Sucker Punch

Sucker Punch (2011), US Laufzeit 110 Minuten, FSK 16, Actionfilm, Fantasyfilm, Erotikfilm, Thriller, Kinostart 31.03.2011

noch nicht bewertet

Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
4.6
Kritiker
57 Bewertungen
Skala 0 bis 10
5.9
Community
13179 Bewertungen
606 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Zack Snyder, mit Emily Browning und Abbie Cornish

Die unschuldige Babydoll wird von ihrem Stiefvater in eine Anstalt eigewiesen, wo sie sich eine Fantasiewelt ausdenkt, die ihr und ihren Freundinen die Fluchtpläne erleichtern soll.

Baby Doll (Emily Browning) wird von ihrem sadistischen Stiefvater (Gerard Plunkett) in die Nervenheilanstalt von Brattleboro, Vermont, geschickt, wo sie einer Lobotomie unterzogen werden soll. Um mit der Situation besser umgehen zu können flüchtet die Hauptfigur von Sucker Punch in eine fantastische Vorstellungswelt, in der sie fortan ums Überleben kämpfen muss. Ihr zur Seite stehen weitere Insassen der Nervenheilanstalt, mit denen sie sich angefreundet hat. Schon bald plant Baby Doll die Flucht aus dieser alternativen Realität, doch dazu muss sie fünf Objekte stehlen, um der Gefangenschaft eines verrückten Unbekannten zu entgehen. Parallel dazu tickt auch in der realen Welt die Uhr, denn es bleiben Baby Doll nur fünf Tage, bis sie ihr Schicksal ereilen wird. Doch dann beginnen in Sucker Punch die Grenzen zwischen Traum und Realität zu verschwimmen.

Sucker Punch ist, nach den Worten seines Machers Zack Snyder, „wie Alice im Wunderland mit Maschinengewehren“. Die Ebene der alternativen Fantasiewelt erlaubte ihm, so Snyder, Actionszenen zu gestalten, die von physikalischen Grenzen befreit sind und dennoch relevant für die Geschichte bleiben. Das Drehbuch zu Sucker Punch schrieb der Regisseur zusammen mit Steve Shibuya. Zack Snyder, der zuletzt den Animations-Abenteuerfilm Die Legende der Wächter in die Kinos brachte, fungierte zusammen mit seiner Frau Deborah auch als Produzent von Sucker Punch.
So wie das Schauspieler-Ensemble von 300 nahezu ausschließlich aus Männern bestand, so wird das Ensemble von Sucker Punch von weiblichen Figuren dominiert. Neben der Hauptdarstellerin Emily Browning sind darin u.a. Vanessa Hudgens, Abbie Cornish, Jamie Chung und Jena Malone zu sehen. Jon Hamm, Star der TV-Serie Mad Men, spielt in Sucker Punch High Roller, den Besitzer des Bordells, in dem die Mädchen absteigen.™

  • 37795279001_800154397001_th-800137315001
  • 37795279001_790257082001_ari-origin05-arc-184-1297752841442
  • Sucker Punch
  • Sucker Punch
  • Sucker Punch

Mehr Bilder (21) und Videos (14) zu Sucker Punch


Cast & Crew


Kritiken (29) — Film: Sucker Punch

Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

Kommentar löschen
10.0Lieblingsfilm

[...] Ja gerade die Symbiose aus Bild und Ton ist eine von Snyders größten Stärken, das konnte ich schon bei Watchmen beobachten und ebenso bei 300. Das Problem, an dem Sucker Punch meiner Meinung nach krankt ist, dass es einerseits kein reiner Actionfilm ist für diejenigen, die sich aufgrund des Trailers auf eine knapp zweistündige Effektorgie freuen aber andererseits für Leute, die sich mehr von der Irrenanstalt- und Flucht-Thematik angesprochen fühlen, zu viele „unverständliche“ Szenen im Sinne der überbordenden Fantasy-Welten geben dürfte.

Unter diesem Aspekt vermute ich einfach mal, dass Sucker Punch viele Leute auch (leider) enttäuschen wird. Ich zähle mich Gott sei Dank zu denjenigen, die einerseits nichts gegen Action haben, aber sich andererseits über eine äußerst stimmig umgesetzte Geschichte mit innovativen Aspekten und – wie im vorliegenden Fall – grandiosen Gesangseinlagen freuen.

Die Darsteller überzeugen allesamt, allen voran Browning, lediglich die Rollen von Vanessa Hudgens (Blondie) und Jamie Chung (Amber) bleiben so farblos, dass man sie eigentlich getrost auch hätte streichen können. Gemessen an der Screentime zeigt sich aber, dass dies den Produzenten wohl auch klar war, man aber auf das Quintett nicht verzichten wollte.

Alles in allem kann man festhalten, dass Sucker Punch die Gemüter in zwei Lager spalten wird. Dieser Film ist sicher durch seine Grundthematik schon nicht jedermanns Sache, aber die oben angesprochenen Punkte, die Verquickung verschiedener Genres, das Bedienen verschiedener Vorlieben und Sehgewohnheiten, werden wohl auf lange Sicht dazu führen, dass Sucker Punch ein Nischendasein führen wird. [...]

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Xander8112: Xanders Blog

Kommentar löschen
4.0Uninteressant

Zack Snyder ist ein Genie. Jeder sollte denken, er könnte nur bekannte Vorlagen visuell eindrucksvoll abfilmen, ohnen ihnen einen neuen Sinn oder gar etwas wie eine Seele mit auf den Weg zu geben, und dann kommt ein Film wie “Sucker Punch” und belehrt uns allen eines Besseren. Noch nie hat uns Männern ein Autorenfilmer so schonungslos den Spiegel vorgehalten, sich so imposant für die Frauen eingesetzt und dafür sämtliches Nerdtum instrumentalisiert. Ach, Bullshit. Der Film ist krank, langweilig und völlig belanglos. Die Feminismus-Ansätze enden direkt in einer Fleischbeschau, die Videospielsequenzen mit ihren Bosskämpfen wirken genau so und entbehren jeglicher Relevanz. Wenn Fans des Films von Tiefgang sprechen, meinen sie mit Sicherheit was anderes und kichern verschämt.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hisayasu S: DAS MANIFEST.COM

Kommentar löschen
10.0Lieblingsfilm

Zack Snyder etabliert sich mit SUCKER PUNCH als ausgefuchster Autorenfilmer im sündhaften teuren Blockbuster-Blazer. Wer sich traut, dem immer dümmer und dümmer werdenden Hollywood-Auswurf (TRANSFORMERS 3 dürfte wohl den momentanen Tiefpunkt markieren) einen cleveren, metaphorisch-metaleptisch aufgeladenen Plot und eine jede Konventionalität sprengende Bildgewalt, die die Liebe zum Kino in jeder Einstellung spüren lässt, entgegenzusetzen, hat schon dicke Eier. Ich kann seinen SUPERMAN kaum abwarten, auch wenn nach dem finanziellen Desaster seiner wegweisenden Mischung aus avantgardistischem Cyber-Märchen und Publikumsdemontage wohl zu erwarten ist, dass dem wilden Jungen die Zähne gezogen werden.

12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 14 Antworten

Hisayasu S

Antwort löschen

http://de.wikipedia.org/wiki/Metalepse#Die_Metalepse_der_Erz.C3.A4hltheorie


J4KOB

Antwort löschen

Dankedankedankedankedankedankedankedanke!!!
Sucker Punch = Meisterwerk!


Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

Kommentar löschen
1.0Ärgerlich

Pathetisches Geplapper von wahrer Stärke und dem selbstlosen Kampf, viel nackte Haut und sogar das Schlüssel-Umdrehen in SlowMotion - schau an, das kann doch nur dem Ingenium von Sack Snyder entsprungen sein. Nach Eulen-Armeen, Spartaner-Heeren und zwei völlig planloses Adaptionen gibt der Amerikaner nun also den Popkultur-Rezipienten: Nazi-Zombies, Straps-Mädels, ganz viel Geballer, noch mehr Wiederholungen, dafür ganz wenig Handlung. Wenn SUCKER PUNCH ein auf Zelluloid gebanntes Videospiel sein sollte, dann ist es ein erbärmliches; wenn SUCKER PUNCH tatsächlich eine ironische Auseinandersetzung mit eben solchen sein möchte, dann sollte dem Zack dringend mal einer stecken, dass übermäßiges Bedienen von Klischees aus Nonsens noch lange keine Satire macht. 
"What was that?" fragt da irgendwann einmal jemand. Auf jeden Fall schwer verdaulich und schwer debil. 

29 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 16 Antworten

Anoirja

Antwort löschen

Habe mir den Film im Extended Cut kürzlich doch noch angesehen - ich lag mit Fieber im Bett und der Eimer stand daneben. Dafür, dass ich mich trotzdem nicht übergeben habe, gibt's von mir noch volle zwei Punkte. :)


Le Samourai

Antwort löschen

:)


Spideragent: http://darkagent.blogsit.net/

Kommentar löschen
10.0Lieblingsfilm

Kurz gefasst klingt die Geschichte um Babydoll und ihren Ausbruchsversuch sehr belanglos. Wären da nicht der grandiose Trailer und die Tatsache, dass ein gewisser Zack Snyder ("Dawn Of The Dead", "300", "Watchmen" und "Legend Of The Guardians - The Owls of Ga'Hoole") Regie geführt hat, hätte mich der Film vermutlich nicht interessiert. Aber da ich bis jetzt noch jeden Film dieses Mannes sehr gern mochte - wenn auch aus unterschiedlichen Gründen - habe ich mich ziemlich auf "Sucker Punch" gefreut, bei dem Snyder gemeinsam mit seiner Frau noch dazu das erste Mal selbst das Drehbuch verfasst hat (300 und Watchmen waren Comicverfilmungen, Legend Of The Guardians basiert auf einer Buchreihe und Dawn Of The Dead war ein Remake des Romero-Klassikers).

Im Vorfeld hat man ja nicht allzu viel Gutes über "Sucker Punch" gehört bzw. gelesen. "Belangloses, visuell tolles Musikvideo." oder "Nur Schein ohne Sein." oder "Klischeestory" und manch einer warf dem Film bzw. seinem Macher sogar Männerfeindlichkeit vor. Zum Glück habe ich auf all diese Kommentare nicht allzu viel Wert gelegt, denn der Film - soviel sei vorweg genommen - ist ein kleines Meisterwerk. Auch wenn einige der Kritikpunkte ihre Berechtigung haben, ist der Film in Summe absolut sehenswert. Warum und weshalb ich das so empfinde, erkläre ich gern.

Kritik im Original 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

guggenheim

Antwort löschen

Ich glaube, Inception ist der bessere Pate und Boris Becker der bessere Spielberg. Allerdings nicht auf Sand.


Sigrun

Antwort löschen

Pffffff! Den Paten mag ich nicht! Hahahha :o)
Schöner Humor, wie immer Mr. guggenheim.


Andreas Stadler: http://darkagent.blogsit.net

Kommentar löschen
9.5Herausragend

Filme von Zach Snyder und diesen im Speziellen mag ich wegen
1. der Optik
2. dem Soundtrack
3. es ist ein intelligenter Film
4. ganz klar nicht Mainstream
5. alles passt perfekt zusammen
6. es ist ein Snyder Film...

Kritik im Original 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

philipp-bernecker

Antwort löschen

intelligenter film?


morlock

Antwort löschen

xD


Rochus Wolff: freier Journalist

Kommentar löschen
6.5Ganz gut

„Sucker Punch“ wirkt auf den ersten Blick in vielem „300“ sehr ähnlich, vor allem in seiner visuell überbordenden Manier, in der jedes einzelne Bild erst im Computer verändert und übertüncht wurde, bevor es die Leinwand erreichen kann. Zugleich ist es jedoch der erste Film, in dem Snyder nicht fremdes Material adaptiert, sondern eine eigene Story und ein eigenes Drehbuch (verfasst zusammen mit Steve Shibuya) verfilmt.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Corsovilla: SchönerDenken

Kommentar löschen
3.0Schwach

Des Kaisers neue Kleider: Snyder hat eine Agenda: Es geht um Kampf, um das Nicht-Aufgeben. Daran lässt eine Off-Stimme keinen Zweifel, die mit küchenphilosophischen Phrasen den Pathos des Überlebenskampfes vorträgt. Snyder achtet sehr genau darauf, dass keine der auftretenden Figuren einen realen Charakter darstellt – die Personen sind nur Masken, sie sind nicht selbst, sie repräsentieren vielmehr etwas: Attraktivität, Furchtsamkeit, Tapferkeit, Gewalt, Dummheit oder Mordlust. In der Kombination mit der einhundertprozentigen Abwesenheit von jeglichem Funken Humor oder Ironie (wie zum Beispiel bei Tarantino) schwillt so der Pathos immer mehr an, ebenso sinnlos und letztlich aussagelos wie in “300″ oder “Sin City” – das sind des Kaisers neue Kleider: hinter all dem dramatisch-klingenden Budenzauber steckt – nichts. So unerfreulich war der Kinoabend aber nicht für alle, es gab im mäßig besetzten Kino sogar ein bisschen Applaus. Jetzt kann man einwenden, dass ich den Film einfach nicht verstanden habe. Und das mag sein. Vielleicht liegt es auch daran, dass etwas, dass mir in einem Comic als Leser angemessen erscheint, von mir in einem Film als Zuschauer nicht geduldet wird? Aber vielleicht bin ich tatsächlich einfach nur zu alt, um es zu verstehen – andererseits vielleicht aber einfach nicht bereit, im pathetischen Bildergeschwätz eines Frank Miller oder Zack Snyder mehr zu sehen als eben – Geschwätz. (MEHR IM PODCAST)

Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Sucker Punch ist opernhaft, gnadenlos übertrieben, pathosgeladen. Ohne Frage: Dieser Film ist eine Unverschämtheit im besten Sinn und kann gewaltig nerven. Aber er fasziniert auch und ist im Gegensatz zu so vielen anderen unverwechselbar. Man wird in diesem subversiven Meisterwerk Kinobilder sehen, die man vielleicht nie sehen wollte, die man jedenfalls noch nie gesehen hat.

Kritik im Original 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten

Lars Wolf

Antwort löschen

@ micromachine
Auf diese aussage kannst du auch Filme wie Die Verurteilten runter brechen der dir ja scheinbar auch besonders gut gefallen hat. Sucker Punch ist um einiges Komplexer Inszeniert als andere Hollywood Streifen. Das macht ihn eben zu etwas besonderem. Er ähnelt eher einem Rorschach Test und ist eine Filmische Meta- Inszenierung. Es gibt mehrere unterschiedliche arten den Film zu sehen. Einmal als einfacher Action Film. Selbst dann hat er immer noch die am wundervollsten Komponierten Bilder dieses Kinojahres. Dann kann man ihn als Drama sehen, in dem ein Hilfloses Mädchen vergewaltigt und gedemütigt wird und versucht ihren Peinigern zu entkommen. Oder er kann auch als gekonnt inszeniertes Stück Bilder-Musical / Satire / Show / Burlesque-Akt gesehen werden mit Gesellschaftskritischem Hintergrund. Sieht man diese zusätzlichen Ebenen nicht, dann ist es schwache und planlose Effektgewalt. Gefallen muss dir Sucker Punch ja nicht aber mir und vielen anderen die in der Lage sind etwas tiefer zu blicken hat der Film sehr wohl gefallen.


micromachine

Antwort löschen

Du hats Recht mit deinem "Die Verurteilten" Vergleich. Die Grundaussage mag dieselbe sein, jedoch wurde der Film nicht mit der Hammermethode inszeniert und ist auch nicht dieser Sparte zuzuordnen. Eher könnte man Sucker Punch mit "Pan's Labyrinth" vergleichen, in dem sich das Mädchen ebenfalls in eine Traumwelt flüchtet um mit den Ereignissen klarzukommen. Ich verstehe die Metaphern in Sucker Punch schon und was mir Zack Snyder mit den Bildern sagen will, aber irgendwie macht das Ganze einen aufgesetzten Eindruck. Mr. Snyder kann nunmal keine Dramen inszenieren, er ist ein moderner Comic Action Filmer. Das er das Genre besser beherrscht zeigt "The Watchmen". Jedoch will ich nicht sagen, dass Sucker Punch schlecht ist. Es ist ein guter Action Film mit sehr guten Effekten. Für mich aber nicht mehr.


Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Die Zitate-Galerie bedient sich ausführlich bei "Brasil", "Moulin Rouge", bei "Herr der Ringe" und vielem anderen mehr. Zack Snyder erweist sich als Guttenberg der Filmregisseure, erschafft aber etwas Eigenes, das mehr Pulp ist als Tarantinos gesammeltes "Pulp Fiction". Aber genauso überwältigend wie die zahlreichen Verweise sind die Bilder und Töne. Wenn ein kriegerisches, rosa Pokemon über die Leichengräben von Verdun hüpft, das ist filmische Fantasie in seiner wildesten Form. Und absolut sehenswert.

Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 21 Antworten

Kill_Diether

Antwort löschen

find' ich gar nicht, dass es Parallelen gibt, nicht bei der Story und bei den Schauspielern oder Dialogen...aber egal, hab' schon viel zu viel Zeit für so'n Streifen, wie hieß der nochmal?, verplempert ;-)


J4KOB

Antwort löschen

Die offensichtlichste Parallele ist ja das "Zusammenklauen" aus sämtlichen anderen Filmen (sowohl Zitate, als auch Kamerafahrten, genausowie diverse Symbole, Figuren, Szenerien). Bei Pulp Fiction werden genau wie bei Sucker Punch all diese Details zusammengeworfen.
Andere Gemeinsamkeiten sind z.B. die Schablonenhaftigkeit der Figuren oder der episodenhafte Erzählstil.


Asokan Nirmalarajah: Schnitt, Moviemaze Asokan Nirmalarajah: Schnitt, Moviemaze

Kommentar löschen
4.5Uninteressant

Zack Snyders Kamera fetischisiert schlichtweg alles, der Film ist so verliebt in seine eigenen Bilder, daß er nicht aufhören kann, sie immer wieder zu bremsen und sich in nie endend wollenden Zeitlupen an ihnen zu weiden. Das ist durchaus spaßig für die Länge eines Musikvideos, über die Distanz einer absurden, albernen Handlung mit unsinnigen Dialogen und uninteressanten Figuren aber ein »sucker punch«, dessen Nachwirkung sich viel zu schnell verflüchtigt.

Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Dietmar Kesten: Filmmag.de

Kommentar löschen
3.0Schwach

[...] „Sucker Punch“ will räumliche und zeitliche Grenzen überwinden. Dabei ist ein wirrer Video-Clip herausgekommen. [...] Man darf hier nicht auf den Bilderrausch insistieren. Davon gibt es genug im Kino. Zudem wird damit die totale Schwäche der Story überdeckt. Die Charaktere vermitteln nichts, weil alles den Video-Schnitten zum Opfer fällt. So wirkt das Ganze ziemlich gequält. Allein der Soundtrack kann für vieles entschädigen.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, ray, ...

Kommentar löschen
5.0Geht so

Es sind vor allem der japanischen Nerd- und Videospielkultur entlehnte Szenarien die Snyder in seinem sexuell aufgeladenen Action-Spektakel bemüht. Leider fühlt er sich auch dramaturgisch den Gesetzen von Videogames verpflichtet. Er verzichtet fast ganz auf eine Exposition, die seinen reizenden Sexpüppchen etwas Tiefe und Glaubwürdigkeit verleihen würde und reiht einen optisch spektakulären Höhepunkt an den nächsten. Die Konsolen-Generation mag sich in der künstlichen Bildästhetik und Dramaturgie der Games zu hause fühlen. Nostalgisch veranlagte Cineasten, die echtes Kino sehen wollen, werden sich in „Sucker Punch“ hilflos und verloren fühlen.
Mehr auf meiner webseite...

Kritik im Original 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Clooney Toons

Antwort löschen

Wow, ein "Kritiker" hat es doch tatsächlich geschafft einen Film, der ihm als "nostaglisch veranlagten Cineasten" - ich sag es mal so - nicht liegt, trotzdem fair zu bewerten.

Danke für den Kommentar! +1


ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/

Kommentar löschen
3.5Schwach

[...]„Sucker Punch“ ist ein Film, der eigentlich nur eines nachvollziehbar macht: wie es möglich ist, dass ihm vom vollständigen, teils gehässigen Verriss, über die desinteressierte „mir doch egal“-Haltung, bis hin zur preisenden Lobeshymne alles begegnet. In allem, was diesen Film an Stärken und Schwächen ausmacht diktiert er einem geradezu Wort für Wort, wie man ihn zu finden hat, je nach dem, wo man seine persönlichen Vorlieben, Abneigungen und Erwartungen an einen Film setzt. „Sucker Punch“ liefert genau das, was die Snyder-Hater hassen, was den Snyder-Fans gefällt und was den Zack-who?‘s egal ist und dafür hätte es ihn gar nicht veröffentlicht gebraucht. Wie aus vielen anderen Gründen nicht. Denn nur um nun auf beiden Seiten überzogene und vorgefasste Meinungen und Aussagen zu provozieren und Argumentationskriege mit rostigen Waffen anzuzetteln, bei denen sich immer fleißig im Kreis und um sich selbst gedreht wird – nein, dafür muss es keine Filme geben. Oder wenigstens nicht noch diesen einen mehr.[...]

Kritik im Original 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 19 Antworten

ChristiansFoyer

Antwort löschen

Ja, und nu is gut. Der arme JaMi ärgert sich bestimmt, dass er hier überhaupt 'n Kommentar hinterlassen hat, wenn er sein e-mail-Fach jetzt mit so viel off topic-Müll zugeballert bekommt ;)


JaMi

Antwort löschen

Ach, Facenook spamt mich da mehr voll^^.
Möglicherweise bin ich auch einfach zu baluäugig und ging davon aus, dass ein halbwegs guter Regisseur, vorallem dann wenn er auch noch beim Drehbuch beteiligt ist, besonders darauf achtet, wen er welche Position zu schiebt.
Deswegen hoffe ich einfach, dass es ein Grund hat, warum der Retter ein Mann ist und sei es auch nur um das schwarz-weiß-Denken zu durchbrechen. Es ist schade, dass in einem Film, mit einer noch überschaubaren Charakteranzahl, keiner von ihnen wirklich ausgearbeitet scheint. Man konnte ja nicht mal eine Bindung zu einem Charakter aufbauen, nicht weil sie so verrückt oder unsympathisch waren, einfach weil sie keinen Charakter hatten.


David Kleingers: Spiegel Online David Kleingers: Spiegel Online

Kommentar löschen
2.0Ärgerlich

"Sucker Punch" ist ein Debakel, für das sich etliche negative Superlative finden ließen. Doch damit wäre dem kläglichen Scheitern schon fast wieder zu viel Bedeutung zugeordnet. Denn immerhin kann wirklich vollendeter Trash noch unterhalten.

Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 22 Antworten

Kill_Diether

Antwort löschen

@Falkenfluegel "...aber ich muss grad..."
Du musst gar nix, auch nicht beleidigen!


Falkenfluegel

Antwort löschen

Na na na. Vielleicht noch mal daran erinnern was ihr geschrieben habt und dann meckern. Der Pokal ist eh schon weg, es nützt also nichts sich noch darum zu bemühen.


Khitos: Kälte Reich

Kommentar löschen
3.0Schwach

[...] Sucker Punch hätte als Kurzfilm funktionert, als 110 minütiger Spielfilm weniger.

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

goodspeed: ANIch / UFA / KultHt.de / O...

Kommentar löschen
3.0Schwach

Zack Snyders persönliches Showgirls, 120min primitive Hirnpenetration für die pupertäre
Petting-Generation 3/10

Sucker Punch ist...
...der Versuch eines Frauenhassers einen feministischen Film zu machen.
...der Versuch aus Glückskeksbotschaften einen Film zu machen.
...der Versuch Bubenträume mit Männerträumen zu verbinden.
...der Versuch eine Wixvorlage für Minderjährige zu machen.
...der Versuch Transformers 2 und Tron Legacy zu unterbieten.
...der Versuch Baz Luhrmanns nachzueifern.
...der Versuch Peter Jackson nachzueifern.
...der Versuch Alex Proya nachzueifern.
...der Versuch Lewis Caroll nachzueifern.
...der Versuch Paul Verhoeven nachzufeifern.

Kritik im Original 23 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 16 Antworten

Peter_Panski

Antwort löschen

Und dein Kommentar ist der Versuch uns zu langweilen? Na was soll ich sagen: geschafft!


der cineast

Antwort löschen

lol


Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung

Kommentar löschen
4.0Uninteressant

"Sucker Punch" [...] hat trotz aller Bedeutungsbehauptungen auf den letzten Metern eigentlich so gut wie nichts zu sagen. Noch schlimmer: Mit seinen leeren Figuren bleibt er ein lahmendes Oberflächenspektakel und durchweg so langweilig, als würde man jemandem anderem beim Anspielen mittelmäßiger Videogames zusehen.

Kritik im Original 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

HerrLehmann: Das Manifest

Kommentar löschen
0.5Schmerzhaft

Es fällt schwer, SUCKER PUNCH unvoreingenommen zu betrachten. Regisseur Zack Snyder ist für die einen ein visionärer Meisterregisseur, für die anderen spätestens seit seinem aufgrund seiner homophoben Untertöne mindestens bedenklichen 300 ein Dilettant, der sich mit allen Mitteln bei seinem fast ausschließlich männlichen, heterosexuellen Publikum anbiedert. Eines sei vorweg gesagt: Egal, wie man zu Zack Snyder steht - nach SUCKER PUNCH wird sich diese Meinung mit großer Sicherheit noch verfestigen.[...]

Kritik im Original 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 37 Antworten

Haschbeutel

Antwort löschen

Ich bin jetzt gerade verwirrt. Das spielt sich doch alles in Babydolls Kopf ab ... kurz vor der Lobotomie flüchtet sie ja in diese Welt und "befreit" sich von ihren Ängsten ... am Ende rettet sie doch "ihre" Sweat Pea, die dann eine "lange Reise" vor sich hat ... nach der Lobotomie muss ihr Geist ja reisen. Oder hab' ich mein Hirn doch an der Kasse vergessen? D:


SamHook

Antwort löschen

@ daweed und auch alles wieder mit Spoiler: Doch ich denke BabyDoll hätte trotzdem eine Persönlichkeit aber eben nur im Rahmen in dem SweetPea sie in diesen 5 Tagen kennenlernt und erlebt und deshalb wäre zumindest ihre innere Gefühlslage nicht offensichtlich sondern lediglich wie sie sich nach außen gibt. So oberflächlich man sich eben kennt nach dieser Zeit. P.S. Sweet Pea sagt ja schon in der ersten Bordell Szene, in welcher Sie im BabyDoll Kostüm eine Lobotomie nachstellen soll soetwas wie "Ich bin hier der Star" nachdem sie aufsteht, ist mir aber auch erst im nachhinein aufgefallen.....und ich denke diese späte Auflösung ist auch so gewollt und lässt ja auch interpretationsraum:)
@Hasch man könnte das ganze schon auch so deuten wobei ich schon finde dass eben gerade von den Anspielungen und Hinweisen viel auf die andere VAriante hinweist, zumal die Leiterin am Schluß ja auch nochmal darauf verweisst sie habe einer anderen Insassin, folglich in der Realität, zur Flucht verholfen hat,SweetP also real ist und eben wie gesagt im Gegensatz zu BD auch am Schluß noch in dieser Traumwelt.
So das wars jetzt aber wirklich, kaum zu glauben wieviel nun über gerade diesen Film geschrieben wurde:) Vielleicht ist er ja doch viel philosophischer als wir alle auf den ersten Blick dachten...haha :D


F.-M. Helmke: Filmszene.de F.-M. Helmke: Filmszene.de

Kommentar löschen
3.5Schwach

Tatsächlich ist "Sucker Punch" ein derart dummer, amateurhaft geschriebener und völlig überzeichneter Film, dass man ihn wirklich wahnsinnig gerne zum Top-Favoriten auf die Goldene Zitrone 2011 erklären möchte, zum wohl Schlechtesten, was es dieses Jahr im Kino zu sehen geben wird. Einzig: So grässlich-grottig das Drehbuch ist, das Snyder hier mit seinem Kumpel Steve Shibuya fabriziert hat, so unanfechtbar bleiben Snyders absolute Ausnahmefähigkeiten als Regisseur und Bilderfänger.

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Joone44

Antwort löschen

Goldene Zitrone ^^


Alle Kritiken (29)


Kommentare (577) — Film: Sucker Punch


Sortierung

Acry

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wie cool war das denn? Visuell und kameratechnisch einwandfrei und auch die Story ist bei weitem nicht so primitiv, wie manche vielleicht meinen. Nehmt euch einfach ein paar Studenten der Kulturwissenschaft und betreibt ein bisschen Gender Studies. Aber auch ohne mehr oder weniger intellektuelle Gespräche über Emanzipation und Unterdrückung unterhält der Film sowohl visuell als auch erzähltechnisch auf gutem Niveau, obwohl die eine oder andere Kampfsequenz, trotz cooler Videospieloptik, für meinen Geschmack etwas zu lang geraten ist.
Da ich den guten Synder bisher nur mit übertrieben peinlichen „This is Spartaaa“-Rufen und den lächerlichen „Watchmen“ in Verbindung gebracht hatte, zweifelte ich zunächst noch daran, dass er fast den gesamten Film das Niveau der genialen Anfangssequenz halten würde. Und gerade weil ich so wenig an ihn glaubte, war ich am Ende umso begeisterter.
Emily Browning ist perfekt gecastet. Sie passt einfach wunderbar in düstere Filme (in Lemony Snicket war sie z.B. ebenfalls überzeugend) und verglichen mit ihren Mitstreiterinnen (z.B. der Hudgens), hat sie eine ziemliche Präsenz und wirkt eben nicht einfach nur wie ein billiges, dummes, austauschbares Püppchen (lustig also, dass sie im Film Baby Doll heißt).
Es ist schon skandalös, dass hier die Durchschnittsbewertung bei nur 5.9 liegt und moviepilot mir eine 5 prognostizierte. Andererseits fühlt es sich dann umso epischer an, die 8 zu drücken :>

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

SCHWARZWERT

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Höher, schneller, weiter.. Sucker Punch treibt es auf die Spitze und bleibt dort haften. Konsequentes Blockbuster Kino, das seines Gleichen satirisch vorführt und der Lächerlichkeit preisgibt. Top !!

Das Männerkino wird mal eben mit diesem Film deformiert.
Man(n) neigt anfänglich dazu die Damen, aufgrund ihre Kleidung, nur als sexuelle Wesen zu sehen. Bewusst wurde eine Erwartungshaltung erzeugt, die dann ganz konsequent nicht nur nicht eingehalten, sondern auch gewissermaßen kritisiert bzw vorgeführt wurde.
So kann Emanzipation auch aus sehen^^

Darüber hinaus vermittelt der Film, noch wertvolle Lektionen...

"Und am Ende bleibt die Frage.. Das Rätsel wessen Geschichte ist das?
Wer hebt den Vorhang?
Wer bestimmt unsere Schritte wenn wir tanzen?
Wer treibt uns in den Wahnsinn?
Straft uns mit peitschen und krönt uns mit dem Sieg wenn wir das unmögliche überleben?
Wer ist es der all das tut?
Wer ehrt die die wir lieben durch das leben das wir führen?
Wer schickt Monster um uns zu töten und besingt gleichzeitig unsere Unsterblichkeit?
Wer lehrt uns was real ist und wie man über lügen lacht?
Wer entscheidet warum wir leben und wofür wir sterben?
Wer legt uns in Ketten und wer besitzt den Schlüssel der uns befreien kann?
Du allein!
Du hast alle Waffen die du brauchst! Jetzt kämpfe!"

Top !!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Trygan

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Für mich ein Volltreffer ...
Find die einzelenen Szenarien genial gewählt und mit Super Soundtracks versehen ...

die Rahmenhandlung und der (Rahmen um den Rahmen ) waren etwas naja, aber ich hätte da auch keinen konstruktiven Gegenvorschlag

Mich hat der Film voll erwischt , auch die schlechte CommunityKritik kann daran nix ändern

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

RalfAlfa

Antwort löschen

Yeah!


elmnope

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Alles andere als ein Meisterwerk, aber unterhaltsam. Und ein so verdammt geiler Soundtrack!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hueftgold

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Sucker Punch ist optsich beeindruckend und hat eine tolle Musik. Ich weiß zwar nicht was alle gegen den Film haben aber ich find ihn wirklich verdammt geil!

8.5/10

Lg Hueftgold

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Disintegration.Yue

Kommentar löschen
Bewertung0.0Hassfilm

Ich wollte nach dem Film einfach nur meinen Kopf heftig gegen eine Wand hauen... So ein dämlicher Scheiß. Hassfilm Nr. 1, gerad weil so viele sagen 'der ist sooo toll'. Ist er nicht - nein ist er nicht.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

flo.ryan.581

Antwort löschen

+1


ihre-herrlichkeit

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Ich kann mich gar nicht über Sucker Punch aufregen, dafür war er viel zu langweilig. Völlig spannungsarm und profillos werden als Pornodarstellerinnen getarnte Chicksen in einem visuell opulenten Setting ohne Sinn und Verstand eingesetzt, damit der männliche, 18 Jährige Zuschauer Wichsvorlagen hat. An und für sich habe ich nichts gegen Wichsvorlagen, aber dann entweder komplett ohne Setting wie im Porno oder mit etwas mehr Pepp. Künstlerisch wird es aber dann, wenn man viel Geld und Phantasie in einen Film steckt, den man dann so farblos wie möglich inszeniert. Das muss auch gekonnt sein. Wenigstens wurde an den Darstellerinnen nicht mit der Farbpistole gespart, jedoch nicht bei den Charakteren, sondern nur im Gesicht.
Tatsächliche Schmerzen wurden mir durch Björk zugeführt, die es nicht nur mit altbekannten Schandtaten schafft, mir die Nackenhaare hochzustellen, sondern es auch noch wagt, sich an guten Liedern der Musikgeschichte zu vergreifen, um sie dann hart zu vergewaltigen. Wer Björk hat, braucht keine Lobotomie mehr.

bedenklich? 16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

Zottell

Antwort löschen

Dann solltest du ihn dir nochmal angucken und dein Hirn anschalten.


ihre-herrlichkeit

Antwort löschen

Darin erkenne ich keinen Sinn.


TWDuke

Kommentar löschen
Bewertung0.0Hassfilm

Twilight für Männer. 'nuff said.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

h4ze

Antwort löschen

Fand den zwar auch nicht gut, aber was hat der bitte mit Twilight zu tun??


ihre-herrlichkeit

Antwort löschen

Korrigiere: Twilight für Jungs. :) Twilight für Männer ist the Expendables.


DKennyK

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Überraschenderweise hat mir SUCKER PUNCH ausgesprochen gut gefallen.

Die Atmosphäre und der stark in den Vordergrund gerückte Soundtrack sind einsame spitze und die regelmäßigen Actionszenen sind sehr unterhaltsam inszeniert. Wer wie ich mit niedrigen bis garkeinen Erwartungen an Story und Charakterzeichnung an diesen Streifen herangeht und sich von großen Bildern und Fantasygewalt unterhalten lassen möchte genau das richtige.

Leider werden die Füllszenen zwischen der Action schnell langweilig und man wartet oft sehnsüchtig auf die nächste Vermöbelungssequenz. Da hätte man den gesamten Film auch ruhig etwas kürzen können, insgesamt aber ein guter Film.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

ArasAhmad

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Naja halt ein 0815 Film.

4 von 10 da ich nicht sehr viel erwartet habe. Musik und die Umgebung sind sehr gut dargestellt deshalb auch 4 von 10. Wer hier eine packende Story erwartet der sollte lieber diesen Film nicht anschauen.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Bennyrauch

Kommentar löschen
Bewertung3.0Schwach

schlechter Film ausser die Musik die war geil

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

AwesomeTotoro

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Was macht einen guten Film aus?
Das er ein wichtiges Thema anspricht?
Das er von vorne bis hinten gut gespielt ist?
Das er die breite Masse anspricht oder gerade nicht?
Nein.
Ein guter Film unterhält einen. Denn das sind Filme in erster Linie: Unterhaltung.
Und "Unterhaltung" ist ein verdammt subjektiver Begriff.
Wenn ein Film dich unterhält, weil er ein wichtiges Thema anspricht - toll.
Wenn ein Film dich unterhält, weil er von vorne bis hinten gut gespielt ist - klasse.
"Sucker Punch" ist mit Sicherheit kein Film der unbedingt ein wichtiges Thema anspricht oder gottgleich gespielt ist, aber wenn in einem Hardcore-Kriegsgebiet, wo mechanische Soldaten sich gegenseitig abmetzeln, es überall explodiert und der Himmel von Kriegsflugzeugen und -zepelins bedeckt ist plötzlich mit endcooler Mukke fünf junge Frauen in Zeitlupe das Geschehen betreten und in, an Perfektion grenzenden und 100% übertriebenen Choreographien alles aus dem Weg räumen, was sich in diesen stellt, dann - so wahr ich hier stehe - feier ich das genauso ab, wie andere vielleicht den Paten, wenn er ein Angebot macht das jemand nicht ablehnen kann.
Er unterhält über seine komplette Laufzeit, ohne nur eine Spur von Langeweile.
Ich kann Leute, die diesen Film hassen, die in keiner Weise irgendeinen guten Aspekt in ihm sehen, komplett verstehen, aber ich bitte darum wenigstens zu akzeptieren, dass es Leute gibt denen es anders geht und dass das dann nichts mit schlechtem Filmgeschmack zu tun, weil soetwas gibt es gar nicht, sondern vielmehr mit dem Unterhaltungswert, den jeder subjektiv einem Film zuordnet.
Ich liebe Filme, wie "Die Verurteilten", "The Big Lebowski", "Brügge sehen...und sterben?" und "Pulp Fiction".
Und ich liebe "Sucker Punch".
Und ich sehe nicht warum dieser Film nicht genauso MEINE 10 Punkte verdient, als die zuvorgenannten.
☮ Peace! ☮
Nachtrag: Hab die Wertung mittlerweile doch auf 9.5 gestellt, weil der Film in Vergleich zu meinen anderen 10-Punkte-Filme dann doch einen minimalen Ticken nach unten abweicht, was nicht heißt das ich ihn nicht immer noch unnormal feier' :D

bedenklich? 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Martin Oberndorf

Antwort löschen

Nene ich gehör zu dem Lager das meint, der Film hat eine tiefere Bedeutung.
Da gibt es zu viel,.um es jetzt aufzuzählen.
Aber ich glaube eher, dass uns Snyder zeigen wollte, was für ein Rollenbild Frauen im.Actiongenre haben und das ganze umkehren und uns den Spiegel vorhalten wollte.


Falkenflug

Antwort löschen

Herrlich ~ ^^
Ich bin so ziemlich genau deiner Meinung.
In meinen Augen hat der Film durchaus auch leicht satirische Züge.
Nehmen wir allein die Kampf-Klamotten der Mädels.
Wenn das mal keine Anspielung auf Final Fantasy ist. Auch einige Locations deuten für mich darauf hin. Oder zum Beispiel die Burg -> Herr der Ringe?
Na wie auch immer. Der Film unterhält mich und das ist was zählt.


michael.pliet

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Entgegen vielleicht manch anderer Meinung hat mir der Film sehr gut gefallen. Besonders der Anfang ist stimmig und man wird schnell in die düstere Stimmung hineingezogen. Klar, ist die Story etwas verwirrend und die Actionszenen wollen so manches Mal nicht ins Bild passen. Aber zählt die Optik und die Stimmung nicht auch? Die Extended-Version erweitert den Film noch um eine Musical-Szene, die ebenfalls stimmig ist. Eigentlich unverständlich, dass sie in der Kinoversion entfernt wurde. Außerdem hätte der Film aufgrund seines Themas ruhig etwas freizügiger und expliziter werden können. Aber die Kinoversion musste ja leider FSK 12 werden. Immerhin schafft es die Extended Blu-Ray noch auf FSK 16. Toller Film mit einem eigentlich ungerechten Ende.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Reli

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Allein schon für den Soundtrack verdient der Film 10 Punkte, aber da das ja nicht alleinige Kriteriumspunkte sind folgen hier die nächsten guten Gründe sich diesen Film zu Gemüte zu führen: die Story (zugegeben nicht besondern originell, aber die Vermischung der verschiedenen Ebenen ist schon der Hammer), die Effekte, die manchmal stark an Games erinnerenden Gegner, das Ende (ja, tatsächlich halbwegs positiv - und zu kämpfen um eine Sache ist nie verkehrt, sonst lebt man nicht) und (ich wiederhole mich gerne) der Soundtrack. Ein subtiler Film der mich positiv überrascht hat.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

dustyOn3

Antwort löschen

Einfach Zeitlupe rein und 'nen aktuellen Song rein und du bist von der "Intonierung" beeindruckt? :D


Reli

Antwort löschen

die Stimme, Baby, die Stimme :-)


sixdollarssixtysix

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Ich glaube, meine Meinung über einen Film war noch nie so zwiegespalten wie bei Sucker Punch. Anfang und Ende sowie der Soundtrack sind gut und vermitteln Gefühl. Aber zwischendurch, vorallem während der videospielartigen Kampfszenen, kommt es doch zu einer Reizüberflutung. Mir fehlte die Tiefe und auch die schauspielerischen Künste waren kaum ausgereift, genauso wie die Dialoge, die oft mehr als mangelhaft waren. Trotzdem 7 Punkte, ja warum eigentlich? Weil er doch irgendwo berührt und zum Nachdenken anregt, sei es bei manchen Leuten auch nur darüber, warum so viele Filme heutzutage mehr Wert auf irgendwelche Über-Effekte legen als auf Inhalt und Logik

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

PELANO

Kommentar löschen
Bewertung3.0Schwach

Das Cover sah vielversprechend aus,
der Film war aber langweilig.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Jenny von T

Kommentar löschen
Bewertung3.0Schwach

Mein allerliebster Lieblingsfilm aller Zeiten handelt von einem ausgestopften Wal auf einem Jahrmarkt, und irgendwann randalieren böse Menschen einfach so in einem Krankenhaus. Ich sehe in diesem Film (bzw. der Romanvorlage) die größte spirituell-politische Parabel, wenn nicht sogar Allegorie auf die Menschheit überhaupt, die je erdacht wurde. Für mit Sicherheit genügend andere dagegen "offenbart" sich in Béla Tarrs/László Krasznahorkais Handschrift nicht mehr als bedeutungsloses, wenn nicht gar unfreiwillig komisches Artsy-fartsy-Geseiere, und höchstwahrscheinlich sind diese Leute – wenn ich ehrlich bin – mit ihrer Meinung mindestens ebenso im Recht oder Unrecht wie ich mit meinen exorbitanten Fangirl-Allüren.
Wenn Zack Snyders SUCKER PUNCH und die im Übermaß zu beobachtenden Hop oder Top-Reaktionen darauf mir eines verdeutlicht haben, dann, dass Kunst in ihrer Wirkungskraft einzig und allein relativ, über den individuellen Rezipienten funktioniert und letztendlich genau das ist (oder nicht ist), was der einzelne (von, über und für sich selbst) darin zu sehen vermag – ein Spiegel also.
Die Reaktion "Dieser Film ist einfach nicht mein Fall!" ist damit vielleicht nicht die am weitesten führende oder auch nur irgendwie ergiebigste im Rahmen einer Auseinandersetzung, aber immerhin die ehrlichste, denn wenn es so subjektiv wie hier wird, stößt die Diskussion – ob es dem Kritiker passt oder nicht - an ihre Grenzen. Das kann in Fällen einer Frontenverhärtung frustrierend sein und doch ist es gerade auch diese Unberechenbarkeit, diese Transzendenz, die jede Kunstform atmet, von der sie lebt, und die sie groß macht. Ein Regisseur kann natürlich einlenken, indem er bewusst zu verstehen gibt, wie dieses oder jenes von seiner Warte aus gedacht war, dem heterogenen Publikum Vorgaben dahingehend machen, wie es gefälligst etwas aufzunehmen hat, kann er am Ende jedoch nicht (– das wäre ja auch noch schöner!).
Also: Ich habe es wirklich versucht mit SUCKER PUNCH, aber Snyder und sein Œuvre ziehen ihre Kreise in einer Umlaufbahn, die Lichtjahre von der meinigen entfernt liegt. Wenn es denn so ist, dass der gute Mann den CGI-Kosmos mal so richtig auf links ziehen wollte, ist das ein Pro-Argument, auf das ich mich per se gerne einlasse, wäre da nicht dieses mulmige Gefühl, dass Snyder dem fatalen Irrtum aufgesessen ist, den Teufel mit dem Teufel austreiben zu können. Wo endet Selbstgefälligkeit, wo beginnt (Selbst-)Ironie/Parodie, und was von beiden steht eigentlich am vorderen, was am hinteren Ende? Wenn ich einen Film drehe, der de facto alle Merkmale eines Blockbusters aufweist, ist mir dann tatsächlich automatisch ein Spottwerk geglückt oder vielleicht doch das unbeabsichtigte Gegenteil, nämlich just eine weitere seelenlose Großkonstruktion, die lediglich in grauer Theorie für sich selbst beansprucht, andersherum gelesen werden zu wollen, und es sich damit sogar ziemlich einfach macht? Und kann man, einen Schritt weiter gedacht, denjenigen Zuschauer verurteilen, bei dem Snyders löbliche Message nicht ankommt und der vielleicht einfach nur genervt ist, weil ihm dieses Spielchen mit bis zur Unendlichkeit visuell aufgeblasenen Bewusstseinsebenen schon bei Nolan auf den Keks ging? Ich meine nicht. Snyders Problem ist nämlich, dass auch SUCKER PUNCH ein Anti-Film ist, der sich in seiner zeitweisen – sorry – schier unübertreffbaren Hohlheit (3. Bewusstseinsebene) schlechthin als unkonsumierbar erweist und... ja, weder Spaß macht noch in seiner Bloßstellungsstrategie besonders originell vorginge. Diesen Kaskaden-Typus hat seinem Sinn nach nämlich bereits Godard erfunden. Dass etwas schiefgelaufen sein muss, zeigt vor allem auch ein Blick auf die "Fans dieses Films gefiel auch"-Sparte: SUCKER PUNCH wird offenkundig größtenteils von genau jenen gemocht, die eben auch – und wieder: No offense! - INCEPTION und Co. für die besten Filme aller Zeiten halten.
Aber ich will nicht bloß meckern. Auch 3 Pünktchen müssen ja irgendwoher kommen. In den ersten 10 Minuten hatte mich Snyder – da gelang diesem Filmchen doch wahrhaftig, die kleinen, vereinzelten Fetzen Popkultur an mir temporär ein wenig glattzubügeln, wie SUCKER PUNCH generell seine Momente hat, wenn er andeutet, sich genuin um seine Charaktere und menschliche Dramen zu scheren. Dass Snyder dann jeglichen Ansatz im Keim abwürgt, ist natürlich Teil des Plans, aber gerade dadurch wird sein Film für mein persönliches Empfinden zu einem ärgerlichen Erlebnis. So bleibt der Filmemacher in meiner Gunst eben doch der Sandkasten-Rebell und Regie-Lobotomist (ist dieses Motiv im Film eigentlich auch symbolisch und selbstreflexiv zu verstehen? Wenn ja: Hut ab! :-D) in einer Riege mit den üblichen Verdächtigen, nur habe ich nach bisher noch keiner Begegnung mit ihm vergessen, wie sich für MICH ein guter Film anfühlt.
Die Macht der Phantasie, der Mut zum Aufbegehren, der Wille zum Weitermachen zum Trotz allen Übels, die Bereitschaft zur Aufopferung und Empathie, die Liebe zum Film: Wer in SUCKER PUNCH (einen Appell an) all dies sieht, dem möchte ich diese Offenbarung weiß Gott nicht nehmen, ganz im Gegenteil. Wir alle beziehen unsere heimlichen, inneren Superheldenkräfte, welche uns diese triste Existenz ein klein wenig erleichtern, aus einer Quelle und eigentlich ist es doch egal, wer sie für uns stellt – Hauptsache, wir finden sie! 3 Punkte mit Herz.

bedenklich? 37 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 16 Antworten

dustyOn3

Antwort löschen

Super Kommentar!


dustyOn3

Antwort löschen

Super Kommentar zu einem schlechten Film! :-)


Memduman

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Meine Güte... Ein wahnsinnig schwieriger Film, und als Blockbuster so mutig, wie man es niemals für möglich gehalten hätte. Am ehesten das, was zum berühmten "Achterbahnfahrt"-Vergleich passt, und das auf mehreren Ebenen. Wahrscheinlich sogar auf mehreren Ebenen, als einem beim 1. Mal aufgefallen ist. Und noch mehreren, als man erahnt.
Der Film ist eine radikale Kampfansage an die Männerwelt, gutem Geschmack, Dramaturgie, kalkulierter Anti-Dramaturgie, Hollywood, Filmgenres, Nerdism & Geekism, Schauspielkunst,... das kann ewig so weiter gehen. Ach und natürlich dem Zuschauer. Besonders dem Zuschauer, jedenfalls über weite Strecken. Nicht selten beschleicht einen das Gefühl, dass Herr Snyder (absichtlich) alles erdenkliche tut, dass man während des Filmkonsums Antipathie entwickelt. Man soll verwirrt sein, abgeschreckt, vielleicht sogar gelangweilt. Und billig soll man das alles finden, oder wenigstens etwas. Ich kann auch nicht bestreiten, dass ich nicht selten gekämpft habe. Und gleichzeitig bittet er sein Publikum, doch bitte sein Hirn anzuschalten, und eine gewissen Humor. Das ist verdammt schwierig zu erklären, was in meinem Kopf während des Guckens geschah. Die Nörgeleien über die gefährliche Ästhetik, das Anti-Schauspiel und dem Geschichtsverlauf wechselte sich ständig ab mit Bewunderung für die Stilsicherheit, die Schauspielführung und dem Fortlauf der Geschichte.
Ja, so etwas hat man beim Lesen irgendwie erwartet, dass jetzt so eine Gegenüberstellungs-gut-schlecht-paradox-Wertung kommt. Und hier entfaltete sich auch meine größte Faszination: Wenn man gerade mit imaginärer Scheiße auf den Bildschirm werfen will, verliert man sich in Deutungsmöglichkeiten, Metaphern werden erkannt und das Gehirn rattert. Bis meine Instinkte wieder den fürchterlichen Geruch der Scheiße riechen, ich wieder beschließe zu werfen. Und beim Zielen erkennt man gleich die nächsten Hintergedanken Snyders, und die Auseinandersetzung geht wieder los. Das geht unzählig oft so weiter, am Anfang häufiger der Scheiße-Reflex, zum Ende hin öfter die Auseinandersetzung.
Ob dies angestrebt war möchte ich nicht behaupten, aber auf ganz bizarre Weise... ganz ganz bizarre Weise... akzeptierte ich irgendwann den Scheißehaufen auf meiner Hand. Weil die Faszination, dass ich immer kurz vorm Wurf (also vorm endgültigen Urteil) auf Puzzleteile aufmerksam wurde, welches ein fieses, kluges, aber auch radikales Endgemälde immer deutlicher werden ließen.
Und nach dem 6. Mal, wo die Kehrseite der Kehrseite meiner instinktiven Gedankenimpulse offengelegt wurden (und der eklige Geruch irgendwann zur Gewohnheit, ja, fast schon zur faszinierenden Voraussetzung wurde); nach unzähligen Genital-Symbolen, Geschlechterkämpfen, Abrechnungen (und und und) kommt dann DIE Erkenntnis. Dass dieser riesengroße optische Overkill im tiefsten Kern ein Drama der reinsten Sorte ist. Und noch viel bitterer, als man zu Anfang glaubte. Die Stumpfheit gibt sich mit respektabler Sensibilität die Klinke.
Doch unantastbar ist Snyders Werk auch nicht unbedingt. Man wird oft genug in die Irre führt, so dass man sich irgendwann fragt, ob er damit nicht Schwächen des Films überstrahlen möchte. Auf jeder Ebene kann man dem Film (berechtigterweise) etwas vorwerfen, weil man zum Teil auch einfach nicht mit Sicherheit weiß, was Snyder will. Wie sieht es mit dem Musikeinsatz aus, ist der ernst zu nehmen oder beabsichtigt-ironisch? Ist eine (unfreiwillig) komische Einlage gefährlich gesetzt und kann somit das Gesamtkonstrukt der Wahrnehmung irreversibel beschädigt werden? Hätte man die Geschichte ausfeilen können? Wann, wo und wie lange hört der Denker Snyder auf und fängt der Fetisch-Snyder an, der doch mal auf seine Mädels glotzt oder sich in der Über-Optik verliert? Kommen die Attacken auf das Potenzwesen "Mann" auch genau dort an, oder kann man sie mit etwas klugem Denken nicht wieder in eine pro-maskuline Ebene schieben, die das männliche Überlegenheitsgefühl steigert?
Bewerte ich gerade wirklich Snyders Werk, oder doch nur die Ambitionen, die er hatte, ungeachtet dessen, ob und wie gut sie erfüllt werden?
Fragen über Fragen. Hätte, könnte. Dieser Mut und diese Hingabe zum eigenen Kunstwerk, so radikal und vielleicht auch fehlerhaft sie sein mag, brauchen so etwas nicht unbedingt. Diese andersartige Herangehensweise, eine Geschichte zu erzählen; das Medium Film mal wieder erfrischend unkonventionell-unkonventionell zu nutzen & den Begriff "Mainstream-Blockbuster" vielleicht nicht zu revolutionieren, aber mit neuer Farbe zu lackieren (und ohne Angst über die (Teller-)Ränder zu malen), verdient von mir Respekt und Anerkennung.
Wie es der "Sucker Punch" eben voraussetzt, wird man genau dann getroffen, wenn man es entweder nicht erwartet oder auch einfach nicht getroffen werden möchte. Es erklärt sich von selbst, dass man diese Vorgehensweise (die sich durch weite Strecken des Filmes wie ein roter Faden zieht) nicht wunderbar finden muss (und demnach große Teile des Filmes auch nicht). Ich habe auch im Gefühl, dass sich meine Wertung in kürzester Zeit ändern kann. Doch ich muss mich jetzt erst einmal von meinem ersten Schlag erholen, denn die Zweit-, Dritt- und Viertsichtung ruft. Und eine Sache, die ich nicht oft genug hören kann, hatte der Film (mir) auch zu sagen: Frauen sind die besten Menschen der Welt.

bedenklich? 15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 12 Antworten

Memduman

Antwort löschen

@Haschbeutel: Sehe ich ähnlich, jedenfalls kommen die Männer nicht besonders gut weg :D
@Dmitrij: Yeah, wohooo ^_^
@vPidschv: Die Tendenz nach oben ist bei mir ähnlich, generell entscheide ich mich eher zugunsten positiver Gefühle, wenn ich mir uneinig bin. Und ja, Sucker Punch ist wirklich wahnsinnig schwer zu bewerten... Deswegen mach ich es mir einfach und klassifiziere ich ihn als "sehenswert", hehe :P
@VisitorQ: Warum er so extreeeem gehasst wird versteh ich auch nicht so recht, obwohl es doch so viel weiteren Müll gibt, der vergessenswerter ist als dieses (für einige misslungene) Experiment, aber nicht so gehated wird. Wenn ich ehrlich bin muss ich aber sagen dass es ein leichtes ist, den einfach abzustempeln. Hätte ich im Vorfeld nicht soviel darüber gelesen (und vorallem wären die Bewertungen nicht so extrem ausgefallen) wäre ich gelassener an den Film gegangen & hätte eventuell weniger darin gesehen :O


Melcon

Antwort löschen

Ich bin noch nicht mal der Meinung das Sucker Punsch auf Frauen-Männer Verachtung/Misshandlung ansetzt, sondern eher die Hauptmessage für Alle der Ausbruch aus Zwängen oder einer miesen Vergangenheit künstlerisch herausarbeitet. Insofern ist er auch eine gesellschaftliche Kampfansage und lässt sich eher wie ein Gedicht zwischen den Zeilen, oder im Nachklang lesen. Ich bin mir ziemlich sicher das Sucker Punch kein Misslungener Mainstreamschrottkinofilm ist, sondern einfach für die meisten nicht Zugänglich.


keinohrhase88

Kommentar löschen
Bewertung0.0Hassfilm

das ist sexistisch und frauenverachtend. keine frau sollte den film mögen!!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 12 Antworten

krebsmachtfrei

Antwort löschen

Eine Satire? Grundgütiger. Wird ja immer besser.


Martin Oberndorf

Antwort löschen

Ich hoffe, das hilft beim Verstehen:
http://www.moviepilot.de/news/wir-haben-sucker-punch-nur-falsch-verstanden-120191


claudia.weidauer.5

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

irgendwie war der gar nicht so mein fall, ich empfand das ganze als extrem übertrieben, weniger ist eben manchmal mehr. handlung war klar und verständlich aber das drum herum war ZU EXTREM übertrieben meiner meinung nach. ist aber nur meine persönlich meinung und jeder kann und mag es gern anders sehen.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Fans dieses Films mögen auch