Lincoln

Lincoln (2012), IN/US Laufzeit 152 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 24.01.2013


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von Steven Spielberg, mit Daniel Day-Lewis und Tommy Lee Jones

In Steven Spielbergs Historien-Drama Lincoln spielt Oscarpreisträger Daniel Day Lewis den legendären US-Präsidenten im Kampf gegen die Sklaverei.

Das epische Drama konzentriert sich auf die letzten Monate der Präsidentschaft Lincolns, seine Bemühungen, den Bürgerkrieg zu einem Ende zu führen, und vor allem den dreizehnten Verfassungszusatz durch den Senat zu bringen.

Der damals extrem kontroverse Gesetzentwurf verbot (und verbietet) Sklaverei in jeder Form auf dem Boden der Vereinigten Staaten. Dennoch gab es starken Widerstand, nicht nur unter den politischen Feinden, sondern auch in der Bevölkerung. Lincols wusste, dass er den Verfassungszusatz durchsetzen musste, bevor der Krieg mit den Südstaaten beendet ist, da der Rückhalt in der Bevölkerung vor allem dadurch gewährleistet war, dass der Verfassungszusatz den Krieg mit dem Süden beenden sollte. Der Präsident und sein Kabinett mussten ihre ganze politische Raffinesse in die Waagschale werfen, damit das Gesetz den Kongress passieren konnte, bevor die Südstaaten kapitulieren. Wären sie gescheitert, hätte die Möglichkeit bestanden, dass Sklaverei auch nach einem siegreichen Ende des Krieges seitens der Nordstaaten, wenn wieder wirtschaftliche Interessen in den Vordergrund rücken, erneut Fuß gefasst hätte.

Hintergrund & Infos zu Lincoln
Selbst für einen Steven-Spielberg-Film hat Lincoln ein außergewöhnliches Team hinter und vor der Kamera zusammengeführt: Lincoln basiert auf dem Nonfiction-Bestseller ‘Team of Rivals: The Political Genius of Abraham Lincoln’ von Pulitzer Preis Gewinnerin Doris Kearns Goodwin.

Das Drehbuch wurde verfasst vom mit dem Tony Award ausgezeichneten Theaterautoren Tony Kushner, der mit Spielberg schon für München zusammenarbeitete. Und auch vor der Kamera wimmelt es nur so von Preisträgern unterschiedlichster Couleur: David Strathairn (Good Night, and Good Luck) und Bruce McGill (The Insider) spielen Mitglieder von Lincolns Kabinett. Tommy Lee Jones (No Country for Old Men), John Hawkes (Winter’s Bone), Walton Goggins (The Shield – Gesetz der Gewalt) spielen ebenfalls Politiker. Joseph Gordon-Levitt (500 Days of Summer), James Spader (Boston Legal, Secretary), Jackie Earle Haley (Little Children) und Hal Holbrook (Into the Wild) sind in weiteren Rollen zu sehen. Letzterer spielte Lincoln selbst einmal in der legendären 80er Jahre Serie Fackeln im Sturm – Buch 1. Sally Field schließlich spielt die Ehefrau Lincolns.

Bei den Oscars 2013 gewann Lincoln den Preis für die Beste Ausstattung und den Besten Hauptdarsteller Daniel Day-Lewis.

Ursprünglich sollte Präsident Lincoln von Liam Neeson gespielt werden, dem Spielberg mit Schindlers Liste zum Durchbruch verhalf. Der Schauspieler fühlte sich allerdings, nach einer schier endlosen Vorproduktionsphase, zu alt, um die Rolle zu spielen. (KJ)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Lincoln
Genre
Biopic, Drama, Kriegsfilm
Zeit
1860er Jahre
Ort
Nordstaaten, Vereinigte Staaten von Amerika, Washington D.C.
Handlung
Abraham Lincoln, Amerikanischer Bürgerkrieg, Bürgerkrieg, Chancengleichheit, Entscheidung, Friedensvertrag, Gesetz, Grund- und Menschenrechte, Heldentum, Historische Person, Kongress, Legende, Menschenwürde, Mord an Präsident, Opposition, Plan, Politik, Politiker, Politische Verhandlungen, Präsident, Rassenpolitik, Rassist, Recht und Gerechtigkeit, Regierung, Risiko, Selbstzweifel, Senat, Sieg, Sklaverei, Skrupel, Theater, Tod, U.S. Präsident, Verbot, Verfassung der Vereinigten Staaten, Widerstand, Zweifel
Stimmung
Berührend, Geistreich
Tag
Literaturverfilmung
Verleiher
Twentieth Century Fox of Germany GmbH
Produktionsfirma
20th Century Fox, Amblin Entertainment, DreamWorks Pictures, DreamWorks SKG, Imagine Entertainment, Kennedy/Marshall Company, The, Office Seekers Productions, Parkes/MacDonald Productions, Participant Media, Reliance Entertainment, The Kennedy/Marshall Company

Kommentare (154) — Film: Lincoln


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Bleecher

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zugegeben. Das ist ein Film, wo man seinen Kopf braucht. Keine leichte Unterhaltung, sondern durchaus schwere Kost. Ein bißchen Vorkenntnis schadet allerdings nicht. Sonst wüßte ich nicht, das (Achtung Spoiler) am Schluß der berühmte Südstaatengeneral Robert E. Lee in der grauen Uniform der Rebellen bei Appomatox vorwärts ritt, um in aller Form zu kapitulieren.
Der Film ist auf jeden Fall das Ansehen wert.
Mich beschäftigt er jetzt noch, nachdem ich ihn vor ein paar Tagen gesehen habe.

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strangelet

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Bewertung5.0Geht so

Man kann Filme drehen, die sich mit nichts anderem als Politik beschäftigen. Keine Action, keine Gewalt, keine Romantik, kein Sex, nur Verhandlungen und Intrigen. Das kann funktionieren, und es gibt schöne Beispiele dafür, wie man trotzdem ein gehöriges Maß an Spannung aufbauen kann.

Aber "Lincoln" ist kein solches Beispiel.

Bei allen Qualitäten, die ein Film mit 12 Oscarnominierungen ja irgendwo haben muss, scheitert Spielberg völlig daran, die Dramatik des zentralen Handlungsstrangs angemessen zu inszenieren. Es gibt große Momente, aber immer wenn's wirklich mal interessant zu werden droht, wird alles wieder durch irgendeine langweilige Sequenz unterbrochen, in der Daniel Day-Lewis sympathisch wirken darf oder authentisch oder humorvoll oder prinzipienfest. Das ist toll für ihn, denn er meistert das alles gewohnt sensationell und hat sich den Oscar redlich verdient, aber für's Publikum ist's doof, denn man ist jedesmal gleich wieder völlig raus aus der Geschichte.

Ich nehme an, eine um fünfundvierzig Minuten gekürzte Fassung hätte aber richtig gut sein können.

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littledrummerboy01

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Bewertung6.0Ganz gut

Was dem Film anzurechnen ist, ist sein Versuch, historisch genau zu sein und das Thema und seine Hauptfigur nicht völlig eindimensional zu betrachten. Leider scheitern ein paar dieser Ansprüche ein wenig. Es ist eine gute Idee, Lincoln als Menschen zeigen zu wollen, doch letzten Endes löst Spielberg es so, dass er Lincoln aus vielen Szenen einfach völlig heraus nimmt und man das Gefühl bekommt, dass er eigentlich eher eine Neben- denn Hauptfigur ist. Und so gut Daniel Day-Lewis seine Rolle auch spielt, ich war von Tommy Lee Jones fast noch beeindruckter. Seine Performance war trocken, auf den Punkt und in perfektem Maße emotional, wo dagegen Lewis immer ein bisschen zu sehr nach "ich spiele Lincoln" aussieht, also man das Schauspiel sehen kann und dadurch emotional nur schwer eine Verbindung entsteht. Schade, da hat er schon besseres abgeliefert. Und selbiges kann man auch von Spielberg sagen. Zu oft drückt er auf die offensichtliche Tränendrüse, zu oft lässt er Lincoln lange vor sich hin monologisieren, bevor er endlich mal zum Punkt kommt, und zu oft bedient er sich gängier Hollywood-Stilmittel, die den Film stellenweise jenseits der ertragbaren Pathos-Grenzen werfen. Wo er solche Momente in "Saving Private Ryan" und "Schindler's List" noch im Griff hatte, entgleiten sie ihm hier. Und noch etwas anderes fehlt, und das ist die visuelle Kraft, bzw. die inszenatorischen Einfälle. Natürlich sind Kaminskis Bilder schön fotografiert, die Farben, die Sets, aber die Raffinesse anderer Spielberg Streifen in der Umsetzung, in der Komposition, im Aufbau seiner Szenen fehlt hier. Von daher ist Lincoln ein ambitioniertes Projekt, das leider bis auf die schauspielerischen Leistungen eher Richtung Durchschnittsniveau tendiert.

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Gerry1974

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Sehe ich persönlich total anders als du,ich finde "Lincoln" ist jetzt schon ein Meisterwerk,aber die Geschmäcker sind zum Glück verschieden,evtl. ändert sich deine Meinung mehr ins positive,wenn du den Film öfters gesehen hast.


cycloo77

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Eine verneigung vor einem der größten unserer Zeit,diese Geschichtsstunde hat mir sehr gut gefallen und ist mit einem überragenden Daniel Day-Lewis perfekt besetzt.
Ein wundervolles Schaupielensemble kompletieren diese tolle Biografie,die uns teilhaben läßt ,an den harten Weg zu dem was eigentlich selbstverständlich ist und immer hätte sein sollen!

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rainewardo

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Bewertung9.0Herausragend

Für "Lincoln" musste Steven Spielberg zwölf Jahre lang recherchieren, um sein Projekt erstmal in die Gänge zu bringen. Dann sprang Hauptdarsteller Liam Neeson ab, weil er sich zu alt fühlte und Daniel Day-Lewis sprang ein. Jedoch muss man sagen, dass sich sowohl der Darstellerwechsel als auch die jahrelange Geduld und Spielbergs Durchhaltevermögen bezahlt gemacht haben - "Lincoln" zählt zweifelsohne zu Spielbergs besten Filmen!

Selbst im hohen Alter beweißt Spielberg, dass er es noch draufhat, so schafft er es scheinbar mühelos (und mit einem bescheidenem Budget von 65 Mio. Dollar), eine hochspannenden, interessanten Aspekt amerikanischer Geschichte zum Leben zu erwecken.

Und es ist wirklich auf Spielberg zurückzuführen, dass der Film durchweg spannend und interessant ist, obwohl er (vom Anfang mal abgesehen) über keine einzige Actionszene verfügt, es wird wirklich durchgehend geredet, oftmals sogar Minuten lang am Stück. Der Spannungsbogen ist dahingehend interessant und sehr gut auf hohem Niveau, da jedem der Ausgang des Films bereits im Vorfeld bewusst ist.

Schauspielerisch ist "Lincoln" konsequent auf absolut hohem Niveau bis in die kleinste Nebendarstellerriege. Von den Nebendarstellern bleiben besonders James Spader als stimmensuchender, überzeugender Handlanger des Präsidenten, Sally Field als besorgte First Lady und natürlich Tommy Lee Jones als Thaddeus Stevens, der seine Figur gekonnt brummig, eigenbrötlerisch und mit einer Prise trockenen Humor darstellt.

Daniel Day-Lewis hingegen spielt nicht nur Präsident Lincoln, er ist es! Sowohl optisch als auch darstellerisch nimmt man ihm den "Honest Abe" zu jedem Moment ab, denn der Method-Actor hat eine derartige Strahlkraft, sodass er dem "Larger-than-Life-Mythos" des Präsidenten durchaus gerecht wird, ohne hin jedoch zum Superhelden zu stilisieren (ähnlich wie Tom Cruises Oberst Stauffenberg in "Operation: Walküre"). Die technische Seite (Kamera, Schnitt, Kostüme, Musik) runden den Gesamteindruck kongenial ab, wogegen besonders noch die Musik nicht unerwähnt bleiben sollte, die unglaublich viel zur Atmosphäre beiträgt. Es gibt schon einen entscheidenen Grund, dass John Williams seit Jahrzehnten für jeden Spielberg-Film die Musik komponiert - er ist schlicht einer der besten Komponisten seiner Zeit!

Fazit: Hochspannendes Erzählkino über einen der wichtigsten Abschnitte der amerikanischen Geschichte, das durch das Trio Spielberg-Lewis-Williams zum absoluten Erlebnis wird!

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brucelee76

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Bewertung5.0Geht so

Hallo zusammen,

Ich erinnere mich, bei keinem anderen Film habe ich so lange gebraucht bis ich ihn zu Ende geschaut habe. Voll der Gääääääähn-Historien-Abolitionismus-super Rhetoriker Lincoln-White House Debatte, um die Befreiung der Black-Community.
Okay Kostüme und Bild passen, auch interessant wie Schwarze als nicht Menschen angesehen wurden, obwohl sie von Gott oder wem auch immer als erste erschaffen wurden?! Dann diese Debatten im Gerichtssaal sind saukomisch. Aber okay zu der Zeit normal. Weil eine Möchtegern-Zivilisation, Schwarze als sprechenden Affen gesehen haben. Und die Gegen-Partei, sich auf Ihr menschliches Gewissen/Mitgefühl appelliert hat. Und unbedingt diesen Absatz 13, vor Kriegsende noch vor dem Senatsausschuss durchsetzen wollte.

Ich denke das hier ist etwas für Hardcore-Ami Fans. Die sich für Geschichte interessieren, aber ironischerweise auf fremden Indianer-Boden ausgetragen wurde. Würde mich nicht wundern, wenn demnächst Spielberg, uns mit einer Verfilmung von Obama, als ersten farbigen Präsidenten auf dem Weg zu seinem Friedensnobelpreis, überrascht :).

Tommy Lee-Jones ist besonders hervorzuheben. Genial seine Ehe-Beziehung zu farbigen Haushälterin und zu Daniel-Day-Lewis braucht man nicht viel zu sagen. Keiner hätte Lincoln besser spielen können, als er.

Mein Fazit: Langweilige Historiendebatte um einen pseudo Absatz, das auf dem Papier die Sklaverei abgeschafft hat, aber es noch über 100 Jahre gedauert hat, bis endlich der Mensch kapiert hat, es gibt keine anderen Rassen, NUR die eine Rasse und die heißt MENSCH.

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Nebelung

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Die Wertung ist schon gerechtfertigt. Der Film ist auf weiten Strecken sehr langweilig und wirkt dramaturgisch verstaubt.

Kleine Info am Rande, brucelee76:
Es gibt unterschiedliche anthropologische Rassen. In den USA unterscheiden die Behörden einfach grob in weiß (kaukasisch), afro-amerikanisch (negroid) und asiatisch (mongoloiden), zusätzlich wird auch noch nach dem ethnischen Hintergrund unterschieden, wenn z.B. jemand hispanischer Abstammung sind.
"Der Mensch" ist ganz offensichtlich weitaus vielfältiger und bunter als man gemeinhin (evntl aus politischer Korrektheit aus) annimmt...


brucelee76

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Nebelung danke für die Randnotiz :). mein Opa sagte mal: Junge es gibt nur Arschlöcher und diejenigen die es nicht sind. Nachdem richte ich mich. Egal welcher Herkunft oder Status ... :)


MaceWindu1998

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Bewertung9.0Herausragend

Ich hatte mich auf Lincoln gefreut, vorallem da es ein Steven Spielberg Film ist, der mich mal wieder anspricht. Ein bisschen hatte ich die Befürchtung, hier eine endlos langweilige Politik-Debatte ertragen zu müssen.
Von wegen!
Von der ersten bis zur letzen Minute hat mich der Film gefesselt! Spielberg weiß, wie man ein Thema interessant hinüberbringt, und das schafft er hier großartig! Spannend wie kaum ein anderer Geschichtsfilm, und das, obwohl jeder die Geschichte im Groben kennen sollte! Besonders die Verhandlungen im Saal sind krass! Ehrlich, es kommt uns doch heute total bescheuert vor, wie die Menschen damals über Farbige gedacht haben!

Wahrscheinlich einer der Filme mit der besten schauspielerischen Besetzung und den besten Leistungen! Daniel Day-Lewis als Lincoln, hab ihm jede Sekunde seine Rolle abgenommen und wenn der nicht den Oscar gewonnen hätte ... dann wüsste ich auch nicht weiter! Tommy Lee Jones hatte bei den Academy Awards leider nicht ganz so viel Glück. Es blieb bei einer Nominierung, doch auch er hätte mehr verdient (na gut, Christoph Waltz ist sehr schwer zu übertrumpfen). Sally Field ebenfalls grandios als Lincolns Frau. Nur mit Joseph Gordon Levitt konnte ich mich nicht so ganz anfreunden ...

Zu der Musik von John Williams braucht man nicht mehr viel zu sagen. Der Mann ist eine Legende! Die Klänge sind einfach wunderbar, und jeder, der den Film nur ansatzweise mag, sollte sich die Musik unbedingt kaufen! Wieso man hier den Oscar an Life of Pie vergeben hat, keine Ahnung.

Lincoln ist ein weiteres Meisterwerk von Steven Spielberg! Bei Filmen mit geschichtlichem Hintergrund ist er nun mal der beste! Und der Film hört auf, wie es nicht perfekter hätte sein können!

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Gerry1974

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sehr guter und treffender Kommentar,du bringst es zu 100% auf den Punkt.


churchdogem

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Bewertung5.5Geht so

Es ist ein Spielberg: Das beginnt mit der Detailversessenheit und endet mit der Besetzung. Nur leider macht das allein keinen guten Film aus. Auch wenn sich hier auf eine sehr kurze Episode aus Lincolns Leben beschränkt wird, so dauert es dennoch lange, bis der Film an Fahrt auf nimmt. Das Pathos enthalten sein wird, war klar. Aber auch Spielberg vermag es nicht es so in den Griff zu bekommen, dass es sich dann nicht doch irgendwann triefig anbiedert. Es zeigt sich, dass schwierige und vor allem historische Sujets, die eigentlich jeder kennt, sich auch von einem Spielberg nicht beherrschen lassen.

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Gerry1974

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Spielberg Meisterwerk,der noch Zeit brauch zum reifen!.Für mich ist "Lincoln" der Anspruchsvollste Film den Steven Spielberg je gedreht hat,deswegen sollte man mit seiner negativen Kritik sehr vorsichtig sein und nicht zu schnell voreilige Schlüsse ziehen,nur weil er im ersten Moment etwas trocken rüber kommt.

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brucelee76

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Okay ich werde ihm wieder eine Chance geben. Aber ich bin stark am zweifeln, das er mich doch noch überzeugen wird.


Gerry1974

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...das kommt schon gut,die Zeit wird dir den Film deutlich positiver zeigen als es im Moment den Anschein erweckt,glaub mir,wir reden hier von einem sehr guten Spielberg Film,der extrem vielschichtig ist.


bonjovi84

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Bewertung4.0Uninteressant

Kurzbeschreibung: es handelt sich um eine Verfilmung eines interessanten und bedeutsamen geschichtlichen Ereignisses. Die Protagonisten sind hier großartig besetzt.

Aber...die Umsetzung dieser Verfilmung ist unfassbar öde, trocken, zu sachlich und wahnsinnig langatmig.

Ich erwarte hier bei Weitem keine Popcornverfilmung, aber das hier ist leider nur ein "Gähnen" wert...

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cpt. chaos

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Bewertung4.0Uninteressant

Vom verarbeiteten Inhalt her, hätte Steven Spielbergs Geschichtsdrama eigentlich genau mein Ding sein müssen; werden hier doch so interessante Themen wie die Abschaffung der Sklaverei, der Amerikanische Bürgerkrieg und das Attentat auf Lincoln aufgegriffen! So geschichtsträchtig "Lincoln" auch daherkommen mag, so wenig versteht jedoch Spielberg das Ganze interessant zu verpacken – ähnlich wie ein in die Jahre gekommener, völlig desillusionierter Geschichtslehrer, der es versäumt, seinen Schülern den Unterrichtsstoff anschaulich zu vermitteln. Steven, ab in die Ecke, und schäm dich `ne Runde!

Der Streifen ist eine Spur zu politisch und zudem reichlich dialoglastig geraten, sodass der geneigte Zuschauer schon höllisch aufpassen muss, um nicht plötzlich einzunicken. Wenn denn wenigstens zwischendurch eine ergreifende Rede eingestreut worden wäre, was man nun durchaus hätte erwarten dürfen. Aber nö, Pustekuchen! Zudem kreiert Spielberg einen intriganten alten Kauz als US-Präsidenten, der sich selbstverliebt gerne reden hört. Ob es sich nun so in etwa zugetragen haben mag, entzieht sich meiner Kenntnis, aber die Person als solche wird dadurch nicht unbedingt interessanter, zumal fast sämtliche Emotionen auf der Strecke bleiben. Wirklich äußerst bedauernswert!

Enttäuschend auch der vergebene Oscar für Daniel Day-Lewis in der Rolle des Staatsoberhaupts, den ich absolut nicht nachvollziehen kann - lediglich rein äußerlich macht er was her, da die maskenbildnerische Abteilung hervorragende Arbeit geleistet hat, aber schauspielerisch ist das lediglich als routiniert zu bezeichnen, gewiss nicht mehr -, da macht es Tommy Lee Jones im direkten Vergleich bedeutend besser!

Insgesamt eine uninteressante Biopic, da es Spielberg erneut an einer gekonnten Umsetzung mangeln lässt!

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Mr. Pink

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Ach, vergiss doch Tommy Lee Jones und den ollen Day-Lewis erst recht, James Spader war der, der den Film so richtig gerockt hat. :)


cpt. chaos

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Da muss ich einen anderen Film gesehen haben.. :D


Dachsman

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Bewertung6.0Ganz gut

Lincoln als Silhouette, als ergrauter Amts- und Würdenträger, dessen Schulter tief hängen unter der Last; als Taktiker am Schreibtisch, als Ränkeschmieder im Kongress, als bedauernder Betrachter auf dem verlassenen Schlachtfeld; als liebender Vater und pflichtschuldiger Ehemann; als Politiker und als Geschichtenerzähler; obwohl sich Spielberg lediglich auf ein, entscheidende, Episode im Leben des amerikanischen Nationalhelden und -heiligtum beschränkt beleuchtet er den von Daniel Day-Lewis Verkörperten aus allen möglichen Facetten. Zu Beginn teils fast dokumentarisch, gegen Ende wieder ganz als Spielberg-Figur und einem Spielberg-Film. Etwas überladen, vom Ton her inhomogen und in letzter Konsequenz auch nicht wirklich überraschend. Ein durchschnittlicher Spielberg. Aber selbst ein durchschnittlicher Spielberg thront immer noch meterhoch über so manchem anderem guten Film.

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LivingDead

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

In seiner nüchternen Erzählweise und der Glorifizierung des 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten, gelingt Spielberg das, was vielen Regisseuren versagt bleibt, die den Spagat zwischen Unterhaltung und Geschichtsstunde nicht bewerkstelligt bekommen. Trotz des konsequenten Verzichts auf Thrill (immerhin böte sich eine spannende Inszenierung rund um den Mordanschlag auf den Präsidenten an) und Schauwerten (Bebilderung des Krieges), bleibt der Film über die gesamte Laufzeit hochinteressant, was zum einen an der herausragenden und behutsamen Regie, vor allen Dingen aber an einem alles überragenden Hauptdarsteller liegt, welcher hier ein weiteres Mal zementiert, warum er zu den Größten unserer Zeit zählt. Dass die Biografie dabei mehr eine Verneigung vor dem Präsidenten, denn sachliche Geschichtsstunde darstellt, lässt sich leicht verschmerzen.

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abendrot

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Bewertung3.0Schwach

Schnarchig inszeniertes Biopic für Leute mit fortgeschrittenen Vorkenntnissen. Der Film verpasst die Gelegenheit, Abes Wirken und den geschichtlichen Kontext für den Zuschauer begreiflich zu machen. Stattdessen wird ohne Punkt und Komma gelabert über Paragraphen und Attentate, Zusatzartikel und Gesetzestexte. Würde nicht Spielberg draufstehen, hätte ich ihn auch nie erkannt in diesem Streifen. Mir fehlt seine typische Verspieltheit. Hier hingegen wird aber nicht versucht, das Herz, sondern den Kopf zu erreichen. Deswegen ist der Film an sich auch so spannend wie ein Geschichts GK Arbeitsblatt, das man auch am liebsten schnell wegheftet. Gut geworden ist allerdings die Maske.

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Misfits_Films

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Bewertung5.5Geht so

Spielberg hat mit Beginn des neuen Jahrtausends irgendwie an Kraft verloren, was den Posten als Regisseur angeht.
Lieber Steven, wo ist das Kind in dir geblieben? Jenes Kind, welches beeindruckende Märchen, Abenteuer und grausige Geschichte packend und für (fast) jeden erzählen konnte?
Verschwendete Zeit, und teils einfach amerikanisch verlogen, denn so toll Lincoln wohl war, so wussten die Macher auch, warum sie nur die letzten Monate verfilmten und nicht dessen ganze Geschichte.

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Moritz01

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Bewertung4.0Uninteressant

Der Film schafft es echt Geschichte langweilig zu machen. Ich bin ein absoluter Geschichtsfreak und selbst ich habe nach einer halben Stunde auf die Uhr geschaut, weil es echt öde war. Es gibt zwar ein paar Lichtblicke zum Ende hin (Tommy Lee Jones im Parlament) und auch Daniel Day Lewis macht seine Sache ordentlich, ob er dafür den Oscar verdient hat, ist Ansichtssache (meiner Meinung nach nicht). Lincoln bleibt letztlich gesehen aber immer noch ein stinklangweiliges Biopic.

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Moritz01

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Ja, da gebe ich dir Recht :D


Gerry1974

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Ihr werdet noch ein ganz anderes Bild von dem Film bekommen,"Lincoln" ist jetzt schon wie ein guter Wein,er muss nur noch reifen und das wird er automatisch mit den Jahren.


luthien90

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Bewertung6.0Ganz gut

Das Klischee vom trockenen Geschichtsunterricht konnte ich noch nie so richtig verstehen - bis jetzt. Mein Blick wanderte zur Uhr - wieder und wieder, auch wenn die Schauspieler Höchstleistungen ablieferten und die Erringung einer Mehrheit für die Abschaffung der Sklaverei durchaus dramatisches Potential hat, zog sich der Film hin wie Kaugummi. Dadurch, dass der Film nur die letzten Monate von Lincolns Leben in den Blick nimmt und Nebenhandlungen kaum existieren, mag die Spannung oder das Interesse an den Charakteren nicht so richtig aufkommen, von Emotionen ganz zu schweigen. (Bis auf einige ganz wenige kurze Ausnahmen). Dennoch kann man den Film durchaus einmal gesehen haben, die Umsetzung und Gestaltung sind schließlich auf hohem Niveau, eine gute Dokumentation hätte mich jedoch mehr gefesselt.

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Chriz85

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Bewertung7.5Sehenswert

Zäher und schwerer Stoff, für Geschichtsinteressierte ist der Film aber sicherlich sehenswert!

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ThomasWzS

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Bewertung6.0Ganz gut

Opulentes Werk mit bester, teils düsterer kammerspielartiger Ausstattung. Obwohl bestens besetzt, entsteht für mich zu den Protagonisten nie auch nur ein Hauch von emotionaler Nähe. Liegt das daran, dass die "Politikerkaste" auch damals schon wie heute agierte?
Ich denke schon, denn der Zweck heiligt hier ständig die Mittel, ob mit den ständigen kleinen Anekdoten verniedlicht, Bestechungen oder juristischen Redewendungen garniert,
politische Willensbildung und Vorteilsnahme überall, während das Fussvolk hinter den Kulissen verreckt.
So haben also Abraham Lincoln und Konsorten amerikanische Geschichte geschrieben, zumindest nach Lesart Steven Spielbergs.
Kann man gesehen haben, doch 10 Minuten Wikipedia oder tiefergehende Abhandlungen tun es hier auch. Unterhaltungswert maximal neutral.

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Shentenza

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Bewertung7.5Sehenswert

Verstehe nicht ganz, wieso der Film teilweise so nieder gemacht wird. Habe mehr erwartet, aber er ist dennoch ein akzeptabler Film. Er ist aber eben doch kein epochales Meisterwerk, gibt aber schlimmeres von Spielberg.

Kulissen und die Musikstücke fand ich soweit wirklich in Ordnung. Schauspieler waren auch gut gewählt. Daniel Day Lewis bekam zu Recht den Oscar für seine schauspielerische Leistung als Lincoln. Daneben haben mir auch Tommy Lee Jones und James Spader gefallen. Joseph Gordon Levitt wirkt hier aber fast vergeudet, kann mehr als hier gezeigt wird.

Trotzdem ist er gelungen auch wenn er nicht den Preis für die größte Spannung erhält aber kein schlechter Film.

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