Unthinkable
Unthinkable (2009), US Laufzeit 97 Minuten, FSK 18, Thriller, Drama
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116 Kommentare
Keine ?
von Gregor Jordan, mit Michael Sheen und Samuel L. Jackson
Als ein Terrorist die Standorte von drei nuklearen Sprengköpfen herausfindet, ist die nationale Sicherheit der USA gefährdet. Nur zwei Tage bleiben den Behörden, um sie vor ihrer Detonation zu entschärfen. Wie weit ist FBI-Agent Henry Herald (Samuel L. Jackson) bereit zu gehen, um das Undenkbare (OT:Unthinkable) zu verhindern.
Cast & Crew
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Gregor Jordan
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Michael Sheen
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Samuel L. Jackson
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Brandon Routh
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Agent Jackson
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Carrie-Anne Moss
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Agent Helen Brody
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Stephen Root
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Martin Donovan
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Assistant Director Jack Saunders
Regie
Schauspieler
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Sasha Roiz
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lubitchich
-
Gil Bellows
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Agent Vincent
-
Vincent Laresca
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Agent Leandro
-
Dayo Ade
-
Necar Zadegan
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jehan Younger
-
Holmes Osborne
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) General Paulson
-
Yara Shahidi
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Katie Humphries
-
Benito Martinez
-
Chris McGarry
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Major Pierce
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David Willis
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) ESPN Host
-
Geoff Meed
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Young Sergeant
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Kirk B.R. Woller
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Observer
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Austin Nichols
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bomb Disposal Expert
-
Peter Woodward
- Genre
- Thriller, Drama
- Ort
- Vereinigte Staaten von Amerika
- Handlung
- Atombombe, Ausnahmezustand, Bedrohung, Bombe, FBI, FBI Agent, Folter, Gefahr, Nukleare Katastrophe, Radioaktivität, Terrorist, Verhör, Wettlauf gegen die Zeit
- Stimmung
- Spannend, Verstörend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Unthinkable
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Trailer zum Film Unthinkable
Alle Trailer, Clips & Videos (2)

Die Jury
Harry Brown
Gesetz der Rache
Ziemlich beste Freunde
Flags of Our Fathers








Kritiken (4) — Film: Unthinkable
evants.com: eventsandtrends.com
Kommentar löschenRegisseur Gregor Jordan musste für seinen Thriller "Unthinkable" mit einem stark limitierten Budget auskommen. Dies mehr man dem Film aber kaum an – nur die Nebenrollen hätten stärker besetzt werden können. Im Mittelpunkt stehen Jackson, Sheen und Moss – und diese ziehen die volle Aufmerksamkeit auf sich. Zudem bietet "Unthinkable" einige gekonnte Wendungen, die Spannung erzeugen. Das Thema Folter selbst ist natürlich nicht ganz einfach zu behandeln. Regisseur Jordan versucht zu vermeiden, sich auf eine der Seiten zu stellen. Er zeigt bei allen Charakteren nachvollziehbare Handlungsmotive auf, die es den Zuschauern schwer machen, sie auf eine Seite zu stellen. Somit regt der Film zum Nachdenken an – Ziel erreicht. Allerdings sollte beachtet werden, dass "Unthinkable" zurecht erst ab 18 Jahren freigegeben ist – er bietet phasenweise sehr harte Kost.
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LuGr: MovieMaze / NEGATIV u.a.
Kommentar löschenDer grundsolide Eindruck von UNTHINKABLE bleibt (...) bestehen, allerdings kommt dem spannenden Politthriller ein zunächst ethisch wie inszenatorisch selten gesehener Ansatzpunkt abhanden, der ihn im politisch domestizierten Hollywood-Genreeinheitsbrei versickern lässt.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
No.Name 2011/03/20 15:24:53
Antwort löschen"ethisch wie inszenatorisch selten gesehener Ansatzpunkt abhanden, der ihn im politisch domestizierten Hollywood-Genreeinheitsbrei versickern lässt."
Wie bitte?
LuGr 2011/03/20 20:06:58
Antwort löschenHast du den Film gesehen? Ich meine damit das Ende, welches die bis dahin vorherrschende Kritik an der Informationen-um-jeden-Preis-Politik umkehrt.
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No.Name 2011/03/20 20:51:54
Antwort löschenNee, hab ich nicht gesehen. Ich verstehe nur diesen letzten Satz nicht - wahrscheinlich muss ich mir den Film erstmal anschauen, damit ich das kapiere ;)
LuGr 2011/03/21 01:36:48
Antwort löschenDer Film nähert sich der "Terrorsit hat Bomben gelegt und die werden gesucht"-Thematik auf anders als üblich und stellt moralische Fragen. Aber ja, das Anschauen lohnt sich durchaus ;-).
Christoph Schelb : Outnow.ch Christoph Schelb : Outnow.ch
Kommentar löschenUnthinkable ist ein Thriller, der seine Spannung zwar nicht die ganze Spielzeit hochhalten kann, aber trotzdem fesselt. Fragen über Recht und Unrecht werden gestellt, ohne die Antwort zu geben. Ein starker Film, dessen Handlung zwar etwas konstruiert wirkt, aber dank der eine ideale Ausgangslage geschaffen wird für ein moralisches Dilemma.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Spideragent: http://darkagent.blog.de/
Kommentar löschenEin Film mit drei kinotauglichen Stars und aktuellem Inhalt, in dem die USA von einem Terroristen bedroht wird? Warum der nicht in Amerika oder irgendwo sonst ins Kino kommt? Weil hier die Grenzen von Gut und Böse nie klar gezogen werden und der Film keine Helden hat. Außerdem würde das Foltern der amerikanischen Feinde doch nie von höchster Regierungsstelle abgesegnet werden, so etwas ist doch völlig unrealistisch, oder?
Wirklich toll hier sind die drei Hauptrollen und deren Darsteller. Vor allem Michael Sheen liefert eine oscarverdächtige Performance ab. Man weiß als Zuseher nie, was genau in seinem Kopf vorgeht. Anfänglich wirkt er friedlich, ja sogar unterwürfig, er habe die Folter verdient und gibt sich seinem Schicksal hin. Im Verlauf der Handlung wird jedoch deutlich, dass er niemals aufgeben wird, egal wie schlimm seine körperlichen Qualen auch sein werden. Um seine Entschlossenheit zu beweisen, geht auch er über Leichen mit der Rechtfertigung, dass dies amerikanische Soldaten täglich tun.
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Kommentare (112) — Film: Unthinkable
Kommentar schreibenDukeNukem 2012/02/02 22:44:49
Kommentar löschenMutiger Film, mutiges Thema. Klar ,dass sowas gerade in Deutschland polarisiert. Will jetz auch gar nicht groß rumreden wer da jetz im Recht ist, wie weit man gehen darf usw..Da muss sich jeder seine eigene Meinung bilden.
Es ist nur ein Film. Und zwar einer mit einem sehr realistischen Thema. Schwere Kost
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Moe 2012/01/29 23:18:45
Kommentar löschenGut oder Böse? Richtig oder Falsch?
Der Film erinnerte mich sehr stark an "Gesetz der Rache". Da war die Grenze zwischen Richtig und Falsch auch sehr dünn und schwer erkennbar. Allerdings war da Gerard Butler, meiner Meinung nach, sympathischer als Michael Sheen, den ich aber auch als Schauspieler schätze (Frost/Nixon).
Es war schon etwas grenzwertig. Aber ich denke, das Budget für den Film war nicht sehr groß und dafür war der Film wirklich gut gemacht.
Und ich bin nach wie vor überrascht, wie gut Samuel L. Jackson aussieht trotz seines sehr fortgeschrittenen Alters von 63 Jahren oder so.
Ein spannender Film über physische und psychische Political (In)Correctness oder auf Altdeutsch: Folter.
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three$bill 2012/01/22 01:25:52
Kommentar löschenDer Film macht sich eine sehr schwierige und sperrige Thematik zu eigen. Leider verpasst er dabei den Kern der Thematik. Es gibt kein Schwarz und Weiß. Kein Gut, kein Böse!
Eben genau das lässt der Film auf die Zuschauer los, um diesen in eine moralische Zwickmühle zu manövrieren. Dabei verliert der Film allerdings an Tiefe und Glaubwürdigkeit.
Jackson spielt einen eiskalten Folterknecht, der Spaß an seiner Arbeit hat. Moss stellt die extreme Gegenperson zu Jackson dar und soll somit als Idenditätsfigur des Publikums dienen und eine Brücke zwischen Zuschauer und Jackson schlagen.
Dieser Konflikt zwischen Jackson und Moss trägt den Film und macht dessen Qualität aus. Leider erreicht dieser Konflikt nie die nötige Intensität und gerade im Showdown stürzt dieses tragende Element ein.
Die klassische, moralische Frage bleibt bestehen:"Darf jemand gefoltert , gar getötet werden um ein anderes Leben zu retten?"
Die Film verheddert sich in zu extremen Darstellungen und verliert dabei die Balance. Sicher stellt sich die Zuschauer nach dem Film die Frage:"Wie hätte ich gehandelt?" War das der Sinn des Filmes, so sei dieser erfüllt.
Leider lässt der Film viel Potential liegen, um Anstoss für eine tiefgründen Gedanken und eine intensive Diskussion zu sein.
Schade.
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Martin Quilitz 2012/01/07 12:51:48
Kommentar löschenIch bin zwar recht spät mit meinem Urteil, aber der Film ist fantastisch. Samuel L. Jackson spielt hier eine glänzende Rolle auf dem Weg zur Aufklärung. Ein Klasse film über einen Terroristen der sich stellt und letztlich hart bleibt, auch wenn Jackson mit allen mitteln versucht die Wahrheit aus ihm herauszuquetschen, mit dramatischem Ausgang. Top Film, toller Abend!
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Patrick Zecca 2011/12/09 10:28:30
Kommentar löschen„Man stirbt als Held, oder lebt so lange bis man selbst zum Bösen wird.“
Bei keinem anderen Film erschien mir dieses Zitat aus „The Dark Knight“ treffender als bei diesem.
Die „Guten“ leben in dem Dilemma diese eine Schwäche zu haben, Grenzen zu kennen die sie ihrer Meinung nach vom „Bösen“ unterscheidet. Dieser Film aber zeigt, dass es Situationen geben kann, in welchen diese eine, absolute Grenze überschritten werden muss, um zu verteidigen woran man glaubt. Die Frage ist: Ist dieses dann überhaupt noch vorhanden? Oder wurde man selbst zu dem Bösen, das man zu bekämpfen versuchte?
Auch wenn sich dieser Film dieser Thematik sehr viel direkter und plumper annimmt, als es eben jener Batman tut, so ist die Geschichte rein menschlich doch komplizierter als es zunächst scheint.
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FordFairlane 2011/11/07 23:51:51
Kommentar löschenDas Thema ist wirklich mal starke Kost, doch leider merkt man dem Film das geringe Budget deutlich an. Samuel L. Jackson überzeugt als Hauptdarsteller und das Finale ist sehr fies. Für einen netten abend genau das richtige
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as-aka-der-streuner 2011/11/07 23:35:43
Kommentar löschendas war mal wieder ein film, man das war echt aufregend wie schon lange nicht mehr, Samuel. L. Jackson's Aura ist immer wieder ein genuss, er ist & bleibt meine Nr.1,genialer charakterdarsteller... aber auch das restliches cast ist so geil ausgewählt, respekt ! über die geschichte will ich nicht soviel sagen,man sollte den film einfach auf sich wirken lassen...
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HerrSpitt 2011/10/16 23:54:50
Kommentar löschenSehr derber film, nach dem Schauen war mir leicht übel zumute.
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the assassin 666 2011/09/20 23:01:25
Kommentar löschen9/11 war eine schreckliche Tragödie aber halbgare Pseudopropagandafilme nützten auch keinem Opfer egal auf welcher Seite etwas, sie verdrehen viel mehr die Wahrheit.
Unthinkable Kritik:
Unspannendes, geschmackloses Folterfilmchen das direkt aus der Pentagonvideothek von George Bush stammen dürfte.
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PommesPapst 2011/09/17 18:58:45
Kommentar löschenEin sehr gutes Beispiel dafür, dass der Zweck die Mittel heiligt und eine angebrachte Frage, ob es die "Guten" oder die "Bösen" überhaupt gibt.
Am Ende des Films stellt sich mir erneut die Frage, die ich nie beantworten konnte:
Wie viel ist ein Menschenleben wert? Ist es unendlich wertvoll oder nur so teuer wie die Kugel, die es beendet?
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silasmwu 2011/09/14 13:01:36
Kommentar löschenFür mich ein Propaganda-Film, der die Folter als Befragungsmittel rechtfertigt. Das sollten in keinem Fall unsere westlichen Werte sein, sind es aber leider scheinbar, wenn man einen Blick auf amerikanische Methoden im Hinblick auf Terrorismusverdächtige wirft. Dieser Film hat einen bitteren Nachgeschmack bei mir hinterlassen.
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duffy 2011/09/14 13:36:41
Antwort löschenFilm nicht kapiert.
silasmwu 2011/09/14 13:40:28
Antwort löschenDifferenzierte Antwort!!
Vielleicht kannst du mir mit deiner grenzenlosen Weisheit den Film erklären.
duffy 2011/09/14 13:47:22
Antwort löschenWas hat die ganze Chose denn gebracht um die Praktiken auch noch zu rechtfertigen? Nichts.
silasmwu 2011/09/14 14:11:43
Antwort löschenIch finde es nur nicht fair, jemandem zu unterstellen, man habe den Film nicht verstanden, wenn dieser verschiedene Interpretationen zulässt, das auch noch zunächst ohne Begründung. Wenn ich mich nämlich recht erinnere, explodieren die Bomben am Ende nur deswegen, weil Samuel L Jackson aufgehalten wird, seine Foltermethoden bis zum Ende durchzuziehen. Somit habe ich den Eindruck, dass der Autor mir sagen möchte: Hätte man nicht doch bis zum Äußersten gehen sollen, um das zu stoppen?
silasmwu 2011/09/14 15:02:43
Antwort löschenIch glaub, wir reden aneinander vorbei. An deinem Beitrag hatte ich nichts auszusetzen, ist ja einfach nur ne andere Meinung, mir gings eher um den Beitrag "Film nicht kapiert" als einzige Aussage eines Posts. An deinen Beitrag habe ich mich mit meiner Antwort gar nicht gerichtet.
duffy 2011/09/14 15:12:31
Antwort löschenDer Meinung bin ich immer noch. Denn wer dem Streifen schnöde Propaganda unterstellt, hat die drastische Darstellungsweise und das moralische Dilemma nicht richtig gedeutet. Niemand mit halbwegs gesundem Verstand, sitzt vor dem Film und denkt sich "geil, jetzt kriegt der aber so richtig". Nein, dem Zuschauer wird einiges zugemutet. Der Folterknecht an sich ist kein Held, er wird als kaltes, befehlsfolgendes Untier dargestellt. Zumindest, solange er seinen Kittel trägt.
silasmwu 2011/09/14 15:32:14
Antwort löschenDa gebe ich dir recht. Ich glaube aber, der Film möchte damit anderes erreichen, und zwar, dass der Zuschauer zu Beginn genau so denkt! Der Zuschauer soll denken: "Schrecklich dieser Mensch, der einen anderen auf diese Art und Weise foltern kann". Man soll abgeschreckt und angewidert sein. Man soll gegen den Protagonisten sein und ihn verteufeln, denn unsere Moralvorstellungen können das nicht tolerieren, was er da treibt! Doch die Auflösung am Ende hat den Anschein, genau diesen Menschen, die zuvor angewidert waren, vermitteln zu wollen: "Ist es das wert, unsere Moralvorstellungen über das Leben tausender Menschen zu stellen? Sollen wir wirklich diese Menschenleben opfern, nur um an unseren ach so moralischen Werten festhalten zu können?" Man soll also am Ende zu dem Schluss kommen, dass man den Mann schrecklich findet, seine Methoden aber scheinbar in diesem Fall der einzige Weg seien, Menschenleben zu retten. Der Film will also Folter nicht beschönigen, sondern sie in einem Falle, in der sie als einziger Ausweg scheint, rechtfertigen.
Ob das zu rechtfertigen ist, ist Ansichtssache.
duffy 2011/09/14 15:49:18
Antwort löschenDas beruht jetzt ein wenig auf persönlichen Empfindungen. Bei mir war der Punkt, daß ich am Ende die Detonation der vierten Bombe als gerechtfertigt ansah, eben aus den Gründen der Greueltaten, die dort hinter verschlossenen Türen vor sich gingen. Keiner hier ist der Gute. Weder der Massenmörder, noch der Mann, der ihn folterte im vermeindlichen Auftrag der Massen.
Ich störe mich, wie gesagt, massiv an dem Ausdruck "Propaganda". Prapaganda sieht anders aus.
silasmwu 2011/09/14 16:24:45
Antwort löschenDas können wir so stehen lassen ^^ Ich hab mich womöglich wirklich mit dem Wort vergriffen! Mich ärgert nur immer diese amerikanische Einstellung "Wir machen zwar schreckliche Dinge, aber wir tun das für euch!" und das hab ich irgendwie mit meinem Empfinden in diesem Film wiedererkannt. Aber ich denke, dort, wo sich unsere Meinungen unterscheiden, liegt dann doch die Interpretationsebene und die ist ja jedem selbst überlassen!
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dbeutner 2011/10/07 13:24:43
Antwort löschenWir hatten das ja schon, und es wird auch das Einzige sein, was ich in diesem Strang poste:
1.) Der Film ist Propaganda in Reinstform ("Propaganda bezeichnet einen absichtlichen und systematischen Versuch, Sichtweisen zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren und Verhalten zu steuern, zum Zwecke der Erzeugung einer vom Propagandisten erwünschten Reaktion"). Propaganda wirkt insbesondere dann, wenn sie nicht brachial, sondern subtil daher kommt.
2.) Weder meine noch silasmwu's noch duffy's persönliches Empfinden ("finde ich Folter nach dem Film gut?") geben hier den wertenden Ausschlag (allerdings kann man ja ohne weiteres, auch das ignoriert duffy fortlaufend, sehen, dass der Film zumindest nicht gar so wenige - eventuell schlicht schlichte oder gar böse - Gemüter überzeugt oder in ihrer Foltertoleranz zumindest festigt). Im Gegensatz zu duffy (der genau so "argumentiert", man kann das nicht ernsthaft so nennen) hat silasmwu hier schon den Unterschied zwischen "hat mich (nicht) überzeugt" und "wie ist der film gebaut, wen versucht er wie wohin zu bekommen" erkannt. Wirklich schön umschrieben hat silasmwu das mit "Der Film will also Folter nicht beschönigen, sondern sie in einem Falle, in der sie als einziger Ausweg scheint, rechtfertigen."
3.) Genau zu letzterem Zweck existiert das TickingBombSzenario und wird zu diesem Zweck seit Jahrzehnten gepredigt. Man lese nur die Brugger-Aufsätze (als Einstieg reicht schon Endnote 13 in http://www.stop-torture.de/resolution.html). Und wenn man weiß, dass mit diesen "Argumenten" (hier sind es mal welche, auch wenn sie eine ekelhafte Position verteidigen) am Ende tatsächlich gerade etwa in Israel, aber eben auch den USA die bekannten und "gebilligten" Folterungen "durchgehen", dass damit Menschen dazu gebracht werden, das zu schlucken, dann ist das weit weg von jeder theoretischen Auseinandersetzung.
duffy 2011/10/07 13:28:00
Antwort löschenJetzt geht der Hirnschiß wieder los. Halte mich bitte aus deinen paranoiden Weltvorstellungen raus. Und deine lächerlichen Angriffe gen meine Person kannste dir auch dahin schieben, wo keine Sonne scheint.
derbierkoenich 2011/09/05 21:02:31
Kommentar löschensau spannend!
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dbeutner 2011/09/05 13:28:16
Kommentar löschenUm's gleich zu sagen: Ich habe den Film nicht gesehen. Und halte mich auch entsprechend kurz: Wer das Ticking-Bomb-Szenario als Film als Folter-Statement behandelt, für den habe ich so gar nichts übrig. Und wer meint, in Fragen der Folter (gleiches gilt für die Todesstrafe) gäbe es so etwas wie "Neutralität", ist schwer auf dem Holzweg. Wer hier "Neutralität" beansprucht, hat sich tatsächlich von einem Grundverständnis von "Rechtsstaat" etc komplett und endgültig verabschiedet.
Zum Hintergrund des Ticking-Bomb-Szenario und der entsprechenden Diskussion in Deutschland, die von Brugger seit langem forciert wurde und in Daschner ihren vorläufigen Vollstrecker gefunden hat: http://www.stop-torture.de/resolution.html
Ansonsten noch die Anmerkung, dass ich S.L.J. einen tollen Schauspieler finde, aber mit dem Film hat er nun schon mind. das zweite Mal inhaltlich /aber so richtig/ daneben gelangt ("Rules of Engagement" ist der andere mir bekannte Fall). Frage mich, wie der politisch tickt... (sehr unsauber scheinbar).
Zum Kotzen.
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duffy 2011/09/05 13:35:13
Antwort löschenFilme bewerten ohne sie gesehen zu haben ist Hirnriss. Da ist auch der Kommentar nicht ernst zu nehmen.
dbeutner 2011/09/05 13:39:27
Antwort löschenWenn Du meinst... Man könnte den Kommentar auch lesen, versuchen zu verstehen (ist auch gar nicht sooo schwer) und merken, dass das ein Thema ist, in dem ich tief stecke und daher nun einmal eine besondere Empfindlichkeit habe. Mit dem Film habe ich mich schon beschäftigt. Nur /sehen/ muss ich so was ganz ganz sicher nicht. Bewerten schon.
TheTurk 2011/09/05 13:39:29
Antwort löschenGanz deiner Meinung Duffy !
duffy 2011/09/05 13:41:46
Antwort löschenEs interessiert mich ehrlich gesagt herzlich wenig, wenn jemand meint in einem Film, den er nicht gesehen hat, irgendwas furchtbar böses zu entdecken. Für solche Leute habe ich so gar nichts übrig.
dbeutner 2011/09/05 13:47:33
Antwort löschenBoah, was Ihr aber mal für ein Diskussionsniveau an den Tag legt, haut mich um. Bin kurz davor, meine Meinung zu ändern ;-)
@Duffy: Mal kurzer Ernst in der Hoffnung, dass Du nicht ausschließlich aus Reflexen bestehst: Wie schwer ist es denn zu verstehen, dass Filme verschiedene Ebenen haben, und dieser Film eine Ebene hat, die für mich ausschlaggebend ist, und die für mich im Vordergrund steht. Ich könnte den Film sehen und das Schauspiel von SLJ bewundern, vielleicht eine tolle Kameraführung entdecken, was weiß ich - es wird nichts ändern. Ihr mögt ja Kandidaten mit weniger politischer Stringenz sein, will ich auch niemandem absprechen. Aber zu begreifen, dass so ein Streifen nunmal in einem Kontext steht, und das es Menschen gibt, die das (aus zumindest nicht zu übersehenden Gründen, selbst wenn man die nicht teilt) rundherum ablehnen (um es zurückhaltend zu formulieren) - ist das sooo schwer?
duffy 2011/09/05 13:52:09
Antwort löschenWo gibbet hier was zu diskutieren? Du hast den Film nicht gesehen, also herrscht auch kein Diskussionspotential. Das hier ist ne Filmseite und keine politische Plattform.
Du hast keine Ahnung von der Aussage des Films, wenn du ihn nicht gesehen hast. Und selbst wenn, sind diese seltsamen politischen Aussagen ziemlich unpassend.
dbeutner 2011/09/05 13:59:27
Antwort löschenDu bestehst also doch nur aus Reflexen. Warum sollte ich keine Ahnung von der Aussage des Films haben? Sorry Duffy, aber ich kann Dich keinen mm ernst nehmen, wenn Du hier so krakeelst. Ich habe mich mit dem Film vermutlich deutlich mehr auseinandergesetzt als die meisten, die ihn gesehen haben. In jedem Fall weiß ich extrem gut, was die Aussage des Films ist und in welchem globalen Kontext sie steht.
Ich weiß auch nicht, welche politische Aussage Du "seltsam" findest, oder warum sie unpassend sein sollen. Insbesondere letzterer Punkt deutet eher darauf hin, dass Dir sämtlicher historischer Hintergrund des Ticking-Bomb-Szenarios und seiner Funktion für die Folter-Befürworter schlicht fehlt. Ist nicht schlimm, kein Vorwurf - aber etwas weniger laut aufheulen sollte man dann.
Lars Wolf 2011/09/05 14:03:40
Antwort löschenHättest du den Film gesehen, wäre dir aufgefallen das der Film auch gar nicht versucht Folter zu rechtfertigen oder zu verherrlichen.
duffy 2011/09/05 14:05:14
Antwort löschenViel wichtiger: Man sollte keine Filme bewerten, die man nicht gesehen hat und dann auch nicht anfangen den Film zu missbrauchen, um seine politische Meinung mit wehenden Fahnen zu verbreiten. Und was noch schlimmer ist, man sollte Schauspielern, die ihrer Arbeit nachgehen, nicht in irgend nem blinden Wahn seltsame politische Gesinnungen unterstellen. Das ist gaga. Genau wie deine Ansichten, übrigens. Ernst nehme ich das jedenfalls auch nicht. ;)
duffy 2011/09/05 14:06:20
Antwort löschenBtw.:
Ich interessiere mich nen Scheiß für irgendwelche Folter-Befürworter oder Gegner.
dbeutner 2011/09/05 14:22:01
Antwort löschen@Lars: Auch dazu schrieb ich schon etwas. (Stichwort: Neutralität). Wieso meint Ihr eigentlich, dass man einen Film sehen muss, um die Story / den Inhalt zu kennen? Leute Leute, jetzt gebt Euch doch mal nen Ruck und versteht, dass man das auch in beliebiger Detailtiefe nachlesen kann. Im Übrigen, noch einmal: Ihr kennt offensichtlich alle nicht die jüngere Historie (der letzten 30++ Jahre) zur Folterdebatte in westlichen Staaten. Ich wiederhole: Werfe ich Euch nicht vor. Aber dann nehmt Euch doch etwas in Euren Reflexen zurück.
@Duffy: Du magst Dich nen Scheiß für Folter-Befürworter oder -Gegner interessieren. Deine Ignoranz ist Dein gutes Recht. Ich lebe das halt anders. Und wieeeee schwierig muss das sein, nachzuvollziehen, dass gewisse Dinge (für bestimmte Menschen) "nicht gehen". Es handelt sich nun einmal um politische Propaganda; wenn einem das Schnurz ist, dann würde man selbst das nicht als "bewertbar" sehen - so geht es Dir, Duffy. Mir geht es anders. Das scheinst Du auf TeufelKommRaus nicht zu verstehen (oder nicht verstehen zu wollen, damit Du bei Deinem etwas undifferenzierten "wer nicht gesehen hat ist gaga wenn er bewertet" bleiben kannst). Im Übrigen unterstelle ich niemandem etwas, schon gar nicht im blindem Wahn, sondern ich nehme wahr, dass SLJ in mind. zwei (wenn man sich mit den Inhalten auseinandersetzt) politisch extremen Filmen mitspielt. Das wirft Fragen bei mir auf. Entweder machen die Betroffenen das aus Überzeugung, dann ist ja alles klar. Oder ihnen ist es "egal", so in etwa wie Dir hier. Auch dazu habe ich aber eine Meinung, denn während Du "nur" duffy bist, der hier undifferenziert krakeelt, hat ein Schauspieler als Mensch auch eine Verantwortung.
@alle Aufreger: Um's mal zu abstrahieren: Wenn heute "Jud Süß Teil 2" in bester Kontinuität gedreht würde, dann würdet Ihr auch nicht verstehen, dass es Leute gibt, den den Film unabhängig vom "Seherlebnis" bewerten würden und könnten (und die dem Film dann, selbst wenn sie ihn sehen würden, ganz sicher nicht anders bewerten, weil eine Kamerafahrt beeindruckend war)?
Kühlt mal drei Grad ab. Und um der Entspannung willen: /Versucht/ doch einfach mal, Gegenauffassungen als "möglicherweise ja doch berechtigt" wahrzunehmen. Hilft manchmal. Man muss die Auffassung ja deswegen nicht übernehmen. Das scheinen viele Menschen zu verwechseln und bleiben dann doch lieber beim Stänkern. Schade drum.
duffy 2011/09/05 14:29:46
Antwort löschenWer den Film nicht gesehen hat und ihm derart wirres Zeug unterstellt, hat auch nicht mit Verständnis für seine Auffassung zu rechnen. So einfach ist das. MP ist der falsche Ort um seine politische Scheiße unters Volk bringen zu wollen.
dbeutner 2011/09/05 14:52:52
Antwort löschenDu bist zunehmend lustig. Ich weiß (mal wieder, weil Du nie konkret wirst) nicht, was an "wirrem Zeug" ich dem Film unterstelle. Es reicht allerdings hier an diesem Orte so einige Kommentare zu lesen, die nicht von mir, sondern vom Leuten abgegeben werden/wurden, mit denen ich sicherlich wenig zu tun haben möchte, die aber so wunderbar aufzeigen, dass der Film seine Funktion erfüllt (erfüllen kann). Wenn andere meinen, dass der Film eher Folter als sinnlos darstellen würde, so bin ich auf der einen Seite froh, wenn jemand eine Grundeinstellung mit bringt, die ihm auch dieser Film am Ende nur bestätigt. Man sollte allerdings nicht außer acht lassen, dass auch die optische Wahrnehmung des Films mich eher in meiner Auffassung zu bestätigen in der Lage ist, was ihn aber mitnichten zu einem Anti-Folter-Film macht :-)
Und dass Du in Deiner Wortwahl immer drastischer wirst, auch das Dein gutes Recht, aber am Ende auch Zeichen. Wenn jemand einen (in meinen Augen) "politischen Scheiß" (ich finde es deutlich schlimmer als das) als Film verpackt unters Volk bringt, dann wäre es doch etwas schräg, auf einer Filmseite nicht auch diesen Aspekt (für den man den Film eben nicht gesehen haben muss) zu diskutieren / kritisieren.
Aber da Du ja bisher noch auf kein Argument eingegangen bist, sehe ich schon, Du willst gar nicht verstehen. Wirklich schade.
duffy 2011/09/05 14:56:58
Antwort löschenIch will DICH nicht verstehen, da liegste richtig. Dazu ist mir dein politisches Gefasel zu irrelevant. ;)
Quills 2011/09/08 22:43:47
Antwort löschenWas für ein überflüssiger Kommentar! Und hinsichtlich der verlinkten Seite auch noch extrem unpassend.
Aber um das zu Verstehen, sollte man den Film schon gesehen haben. Allerdings unbedingt im Original! Die Synchronisation ist sehr ärgerlich und missverständlich, ich würde gerne wissen, welcher deutsche Dialogbuchautor bzw. Synchronregisseur das verbrochen hat.
dbeutner 2011/09/09 01:48:42
Antwort löschenJa. Genau. Die angegebene URL hat nämlich auch gar nichts damit zu tun. Da geht es nämlich gar nicht um Folter. Und gar nicht um die Hintergründe. Und gar nicht um das Ticking-Bomb-Szenario.
Ähm, grübel... Huch, darum geht ja doch... Egal.
Lars Wolf 2011/09/09 12:47:26
Antwort löschenEs geht darum das du einen Film Kritisierst den du nicht gesehen hast. Ich kann auch nicht sagen das mir ein bestimmter Jogurt schmeckt nur weil mir die Werbung so gut gefällt. Ein paar Rezessionen zum Film zu lesen, reicht da auch nicht aus. Diese sind meist recht Subjektiv und spiegeln die Meinung anderer Personen wieder und nicht deine eigene. Die Aussage „Ich habe gehört das der Film blöde ist“, zählt einfach nicht.
Es geht in dem Film eben nicht um Neutralität oder darum Folter gar zu rechtfertigen. Es geht um das moralische Dilemma wie weit man gehen würde um viele Menschenleben zu retten und wie weit Henry Herald gehen würde. Den Hauptpart an dem Film hat meiner Ansicht nach auch nicht SLJ sondern der weibliche Part Carrie-Anne Moss.
SLJ für seine Rollenauswahl zu Kritisieren ist gänzlich daneben. Gleiches könnte man ja Kiefer Sutherland (Jack Bauer) für seine rolle in 24 auch vorwerfen. Du glaubst ja auch nicht das Kevin Bacon auf kleine Jungs steht nur weil er in „The Woodsman - Kann man etwas Schlimmeres tun?“ einen verurteilten Sexualstraftäter gespielt hat. Eventuell hat SLJ gedacht das die in dem Film vorhandene Kritik an Folter wesentlich mehr Leute erreicht wenn sein Name mit auf der DVD Hülle steht.
dbeutner 2011/09/09 13:05:29
Antwort löschenEs geht tatsächlich darum (eigentlich steht das alles schon hier), dass es eben nicht um die Frage geht, wie der Geschmack des Joghurts ist, sondern ob ich weiß, dass bei der Joghurt-Herstellung Babies zermahlen werden ;-) Es ging mir in keiner Zeile, und ich halte das auch nicht für missinterpretierbar, darum, dass ich meine Meinung über die Qualität des Films aufgrund der Meinung anderer aufgebaut habe.
Auch zu Deiner Auffassung, dass es nicht darum gehe, Folter zu rechtfertigen, habe ich mich bereits geäußert (es wäre angenehm, wenn bereits benannte Punkte berücksichtigt würden in einer Diskussion). Hierzu nochmal: Bereits ausreichend viele Kommentar an dieser Stelle sprechen eine ganz andere Sprache. Es gibt natürlich auch gegenteilige Kommentare. Tatsächlich ist das Ticking-Bomb-Szenario aber eines, was wegen seiner plastischen Funktion dazu gedacht ist, pro-Standpunkt zu erzeugen. Das funktioniert nicht bei jedem, dass ist aber die Historie des Szenarios. Alles über 30 Jahre alt.
"Gleiches könnte man ja Kiefer Sutherland (Jack Bauer) für seine rolle in 24 auch vorwerfen." Definitiv. Tue ich auch. Wenn Du den Unterschied zwischen Rolle spielen (Kevin Bacon) und in einem Propagandawerk mitspielen (Kevin Bacon fände ich dann schlimm, wenn er in einem Film dieser Sex-Sekten mitspielen würde, die für die "sexuelle Nutzung" von Kindern eintreten). Auch dieser Unterschied ist so schwer nicht zu begreifen.
Quills 2011/09/09 13:31:11
Antwort löschenDu willst einfach nicht verstehen und das ist das Problem. Es ist ganz einfach: Wenn du den Film gesehen hättest, bestünde zumindest die Chance, dass du deine Meinung überdenkst. Das was du hier betreibst, ähnelt einer Bücherverbrennung. Und das ist peinlich, ärgerlich und ziemlich dumm.
"Unthinkable" hat zwar ein ähnliches Thema wie "24", allerdings ist er in seiner Konsequenz viel deutlicher. Meiner Meinung nach lässt sich der Film überhaupt nicht mit der Serie vergleichen, da der mutmaßliche Terrorist die Folter von Beginn an einkalkuliert und sogar benötigt für seinen Plan. Das zeigt mehr als deutlich, wie absurd das Prinzip von Folter ist!
Jeder, der behauptet, hier würde Folter verharmlost, hat einfach gar nichts begriffen.
Deine Annahme, dieses "Tricking Bomb Szenario" solle angeblich Pro Standpunkte erzeugen, greift eh nur bei jenen, die dafür empfänglich sind. Also jene, die sowieso davon überzeugt sind, dass Folter funktioniert. Jeder halbwegs kritische Mensch entwickelt beim Ansehen eine natürliche Abscheu gegen jede Form der Folter. weil er versteht, dass Folter nutzlos ist, GERADE wenn der mutmaßliche Terrorist zum äußersten Mittel - der Atombombe - greift. Selbst das Mittel, seine Familie der Folter auszusetzen (spätestens hier dreht sich einem der Magen um und man besitzt keinerlei Sympathien mehr für den Folterknecht), nutzt letztlich nicht. Ja, ich behaupte sogar, dass Younger auch das längst eingeplant hatte. Er hat alles für sein übergeordnetes Ziel geopfert.
Klar, man könnte sagen, dass ja nicht alle Terroristen so konsequent seien und bei manchen dann ja vielleicht Folter doch irgendwie weiterhilft.
Von dieser Meinung kommt man dann aber sehr schnell wieder ab, da die Folterszenen so drastisch sind, dass man kapiert, worum es beim Foltern wirklich geht: Um Macht.
Nicht darum, Informationen zu erpressen (im Film bekommen die Folterknechte keine einzige, wirklich verwertbare Information, alles war eingeplant!), sondern darum, Macht auszuüben.
Oberflächig gesehen magst du also vielleicht gar nicht mal Unrecht haben. Aber wenn du dich TATSÄCHLICH einmal mit dem Film beschäftigst und nicht nur mit deiner Ideologie, würdest du vielleicht auch die Unterschiede kapieren. Aber dafür müsstest du dir "Unthinkable" wenigstens einmal ansehen. Es gibt ja auch durchaus Möglichkeiten, den Film zu gucken, ohne den Machern sein Geld zu geben ;)
Das was du hier betreibst, ist verbohrt, dumm und ziemlich naiv, zumal wir uns noch immer auf einer Filme-Plattform befinden und nicht in einem Politik-Forum.
dbeutner 2011/09/09 13:41:25
Antwort löschenAch, ich habe doch zu allem geschrieben: Nein, es ist nicht wie Bücherverbrennung, weil ich nicht sage: Ich will den Film verbrennen, Du darfst ihn nicht sehen, o.ä. Was ich sage: Ich finde für mich die Existenz des Films schrecklich. Oben habe ich dazu schon gesagt: "The Return of Jud Süß" muss ich auch nicht sehen. Da geht es um einen Kontext, denn der Film ist ja nicht eine Erfindung seiner selbst. /Dann/ müsste ich den Film sehen.
Auch Du argumentierst einmal mehr damit, dass /Du/ den Film nicht als Profolter-Argument verstehst. Das freut mich. Aber auch dazu hatten wir schon weiter oben: Auch wenn Dich das Anschauen von "Jud Süß" nicht zum Nazi macht, hat der Film den entsprechenden Kontext. Und ich würde Dir nicht einmal absprechen, dass Du Jud Süß mehr als Null Punkte geben würdest, aber ich würde schon erwarten (oder mir wünschen), dass Du verstehst, dass es Menschen gibt, die den Film in seinem Kontext sehen, und den als ausreichend eindeutig empfinden, und ihn deshalb rundherum ablehnen (zurückhaltend formuliert).
"Jeder halbwegs kritische Mensch entwickelt beim Ansehen eine natürliche Abscheu gegen jede Form der Folter." Dazu, auch das hatte ich eben gerade erst, aber auch schon wiederholt (warum geht keiner von Euch auch nur auf ein Argument ein?), liefert Dir schon die Kommentarseite zum Film ausreichend Gegenargumente, dafür muss ich gar nicht mehr sorgen.
Als "verbohrt" mag man mich wahrnehmen, wenn man denkt: Ach, warum kommt der nicht endlich von seiner Meinung ab. Hat aber Gründe. "Dumm und naiv" ist halt der Vorwurf, wenn einem auf der sachlichen Ebene die Argumente ausgehen.
Quills 2011/09/09 14:02:06
Antwort löschenAch, komm', durch dein Statement, dass du den Film nicht gesehen hast, kombiniert mit deiner weiteren "Kritik", hälst du schon mehr als ein Streichholz in der Hand. Dein Standpunkt ist nur vielleicht etwas subtiler, aber grundsätzlich handelst du genauso, wie die fleißige Feuerwehr in Fahrenheit 451.
Dass du den Film überhaupt in eine Ecke mit "Jud Süß" stellst, ist mehr als perfide.
Null Punkte würde ich allerdings auch diesem Film nicht geben, da der Kontext für mich persönlich nicht (mehr) existiert. Ich sehe heute eher die Machart und finde gerade seine Vergangenheit "spannend". Ebenso "Der ewige Jude". Der lief vor kurzem anlässlich einer Seminarreihe im Uni-Kino und ich bin froh, dass ich ihn sehen konnte.
Ich befürchte, dass eine weitere Diskussion mit dir sinnlos ist, schließlich scheinst du eine riesige Angst zu haben, mit irgendwelcher Propaganda infiziert zu werden, wenn du dir "Unthinkable" einfach ansehen würdest. Stark genug, den Film komplett zu ignorieren, bist du natürlich auch nicht. Lieber zu einer Legendenbildung beitragen durch Verschwörungstheorien und "Tricking-Bomb-Szenarien": Mehr Werbung können sich die Macher eigentlich auch nicht wünschen.
Quills 2011/09/09 14:07:47
Antwort löschenZu deinem Argument, dass es hier auch Pro-Kommentare gibt: Klar existieren jene, schließlich stellen sich weder Jackson, noch Sheen oder Jordan hin, und schreien während der Handlung "Folter ist BÖSE!"
Das "Übersetzen" liegt also beim Rezipienten. Der Film wirkt hier eher als Katalysator. Menschen, die Folter nicht ablehnen, werden sich bestätigt fühlen. Menschen, die Folter ablehnen, werden sich ebenfalls bestätigt fühlen. Wer hier letztlich die Oberhand behält, ist natürlich fraglich. Aber es sagt VIEL über den Stand unserer Gesellschaft aus und allein dafür sollte man den Film loben.
Er kommuniziert ein heikles Thema und stellt genau diese zwei Sichtweisen grandios nebeneinander. Und dann entlarvt er beide Standpunkte. Genial!
Quills 2011/09/09 14:17:47
Antwort löschenIch sehe jetzt erst: Es heißt "Ticking-Bomb". Jetzt ergibt dieses Argument auch endlich Sinn für mich :D
Lars Wolf 2011/09/09 14:41:09
Antwort löschendbeutner
Es ging mir in keiner Zeile, und ich halte das auch nicht für missinterpretierbar, darum, dass ich meine Meinung über die Qualität des Films aufgrund der Meinung anderer aufgebaut habe.
Du sagst selbst das du dich belesen hast. Das funktioniert einmal über die Beschreibung des Films, die sind nur recht oberflächlich. Oder über Kritiken zum Film, die sind dann Subjektiv.
dbeutner
Auch zu Deiner Auffassung, dass es nicht darum gehe, Folter zu rechtfertigen, habe ich mich bereits geäußert. Bereits ausreichend viele Kommentar an dieser Stelle sprechen eine ganz andere Sprache. Es gibt natürlich auch gegenteilige Kommentare.
Andere, andere. Wenn andere sagen von der Brücke Springen ist hip, tust du es dann? Deswegen Film schauen und eigene Meinung bilden. Ich frage mich wie man angesichts dessen wie der Film endet, hier unterstellen kann er sei Pro Folter. Das ist einfach falsch. Der Film zeigt unter anderem deutlich auf, das Folter nichts bringt.
Du kannst den Film ja ruhig meiden weil dir meinetwegen das Setting nicht gefällt. Twitter wäre aber dazu die bessere Plattform das kund zu tun. „von Unthinkable gelesen, gefällt mir nicht“ oder so.
alanger 2011/09/09 14:42:07
Antwort löschenmensch, dbeutner, ist doch alles ganz einfach: schreib deine kritik oder besser deine vorbehalte auf, aber BEWERTE den film nicht! das ist hier möglich. alles andere verzerrt einfach den algorithmus der hinter dem ganzen mp-system steht. der selbe unfaire quatsch der mit recht all den teens vorgeworfen wird die twilight 6 schon bewerten bevor er gedreht wurde.
dbeutner 2011/09/09 15:03:40
Antwort löschenAchherrjee, stringentes Argumentieren und Logik ist immer wieder etwas, was produktiv ist... Nein, ich stelle den Film nicht in eine Ecke mit "Jud Süß" und habe das auch nicht im Ansatz gemacht. Es geht um einen Strukturvergleich, um die Ebene, auf der sich meine Kritik abspielt. Kurz: Es kann unfraglich eine Ebene an einem Film geben, die zur Kritik/Ablehnung ohne Sichtung führen kann. Das haben Leute hier nicht verstanden (bisher auch Du) und sehr absolut und rundherum verneint, und dafür habe ich ein Beispiel genannt, was von dem hier emotional diskutierten Fall weggeht. Das soll ja manchmal helfen. Leider führt es bei Dir dazu, dass Du nicht den Strukturvergleich ziehst, sondern als nächstes meinst, ich vergleiche die Filme.
Nein, ich habe keine "riesige Angst ..., mit irgendwelcher Propaganda infiziert zu werden," wenn ich mir "Unthinkable" einfach ansehen würde. Genau umgekehrt: Ich habe das Thema ziemlich durch und ekele mich schlicht davor, dass noch jemand auf der Linie den "großen Film" dazu machen muss. Aber was soll's, ist ja eh nur noch Scheindiskussion, ist ja kein Argument, was Du ernst meinst (nehme ich jetzt mal zu Deinen Gunsten an ;-)).
Auch die Reaktionen auf Daschners Vorpreschen "sagt VIEL über den Stand unserer Gesellschaft aus" - und nein, ganz sicher sollte man Daschner allein dafür loben...
"Und dann entlarvt er beide Standpunkte": Der Ansatz, grundsätzliche Verneinung von Folter (mit eher besseren Argumenten als im Film vorgebracht werden - und: ich kenne diese, nicht das jetzt schon wieder kommt: Hast doch den Film nicht gesehen, kannste doch gar nicht kennen (langsam ermüdet's)) zu "entlarven" -- das reicht mir eigentlich völlig aus.
Und was meinst Du mit dem letzten Kommentar - ich schrieb das wiederholt (vier Mal), habe es sogar geschafft, es nicht einmal ohne Rechtsschreibfehler zu verfassen - jetzt verstehe ich nicht, was für Dich so schwierig ist, das Argument in dem Zusammenhang erst jetzt zu verstehen..
alanger 2011/09/09 15:15:26
Antwort löschenhä?
so schwierig ist das doch nicht zu verstehen. dein gutes recht gegen einen fil vorurteile zu haben, geht mir oft genau so. aber ich schreib dann das ich solche scheiße nicht sehen muß, OHNE zu bewerten.
alanger 2011/09/09 15:16:02
Antwort löschenfilm natürlich, sorry.
Lars Wolf 2011/09/09 15:16:25
Antwort löschenbin bei alanger ...
Quills 2011/09/09 15:39:53
Antwort löschenToll, nun wurde der Kommentar geschluckt und ich habe keine Lust, alles nochmal zu tippen, deshalb nun die "Kurzfassung". Dann reicht es mir auch:
Ich haben schon verstanden, worauf du hinaus willst. "Jud Süß" nutzt ähnliche Mechanismen wie "Unthinkable" (deiner Meinung nach), deshalb bringst du hier den Vergleich. Und deshalb lehnst du beide Filme grundsätzlich ab.
Dein gutes Recht, doch du solltest es dann vermeiden, gerade auf eine Filmeplattform zu meckern. Das ist naiv (wie ich schon sagte) und weltfremd. Und natürlich verbohrt, weil du nicht mal aus wissenschaftlicher Neugier den Film sichten willst. Nee, lieber eifrig mosern, "Ticking-Bomb-Szenarien" fantasieren und heiße Luft fabrizieren. Toll!
Ich werde hier ganz sicher nicht weiterhin die Vorzüge von "Unthinkable" aufzählen, sondern mit der allgemeinen Wahrheit schließen, dass man seinen Feind schon kennen sollte, sonst besteht die Gefahr, selbst ganz ganz schnell instrumentalisiert zu werden.
Ps: Der Film entlarvt nicht den Standpunkt, Folter grundlegend zu verneinen, sondern die Ignoranz vieler. Und natürlich zeigt er recht deutlich, was eigentlich hinter der Aussage "Lieber wenige Leben opfern, um viele zu retten" steckt. Das ist nämlich Egoismus pur. Es geht nur darum, seinen eigenen Arsch zu retten im Ernstfall. "Lieber das (fremde) Leben des mutmaßlichen Terroristen und seiner (noch fremderen) Familie opfern, als meines." Ist eigentlich ganz einfach. Und erschreckend. DAS zeigt der Film. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Der Rest hat mich dann einfach nur noch gut unterhalten. So soll es auch sein, nicht wahr?
dbeutner 2011/09/09 16:03:55
Antwort löschen@Lars: Nein, das was an "Argumenten" und "Entwicklungen" Strang im Film ist, lässt sich ausreichend detailliert lesen, im Zweifelsfall gar unter Berücksichtigung unterschiedlicher Rezeptionen des Ziels. Allerdings sind die meisten am Ansatz seriösen Kritiken, unabhängig davon, was sie aus dem Film ziehen, sehr einheitlich in der nüchternen Darstellung der Arguments-Aufzählungen. Sie unterscheiden sich mehr darin, ob sie sich über ein Argument lustig machen oder es ernst nehmen.
"Wenn andere sagen von der Brücke Springen ist hip, tust du es dann?" Strukturargument nicht verstanden: Du hast geschrieben: "Es geht in dem Film eben nicht um Neutralität oder darum Folter gar zu rechtfertigen." Ich sage: Das ist Deine Auffassung, nur bringt die Einzelauffassung da nicht so viel (wie ich ganz oben schrieb: nicht einmal meine); und das zeigt sich schön daran: Es gibt genauso Leute hier, die das konträr zu Dir (und mir) sehen. Der Kontext des Films, der Faden, den der Film aufnimmt, der verfolgt seit über 30 Jahren ein Ziel, und zwar mit einem Extrembeispiel, das nur deswegen gewählt wird, um rationale Überlegungen zum Thema möglichst auszuschalten. /Deshalb/, nicht weil Du nach dem Film oder ich sicher nach dem Film Folter (immer noch) ablehnen würde, ergibt sich daraus, dass der Film "harmlos" wäre... (wie auch der einzelne Kommentar: "Sag ich schon immer, Folter frei!" nicht zwingend sagt, dass der Film Folter rechtfertigen würden; solche Kommentare sagen nur (und das allerdings), dass aus der /eigenen/ Rezeption, dass man nach dem Film Folter doof findet, /nicht/ geschlossen werden kann, dass das eine allgemeingültige Aussage ist). Da Du das Strukturargument nicht verstanden hast, ignoriere ich auch desweiteren, dass Du den Denkfehler sofort selbst noch einmal wiederholst ("Das ist einfach falsch. Der Film zeigt unter anderem deutlich auf, das Folter nichts bringt." - Nein, dass ist nur das, was der Film bei Dir auslöst.)
@alanger: Hatten wir jetzt aber wirklich oft: Wenn ich den Film sehen würde, würde ich ihn nicht anders bewerten. Wenn ich das aber weiß, ist es Formalkackerei, darauf zu bestehen, dass ich meine Augen und mein Hirn anderzhalb Stunden dem Bild aussetze. Du ignorierst die Ebene, die - für mich - ausschlaggebend ist. Auch das hatten wir schon alles: Mir ist klar, dass andere, für die die Ebene nicht ausschlaggebend ist (alle anderen hier) für sich erkennen: Ohne Sehen macht das Bewerten keinen Sinn. Trifft dann zu. Nur ist bei mir anders.
@alanger Teil 2 - hier hatte ich mich nicht auf Dich bezogen, das waren "überlappende Antworten".
@Quills: Nein, ich möchte nicht einmal so weit gehen zu sagen, dass der Film gleiche Mechanismen nutzt wie "Jud Süß". Noch anders: Es geht mir nur um die Einbettung des Films in einen viel größeren Kontext, bei dem der Film sozusagen nur eine Flanke in dem Gesamtkontext darstellt. Bei "Jud Süß" Antisemitismus (der Film "erfindet" den ja nicht), bei "Unthinkable" die einseitige Überspitzung der zur Entscheidung stehende Frage mit der undifferenzierten Vermischung von Fragen "wie würde /ich/ reagieren" vs. "ist Folter gerechtfertigt" (das Ticking-Bomb-Szenario nutzt die erste Reaktion, um die zweite zu erzeugen; hier wieder die extreme Parallele zu Daschner - emotionale Diskussion um totes Kind verhindert sachliche Frage, was es am Ende heißt, wenn Staaten foltern).
"doch du solltest es dann vermeiden, gerade auf eine Filmeplattform zu meckern" ?!?! Hallo? Es ist - ein Film!!! "'Ticking-Bomb-Szenarien' fantasieren"?!? Ähm, nix nachgelesen? Das ist der historische Hintergrund, den "fantasiere" ich nicht, und den erfindet der Film nicht. Das ist /das/ Szenario, an dem die Diskussion pro Folter weltweit in den westlichen Staaten seit über 30 Jahren geführt wird.
Und zum Schluss: Deine Argumentation "Egoismus pur") zB halte ich gerade nicht für stichhaltig (allerhöchstens gegenüber einer konkreten Person), nicht für generisch.
Quills 2011/09/09 16:22:50
Antwort löschenJa, aber auch einen Film kann man in politischen Foren diskutieren. Da passt deine Form der Kritik einfach besser hin. Hier wirkt sie weltfremd und naiv (ich wiederhole mich gerne, ja).
Zu deinen Kontexten: Schon klar, 1933 der Antisemitismus, seit 2001 die Terrorismusbekämpfung - alles die gleiche Soße letztlich.
"Unthinkable" erfindet aber das Rad ganz sicher nicht neu, zumal ja sogar der Verleih pleite ging und der Film vor allem im Netz gehypt wurde. Er kam nicht mal in die Kinos...
Es gibt massenhaft Filme, in denen Bomben ticken. Überall dort wirst du allerdings selten eine solch konsequente Umsetzung sehen wie bei "Unthinkable". Das macht den Unterschied aus. Auch die Fragestellung, wie man reagiert, wenn die Atombombe im Hintergrund tickt, ist nicht neu. "Unthinkable" kommuniziert sie nur und zwar auch bis fast zur letzten Konsequenz. Er ist verdammt ehrlich, nur geht dem Drehbuch leider zu Schluss ein wenig die Puste aus, weil die Macher ihr Publikum etwas unterschätzen (wahrscheinlich zu Recht). Mehr Verantwortung kann ein Film kaum übernehmen, außer am Ende versammelt sich nochmal der ganze Cast und hält Demonstrationen contra Folter ab.
Und nochmal: All das wirst du erst begreifen können, wenn du dir den Film ansiehst.
alanger 2011/09/09 16:31:17
Antwort löschenmachst du dir beim fußball auch deine eigenen regeln "gilt für die anderen, aber nicht für mich"? the new age of zozialkompetenz?
ich gebs auf.
dbeutner 2011/09/09 16:40:43
Antwort löschen"in politischen Foren... Da passt deine Form der Kritik einfach besser hin" Naja, wenn Du meinst, dass man auf Filmseiten den politischen Aspekt des Films nicht besprechen sollte... dann finde ich das eher merkwürdig.
"Hier wirkt sie weltfremd und naiv (ich wiederhole mich gerne, ja)" Ja, zutreffend. Und dabei gilt wie immer: Die reine Wiederholung macht die substanzfreie Aussage nicht substantieller...
"Es gibt massenhaft Filme, in denen Bomben ticken." Das schon, aber es stimmt nicht, dass das Kernsujet des Films massenhaft behandelt wurde. "24" wurde ja schon benannt, das ist allerdings etwas weniger fokussiert, geht aber schon sehr in die Richtung (war auch durchaus so angelegt) und ich find's in seinem Kontext schlimm. Google mal nach '+"ticking bomb" +torture +movie'. Du wirst schnell merken, welch außerordentliche Rolle dieser Film in diesem Kontext hat.
Und nochmal: Ich habe glaube ich von dem Kontext einfach sehr viel mehr Ahnung als Du. Das klingt vllt. blöd und arrogant, das soll es scht nicht im Ansatz sein. Es /ist/ einfach so. Und daher /habe/ ich einen anderen Hintergrund und reagiere anders. Das einfach mal ruhig zu akzeptieren, das fehlt mir (etwas arg hier).
@alanger: Ich hasse Fußball :-) Aber Deine Frage funktioniert auch wieder nicht. Jetzt wirfst Du mir vor, dass ich den Unterschied erkenne zwischen meiner Ebenen-/Kontext-Wahrnehmung und Deiner. Deine verbietet /Dir/ (von Dir aus, nicht von mir aus), so etwas ungesehen zu bewerten. Meine mir aber nicht, nicht weil ich "mehr darf" (Kwark), sondern nur, weil ich darauf anders reagiere. That's all.
Schon krass, wie viel Mühe sich hier alle geben, missverstehen zu wollen. Aber irgendwie... passt's...
Quills 2011/09/09 16:56:53
Antwort löschenDu diskutierst die politische Seite des Films nicht, du legst sie fest. Um diskutieren zu können, muss man den Film gesehen haben. Punkt.
"Unthinkable" nimmt natürlich eine Sonderstellung ein, das sagte ich selbst bereits. Er ist nämlich einfach konsequenter als Stirblangsamlethalweaponschießmichtot Teil IV.
Daher ist es mir auch egal, was Google mir da ausspuckt, denn noch bilde ich meine eigene Meinung ;)
Dir gehen wohl die Argumente aus, sonst würdest du nicht darauf bestehen, dass ich keine Ahnung von deinen "Kontexten" habe. Ist quasi das Totschlagargument schlechthin.
Und nochmal: "Unthinkable" hat nur so lange Ähnlichkeit mit "24", bis man ihn tatsächlich auch gesehen hat. Du argumentierst so extrem oberflächig, dass es schon wehtut.
alanger 2011/09/09 17:03:03
Antwort löschenlieber dbeutner
ich kann ja wirklich verstehen das du einen film hasst OHNE ihn gesegen zu haben. wie gesagt geht mir auch oft so. jud süß hab ich übrigens im rahmen einer ausstellung über propaganda in italien, deutschland und der su in berlin teilweise gesehen (in kommentierten ausschnitten). dewegen maß ich mir da ein "hassfilm" an. aber einen film den man überhaubt nicht kennt als solchen zu BEWERTEN (weil das halt nochmal was anderes ist) finde ich einfach nur stalinistisch, nazimäßig ...what ever.
und in der disskussion über das thema bringts uns 0 weiter.
nebenbei: ich bin eindeutig gegen todesstrafe und folter, aber nicht gegen die diskussion über dinge die passieren.
scheiße, das ich mich hier auch noch rechtfertige.
Quills 2011/09/09 17:05:18
Antwort löschenAber versuche ruhig weiterhin, die Menschen zu missionieren. Letztlich hilft das dem Film. Und mir soll es Recht sein, wenn die Macher noch ein bisschen was dran verdienen. Vielleicht gibt es dann ja auch bald Unthinkable II, nur um dich zu ärgern :)
Quills 2011/09/09 17:06:27
Antwort löschenAch, und um das ein für alle mal klarzustellen: die Serie "24" finde ich abartig. Gute Machart, fragwürdige Botschaft...Für mich ist das ein ganz anderes Terrain...
Lars Wolf 2011/09/09 17:08:31
Antwort löschendbeutner der Hellseher hat gesprochen. =)… Fakt ist einfach das du dich bei deiner Bewertung auf das Stützt musst was andere geschrieben haben. Anstatt den Film selber zu sichten und deine eigene Meinung dazu zu haben. Ich, sowie einige andere hier sehen den Film wohl aus einem etwas anderem Blickwinkel. Das scheinst du weder zu können noch traust du es dir zu.
Zitat:
Du hast geschrieben: "Es geht in dem Film eben nicht um Neutralität oder darum Folter gar zu rechtfertigen." Ich sage: Das ist Deine Auffassung, nur bringt die Einzelauffassung da nicht so viel.
Doch, genau darum geht es auf dieser Seite hier. Um die vielen unterschiedlichen Einzelauffassungen von jedem Einzelnen über Filme. Man schaut sie sich an, denkt eventuell etwas darüber nach und bewertet den Film auf dieser Webseite. Man bewertet aber sicher nicht hören sagen über Filme. Lemming hätte hier dann als Nickname wohl besser gepasst.
Was gibt es an deiner aussage nicht zu verstehen? Du bist gegen Folter. Du findest den Film schlecht weil du gehört hast das darin Folter als notwendig dargestellt wird.
Ob du einen Film schaust oder nicht ist ja ganz alleine deine Sache. Wenn dich das Thema anwidert dann ist das so. Du kannst auch gerne Kund tun das du so einen Schrott nicht schauen möchtest. Wir können dich eventuell darauf hinweisen das der Film doch einen Blick wert ist und das es mehr als einen Blickwinkel darauf gibt. Was du aber nicht machen solltest ist ihn zu bewerten. Dazu fehlt dir nun einmal eine Fundierte Grundlage.
Quills 2011/09/09 17:24:09
Antwort löschenDie Antwort hast du wohl gelöscht, deshalb nur soviel: ich kenne deine Millionen Kontexte. Und ich schaue neben Filmen wie "Unthinkable" auch Filme wie "Junta", welche mir immer wieder vor Augen führen, was es bedeutet, in einer Gesellschaft leben zu müssen, die Folter toleriert.
Im Gegensatz zu dir schaue ich mir aber alles an, bis ich es vielleicht nicht mehr ertrage (wie "24") und urteile DANN! Selbst "World Trade Center" habe ich mir gegeben und nicht nur deshalb, weil ich irgendwann einmal Oliver Stone mochte.
Ich boykottiere selten etwas, nur gebe ich nicht allen meine sauer verdiente Kohle. Es lebe der DVD-Verleih oder das Internet!
Da du dich im Kreis drehst, schließe ich hier. Viel Spaß noch bei deiner Selektion oder beim virtuellen Filme verbrennen!
dbeutner 2011/09/09 17:45:05
Antwort löschen@Quills: Auch wenn ich es mir wünschen würde, dass alle den Kontext kennen: Natürlich ist es Blödsinn, würde ich sagen: "Um die politische Seite diskutieren zu können, muss man den Kontext kennen. Punkt." Da ist mE sogar mehr dran als umgekehrt, aber natürlich nicht so doll, dass ich Dir ernsthaft die Diskussion nehmen möchte.
Deine Anmerkung zur Google-Suche ist auch nur Leersatz, weil es mir mitnichten darum ging, dass das Deine eigene Meinungsbildung ersetzen soll. Konnte man auch wohl kaum ernsthaft fehlinterpretieren.
Und nein, mir gehen die Argumente überhaupt nicht aus. Aber es geht ja keiner drauf ein :-). Zu "24" - den Vergleich habe nicht ich in die Diskussion geworfen :-) Aber tatsächlich - und wieder bist Du es, der den Kontext nicht kennt - ist "24" durchaus ein berühmter Vertreter (und da gibt es nicht so viele), der sich ebenfalls an das TBS anlehnt und "Folterfragen" in dem Zusammenhang stellt. Wieder: Das ist die Ebene, die für mich entscheidend ist; diese Ebene kannst Du kaum beurteilen, weil Du den Kontext nicht kennst und Dich auch weigerst, den Kontext zu vertiefen (Deine Reaktion auf den Suchvorschlag), und Deine Wahrnehmung von "oberflächlich" mag subjektiv sogar "real" sein -- nur leider fehlt Dir eben viel Wissen um das auch nur ansatzweise objektiv zu beurteilen.
Und ich "bestehe" nicht darauf, dass Du keine Ahnung von dem Kontext hast, Du hast sie offensichtlich nicht. Wobei, auch das habe ich schon oft erklärt, ich daraus keinen mm Vorwurf bastele. Ist so, ist total in Ordnung (ich fänd's anders besser, wir könnten hier zB ernsthaft diskutieren - bzw. die Diskussion würde sich eher erübrigen), aber verunmöglicht es Dir zu verstehen, warum die Kontext-Ebene des Films die für mich entscheidende ist.
@alanger: "aber einen film den man überhaubt nicht kennt als solchen zu BEWERTEN (weil das halt nochmal was anderes ist) finde ich einfach nur stalinistisch, nazimäßig". Naja, halt wieder laut, Kraftausdrücke, Stalin, Nazi. Ist mir echt zu dumm. Aber: Wenn Du (endlich tut es mal jemand) Dich offen hinstellst und sagst: Jud Süß kann man nicht "bewerten" ohne gesehen zu haben - dann ist das doch mal ein Statement :-) Ich find's hart, aber nenne Dich deswegen nicht Nazi, nicht Stalinist. Naja. Aber man kann /dann/ zumindest klar sagen: Ok, da stehen wir auf unterschiedlichen Seiten, da kommen wir nicht weiter. Kann ja sein. Ist wohl so. Aber - kann man sich dann nicht einfach mal gegenseitig "in Ruhe doof finden"?! :-)
@Lars: Ich teile absolut, dass der "Normalfall" der ist, das auch ich es eher sinnvoll finde, einen Film zu sehen. Ebenfalls, dass ein (für sich stehender Film) nicht vom Hörensagen bewertet werden soll. Beides ist aber vorliegend nicht der Fall. Hier ist das Besondere, dass der Film einen Jahrzehnte alten (und den kenne ich extrem gut) Argumentationsstrang fortführt. Einer, der extrem manipulativ ist (habe ich konkret oben angerissen).
"Du findest den Film schlecht weil du gehört hast das darin Folter als notwendig dargestellt wird." Falsch. Großes Missverständnis. Aber warum ich den schlimm finde ("schlecht" ist der falsche Ausdruck), das habe ich an vielen Punkten benannt. Es geht um die Fortführung in einem großen komplexen alten Kontext.
"Was du aber nicht machen solltest ist ihn zu bewerten. Dazu fehlt dir nun einmal eine Fundierte Grundlage." Wie oben. Ein Film hat verschiedene Ebenen. Dieser hat eine, die andere nicht haben (nämlich er ist ein Abziehbild einer bestimmten Diskussionshaltung). Die lehne ich ab. Die finde ich an dem Film am allerallerwichtigsten. Ich sehe, dass Du das nicht verstehst. Ich gehe soweit zu sagen: "Dir fehlt nun einmal eine fundierte Grundlage, das konkret zu verstehen." Allerdings habe ich, um vom konkreten Fall, bei dem die Emotionen so festgelegt zu sein scheinen, versucht, ein an diesem Punkt strukturell vergleichbares Beispiel zu bringen, wo /vielleicht/ mal, weil's nicht gerade "Streitgegenstand" ist, es einfacher ist selbst zu sagen: Uh, stimmt, sowas kann's geben.
@Lars Teil 2: "Die Antwort hast du wohl gelöscht" Jetzt wird's echt langsam aberwitzig :-) Kann ich gar nicht. "Ich boykottiere selten etwas" - ich auch.
Lars Wolf 2011/09/09 18:02:16
Antwort löschenDas mit dem Löschen habe nicht ich geschrieben…
„Ich habe von einem Bekannten gehört das…“ ist keine Fundierte Grundlage um einen Film zu bewerten. Eine Fundierte Grundlage ist ein Liter Cola, Popcorn, Chips, ein TV, Blu-Ray Player und der Film auf einer Scheibe. Danach kannst du bewerten und entscheiden ob er denn in deinen ach so Ominösen Kontext passt. Davor ist es nur Nachgeplapper oder Mutmaßung.
dbeutner 2011/09/09 18:07:52
Antwort löschen@Lars: Sorry, mix-up. Das war Quills.
„Ich habe von einem Bekannten gehört das…“ ist nicht im Ansatz die Grundlage, die ich je angegeben habe. Daher greift die Kritik direkt ins Leere.
Brennegan 2011/09/09 18:15:22
Antwort löschenUm dir die Belange von duffy und alanger deutlich zu machen: Deine Meinung in diesem Fall ist herzlich egal, die hat bei dem ganzen Trara nichts zu sagen. Und da interessiert es nicht, ob du aus ihrer Sicht entweder ins Schwarze triffst oder auch nicht.
Es gibt hier einen "Kein Interesse"-Button, den man benutzen kann, um deutlich zu zeigen, dass man diesem Film kein Interesse zukommen lässt. Und nach betätigen dieses Buttons kann man dann schreiben, was man will ... man wird auch nicht in der Kommentarliste nach unten gerückt oder sonstiges, weil man diesen Button benutzt.
Und da gibt es auch kein Pardon. Bewerten, ohne den Film gesehen zu haben ist einfach unfair und mies.
dbeutner 2011/09/09 18:17:07
Antwort löschenWas soll ich dazu noch sagen. Dazu ist alles gesagt, Du gehst auf nix ein, und "unfair und mies" ist angesichts dessen, was hier dazu vorliegt, einfach etwas heulig.
Benner 2011/09/09 18:26:46
Antwort löschenJetzt mal ernsthaft. Du musst doch in der Lage sein zu begreifen, dass es keinen Sinn macht dem Film irgendeine Punktzahl zu geben wenn du ihn noch nicht gesehen hast und es extra die "kein Interesse" Funktion gibt. Da haben Duffy, alanger, Brennegan undso schon Recht. Gibt nicht einen einzigen Grund dafür. Da spielts auch nicht die geringste Rolle inwiefern du da was mit dem Film verbindest oder dich mit ihm beschäftigt hast. Um zu sagen, ob ein Film gut oder schlecht ist führt kein Weg dran vorbei als ihn zu gucken. Tschuldige, aber da fehlt mir jegliches Verständnis, da du auch null Einsicht dafür hast.
dbeutner 2011/09/09 18:32:15
Antwort löschenJetzt mal extrem ernsthaft: Du musst doch in der Lage sein zu begreifen, dass es keinen Sinn macht, einen Standpunkt zu wiederholen, obwohl ich schon ganz oft begründet habe, warum ich darin sehr wohl einen Sinn sehe (in diesem besonderen Fall), aber all das zu ignorieren.
Tschuldige, aber da fehlt mir jegliches Verständnis, dass man nicht in Ruhe drüber nachdenkt, was die Ebenen eines Films sind oder zumindest sein können. Und dass es hier eine besondere gibt. Aber - tendenziell reihst Du Dich ein in die Reihe derer, denen das Wissen evtl. fehlt, das zu verstehen. Fehlendes Wissen sollte aber eher zur Ruhe führen denn zur Aufruhe... ;-)
duffy 2011/09/09 18:38:35
Antwort löschenIch find's mittlerweile schon amüsant, wie du Einem nach dem Anderen hier fehlendes Wissen und weiß Gott was noch unterstellst, obwohl auf deine aufgezwungene Diskussion gar keiner eingeht.
dbeutner 2011/09/09 18:53:52
Antwort löschenKannste ja. Problem ist nur, das erstens das fehlende Wissen ja keine böse Unterstellung ist, sondern total normal. Ich mache seit fast zehn Jahren immer wieder sehr viel in dem Bereich - wäre ja auch zu schön, wenn das bei allen anderen auch so aussähe. OhMann, auch hier wieder: An dem Punkt geht es nicht um "Unterstellung", sondern darum, dass ich wahrnehme, dass da offensichtlich ein springender Haken fehlt, meine Argumentation nachzuvollziehen. Wenn man den Kontext gar nicht kennt, dann ist mir klar, dass einem das dann sehr schwer fallen dürfte, dazu müsste man schon von selbst bereit sein sofort zu abstrahieren, /um/ trotzdem verstehen zu können. Das erwarte ich nun wirklich von niemandem hier, mir sofort mit "voller Wohlwollenswucht" zu begegnen. Allerdings habe ich dafür mir auch umgekehrt die Mühe gegeben, zum einen jeden, der sich für meine Argumente interessiert, Einstiegshilfen ins Thema zu geben, und zum anderen ein abstrakteres Beispiel gewählt, bei dem ich erst Mal davon ausgehe, dass dort Kontext und Filmfunktion deutlich bekannter sind.
Wem zwinge ich denn hier ne Diskussion auf? Jeder kann locker still bleiben. Ich versuche primär, (teils offensichtlich gar beabsichtigte) Missverständnisse aus dem Weg zu räumen.
Und nur Gott weiß, was ich anderen noch alles unterstelle? Oder geht's konkreter?
Benner 2011/09/09 18:54:02
Antwort löschenDeine Argumentation ergibt halt auch einfach keinen Sinn. Guck den Film und bewerte ihn, ganz einfache Geschichte. Haste den Film nicht gesehen, kannste ihn nicht bewerten. Da brauchst du auch kein fehlendes Wissen oder sonst was vorzuwerfen weil du einfach von grundauf ihm Unrecht bist wenn du einen Film bewertest, den du nicht gesehen hast und dann noch versuchst das irgendwie zu rechtfertigen.
alanger 2011/09/09 18:56:34
Antwort löschenPEACE!!
alanger 2011/09/09 18:58:42
Antwort löschenanderseits ists ja auch ganz cool, 50 (!) kommentare, kein gefällt mir.
dowars glaube ich bei schillers antrittsvorlesung in jena. ;)
Brennegan 2011/09/09 19:04:54
Antwort löschenDa scheint jemand hier nichts verstehen zu wollen. Erstens habe ich nichts zum Thema des Films zu sagen, wiel ich den Film noch nicht gesehen habe und dazu auch bis zu dem Zeitpunkt keinen Kommentar abgeben werde, zweitens musst du dich nicht wundern, dass die Leute dich hier angreifen, wenn du freundlich gemeinte Ratschläge mit so blöden Kommentaren wie "heulig" in den Wind schlägst.
Die einzige Person, die hier am Thema vorbei geht, bist du, weil hier keiner über deine inhaltlichen Belange meckert, sondern über deine Art, einen Film zu bewerten, den du nicht gesehen hast, anstatt die dafür vorgesehen Alternative zu nutzen. Das ist wie jemand, der sich auf einen Behindertenparkplatz stellt, um näher am Einkaufszentrum zu sein und sich dann aufregt, weil sien Auto abgeschleppt wird. Ignorant!
Quills 2011/09/09 19:08:05
Antwort löschen@alanger
DAS ist Blasphemie! :D
dbeutner 2011/09/09 19:14:24
Antwort löschen@Benner: Du wiederholst Dich, allerdings ohne jedes Argument, Du wiederholst nur die Behauptung: "Haste den Film nicht gesehen, kannste ihn nicht bewerten." Dagegen habe ich viel gesetzt, kann man verstehen, nicht verstehen, verstehen aber dennoch anders sehen - aber sagen wir es so: Es gibt da Sachen zu beachten. Und das tust Du nicht. Das gehört aber zum Diskutieren schon dazu.
Und schon wieder (boah Leute): Ich habe das nun n-mal klargestellt, das ich niemandem "vorwerfe", dass da Hintergrund fehlt. Ich werfe vor, dass niemand merkt, dass da ein Hintergrund besteht.
Im Übrigen bringst Du einen sauberen Zirkelschluss: "Du kannnst das nicht bewerten. Und Dein Argument zählt auch nicht, denn: Du bist im Unrecht und kannst das nicht bewerten."
@Brennegan: Total sinnvoller Vergleich. Ich nehme alles zurück und habe Einsicht.
Benner 2011/09/09 19:19:59
Antwort löschenWenn du zitierst, dann tu das auch bitte richtig und schreibs nicht um aber gib es als Zitat aus. Und ob meine Aussage lediglich eine Behauptung ist muss jeder für sich entscheiden. Für mich persönlich müssen hier auch nicht unzählige Argumente aufgezählt werden, wieso du denn im Unrecht bist weil (und da stimme ich Brennegan wieder zu) gibt es einfach Alternativen und genau diese nimmst du nicht wahr sondern strickst das System einfach für dich etwas um, bist dir aber im Klaren darüber. Und da fehlt mir einfach die Einsicht. Und du merkst doch, dass du dich hier zig mal wiederholen musst, weil nicht nur mir die da Einsicht fehlt. Wenn du einen Kommentar mit "Um's gleich zu sagen: Ich habe den Film nicht gesehen." beginnst, dann musst du dir darüber auch im bewusst sein, dass es da ordentlich Gegenwind geben wird. Es ist gut für dich, dass du Hintergrundwissen zum besitzt, aber trotzdem...ich schreibs nichtmal mehr aus, du wirst sicherlich denken was ich jetzt gesagt hätte.
alanger 2011/09/09 19:34:31
Antwort löschen56 einträge, gut ich buch schon mal beim guinness buch.
duffy 2011/09/09 19:38:18
Antwort löschenMach' dir keine Mühe. Die 347 von Vinnies Inceptionkritik sind noch lange nicht in Gefahr.
Quills 2011/09/09 19:40:07
Antwort löschenIch verlasse jetzt mit Absicht die filmische Ebene, da du ja absolut nicht gewillt bist, über den Inhalt zu diskutieren (du kennst ihn nicht. Ganz egal, was du dir an Hintergrundwissen über Sekundärliteratur angeeignet hast, du kennst das verdammte Primärwerk nicht. Basta.) und begebe mich mal auf deine vielzitierte Ebene:
Vielleicht, aber nur vielleicht, sehen viele von uns diesen angeblichen Hintergrund sehr deutlich, ziehen aber ganz einfach andere Schlüsse als du.
Ich bin ein ziemlich großer Fan von Michael Sheen und habe daher schon von dem Film gehört, als er nur ein Projekt war. Immer wieder und wieder habe ich im späteren Verlauf von Propagandavorwürfen lesen müssen und gerade der von dir hier angesprochene Hintergrund ist mir absolut nicht unbekannt - im Gegenteil. Ich konnte es kaum erwarten, den Film dann auch endlich selbst zu sehen, weil ich wirklich Angst hatte, Sheen in einer Rolle zu sehen, für die er quasi seine Seele verkauft hat und zwar auf eine perfidere Art und Weise, als schon geschehen bei dem ganzen Franscheiß, bei dem er mitgewirkt hat. Normalerweise setzt er sich nämlich für Projekte ein, die einen kritischen Geist erfordern. Er hat zum Beispiel die Passionsspiele in seiner Heimatstadt Port Talbot produziert und mitgetragen. Es ist verdammt dreckig dort und sehr hoffnungslos. Industrie pur halt. Da ich selbst an den Passionsspielen teilgenommen habe, kann ich das ganz gut beurteilen und es ist wirklich bewundernswert, wie sehr sich Sheen vor Ort tatsächlich einsetzt. Er rennt halt nicht nach Afrika, sondern schaut, was vor seiner Haustür so los ist. Viel verdient hat er ganz sicher nicht daran (die Tickets waren spottbillig und viele Touristen waren dort auch nicht zu sehen - leider. Und auch sein Image hat nicht wirklich von dem Projekt profitiert, er ist noch immer eher eine unbekannte Größe in Hollywood, auch wenn man ihn endlich etwas ernster nimmt.) Lange Rede, kurzer Sinn: ich war wirklich etwas ängstlich, dass Sheen durch "Unthinkable" an Glaubwürdigkeit für mich verliert. Und ein Schauspieler ohne Glaubwürdigkeit kann eigentlich gleich aufgeben.
Das sind meine persönlichen Hintergründe zu dem Film.
Du siehst also, dass ich extrem viel im Vorfeld über "Unthinkable" gelesen habe, wahrscheinlich sogar weitaus mehr als du, das bringt mein Fanatismus so mit sich. Und da mich das Thema Folter vs. Demokratie schon immer sehr interessiert hat ganz unabhängig von Sheen, bin ich durchaus kritisch an den Film gegangen. Nach der Sichtung konnte ich jedenfalls nur noch über jegliche Propaganda-Vorwürfe schmunzeln.
Vielleicht würde es dir sogar genauso gehen. Wir werden es nie erfahren, weil du deine Meinung schon fest gebildet hast. Du stellst damit letztlich nur die andere Seite der Medaille dar, denn du nimmst alles hin, was dir irgendwer (der deine Ideologie teilt) vorträgt, ohne dir selbst ein Bild davon zu machen.
Und nun endgültig EOD für mich :)
alanger 2011/09/09 19:45:39
Antwort löschenduffy hat recht. mehr traffic bitte.
es gilt Vince zu toppen!
Benner 2011/09/09 19:48:07
Antwort löschenErstmal gilt es duffys eigene Kommentare zu toppen. Da wären zum einen sein "Tree of Life" Kommentar und dann der zu Mila Kunis.
dbeutner 2011/09/09 20:21:37
Antwort löschen@Benner: Wenn Du jetzt schon bei der "nimm-die-richtigen-Anführungsstriche"-Argumentation angekommen bist, na, dann kommt sicher nicht mehr vielm ;-)
"Und du merkst doch, dass du dich hier zig mal wiederholen musst" - Jou, das tue ich. Und merke, wie reflexgesteuert hier reagiert wird.
"Wenn du einen Kommentar mit "Um's gleich zu sagen: Ich habe den Film nicht gesehen." beginnst, dann musst du dir darüber auch im bewusst sein, dass es da ordentlich Gegenwind geben wird." -- Erstens war ich mir darüber tendenziell bewusst, und genau deshalb schrieb ich das ja auch. Nicht, weil ich es geil finde. Sondern weil mir klar ist, dass das kontrovers werden wird. Ich hätte den Satz weg lassen können, und die Aufregung wäre etwas kleiner gewesen. Aber wo ist da jetzt der Punkt? Ich habe kein Problem mit dem Gegenwind, und vorwerfen, dass ich die ehrliche Einleitung gegeben habe, /das/ wirst Du mir ja nun hoffentlich nicht auch noch :-) Also - "where is the point?"
@Quills: "Vielleicht, aber nur vielleicht, sehen viele von uns diesen angeblichen Hintergrund sehr deutlich" - Ich will echt hier nieeeemandem zu nahe treten, aber Folter und TickingBombSzenario und Historie und und und - nein, damit haben sich rel. wenige überhaupt ausführlicher beschäftigt. Insofern wage ich es zumindest, da Zweifel anzumelden. Bei alanger geht es viel klarer, da haben wir offen über den in meinen Augen eventuell klareren Fall Jud Süß gesprochen. Zwar wage ich es, in Summe trotzdem zu behaupten, dass auf einer rein logisch-argumentativen Ebene ich die Punkte einkassieren kann (dazu müsste man dann noch mehr ins abstrakte Detail gehen und zB zunächst abstrakt definieren, wann es denn nun genau "Sinn" oder "keinen Sinn" macht), aber am Ende weiß ich auch, dass es Gefühle gibt, die gar nicht wegzudiskutieren sind. Da alanger seine These bei Jud Süß aufrecht erhält, konnten wir das eigentlich recht friedlich beenden: Man sieht, dass man unterschiedliche Ansichten hat, und sieht, dass ein weiterer Austausch von Argumenten nichts ändern wird. Wenn jeder andere von Euch so cool ist, das für Jud Süß auch zu sagen, dann können wir hier schließen. Allerdings hoffe ich, dass den einen oder anderen dann doch nochmal Zweifel überkommen...
"Nach der Sichtung konnte ich jedenfalls nur noch über jegliche Propaganda-Vorwürfe schmunzeln. Vielleicht würde es dir sogar genauso gehen." Genau DA liegt ja nun einer der Punkte: Nein, würde ich nicht. Genau das würde ich nicht. Und das - gibt es. Nicht wegen Verbohrtheit, sondern aus einem Kontext, aus Angewidertheit, aus Überzeugung. Nein, das muss niemand am konkreten Fall teilen. Aber doch, verstehen, dass es das gibt - das is, etwas Reflex rausgenommen, glaube ich wirklich schaffbar.
"du nimmst alles hin, was dir irgendwer (der deine Ideologie teilt) vorträgt, ohne dir selbst ein Bild davon zu machen." Genau. Dafür bin ich ganz berühmt. Ja, da wurde es wieder unterirdisch...
Benner 2011/09/09 20:52:55
Antwort löschen<Wenn Du jetzt schon bei der "nimm-die-richtigen-Anführungsstriche"-Argumentation angekommen bist>
Das soll gar keine Argumentation sein. Wenn du mich zitierst darf ich doch wohl darum bitten, dass du auch richtig zitierst :P
Und ansonsten werden wir hier wohl nicht mehr auf einen Nenner kommen. Wie gesagt brauch ich für meinen Standpunkt keine Argumentation, da für mich hier der Grundsatz gilt: Film nicht gesehen, Film nicht bewerten. Ich bewerte heute auch nicht "The Hobbit" mit 10 Punkten weil ich das Thema kenne und "Herr der Ringe" übergenial finde. Filme sind nunmal dazu da um gesehen zu werden ;)
Naja, jeder wie ers für richtig hält.
alanger 2011/09/09 20:56:59
Antwort löschenlala
dbeutner 2011/09/09 22:04:54
Antwort löschen@alanger: :-)
@Benner: "Wie gesagt brauch ich für meinen Standpunkt keine Argumentation" (nicht nur zitiert, sondern sogar Copy&Paste-zitiert, sozusagen "Zitat mit Schleifchen" (das jetzt war aber, obwohl in Anführungsstriche gesetzt, kein Zitat!)) -- das ist doch auch mal 'ne Aussage :-)
Benner 2011/09/09 22:20:43
Antwort löschenHmm zwar schon besser nur zitierst du gerade im Bild -Stil, sodass Teile des Originalsatzes fehlen, die mit zur Aussage des Geschriebenen gehören ;)
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dbeutner 2011/09/09 22:25:21
Antwort löschenJa nee klar... die Aussage ist aus dem Zusammenhang gerissen und ist in ihrem Zusammenhang gar nicht das, wie es aussieht... nee klar... Witzbold... :-)
Benner 2011/09/09 22:43:08
Antwort löschen:-)
KlapTrap 2011/09/02 11:03:14
Kommentar löschenMeine allererste Leselektüre dürfte ein abgewetzter John Sinclair-Band von meinem Vater gewesen sein, in Sachen Hörspiel kam gleich nach den DREI ??? die Horrorreihe von H. G. Francis, und die ersten Filme die mich dazu trieben nachts heimlich ins Wohnzimmer zu schleichen, und den TV wieder anzuschalten, waren die klassischen Dracula und generell Hammer-Studio-Filme.
Was dieser exhibitionistische Vitaausschnitt nur sagen soll : Probleme oder gar moralische BEdenken, was das Anwenden und Stilisieren von Gewalt und Horror in Unterhaltungsmedien angeht, hatte ich wohl nie.
Mein sechsjähriges Ich würde wohl sagen :"Bockt doch !".
Mein heutiges, zwar mit mehr Informationen aber ungleich mehr Wissen behaftetes Ich würde auf das Wissen um die 4th Wall verweisen, die gestalterische Freiheit der Kunst (sowie Unterhaltungsindustrie !) hervorheben, sowie den Umstand bekanntgeben, das Moral-Verweise in Kritikergüssen zwangsweise für mich nach Blasentee, und vor allem Unverständnis riechen.
Zudem ist man mit dererlei Argumentationskette nur einen Schritt von Sachen wie den "Killerspieldebatten" entfernt, was wiederrum nur ein Schritt von dem Vorgang entfernt ist, seine Texte mit Worten wie "menschenverachtend" oder gar "faschistisch" ins lächerliche zu ziehen.
Wenn ich als Teen in einen Auto-Scooter stieg, wusste ich , das ich mir den Thrill eines vorgetäuschten Auto-Unfalls für nur wenige D-Mark kaufen konnte, wenn ich mir die billigsten Videotheken-Grusler reinzog, wusste ich das ich für ungefähr das gleich Geld an einer simulierten Nahtoderfahrung teilnehmen konnte.
Denn Sex, Sex bekommt man überall, und Informationen darüber waren dank den Schulhöfen dieser Welt niemals Mangelware.
Tod aber, Tod war anders.
Tod war verschwiegen, waren schweigenden Leichenbestatter und heulende Eltern und merkwürdige Rasenplätze, und viel, viel zu weit weg von dem eigenen Erlebniskontext.
Ältere Menschen sieht man gar selten in der Horrorecke der Videotheken, oder der neusten Vorstellung von FINAL DESTINATION.
Ältere Menschen brauchen den Thrill, brauchen die Simulation nicht mehr.
Sie schlagen die Zeitung direkt bei den Todesanzeigen auf, sie waren auf mehr Trauerfeiern als ihnen lieb sein kann, sie stehen quasi unmittelbar in Kontakt und brauchen nichts mehr simulieren.
Auch für mich sind die Zeiten, als das neuste, kopierte Videotape, das ein Schulfreund dritten Grades heimlich von seinen Eltern abgezogen hat, und in dem man amoklaufende Kettensägenmonster dutzendweise Cheerleader enthaupten sehen konnte, und das durch diesen Umstand prompt in meine Lieblingsfilmliste aufstieg, längst vorbei.
Irgendwann hat man alles gesehen, irgendwann entdeckt man andere grüne Wiesen.
Aber vergessen, vergessen hab ich deswegen noch lange nicht.
Weder mein jugendliches Ich, noch warum es eine solch tiefe Faszination für dererlei Themen empfand.
Und geblieben ist eine Verständnis.
Verständnis für die Notwendigkeit dererlei Genres, welche Mittel sie anwenden, und welche Fanschichten sie bedienen.
Auch noch der billigst heruntergekurbelte Massenmord-Expolitation-Flick ist far from "menschenverachtend" (wohlgemerkt : solange es außerhalb eines politischen Kontexts passiert) - sondern eigentlich genau das Gegenteil.
Er gibt dem überbordenen Adrenalin, das gerade in jungen Jahren rauscht, eine Mauer um sich daran zu brechen, und er lässt die, die es wollen hinter einen Vorhang sehen, der sonst aus Schweigen besteht, aus Verweisen auf die "krankhaftigkeit" und "Morbidität" dererlei Dinge.
Er sagt dir nicht "Du bist ja nicht ganz richtig im Kopf... Du bist krank !" - Er sagt dir : "Hier, schau dir das an, dein Interesse ist ein ganz natürliches".
Lange Rede - kurzer Sinn : Gewalt in der Unterhaltung hat seine Berechtigung schon dadurch, das es eine Nachfrage dafür gibt.
Und diese Nachfrage generiert eben nicht zehn Millionen Pschyokiller, sondern durchaus auch - soviel common sense sollte sein - ganz normale Staatsbürger, die eben keinen perversen Fetisch etablieren oder Nachts heimlich Hamster verprügeln.
Ob man sich mit dererlei Dingen auseinandersetzen möchte, ist dann wieder eine andere, persönliche Frage, aber in ihrem Kern sollte sie so nichtig sein, wie die Wahl zwischen Burger King und Mc Donalds.
Ist sie aber nicht, in den Kritik-Brutstätten dieser Welt geht es immernoch so bigott zu, wie bei Omas Kaffekränzchen, und Filme wie UNTHINKABLE müssen sich dann wieder einmal exemplarisch die Frage gefallen lassen, wie weit Unterhaltung gehen darf.
Zumal UNTHINKABLE tatsächlich Eier hat, sich mit einem shiny Popcornposter bewirbt, sich mit bekannten Unterhaltungsdarstellern ausschmückt, sich mit einem schmissigen Popcorn-Thriller-Anfang in Szene setzt, und erst dann die Hunde von der Kette lässt.
Logisch, das sich viele, die sich ihren Thrill früher nicht aus den dunkelen Ecken der Videotheken gesucht haben, getroffen aufheulen.
Es ist ihr gutes Recht !
Denn eigentlich ist UNTHINKABLE eine Mogelpackung, ein Wolf im Schafspelz.
Hier werden politische, moralische Dilemma aufgefahren (natürlich nur oberflächlich), hier werden tolle Schauspielleistungen geboten und eine gekonnte Dramaturgie aufgebaut, einzig und allein, um in seinem Zentrum eine Folterorgie zu positionieren.
Nicht "for the greater good" - nicht um damit irgendwo anzukommen, sondern alleine um zu unterhalten.
Wie gesagt : Hab ich kein Problem mit - ich kann aber hier auch besser, als in jedem andern Film verstehen, warum man damit ein Problem haben könnte.
Wenn man zu Burger King geht, will man nunmal keinen Whopper.
Schon gar nicht, wenn man Vegetarier ist, und eigentlich nur einen FEldsalat und einen Mc Flurry bestellt hatte.
Für mich war UNTHINKABLE generell ein launiger, kleiner Thrill, der allerdings zu wenig bietet, um noch einmal zu ihm zurückzukehren.
Seine Handlung ist minimal, seine Charaktere zu nebensächlich um ihnen Entwicklung zu erlauben, sein Ende nicht *bamm* genug, um als "Mindfuck" und Aufwerter gerecht zu werden.
Im Grunde ist UNTHINKABLE, auch wenn sich hier viele krümmen werden, das HOSTEL der Hochglanzthriller, denn all diese Punkte kann man unumwunden auf Roths Exploitation-Flick anwenden.
Und überhaupt HOSTEL und damit ein Punkt der mir schon beim Sehen des Filmes im Kopf ratterte, der mir beim Überfliegen der Kommentare noch stärker hervortrat, und der eigentlich der Grund für das lange Textintro darstellte.
HOSTEL ist ein Film der sich selbst ganz ehrlich als Splatterfilm bewarb, mit der Absicht ein paar Teenager mal ordentlich an den Magen fassen und krümmen zu lassen, indem er seinen Protagonisten ein paar Körperteile abforderte.
UNTHINKABLE ist ein Film, der unter dem Deckmantel des politischen und menschlichen Dilemmas vorgibt eine relevante Geschichte zu erzählen, nur um einem Protagonisten ein paar Körperteile abzufordern.
Ganz ehrlich, hätte ich so etwas wie moralische Bedenken bei simplen Unterhaltungsfilmen, ich würde UNTHINKABLE ganz klar als den verlogeneren der Beiden ansehen.
Merkwürdig und enttarnend, das die allgemeine Wahrnehmung gerade anders herum verläuft !
Merke : Wenn du nicht Roths sondern Jackson heißt, wenn du dem Film einen großen Namen und eine weltliche Dimension anhaftest, dann darfst du gerne auch mal ein paar Fingerchen abhacken.
Die Kriktiker nicken das dann einigermaßen konsterniert ab, und auf Omas Kaffetaffel dürfen mal wieder die Untersetzer klappern.
Strange !
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duffy 2011/09/02 11:10:42
Antwort löschenIch drücke mal etwas verhalten auf das Knöpfchen, wegen der tollen Einleitung und auch der richtigen Worte zum Film. Das mit Hostel ließ mich allerdings in der Tat zusammenkrümmen.
Ich gehe das jetzt an meinem Hamster auslassen.
KlapTrap 2011/09/02 11:16:44
Antwort löschenXd
Da fällt mir spontan das Leberwurstbrötchen aus der Hand...
Muss meinen Hamstervorrat erst mal wieder aufstocken, die Dinger halten so wenig aus !
Bin am überlegen auf Kaninchen umzusteigen...die haben es, glaube ich, faustdick hinter den...Ohren !
duffy 2011/09/02 11:39:18
Antwort löschenChinchillas sind gut geeignet. Die halten was aus!
KlapTrap 2011/09/02 11:49:29
Antwort löschenKlasse Idee !
Jetzt muss ich nur noch die kleinen Latex-Kostüme wieder umnähen....
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alanger 2011/09/02 11:51:09
Antwort löschensehr schön. also das mit deiner kritik. nicht das mit duffys hamster und deinen hasen!
KlapTrap 2011/09/02 11:54:06
Antwort löschenDu weißt gar nicht, wie verschlagen diese Viecher sein können...
alanger 2011/08/31 13:14:32
Kommentar löschennatürlich mögen wir kein schlechtes wetter, wir mögen es nicht wenn wir zusammengeschlagen werden und wir mögen es nicht krebs zu bekommen.
das alles mögen wir nicht, aber all das ist möglich.
16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten
KlapTrap 2011/08/31 16:20:04
Antwort löschenAbgesehen von diesem süffisanten Text.....9 Punkte ? Really ??
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alanger 2011/08/31 16:23:44
Antwort löschensüffisant, also bitte ;)
ja, ich fand ihn wirklich unerträglich.
und spannend.
also really.
KlapTrap 2011/08/31 18:06:56
Antwort löschenOkaaay...wird unter Schmerzen im Auge behalten..
Siwasi 2011/08/31 10:41:13
Kommentar löschenAls ich mir den Film zum 2. Mal mit meiner Frau angesehen habe, sagte sie nach kurzer zeit, Agentenfilme mag sie nicht. Ich überredete sie weiter zuzuschauen. Am Ende sagte sie es wäre erschütternd wenn es so etwas wirklich gäbe. Ein bedrückendes Szenario das auf der heutigen Welt durchaus möglich sein kann. Ein großartiger Samuel Jackson, außergewöhnliche Story und die Frage: Ja oder nein!
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Lukin1971 2011/08/22 11:20:29
Kommentar löschenDer Film Unthinkable spielt mit ethischen und moralischen Konflikten und einem Psychduell zwischen der Polizei und dem Attentäter.
Der Film ist verstörend, könnte aber auf realem Hintergrund basieren, was um so erschreckender ist.
Er zeigt die Abgründe und die Schwierigkeiten abzuwägen, wie weit man gehen darf, um eine Katastrophe und den Tod von zig Tausend Menschen zu verhindern.
Der Film wirft extrem viele Fragen auf und dient ideal als Grundlage für eine anschließende Diskussion.
Die schauspielerischen Leistungen sind auch durch die Bank weg (trotz des geringen Budgets) super.
Allerdings ist der Film wie eine Art Kammerspiel und geschmacklich nicht für jeden geeignet. Er ist auch bei weitem keine lockere und leichte Kinokost, sondern liegt schwer im Magen.
Trotzdem ist die Thematik und der im Film gehandelte Umgang damit hochinteressant.
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lieber_tee 2011/08/19 14:45:30
Kommentar löschenPackender, gut gespielter und fast kammerspielartig inszenierter Thriller. Es werden interessante Denkanstöße gegeben und nachdenkenswerte moralische Fragen gestellt. Der Film bestätigt allerdings wiedereinmal alle Klischees über "islamische" Terroristen und über das "böse" Militär. Besonders das Ende ist mehr als zwiespältig, da die vorher kritisch beleuchtete Frage, nach einem Recht auf Folter in Krisensituationen, für einen billigen Effekt geopfert wird.
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Dorpmaniac 2011/08/16 14:51:53
Kommentar löschenHostel meets 9/11...
_______SPOILERALARM_______
Lege ich persönlich Hand an an zwei Kinder (ohne dabei Priester zu sein), oder lasse ich es zu, dass Menschen in Tausenden verdampfen, Wohngebiete zerstört werden, Wohnfläche auf Jahrzehnte eher Jahrhunderte unbewohnbar wird? Und von den möglichen Spätfolgen, wie Krebs und Mutationen (und wir sprechen hier nicht von den coolen X-Men) reden wir jetzt nicht. Auch die innen- und außenpolitischen Konsequenzen sind kaum zu berechnen...
Also: zwei Kinder? Oder Alles?
Und je nachdem, wo die vierte Bombe ist, nur der Zuschauer weiß es ja, würden die Kinder nicht möglicherweise eh sterben...?
Zwei? Kinder?
Agrarland? Wohnfläche? Politik?Tausende? Menschen? (AUCH! KINDER! VIELE! KINDER)
Nur weil ich nicht mag, dass Kinder gefoltert werden, lasse ich den Tod von Tausenden zu?
Nur, weil ich nicht selbst Hand anlege (oder dabei zuschauen muss), soll es mir nach dem Anschlag besser gehen? (Vorausgesetzt es erwischt mich nicht bei der Detonation)
Und wenn es zum großen Knall kommt und ich wegen der Strahlung morgens Büschelweise Haare im Bett habe und Blut huste und mich vor Schmerzen kaum noch bewegen kann, egal, wie viel Jod ich fresse, wäre ich dann immer noch überzeugt, dass meine Entscheidung, keine Hand an Kinder zu legen, richtig war?
Klar... der Mensch ist ja offensichtlich immer völlig uneigennützig...
Und das Wissen um die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Bombe ist gar nicht so gering gewesen...
Für mich eher eine Wahl zwischen Pest und Cholera. Würde ich da stehen und entscheiden müssen, könnte ich - egal, wie ich wähle - mit der Entscheidung mit Sicherheit nicht leben...
Keiner sagt in dem Film konkret "Ja" zum Foltern, außer 'H' (Jackson) - und selbst er kritisiert diese Vorgehensweise, sieht es aber als notwendiges Übel (und als Spiel "Entweder ich gewinne oder du", möglicherweise auch eine Form der Verarbeitung) an und würde sogar aufhören, wenn man es ihm von ganz oben befiehlt. Aber dieser Befehl bleibt aus... Und alle - ALLE - sehen mit vielen Bedenken zu, egal, wie sehr sie protestieren - ob durch Gespräche mit Vorgesetzten (als ob das je etwas gebracht hätte) oder kurz aufflackernde Gewalt - sie sehen alle zu...
Wäre es Helen Brody (stets ein wenig unterkühlt, aber so mag ich sie: Moss) wirklich wichtig gewesen, dass er damit aufhöre, wegen Menschenrechte und dem Blabla, dann hätte sie genug Zeit gehabt, damit an die Öffentlichkeit zu gehen... Aber dafür war dann die persönliche Karriere (Single, keine Freunde - sie hat nicht mehr als ihre Karriere) wohl doch zu wichtig gewesen. Persönliche Einschränkungen werden nicht in Kauf genommen. Aber Hauptsache mal protestieren...
Auch der Soldat, der sein Namensschildchen abgenommen hat, da er sich mit diesen Aktionen nicht mehr identifizieren kann - als Soldat der Vereinigten Staaten. Aber: er guckt zu.
War das alles wie ein Autounfall? Ganz schrecklich, aber man kann nicht wegschauen...
Die Großen der Politik gaben ihr ok...
Ist die Frage hier wirklich, wie weit würdest du gehen, um an Infos zu kommen? Oder ist die Frage, welche PERSÖNLICHEN Konsequenzen würdest du für dich selbst in Kauf nehmen?
Und wer in dem Film gesagt hat, Folter bringt nichts, der wurde eines besseren belehrt. Younger (ein sehr guter Michael Sheen) hat die Adressen dreier (!!!) Atombomben frei gegeben. Wohl kaum wegen der Luxussuite, dem sehr zuvorkommenden Service und dem All-You-Can-Eat-24-Stunden-Buffet... Mit Gratisgetränken... Und neonfarbenen Handgelenksbändchen...
Der moralische Finger war schon sehr groß in diesem Film, aber nicht so groß, wie die Aussage des Films und damit das Statement, wie die Filmmacher eigentlich zu Folter stehen.
Und machen wir uns nichts vor: Alle bitte jetzt die Hände heben, wer glaubt, die Vereinigten Staaten (oder andere "zivilisierte" Länder) foltern nicht!
Und jetzt noch mal alle die Hände heben, die Folter dulden (also wegschauen), da es ja in einem ganz anderen Land ist und daher nichts mit uns zu tun hat. Keine Bange, vor euerm Computer sieht euch keiner. Ihr könnt ruhig ehrlich sein...
Nur weil wir nicht darüber reden, es im Alltag ausblenden, verschwindet es nicht!
Die meisten von uns sind doch eine Kombination aus den drei Affen, welche weder sehen, noch reden, noch hören wollen... Da sitzt man vorm Fernseher und sieht den roten Platz, wie Studenten von Panzern überfahren werden, sieht die Riots in London, sieht Frauen im nahen Osten, die gesteinigt werden, da sie einmal Fremdgegangen sind (ich hätte meiner Ex nicht mal ne Ohrfeige geben dürfen), sieht die Geschichte einer Frau, welche zur Heirat gezwungen wurde, die aber abhauen wollte, wegen der ihr angetanen Gewalt, am Rande der Wüste gefunden wird, Nase und Ohren abgeschnitten werden und zum sterben dort liegen gelassen wurde, sieht den Hunger, die Zuhälterei, die Drogen, den Schmerz, den Tod auf der ganzen Welt. Doch warum so weit gehen: übergriffige Priester und Erzieher direkt um die Ecke, hier und da ein kleiner Amoklauf, ein wenig jahrelang geheimgehaltene Inzestuöse Beziehungen, Politiker, die mit minderjährigen rummachen - wenn auch legal, Bombenanschläge mitten in Deutschland... aber dann kommt dieses süße kleine Pandabärchen, dass im Zoo in Berlin geboren wurde - wie knuffig... Das Leben ist gut... Und das Wetter wird schlecht und man meckert. Meckert über das Wetter... Das unveränderbare Wetter... Nicht über Folter, Tod und Ungerechtigkeit auf der ganzen Welt... Sondern über den miesen Sommer 2011.
Folter ist schlecht! Folter ist wie Krebs! Folter ist eine Art Büchse der Pandorra!
Aber ist Folter wegzudenken? So schön es auch wäre...
Dann darf aber vor Gericht, ja, überhaupt gar nicht mehr gelogen werden...
Und alle müssen lieb zueinander sein... Und die Diktatoren in Afrika machen Armdrücken untereinander, um ihre Reviere zu verteidigen oder zu erweitern, anstatt halbbesoffene Kindersoldaten in den Krieg zu schicken. Oder noch besser, sie machen einfach ne riesige Friedensparty und ein Revival für Biko und Ghandi (nicht wirklich Afrika, aber wir brauchen doch eh keine Grenzen). Und alle gehen Blümchenpflücken auf dem nächsten Ponyhof. Und Krankheiten und Hunger lösen sich gegenseitig auf, da ja Minus mal Minus bekanntlich Plus ergibt...
Und die Kirche verbietet nicht mehr die Nutzung von Kondomen in Afrika, da Gott es so nicht wolle - HIV rockt ja auch viel mehr, besonders, wenn HIV-Infizierte kleine Mädchen vergewaltigen, da sie glauben, durch das Blut einer Jungfrau würde der Virus verschwinden... Super, lieber Papst, super... und Priester konzentrieren sich mehr auf das Onanieren, als auf ihre Chorknaben...
Auf der Anderen Seite muss die Kirche ja Kondome in Afrika verbieten. Papst Pius der XII hat 1941 erklärt, dass die Nazi-Politik nicht im Widerspruch zu den Lehren der katholischen Kirche stehe... Aha?
Was soll ich sagen? Der Optimist glaubt, er lebe in der bestmöglichen aller Welten... Der Pessimist weiß es!
Aber der Film war spannend, gut geschauspielert, ein Kammerspiel, dass auch im Theater funktionieren könnte und lässt den Zuschauer nachdenklich zurück.
Und dass dieser Film thematisch die Meinungen extrem spaltet, dass war schon vorher klar.
10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten
duffy 2011/08/16 14:59:36
Antwort löschenGenau so. Wunderbar!
freekland 2011/08/16 15:18:10
Antwort löschenDem ist nichts hinzuzufügen.
alanger 2011/08/31 16:28:02
Antwort löschenguter text.
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Quills 2011/09/09 13:49:07
Antwort löschenHast du den Film in der Originalfassung gesehen?
Meiner Meinung nach beweist nämlich GERADE die Freigabe der drei Bomben, dass dies nur Teil des Plans war. Younger gibt drei Bomben frei, weil er wusste, dass er damit die vierte "schützt". Und eine ATOMbombe reicht eigentlich ;) Schließlich handelt es sich nicht um Autobomben.
Die Information, dass überhaupt eine vierte Bombe existiert, kann H. letztlich auch nicht durch Folter erpressen. Er gelangt an diese Info nur durch seinen gesunden Menschenverstand und weil er das erste Mal überhaupt kühl kalkuliert. Auch DAS ist ein klares Statement GEGEN Folter. Schließlich hätte es durchaus Raum dafür im Drehbuch gegeben, dass H. diese wichtige Information erhält, nachdem er die Kinder ins Spiel bringt.
Dass dies nicht geschieht, ist für mich der absolute Schlüsselmoment (wenn auch hier die Suspense gesteigert werden soll, trotzdem ist es kein "Zufall").
Alles also geplant, einkalkuliert und konsequent durchgezogen von Younger. Selbst seine Kinder gehen ihm am Arsch vorbei, er bringt sich schließlich in dem Wissen um, dass die vierte Bombe brav weitertickt. Dass sein Nachwuchs damit ebenfalls draufgehen wird, kümmert ihn wenig, selbst wenn er Brody bittet, auf die beiden zu achten. Für mich war auch diese Aufforderung ein großartiges Ablenkungsmanöver.
Younger kann man nicht foltern. Damit hat sich auch jede Diskussion erübrigt, ob Folter nützlich ist.
Die deutsche Fassung ist leider furchtbar verhunzt und sehr missverständlich. Younger verliert hier fast ein wenig Härte und Konsequenz. Teils sind auch Dialoge abgewandelt worden. So kann durchaus der Eindruck entstehen, der Film wolle Folter legitimieren.
In einem Punkt gebe ich dir allerdings zu 100% recht: Dieses Thema MUSS einfach kommuniziert werden, schließlich gibt es Folter nicht erst seit "Unthinkable". Und das vollbringt der Film meisterhaft.
Dorpmaniac 2011/09/09 16:14:17
Antwort löschenGefällt mir. Ich werde ihn mir dann noch mal auf englisch anschauen. Danke für den Hinweis.
patcharisma 2011/08/13 22:44:10
Kommentar löschen"Unthinkable" lässt mich völlig ratlos zurück. Ist das nun einfach ein Gewalt-Porno, der praktisch 90 Minuten lang mit einer einzigen Einstellung auskommt (die nämlich der Folter, dieses ja tatsächlich abgebrühten Terroristen) oder ist das endlich die überfällige Darstellung, was in den Verhörknästen der U.S.A. nun tatsächlich geschieht? Mit dem ganz merkwürdigen Ende nimmt der Film ganz klar Stellung für die praktizierte Folter, das wird dann jedem klar. Und Samuel L. Jackson (mit seiner bosnisch-kriegsgeschädigten Frau - was für ein blöder Side-Aspekt!) mimt den Torture-King mit einer solchen Passion, das einem Angst und Bange wird - ist das wirklich noch Schauspiel oder eher gar wahres persönliches Engagement? Auf jeden Fall ist das ein weiterer Meilenstein zum Gefrier-Tiefpunkt seines durchzogenen Schaffens. Carrie-Ann Moss gibt dem Ganzen immerhin, zwischen Coolheit und etwas Warmherzigkeit, noch etwas menschliche Seele - aber sie kommt mir vor wie eine Alibi-Übung oder ein Feigenblatt in der Gewaltdarstellungs-Intention des Ganzen.
Fazit: "Unthinkable" ist einer der Dimension neusten Art der brutalsten Filme, die ich jemals sah (aber ich kenne so Zeugs, wie "Saw" oder "Hostel" u.ä. nicht) und hat man endlich alles bis zum Schluss mit seinem eh schon angeschlagenen Nervenkostüm durchgestanden, kommt einem dann doch alles im Nachhinein vor wie eine Überdosis heisse Luft und die angedeutete Politik verblasst nur noch zum Mittel zum Zweck. Obwohl so krass auf-brutal geschwängert, wirkt alles dann plötzlich so ungemein belanglos und überflüssig. Nur 'Aspirin' gewinnt hier am Schluss, denn nach dieser endlosen Ein-Raum-Odyssée sind Kopfschmerzen garantiert. Und ein "Thriller" ist das bestimmt auch nicht, denn spannend oder eben "thrilling" ist daran nämlich überhaupt nichts und ein zweites Mal tut sich das dramaturgisch-eindimensionale und polarisierende Ding bestimmt niemand an (darauf wette ich mal im Stillen). Und eine Meta-Über-Anschau-Pflicht (weil man denkt, man verpasst noch heimlich was, wie z.B. einen eventualen Mind-Blow) gibt es dafür sicher schon gar keine!
20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 15 Antworten
duffy 2011/08/13 23:34:41
Antwort löschenIch sah ihn bereits fünffach und bin nach wie vor begeistert.
patcharisma 2011/08/13 23:41:54
Antwort löschenEcht? Was reizt Dich denn daran, Marc, das immer wieder zu schauen? Tell me!
duffy 2011/08/13 23:45:35
Antwort löschenJupp. Und ich hasse Hostel und Co., nur mal nebenbei. :)
Unthinkable ist einfach ein klasse gespieltes, spannendes Kammerspiel mit brisanter Thematik. Ich find die Story ziemlich abwechslungsreich für den gebotenen Minimalismus und das Ende ist schön fies.
patcharisma 2011/08/13 23:49:46
Antwort löschenFür mich bedeutet es schon ein grosse Portion Abgebrühtheit, das immer wieder zu schauen, sorry!
duffy 2011/08/14 00:04:25
Antwort löschenAch, so schlimm ist der nun auch wieder nicht. Da gibt es diverses Zeug aus Frankreich, was nicht nur absurd brutal, sondern auch noch beschissen gemacht ist.
patcharisma 2011/08/14 00:06:34
Antwort löschenOkay... Aber Du hast die Frage nicht beantwortet und die lautet: Was ist der Thrill daran "Unthinkable" 5mal und mehr anzuschauen?
HA! xD
duffy 2011/08/14 00:13:06
Antwort löschenHab ich doch. Ich find ihn gut gespielt, spannend, abwechslungsreich, usw.
Halt super gemacht mit tollen Darstellerleistungen und nem richtig guten Ende. Gründe, aus denen ich viele Filme oftmals schaue.
patcharisma 2011/08/14 00:14:43
Antwort löschenNur Carrie Ann ist doch toll? ;-(
duffy 2011/08/14 00:16:18
Antwort löschenSammy ist großartig, Michael Sheen geradezu genial. Moss hat ihre typische, unterkühlte Art am Leib, die ich allerdings auch sehr schätze.
patcharisma 2011/08/14 00:36:19
Antwort löschenSamuel ist schrecklich, aber lassen wir das Argue: Dir hat's anscheinend gefallen, mir halt nicht... So einfach ist das! xD
duffy 2011/08/14 00:49:07
Antwort löschenJa, so ist das. :D
alanger 2011/08/31 16:47:52
Antwort löschenlieber pat, am ende diese extrem spannenden films "nimmt ...KEINER "klar Stellung für die praktizierte Folter". im gegenteil, was nutzt alle folter: garnix.
über die moralischen fragen kann man immer reden ...aber nicht hier.
seltsamerweise sind folter- und tötungspornos wie 24 (mit dem coolen jack bauer) allgemein akzeptiert.
patcharisma 2011/09/01 00:24:28
Antwort löschenHaha, mega-lustig, hast Du den Film also angeschaut, Alanger? xD
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Quills 2011/09/09 14:14:46
Antwort löschenNicht mega-lustig, du solltest DIR die Frage stellen. Denn GERADE der Schluss lässt eben nicht deine Deutung zu: Younger wurde brutal gefoltert, seine Frau wurde getötet und selbst die Kinder mit ins Spiel gebracht. Und hat Younger verraten, wo die vierte Bombe tickt? Nö. Im Amiland macht es BUMM.
Folter war also fürn Arsch und nicht aufn Arsch...Ganz einfach zu verstehen eigentlich, ne?
patcharisma 2011/09/09 21:03:53
Antwort löschenAch Quills, der Satz war nur für den Alanger, calm down please! Mir hat der Film gemäss meinem Comment ja auch nicht sonderlich gefallen...