Unthinkable

Unthinkable (2009), US
Laufzeit 97 Minuten, FSK 18, Thriller, Drama

6.8 Kritiker
9 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.1 Community
1204 Bewertungen
116 Kommentare
Unthinkable - Bild 3873976
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von Gregor Jordan, mit Michael Sheen und Samuel L. Jackson

Als ein Terrorist die Standorte von drei nuklearen Sprengköpfen herausfindet, ist die nationale Sicherheit der USA gefährdet. Nur zwei Tage bleiben den Behörden, um sie vor ihrer Detonation zu entschärfen. Wie weit ist FBI-Agent Henry Herald (Samuel L. Jackson) bereit zu gehen, um das Undenkbare (OT:Unthinkable) zu verhindern.


Cast & Crew


Kritiken (4) — Film: Unthinkable

evants.com: eventsandtrends.com

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6.5Ganz gut

Regisseur Gregor Jordan musste für seinen Thriller "Unthinkable" mit einem stark limitierten Budget auskommen. Dies mehr man dem Film aber kaum an – nur die Nebenrollen hätten stärker besetzt werden können. Im Mittelpunkt stehen Jackson, Sheen und Moss – und diese ziehen die volle Aufmerksamkeit auf sich. Zudem bietet "Unthinkable" einige gekonnte Wendungen, die Spannung erzeugen. Das Thema Folter selbst ist natürlich nicht ganz einfach zu behandeln. Regisseur Jordan versucht zu vermeiden, sich auf eine der Seiten zu stellen. Er zeigt bei allen Charakteren nachvollziehbare Handlungsmotive auf, die es den Zuschauern schwer machen, sie auf eine Seite zu stellen. Somit regt der Film zum Nachdenken an – Ziel erreicht. Allerdings sollte beachtet werden, dass "Unthinkable" zurecht erst ab 18 Jahren freigegeben ist – er bietet phasenweise sehr harte Kost.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

LuGr: MovieMaze / NEGATIV u.a.

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6.5Ganz gut

Der grundsolide Eindruck von UNTHINKABLE bleibt (...) bestehen, allerdings kommt dem spannenden Politthriller ein zunächst ethisch wie inszenatorisch selten gesehener Ansatzpunkt abhanden, der ihn im politisch domestizierten Hollywood-Genreeinheitsbrei versickern lässt.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

No.Name

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Nee, hab ich nicht gesehen. Ich verstehe nur diesen letzten Satz nicht - wahrscheinlich muss ich mir den Film erstmal anschauen, damit ich das kapiere ;)


LuGr

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Der Film nähert sich der "Terrorsit hat Bomben gelegt und die werden gesucht"-Thematik auf anders als üblich und stellt moralische Fragen. Aber ja, das Anschauen lohnt sich durchaus ;-).


Christoph Schelb : Outnow.ch Christoph Schelb : Outnow.ch

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7.5Sehenswert

Unthinkable ist ein Thriller, der seine Spannung zwar nicht die ganze Spielzeit hochhalten kann, aber trotzdem fesselt. Fragen über Recht und Unrecht werden gestellt, ohne die Antwort zu geben. Ein starker Film, dessen Handlung zwar etwas konstruiert wirkt, aber dank der eine ideale Ausgangslage geschaffen wird für ein moralisches Dilemma.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Spideragent: http://darkagent.blog.de/

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8.0Ausgezeichnet

Ein Film mit drei kinotauglichen Stars und aktuellem Inhalt, in dem die USA von einem Terroristen bedroht wird? Warum der nicht in Amerika oder irgendwo sonst ins Kino kommt? Weil hier die Grenzen von Gut und Böse nie klar gezogen werden und der Film keine Helden hat. Außerdem würde das Foltern der amerikanischen Feinde doch nie von höchster Regierungsstelle abgesegnet werden, so etwas ist doch völlig unrealistisch, oder?

Wirklich toll hier sind die drei Hauptrollen und deren Darsteller. Vor allem Michael Sheen liefert eine oscarverdächtige Performance ab. Man weiß als Zuseher nie, was genau in seinem Kopf vorgeht. Anfänglich wirkt er friedlich, ja sogar unterwürfig, er habe die Folter verdient und gibt sich seinem Schicksal hin. Im Verlauf der Handlung wird jedoch deutlich, dass er niemals aufgeben wird, egal wie schlimm seine körperlichen Qualen auch sein werden. Um seine Entschlossenheit zu beweisen, geht auch er über Leichen mit der Rechtfertigung, dass dies amerikanische Soldaten täglich tun.

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Kommentare (112) — Film: Unthinkable

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DukeNukem

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mutiger Film, mutiges Thema. Klar ,dass sowas gerade in Deutschland polarisiert. Will jetz auch gar nicht groß rumreden wer da jetz im Recht ist, wie weit man gehen darf usw..Da muss sich jeder seine eigene Meinung bilden.
Es ist nur ein Film. Und zwar einer mit einem sehr realistischen Thema. Schwere Kost

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Moe

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Gut oder Böse? Richtig oder Falsch?
Der Film erinnerte mich sehr stark an "Gesetz der Rache". Da war die Grenze zwischen Richtig und Falsch auch sehr dünn und schwer erkennbar. Allerdings war da Gerard Butler, meiner Meinung nach, sympathischer als Michael Sheen, den ich aber auch als Schauspieler schätze (Frost/Nixon).
Es war schon etwas grenzwertig. Aber ich denke, das Budget für den Film war nicht sehr groß und dafür war der Film wirklich gut gemacht.
Und ich bin nach wie vor überrascht, wie gut Samuel L. Jackson aussieht trotz seines sehr fortgeschrittenen Alters von 63 Jahren oder so.
Ein spannender Film über physische und psychische Political (In)Correctness oder auf Altdeutsch: Folter.

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three$bill

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Bewertung5.5Geht so

Der Film macht sich eine sehr schwierige und sperrige Thematik zu eigen. Leider verpasst er dabei den Kern der Thematik. Es gibt kein Schwarz und Weiß. Kein Gut, kein Böse!

Eben genau das lässt der Film auf die Zuschauer los, um diesen in eine moralische Zwickmühle zu manövrieren. Dabei verliert der Film allerdings an Tiefe und Glaubwürdigkeit.

Jackson spielt einen eiskalten Folterknecht, der Spaß an seiner Arbeit hat. Moss stellt die extreme Gegenperson zu Jackson dar und soll somit als Idenditätsfigur des Publikums dienen und eine Brücke zwischen Zuschauer und Jackson schlagen.
Dieser Konflikt zwischen Jackson und Moss trägt den Film und macht dessen Qualität aus. Leider erreicht dieser Konflikt nie die nötige Intensität und gerade im Showdown stürzt dieses tragende Element ein.

Die klassische, moralische Frage bleibt bestehen:"Darf jemand gefoltert , gar getötet werden um ein anderes Leben zu retten?"

Die Film verheddert sich in zu extremen Darstellungen und verliert dabei die Balance. Sicher stellt sich die Zuschauer nach dem Film die Frage:"Wie hätte ich gehandelt?" War das der Sinn des Filmes, so sei dieser erfüllt.
Leider lässt der Film viel Potential liegen, um Anstoss für eine tiefgründen Gedanken und eine intensive Diskussion zu sein.

Schade.

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Martin Quilitz

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich bin zwar recht spät mit meinem Urteil, aber der Film ist fantastisch. Samuel L. Jackson spielt hier eine glänzende Rolle auf dem Weg zur Aufklärung. Ein Klasse film über einen Terroristen der sich stellt und letztlich hart bleibt, auch wenn Jackson mit allen mitteln versucht die Wahrheit aus ihm herauszuquetschen, mit dramatischem Ausgang. Top Film, toller Abend!

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Patrick Zecca

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

„Man stirbt als Held, oder lebt so lange bis man selbst zum Bösen wird.“
Bei keinem anderen Film erschien mir dieses Zitat aus „The Dark Knight“ treffender als bei diesem.
Die „Guten“ leben in dem Dilemma diese eine Schwäche zu haben, Grenzen zu kennen die sie ihrer Meinung nach vom „Bösen“ unterscheidet. Dieser Film aber zeigt, dass es Situationen geben kann, in welchen diese eine, absolute Grenze überschritten werden muss, um zu verteidigen woran man glaubt. Die Frage ist: Ist dieses dann überhaupt noch vorhanden? Oder wurde man selbst zu dem Bösen, das man zu bekämpfen versuchte?

Auch wenn sich dieser Film dieser Thematik sehr viel direkter und plumper annimmt, als es eben jener Batman tut, so ist die Geschichte rein menschlich doch komplizierter als es zunächst scheint.

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FordFairlane

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Bewertung6.5Ganz gut

Das Thema ist wirklich mal starke Kost, doch leider merkt man dem Film das geringe Budget deutlich an. Samuel L. Jackson überzeugt als Hauptdarsteller und das Finale ist sehr fies. Für einen netten abend genau das richtige

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as-aka-der-streuner

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

das war mal wieder ein film, man das war echt aufregend wie schon lange nicht mehr, Samuel. L. Jackson's Aura ist immer wieder ein genuss, er ist & bleibt meine Nr.1,genialer charakterdarsteller... aber auch das restliches cast ist so geil ausgewählt, respekt ! über die geschichte will ich nicht soviel sagen,man sollte den film einfach auf sich wirken lassen...

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HerrSpitt

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Bewertung6.5Ganz gut

Sehr derber film, nach dem Schauen war mir leicht übel zumute.

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the assassin 666

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Bewertung2.5Ärgerlich

9/11 war eine schreckliche Tragödie aber halbgare Pseudopropagandafilme nützten auch keinem Opfer egal auf welcher Seite etwas, sie verdrehen viel mehr die Wahrheit.

Unthinkable Kritik:
Unspannendes, geschmackloses Folterfilmchen das direkt aus der Pentagonvideothek von George Bush stammen dürfte.

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PommesPapst

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Bewertung9.0Herausragend

Ein sehr gutes Beispiel dafür, dass der Zweck die Mittel heiligt und eine angebrachte Frage, ob es die "Guten" oder die "Bösen" überhaupt gibt.

Am Ende des Films stellt sich mir erneut die Frage, die ich nie beantworten konnte:

Wie viel ist ein Menschenleben wert? Ist es unendlich wertvoll oder nur so teuer wie die Kugel, die es beendet?

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silasmwu

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Bewertung4.5Uninteressant

Für mich ein Propaganda-Film, der die Folter als Befragungsmittel rechtfertigt. Das sollten in keinem Fall unsere westlichen Werte sein, sind es aber leider scheinbar, wenn man einen Blick auf amerikanische Methoden im Hinblick auf Terrorismusverdächtige wirft. Dieser Film hat einen bitteren Nachgeschmack bei mir hinterlassen.

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dbeutner

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Wir hatten das ja schon, und es wird auch das Einzige sein, was ich in diesem Strang poste:

1.) Der Film ist Propaganda in Reinstform ("Propaganda bezeichnet einen absichtlichen und systematischen Versuch, Sichtweisen zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren und Verhalten zu steuern, zum Zwecke der Erzeugung einer vom Propagandisten erwünschten Reaktion"). Propaganda wirkt insbesondere dann, wenn sie nicht brachial, sondern subtil daher kommt.

2.) Weder meine noch silasmwu's noch duffy's persönliches Empfinden ("finde ich Folter nach dem Film gut?") geben hier den wertenden Ausschlag (allerdings kann man ja ohne weiteres, auch das ignoriert duffy fortlaufend, sehen, dass der Film zumindest nicht gar so wenige - eventuell schlicht schlichte oder gar böse - Gemüter überzeugt oder in ihrer Foltertoleranz zumindest festigt). Im Gegensatz zu duffy (der genau so "argumentiert", man kann das nicht ernsthaft so nennen) hat silasmwu hier schon den Unterschied zwischen "hat mich (nicht) überzeugt" und "wie ist der film gebaut, wen versucht er wie wohin zu bekommen" erkannt. Wirklich schön umschrieben hat silasmwu das mit "Der Film will also Folter nicht beschönigen, sondern sie in einem Falle, in der sie als einziger Ausweg scheint, rechtfertigen."

3.) Genau zu letzterem Zweck existiert das TickingBombSzenario und wird zu diesem Zweck seit Jahrzehnten gepredigt. Man lese nur die Brugger-Aufsätze (als Einstieg reicht schon Endnote 13 in http://www.stop-torture.de/resolution.html). Und wenn man weiß, dass mit diesen "Argumenten" (hier sind es mal welche, auch wenn sie eine ekelhafte Position verteidigen) am Ende tatsächlich gerade etwa in Israel, aber eben auch den USA die bekannten und "gebilligten" Folterungen "durchgehen", dass damit Menschen dazu gebracht werden, das zu schlucken, dann ist das weit weg von jeder theoretischen Auseinandersetzung.


duffy

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Jetzt geht der Hirnschiß wieder los. Halte mich bitte aus deinen paranoiden Weltvorstellungen raus. Und deine lächerlichen Angriffe gen meine Person kannste dir auch dahin schieben, wo keine Sonne scheint.


derbierkoenich

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

sau spannend!

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dbeutner

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Bewertung0.0Hassfilm

Um's gleich zu sagen: Ich habe den Film nicht gesehen. Und halte mich auch entsprechend kurz: Wer das Ticking-Bomb-Szenario als Film als Folter-Statement behandelt, für den habe ich so gar nichts übrig. Und wer meint, in Fragen der Folter (gleiches gilt für die Todesstrafe) gäbe es so etwas wie "Neutralität", ist schwer auf dem Holzweg. Wer hier "Neutralität" beansprucht, hat sich tatsächlich von einem Grundverständnis von "Rechtsstaat" etc komplett und endgültig verabschiedet.

Zum Hintergrund des Ticking-Bomb-Szenario und der entsprechenden Diskussion in Deutschland, die von Brugger seit langem forciert wurde und in Daschner ihren vorläufigen Vollstrecker gefunden hat: http://www.stop-torture.de/resolution.html

Ansonsten noch die Anmerkung, dass ich S.L.J. einen tollen Schauspieler finde, aber mit dem Film hat er nun schon mind. das zweite Mal inhaltlich /aber so richtig/ daneben gelangt ("Rules of Engagement" ist der andere mir bekannte Fall). Frage mich, wie der politisch tickt... (sehr unsauber scheinbar).

Zum Kotzen.

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dbeutner

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Ja nee klar... die Aussage ist aus dem Zusammenhang gerissen und ist in ihrem Zusammenhang gar nicht das, wie es aussieht... nee klar... Witzbold... :-)


Benner

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:-)


KlapTrap

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Bewertung6.0Ganz gut

Meine allererste Leselektüre dürfte ein abgewetzter John Sinclair-Band von meinem Vater gewesen sein, in Sachen Hörspiel kam gleich nach den DREI ??? die Horrorreihe von H. G. Francis, und die ersten Filme die mich dazu trieben nachts heimlich ins Wohnzimmer zu schleichen, und den TV wieder anzuschalten, waren die klassischen Dracula und generell Hammer-Studio-Filme.
Was dieser exhibitionistische Vitaausschnitt nur sagen soll : Probleme oder gar moralische BEdenken, was das Anwenden und Stilisieren von Gewalt und Horror in Unterhaltungsmedien angeht, hatte ich wohl nie.
Mein sechsjähriges Ich würde wohl sagen :"Bockt doch !".
Mein heutiges, zwar mit mehr Informationen aber ungleich mehr Wissen behaftetes Ich würde auf das Wissen um die 4th Wall verweisen, die gestalterische Freiheit der Kunst (sowie Unterhaltungsindustrie !) hervorheben, sowie den Umstand bekanntgeben, das Moral-Verweise in Kritikergüssen zwangsweise für mich nach Blasentee, und vor allem Unverständnis riechen.
Zudem ist man mit dererlei Argumentationskette nur einen Schritt von Sachen wie den "Killerspieldebatten" entfernt, was wiederrum nur ein Schritt von dem Vorgang entfernt ist, seine Texte mit Worten wie "menschenverachtend" oder gar "faschistisch" ins lächerliche zu ziehen.
Wenn ich als Teen in einen Auto-Scooter stieg, wusste ich , das ich mir den Thrill eines vorgetäuschten Auto-Unfalls für nur wenige D-Mark kaufen konnte, wenn ich mir die billigsten Videotheken-Grusler reinzog, wusste ich das ich für ungefähr das gleich Geld an einer simulierten Nahtoderfahrung teilnehmen konnte.
Denn Sex, Sex bekommt man überall, und Informationen darüber waren dank den Schulhöfen dieser Welt niemals Mangelware.
Tod aber, Tod war anders.
Tod war verschwiegen, waren schweigenden Leichenbestatter und heulende Eltern und merkwürdige Rasenplätze, und viel, viel zu weit weg von dem eigenen Erlebniskontext.
Ältere Menschen sieht man gar selten in der Horrorecke der Videotheken, oder der neusten Vorstellung von FINAL DESTINATION.
Ältere Menschen brauchen den Thrill, brauchen die Simulation nicht mehr.
Sie schlagen die Zeitung direkt bei den Todesanzeigen auf, sie waren auf mehr Trauerfeiern als ihnen lieb sein kann, sie stehen quasi unmittelbar in Kontakt und brauchen nichts mehr simulieren.
Auch für mich sind die Zeiten, als das neuste, kopierte Videotape, das ein Schulfreund dritten Grades heimlich von seinen Eltern abgezogen hat, und in dem man amoklaufende Kettensägenmonster dutzendweise Cheerleader enthaupten sehen konnte, und das durch diesen Umstand prompt in meine Lieblingsfilmliste aufstieg, längst vorbei.
Irgendwann hat man alles gesehen, irgendwann entdeckt man andere grüne Wiesen.
Aber vergessen, vergessen hab ich deswegen noch lange nicht.
Weder mein jugendliches Ich, noch warum es eine solch tiefe Faszination für dererlei Themen empfand.
Und geblieben ist eine Verständnis.
Verständnis für die Notwendigkeit dererlei Genres, welche Mittel sie anwenden, und welche Fanschichten sie bedienen.
Auch noch der billigst heruntergekurbelte Massenmord-Expolitation-Flick ist far from "menschenverachtend" (wohlgemerkt : solange es außerhalb eines politischen Kontexts passiert) - sondern eigentlich genau das Gegenteil.
Er gibt dem überbordenen Adrenalin, das gerade in jungen Jahren rauscht, eine Mauer um sich daran zu brechen, und er lässt die, die es wollen hinter einen Vorhang sehen, der sonst aus Schweigen besteht, aus Verweisen auf die "krankhaftigkeit" und "Morbidität" dererlei Dinge.
Er sagt dir nicht "Du bist ja nicht ganz richtig im Kopf... Du bist krank !" - Er sagt dir : "Hier, schau dir das an, dein Interesse ist ein ganz natürliches".
Lange Rede - kurzer Sinn : Gewalt in der Unterhaltung hat seine Berechtigung schon dadurch, das es eine Nachfrage dafür gibt.
Und diese Nachfrage generiert eben nicht zehn Millionen Pschyokiller, sondern durchaus auch - soviel common sense sollte sein - ganz normale Staatsbürger, die eben keinen perversen Fetisch etablieren oder Nachts heimlich Hamster verprügeln.
Ob man sich mit dererlei Dingen auseinandersetzen möchte, ist dann wieder eine andere, persönliche Frage, aber in ihrem Kern sollte sie so nichtig sein, wie die Wahl zwischen Burger King und Mc Donalds.
Ist sie aber nicht, in den Kritik-Brutstätten dieser Welt geht es immernoch so bigott zu, wie bei Omas Kaffekränzchen, und Filme wie UNTHINKABLE müssen sich dann wieder einmal exemplarisch die Frage gefallen lassen, wie weit Unterhaltung gehen darf.
Zumal UNTHINKABLE tatsächlich Eier hat, sich mit einem shiny Popcornposter bewirbt, sich mit bekannten Unterhaltungsdarstellern ausschmückt, sich mit einem schmissigen Popcorn-Thriller-Anfang in Szene setzt, und erst dann die Hunde von der Kette lässt.
Logisch, das sich viele, die sich ihren Thrill früher nicht aus den dunkelen Ecken der Videotheken gesucht haben, getroffen aufheulen.
Es ist ihr gutes Recht !
Denn eigentlich ist UNTHINKABLE eine Mogelpackung, ein Wolf im Schafspelz.
Hier werden politische, moralische Dilemma aufgefahren (natürlich nur oberflächlich), hier werden tolle Schauspielleistungen geboten und eine gekonnte Dramaturgie aufgebaut, einzig und allein, um in seinem Zentrum eine Folterorgie zu positionieren.
Nicht "for the greater good" - nicht um damit irgendwo anzukommen, sondern alleine um zu unterhalten.
Wie gesagt : Hab ich kein Problem mit - ich kann aber hier auch besser, als in jedem andern Film verstehen, warum man damit ein Problem haben könnte.
Wenn man zu Burger King geht, will man nunmal keinen Whopper.
Schon gar nicht, wenn man Vegetarier ist, und eigentlich nur einen FEldsalat und einen Mc Flurry bestellt hatte.
Für mich war UNTHINKABLE generell ein launiger, kleiner Thrill, der allerdings zu wenig bietet, um noch einmal zu ihm zurückzukehren.
Seine Handlung ist minimal, seine Charaktere zu nebensächlich um ihnen Entwicklung zu erlauben, sein Ende nicht *bamm* genug, um als "Mindfuck" und Aufwerter gerecht zu werden.
Im Grunde ist UNTHINKABLE, auch wenn sich hier viele krümmen werden, das HOSTEL der Hochglanzthriller, denn all diese Punkte kann man unumwunden auf Roths Exploitation-Flick anwenden.
Und überhaupt HOSTEL und damit ein Punkt der mir schon beim Sehen des Filmes im Kopf ratterte, der mir beim Überfliegen der Kommentare noch stärker hervortrat, und der eigentlich der Grund für das lange Textintro darstellte.
HOSTEL ist ein Film der sich selbst ganz ehrlich als Splatterfilm bewarb, mit der Absicht ein paar Teenager mal ordentlich an den Magen fassen und krümmen zu lassen, indem er seinen Protagonisten ein paar Körperteile abforderte.
UNTHINKABLE ist ein Film, der unter dem Deckmantel des politischen und menschlichen Dilemmas vorgibt eine relevante Geschichte zu erzählen, nur um einem Protagonisten ein paar Körperteile abzufordern.
Ganz ehrlich, hätte ich so etwas wie moralische Bedenken bei simplen Unterhaltungsfilmen, ich würde UNTHINKABLE ganz klar als den verlogeneren der Beiden ansehen.
Merkwürdig und enttarnend, das die allgemeine Wahrnehmung gerade anders herum verläuft !
Merke : Wenn du nicht Roths sondern Jackson heißt, wenn du dem Film einen großen Namen und eine weltliche Dimension anhaftest, dann darfst du gerne auch mal ein paar Fingerchen abhacken.
Die Kriktiker nicken das dann einigermaßen konsterniert ab, und auf Omas Kaffetaffel dürfen mal wieder die Untersetzer klappern.
Strange !

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alanger

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sehr schön. also das mit deiner kritik. nicht das mit duffys hamster und deinen hasen!


KlapTrap

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Du weißt gar nicht, wie verschlagen diese Viecher sein können...


alanger

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Bewertung9.0Herausragend

natürlich mögen wir kein schlechtes wetter, wir mögen es nicht wenn wir zusammengeschlagen werden und wir mögen es nicht krebs zu bekommen.

das alles mögen wir nicht, aber all das ist möglich.

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alanger

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süffisant, also bitte ;)
ja, ich fand ihn wirklich unerträglich.
und spannend.
also really.


KlapTrap

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Okaaay...wird unter Schmerzen im Auge behalten..


Siwasi

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Bewertung7.0Sehenswert

Als ich mir den Film zum 2. Mal mit meiner Frau angesehen habe, sagte sie nach kurzer zeit, Agentenfilme mag sie nicht. Ich überredete sie weiter zuzuschauen. Am Ende sagte sie es wäre erschütternd wenn es so etwas wirklich gäbe. Ein bedrückendes Szenario das auf der heutigen Welt durchaus möglich sein kann. Ein großartiger Samuel Jackson, außergewöhnliche Story und die Frage: Ja oder nein!

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Lukin1971

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Bewertung9.0Herausragend

Der Film Unthinkable spielt mit ethischen und moralischen Konflikten und einem Psychduell zwischen der Polizei und dem Attentäter.

Der Film ist verstörend, könnte aber auf realem Hintergrund basieren, was um so erschreckender ist.

Er zeigt die Abgründe und die Schwierigkeiten abzuwägen, wie weit man gehen darf, um eine Katastrophe und den Tod von zig Tausend Menschen zu verhindern.

Der Film wirft extrem viele Fragen auf und dient ideal als Grundlage für eine anschließende Diskussion.

Die schauspielerischen Leistungen sind auch durch die Bank weg (trotz des geringen Budgets) super.

Allerdings ist der Film wie eine Art Kammerspiel und geschmacklich nicht für jeden geeignet. Er ist auch bei weitem keine lockere und leichte Kinokost, sondern liegt schwer im Magen.

Trotzdem ist die Thematik und der im Film gehandelte Umgang damit hochinteressant.

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lieber_tee

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Bewertung6.0Ganz gut

Packender, gut gespielter und fast kammerspielartig inszenierter Thriller. Es werden interessante Denkanstöße gegeben und nachdenkenswerte moralische Fragen gestellt. Der Film bestätigt allerdings wiedereinmal alle Klischees über "islamische" Terroristen und über das "böse" Militär. Besonders das Ende ist mehr als zwiespältig, da die vorher kritisch beleuchtete Frage, nach einem Recht auf Folter in Krisensituationen, für einen billigen Effekt geopfert wird.

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Dorpmaniac

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Hostel meets 9/11...

_______SPOILERALARM_______

Lege ich persönlich Hand an an zwei Kinder (ohne dabei Priester zu sein), oder lasse ich es zu, dass Menschen in Tausenden verdampfen, Wohngebiete zerstört werden, Wohnfläche auf Jahrzehnte eher Jahrhunderte unbewohnbar wird? Und von den möglichen Spätfolgen, wie Krebs und Mutationen (und wir sprechen hier nicht von den coolen X-Men) reden wir jetzt nicht. Auch die innen- und außenpolitischen Konsequenzen sind kaum zu berechnen...

Also: zwei Kinder? Oder Alles?

Und je nachdem, wo die vierte Bombe ist, nur der Zuschauer weiß es ja, würden die Kinder nicht möglicherweise eh sterben...?

Zwei? Kinder?
Agrarland? Wohnfläche? Politik?Tausende? Menschen? (AUCH! KINDER! VIELE! KINDER)

Nur weil ich nicht mag, dass Kinder gefoltert werden, lasse ich den Tod von Tausenden zu?
Nur, weil ich nicht selbst Hand anlege (oder dabei zuschauen muss), soll es mir nach dem Anschlag besser gehen? (Vorausgesetzt es erwischt mich nicht bei der Detonation)

Und wenn es zum großen Knall kommt und ich wegen der Strahlung morgens Büschelweise Haare im Bett habe und Blut huste und mich vor Schmerzen kaum noch bewegen kann, egal, wie viel Jod ich fresse, wäre ich dann immer noch überzeugt, dass meine Entscheidung, keine Hand an Kinder zu legen, richtig war?

Klar... der Mensch ist ja offensichtlich immer völlig uneigennützig...

Und das Wissen um die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Bombe ist gar nicht so gering gewesen...

Für mich eher eine Wahl zwischen Pest und Cholera. Würde ich da stehen und entscheiden müssen, könnte ich - egal, wie ich wähle - mit der Entscheidung mit Sicherheit nicht leben...

Keiner sagt in dem Film konkret "Ja" zum Foltern, außer 'H' (Jackson) - und selbst er kritisiert diese Vorgehensweise, sieht es aber als notwendiges Übel (und als Spiel "Entweder ich gewinne oder du", möglicherweise auch eine Form der Verarbeitung) an und würde sogar aufhören, wenn man es ihm von ganz oben befiehlt. Aber dieser Befehl bleibt aus... Und alle - ALLE - sehen mit vielen Bedenken zu, egal, wie sehr sie protestieren - ob durch Gespräche mit Vorgesetzten (als ob das je etwas gebracht hätte) oder kurz aufflackernde Gewalt - sie sehen alle zu...

Wäre es Helen Brody (stets ein wenig unterkühlt, aber so mag ich sie: Moss) wirklich wichtig gewesen, dass er damit aufhöre, wegen Menschenrechte und dem Blabla, dann hätte sie genug Zeit gehabt, damit an die Öffentlichkeit zu gehen... Aber dafür war dann die persönliche Karriere (Single, keine Freunde - sie hat nicht mehr als ihre Karriere) wohl doch zu wichtig gewesen. Persönliche Einschränkungen werden nicht in Kauf genommen. Aber Hauptsache mal protestieren...

Auch der Soldat, der sein Namensschildchen abgenommen hat, da er sich mit diesen Aktionen nicht mehr identifizieren kann - als Soldat der Vereinigten Staaten. Aber: er guckt zu.

War das alles wie ein Autounfall? Ganz schrecklich, aber man kann nicht wegschauen...

Die Großen der Politik gaben ihr ok...

Ist die Frage hier wirklich, wie weit würdest du gehen, um an Infos zu kommen? Oder ist die Frage, welche PERSÖNLICHEN Konsequenzen würdest du für dich selbst in Kauf nehmen?

Und wer in dem Film gesagt hat, Folter bringt nichts, der wurde eines besseren belehrt. Younger (ein sehr guter Michael Sheen) hat die Adressen dreier (!!!) Atombomben frei gegeben. Wohl kaum wegen der Luxussuite, dem sehr zuvorkommenden Service und dem All-You-Can-Eat-24-Stunden-Buffet... Mit Gratisgetränken... Und neonfarbenen Handgelenksbändchen...

Der moralische Finger war schon sehr groß in diesem Film, aber nicht so groß, wie die Aussage des Films und damit das Statement, wie die Filmmacher eigentlich zu Folter stehen.

Und machen wir uns nichts vor: Alle bitte jetzt die Hände heben, wer glaubt, die Vereinigten Staaten (oder andere "zivilisierte" Länder) foltern nicht!

Und jetzt noch mal alle die Hände heben, die Folter dulden (also wegschauen), da es ja in einem ganz anderen Land ist und daher nichts mit uns zu tun hat. Keine Bange, vor euerm Computer sieht euch keiner. Ihr könnt ruhig ehrlich sein...

Nur weil wir nicht darüber reden, es im Alltag ausblenden, verschwindet es nicht!

Die meisten von uns sind doch eine Kombination aus den drei Affen, welche weder sehen, noch reden, noch hören wollen... Da sitzt man vorm Fernseher und sieht den roten Platz, wie Studenten von Panzern überfahren werden, sieht die Riots in London, sieht Frauen im nahen Osten, die gesteinigt werden, da sie einmal Fremdgegangen sind (ich hätte meiner Ex nicht mal ne Ohrfeige geben dürfen), sieht die Geschichte einer Frau, welche zur Heirat gezwungen wurde, die aber abhauen wollte, wegen der ihr angetanen Gewalt, am Rande der Wüste gefunden wird, Nase und Ohren abgeschnitten werden und zum sterben dort liegen gelassen wurde, sieht den Hunger, die Zuhälterei, die Drogen, den Schmerz, den Tod auf der ganzen Welt. Doch warum so weit gehen: übergriffige Priester und Erzieher direkt um die Ecke, hier und da ein kleiner Amoklauf, ein wenig jahrelang geheimgehaltene Inzestuöse Beziehungen, Politiker, die mit minderjährigen rummachen - wenn auch legal, Bombenanschläge mitten in Deutschland... aber dann kommt dieses süße kleine Pandabärchen, dass im Zoo in Berlin geboren wurde - wie knuffig... Das Leben ist gut... Und das Wetter wird schlecht und man meckert. Meckert über das Wetter... Das unveränderbare Wetter... Nicht über Folter, Tod und Ungerechtigkeit auf der ganzen Welt... Sondern über den miesen Sommer 2011.

Folter ist schlecht! Folter ist wie Krebs! Folter ist eine Art Büchse der Pandorra!
Aber ist Folter wegzudenken? So schön es auch wäre...

Dann darf aber vor Gericht, ja, überhaupt gar nicht mehr gelogen werden...
Und alle müssen lieb zueinander sein... Und die Diktatoren in Afrika machen Armdrücken untereinander, um ihre Reviere zu verteidigen oder zu erweitern, anstatt halbbesoffene Kindersoldaten in den Krieg zu schicken. Oder noch besser, sie machen einfach ne riesige Friedensparty und ein Revival für Biko und Ghandi (nicht wirklich Afrika, aber wir brauchen doch eh keine Grenzen). Und alle gehen Blümchenpflücken auf dem nächsten Ponyhof. Und Krankheiten und Hunger lösen sich gegenseitig auf, da ja Minus mal Minus bekanntlich Plus ergibt...
Und die Kirche verbietet nicht mehr die Nutzung von Kondomen in Afrika, da Gott es so nicht wolle - HIV rockt ja auch viel mehr, besonders, wenn HIV-Infizierte kleine Mädchen vergewaltigen, da sie glauben, durch das Blut einer Jungfrau würde der Virus verschwinden... Super, lieber Papst, super... und Priester konzentrieren sich mehr auf das Onanieren, als auf ihre Chorknaben...

Auf der Anderen Seite muss die Kirche ja Kondome in Afrika verbieten. Papst Pius der XII hat 1941 erklärt, dass die Nazi-Politik nicht im Widerspruch zu den Lehren der katholischen Kirche stehe... Aha?

Was soll ich sagen? Der Optimist glaubt, er lebe in der bestmöglichen aller Welten... Der Pessimist weiß es!

Aber der Film war spannend, gut geschauspielert, ein Kammerspiel, dass auch im Theater funktionieren könnte und lässt den Zuschauer nachdenklich zurück.

Und dass dieser Film thematisch die Meinungen extrem spaltet, dass war schon vorher klar.

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Quills

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Hast du den Film in der Originalfassung gesehen?
Meiner Meinung nach beweist nämlich GERADE die Freigabe der drei Bomben, dass dies nur Teil des Plans war. Younger gibt drei Bomben frei, weil er wusste, dass er damit die vierte "schützt". Und eine ATOMbombe reicht eigentlich ;) Schließlich handelt es sich nicht um Autobomben.
Die Information, dass überhaupt eine vierte Bombe existiert, kann H. letztlich auch nicht durch Folter erpressen. Er gelangt an diese Info nur durch seinen gesunden Menschenverstand und weil er das erste Mal überhaupt kühl kalkuliert. Auch DAS ist ein klares Statement GEGEN Folter. Schließlich hätte es durchaus Raum dafür im Drehbuch gegeben, dass H. diese wichtige Information erhält, nachdem er die Kinder ins Spiel bringt.
Dass dies nicht geschieht, ist für mich der absolute Schlüsselmoment (wenn auch hier die Suspense gesteigert werden soll, trotzdem ist es kein "Zufall").

Alles also geplant, einkalkuliert und konsequent durchgezogen von Younger. Selbst seine Kinder gehen ihm am Arsch vorbei, er bringt sich schließlich in dem Wissen um, dass die vierte Bombe brav weitertickt. Dass sein Nachwuchs damit ebenfalls draufgehen wird, kümmert ihn wenig, selbst wenn er Brody bittet, auf die beiden zu achten. Für mich war auch diese Aufforderung ein großartiges Ablenkungsmanöver.

Younger kann man nicht foltern. Damit hat sich auch jede Diskussion erübrigt, ob Folter nützlich ist.

Die deutsche Fassung ist leider furchtbar verhunzt und sehr missverständlich. Younger verliert hier fast ein wenig Härte und Konsequenz. Teils sind auch Dialoge abgewandelt worden. So kann durchaus der Eindruck entstehen, der Film wolle Folter legitimieren.

In einem Punkt gebe ich dir allerdings zu 100% recht: Dieses Thema MUSS einfach kommuniziert werden, schließlich gibt es Folter nicht erst seit "Unthinkable". Und das vollbringt der Film meisterhaft.


Dorpmaniac

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Gefällt mir. Ich werde ihn mir dann noch mal auf englisch anschauen. Danke für den Hinweis.


patcharisma

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Bewertung2.5Ärgerlich

"Unthinkable" lässt mich völlig ratlos zurück. Ist das nun einfach ein Gewalt-Porno, der praktisch 90 Minuten lang mit einer einzigen Einstellung auskommt (die nämlich der Folter, dieses ja tatsächlich abgebrühten Terroristen) oder ist das endlich die überfällige Darstellung, was in den Verhörknästen der U.S.A. nun tatsächlich geschieht? Mit dem ganz merkwürdigen Ende nimmt der Film ganz klar Stellung für die praktizierte Folter, das wird dann jedem klar. Und Samuel L. Jackson (mit seiner bosnisch-kriegsgeschädigten Frau - was für ein blöder Side-Aspekt!) mimt den Torture-King mit einer solchen Passion, das einem Angst und Bange wird - ist das wirklich noch Schauspiel oder eher gar wahres persönliches Engagement? Auf jeden Fall ist das ein weiterer Meilenstein zum Gefrier-Tiefpunkt seines durchzogenen Schaffens. Carrie-Ann Moss gibt dem Ganzen immerhin, zwischen Coolheit und etwas Warmherzigkeit, noch etwas menschliche Seele - aber sie kommt mir vor wie eine Alibi-Übung oder ein Feigenblatt in der Gewaltdarstellungs-Intention des Ganzen.

Fazit: "Unthinkable" ist einer der Dimension neusten Art der brutalsten Filme, die ich jemals sah (aber ich kenne so Zeugs, wie "Saw" oder "Hostel" u.ä. nicht) und hat man endlich alles bis zum Schluss mit seinem eh schon angeschlagenen Nervenkostüm durchgestanden, kommt einem dann doch alles im Nachhinein vor wie eine Überdosis heisse Luft und die angedeutete Politik verblasst nur noch zum Mittel zum Zweck. Obwohl so krass auf-brutal geschwängert, wirkt alles dann plötzlich so ungemein belanglos und überflüssig. Nur 'Aspirin' gewinnt hier am Schluss, denn nach dieser endlosen Ein-Raum-Odyssée sind Kopfschmerzen garantiert. Und ein "Thriller" ist das bestimmt auch nicht, denn spannend oder eben "thrilling" ist daran nämlich überhaupt nichts und ein zweites Mal tut sich das dramaturgisch-eindimensionale und polarisierende Ding bestimmt niemand an (darauf wette ich mal im Stillen). Und eine Meta-Über-Anschau-Pflicht (weil man denkt, man verpasst noch heimlich was, wie z.B. einen eventualen Mind-Blow) gibt es dafür sicher schon gar keine!

20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 15 Antworten

Quills

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Nicht mega-lustig, du solltest DIR die Frage stellen. Denn GERADE der Schluss lässt eben nicht deine Deutung zu: Younger wurde brutal gefoltert, seine Frau wurde getötet und selbst die Kinder mit ins Spiel gebracht. Und hat Younger verraten, wo die vierte Bombe tickt? Nö. Im Amiland macht es BUMM.
Folter war also fürn Arsch und nicht aufn Arsch...Ganz einfach zu verstehen eigentlich, ne?


patcharisma

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Ach Quills, der Satz war nur für den Alanger, calm down please! Mir hat der Film gemäss meinem Comment ja auch nicht sonderlich gefallen...


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