Kleine wahre Lügen
Les Petits Mouchoirs (2010), Laufzeit 155 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 07.07.2011
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von Guillaume Canet, mit Marion Cotillard und François Cluzet
Wenigstens einmal im Jahr nimmt sich der dauergestresste Restaurantbesitzer Max (François Cluzet) eine Auszeit, um in seinem Strandhaus am Cap Ferret zusammen mit seinen Freunden zu essen, zu trinken, zu feiern. Dabei meint er alle seine Freunde durch und durch zu kennen, aber endlich kriegt er nur Kleine wahre Lügen zu hören. Seien es Marie (Marion Cotillard) oder Vincent (Benoît Magimel), Éric (Gilles Lellouche) oder Antoine (Laurent Lafitte) – jeder macht sich und den anderen etwas vor. Erst im Angesicht des schwer verünglückten Freundes Ludo weicht das emotionale Versteckspiel der Wirklichkeit des Alltags.
Nach ihren letzten Ausflügen nach Hollywood (mit dem Musical Nine und dem Thriller Inception) ist Marion Cotillard mit Kleine wahre Lügen (OT: Les petits mouchoirs) wieder in einem französischen Film zu sehen. Der Regisseur von Kleine wahre Lügen, Guillaume Canet, der auch das Drehbuch schrieb, inszenierte ebenfalls Kein Sterbenswort, in dem er u.a. an der Seite von Kristin Scott Thomas spielte und der ihm einen César einbrachte. (EM)
Cast & Crew
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Guillaume Canet
-
Marion Cotillard
-
François Cluzet
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Max Cantara
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Benoît Magimel
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Vincent Ribaud
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Gilles Lellouche
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Jean Dujardin
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Laurent Lafitte
Regie
Schauspieler
-
Valérie Bonneton
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Véronique Cantara
-
Pascale Arbillot
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Isabelle Ribaud
-
Joël Dupuch
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jean-Louis
-
Anne Marivin
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Juliette
-
Hocine Mérabet
-
Louise Monot
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Juliette
-
Guillaume Canet
- Genre
- Drama
- Zeit
- Gegenwart
- Ort
- Frankreich, Paris
- Handlung
- Alte Freunde, Beziehung, Beziehungsstress, Boot, Clique, Ehefrau, Ehefrau-Ehemann-Beziehung, Ferienhaus, Freunde, Freundschaft, Heuchelei, Identität, Intensivstation, Kameradschaft, Krankenhaus, Lebenslüge, Lüge, Meer, Motorboot, Restaurant, Restaurantbesitzer, Schwärmerei, Strenger Vater, Stress, Tradition, Umweltschützer, Unfall, Urlaub, Verletzung
- Stimmung
- Berührend, Witzig
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Kleine wahre Lügen
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Sommer vorm Balkon
DE 2005
Liebe mich, wenn du dich traust
BE/FR 2003
Beginners
US 2010
Soul Kitchen
DE 2009
Auf der anderen Seite
TR/DE 2007
Trailer zum Film Kleine wahre Lügen
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- Kleine wahre Lügen: film-zeit.de
- Kleine wahre Lügen: critic.de















Kritiken (11) — Film: Kleine wahre Lügen
Corsovilla: SchönerDenken
Kommentar löschenWas für ein wunderbarer Film. Nuancenreich gespielt von eigentlich allen Beteiligten, wenig schwarz-weiß, viele Grautöne, wie im Leben eben. Abwechslungsreich gedreht und geschickt bewegt geschnitten. 9 von 10 Punkten, aber der letzte Punkt fehlt nur, weil mir die letzten 10 Minuten ein bisschen arg pathetisch waren. Kleine wahre Wunder ist zumindest für alle, die die 40 überschritten haben, ein Muss. (Axel für SchönerDenken, mehr im Podcast)
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goodspeed: KultHit.de / O L O s B L O G
Kommentar löschenEin Film, wie eine 150min lange Zündschnur, die direkt ins Herz des Zuschauers führt. Ein Film, der Freundschaft auf einen Sockel stellt und mit aller Kraft für sie einsteht, bis zum bitteren, aber erlösenden Ende! Ein Film, der sich endlich wieder traut sentimental zu sein ohne sich dafür zu schämen - ein einziges Bekenntnis zum emotionalen Kino und das aus der Hand von Guillaume Canet!
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Rochus Wolff: freier Journalist
Kommentar löschenNatürlich kann sich der Regisseur auf seine Darsteller verlassen, die ihre Figuren ohne großen Mühen mit Leben und Komplexität auch über das Gesagte hinaus füllen – große Namen des französischen Kinos sind sie allesamt [...]. Dann hilft womöglich auch, dass der Film sehr genau die Erwartungen trifft, die ein bildungsbeflissenes Publikum gerne an französische Dramen stellt: Gute Freunde aus dem gehobenen Pariser Bürgertum, die ihre Probleme und Missverständnisse beim Essen ausdiskutieren, und natürlich geht es viel um Liebe und Sex.
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Marguerite Seidel
Kommentar löschenIrritierenderweise führen diese teilweise durchaus interessanten Konflikte und Zerwürfnisse nicht zu irgendeiner Entwicklung oder Auseinandersetzungen, obwohl der Film genügend (Lauf-)Zeit böte. Die 154 Minuten vergehen stattdessen mit Rotwein trinken, Späßchen machen und der bloßen Ausbreitung von Problemen, die – überrollt von Sentimentalitäten – in einem tränenreichen Gruppenkuscheln münden.
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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de
Kommentar löschen„Kleine wahre Lügen" lässt sich Zeit für den leichten Spaß, ein paar Geständnisse und sehr emotionale Momente. Ein großer Film voller Leben und guter Gedanken über das, was wirklich wichtig ist, ähnlich wie „Wer mich liebt, nimmt den Zug" von Patrice Chéreau (1998). Die „Lügen" begeistern mit einem enorm eindrucksvollen Ensemble, berührend schönen Songs, hervorragend in Szene gesetzt und von der Kamera Christophe Offensteins eingefangen. Allein das Wiedersehen mit Marion Cotillard („Inception", „La vie en rose", „Mathilde - Eine große Liebe") lohnt.
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Tobias Martin: BR Tobias Martin: BR
Kommentar löschenAlles in allem kann man Kleine wahre Lügen nur zweierlei zugute halten: Zum einen die Kameraarbeit von Christophe Offenstein, die stellenweise brillant ist (vor allem in der Anfangsszene), und zum anderen der großartige Soundtrack der von den Eels über CCR ein Schmankerl an das andere reiht. Doch auch das trägt nicht über zweieinhalb Stunden wichtigtuerische Langeweile.
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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de
Kommentar löschenEin Kaleidoskop menschlicher Betragensformen und Lebenssituationen, von Guillaume Canet naturalistisch empfunden, verfasst und in Szene gesetzt. Natürlich ist alles dramaturgisch verdichtet, aber doch wahrheitsähnlich und betrachterbewegend, so dass von einem bemerkenswerten Opus die Rede sein kann. Gute Regiearbeit und lebendige, temporeiche Montage. Etwa acht Hauptrollen tragen diesen Film, und tatsächlich ist einer der Akteure besser als der andere (über fünf Millionen Zuschauer in Frankreich).
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Christoph Schelb : Outnow.ch Christoph Schelb : Outnow.ch
Kommentar löschenMarion Cotillard, François Cluzet, Benoît Magimel, Jean Dujardin: In Les petits mouchoirs versammeln sich die Grössen des französischen Kinos. Ein tolles Ensemble, welches die dritte Regiearbeit von Guillaume Canet zu einem Boxoffice-Hit in Frankreich machte. [...] Trotz einer Länge von 154 Minuten ist das Werk Schauspielerkino auf allerhöchstem Niveau und keine Minute langweilig. [...] Das Thema Freundschaft und ihre Zerbrechlichkeit wurde schon oft thematisiert, aber Canet nutzt seine Vielzahl an Figuren und vor allem die Laufzeit, um jede einzelne Person exakt zu zeichnen und ihre Taten für die Zuschauer verständlich zu machen.
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Irene Genhart: film-dienst, 451-Filmportal Irene Genhart: film-dienst, 451-Filmportal
Kommentar löschenBald zum Lachen lustig, bald zum Weinen berührend, ist Kleine wahre Lügen eine feinfühlige und kluge Etüde über Freundschaft, das Leben, die Liebe und den Tod.
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Lida Bach: f.lm, weltexpress, kino-zei... Lida Bach: f.lm, weltexpress, kino-zei...
Kommentar löschenEiner kleinen Notlüge gleicht auch der Film. Zu erschöpfend um durchgehend zu amüsieren, zu banal für authentische Dramatik und dabei dennoch zu clever um ihn nicht zu genießen, verkörpert "Kleine wahre Lügen" die Quintessenz seines Titels.
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Thilo Wydra : br-online Thilo Wydra : br-online
Kommentar löschen"Kleine wahre Lügen" ist ein klassischer Ensemblefilm, der ob seiner Einheit des Ortes zum Kammerspiel im Freien gerät. [...] Vielleicht liegt es auch an der epischen Länge von stattlichen 154 Minuten, dass Guillaume Canet das tiefgründige Beleuchten dieser Menschen so gut gelingt. Ein jeder wird sich in diesem berührenden Filmjuwel wiedererkennen. Das kann amüsieren, das kann aber auch schmerzen.
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Kommentare (13) — Film: Kleine wahre Lügen
Kommentar schreibenJeremy111 2012/01/02 21:58:01
Kommentar löschenJa!!!!!
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george.taylor 2011/10/17 14:43:55
Kommentar löschenSehr schöner Film, zum nebenher gucken. Aber kein Vergleich zu "Liebe mich wenn Du Dich traust" – ganz anders.
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LKK 2011/10/10 21:40:01
Kommentar löschenHier stehen ja so einige Kommentare. Ziemlich lange sogar. Ich kann den Film in einem Wort zusammenfassen: laaaaaaaaaaaaaaaaaaangweilig!
Die spinnen echt die Franzosen, was die so in den letzten Jahren an Filmen raushauen ist größtenteils schlecht (außer Schtis und vielleicht noch der eine oder anderer Film), entweder lächerliche Tussis wie Amelie vielleicht noch mit Schokolade usw. oder blöde langweilige Laberfilme aus dem gehobenen urbanen Milieu. Bäh! Langweilig !
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judischnudi 2011/10/05 10:45:10
Kommentar löschenWunderbarer Soundtrack!
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Klammerto 2011/10/05 10:51:07
Antwort löschenUnd warum ?
Klammerto 2011/10/05 10:52:05
Antwort löschenUnd warum ?
Der Boernd 2011/09/23 16:40:02
Kommentar löscheneigentlich nich übel. besonders das ende fand ich sehenswert. nur leider war mir zwischendrin ab und zu echt langeilig. muss mit dem film zusammen hängen. ds waren wirklich lange zwei stunden. sogar noch bisschen mehr. aber für den ein oder anderen denkanstoß bin ich trotzdem dankbar.
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Kana 2011/09/20 10:36:13
Kommentar löschenHohe Erwartungen ganz tief enttäuscht. Auch wenn hier die ganz Großen des französischen Kinos am Werke sind, bewegt sich der Film schauspielerisch lediglich im unteren Mittelmaß, wodurch der Zuschauer nicht die Möglichkeit bekommt, sich mit den wenig authentischen Rollen zu identfizieren. Zahlreiche unendliche Längen und ein völlig klischeebelasteter Soundtrack, welcher Emotionen und Stimmungen dem Publikum aufzuzwingen versucht, machen diesen Film zu einem langweiligen Sommerurlaubsvideo...
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kristallrainer 2011/09/19 18:25:11
Kommentar löschenUnd erneut schaffen es die Franzosen (in diesem Fall Guillaume Canet) einen hervorragenden, sehr sentimentalen Film zu drehen ohne ins kitschige abzudriften. Wäre dieser Film in den Staaten für Hollywood gedreht worden (ich wette die Idee wird demnächst adaptiert...) so wäre er höchstwahrscheinlich nur eine durchschnittliche Tragikomödie geworden. Ich weiss nicht wieso mich "die Franzosen" in diesem Genre zum x-ten Mal überzeugen konnten. Es mag sicherlich an den guten Schauspielern liegen - allen voran an der grandios aufspielenden Marion Cotillard aber irgendwie auch an der "Mentalität" der Franzosen, die sicherlich ihren Teil dazu beiträgt,dass man diesen Film durchweg authentisch findet und sich nie fragt "was das denn jetzt wieder sollte". Einfaches Beispiel: Würde man alle relativ bekannten,männlichen Schauspieler durch bekannte deutsche ersetzen - also Bleibtreu,Vogel oder Brühl - das gleiche natürlich auch bei Frauen - der Film würde nicht ansatzweise funktionieren.
Der Film handelt von einer großen Gruppe langjähriger Freunde (jeder wird sich mit einem identifizieren können!) die - wie jeden Sommer - gemeinsam in den Urlaub fahren und alle mindestens ein Problem mit sich herumtragen (wer tut das nicht?). Jedenfalls addiert man noch eine gute Portion Humor hinzu (Lachen ist garantiert!) und fertig ist ein fantastischer Film,der trotz seiner 155 Minuten keine Minute kürzer hätte sein dürfen.
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KaktusEis 2011/08/18 20:20:48
Kommentar löschenIch kann mich meinen Vorgängern nur anschließen! Ein Film von dem ich niemals so viel erwartet hätte nach dem Trailer. Man lacht, man weint und ich denke jeder Zuschauer kann sich bestimmt mit einem der Protagonisten identifizieren! Die Schauspieler wirken perfekt gecasted und lassen den Zuschauer einfach mitfühlen, mitleiden und mitlachen. Selten einen so schönen Film gesehen!
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Effenberg 2011/08/17 18:22:22
Kommentar löschenZu lang, zu geschwätzig, zu halbherzig in seiner Charakterzeichnung, zu sehr auf schmalzige Songs vertrauend, in den emotionalen Schlüsselmomenten, zu seicht: Kurz gesagt: zu französisch! Wahrscheinlich bin ich zu hart: Die Schauspieler sind ganz toll und es gibt nette Momente, aber ... himmelarsch, 154 Minuten für DAS! In der Zeit hatte Terrence Malick die Welt erschaffen (nicht das der Film nicht auch zu lang gewesen wäre)!
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Oceanic6 2011/08/17 21:37:32
Antwort löschenLangsam kann ich dieses Argument "zu französisch" nicht mehr hören. Kann vielleicht mal nach der Qualität bewertet werden. "Halbherzige Charakterzeichnung"? Na denn, ich denke, du hast ihn auf Deutsch gesehen, sonst würdest du sowas nicht behaupten...
Oceanic6 2011/08/15 00:32:09
Kommentar löschenMit 5,3 Millionen Kinobesuchern ist 'Les petits mouchoirs' nach 'Harry Potter und die Heiligtümer des Todes' 2010 der zweiterfolgreichste Film in den französischen Kinos gewesen. Dass Quantität nicht gleich Qualität verspricht, ist nichts Neues. 'Les Petits Mouchoirs' ist meiner Meinung nach jedoch eine der wenigen Ausnahmen, ein Meisterwerk der Emotionen, des Humors und der Authentizität.
Alles fängt scheinbar harmlos auf einer Party in Paris an. Ein Mann tanzt, vergnügt sich und fährt schließlich zu Tagesanbruch nach Hause. Ehe er sich versieht, kommt sein Schicksalsschlag. Was diesem Ereignis folgt, ist eine wunderschön erzählt Geschichte über Lebensentscheidungen, Lügen, Freundschaft, Urlaub, kurz gesagt das Leben. Eine solche Geschichte lebensnah zu erzählen, ist nicht einfach. "Nur kein Beispiel an Hollywood-Filmen nehmen", scheint sich Regisseur und Autor Guillaume Canet gedacht zu haben. Und siehe da, die Charaktere könnten nicht lebensnaher sein. Der Humor ist absolut klasse, so dass ich nach langer Zeit mal wieder Tränen gelacht habe. Und auch die Dramatik garantiert ein ständiges Auf und Ab mit den Charakteren, als würde man sie schon Jahre kennen. Zu jedem Zeitpunkt konnte ich mich mit den herausragend gespielten Figuren identifizieren. Allen voran spielen Marion Cotillard, Francois Cluzet, Gilles Lellouche und Benoît Magimel absolut herzzerreißend, authentisch und bieten gleichermaßen humorreiche als auch tränenreiche Momente.
Ein starkes Drehbuch, eine tolle Kameraführung und eine perfekte Song-Auswahl. Einzig zu kritisieren bleiben meiner Meinung nach zwei zu klischeehaft geratene Szenen. Zudem konnte ich es wirklich nicht wahrhaben, dass in einem französischen Film kein einziger französischer Song gespielt wird.
Guillaume Canet versteht sein Handwerk, Schauspieler zu führen, Komik und Dramatik richtig zu portionieren und ganz einfach ein reales Umfeld zu schaffen, in dem sich jeder, der sich gerne mit dem Leben auseinandersetzt, wiedererkennen, wohlfühlen und daraus lernen sollte. Wie sagt der Franzose so schön: "C'est la vie." Das trifft in gleichen Maßen auf den Film zu. Ein neuer Klassiker des Feel-Good-Movies? Vielleicht. Eine Empfehlung? Definitiv!
Und bitte, tut mir den Gefallen und schaut euch 'Les petits mouchoirs' in der Originalfassung an. Andernfalls könnt ihr die komplette Authentizität das Klo runterspülen.
10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Isolation 2011/08/16 23:24:21
Antwort löschenSehr schön geschrieben! :)
Oceanic6 2011/08/16 23:32:14
Antwort löschenDankeschön. ;)
maxgoesche 2011/07/19 09:57:25
Kommentar löschenDer vorliegenden Bewertungsskala nach zu urteilen, scheinen diesen Film ja einige Leute "uninteressant" zu finden. Für die dürfte dann wohl auch das Leben an sich "uninteressant" sein. Ich habe jedenfalls lange nicht mehr im Kino so viel gelacht, geweint, gegrübelt, mit mir selbst gerungen, mitgezittert, -geliebt und -getrauert. Man müsste schon mit gusseisernen Herzklappen beschlagen sein, um "Kleine Wahre Lügen" nicht zu mögen, unter dessen vermeintlicher Arthaus-Wohlfühl-Oberfläche die Tugenden der Nouvelle Vague versammelt sind.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Satanico 2011/07/23 20:22:59
Antwort löschenvollste Zustimmung!
Oceanic6 2011/08/15 01:09:12
Antwort löschenDen Film kann man wohl nicht besser so knapp auf den Punkt bringen. Super! ;)
Sigmund 2011/07/18 00:30:32
Kommentar löschenManchmal etwas seicht, manchmal etwas sentimental, manchmal etwas albern. Aber insgesamt ein netter Film fürs breite Publikum: kurzweiliger als jede Adam Sandlerei (außer PUNCH DRUNK LOVE), humorvoller als alle Ben Stiller Vehikel (außer THE ROYAL TENENBAUMS) und berührender als Julia Roberts' gesammelte Werke (vielleicht mal abgesehen von ERIN BROCKOVICH). Wegen seiner französischen Herkunft wird LES PETITS MOUCHOIRS manchmal in die Arthouse-Ecke geschoben, ist aber angenehmer Mainstream ohne Verdummungsgefahr.
7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Johans 2011/05/31 15:04:16
Kommentar löschenEine Gruppe Freunde trifft sich für den alljährlichen Sommerurlaub am Meer, obwohl ihr guter Freund in Paris im Krankenhaus liegt. Allesamt sind sie Egoisten, bei denen fast alles im Leben gut läuft. Sie sind hübsch, gesund, reich, die meisten haben schöne Partner, süße Kinder. Und doch sind sie alle unzufrieden mit sich und scheinen sich in ihrem Luxusleiden soweit ganz gut eingerichtet zu haben. Niemand ist ehrlich, weder zu sich noch zu den anderen. Man kann nicht wirklich nachvollziehen, warum sie eigentlich befreundet oder zusammen sind. Es bleibt bei Küsschen links-rechts, oberflächlichen Gesprächen oder auch Sex, aber nichts spielt wirklich eine Rolle.
Der Film zeigt nicht die Lächerlichkeit der Luxusprobleme, sondern nimmt - leider - seine Figuren in ihren Neurosen ganz schrecklich ernst. Eine Teilgeschichte berührt jedoch tatsächlich: die des Familienvaters, der sich in seinen älteren Kumpel Max verliebt. Auch in diesem angeblich so offene Freundeskreis ist schwul sein ein absolutes Tabu.
Eigentlich wartet man in dem Film nur drauf, dass die Figuren endlich aus ihrer hübschen Fassade ausbrechen. Man freut sich deswegen richtig über die Szene, wo Max wegen der Marder die Wand mit der Axt einschlägt, oder die, wo Vincent Max wegen einer Anspielung auf seine Homosexualität eine runter haut. Da müsste nur eigentlich ein viel größeres Gewitter kommen, damit endlich mal der viel zu süße goldene Zuckerguss abgewaschen wird. Schade. Auch schade ist, dass der lebendig gewordene Gegenentwurf zu diesen ganzen Egoisten, der Austernzüchter Jean-Louis, eine sehr platte und blasse Gestalt bleibt.
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Elman Smithee 2011/05/31 15:11:06
Antwort löschenEin Fall von Wohlstandskino par excellence, würd ich sagen. (Vollständige) Katharsis ausgeschlossen. Aber sind wir nicht alle Kinder unserer Zeit? Was nichts entschuldigen soll.