Die Schwester der Königin

The Other Boleyn Girl (2008), GB Laufzeit 115 Minuten, FSK 12, Historienfilm, Drama, Kinostart 06.03.2008

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5.8
Kritiker
25 Bewertungen
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6.5
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von Justin Chadwick, mit Natalie Portman und Scarlett Johansson

Die Schwester der Königin erzählt die Geschichte der schönen Geschwister Anne (Natalie Portman) und Mary Boleyn (Scarlett Johansson), zu einer Zeit, in der in Europa Geschichte geschrieben wurde. Getrieben vom blinden Streben ihrer Familie, kämpfen die Schwestern um die Liebe zum attraktiven wie leidenschaftlichen König Henry VIII (Eric Bana). Während sich letztlich beide das Bett des Königs teilen, kann nur eine den Thron erklimmen. Für eine stürmische Regentschaft, die schon nach kurzer Zeit ihr tragisches Ende nimmt … durch das Schwert des Henkers.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (12) — Film: Die Schwester der Königin

Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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6.0Ganz gut

[...] Die Schwester der Königin beeindruckt zunächst einmal – wie es sich für einen Historienfilm gehört – mit stimmigen und liebevoll gestalteten Kostümen und einem liebevoll designten Szenenbild. Die gesamte Geschichte wirkt hierdurch wie aus einem Guss, auch wenn ich mir mehr Totale gewünscht hätte, die beispielsweise den englischen Hof in seiner imposanten Größe zeigen. Der Film verkommt hier über weite Strecken nämlich zu einem Kammerspiel, was nicht recht passen möchte. [...]

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Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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6.5Ganz gut

Ein durch und durch mittelmäßiger Film - daran ändert auch das Duo Portman/Johansson nichts, obwohl es definitiv nicht an ihnen liegt, dass "Die Schwester der Königin" keinen bleibenden Eindruck hinterlässt. Zu seicht sind die Charaktere angelegt, zu GZSZ-mäßig der Plot aufgebaut und zu sehr zieht sich alles teilweise erschreckend in die Länge. Noch dazu ist Bana´s Interpretation von Henri VIII für diesen sehr sehr schmeichelhaft.
Trotzalledem, nett anzusehen ist das Setting und die beiden Hauptdarstellerinnen ja, aber unter dem Strich bleibt der Film weit unter seinen Möglichkeiten.

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Corsovilla: SchönerDenken

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8.0Ausgezeichnet

Zwei Frauen, ein König und am Ende hat England seine eigene Kirche. Eine starke Geschichte, weil sie zwei Dinge untrennbar verwebt, die Männer am meisten interessieren: Frauen und Macht. In der Verfilmung “The Other Boleyn Girl” stehen die beiden Frauen im Mittelpunkt. Anne und Mary sind Schwestern und der Vater und die Verwandtschaft überlegen, wie sie die beiden Mädchen vorteilhaft verheiraten können und Reichtum, Macht und Ansehen der Familie mehren zu können. Für diese Geschichte wäre ich allerdings nicht ins Kino gegangen. Gelockt hatte mich natürlich die Besetzung: Natalie Portman als wunderschöne und diabolische Anne, Scarlett Johannson als brave und großherzige Mary. Ob es hinter den Kulissen ähnliche Rivalitäten zwischen den Frauen gegeben hat? Die beiden Schauspielerinnen sagen Nein. Vor der Kamera jedenfalls gibt es ein Darsteller-Duell, dass aus einem ordentlichen Kostümfilm einen beeindruckenden Kinogenuss macht.

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Carrie Rickey: Philadelphia Inquierer Carrie Rickey: Philadelphia Inquierer

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6.5Ganz gut

In der Verfilmung von Gregorys Erotikroman nimmt Autor Peter Morgan (The Queen) die uralten Archetypen einer Frau - Jungfrau und Hure - wieder auf und formt sie zur zugeschnürten Intrigantin und der leichtgläubigen Träumerin. Nicht dass ich mich beschwere. Abgesehen vom Hausfrauenclub und Pornofilmen kommt es so selten vor, plurale Frauentypen zu sehen, dass man Portman und Johansson verzeihen muss, ihre Rollen so an sich zu reißen wie versehentliche Vegetarier Lammkoteletts.

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ThomasNeuhauser: arte ThomasNeuhauser: arte

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3.0Schwach

Trotz historischer Genauigkeit und vielleicht auch wegen der sich demonstrativ in den Vordergrund drängenden, protzigen Ausstattung, stimmt hier nichts, bleibt man gegenüber der Geschichte und den Figuren völlig unbeteiligt, weil alles in eine holzschnittartige Actio-Reactio-Psychologie gepresst wird. Dazu trägt wahrscheinlich auch die gleichförmig überscharfe Digital-Projektion bei, die keine Atmosphäre und keine Tiefe vermittelt.

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Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...

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7.0Sehenswert

Der Film nimmt sich viel Zeit, um diese weiblichen Machtstrategien zu analysieren. Die Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek muss Patin gestanden haben. Chadwick stellt seine Geschichte darüber hinaus in einen größeren philosophischen Kontext: Ist es besser, nach den Sternen zu greifen und dabei den Kopf zu verlieren, oder sollte man kleine Aliens gebären – und bescheiden, aber friedlich ein ruhiges Leben auf dem Land fristen? Sollte man versuchen, die Bestie zu beherrschen, oder sollte man sie meiden?

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Kubrick_obscura: CinemaForever

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5.0Geht so

„The Other Boleyn Girl“ ist die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers, ein einfaches Unterfangen. Nimm ein bekanntes Buch, verfilme es und die Zuschauer werden kommen. Diese Formel durchzieht den Film von Anfang bis Ende. Man wollte auf Nummer sicher gehen, denn zu dem bekannten Buch kommen noch viel bekanntere Schauspieler. Scarlett Johansson, Natalie Portman und Eric Bana in einem Film, ein Highlight und nicht nur, wenn man es liest. Der Film profitiert ungemein von diesen Darstellern. Die schauspielerischen Leistungen werden durchgehend auf einem hohen Niveau gehalten. Dazu kommt das sehr gute Drehbuch, dass nicht nur mit guten Dialoge aufwarten kann, sondern auch mit einem stringenten Plot, der keine Langeweile aufkommen lässt. Doch sind dies gerade zweitrangige Dinge bei einem Kostümfilm. Es zählt die Oberfläche. Das Setting, die Kostüme, alles ist sehr authentisch und atmet Details. Nur die Kamera macht dem ganzen einen Strich durch die Rechnung. Es ist Justin Chadwicks erster…

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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7.0Sehenswert

Ein opulentes Historienstück, das wie ein klassischer Krimi daher kommt! Das Kinodebüt von Justin Chadwick packt als Familiendrama wie auch als historische Spekulation. Auf der Grundlage eines Romans von Philippa Gregory werden Mutmaßungen um die Rolle der Boleyn-Schwestern am Hof von König Heinrich VIII zu Fundamenten einer glaubwürdigen intimen Tragödie ausgebaut...

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peter-noster: Mostly Movies

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6.0Ganz gut

Recht sehenswertes, wenn auch wohl nicht historisch ganz akurates Drama. Man wünscht sich nur, dass das düstere Thema, um das Benutzen von Frauen als Objekte zur Machterlangung etwas intensiver inszeniert worden sei. Natalie Portman spielt überzeugend, Scarlett Johansson bleibt etwas blass, aber Kristin Scott Thomas als die Mutter der beiden brilliert und hat die besten Zeilen.

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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

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5.0Geht so

Klingt nach einer reinen Seifenoper. Und ist über lange Strecken auch genau so inszeniert. Regisseur Justin Chadwick hat zuvor in der Tat vor allem Fernsehserien inszeniert. Royaler Stutenbiss. Für die großen Massenszenen hat das Geld dabei nicht gereicht; das Volk lässt sich immer nur empört aus dem Off vernehmen.

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Mr.Vengeance: Lost In Imagination

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7.0Sehenswert

Viel bleibt nicht zum Film zu sagen, außer: Er funktioniert innerhalb seiner selbstabgesteckten Parameter sehr gut. Johansson und Portman sind beide gewohnt spitze, wunderschöne Ausstattung, tolle Musik, eine tragfähige Intrigengeschichte gepaart mit Sozialkritik. Ja, unterhält, verärgert sogar im positiven Sinne, weil THE OTHER BOLEYN GIRL sich im letzten Drittel seiner Schauwerte entledigt und richtig ergreifende Familientragödie zeichnet. Man verzeiht die monotype Gestalltung der Figuren und deren Handeln somit gerne.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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4.5Uninteressant

Warum die Spanier die Engländer seit dem 16. Jahrhundert nicht mehr so richtig mögen und warum die katholische Kirche es in Großbritannien bis heute schwer hat, davon erzählt diese Seifenoper im historischen Gewand. Beides lag an den Boleyn-Schwestern Mary und Anne, gespielt von Scarlett Johansson und Natalie Portman, deren Talent hier grandios verschwendet wird. Anne soll dem englischen König Heinrich VIII.(Eric Bana) als Mätresse einen Sohn gebären, doch der findet Mary attraktiver. Während diese noch von ihm schwanger ist, bändelt Hoheit bereits wieder mit Anne an, die sich als selbstbewusste Frau jedoch nicht so einfach zur gebärfreudigen Geliebten degradieren lassen möchte. Was eine tolle Geschichte über zwei auf ihre jeweilige Art starke und interessante, wenngleich sehr gegensätzliche Frauen hätte werden können, wird hier auf ein gediegenes Intrigenepos reduziert, das lediglich mit seiner opulenten Ausstattung und den aufpolierten Bildern glänzen kann.

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Kommentare (29) — Film: Die Schwester der Königin


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Aldo_Valletti

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Bewertung1.5Ärgerlich

Wieder so ein typischer Fall, eine historische Geschichte durch die Augen des heutigen Werte- und Gesellschaftsgefüges betrachtet. Mir sträubt sich da alles, hier wird die Geschichte mit Füßen getreten.

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IriasYrenee

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Das Buch ist sehr viel besser

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cinram

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Bewertung5.0Geht so

Ich hab mir den Film besorgt, weil die Portman und Johansson, sowie Bana mitspielen und mich vor allem der geschichtliche Hintergrund um "Heinrich den VIII", mit seinen politischen und privaten Eskapaden interessiert!
Durch ein paar Vorinformationen, war ich bereits darauf gefasst, daß Eric Bana hier nicht mehr als die zweite Geige spielt und das Hauptaugenmerk auf die Rollen der "Anne Boleyn" und deren Schwester, "Mary Boleyn" fokussiert wären, aber so eine "zweite Geige" hab ich wirklich nicht erwartet- Eric Bana´s Rolle ist die, einer langweiligen Flitzpiepe und zeigt ganz und gar nicht die Darstellung eines herrschsüchtigen, narzistischen, gnadenlosen und mit seinem Pipimann denkenden Riesenar...ähm- Monarchen!
Kostüme und Schauspieler können sich vielleicht sehen lassen, aber was hätte man aus den historisch belegten Fakten der "Tudor"- Dynastie für einen spannenden und zugleich auch lehrreichen Streifen machen können! Da bietet sich Material an, das gar nicht verfälscht, oder aufgebessert werden muß!
Die Geschichte ist oft viel interessanter, als ein Hollywood- Drehbuch es wiedergeben kann! Dasselbe gilt übrigens auch für Sofia Coppolas Verfilmung von "Marie Antoinette"!
Deshalb hab ich wie gewöhnlich, den Film enttäuscht verschenkt...!

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totox

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Ich würde Dir "Anne of the thousand Days" (deutsch: "Königin für tausend Tage") empfehlen. Da kann man sehen, was man aus dem selben Stoff herausholen kann. (Leider gibt es heute keine Schauspieler mehr wie es Richard Burton und Geneviève Bujold damals waren.)


cinram

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Danke Dir! Den merk ich mir vor!


gibtsnet

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Bewertung6.0Ganz gut

Da hatte wohl jemand seine Wünschelrute nicht unter Kontrolle!
Traurig wie weit manche Leute (damals und heute) aufgrund von Konkurrenzdenken und Neid gehen.
Der Druck auf Frauen wird tragisch beleuchtet.
Der Film ist opulent kostümiert und die Geschichte auch recht interessant. Trotzdem fehlte mir irgendwo der nötige Biss um wirklich durchgehend am Ball zu bleiben.

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graveyardstory

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Bewertung6.5Ganz gut

Der Cast ist gut gewählt und die Ausstattung wirklich schön anzusehen aber dieser Film verschenkt ne Menge Potential durch zu wenig Dynamik und zu viele Längen.
Bei der Besetzung und dem Thema echt schade dass nicht mehr draus gemacht wurde.

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Chewbacca

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Bewertung7.5Sehenswert

Sehr prunkvoll und pompös wird vom anderen Boleyn-Mädchen erzählt, wobei der deutsche Titel wieder zu simpel daher kommt und den eigentlichen Twist der Handlung verbirgt, denn Eric Bana als Heinrich VIII. scheint stets am anderen weiblichen Boleyn Gefallen zu finden. Dabei werden durch Natalie Portman gekonnt die Waffen der Frauen ausgespielt und es ist geradezu herrlich mit anzusehen wie sie den König in den Wahnsinn treibt, dafür aber bitteren Lohn erhält und durch ihre Intrigen und Machtspielchen die ganze Familie in den Untergang reißt. Die liebe und brave Boleyn wird sehr schön von der unschuldig dreiblickenden Scarlett Johansson gespielt, die mit ihrer Darstellung zu überzeugen weiß und beim Zuschauer reichlich Sympathie horten kann.
Als letztes würde ich noch gern auf Eric Bana eingehen, der den wankelmütigen König, der nur von der Zeugung eines Erben besessen ist, sehr schön spielt und als Herrscher eine stattliche Figur macht.

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Verlah

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Bewertung0.0Hassfilm

Es ist schon eine Frechheit, was einem manchmal unter der Bezeichnung "Historienfilm" zugemutet wird! Man nimmt ein paar hübsche Kostüme, steckt ein paar hübsche Damen hinein, und schon glaubt man, alles wäre in Ordnung. Wenn man schon so weit von den historischen Fakten abweicht, sollte zumindest die Handlung glaubwürdiger und auch spannender sein.
Ich beschäftige mich seit fast zwanzig Jahren mit englischer Geschichte, insbesondere mit der Zeit der Tudors, da kann man mir nichts vormachen.
In "The Other Boleyn Girl" wird Mary Boleyn als Unschuldsengel porträtiert, dabei war sie zu ihrer Zeit sogar dem für seine Sittenlosigkeit bekannten französischen Hof zu promiskuitiv. Anne gilt als "die Böse". Schade, wenn eine historische Figur so einseitig dargestellt wird. Zeitgenössische Quellen widersprechen diesem Bild.
Es ist bekannt, dass Henry VIII. leidenschaftlich verliebt war in Anne Boleyn, und dann soll er sie vergewaltigt haben? Als Henry VIII. von Anne später genug hatte, wurde ihr unterstellt, mit verschiedenen Männern die Ehe gebrochen zu haben, darunter auch mit ihrem eigenen Bruder George. Jedem zumindest halbwegs vernunftbegabten Menschen wird klar sein, dass dies bloß ein Vorwand war, um eine inzwischen lästige Ehefrau loszuwerden, aber dann in einem Film anzudeuten, dies wäre wirklich so gewesen oder die betreffenden Personen hätten es zumindest versucht, ist extrem weit an den Haaren herbei gezogen.
Das Buch von dieser Philippa Gregory stellt ja die Grundlage für diesen Film dar. Aber wenn ich diesen Film gesehen habe, habe ich kein Interesse, auch noch ein solch bescheuertes Buch zu lesen.
Es gibt weitaus bessere Filme und Bücher, die sich der ganzen Thematik annehmen, zum Beispiel "The Six Wives of Henry VIII" oder "Anne of a Thousand Days". Aber auch die Serie "The Tudors" hält sich mehr an historische Fakten als "The Other Boleyn Girl". Und "The Tudors" gelingt es auch, Spannung zu erzeugen, und selbst dann, wenn etwas von der Geschichte abweicht, dies glaubhafter zu tun. Außerdem wird Annes Charakter und die Liebesgeschichte zwischen Henry VIII. und Anne Boleyn plausibler dargestellt.
An historischen Romanen, die sich mit dieser Geschichte befassen, kann ich jene von Victoria Holt = Philippa Carr = Jean Plaidy empfehlen. Ist zwar auch Fiktion, aber wesentlich glaubwürdiger!

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Madsen-Freundin

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Bewertung5.0Geht so

Das erste, was mir nach der Sichtung einfiel: verschenkt! Tolle Schauspieler, allen voran Schauspielgöttin Natalie Portman, müssen eine durchschnittliche Handlung ohne Tiefgang tragen und ihren ziemlich eindimensionalen Charakteren auch noch Leben einhauchen. Da haben die Nebenfiguren wie William Stafford oder Lady Boleyn (Kristin Scott Thomas in Hochform) inhaltlich schon mehr zu bieten als das Trio Infernale. Insgesamt guter Cast und tolles Setting mit mäßig inszenierter Geschichte und platten Hauptfiguren.

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AgentGuhl86

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich habe zumindest eine schwache Erinnerung daran, dass "Die Schwester der Königin" kurz nach seiner Veröffentlichung nicht sonderlich gut von der Kritikerfläche weg kam. Von daher war mein Erwartungsbild auch nicht allzu blumig gestaltet. Im Nachhinein war und bin ich recht begeistert von diesem authentisch wirkenden, dramatischen und konsequent erzähltem Historiendrama, welches - bis auf einen kurzzeitig unübersichtlichen Einstieg und der Tatsache, dass es recht schwierig ist zu beurteilen, wie viel Zeit zwischen einzelnen Szenen vergangen ist - sehr intensiv erzählt wird und mich so gut wie immer bei Laune gehalten hat. Die Besetzung ist erstklassig - Eric Bana, Natalie Portmann und Scarlett Johansson lassen keinen Zweifel daran, dass sie selbst vor hunderten von Jahren dem Adel hätten angehören können. Empfehlenswert ist das hier allemal!

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*frenzy_punk<3

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

justin chadwick schuf mit "the other boylen girl" ein fantastisches drama, das schockiert, mitreißt und berührt. das wunderbare kostümdesign brachte die darsteller würdevoll zum glänzen. ebenso lobenswert waren dann auch die darbietungen, nur eric bana wirkte etwas zu lasch. schon von anfang an war ich gefesselt und so berührt. schockierend, wie weit ein vater geht, nur um eine hochachtungsvolle stellung am hofe zu genießen. schockierend, wie egoistisch schwestern sein können, wie sie sich gegenseitig verleumden und ausspielen. die geschichtlichen fakten sind zwar nicht ganz genau, aber so ist es ganz gut getroffen worden. das historische finale reißt den zuschauer mit und obwohl eigentlich jeder weis, wie es ausgeht, fiebert man doch mit und hofft mit den protagonisten auf ein friedliches ende. der klasse soundtrack verleiht dem ganzen noch die richtige note und strahlt das mitgefühl und drama sehr gut aus. großes kino!

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Miss Sophie

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Bewertung5.5Geht so

Ziemliche Verschwendung von Zeit und Geld. Eigentlich gute Schauspieler (Johannson, Scott Thomas, Portman) sind in absolut eindimensionalen Rollen zu sehen und erzeugen keinerlei Anteilnahme, die man mindestens hätte erwarten können, wenn das Ziel "Historienfilm" ja schon so deutlich verfehlt wird. Gegen Ende driftet der Film wirklich ins Seifenopernhafte ab, wenn plötzlich auch noch von "Blutschande" die Rede ist und bei den ganzen Schwangerschaften eigentlich keiner mehr so richtig durchsteigt. Ziemlich negativ ist mir übrigens die sehr künstlich wirkende HDR-Optik der gesamten Szenerien aufgefallen, was sollte das wohl? Vielleicht kann man damit eine zehnte Klasse erfreuen, falls der Film im Geschichtsunterricht gezeigt wird, ich war aber reichlich enttäuscht.

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8martin

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Bewertung4.0Uninteressant

Ein etwas kruder Kostümschinken mit prominenter, weiblicher Besetzung (Portman, Johansson). Im Mittelpunkt steht das Bemühen des hochnotgeilen Königs Heinrichs VIII. einen männlichen Thronfolger mit den Boleyn Sisters zu zeugen. Die Dialoge sind nicht unbedingt zeitgemäß für das frühe 16. Jahrhundert. Sie enthalten emanzipatorische Argumente aus den 60er Jahren unserer Zeit. Lediglich für das Verhalten von Männlein und Weiblein im Bett wird das passende Verb ’beiwohnen’ verwendet. Die schwarzhaarige! böse Schwester Anne überrascht mit Weitblick in der europäischen Diplomatie und lenkt den König behänd und zielbewusst. Für diese historische Figur gibt es bessere filmische Vorlagen. Der hier (Eric Bana) wirkt eindimensional und bleibt etwas vage. Kein echter Absolutist! Wer den kritischen Abstand nicht schafft, kann von dem emotionalen Geschwurbel zwischen diversen Geburten und Verrat, zwischen Intrigen und höfischen Anfeindungen beeindruckt werden.

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kinogaengerin

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Bewertung6.0Ganz gut

Der Film war weder richtig gut, noch richtig schlecht. Das Duo Portman und Johansson gefiel mir sehr, wobei die liebe Scarlett etwas zu brav und vor allem naiv daherkommt (hatte ich Anfangs noch Mitleid mit ihr, ging sie anschließend nur allzu freiwillig in das Gemach des Königs). Schwester Anne dagegen fand ich großartig. Sie hat damals begriffen, dass sie sich erst vorher sämtliche Stellungen sichern musste, bevor sie sich dem Lüstling hingab. Eric Bana wirkte leider deplaziert, er spielt den werten König einfach viel zu harmlos. Und da liegt auch das Übel begraben: Trotz toller Kulisse, wundervollen Kostümen und überzeugenden Darstellern kann die Story mich nicht vollends mitreißen. Ich sollte mir wohl mal die Tudors-Serie anschauen.

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Marie Krolock

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Genau so gesehen :) Tudors kann ich nur empfehlen!


cannibal83

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Bewertung7.5Sehenswert

"Die Schwester der Königin" ist ein mehr auf Unterhaltung angelegter Kostümfilm der Tiefe eher vermissen lässt und auch bei der Charakterzeichnung teilweise gehörige Schwächen an den Tag leg. Mich persönlich überzeugten jedoch die auf hohen Niveau agierenden Darsteller (allein Portman und Johansson in einem Film, das ist für mich einfach ein Erlebnis) und das dramatische - nie langweilige Drehbuch.

Das der Film so gut unterhält verdankt man natürlich auch der Tatsache das man es mit der Historie nicht immer so genau nimmt und dies auch mal eine gewisse Schwarz/Weiss - Zeichnung entstehen lässt. Dennoch gelingt es Chadwick insgesamt dem Zuschauer die Menschen - und insbesondere die Frauenfeindlichkeit der damaligen Zeit glaubhaft nahe zu bringen.

Ich kann die verhaltenen Bewertungen der meisten User aufgrund der Nachteile des Streifens verstehen, ich fühlte mich aber zu gut unterhalten um "Die Schwester der Königin" nur als mittelmässig anzusehen.

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Chrisetoph

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Leider fand ich das Drehbuch, gerade aufgrund der vernachlässigten Charakterzeichnung, doch relativ langweilig. Aber du hast Recht: Natalie und Scarlett zusammen entschädigen für einiges.


Chrisetoph

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Bewertung6.5Ganz gut

Weder die pompös ausgestatteten Kostüme und Kulissen noch die schauspielerischen Leistungen der Hauptdarstellerinnen, die die Beziehung der beiden Schwestern präzise ausarbeiten, können darüber hinwegtäuschen, dass „The other Boleyn Girl“ einiges fehlt: beispielsweise eine fesselnde Story und eine mehr als nur durchschnittliche Regie. Wären nicht Scarlett Johansson und vor allem Natalie Portman, so wäre „The other Boleyn Girl“ wohl noch belangloser als ohnehin schon.

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wicky2

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Bewertung3.0Schwach

wenn man mal drüber nachdenkt - ein ERSTAUNLICH freuenfeindlicher film.

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maggie

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Bewertung2.0Ärgerlich

Dieser Film war für mich einfach nur ärgerlich!! Ich liebe Natalie Portman und die englische Geschichte um Heinrich VIII., Katharina, Mary Boleyn und später Mary und Elisabeth I. im Besonderen und gerade deshalb hätte ich vor lauter nichtssagender Dialoge, platter Charakterzeichnung, fehlender echter Dramatik, die einem nahe geht, und an den Haaren herbeigezogener "historischer" Freiheiten beinahe den Fernseher ausgemacht. Schade, dass dieser tolle Cast für einen solche Enttäuschung verschwendet wurde!

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Andastra

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Bewertung5.0Geht so

Die Story hätte viel hergegeben, aber für mich waren die Figuren einfach zu eindimensional und ohne jeden Tiefgang. Ich musste mehrfach Lachen und glaub lustig sollte es nicht sein. Zwischenzeitlich gibt es doch die ein oder andere Länge, aber die Schauspieler sind gut gewählt, auch wenn die meisten Rollen nicht viel hergeben.

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GunSpeed

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Bewertung5.5Geht so

Netter Historienfilm mit Romanzen und Drama-Einlagen! Großartige Bilder und berauschende Kostüme werden geboten! ... dennoch kommt nicht so wirklich was zu mir rüber - den Filmen fehlt meistens der Draht zum Konsumenten! (John Woo schafft das mit "Red Cliff" schon eher... ist knackiger und nicht arg so langatmig)

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Marie Krolock

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Bewertung5.5Geht so

Ich kann mich nicht entscheiden: richtig schlecht war er nicht, richtig gut aber auch nicht. Wie mein Vorredner schon sagte, war Scarlett Johannsen etwas zu brav, dafür Natalie Portman sehr biestig. Eric Bana als König war mir zu wischi-waschi. Mal hier, mal da... dann wieder hier! Blödmann

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