuser abreißen lassen, weil diese nicht mehr dem genormten und letzten Stand der TÜV geprüften, zwanghaften Technikhörigkeit entsprechen würden, ..!?
(wie hier im Film, wo es, wie sonst nur etwa in Ligurien und der Toskana hoch geschätzt, "schön altmodisch" aber völlig "undeutsch" wie "gemütlich" aussieht?)
3. Keine durchgehend gespielte, emphatisch freudige Musik ist in diesem Film zu hören, damit möglichst kein charmanter, emotional tragender Moment dadurch erzeugt und aufkommen möge, der dortige Verhältnisse etwa den Hauch, das blasse Licht einer lebenswerten, wehmütig gefärbten "Nostalgie" verleihen könnte, .
(trotz der Ruhe, schöner, einfacher Häuser, kein störender Automobil-lärm, gesundem Leben, sogar Ärzte die noch Zeit dafür haben, den Patienten, statt den üblichen schnellen Schnulzen, reale "Märchen" zu erzählen und vorzulesen..?)
4. Kultur:
obwohl belegbar in vielen Momenten des Films vorhanden, etwa die nette Rembrandt Bild-Interpretation während der "stressigen" Arbeitszeit, wird sie hier nur als Vorwand benützt, um damit eine verächtlich pragmatisch gesinnt Grundhaltung der entsprechenden Menschen vorzuführen, die damit ihre "Opfer" in die Irre leiten, um die allseits anzutreffend komplette "Bespitzelung" zu übertünchen,..
Der Film ist voll von subtil verpackten, einschlägig bedienten Vorurteilen gegenüber Leben und Menschen in der DDR, rein vom vermittelten Lebesn-Gefühl her könnte man/frau /mensch meinen, das sei eine Geschichte aus dem "Gulag", ..
Kein schöner Moment wird in diesem Film gezeigt und vermittelt, keine singenden, spielenden Kinder, kaum freundliche, harmlose Worte, kein gemütliches Sitzen am Tisch (das vorbereitete Essen wird abrupt abgebrochen, das Rauchen auf der Bank um Zeit zu überbrücken, der schnelle Sex auf der nassen Wiese in der Nähe der Landstraße mit Zeugen, wie mit einem Bauernmädel, welche "kultivierte" Frau hätte das zugelassen?)
Kein emotional ansprechender, sympathischer Moment wird erzeugt, jede positiv Stimmung zerstört, die filmischen Mittel werden hier bewusst so eingesetzt, um damit eine völlig triste bis negativ gefärbte, durchgängig ausweglose Stimmung zu vermitteln.
So etwas nannte man früher mal:
"politisch, ideologisch gefärbte Propaganda"
Markbln Wed, 02 May 2012 07:59:06 -0000
Antwort löschenDa hat jemand den Mauerfall oder die Absage der Filmhochschule nicht verkraftet. Hilfe!
Schlegel Wed, 02 May 2012 15:25:09 -0000
Antwort löschenOHNE Schaum, auch vorm Mund! Na dann eben nicht.
Honeyledger Thu, 12 Jul 2012 17:55:05 -0000
Antwort löschen"Kritisch" ist diese Wortmeldung nicht, allenfalls polemisch. Woher kommt diese Wut? Petzolds Werk mit Vorwürfen zu behageln ist einfach - einen solchen Film zu drehen ganz gewiss nicht. 0 Punkte für diese traurige Rezension, die mehr über den Verfasser sagt als über den Film.
Brentano Thu, 12 Jul 2012 18:52:54 -0000
Antwort löschenJa Hallo, das ist mal wieder mit Verlaub gesagt, ein Komment von Menschen (sorry dich s o zu betiteln) die anscheinend von politischen Verhältnissen, Ideologien und Zuständen, die sie umgeben und in denen sie als "Unwissende" existieren, keine besondere Ahnung haben. Mein Text ist eine kritische Auseinandersetzung mit politischen Verhältnissen und die schon dermassen von vielen verinnerlicht, sicher massiv abgewehrt werden müssen und diesen Positionen auch in der filmischen Umsetzung Petzolds, kann nur noch mit annähernd satirisch und ironisch formulierten Einwänden begegnet werden.
Diese meine pointiertere Sicht abzulehnen steht dir frei, aber komisch und seltsam, das hier öfter, besonders Ideologie kritische nicht „mainstream“ vereinnahmte Positionen, als „singulär“ abgetan werden, als würde ich nicht in dieser "korrupten, auch angeblichen dt. Demokratie"leben, sondern sie von aussen betrachten, naja.
Sollte dir doch eher proitiv aufstossen, das es noch Menschen gibt, die betroffen sind von solchen Machwerken, wie diesem Fim, aber heute ist es eher umgekehrt, nun gut.
Alle 8 Antworten zeigen
Narrisch Wed, 21 Nov 2012 13:01:04 -0000
Antwort löschenIch kann diese DDR Scheisse auch nicht mir sehen und schon gar nicht wenn sie gut gemacht ist.
Brentano Wed, 21 Nov 2012 13:19:53 -0000
Antwort löschenoder im Umkehrschluss, "schlecht" also eindeutig inszeniert ist ,wie es aktuel HERRschende, politische Verhältnisse es gerne sehen würden,
denn mit der DDR ist nicht nur ein international anerkannter Staat verschwunden, sondern auch eine politische Alternative, die wir heute um so dringender benötigen würden (die sich auch weiter entwickelt hätte,..) denn ansatt den Staat aufzulösen, hätte man ihn auch reformieren können, nur der Westen mit seinen irrwitzigen Versprechungen (die er nicht eingehalten hat) war halt verlockender und leuchtender, ...
Viele aus dem Osten haben etwa real Cola nur aus der Werbung gekannt und dann, als sie es probierten, gemerkt wie "scheusslich" es schmeckt, ..etc.
und was war so schlecht daran, ein wirklich nachaltiges, einfaches Kunststoff-Automobil "für alle" zu produzieren, was seinen Zweck erfüllte und nicht mit unsäglichen, verlogenen Statusversprechen aufgemotzt udnaufgeladen war, das war ökologischer als vieles, was heute im "freien" Westen betrieben und produziert wird, etc
Und die hochbschworenen Wirtschaftsleistung klassisch gesehen , der DDR, war enorm nur viele verschleiern das gerne, und verkennen, das die DDR bis zu 2/3 davon an die UDssR abgeben musste und es auch daher zu Engpässen kam und nicht weil die Leute (in Vollbeschäftigung übrigens) unfähig gewesen sind/waren, etc etc