Yella

Yella (2007), DE Laufzeit 88 Minuten, FSK 12, Thriller, Drama, Kinostart 13.09.2007

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7.4
Kritiker
21 Bewertungen
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6.8
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391 Bewertungen
28 Kommentare
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von Christian Petzold, mit Nina Hoss und Hinnerk Schönemann

Yella hat Ostdeutschland und ihre gescheiterte Ehe hinter sich gelassen. Vor ihr liegt ein neues Leben in Hannover, inmitten von gläsernen Büros und Hotels. Auch ein neuer Mann ist schnell gefunden. Ein solches Dasein hat sich die junge Frau immer erträumt. Doch immer wieder tauchen Stimmen in ihrem Kopf auf, die aus der Vergangenheit stammen und nach ihr rufen. Yella beginnt zu glauben, der neue Lebensabschnitt sei nur ein Traum.

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Kritiken (7) — Film: Yella

Flibbo: Wie ist der Film?

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6.0Ganz gut

[...] So viel Aussage in Petzolds Bildern steckt, die sich oft durch Wiederholungen ausdrücken, so wenig passiert in der Handlung. Eine rätselhafte Atmosphäre und die Wirkung von Petzolds Andeutungen sollen bannen, doch der Film will wahrscheinlich spannender sein als er letztendlich ist. Im besten Fall fragt man sich immer wieder, was eigentlich los ist und spürt eine dezente, trockene Melancholie über dem Geschehen wabern. Der Regisseur und (Co-)Autor erzählt auf eine sehr eigene Art, kommt aber auch nicht ganz um Klischees herum, wie etwa die Raben-Symbolik und allgemein das Ende, das den Film auflöst, aber, je nach Empfinden, ihm gleichzeitig auch seinen ganzen Sinn zu rauben droht. Petzold zielt erfolgreich auf eine längere Nachwirkung ab und genießt es, sein Werk entschlüsseln zu lassen – im positivsten Sinn ein gefundenes Fressen für das Feuilleton, und für das breite Kinopublikum unter Umständen kaum mehr als ein nahezu frustrierendes, spannungsarmes Fragezeichen.

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Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

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6.5Ganz gut

“Yella” ist ein solides Drama aus Deutschland, das leider unter seinem Ende etwas leidet. Christian Petzolds Film ist dennoch einen Blick wert, vor allem auch wegen Nina Hoss. Für diejenigen, für die deutsche Filme kein rotes Tuch sind, ist “Yella” eine Möglichkeit zur Abendgestaltung.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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7.5Sehenswert

«Yella» ist ein merkwürdiger und faszinierender Film. Oberflächlich betrachtet ist er eine Analyse der Gefühle der Hauptfigur, die mit unsauberen Geschäftspraktiken in der Finanzwelt konfrontiert wird. Das Drama kann daher als Charakterstudie einer in labilen Verhältnissen lebenden Frau betrachtet werden. Stilsicher und behutsam wird diese Figur von Regisseur Christian Petzold beobachtet.

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Kubrick_obscura: CinemaForever

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8.0Ausgezeichnet

Petzolds Deutschland-Halluzination ist ein reduziertes, hervorragend gespieltes Mystery-Drama.

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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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9.0Herausragend

Yella ist eine zurückhaltende junge Frau, mit unentdeckten Abgründen, Intelligenz, Leidenschaft und krimineller Energie. Die allmähliche Enthüllung dieser Talente, machen den Film zu mehr als einem gewöhnlichen Thriller, was vor allen der Darstellungskraft von Nina Hoss in der Titelrolle zu verdanken ist.

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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

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7.0Sehenswert

Petzold verlangt den Zuschauern noch ein wenig mehr ab als früher, verursacht manche Irritation; wer diese auf sich nimmt, wird schließlich belohnt. [...] Petzold hält ganz Deutschland den Spiegel vor, fast en passant, und zeigt unmissverständlich, dass die Misere nicht an bestimmte Landstriche und ihre Menschen gekoppelt ist, sondern an eine destruktive Mentalität in Wirtschaftskreisen.

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Chuchaqui: Critic.de

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7.0Sehenswert

Petzold übertrifft seine letzten Werke noch einmal und schafft ein intensives Film-Erlebnis, das vor allem durch die echte Kino-Ästhetik, ein kluges Drehbuch und zwei tolle Hauptdarsteller überzeugt. Eine intelligente Reflexion über den neuen Kapitalismus und der beste deutsche Film seit langer Zeit.

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Kommentare (20) — Film: Yella


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Niotq

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Bewertung6.0Ganz gut

Deutsche Mysteryfilme sind meinen Beobachtungen nach eher ein rares Gut, mir zumindest fällt abgesehen von Franziska Stünkels "Vineta", einem toll besetzten Werk mit unheimlich beklemmendem Vibe und einer gnadenlos bescheuerten Auflösung, für die der Film nichts kann, weil er auf einem Theaterstück basiert, nichts ein, das mir in letzter Zeit aufgefallen wäre. Gut, dazu muss man fairerweise betonen, dass "Yella" auch noch Elemente aus Drama und Thriller mit hinzunimmt und sich das Mysteryelement eher subtil entfaltet, indem der Film dem Zuseher durch etliche leicht surreale Entscheidungen und Wendungen dieses Bauchgefühl gibt, dass da doch irgendetwas absolut nicht stimmen kann. Und das macht er auch ganz wunderbar.

Nina Hoss spielt eine recht unnahbare, wortkarge und gefühlsunterkühlte Buchhalterkoryphäe, die im Osten ihre Zelte abbricht, ihren psychisch kranken Ehemann zurücklässt und sich in Hannover eine neue Existenz aufbauen will. Ein neuer Mann und Arbeitgeber ist auch zur Stelle, der allerdings auch seine Leichen im Keller hat, und die Sache mit dem Ehemann ist auch noch nicht gänzlich gegessen.

Schnörkellos gefilmt und überaus glanzlos präsentiert sich "Yella" - vielleicht auch eine Wiederspiegelung des Innenlebens des Hauptcharakters, den diese drei Adjektive, die ich im letzten Absatz verwendet habe, eigentlich auch schon recht umfassend charakterisieren, viel komplexer wird es nicht, und wenn die Dialoge zum hundertausendsten Mal Spannung aufbauen wollen bzw. zeigen wollen, wie verschlossen Yella nicht ist, indem sie sie auf einfache Fragen einfach keine Antwort geben lassen, ist das doch schon etwas lästig. Nina Hoss, die ich zuvor in keinem Film bewusst gesehen hatte, wie ich zu meiner Schande gestehen muss, holt allerdings sehr viel heraus, ihr reduziertes Spiel ist wunderbar mitanzusehen, und wenn Yella im Laufe des Filmes - so viel darf ich hoffentlich verraten - immer mehr Skrupel ablegt, habe ich das Gefühl, dass mir Hoss das glaubhaft vermitteln kann.

Der Twist am Ende wird hier natürlich nicht verraten, und so unbefriedigend er auf den ersten Blick auch ist, er regt durchaus zum Nachdenken an. Er erklärt einige Ungereimtheiten, wirft aber auch einiges an unbeantworteten Fragen auf. Sehr gut gefällt mir die Theorie, dass der Film letztlich keine ultimative Lösung anbietet, sondern lediglich Alternativen aufwirft, wie Yellas Schicksal verlaufen könnte, ein wenig muss ich hier an Tykwers "Lola rennt" denken.

Wenn ich mir nun ansehe, wie wenig spektakulär, und das meine ich absolut wertfrei, der Film daherkommt und wie wenig wir doch am Ende wirklich wissen, fällt mir doch noch ein Mysteryfilm ein, allerdings ein österreichischer: "Hotel" von der talentierten Jessica Hausner. Dieser Film ist noch weitaus konsequenter, da leerer, und weil er es wirklich wagt, Themen nur anzureißen, die entscheidend für die Handlung sind, wenn überhaupt. Deswegen hat mich dieser doch noch um einiges mehr beeindruckt, was die Qualitäten von "Yella" allerdings in keiner Form schmälern soll, denn das vielbemühte Gesamtpaket ist stimmig, und ich ertappte mich trotz der zweifellos vorhandenen Sperrigkeit, die zum Großteil in der Inszenierung begründet liegt, nicht bei abschweifenden Gedanken oder jeglichen Sehnsüchten nach dem Abspann. Auch eine Leistung.

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ready2fall

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Bewertung4.0Uninteressant

Die Story wirkt arg konstruiert, die Wirtschaftsthematik langweilt eher als das sie es schaffen würde Interesse zu wecken.
Der melancholisch, ermüdende Soundtrack passt sehr gut zu der für mich überhaupt nicht packenden Atmosphere, Spannung kam leider auch nicht auf.
Bis zum doch überraschenden, interessanten Ende ist Yella ein Film der von Anfang an zu krampfhaft, gewollt anders herüberkommt, das strengt an.

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Mr. K R I T I K

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Wenn etwas "zu" inszeniert rüberkommt, ergeht es mir auch immer so. Ein wahres Wort also von dir...


N. Hornblower

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Bewertung6.0Ganz gut

Normaler Weise bin ich zu Hause derjenige, der die Filme aussucht, die gesehen werden – nicht weil ich der Mann im Haus bin, sondern weil meine Frau sich nicht in dem Maße für das Metier interessiert. Zusammen sehen wir dann meistens Filme, von denen ich denke, sie könnten ihr gefallen oder sie zumindest interessieren (was leider einen großen Berg von Filmen bedeutet, die nur mich interessieren und den ich kaum “abarbeiten” kann, weil ich die Filme alleine schauen muss). Als dann mal “Yella” im Fernsehen kam, bat mich meine Liebste endlich mal darum, etwas aufzunehmen, den Film nämlich. Nach zahlreichen Abenden, an denen ich auf die Frage “Was machen wir heute?” mit “Lass uns doch 'Yella' schauen.” antwortete und “Ach nöö, heute nicht 'Yella' (der ist mir jetzt zu anstrengend)!” als Reaktion erhielt, war endlich der Abend gekommen: (Ich) “So, heute schauen wir mal 'Yella', sonst wird das ja nie was!” (Sie, kurzes Zögern, dann entschlossen) “OK!”

Gefallen hat mir der Film beim Ansehen nicht; eine Identifikation mit den Figuren war mir nicht möglich, ihre Handlungsweisen konnte ich vielfach nicht nachvollziehen und es drängten sich mir zahlreiche logische Holprigkeiten auf (obwohl ich Logikfehler sonst häufig gar nicht bemerke). Langweilig wurde es andererseits aber auch nicht, emotional teilweise sogar (trotz meiner genannten Probleme mit dem Film) recht packend. Das Ende ließ uns zunächst etwas ratlos und unbefriedigt zurück, ließ die genannten “Mängel” aber auch in einem ganz neuen Licht erscheinen. Selten haben meine Frau (die beim Schauen nicht eingeschlafen ist, was für sich genommen schon ein Beleg für eine gewisse Qualität des Films ist) und ich so viel über einen Film diskutiert und Interpretationsversuche unternommen. Einen Film, der das schafft, kann ich nur als zumindest “ganz gut” bezeichnen.

P.S.: Für den Film hatte ich eine Vorhersage von 0,0 Punkten (Hassfilm) – angesichts nur eines Hassfilms erstaunlich!

P.P.S: Ich habe den Film vollkommen ahnungslos gesehen und wusste nur, dass es kein Feel-Good-Movie ist. Vielleicht wäre das Wissen hilfreich gewesen, dass er zu Christian Petzolds Gespenster-Trilogie gehört (wobei ich während des Films schon mehrfach das Gefühl hatte, dass da irgendwas nicht stimmt; ich hoffe, damit nicht schon zu viel zu verraten). Eigentlich müsste ich den Film in Kenntnis seines Endes nochmal sehen. Dazu gibt es aber zu viele andere Filme, auf die ich richtig Lust hab.

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Taraniel

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Oh Gott, genau wir bei mir zu hause. Vielleicht lege ich ein Fake Profil für meine Frau an?


N. Hornblower

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Mach mal. :) Aber wie bringt Euch das weiter?


lassiesinger

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Bewertung9.5Herausragend

Ein irritierender Film, der seine ganze Kraft erst mit dem überragenden Schluss entfaltet. Grandios !

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Ichundso

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Bewertung6.0Ganz gut

Interessanter Kunstfilmversuch, der durchaus eine schummrige Atmosphäre aufzubauen versteht, aber daran scheitert, dass jede zweite Szene in einem Auto mit immer den gleichen Kameraeinstellungen stattfindet und das ganze Projekt zu sehr nach "Hey, guckt her, wir machen Kunst, einen Kunstfilm, auch mit Substanz und so, aber hauptsächlich Kunst" stinkt.

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Markbln

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Eine soziologische Studie, ein Wirtschaftskrimi oder einfach der dritte Teil von Christian Petzolds "Gespenster-Trilogie"


Ichundso

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Soziologische Studie vielleicht, aber kein funktionierender Film, erst recht kein Wirtschaftskrimi. Es gibt durchaus ein paar interessante Ansätze im Skript, aber der Film selbst gibt sich alle Mühe, davon abzulenken.


annaberlin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mein Lieblings-Petzoldfilm. Sehr stimmungsvoll.

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VisitorQ

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Bewertung7.0Sehenswert

Kleiner, ruhiger aber sehr atmosphärischer deutscher Film von C. Pätzold mit einer wie immer bezaubernden Nina Hoss. Go Nina, gogogo.

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Jaliju

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich verstehe gar nicht, warum so viele ein Problem mit dem Ende haben. Von mir hat "Yella" mindestens zwei Extrapunkte nur wegen dem Schluss bekommen. Die Erzählweise war nämlich schon sehr fad und schleppend und ich kann das Argument "deutsche Kunstscheisse" in gewisser Weise nachvollziehen. Ganz am Schluss jedoch, war die Geschichte auf eine komische unbehagliche Art und Weise interessant und wenn man zurückdenkt, doch originell.

(Dumm ist, dass auf der DVD-Hülle so ungefähr alles steht, was man vor dem Film nicht wissen sollte. Deswegen als Tipp: Nicht so wie ich mitten im Film aus Langeweile draufgucken)

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Wumz

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Bewertung7.0Sehenswert

"Yella" lebt vor allem von der Starken Atmosphäre. Rührt auch daher das die Hauptdarstellerin Nina Hoss eine tolle Ausstrahlung hat. Mann weiß aber nie was für eine Art Film man sich anschaut. Drama? Psycho-Thriller? Der Film schwimmt zwischen den Genres. Auch die Aussage des Films ist nicht unbedingt sofort ersichtlich.
Das Ende fand ich gut und ist auf keinen Fall ein Grund dem Filme Punkte abzuziehen. Das Problem liegt viel mehr darin das sich keine Spannung aufbaut.

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Telebaum

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Bewertung9.0Herausragend

Nur ein Wort an alle, die sich an dem Ende stören: Ich sehe das Ende nicht als (schon gar nicht billige) Auflösung, auch nicht als Aufwachen aus dem Traum, nicht als Wirklichkeit, nicht als Realität, nein, ich sehe es einfach als eine Alternative, als eine Möglichkeit, wie man Geschichten erzählen kann, aber eben nicht um seiner selbst Willen, nicht um des Effektes Willen, der dann tatsächlich nur billig wäre, sondern - zumindest kam mir dieser Gedanke beim Abspann als erstes in den Kopf - als sehr wirkungsvolle Form, etwas klar zu machen, nämlich die Gleichsetzung mit dem zuvor Gesehenen, unwillkürlich taucht doch die Frage auf: Wäre ein solch schnelles Ende nicht angenehmer, besser, letztlich der Protagonistin gar mehr zu wünschen, als ein Leben in jener kalten Welt, die der Film thematisiert und in der tatsächlich alles Lebendige eliminiert scheint. Und daraus folgt die zentrale Frage: Ist die Welt in "Yella", d.h. unsere spätkapitalistische Welt und das Leben in ihr letztlich nicht genauso leblos und tot und wo genau ist eigentlich noch das Lebenswerte in ihr. In meinen Augen führt das Ende geradezu einen solchen Bewusstseinsblitz herbei.

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nalmargi

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Bewertung0.5Schmerzhaft

beschissener film. aber für irgendwas müssen ja die filmförderungsanstalten die kohle wegbrezeln... arm.

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ellen_ripley

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Bewertung7.0Sehenswert

Prinzipiell ein interessanter Plot. Aber warum dieses "der Pate"-Zitat mit der Organge??? Ich finde einige Zitate gehören einfach verboten.

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Stefan Ishii

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Nachdem ich kürzlich "Gespenster" von Christian Petzold gesehen hatte, wollte ich unbedingt noch andere Filme von diesem Regisseur sehen. Und mit "Yella" wurde ich nicht enttäuscht.

Im Nachhinein betrachtet ist der Film herausragend. Die Art und Weise, wie dem Zuschauer Gefühle vermittelt werden ist schlicht genial. Zumindest mir erging es so, dass ich intuitiv die entscheidenden Aussagen "gefühlt" (aber nicht konkret verstanden) habe. Da ist etwas, das sich dem Logischen und Fassbaren entzieht, aber auf emotionaler Ebene einschlägt wie eine Bombe.

Natürlich ist Nina Hoss fantastisch in dieser Rolle. Ohne ihr wäre der Film wohl nicht das, was er geworden ist. Aber die wirklich große Stärke des Filmes liegt in der Art und Weise wie Petzold (und auch sein Kameramann) das Geschehen dem Zuschauer näher bringt. Da ist eine körperliche und räumliche Präsenz, die so unglaublich stark empfunden wird. Ich weiss nicht, wie ich es anders beschreiben soll...

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spatzlinger

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Bewertung1.5Ärgerlich

ein schrecklicher film! nina hoss, mit dem reh-blick, immmer opfer der situation.. alles sooo gewollt, NERVT!!

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spektrum

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Bewertung7.5Sehenswert

Die Wirkung des Films beruht auf dem Wechsel zwischen Realität und Traum. Eingebettet in eine reale Rahmenhandlung wird gezeigt, wie sich Yellas Leben in Ihrer Traumwelt abspielt. Diese ist , fast schon beängstigend, realistisch. Daher gelingt es dem Zuschauer erst spät im Film die beiden Ebenen voneinander zu trennen. Stellenweise etwas zu klischeehaft geratene Auspicien und Omen (schreiende Krähen) vermitteln eine insgesamt jedoch gelungene Athmosphäre von Unwirklichkeit und Wahnvorstellungen.
Der Film lässt viel Interpretationsspielraum zu. Ob man Yella als Auseinandersetzung des Individuums mit sich selbst und eigenen Ängsten, oder eher als Auseinandersetzung mit der Gesellschaft ansieht, bleibt einem selbst überlassen.
Das Setting des Films in einer Welt des Equity Managements, unterstützt dabei eher die Vermutung, dass es sich um eine leise Kritik am kapitalistischen System handelt, dass ebenfalls eine Schein- oder Traumwelt ist.
Auf die Dauer des Films bezogen, wirken die vielen Aufnahmen im Auto etwas ermüdend, wie der gesammte Film zu wenig Spannung aufkommen lässt, wenn man ihn in die Gattung "Mystery" einstufen möchte.
Leider zu wenig Spannung, um eine wirklich hohe Bewrtung zu erreichen.

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dbeutner

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Bewertung6.0Ganz gut

Beginnt mit einer Reihe von haarsträubenden Logik-/Verhaltensweisen-Fehlern, geht über in fast französisch-subtile Spannung (fast!), was immerhin an den Film fesselt ("fesselt" ist vielleicht etwas übertrieben) und endet mit einer so dermaßen blöden und billigen "Auflösung", dass der Film es schafft, innerhalb der letzten Sekunden nochmal mindestens einen halben Punkt zu verlieren. Nicht gerade starkes Kino in Summe.

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maslobojew

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Bewertung7.0Sehenswert

Dafür, dass Petzold selber sagt, es gehe um eine Von-zu-Hause-weggehen-Story, fehlen mir einfach noch ein paar entsprechende Motive mehr, die der Film zwar andeutet, aber nicht ausführt, weswegen er ein bisschen dünn daherkommt. Z.B. die Herkunft von Yella oder die Psyche so einiger Nebenfiguren betreffend, mit denen sich die Protagonistin auseinandersetzen muss. Positiv ist natürlich, dass der Film gerade so, zum Weiternachdenken und Fragen stellen einladet.

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alter.native

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Klasse gespielt! Ein Ende zum grübeln (hätte nicht sein müssen).

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rkuehne

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Toller Film, schöne Bilder, nur mit dem Ende kann ich mich nicht so richtig anfreunden, das macht meiner Ansicht nach zuviel kaputt.

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Jonni

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Geisterfilm von Christian Petzold mit drei tollen Hauptdarstellern. Sehr sehenswert.

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